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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Weihnachtsmann erobert Kinderherzen

Weihnachtsmann
Die Hooksieler Kinder ließen dem Weihnachtsmann kaum Platz, sich zu bewegen. Der gute Mann in Rot ertrug sein Schicksal aber mit großer Gelassenheit. Foto: hol

Hooksiel (10. 12. 2023) – Schade, schade, schade … wäre doch nur das Wetter etwas besser gewesen. Es hätte ein Rekord-Weihnachtsmarkt für Hooksiel werden können. 

Dabei war der Auftakt am Samstag noch ideal. Große Beteiligung am Fackelumzug, der von Feuerwehr und Jugendfeuerwehr vom Gästehaus zum Alten Hafen geleitet wurde. Pünktlich vor Ort der Weihnachtsmann, der von der Fülle von Kindern fast überwältigt wurde. Gedichte vortragen, Geschenke verteilen, dabei immer freundlich lächeln. Der Mann im roten Anzug hatte wirklich jede Menge zu tun …

Das kleine Hüttendorf, das die Dorfgemeinschaft unterstützt von vielen Helfern am Alten Hafen aufgebaut hatte, war rappelvoll mit Menschen. Doch dann kam der Regen, verscheuchte trotz Glühwein und anderer heißer Leckereien die Gemütlichkeit – und der Weihnachtsmarkt leerte sich zusehends.

Am Sonntag ein ähnliches Bild. Bei wechselhaftem Wetter war der Platz mal mehr und mal weniger stark besucht. Der guten Stimmung vor Ort tat das aber keinen Abbruch. Auch ohne Schnee, der an diesem Wochenende komplett verschwunden ist. Was blieb war der Schneemann am Alten Hafen, der sich breitwillig mit jedermann zum Foto aufstellte. 

Glühweinbude
Matthias und Sascha von der Dorfgemeinschaft hätten am Sonntag gern mehr Heißgetränke verkauft. Aber bei dem ungemütlichen Wetter blieb die Nachfrage eher überschaubar. Foto: hol

Drei Unentschieden zum Auftakt

Hooksiel (10. 12. 2023) – „Da wäre mehr drin gewesen!“ Das ist die Bilanz von Trainer Bernhard Köster nach dem ersten Spieltag der Hallenrunde der E-Jugend-Fußballer in Heidmühle. Dabei hatten sich die Kicker des JSG II Wangerland gar nicht viel ausgerechnet, konnten sie doch nach einigen krankheitsbedingten Ausfällen nur mit einer Rumpftruppe von sieben Spielern anreisen.

So kam die 0:2-Niederlage gegen Frisia Wilhelmshaven IV in der ersten Partie nicht unerwartet. Im zweiten Spiel gegen den STV Wilhelmshaven stand dann aber gefühlt eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz. Das druckvolle Spiel wurde mit dem Führungstreffer durch Noah belohnt. Und die JSG blieb überlegen. Aber dann, 30 Sekunden vor Schluss, Konter, Weitschuss: Ausgleich. 

In Spiel drei ging es dann gegen den Favoriten vom Heidmühle FC. Die JSG verteidigt. Eysem rettet zweimal in höchster Not. Aber dann wurde das Spiel offener. Benny fasst sich ein Herz und zeiht von der Mittellinie ab; das Leder zischt nur knapp am linken oberen Geviert vorbei. Eine Art Weckruf für die JSG, die danach durch guten Kombinations-Fußball den HFC mehrere Minuten lang im eigenen Sieben-Meter-Raum einschnürte. Das Ergebnis: drei große Chance. Doch dann, zehn Sekunden vor Schluss, ein Konter. Doch Eysem klärt. Abpfiff, 0:0. 

Beim vierten Spiel gegen Neuenburg machte sich dann die dünn besetzte Auswechselbank bemerkbar. Die JSG spielt solide, hat 80 Prozent Ballbesitz, schießt aber kein Tor. Wieder 0:0. Vier Spiele, drei Unentschieden. Trainer Köster: „Darauf kann man aufbauen!“ 

Feuer macht Hausboot unbewohnbar

Feuer Hasuboot
Feuerwehrleute aus Hohenkirchen haben verhindert, dass ein Hausboot auf dem Wangermeer komplett ausgebrannt ist. Foto: Freiwillige Feuerwehr Hohenkirchen

Hohenkirchen (10. 12. 2023) – Auf einem am Wangermeer in Hohenkirchen liegenden Hausboot hat es am Freitag Abend gebrannt. Wie die Polizei heute mitteilte, ist die Brandursache noch ungeklärt. Die Ermittlungen laufen. Verletzte habe es nicht gegeben. Das Hausboot ist aber vorerst unbewohnbar.

Die Polizei bittet mögliche Zeugen um Mithilfe bei den Ermittlungen. Hinweise nimmt die Polizei in Jever unter Telefon 04461/74490 entgegen. Nur durch die Löscharbeiten der Freiwilligen Feuerwehren Hohenkirchen und Wiarden habe verhindert werden können, dass das Feuer das gesamte Boot zerstört oder gar auf andere Boote übergreift. 

Nach Darstellung der Feuerwehr Hohenkirchen hatte ein Bewohner eines Nachbar-Hausbootes eine starke Rauchentwicklung wahrgenommen und einen Notruf abgesetzt. Die Wehren aus Hohenkirchen und Wiarden rückten umgehend zur Brandstelle aus. Vorsorglich war auch en Rettungswagen alarmiert worden. Ein Trupp Feuerwehrleute rückten unter schwerem Atemschutz mit zum Brandherd vor. Weitere Trupps wurden für Nachlöscharbeiten eingesetzt. 

Campen vorm Deich: Ostdüne für Reisemobilsten auch im Winter offen

Ostdüne Hooksiel
Bislang konnten Reisemobilisten die „Ostdüne“ im Deichvorland von Hooksiel nur im Sommer nutzen. Künftig ist der Platz auch für Winterurlauber freigegeben. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (9. 12. 2023) – Künftig können Reisemobilisten auf in der Wintersaison im Deichvorland von Hooksiel übernachten. Die gemeindeeigene Wangerland Touristik GmbH will in den nächsten Tagen die Stellplätze „An der Ostdüne“ für den Ganzjahresbetrieb freigeben. Das bestätigte Marketingleiterin Larissa Strangmann gegenüber „Hooksiel-Life“.

Die „Ostdüne“ liegt ebenso wie der Campingplatz Hooksiel im Deichvorland. Mit Blick auf die erhöhte Sturmflutgefahr im Winter mussten beide Plätze bislang aus deichrechtlichen Gründen stets im Herbst komplett geräumt werden. Erst im Frühjahr war dann wieder Saisonbeginn. 

Campingplatz Hooksiel

WTG-Mitarbeiter haben die rund Hundert Stellplätze zwischen dem eigentlichen Campingplatz und dem FKK-Strand in den vergangenen Tagen für die Wintersaison präpariert. Spaziergängern war unter anderem aufgefallen, dass der Campingplatz und die Anlage im Umfeld der Ver- und Entsorgungsstation von Schnee befreit wurde (Foto: privat).

Die WTG hatte die Sonderregelung für die Ostdüne beantragt. Sie gilt ausdrücklich nur für Reisemobile, die bei einer absehbaren Sturmflut den Gefahrenbereich schnell verlassen können. Das neue Angebot hat ein Alleinstellungsmerkmal. Bislang konnten Reisemobilisten in Hooksiel ihr Fahrzeug im Winter nur auf Stellplätzen am Meerwasser-Hallenwellenbad abstellen – also weit weg von der natürlichen Meeresbrandung. Das neue Angebot könnte dazu beitragen, die touristische Nebensaison in Hooksiel zu beleben.

Der Stellplatz „An der Ostdüne“ in Hooksiel kann ganzjährig online gebucht werden. Nutzer müssen für den Stellplatz im Winter pro Nacht 5 Euro einschließlich Ver- und Entsorgung sowie Strom, 7,50 Euro für jeden Erwachsenen und den Gästebeitrag zahlen. Damit liegen die Gebühren deutlich niedriger als in der Hauptsaison.

WTG will Leistungsträger über „Thalasso Meeres Spa“ informieren

Horumersiel/Hooksiel (8. 12. 2023) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) lädt zum „Leistungsträger-Stammtisch“. Eingeladen sind alle Vermietern, Gastronomen, Betreiber von Freizeiteinrichtungen sowie alle weiteren Personen, die Leistungen im Tourismus in der Gemeinde Wangerland erbringen. Gemeinsam wolle man auf das Jahr 2023 zurückschauen und einen Blick in die Zukunft werfen, kündigt WTG-Geschäftsführer Armin Kanning an. 

Der Stammtisch findet am Mittwoch, 13. Dezember, ab 18 Uhr im Gästehaus in Horumersiel (Zum Hafen 3). Die WTG bittet die Gäste, sich bis Montag, 11. Dezember, mit Namen, Email-Adresse und Telefonnummer unter Telefon 04426/987152 oder per Email an daniela.antoniadis@wangerland.de anzumelden.

Als Schwerpunktthema will die WTG Informationen über den Stand der Bauarbeiten und den künftigen Betrieb des neuen „Thalasso Meeres Spa“ geben. Der Gesundheitstempel in Horumersiel soll bekanntlich voraussichtlich im ersten Quartal 2024 eröffnet werden. Traditionell dient der „Leistungsträger-Stammtisch“ aber auch dem allgemeinen Meinungsaustausch über Fragen rund um die Destination Wangerland.

Mit vereinten Kräften: Letzte Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt

Aufbau Weihnachtsmarkt
Die Hooksieler Arbeitsgruppe packt beim Aufbau des Weihnachtsmarktes kräftig mit an. Foto: hol

Hooksiel (8. 12. 2023) – Dichtes Schneetreiben in Hooksiel. Die Arbeitsgruppe kann das nicht schrecken. In zweistelliger Mannstärke angerückt bereitet die ehrenamtliche Helfertruppe um Bruno Bölts am heutigen Freitagmorgen den Hooksieler Weihnachtsmarkt am Alten Hafen vor. 

Buden wollen geschmückt, Zetel aufgebaut, Kabel verlegt werden, damit am Samstag und ab Sonntag (jeweils ab 13 Uhr) das kleine um einen schönen Tannenbaum aufgestellte Budendorf Gemütlichkeit ausstrahlt. Schlechtes Wetter? „Gibt es nicht“, sagt Marco Knodel. Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, die den Weihnachtsmarkt organisiert, lobt den Einsatz der Arbeitsgruppe, aber auch die Arbeit des Bauhofes der Gemeinde, der die Holzbuden zum Hafen transportiert hat.

„Die Zusammenarbeit mit dem Bauhof, aber auch mit den anderen Vereinen und Institutionen im Ort, klappt immer besser“, sagt Knodel. Und wie auf Bestellung rollt ein Kleinbus der WiKi auf den Hafenplatz. Bewohner der Wohnanlage der Wilhelmshavener Kinderhilfe an der Bäderstraße übernehmen auf dem Weihnachtsmarkt den Verkauf von alkoholfreien Getränken und Berlinern, die eine örtliche Bäckerei gespendet hat. 

Am Samstag um 16 Uhr startet ein Fackelumzug vom Gästehaus zum Weihnachtsmarkt. Vor Ort dürfen sich die Teilnehmer dann auf den Besuch des Weihnachtsmanns freuen – und natürlich auf die vielen schmackhaften Leckereien in den verschiedenen Buden. 

NPorts erhöht Hafentarife um 4 Prozent

Hooksiel/Oldenburg (7. 12. 2023) – Zum 1. Januar 2024 erhöht die landeseigene Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) die Hafen- und Kajegelder um 4,0 Prozent. Grund hierfür sind ach Angaben des in Oldenburg ansässigen Unternehmens die deutlich gestiegenen Personal-, Material- und Energiekosten.

„Um auch zukünftig in den Häfen die Instandhaltung der Kaianlagen, Schleusen, Gleisanlagen und dem Straßennetz sicherzustellen, ist eine Anpassung der Entgelte notwendig“, heißt es in einer NPorts-Mitteilung.

Der Hafentarif gilt für die Hafenstandorte Brake, Cuxhaven, Emden, Stade, Wilhelmshaven (NPorts-Hafenbereiche), Baltrum, Bensersiel, Langeoog, Norddeich, Norderney, Wangerooge, Hooksiel, Fedderwardersiel und Großensiel.

Die ab Januar dem geltenden Tarife stehen auf der Internetseite unter www.nports.de/haefen/ im Downloadbereich des jeweiligen Hafens veröffentlicht.

„Advent op Platt“ für guten Zweck

Hooksiel (7. 12. 2023) – Für den zweiten und dritten Advent lädt die Wangerland Touristik zur Lesung „Advent op Platt“ ein. Durch den Abend moderieren, lesen und schnacken die Wangerländer Urgesteine Wieland Rosenboom und Frank Hensel

Beginn ist jeweils um 17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) – am 10. Dezember in der Bücherei im Gästehaus Horumersiel und am 17. Dezember im Gästehaus in Hooksiel. Kostenfreie Eintrittskarten sind in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de erhältlich. 

Bei der Premiere von „Advent op Platt“ im vergangenen Jahr (Foto) waren die Zuhörer in ausgebuchten Häusern begeistert. Das Versprechen für die Neuauflage: Es wird weihnachtlich, besinnlich und ganz sicher sehr kurzweilig und lustig. Aus welchen Werken vorgetragen wird, wollten die Protagonisten noch für sich behalten. 

Plattdeutsch mit Wieland Rosenboom und Frank Hensel

Bei der Premiere von „Advent op Platt“ im vergangenen Jahr waren die Zuhörer in ausgebuchten Häusern begeistert. Das Versprechen für die Neuauflage: Es wird weihnachtlich, besinnlich und ganz sicher sehr kurzweilig und lustig. Aus welchen Werken vorgetragen wird, wollten die Protagonisten noch für sich behalten. 

Der besondere Charme der Veranstaltung liegt auch darin, dass der Eintritt frei ist, die Besucher aber die Gelegenheit erhalten, etwas Gutes zu tun. Die Wangerland Touristik bittet um Spenden, die einem gemeinnützigen Zweck zugute kommen. In diesem Jahr wurde sich für die Unterstützung des Wangerländer Ehrenamtes entschieden. Auch die Einnahmen aus den Verkäufen von Glühwein und Punsch kommen zu 100 Prozent in den Spendentopf. 

Und zur Beruhigung all derjenigen, die der plattdeutschen Sprache nicht mächtig sind – es wird auf der Bühne live ins Hochdeutsche übersetzt. 

Wangerland und Wangerooge führen Gespräche über Samtgemeinde

Hooksiel/Wangerland (6. 1. 2023) – Die Räte der Gemeinde Wangerland und der Inselgemeinde Wangerooge werden sich im Januar zu einer gemeinsamen Sitzung treffen. Das bestätigte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak gegenüber „Hooksiel-life“. Das Treffen soll dazu dienen, sich persönlich kennenzulernen – als Grundlage für weitere Gespräche über eine denkbare engere Zusammenarbeit beider Kommunen in der Zukunft.

Inselgemeinde steckt in schwieriger Lage

Der Wangerooger Rat hatte sich im September mehrheitlich dafür ausgesprochen, Gespräche mit einer Festlandgemeinde aufzunehmen. Das mögliche Ziel: Die Bildung einer so genannten Samtgemeinde. Nach der Abwahl von Bürgermeister Marcel Fangohr sieht eine Ratsmehrheit auf der Insel in einer wie auch immer gearteten Fusion oder Kooperation mit einer friesländischen Kommune einen möglichen Weg, die Schwierigkeiten der Gemeinde zu meistern.

Aktuell hat Wangerooge keinen Bürgermeister. Mit Blick auf die Überlegungen zur Bildung einer Samtgemeinde kann die Neuwahl nach der niedersächsischen Kommunalverfassung bis zu zwei Jahre ausgesetzt werden. Das letzte Wort über eine Samtgemeinde oder auch die Bildung einer neuen Einheitsgemeinde sollen aber auf jeden Fall die Wangerooger Bürger in Form eines Bürgerentscheids haben.

Ehemaliger Bürgermeister als Berater

Potenzieller Partner für Wangerooge wäre mit Blick auf die geografische Lage und die gemeinsame Zugehörigkeit zum Landkreis Friesland die Gemeinde Wangerland. „Wir stehen aber erst ganz am Anfang unserer Überlegungen“, sagte Szlezak. In eine ersten Schritt habe sich der Rat in einer interfraktionellen Sitzung über Organisationsform Samtgemeinde informiert. Dazu hatte man sich mit Harald Hinrichs, ehemals Bürgermeister im Wangerland, den heutigen Bürgermeister der Samtgemeinde Esens eingeladen.

Die Gemeinde Wangerooge steckt in einer schwierigen Lage. Aktuell fehlt es nicht nur an einem Hauptverwaltungsbeamten. Weitere Stellen in der Gemeindeverwaltung sind unbesetzt. Zudem gilt der Haushalt der Gemeinde als marode. Dennoch möchten weite Teile von Politik und Bürgerschaft eine möglichst große Selbstständigkeit für die Inselgemeinde erhalten. 

Freiwillig geschaffener Kommunalverband

Samtgemeinden sind laut Kommunalverfassung freiwillig geschaffene Kommunalverbände. Die Gemeinden sind ihre Mitglieder. Die Samtgemeinde hat klar umrissene Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Aufstellung von Flächennutzungsplänen, die Trägerschaft der Schulen und die Aufgaben der Kommunen nach dem Brandschutzgesetz. Ziel der Gründung von Samtgemeinden ist es, die Verwaltungskraft der Mitglieder zu stärken. Für die Samtgemeinde würde ein neuer Rat gewählt. Die Räte der Mitgliedsgemeinde blieben aber mit einem eigenen Aufgabenkatalog bestehen – unter gehört dazu die Haushaltsführung.

Idealerweise schließen sich in einer Samtgemeinde Gemeinde mit ähnlicher Struktur und gleicher Aufgabenstellung zusammen. Inwieweit das bei einer Inselgemeinde und einer Festlandgemeinde der Fall sein kann, die allerdings beide stark auf den Tourismus ausgerichtet sind, dürfte Gegenstand der anstehenden Gespräche sein. 

Entscheidung über Schulausfälle soll spätestens bis 6 Uhr erfolgen

Friesland/Hooksiel (6. 12. 2023) – Der Landkreis Friesland will in Gesprächen mit dem Busunternehmen Weser-Ems-Bus erreichen, dass künftig Störungen im Schulbusverkehr früher übermittelt werden. Das Unternehmen hatte heute erst gegen kurz nach 7 Uhr mitgeteilt, dass es aufgrund der Witterungslage keinen sicheren Schülertransport garantieren könne. „Eine solche Information sollte aber spätestens bis 6 Uhr erfolgen“, räumt die Kreisverwaltung auf Nachfrage gegenüber „Hooksiel-life“ ein.

Der Landkreis hatte die Information vom Schulausfall im nördlichen Kreisgebiet wenige Minuten später, gegen 7.15 Uhr, weitergegeben und veröffentlicht. Für einen Teil der Schüler kam die Information zu spät. Sie befanden sich schon auf dem Schulweg.

Inzwischen hat sich auch die Weser-Ems-Bus GmbH für die Unannehmlichkeiten entschuldigt, die dadurch entstanden seien, dass die Busausfälle nicht rechtzeitig mitgeteilt wurden. In der Sache selbst aber habe es keine Alternative gegeben, so eine Bahnsprecherin gegenüber „Hooksiel-life“. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste geht vor.“

Intensive Abstimmung vor Entscheidung

Grundsätzlich werde über den Ausfall von Präsenzunterricht aufgrund von aktuellen Wetterlagen nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie der Leitstelle des Landkreises und den Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen entschieden. Grundlage dafür seien unter anderem die Wetterprognosen des Deutschen Wetter-Dienstes (DWD) Zudem, so die Kreisverwaltung, erfolge eine Rücksprache mit den Nachbarlandkreisen. 

Die Information über die Beeinträchtigung von Schülertransporten oder Schulausfälle werde dann unter anderem über die Medien veröffentlicht. Zusätzlich erfolgt eine Information auch über die App Katwarn und über die Internetseite des Landkreises (www.friesland.de).

Besonders in der Herbst- und Winterzeit könne es aufgrund extremer Witterungsverhältnisse wie Straßenglätte, Schneeverwehungen oder Sturm zu Ausfällen von Präsenzunterricht kommen, da die Schülerbeförderung nicht mehr durchführbar ist oder die Schulwege nicht mehr gefahrlos zu meistern sind. 

Eltern können Kinder zu Hause behalten

Grundsätzlich gelte, dass Erziehungsberechtigte von Schülern im Primarbereich und im Sekundarbereich I, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Ausfall des Präsenzunterrichtes erfolgt. „Aber auch beim Ausfall von Präsenzunterricht ist eine Notbetreuung in den Schulen sichergestellt“, beteuert der Landkreis.

Der Schulbetrieb sei übrigens nicht komplett „abgesagt“ worden, betont die Kreisverwaltung. Ausgefallen sei leidlich der Präsenzunterricht an den Schulen. Die Schulen könnten entscheiden, ob und wie gegebenenfalls ein „Distanzunterricht“ ermöglicht wird. Distanzunterricht übers Internet wurde insbesondere während der Corona-Pandemie von vielen Schulen praktiziert. 

Warnstreik nicht ausschlaggebend

Der im Vorfeld bereits angekündigte Warnstreik von Mitarbeitern im Straßenräumdienst kann aus Sicht der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Aurich) nicht maßgeblich für den Ausfall der Schülerbeförderung gewesen sein. Bereits am Dienstag Mittag habe im nördlichen Landkreis Friesland eine winterliche Situation geherrscht, die es so in den vergangenen Jahren zu diesem Zeitpunkt in der Region nicht gegeben habe.

„Aufgrund der Tatsache, dass schon gestern absehbar war, dass sich die Witterungsverhältnisse in der Nacht zu Mittwoch nicht verbessern werden, waren unsere Straßenmeistereien noch am Vorabend im Einsatz und räumten und streuten die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen“, teilte Behördensprecher Johannes Booken mit.

Während eines Streiks der Straßenwärter würden die Strecken, die normalerweise durch die Meistereien betreut werden, von Fremdfirmen betreut. „Allerdings kann es hier zu zeitlichen Verzögerungen kommen, so dass die Straßen zum Teil nicht bis 6 Uhr, sondern erst im Laufe des weiteren Morgens gestreut werden“, so Booken. Dieser Umstand sei frühzeitig mitgeteilt worden, auch den Busunternehmen.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im laufe des Tages mehrfach ergänzt.