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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Grundschüler machen Zirkus: Am Freitag und Samstag Vorstellungen

Hooksiel/Wangerland (28. 5. 2028) – Die rund 300 Grundschüler im Wangerland schnuppern Zirkusluft. Und das nicht etwa als Zuschauer, sondern als Artisten: als Clowns, Akrobaten, Fakiere, Jongleure oder Seiltänzer. Die Vorführungen im Rahmen des circensichen Gemeinschaftsprojektes finden am kommenden Freitag und Samstag statt. Manege frei – auch Kinder können die Welt verzaubern.

Das Projekt der Grundschulen Hooksiel, Tettens und Hohenkirchen ist ein logistisches Großvorhaben. Bereits am vergangenen Sonntag hat ein Helferteam bestehend aus Mitstreitern der freiwilligen Feuerwehren der drei Orte, Lehrkräften und vielen Eltern am Schulzentrum in Hohenkirchen ein großes blau-rotes Zirkuszelt aufgebaut. Üblicherweise die Spielstätte des Circus Zapp Zarap.

Zelt für Zirkusprojekt
Die Spannung steigt. Am Freitag heißt es für die Grundschüler aus dem Wangerland erstmals „Manege frei“. Dann wird das Zirkuszelt, das in Hohenkirchen aufgebaut wurde, fürs Publikum geöffnet. Foto: Donker

Nachdem Lehrerinnen und Lehrer und sonstige Schulmitarbeiter bereits vor einigen Tagen eine ganztägige Zirkus-Fortbildung hatten, hat für die Kinder das Artisten-Leben an diesem Montag begonnen. Eine Woche lang werden die Kinder in schulübergreifenden Gruppen ausgebildet, von denen sich die Kinder eine aussuchen durften. Ihre Ausbilder sind die Lehrer sowie die „echten“ Zirkusartisten.

Gespannt sein darf man beispielsweise auf die Trapeznummer, Bodenakrobatik, die Fakir- und die Feuershow, Seiltanz, BMX-Akts und natürlich zirkustypische Einlagen wie Zaubern, Clowns und Jonglage. Am Freitag, 31. Mai, um 15 Uhr sowie um 17.30 Uhr und am Samstag, 1. Juni, um 10 Uhr beziehungsweise 12.30 Uhr finden jeweils die Vorführungen mit den neuen Zirkusstars statt.

Wer Lust hat und die Kindershow sehen möchte, der kann im Laufe der Woche vormittags Karten im Sekretariat der Grundschule Hohenkirchen für 8 Euro erwerben oder bezieht die Karten über die Lehrkräfte, die in den drei Grundschulen unterrichten. Weiterhin wird eine „Tageskasse“ für Kurzentschlossene angeboten. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten und von Popcorn sind besonders wichtig. Sie bilden nämlich die Grundlage für die Finanzierung des Projektes, die von den Schulen selbst gestemmt wird.

Im ehemaligen Kraftwerk Ausbildung für die Berufe der Zukunft

Wilhelmshaven/Friesland (28. 5. 2024) – Die seit zwei Jahren in der Weiterentwicklung befindliche Uniper-Ausbildungswerkstatt hin zu einem Aus- und Fortbildungszentrum in Wilhelmshaven hat heute den Förderbescheid aus dem „STARK“-Programm (Stärkung der Transformationsdynamik undAufbruch in den Revieren und an den Kohlestandorten) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erhalten. Das Programm fördert Projekte, die den Transformationsprozess zu einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Wirtschaftsstruktur in den Kohleregionen unterstützen.

Das Aus- und Fortbildungszentrum auf dem Gelände des stillgelegten Uniper-Kohlekraftwerks ist eine Weiterentwicklung der bisherigen Uniper-internen Ausbildung und bietet künftig Kooperationsausbildungen sowie Lehrgänge für Unternehmen in der Region Wilhelmshaven/Friesland an. Im Rahmen der Energiewende richtet sich der Fokus dabei insbesondere auf die Transformation zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und auf die Förderung Fachkräften und jungen Menschen im gewerblich/technischen Bereich sowie zukunftsgerichteter Technologien.

Eine Besonderheit ist, dass hier Mechatroniker ausgebildet werden, die mit Zusatzmodulen zum Thema „Wasserstoff“ gezielt auf die Technologien der zukünftigen Energieversorgung vorbereitet werden. Da Berufsbilder im Bereich Wasserstoff derzeit noch in der Entwicklung sind, ist das Uniper Aus- und Fortbildungszentrum am Standort Wilhelmshaven ein Vorreiter im Bereich Wasserstoffausbildung.

Das Projekt wurde seitens der Uniper-Mitbestimmung vorangetrieben, um dem Fachkräftebedarf gerecht zu werden, der mit der Realisierung vieler Projekte im Rahmen der Energiewende künftig in der Region bestehen wird. In der Spitze könnten bis zu 60 Auszubildende am Standort qualifiziert werden. Dafür sollen in den nächsten Monaten weitere Kooperationspartner gewonnen und Ausbilder eingestellt werden.

Nicolai Bülles, Uniper-Standortleiter Wilhelmshaven: „Nachdem wir das Kohlekraftwerk Ende 2021 stilllegen mussten, freuen wir uns nun umso mehr und sind stolz darauf, jungen Menschen mit einer modernen und umfassenden Ausbildung eine Perspektive für die Zukunft zu geben.“

Harald Seegatz, Konzernbetriebsratsvorsitzender und Mitglied im Aufsichtsrat von Uniper SE: „In einigen Jahren werden hier in der Region zahlreiche neue Projekte entstehen, dafür brauchen wir qualifizierte Fachkräfte, die wir heute schon ausbilden müssen. Das Uniper Aus- und Fortbildungszentrum bietet den idealen Start in eine neue Zukunft in verschiedensten Ausbildungsberufen wie zum Beiepiel Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker und Mechatroniker.“

Die Eröffnungsveranstaltung des Aus- und Fortbildungszentrums soll im Rahmen der Woche des Wasserstoffs am Mittwoch, 19. Juni, stattfinden. Gedacht ist sie für künftige Auszubildende und interessierte Kooperationspartner. Sie findet von 11 bis 15 Uhr im Aus- und Fortbildungszentrum von Uniper statt. Anmeldungen sind möglich über: https://forms.office.com/e/A6UTm9wg8C

Abgeordnete fordern Ideen für die Transformation der Fischerei

Friesland (28. 5. 2024) – Um die Zukunft der Fischerei ging es bei einem Gespräch, zu dem die SPD-Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller (Friesland/Wilhelmshaven/Wittmund) und Johann Saathoff (Aurich/Emden) Fischer und Vertreter aus Kommunen nach Neuharlingersiel eingeladen hatten. Hintergrund des Treffens war das Forderungspapier „Zukunft der Fischerei“ und die Verwendung der Fördermittel aus den Flächenerlösen von Offshore-Windparks.

„Uns als Küstenabgeordneten liegt die Fischerei besonders am Herzen“, unterstrichen Möller und Saathoff. „Die Kutter gehören zu unseren Sielorten und wir wollen sie auch in Zukunft nicht missen. Dafür ist es jedoch unabdingbar, dass Schritte unternommen werden, die die Fischer dabei unterstützen, ihre Branche für die Zukunft gut aufzustellen.“

Die Fischerei bekommt in diesem Jahr 125 Millionen Euro aus der Versteigerung von Flächen für Offshore-Windparks. Möller: „Viel wichtiger ist jedoch, dass die Minderung der Förderung auf ein Prozent der Versteigerungserlöse nur für dieses Jahr gilt und der Haushalt im kommenden Jahr wieder zum alten Berechnungsmodell zurückkehren wird.“Angesichts der immensen Investitionskosten, die die Fischereibetriebe zur Transformation ihres gesamten Wirtschaftszweigs stemmen müssten, sei dies eine wichtiges Signal, das für Planungssicherheit sorge. 

Saathoff machte deutlich, dass es jetzt darum gehe, förderfähige Projekte aufzulegen, die bei diesem Transformationsprozess helfen. „Die Fischer fordern zurecht eine Zukunftsperspektive. Dafür braucht es zum Beispiel neue, energieeffiziente Fischereifahrzeuge. Wir wollen die zur Verfügung stehenden Mittel für eine Erneuerung der Flotte nutzen, da nur so die Fischerei bei uns an der Küste Bestand haben kann.“ Hierfür, so die Abgeordneten, gebe es erste gute Ideen.

Anlagenbetrug: Polizei warnt vor „traumhaften Renditen“

Friesland/Wilhelmshaven (28. 5. 2024) – Ob Love-Scamming, Enkeltrick, falsche Polizeibeamte, Haustürgeschäfte oder überteuerte Arbeiten: Das Vorgehen der Betrüger ist facettenreich. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt vor dem Hintergrund eines aktuellen Anlagebetruges zum wiederholten Mal vor derartigen Machenschaften.

Der Polizei in Friesland liegen unter anderem drei Anzeigen mit einer angegebenen Schadenssumme insgesamt rund 81.000 Euro vor. „Allein bei einer Tat brachten Betrüger eine Geschädigte zu Investitionen von 64.000 Euro“, so die Polizei. 

Hinter diesen Delikten stecken professionelle Banden, die arbeitsteilig vorgehen. Das Ziel ist immer, das Vertrauen zu erschleichen, um dann einen größeren Bargeldbetrag oder eine Überweisung zu erhalten. In den aktuellen hätten die Betrüger laut Polizei unter anderem Prominente als Werbemittel nutzen, um ihre vermeintliche Seriosität zu unterstreichen.

„Bei Geldgeschäften ist immer Vorsicht geboten“, sagt Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. „Ob bei der Suche nach einem schnellen Kredit ohne Schufa-Auskunft oder nach einer lukrativen Geldanlage. In beiden Fällen gilt es, die Seriosität der Anbieter und insbesondere ihre Angebote zu prüfen“, so Reents weiter.

Bei einem Anlagebetrug wird in der Regel gezielt mit falschen oder unwahrheitsgemäßen Angaben zu Renditen und Risiken geworben. Manchmal werden hohe Gewinne vorgegaukelt, indem im Schneeballsystem Gelder eines Investors zur Zahlung von Renditen eines anderen Investors genutzt werden. Der Schwindel fällt dann erst auf, wenn das Schneeballsystem zusammenbricht.

Katja Reents warnt vor „traumhaften“ Renditen: „Man sollte sich nicht von Gier leiten lassen und gerade bei der Aussicht auf angeblich hohe Gewinne vorsichtig sein“, rät sie. „Dahinter können Anlagebetrüger stecken, die mit dem Versprechen auf traumhafte Gewinne, beispielsweise hohe Zinsen, an das Geld leichtgläubiger Anleger wollen.“ 

Finanzdienstleister sind dazu verpflichtet, die Risiken ihrer Anlageprodukte in der Kundenberatung ausdrücklich zu nennen.Die Beratung muss protokolliert werden und dem Kunden vor Abschluss eines Vertrags ausgehändigt werden. Ein Tipp von Katja Reents: „Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechen blenden. Der Aussicht auf einen hohen Gewinn steht immer ein hohes Risiko, bis hin zum Totalverlust, gegenüber.“

Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland bietet Beratung an. Katja Reents ist unter der Rufnummer 04421/942-108 erreichen. Im Landkreis Friesland ist Anja Kienetz, Sachbearbeiterin Prävention beim Polizeikommissariat Jever, unter Telefon 04461/7449-181 ansprechbar. 

Woher kommt das Strandgut?

Fundstück am Strand
Könnte es sich hierbei um die Reste eines Plattbootes handeln? Foto: Grimm

Hooksiel (27. 5. 2024) – Am Hooksieler Naturstrand zwischen dem Campingplatz und Hochzeits-Pavillons ist ein kurioses Stück Strandgut angespült. Der Finder, Wolfgang Grimm aus Hagen, geht davon aus, dass es sich bei dem zwei Meter langen und einen guten Meter breiten Holzteil um die Überreste eines angeschwemmten Plattbootschiffes handeln könnte.

Grimm ist Wahl-Hooksieler. Zumindest während der Saison ist der Dauercamper fast jedes Wochenende auf dem Campingplatz an der Jade zu Hause. Auf das originelle Fundstück stieß Grimm bereits über Pfingsten bei einem Strandspaziergang.

Recherchen zur Herkunft des Holzteils blieben bislang ohne Ergebnis. Sollte eine Leserin oder ein Leser dieser Zeilen etwas über ein gesunkenes Plattboot wissen oder eine andere Theorie zur Herkunft des Fundstückes habe, möge sich per Mail unter infos@hooksiel-life.de melden.

Mit 141 km/h bei Tempo 70 geblitzt

Hooksiel (27. 5. 2024) – 20 Verkehrsteilnehmer mit überhöhter Geschwindigkeit ermittelten am Sonntag führten Beamte des Polizeikommissariats Jever bei einer Kontrolle zwischen Waddewarden und Hooksiel fest. Die Beamten nahmen die Kontrollen von 14.30 bis 17 Uhr vor. 

Den traurigen Tageshöchstwert erreichte ein Motorradfahrer aus Wilhelmshaven. Er wurde bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h mit einer tatsächlichen Geschwindigkeit von 141 km/h gemessen. „Ihn erwartet nun ein empfindliches Bußgeld von mindestens 600 Euro und ein zweimonatiges Fahrverbot“, so die Polizei.

B-Junioren auf Meisterschafts-Kurs

Tennis FCN Hooksiel gegen MTV Jever
Punktspiel in freundschaftlicher Atmosphäre: Die Ü-50-Mannschaften des FCN Hooksiel und des MTV Jever. Foto: Ortmanns

Hooksiel (26. 5. 2024) – Die Tennis-B-Junioren des FC Nordsee Hooksiel steuern auf den Staffelsieg in der Regionsklasse zu. Nach vier Spielen steht die von Andre Abels trainierte Mannschaft mit 8:0-Punkten souverän an der Spitze. 

Am Samstag holten Niklas Doyen und Tom Fiebig einen glatten 3:0-Sieg bei der zweiten Mannschaft des Wilhelmshavener THC. Den Einzelsiegen (Doyen: 6:0, 6:0; Fiebig: 6:3, 6:2) folgte ein ebenso klarer Erfolg im Doppel (6:1, 6:0). Die Entscheidung über die Meisterschaft fällt im Abschlusspiel der Spielzeit am 8. Juni beim TC GW Berum, der derzeit mit 4:2 Punkten auf Rang zwei liegt. 

Etwas glücklich sicherten sich die Damen des FCN beim 3:3 Unentschieden einen Punkt gegen den Wilhelmshavener THC. Ausschlaggebend war die Nervenstärke der Hooksieler, die zwei Spiele im Matchtiebreak für sich entscheiden konnten. Kiara (1:6, 2:6) und Michelle Krause (0:6, 2:6) blieben an den Positionen 1 und 2 chancenlos. An Position 3 gewann Marina Doyen 7:6, 6:0. An 4 setze sich Alina Fiebig in einem hochspannenden Spiel nach einem abgewehrten Matchball mit 6:3, 4:6, 12:10 durch. Ähnlich eng das erste Doppel, das Doyen/Kiara Krause mit 4:6, 6:3, 10:6 für sich entscheiden konnte. Im zweiten Doppel unterlagen Fiebig/Dilber Kocas mit 2:6, 2:6. Die Damen liegen mit 3:1 Punkten nach zwei Spieltagen auf Rang 2 der Tabelle.

Seine zweite deutliche Niederlage kassierten unterdessen die Herren-Ü-50 des FCN. Im Heimspiel gegen den MTV Jever (0:6) blieb das Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns chancenlos. Ein Grund: Der FCN musste ohne seine drei besten Spieler antreten, die beruflich verhindert bzw. verletzt waren. So zog Thorsten Csikos an 1 gegen Eric Menkens mit 1:6, 2:6 den Kürzeren. Mirko Ortmanns unterlag Andreas Struß (2:6, 3:6), Gerd Abeldt gegen Matthias Faulenbach (2:6, 1:6) und Alex Scholz gegen Rüdiger Piltz (0:6, 1:6). 

Offen gestalteten sich lediglich die beiden abschließnen Doppel, in denen die Hooskieler gut mithalten konnten. Dennoch unterlagen Csikos/Abeldt gegen Robert Lebin/Faulenbach mit 3:6, 4:6 und Ortmanns/Torsten Riedel gegen Struß/Christian Tiefenbach mit 2:6/5:7.

Dieser Artikel wurde am Montag aktualisiert.

Jubel über den ersten Saisonsieg

E-Jugend JSG Wangerland
Trainer Bernhard Köster ist zufrieden. Die Kicker der EII-Jugend stehen nicht mehr am Ende der Tabelle.

Hooksiel (26. 5. 2024) – Die EII-Jugend der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Wangerland hat die „rote Laterne“ in der Tabelle mit nunmer vier Pluspunken abgegeben. Mit einem verdienten 3:1-Sieg gegen Frisia IV Wilhelmshaven haben die Jungen am Samstag im Heimspiel in Hooksiel ihren ersten Saisionsieg eingefahren.

Dabei waren die Vorzeichen alles anders als rosig. Nach kurzfristigen Absagen standen Trainer Bernhard Köster nur sieben Spieler zur Verfügung, die dann mehr oder weniger die komplette Spielzeit durchspielen mussten.

Nach ruhiger Startphase erarbeiten sich die Wangerländer ein Übergewicht. Das Ergebnis: 5:0-Ecken, aber zunächst kein Tor. Das fällt dann in der 18. Minute. Leon schlägt eine Ecke auf den zweiten Pfosten, Benny steigt hoch und der Ball senkt sich hinter dem Torwart ins lange Eck. 24. Minute: Gewurschtel im Strafraum, Noah steckt auf Benny durch, Haken links, quer auf Leon, strammer Schuss aus acht Metern, 2:0.

In der zweiten Halbzeit wird Frisia stärker. Abr Moritz und Mats halten die Außenbahnen. Thede, jetzt für Elian im Tor, entschärft einen gefährlichen Schuss. Elian schlägt vorn seine Haken und Benny, der hat einen Sahnetag erwischt. Mit einem Distanzschuss markiert er das 3:0. 

Die Entscheidung? Noch nicht ganz, Fünf Minuten vor Schluss verkürzt Frisia auf 1:3. Aber die JSG-Spieler machen konzentriert weiter und bringen den ersten Sieg sicher nach Hause. Der Trainer zeigt sich zufrieden: „Wenn man überlegt, dass bisher jedes Spiel von uns, auch gegen den Tabellenführer, knapp ausgegangen ist, gibt der Tabellenstand nicht die wahre Stärke der Mannschaft wieder.“

Weitere Ergebnisse von JSG Mannschaften: E-Jugend: JSG Wangerland I – FSV Jever 4:4; D-Jugend: JSG Wangerland – STV Wilhelmshaven II 5:0; C-Jugend: JSG Wangerland – TuS Sillenstede 3:2.

Bauzaum am Hooksmeer keine Absage an Ausbau des Rundwegs

Hooksiel (24. 5. 2024) – Ein gut nutzbarer Rundweg rund um das Hooksmeer herum. Das wäre eine echte Bereicherung für das Freizeitangebot in dem Sielort. Ein Konzept für die touristische Aufwertung des künstlich geschaffenen Gewässers hatte vor einigen Monaten („Hooksmeer 2.0“) ein Arbeitskreis um den Hooksieler Tobias Geisen vorgestellt. Es gehört zu den Projekten, die möglicherweise durch Fördermittel des Bundes aus dem Kohlestrukturfonds unterstützt werden könnten.

Bauzaun am Hooksmeer
Der Zugang zum Wanderweg durchs „Hooksieler Wäldchen“ ist komplett abgeriegelt. Der Grund: Die Dammstelle über den Rhynschloot muss saniert werden. Foto: hol

Eine Entscheidung über einen entsprechenden Antrag steht noch aus. Entsprechend groß war die Überraschung, als der Grundeigentümer, die landeseigene Hafengesellschaft NPorts, den Zugang zum „Hooksieler Wäldchen“ auf der Südseite des Hooksmeeres unweit der Schleuse abriegelte.

Schnell schossen Spekulationen ins Kraut. Der Wanderweg durch das Wäldchen ist auch den Winterstürmen noch nicht sicher, vermuteten die einen. Die anderen sprachen von einem neuen Sicherheitskonzept für das angrenzende Wilhelmshavener Industriegebiet mit den dort verlaufenen LNG-Pipelines. Dafür sprach, dass das Wäldchen zu Zeiten, zu denen noch eine Chlorgasleitung zum Voslapper Groden führte, eine potenziell austretende Chlorgaswolke daran hindern sollte, bis nach Hooksiel zu wabern. 

So plausibel, so falsch. „Der Zugang zum Wald wurde abgeriegelt, weil die Dammstelle – eine mit Erde aufgefüllte Überführung – über den Rhynschloot Undichtigkeiten in der Stützmauer oder den Rahmendurchlass aufweist“, hat NPorts jetzt mitgeteilt. Dadurch seien Aus- und Unterspülungen neben und unter der Straße entstanden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sei deshalb die Sperrung mit Absprache der Landesfortverwaltung vorgenommen worden

Ursprünglich sei man von einer kürzeren Sperr-Zeit ausgegangen, heißt es von NPorts. Dann habe sich die Baumaßnahme aber doch verzögert. Das Versprechen der Hafen-Gesellschaft: „NPorts arbeitet an einer Lösungsmaßnahme, damit Spaziergängerinnen und Spaziergänger das Gebiet wieder sicher betreten können.“

Festzuhalten ist also: Der Bauzaun im Wald ist kein Signal, dass eines der Kernelemente von „Hooksmeer 2.0“ schon gescheitert ist, bevor überhaupt politisch über das Projekt entschieden wurde.

Reiten macht Kindern Spaß und kann ihnen manchmal auch helfen

Thea Riemann-Wolf
Eddie hat Thea Riemann-Wolf besonders lieb. Das Friesen-Pony ist ausgesprochen gutmütig, notfalls aber auch stark genug, die Pony-Herde auf der Koppel an der Jaderennbahn zu verteidigen. Foto: hol

Hooksiel (23. 5. 2024) – Der Umgang mit Pferden tut Kindern gut. Sehr gut. Davon ist Thea Riemann-Wolf überzeugt. Die Pony-Mama aus Wittmund-Leerhafe hat schon etliche Mal miterlebt, wie ihre Vierbeiner kleine und große Menschen verändern können, sei es durch das Putzen der Tiere oder durch einen kleinen Ausritt.

Thea Riemann-Wolf betreibt seit vier Jahren „Theas Pony-Verleih“ in Hooksiel, den Reitplatz an der Ecke Bäderstraße/Straße an der Rennbahn, den es schon seit rund 25 Jahren gibt. Unterstützt wird sie im wesentlichen von ihrer Tochter Alicia und ihrem Sohn Julien sowie von Eddie, Sonny, Hummel, Zita, Tobes, Hoeskes und, und, und. Angeführt wird die Herde von Mona, die schon seit gut 20 Jahren bei der Pony-Mama ihr Zuhause hat. Die Vierbeiner sind die Stars in dem kleinen Reitbetrieb.

Pony-Verleih

„Unsere Ponys fühlen sich wohl hier und sind extrem entspannt“, sagte Thea Riemann-Wolf. Das ist eine wichtige Voraussetzung für das Reitangebot. „90 Prozent der Kinder, die bei uns zum Reiten kommen, haben zuvor noch nie etwas mit Pferden zu tun gehabt.“  Auch deshalb wird bei dem Pony-Verleih Sicherheit groß geschrieben. „Bei uns gibt es kein freies Reiten. Auch nicht für Erwachsene. Jedes Kind wird langsam an die Ponys herangeführt. Durchs Streicheln, Striegeln oder Putzen gewinnen die Kinder Vertrauen“, schildert die Pony-Frau. Parallel dazu würden Eltern oder Großeltern eingewiesen, wie ein Pony zu führen ist. 

Dann geht es los. In Gruppen von acht bis zehn Ponys werden die Kinder auf den Reitwegen durchs Freizeitgelände in Richtung Außenhafen geführt. Jede Gruppe wird von einem Mitarbeiter der Verleihstation begleitet. Runden-Reiten auf dem Platz gibt es nicht, sagt Thea Riemann-Wolf. Das wolle sie ihren Ponys nicht antun. Alle Kinder haben einen Helm zu tragen. „Wer hat, sollte seinen Fahrradhelm mitbringen.“ 

Der Ausritt dauert in der Regel eine gute halbe Stunde. Mit Vor- und Nachbereitung müsse man für die Reitstunde 45 bis 60 Minuten einplanen. Kostenpunkt: 21 Euro. Viel Geld, das weiß auch Thea Riemann-Wolf. Aber um ihre Kosten und die Versorgung der Tiere zu finanzieren, sei der Betrag notwendig. Auch vor diesem Hintergrund hofft die Pony-Verleih-Betreiberin, dass ihre Kunden zumindest von den Parkgebühren auf den umliegenden Parkplätzen der Wangerland Touristik befreit werden können.

Zu den Kunden des Pony-Verleihs gehören übrigens auch Mutter-Kind-Einrichtungen im Wangerland und das Kinderhospiz Wilhelmshaven. Auch dort weiß man um die therapeutische, vor allem entspannende Wirkung vom Umgang mit Pferden auf Kinder, gerade auch auf Kinder mit Beeinträchtigungen.

Die Öffnungszeiten des Pony-Verleihs sind wetterabhängig. In der Regel sei der Platz derzeit ab 15 Uhr in Betrieb. In der Hauptsaison oder auf besonderen Wunsch auch schon früher, sagt Thea Riemann-Wolf. Und wer seinem Kind eine ganz besondere Freude machen wolle, könne auch zwei bis drei Ponys zu einer Gartenparty oder zum Kindergeburtstag bei sich zu Hause buchen. Für Absprachen ist die Pony-Mama unter Telefon 0175/5779294 zu erreichen.