Wangerland/Wilhelmshaven (20. 10. 2023) – Die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (Tano) sucht neue Konzepte für Service und Marketing. Auf dem NordseeTourismustag 2024 soll erstmals das „Goldene Leuchtfeuer“ entfacht werden. Mit dem Preis möchte die überregionale Marketing-Organisation für die niedersächsische Nordseeküste mit Sitz in Wilhelmshaven erstmals neue Ideen und Denkansätze rund um das Engagement am Gast besonders würdigen.
Der Award wird in zwei Kategorien vergeben. Eine Jury, die von der Tano berufen wird, trifft die fachliche Auswahl für den Jurypreis. Über den Publikumspreis entscheidet ein Online-Voting. Bewerbungsschluss ist in beiden Kategorien der 9. Januar 2024, 18 Uhr.
Beim Jurypreis können ausdrücklich auch kleinere innovative, kreative und nachhaltige Erlebnis- oder Serviceangebote für den Wettbewerb eingereicht werden. Sei es eine Dienstleistung, ein Genusserlebnis oder vielleicht ein digitales Hilfsmittel: Gewürdigt werden jegliche Arten von neuen Denkansätzen, die für exzellente Gastfreundschaft stehen, so die Tano. Die Markteinführung des Wettbewerbsbeitrags muss bereits erfolgt sein, frühestens jedoch am 1. April 2022.
Der Publikumspreis ist für innovative Marketing-Ideen gedacht. Es könne sich dabei etwa um Key Visuals, Werbeaussagen, Film-Clips und Plakatentwürfe, aber auch um Radio-Spots oder Kampagnen handeln. Die Wettbewerbs-Beiträge werden ab dem 19. Januar online gestellt. Danach können Besucher der Internetseite https://tano.travel/goldenes-leuchtfeuer/ abstimmen.
Der NordseeTourismusTag findet am 14. und 15. Februar 2024 in Bremerhaven statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Unsere neue Kollegin KI – Künstliche Intelligenz als Fluch und Segen für den Tourismus.“
Wolfgang Reich feiert an diesem Freitag im engsten Familienkreis seinen 80. Geburtstag. Foto: hol
Hooksiel (19. 10. 2023) – Hand in Hand – das ist eine Devise, die das bisherige Leben von Wolfgang Reich durchzogen hat wie ein roter Faden. Vor wenigen Tagen wurde der Hooksieler dafür von Rat und Verwaltung der Gemeinde Wangerland geehrt. An diesem Freitag feiert er seinen 80. Geburtstag.
Wolfgang Reich wurde 1943 in Memel (dem heutigen Klaipeda) in Litauen geboren. Sein Vater arbeitete als Stabsarzt in einem Lazarett, die Mutter war Schauspielerin und Sängerin. Offenbar war der Vater in der Truppe beliebt. Bevor der Krieg Memel erreichte, sagte der Personalfeldwebel: „Reich, es wird Zeit, dass sie wieder mal versetzt werden!“ Es ging ins vergleichsweise sichere Flensburg.
In Eppendorf aufgewachsen
Aufgewachsen und zur Schule gegangen ist Wolfgang Reich in Hamburg-Eppendorf. Hier hatte der Vater eine Arztpraxis. Den jungen Wolfgang packte unterdessen ein Werbespruch der noch jungen Bundesmarine: „Mehr erleben, das Meer erleben!“ „Das ließ mich nicht mehr los“, erinnert sich der Jubilar. Und da sein Vater stets gut von der Marine gesprochen hatte, trat der junge Mann 1961 als Zeitsoldaten seinen Dienst an. Grundausbildung in Glückstadt, Unteroffiziersausbildung in Bremerhaven. Und natürlich Wihelmshaven, die deutsche Marinehauptstadt.
Der spätere Berufssoldat erinnert sich gern an seine Zeit an Bord des Zerstörers „Bayern“, auf einem „Torpedofangboot“ des Flottendienst-Geschwaders oder beim 2. Schnellboot-Geschwader. 20 Jahre lang arbeitete er als Ausbilder im Kommando Marineführungssysteme in Wilhelmshaven. Als der Oberstabsbootsmann in Ruhestand ging, war er schon längst Hooksieler.
Über die Marine nach Hooksiel gekommen
„Die Marine hat mich nach Hooksiel gebracht“, erinnert sich Wolfgang Reich. Ende der 1960er Jahre herrschte in Wilhelmshaven Wohnungsmangel. Ein Marinekamerad habe sich in Hooksiel ein Grundstück gekauft und auch ihn von den Vorzügen des Sielortes überzeugt. Familie Reich, zu der damals eine Frau und drei Jungs gehörten, baute 1973 ein schmuckes Haus am Ende der Friesenstraße. „Es war da extrem ruhig. Die Bäderstraße gab es noch nicht. Auf einen Telefonanschluss mussten wir vier Jahre warten. Und auch die Installation der Straßenbeleuchtung dauerte gefühlt ewig“, erinnert sich Wolfgang Reich, der heute mit Lebensgefährtin Helga in Solthörn wohnt. „Aber so war das damals halt.“
Familie Reich liebte den ländlichen Charme ihrer neuen Heimat. Schnell festigte sich der Wunsch von Wolfgang Reich: „Hooksiel muss dörflich bleiben – auch wenn der Ort von Urlaubsgästen lebt.“ 1975 trat er in den Seebadeverein ein, in dem damals fast alle Familien in Hooksiel Mitglied waren. 1981 der erste Posten: stellvertretender Kassenführer,1986 die Wahl zum 2.Vorsitzenden. Ab 1990 übernahm Wolfgang Reich für 15 Jahre die Verantwortung als 1. Vorsitzender im Seebadeverein Hooksiel.
Engagement im Seebadeverein
Oberstes Ziel damals wie heute: Den Ort verschönern. „Erst haben wir auch noch die Strandkörbe mit zum Strand geschleppt“, erinnert sich der Jubilar. Am offiziellen „Strandaufbau“ nahmen bis zu 400 Menschen teil, die mit einer Jahres-Freikarte für den Strand belohnt wurden. Darüber hinaus initiierte der Seebadeverein eine Fülle von Projekten zur Ortsverschönerung: Sitzbänke wurden aufgestellt, Hinweistafeln angebracht und – dank des ganz persönlichen Einsatzes des Vorsitzenden – von der Wiesbadenbrücke in Wilhelmshaven ein riesiger Anker zum Alten Hafen nach Hooksiel verlegt.
Auch sportlich war der Hooksieler lange aktiv. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Tennis-Abteilung des FC Nordsee. „Wir haben uns damals einen Platz in der Nähe des ehemaligen Sportplatzes gebaut, in Höhe des heutigen ZOB“, schildert Wolfgang Reich. „Da haben wir im Sommer Tennis gespielt. Im Winter ging es in die Sporthalle – immer sonntags von 8 bis 10 Uhr. Und danach zum Frühschoppen zu Walter Dekena in die „Friesenkate“, bis zum Sonntagsschluck um 12 Uhr.“
Seit 25 Jahren in der Arbeitsgruppe
Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, dem Verein der Hooksieler Vereine, war damals Martin Ulfers. „Wenn Martin eine Idee hatte, rief er beim Seebadeverein an und bat um Hilfe. Wir hatten ja genug Leute“, erinnert sich Wolfgang Reich. Aus diesem Miteinander entstand 1998 die Idee, die „Arbeitsgruppe Hooksiel“ zu gründen. Der Kreis von anfangs acht bis zehn Männern trifft sich seither, also seit nunmehr 25 Jahren, einmal in der Woche, im Sommer wie im Winter, um durch praktische Arbeit Hooksiel zu verschönern. Markantes Erkennungszeichen: gelbe Arbeitswesten. Fast immer dabei: Wolfgang Reich.
Will der Jubilar auch mit 80 noch Unkraut zupfen, Gräser beschneiden, Kabel verlegen, Spielgeräte und Hütten aufstellen? „Ja, auf jeden Fall“, versichert Wolfgang Reich. „Wir sind eine tollte Truppe. Da macht das Arbeiten unheimlich Spaß, zumal wir inzwischen auch eine Reihe jüngerer Mitglieder dazu gewonnen haben – für die schweren Arbeiten.“
Hooksiel (19. 10. 2023) – Die Polizei warnt vor unseriösen Handwerkern, die Gartenarbeiten und Steinreinigungen anbieten. Die Betrüger würden derzeit mit Kleinanzeigen in Zeitungen, mit Flyern sowie durch das Verteilen von Visitenkarten ihre Dienste anbieten. Die Ermittler raten potenziellen Kunden dringend dazu, vor einer Auftragsvergabe die Tipps der Polizei zu beachten.
Grundsätzlich ist gerade bei Haustürgeschäften besondere Vorsicht geboten. Interessierte sollten sich zuvor bei verschiedenen Firmen über ungefähre Kosten für die Arbeiten erkundigen. „Leisten Sie keine Vorauszahlungen und schließen Sie einen schriftlichen Vertrag“, rät die Polizei.
Nach dem Angebot sollte man sich mindestens einen Tag Zeit nehmen, um zum Beispiel Rat von Freunden und Bekannten einholen zu können. Seriöse Anbieter hätten damit kein Problem. Ein weiterer Tipp: „Lassen Sie sich auf keinen Fall von fremden Personen am Telefon oder persönlich über Wertgegenstände ausfragen, die in Ihrem Besitz sind!“
Gehweg- oder Terrassenplatten sehen nach wenigen Jahren durch Grünbelag, Dreck und Unkraut in den Fugen möglicherweise nicht mehr schön aus. Professionelle Hilfe versprechen so genannte Steinreiniger, die mit leistungsstarken Hochdruckreinigern den Dreck beseitigen.
Kunden sollten vor einem Vertrag prüfen, ob es die angebliche Firma am angegebenen Ort überhaupt gibt. Auf jeden Fall sollte man einen Kostenvoranschlag fordern, gegebenenfalls auch für die Zusatzleistung des Neuverfugens, da Fugen ausgespült werden können.
Wer Opfer einer unlauteren Machenschaften geworden ist, sollte eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Für Rückfragen steht für den Raum Jever aus dem Präventionsteam der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland Anja Kienetz (Tel. 04461/9211-181) zur Verfügung:
Hooksiel Ortsbrandmeister Jörg Nöchel (links) und Feuerwehrmann Björn Mühlena überzeugen sich vom Fortschritt der Arbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg. Die künftige Fahrzeughalle ist so ausgelegt, dass sie auch für verschiedene Übungen genutzt werden kann. Foto: hol
Hooksiel (18. 10. 2023) – Der Umzugstermin für die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel rückt näher. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel geht fest davon aus, dass die Angehörigen der aktivenWehr, die Jugendfeuerwehr und die Altersabteilung im Februar 2024 ihr neues Domizil am Hohe Weg beziehen können. Mit der erhofften Einweihungsfeier noch in diesem Jahr, dem Jahr des 100-jährigen Bestehens der Wehr, wird es also nichts mehr. Aber, so Nöchel: „Keine Angst, wir werden die Jubiläumsfeier gebührend nachholen.“
Bei einer Begehung der Baustelle erläuterten Jörg Nöchel und Björn Mühlena gegenüber „Hooksiel-Life“ die zahlreichen Verbesserungen, auf die die Hooksieler Wehr sich freuen darf. Das bisherigen Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen entspreche schon längst nicht mehr den heute geforderten Standards. Der Neubau bietet Platz für 40 aktive Feuerwehrleute sowie eine 20-köpfige Jugendfeuerwehr. Damit habe man für beide Abteilungen mit einem leichten Zuwachs geplant, sagte Nöchel.
Wöchentliche Besprechungen auf der Baustelle
Im Juli wurde Richtfest gefeiert. Inzwischen ist das Gebäude längst geschlossen, der Innenausbau schon weit vorangeschritten. Die Wände sind verputzt. Aktuell stehen die Estrich-Arbeiten an, die Fußbodenheizung muss installiert, die Türzagen montiert und die Fliesen verlegt werden. Einmal wöchentlich gibt es auf der Baustelle eine Besprechung mit Vertretern der der Baufirmen, der Gemeinde und der Feuerwehr, die durch Feuerwehrmann Björn Mühlena vertreten wird.
Dass die künftigen Nutzer den Baufortschritt intensiv mitverfolgen, wird nach Überzeugung von Nöchel und Mühlena inzwischen von allen Beteiligten als Vorteil gesehen. „Wir besprechen in der Wehr alle aufkommenden Fragen mit einer siebenköpftigen Arbeitsgruppe“, erläutert Mühlena. Dabei werden Wünsche etwa zur Farbe der Fußbodenfliesen formuliert, aber hier und da fallen auch mal kleine Pannen auf.
Fahrzeughalle groß genug für Übungen
Warum ragt die Schiebetür über die Wand hinaus in den Raum hinein? Könnten die Lagerräume nicht ohne großen Mehraufwand viel höher werden? Warum muss die Lüftungstechnik am Boden stehen und dort Platz wegnehmen? Warum leckt es von der Dachentwässerung durch die Decke? Wie lässt sich im Umkleideraum für jedes Feuerwehr-Mitglied ein Spind aufstellen, ohne dass es beim Umkleiden zu eng wird?
Die neue Fahrzeughalle bietet Platz für vier Fahrzeuge, die künftig geradeaus auf den Hohe Weg ausrücken sollen. Neben den Ausfahrten soll ein KFZ-Waschplatz entstehen. Foto: hol
Das Gebäude beherbergt unter anderm einen großen Aufenthalts- und Unterrichtsraum, einen Jugendraum, für Frauen und Männer getrennte Umkleide-, Sanitär- und Duschräume, zwei extra hohe Lagerräume sowie eine rund 250 Quadratmetergroße, fünf Meter hohe Fahrzeughalle, in der vier Einsatzfahrzeuge Platz finden werden. „Die Fahrzeug-Halle ist so ausgelegt, dass wir sie auch als Übungshalle nutzen können“, erläutert Nöchel.
KFZ-Waschplatz geplant
Die Feuerwehr soll in Richtung Hohe Weg ausrücken. Von der Halle wird noch eine breite Ausfahrt über den Graben hinweg angelegt. Die Einsatzfahrzeuge rücken dann künftig über Hohe Weg und Middeldiek in Richtung Bäderstraße aus. Neben der Halle soll zudem ein KFZ-Waschplatz angelegt werden.
Nöchel und Mühlena sind überzeugt davon, dass mit den Nachbarn im benachbarten Neubaugebiet auch auf Dauer ein gutes Miteinander gelingen kann. Auch die nicht verstummende Kritik an der Standortwahl für das neue Feuerwehrgerätehaus (mitten im Ort statt am Ortsrand) halten sie für nicht haltbar. Einen großen Vorzug des Areals am Hohe Weg sieht Nöchel in der Größe des Grundstücks.
Hooksiel/Oldenburg (18. 10. 2023) – Der Oldenburger Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE wird eine einmalige „Entschuldigungszahlung“ an Kunden leisten, die lange auf die Auszahlung eines Guthabens aus ihrer Jahresrechnung für Strom, Erdgas oder Wärme warten mussten. Die EWE ist unter anderem Grundversorger für den Lankreis Friesland und damit auch für Hooksiel.
„Wir haben unsere Kundinnen und Kunden im vergangenen Spätsommer dazu aufgerufen, in der Energiekrise möglichst viel Energie zu sparen und die Monatsabschläge an die seinerzeit stark gestiegenen Preise anzupassen“, erläutert EWE-Marktvorstand Dr. Christian Friege die Entscheidung. „Wenig später hat die energiewirtschaftliche Sondersituation der vergangenen Monate zu großen Herausforderungen im Kundenservice beigetragen, in deren Folge wir bei der Erstellung von Rechnungen in Verzug geraten sind. Dabei haben wir es nicht gut genug geschafft, unsere Systeme und Prozesse anzupassen. Wir finden, dass dies nicht zum Nachteil derjenigen sein darf, die unserem Aufruf gefolgt sind und aus ihrer Jahresrechnung ein Guthaben erwarten. Bei ihnen bitten wir um Entschuldigung und glauben, eine sichtbare und pragmatische Lösung gefunden zu haben“, so Friege.
Parallel arbeite EWE weiter intensiv daran, auch die letzten noch ausstehenden Jahresrechnungen so schnell wie möglich zu ihren Kunden zu bringen. Voraussetzung für die Zahlung sei, dass nach wie vor ein aktives Kundenverhältnis besteht, die Jahresrechnung ein Guthaben von mindestens 100 Euro aufweist und dass länger als sechs Wochen nach Ablauf der kundenindividuellen Verbrauchsperiode noch keine Jahresabrechnung vorliegt.
Die Höhe der Zahlung berücksichtige die Höhe des Guthabens und die Dauer der Wartezeit, so die EWE. Die betreffenden Kundinnen und Kunden würden nach Erhalt ihrer Jahresrechnung in einem gesonderten Schreiben über die Höhe ihrer Entschuldigungszahlung informiert.
Mehrfache gesetzliche und regulatorische Eingriffe zur Entlastung der Bürger in der Energiekrise machten weitreichende Systemanpassungen auf Seiten der Energieversorgungsunternehmen notwendig. Die kurzfristige Umsetzung von Maßnahmen wie der Umsatzsteuersenkung, Einmalzahlungen im Dezember und Preisbremsen im Frühjahr sei komplex gewesen und habe bei vielen Energieversorgungsunternehmen zu einer Überlastung geführt.
Die Tankstelle Hooksiel bleibt für sechs Wochen geschlossen. Die Technik wird erneuert. Foto: hol
Hooksiel (17. 10. 2023) – Die Hooksieler Tankstelle bleibt ab dem morgigen Mittwoch, 18. Oktober, für voraussichtlich sechs Wochen geschlossen. In diesem Zeitraum soll die komplette Tanktechnik überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Das bestätigte ein Sprecher der Heinrich Albers OHG (Surwold) auf Anfrage von „Hooksiel-life“.
Zu den im Detail geplanten Arbeiten machte der Sprecher keine Angaben. Zum Teil würde der Handlungsbedarf von dem Ergebnis der Überprüfungen abhängen. Neben der Tankstelle und dem Verkaufsraum der Tankshop TS Hooksiel GmbH sind von der Schließung auch die Waschstraße und die Postfiliale im Tankshop betroffen. Die benachbarte Bäckerei der Firma Ulfers-Eden bleibt geöffnet.
Die Albers OHG verweist Autofahrer auf ihre Tankstellen in Hohenkirchen und Schortens. Weitere nahe gelegene Tankmöglichkeiten gibt es in Horumersiel, Jever und in Fedderwardergroden.
Hooksiel (16. 10. 2023) – Ein reger Pendelverkehr von Saugfahrzeugen im Bereich von Friesenstraße und Nee Straat ist einigen Hooksielern am Wochenende aufgefallen. Offenbar wurde im Bereich des Busbahnhofes Flüssigkeit aus dem Abwasserkanal aufgenommen und weggefahren. Dafür seien mindestens zwei Fahrzeuge im Pendelverkehr unterwegs gewesen.
Den Grund für die Aktivitäten erläuterte heute der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) auf Anfrage von „Hooksiel-Life“: Ein Schaden an einer Abwasser-Druckrohrleitung. „Die Saugfahrzeuge wurden eingesetzt, um das Abwasser zur nächsten Beförderungsstelle zu bringen“, teilte der OOWV mit. „So sind wir unserer Entsorgungspflicht vor Ort nachgekommen.“
Der Schaden an der Druckrohrleitung sei inzwischen behoben, das System arbeite wieder problemlos und entsprechend seien auch die Saugwagen abgerückt.
Zog nach einem Jahr als Landtagsabgeordnete Bilanz: Katharina Jensen. Foto: hol
Wangerland/Jever (16. 10. 2023) – Ein Jahr im niedersächsischen Landtag, viel Arbeit, kaum Mehrheiten für Anträge und dennoch macht der CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen nach eigenem Bekunden ihr Job in Hannover noch sehr viel Spaß. Heute zog die 37-jährige Wangerländerin Bilanz und sparte dabei nicht mit Kritik an der rot-grünen Landesregierung.
Die deutlich verjüngte und sehr weibliche CDU-Fraktion verstehe sich als „konstruktive Opposition“. Man wolle Politik mitgestalten, aber, so der Hauptvorwurf von Katharina Jensen in Richtung Landesregierung: „Vieles geht viel zu langsam, wird nicht konsequent zu Ende gedacht und nicht mit den erforderlichen Haushaltsmitteln hinterlegt.“
Als ein Beispiel nennt die agrarpolitische Sprecherin ihrer Fraktion die Pläne zur Wiedervernässung der Moore. Dadurch soll Kohlendioxid gebunden und der Klimawandel verlangsamt werden. Der Moorschutz würde allein im Milchvieh-Gürtel im Nordwesten Niedersachsens einen Verlust an Wertschöpfung in Höhe von einer Milliarde Euro verursachen und gewaltige Veränderungen für Menschen und Infrastruktur mit sich bringen. „Das Ziel steht, aber ich habe den Eindruck, dass in der Regierung niemand einen Plan hat, wie es erreicht werden soll“, so Jensen. Vom Aufbau eines Entschädigungsfonds sei jedenfalls noch nichts zu sehen.Ähnliches gelte für ein Torfabbau-Verbot oder die Umsetzung von neuen Tierwohl-Standards.
Beispiel Ganztagsschulen. Ab 2026/2027 sollen alle Schulen imLand eine Ganztagsbetreuung anbieten. Dafür gebe es einen Topf mit 315 Millionen Euro für die Kommunen. „Aber die Investitionsrichtlinie liegt immer noch nicht vor“, beklagt Jensen. Entsprechend groß sei die Verunsicherung bei den Kommunen, die ihre Schulen zum Teil mit erheblichem Aufwand umbauen müssen. Die Ganztagsschulen an sich hält die CDU-Politikerin für eine gute Sache. „Damit wird die Chancengleichheit erhöht.“ Kinder erhielten Einblicke in andere Lebensbereiche. Zudem könne die Alltagskompetenz erhöht werden.
Beispiel Hafeninfrastruktur. Häfen spielen eine zentrale Rolle für Logistik und Energiewende. Im Landeshaushalt stehen aber lediglich 40 Millionen Euro für laufende Investitionen in den Häfen. Ab 2025 soll dieser Betrag auf 30 Millionen gesenkt werden. Die CDU sieht hingegen einen Investitionsbedarf in Häfen und Hinterland-Anbindungen von einer Milliarde Euro, zu finanzieren von Bund, Land und Wirtschaft. Mit Blick auf die Wilhelmshavener Häfen müsste unbedingt der Ersatz der Eisenbahn-Klappbrücke über die Hunte angegangen werden.
Ähnlich großen Handlungsbedarf sieht Jensen bei der Einführung eines günstigen Industriestrompreises. Andernfalls wäre die Zukunft gerade der energieintensiven chemischen Industrie in Stade und Wilhelmshaven gefährdet. Auch beim Bau eines Wasserstoff-Versorgungsnetzes als Energieachse der Zukunft sei von einer „Deutschland-Geschwindigkeit“ in Niedersachsen kaum etwas zu spüren.
Für Tourismus und Gastronomie von größter Bedeutung ist nach Ansicht der Abgeordneten aktuell der Verzicht auf die Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Die Besteuerung auf Getränke und Speisen in Restaurants war mit Blick auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie auf 7 Prozent gesenkt worden.
Die Arbeitsbelastung als Abgeordnete sei größer als sie vor ihrem Amtsantritt vor einem Jahr gedacht hätte, sagte die Wangerländerin, die inzwischen auch einen Sitz im Präsidium der Niedersachsen CDU hat. Dennoch, so die mit einem Landwirt verheiratete Mutter von drei Kindern, wolle sie ihre Mandate im friesländischen Kreistag und im Rat der Gemeinde Wangerland auch künftig wahrnehmen, um „ein Ohr an den Problemen der Kommunen“ zu haben. Machbar sei das alles aber nur, weil ihre Familie voll hinter ihr stehe.
Dieter Schoof-Wetzig stellt im Künstlerhaus Hooksiel Baumfotografien aus. Foto: hol
Hooksiel (16. 10. 2023) – Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, sagt der Volksmund. Aber umgekehrt gilt: Wer nur den Wald im Blick hat, übersieht die Schönheit einzelner Bäume. Genau die hält der Fotograf Dieter Schoof-Wetzig seit über zwei Jahrzehnten mit seiner Kamera fest. 24 der dabei entstandenen Fotos sind jetzt unter dem Titel „Baumlese“ im Künstlerhaus Hooksiel zu bewundern.
Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann begrüßte zur Vernissage an die 40 Interessierte, darunter die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Wangerland, Alice Brandenburg-Bienek und den stellvertretenden Landrat Reiner Tammen, der darauf hinwies, dass er politisch wie beruflich eine besondere Beziehung zu Bäumen habe. „Holz ist mein Thema“, sagte der Grünen-Abgeordnete. Als Tischler seien die Bäume allerdings eher zu ihm gekommen – und zwar scheibchenweise.
In Leben und Werk des Künstlers führte der Journalist Christoph Hinz ein. Schoof-Wetzig, Jahrgang 1946, ist in Jever geboren und in Middoge (Wangerland) aufgewachsen. Er besuchte das Mariengymnasium, wo er sein Talent in einer Foto AG entdeckte. Nach dem Studium (Psychologie und Pädagogik) arbeitete der heute in Hannover lebende Fotograf in der Lehrerfortbildung.
Zu Hooksiel habe er aber immer eine besondere Beziehung gehabe, sagte Schoof-Wetzig. Hier, am Kreuzhamm, habe „Oma-Hooksiel“ gewohnt. Besuche bei ihr waren gleichzusetzen mit dem Besuch der Nordsee.
Betrachter sollten sich die Fotografien im Künstlerhaus ganz genau ansehen, riet Hinz. Den wohl 1000 Jahre alten Olivenbaum aus Andalusien, dessen Außenhaut geradezu filigrane Strukturen aufweist, die jeversche Blutbuche oder den Mammutbaum aus dem Schlosspark in Jever.
Hier der abgebrochene Ast, der an den Spagat eines Turners erinnert, dort ein entwurzelter Baum, eine Verletzung der Rinde oder eine skurrile Einlagerung, in der man einen Akt zu erkennen glaubt. Der Fotograf sei auf der Suche nach Leben, was die Dynamik des Verfalls einer bestimmten Lebensform einschließt, so Hinz. Sein besonderes Augenmerk gelte Strukturen und Reflexionen, die bei Betrachtern – anders als bei eindeutigen „Baumgesichtern“ – ganz unterschiedliche Assoziationen auslösen sollen. Geprägt vom Baum als Individuum, und vom Individuum des Betrachters.
Die Ausstellung im Künstlerhaus ist bis zum 2. Januar zu sehen. Bis Ende Oktober dienstags bis sonntags 14 bis 18 Uhr, danach samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Herbstleuchten am Alten Hafen von Hooksiel. Gute Stimmung bei farbigem Licht. Foto: hol
Hooksiel (15. 10. 2023) – Regenschauer. Immer wieder Regenschauer. Dazu teils heftige Windböen. Viel schlechter hätte das Wetter am Samstag nicht sein können. Dennoch: Das vom Verein „De Hooksieler“ ausgerichtete 12. Herbstleuchten fand statt. Die Festmeile um den Alten Hafen war gut gefüllt, die Stimmung unter den Besuchern gut. Cheforganisatorin Anke Müller: „In Anbetracht der schwierigen äußeren Bedingungen waren wir sehr zufrieden.“
Urlaubsgäste und Einheimische standen während der Regengüsse dicht gedrängt in den Zelten oder unter den Vordächern der Verkaufsstände. Dazu der Duft von warmem Calvados, selbstgebackenem Kuchen und Kartoffelpuffer mit Matjes. Für Speis und Trank – darunter frisch gepresster Apfelsaft aus heimischen Äpfeln – sorgten zumeist ehrenamtliche Helfer aus Hooksieler Vereinen. Und die hatten jede Menge zu tun.
Zur entspannten Atmosphäre trugen sicherlich auch die irischen und schottischen Klänge der Wilhelmshavener Folkband „Beltane“ bei – und natürlich das Herbstleuchten selbst. Mit einbrechender Dämmerung erstrahlten die Packhäuser am Hafen und die im Hafen liegenden Boote in farbigem Licht. Am Deich tanzte Jana von der Pütten als illuminierter Schmetterling gegen Wind und Regen an. Und Rüdiger Krüger erzeugte als Feuerspucker zumindest eine Illusion von Wärme.
Viel Applaus ernteten zudem Kinder vom Turnverein MTV Hooksiel, die ein kleines musikalisch-tänzerisches Gastspiel gaben. Am Nachmittag stand bereits mit Benny Köster ein begabter Hooksiler Nachwuchsmusiker auf der Bühne. Gut angenommen auch die Rundfahrten mit einer von Gerd Kelterborn gefahrenen Friesenkutsche durchs Dorf. Anke Müller, am Sonntag nach dem Abbau aller Fest-Utensilien am Hafen: „Es war anstrengend, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht.“