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Alle Beiträge zum Thema “Abfallwirtschaft”

Neuregelung beim Sperrmüll soll logistischen Aufwand verringern

Friesland (13. 8. 2026) – Weniger Transporte von Kleinstmengen, besser gebündelte Fahrten und eine wirtschaftlichere Organisation der Sperrmüllabfuhr: Das verspricht sich der Landkreis Friesland von der Neuregelung, die zum 1. August Kraft getreten ist. Unabhängig davon bleiben pro Haushalt zwei Sperrmüll-Abholungen pro Kalenderjahr kostenfrei.

Zwei Sperrmüll-Abfuhren im Kalenderjahr pro Haushalt bleiben kostenfrei. Archiv-Foto. hol

Die Auswertung der bisherigen Sperrmüll-Anmeldungen hatte gezeigt, dass ein Teil der Haushalte das Angebot überdurchschnittlich häufig genutzt hat. Rund ein Viertel der Haushalte bestellte die Abfuhr mehr als zweimal jährlich. In Einzelfällen sei nahezu monatlich eine Abholung beauftragt worden. Zum Teil für sehr geringe Mengen wie etwa einzelne Möbelstücke oder Kleingeräte. Solche Kleinstmengen würden aber denselben organisatorischen und logistischen Aufwand wie größere Abholungen verursachen.

Dritte Abfuhr kostet 52,55 Euro

 Zwei Sperrmüll-Abfuhren pro Kalenderjahr und Haushalt bleiben kostenfrei. Neu ist, so der Landkreis, dass für eine Anmeldung eine Mindestmenge von einem Kubikmeter gilt. Ab der dritten Anmeldung im Kalenderjahr wird eine Anfahrtsgebühr von 52,55 Euro je Auftrag erhoben. Auch eine gemeinsame Anmeldung mit Nachbarinnen und Nachbarn ist möglich.  

Zum Sperrmüll zählen grundsätzlich sperrige Gegenstände aus privaten Haushalten, die zur Wohnungseinrichtung gehören und aufgrund ihrer Größe oder Beschaffenheit nicht über die Restabfall- oder Wertstofftonne entsorgt werden können. Nicht dazu gehören beispielsweise Türen, Fenster, Parkett, fest eingebaute Gegenstände oder Gartenbauten wie Zäune oder Schuppen. 

Elektro-Altgeräte werden im Rahmen der Sperrmüllabfuhr mitgenommen. Darüber hinaus können sie auch über die gesetzliche Rückgabepflicht des Handels oder andere Entsorgungswege entsorgt werden.  

Problemstoff-Sammlung im Wangerland

Farben, Lacke, Altmedikamente und andere Problemstoffe gehören nicht zum Sperrmüll und dürfen auch nicht über die Restabfall- oder Wertstofftonne entsorgt werden. Hierfür stehen die Entsorgungsanlagen sowie die mobile Problemstoff-Sammlung zur Verfügung. Einen entsprechenden Termin gibt es an diesem Freitag, 14. August, von 11.15 bis 12 Uhr am ZOB-Parkplatz an der Friesenstraße in Hooksiel (Hohenkirchen, Bismarckplatz 8.45 bis 9.30; Horumersiel, Zum Hafen, 10 bis 10.45 Uhr; Waddewarden, Bushaltestelle, 13.15 bis 14 Uhr)

Weitere Informationen sind unter www.friesland.de/abfall zu finden. 

Wasser sparen und Mülltonnen rechtzeitig an die Straße stellen

Hooksiel (24. 6. 2026) – Aufgrund der erwarteten hohen  Temperaturen und der damit verbundenen Hitzebelastung beginnt die Abfallabfuhr im Landkreis Friesland am Donnerstag und Freitag, 25./26. Juni, bereits ab 5 Uhr morgens. Die Abfallbehörde bittet die Bürger, ihre Abfallbehälter rechtzeitig bereitzustellen – idealerweise bereits am Vorabend. 

Insbesondere bei Hitze ist es besser, Pflanzen gezielt zu wässern und dafür die Abendstunden zu wählen. Foto: Michael Bahlow 

Mit der Vorverlegung der Abfuhrzeit sollen die Mitarbeiter der Abfallentsorgung vor hohen Temperaturen geschützt werden. Während die Fahrer von Seitenladern in klimatisierten Fahrzeugen arbeiten, sind die Besatzungen von Heckladern über weite Strecken im Freien tätig. 

Direkte Sonneneinstrahlung meiden

Der Landkreis Friesland bittet zudem alle Bürgerinnen und Bürger, während der Hitzewelle auf sich und andere zu achten, insbesondere ausreichend zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung meiden. Insbesondere  ältere Menschen, Kinder sowie gesundheitlich beeinträchtigte Personen können durch die Hitze gesundheitlich belastet werden.

Der Oldenburgisch‑Ostfriesische Wasserverbands(OOWV) versichert unterdessen, dass der während der Hitzeperiode erfahrungsgemäß höhere Wasserbedarf gedeckt werden kann. „Viele Menschen duschen häufiger, bewässern ihre Gärten oder nutzen Wasser intensiver im Haushalt“, weiß man beim Verband, der darum bittet, besonders in den kommenden Tagen bewusst mit Wasser umzugehen, um die Infrastruktur zu entlasten und Ressourcen zu schonen.

Rasensprenger abschalten

„Wir haben genug Wasser für alle, wenn jeder sorgsam damit umgeht“, stellt Olaf Sonnenschein klar. Er ist Leiter der Betriebssteuerung des OOWV. „Engpässe lassen sich vermeiden, wenn vor allem auf die Bewässerung des Rasens mit Trinkwasser verzichtet wird.“ Hilfreich sei es auch, den Wasserverbrauch zu den Spitzenzeiten in den Morgen- und Abendstunden zu reduzieren und das Duschen oder Wäschewaschen beispielsweise auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.

Trinkflaschen auffüllen

Das Regionalportal „einfach‑heimat.de“ des OOWV mit der Initiative „Trinkwasser mobil“ bieten übrigens eine Möglichkeit, Menschen kostenlos mit Leitungswasser zu versorgen. Über 300 Geschäfte, Gastronomiebetriebe und öffentliche Einrichtungen im Verbandsgebiet würden bereits als Trinkwasserstationen zur Verfügung stehen. „Dort können Menschen ihre Trinkflaschen kostenfrei auffüllen – ein praktischer Service an heißen Tagen und ein Beitrag zur Vermeidung von Einwegplastik.“

Teilnehmende Betriebe sind an einem Aufkleber erkennbar und auf einer digitalen Karte verzeichnet. Weitere Informationen für potenzielle Teilnehmer dazu gibt es unter der E-Mail-Adresse service@einfach-heimat.de.

Nur noch zwei kostenlose Sperrmüllabfuhren im Jahr

Friesland/Wangerland (19. 6. 2026) – Die Tage der kostenfreien Sperrmüll-Abfuhr im Landkreis Friesland dürften gezählt sein. Es gilt als sicher, dass der Kreistag auf seiner Sitzung am Mittwoch, 1. Juli, einem entsprechenden Antrag der Verwaltung zustimmt. Damit würde die Abfallentsorgungs-Satzung so geändert, dass ab dem 1. August für die dritte und jede weitere Sperrmüll-Abholung in einem Jahr pro Haushalt eine Gebühr von 52,55 Euro fällig wird.

Künftig sollen Bürger in Friesland den Abholungservice erst dann in Anspruch nehmen können, wenn sie mindestens ein Volumen von einem Kubikmeter Sperrmüll gesammelt haben. Foto: hol

Derzeit ist die Zahl der kostenlosen Sperrmüllabfuhren pro Jahr und Haushalt nicht begrenzt. Es gibt keine Mindestmenge, ab der der Service in Anspruch genommen werden kann, jedoch eine Obergrenze für die Müllmenge von fünf Kubikmeter je Abfuhr.

Häufig werden Kleinstmengen angemeldet

Nach den Erhebungen des Landkreises gibt es in Friesland sehr viele Sperrmüll-Anmeldungen bei vergleichsweise geringen Mengen je Einzelauftrag. Nach Auswertung des beauftragten Entsorgungsunternehmens liegt das durchschnittliche Gewicht pro Abfuhr bei rund 220 Kilogramm. Rund 30 Prozent der angemeldeten Aufträge betreffen Kleinstmengen von weniger als 0,5 Kubikmeter. Aus Sicht der Verwaltung verdeutlichen die Zahlen, dass in erheblichem Umfang logistische Ressourcen, Personal und Fahrzeuge eingesetzt werden, obwohl teilweise nur sehr geringe Mengen zur Abholung bereitgestellt werden.

Die Auswertung zeige auch, dass die intensive Nutzung nicht flächendeckend erfolgt. Im betrachteten Zeitraum von neun Monaten hätten lediglich 344 von den rund 50.000 Haushalten mehr als zwei Sperrmüll-Anmeldungen vorgenommen. Spitzenreiter seien zwei Haushalte mit jeweils zwölf Anmeldungen innerhalb des Auswertungszeitraums gewesen.

Landkreis will System besser lenken

Die Einführung der Abfuhrgebühr solle auch mit dazu beitragen, die Stoffströme im Bereich des Sperrmüllsystems effektiver zu lenken, heißt es in der Beschlussvorlage. Mit der Änderung der Satzung wolle man die Entsorgung der Sperrmüllfraktion dauerhaft wirtschaftlich halten und Müllgebühren-Erhöhungen begrenzen. Eine stärkere Bündelung von Sperrmüllmengen reduziere zudem unnötige Fahrwege und leiste damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Künftig sollen pro Haushalt und Kalenderjahr zwei Sperrmüll-Termine kostenfrei bleiben. Die Begrenzung erfolgeausdrücklich haushaltsbezogen und nicht adressbezogen, um Konflikte insbesondere bei Mehrfamilienhäusern zu vermeiden, heißt es in der Vorlage. Ab der dritten Sperrmüll-Abholung wird eine Gebühr von 52,55 Euro erhoben.

Zum Vergleich: Im Landkreis Wittmund werden  25 Euro je Sperrmüllabfuhr fällig, im Landkreis Aurich 70 Euro in der Stadt Emden 38 Euro. Als weitere Neuerung soll die Sperrmüllabfuhr künftig grundsätzlich erst ab einer angemeldeten Mindestmenge von einem Kubikmeter erfolgen. Damit wolle man die Zahl unwirtschaftlicher Abholfahrten für Kleinstmengen reduzieren.

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Landkreis verteidigt Termin-Pflicht an Wertstoffhöfen

Friesland/Wangerland (18. 10. 2025) – Immer wieder gibt es Ärger an den Wertstoffhöfen im Landkreis Friesland wie etwa am Abfallwirtschaftszentrum in Wiefels. Bürger wollen Sperrmüll, Elektrogeräte oder auch Bioabfall abgeben, haben aber die Anmeldung für einen Termin vergessen. Die Mitarbeiter weisen darauf hin, dass sie niemnden ohne Termin auf die Anlage lassen dürfen. Nicht alle Betroffenen reagieren gelassen und fahren mit ihren Wertstoffen wieder nach Hause.

„System hat Vorteile für alle“

In einer Pressemitteilung unterstreicht jetzt der Landkreis Friesland die Vorteile des Systems. „Von der Terminvergabe profitieren sowohl die Anliefernden als auch der Betrieb: Die Abläufe sind besser planbar, so werden zum Beispiel die Wartezeiten in der Regel deutlich verkürzt und die Entsorgung verläuft geordneter.“

In den vergangenen Wochen sei es wiederholt zu Vorfällen gekommen, bei denen Anliefernde ohne Termin die Anweisungen des Personals nicht beachtet hätten. Der Landkreis weist ausdrücklich darauf hin, dass die Terminpflicht von der Abfallbehörde als Betreiber der Anlagen festgelegt wurde – nicht vom Personal vor Ort. Sie sei Bestandteil der gültigen Benutzungsordnung. Und die sieht vor: „Fahrzeuge ohne Termin müssen den Hof wieder verlassen.“

Zugang kann dauerhaft untersagt werden

„Bei wiederholten Verstößen oder Missachtung der Anweisungen kann der Zugang zu einem Wertstoffhof im Einzelfall auch dauerhaft untersagt werden“, heißt es in der Mitteilung. Nur wenn die Vorgaben eingehalten werden, könne der Landkreis auch weiterhin einen weitgehend kostenfreien und reibungslosen Entsorgungsservice für die Bürgerinnen und Bürger anbieten.

Termine für die Wertstoffannahmestellen kann man online, per Smartphone oder telefonisch über die Abfallberatung erhalten. Im Internet findet sich das Anmeldeportal unter  www.friesland.de/abfall unter „Deponie und Abfallentsorgungsanlagen“. Das Servicetelefon hat die Nummer 04461/919-8686.

Landkreis: Abfallabfuhr hat sich deutlich verbessert

Friesland/Hooksiel (5. 10. 2025) – Die Verlässlichkeit der Abfallabfuhr hat sich nach dem Eindruck des Landkreises Friesland „deutlich verbessert“. Nach Krisengesprächen im August und September mit Landrat Sven Ambrosy und der Abfallwirtschaft des Landkreises Friesland habe sich die Situation in den vergangenen Wochen entspannt. 

Anfang 2025 hatte die Firma Augustin die Entsorgung von Restmüll, Biomüll, Altpapier und Sperrmüll übernommen. Dieser Wechsel war mit erheblichen Herausforderungen verbunden: Neue Fahrzeuge, zusätzliches Personal und die Anpassung digitaler Systeme führten in den ersten Monaten zu Verzögerungen bei der Leerung einzelner Behälter und ganzer Straßenzüge.

„Die reguläre Entsorgung verläuft inzwischen weitgehend reibungslos“, stellt der Landkreis in einer Pressemitteilung fest. „Vereinzelte Ausfälle werden in der Regel direkt am Folgetag nachgeholt, sodass die Entsorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger jederzeit gewährleistet bleibt.“

Die Kreisverwaltung begleite die Entwicklungen weiterhin eng. Ziel sei es, die Entsorgung langfristig stabil, planbar und bürgerfreundlich zu gestalten. „Wir sehen, dass die Maßnahmen greifen und die Abfallentsorgung im Landkreis Friesland mittlerweile stabil läuft“, so Landrat Ambrosy. „Unser Ziel ist es, die Entsorgung dauerhaft zuverlässig sicherzustellen und bei Bedarf schnell nachzusteuern, damit die Bürgerinnen und Bürger sich auf einen funktionierenden Service verlassen können.“

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Straßenkarte statt Navi: Digitalisierung der Abfall-Entsorgung hat Grenzen

Friesland /Wangerland (25. 2. 2025) – Der Landkreis Friesland wirbt um Verständnis dafür, dass es bei der Abfall-Entsorgung hier und dort noch mal hakt. Seit dem 1. Januar sei die Augustin Entsorgung Friesland für die Abfallentsorgung im Landkreis zuständig. „Ein solcher Wechsel des Entsorgers ist ein komplexer Vorgang“, betont die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. „Trotz sorgfältiger Vorbereitung führten verschiedene Faktoren vereinzelt zu Verzögerungen in der Abfallabfuhr.“ Man stehe in engem Austausch mit dem Unternehmen, das mit Hochdruck an Lösungen arbeite.

Das Unternehmen, welches im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung beauftragt wurde, sei mit der Abfuhr von Restmüll, Biomüll, Altpapier und Sperrmüll betraut. Um der Aufgabe gerecht zu werden, habe Augustin Entsorgung zwölf neue Fahrzeuge beschafft, 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt und müsse täglich rund 180 Touren für die Entleerung von rund 145.000 Müllbehältern in unterschiedlichen Entleerungsintervallen im Kreisgebiet planen.

Die Fahrerinnen und Fahrer, die sich in die neuen Routen einarbeiten, würden dabei durch digitale Planungstools unterstützt. Aber zum Beispiel durch zum Teil veraltete Basisdaten sowie netzabhängige Fahrzeugsoftware, die in ländlichen Gebieten an ihre Grenzen stößt, könnten sich hierbei technische Hürden ergeben, die zu Verzögerungen führen können. „Zur besseren Orientierung werden zusätzlich gedruckte Karten mitgeführt“, erläutert die Kreisverwaltung. „Die neue Fahrzeugtechnik mit zahlreichen digitalen Schnittstellen wird in den ersten Monaten noch auf die Bedarfe, die sich erst aus dem Echtzeitbetrieb ergeben, angepasst.“

Die Entsorgungssicherheit werde durch die Anlaufschwierigkeiten nicht beeinträchtigt. Tonnen, die stehen geblieben sind, würden in den meisten Fällen am nächsten Werktag, teilweise auch samstags abgeholt. Beim Landkreis ist man davon überzeugt, dass die Firma Augustin alle verfügbaren Ressourcen einsetzt, um die Anfangsschwierigkeiten schnellstmöglich zu überwinden.