Friesland (4. 8. 2026) – Seit gestern Abend ist die Gefahr vorbei. Die Autobahn 29 ist zwischen den Anschlussstellen Zetel und Varel/Bockhorn wieder frei. Auch die Sperrungen auf den Nebenstraßen konnten aufgehoben werden. Auch die Züge zwischen Wilhelmshaven und Varel rollen wieder.
Kampfmittel entdeckt
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hatte gegen 18 Uhr seine Untersuchung und Entschärfung eines Kampfmittels aus dem Zweien Weltkrieg, einer 200-Kilogramm-Fliegerbombe, abgeschlossen, das um 11.37 Uhr bei Erdarbeiten im Bereich eines Windparks zwischen Blauhand und Ellenserdammersiel gefunden worden war. Der KBD hatte erklärt, dass das Objekt zunächst freigelegt werden müsse, um das weitere Vorgehen beurteilen zu können. Dafür musste ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1.000 Metern eingerichtet werden.
Evakuierung im Sicherheitsradius
Innerhalb des Gefahrenbereichs liegen neben wenigen zu Zetel und Bockhorn gehörenden Wohnhäusern auch die Bundesautobahn 29 sowie die Bahnstrecke Wilhelmshaven und Oldenburg. Deshalb waren umfangreiche Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen erforderlich. Die Evakuierung der Anwohner erfolgte durch die Gemeinden. A 29 und die Landesstraßen 815 und 816 sowie weitere angrenzende Straßen wurden gesperrt. Der Bahnverkehr wurde eingestellt, ebenso galt ein Überflugverbot für den betroffenen Bereich.
Mehrere kleine Unfälle
Nach Abschluss aller Sicherungsmaßnahmen kontrollierte eine Polizeihubschrauber, dass sich keine Personen mehr innerhalb der Sperrzone aufhielten. Um 18.05 Uhr gab der KBD Entwarnung. Nach Mitteilung der Polizei wurden sämtliche Sperrmaßnahmen umgehend wieder aufgehoben. Während der Sperrungen kam es auf den Umleitungsstrecken zu mehreren kleineren Verkehrsunfällen. Dabei sei aber ausschließlich geringer Sachschaden entstanden, so die Polizei. Personen wurden nicht verletzt.
Wangerland (3. 8. 2026) – Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) weist den Vorwurf der Untätigkeit zurück. Er habe sehr wohl einen Vorschlag zur künftigen Struktur der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) unterbreitet, der dann aber keine Mehrheit im Gemeinderat gefunden habe. Zudem weist er die Forderung der SPD-Amtsinhabers in Forderung des CDU-Bürgermeister-Kandidaten Thies Fischer als unrealistisch zurück, dass ein Gutachten zur Ursache für die desolate Lage beim Projekt Thalasso Meeres Spa (TMS) schon jetzt zumindest in Teilen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.
Fischer hatte auf einer CDU-Wahlkampfveranstaltung die Ansicht vertreten, dass in beiden Fragen der Anstoß vom Bürgermeister hätte kommen müssen. „Bereits im August 2025 habe ich persönlich einen konkreten Beschlussvorschlag erarbeitet, um die touristischen Leistungsträger stärker in die Arbeit und die Neuausrichtung der WTG einzubinden“, erinnert Szlezak (Foto) in einer Stellungnahmen zum Bericht von „Hooksiel-life“.
Vorgesehen sei gewesen, zwei Mitglieder des WTG-Beirates mit beratender Funktion in die Lenkungsgruppe aufzunehmen. Sie sollten regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen, Zugang zu relevanten Informationen erhalten und ihre kaufmännische sowie touristische Erfahrung unmittelbar in die Beratungen einbringen können.“
Vorschlag zur WTG-Struktur
Dieser Vorschlag fand seinerzeit keine Mehrheit im Rat – und stieß auch bei den Leistungsträgern nicht auf Begeisterung. Zumal die Beiratsmitglieder im Lenkungsauschuss zur Verschwiegenheit verpflichtet gewesen wären. Der Rat verständigte sich darauf, so Szlezak, die Entscheidung aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens zunächst zurückzustellen. Begründet worden war dies damit, dass noch nicht absehbar war, wie die WTG nach Abschluss des Verfahrens strukturell und wirtschaftlich aufgestellt sein werde. Von dem Vorwurf, er habe diese Diskussion nicht angestoßen, habe ihn irritiert. Genau das habe ich getan.
Die Fragen nach den künftigen Aufgaben, der geeigneten Rechtsform, der Rolle der Politik und der Einbindung der touristischen Leistungsträger beschäftigen Rat und Verwaltung bereits seit Beginn des Sanierungs- und Insolvenzverfahrens beschäftigt. „Sie sind wesentlicher Bestandteil der notwendigen Neuaufstellung der Gesellschaft.“
Ermittlungen nicht gefährden
Zur Aufarbeitung der Kostenentwicklung beim bezieht Szlezak eindeutig Postion: „Die Vorgänge müssen vollständig aufgearbeitet werden. Am Ende wird es ein Ergebnis geben, und dieses Ergebnis wird selbstverständlich öffentlich gemacht. Es wird nichts unter den Teppich gekehrt.“
Die Position von Fischer, alle Teile des Thalasso-Gutachtens offen zu legen, die die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen nicht gefährden, sei nicht neu. Aber, so der Bürgermeister: „Wer soll zum jetzigen Zeitpunkt rechtssicher beurteilen, welche Passagen veröffentlicht werden können und welche möglicherweise für das Ermittlungsverfahren, mögliche Ansprüche oder Persönlichkeitsrechte von Bedeutung sind?“
Die Forderung nach einer Veröffentlichung bei gleichzeitiger Einschränkung, dass die Ermittlungen nicht beeinträchtigt werden dürfen, löse dieses Problem nicht. Sie klinge zunächst plausibel. Sie müsse aber juristisch belastbar und mit den zuständigen Stellen abgestimmt sein. Szlezak: „Ich teile den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach umfassender Information. Transparenz bedeutet für mich jedoch nicht, im Wahlkampf Versprechen abzugeben, deren rechtliche Tragfähigkeit noch nicht geklärt ist. Transparenz bedeutet, vollständig, nachvollziehbar und rechtssicher zu informieren.“
Hooksiel (3. 8. 2026) – Die Wetter-Prognosen sind gut. Die Gastronomen bereiten sich für den kommenden Mittwoch, 5. August, auf das Schollenbraten im Watt vor dem Hooksieler Badestrand vor. Geplanter Verkaufsbeginn ist um 11 Uhr. In Schillig hatte man die Aktion aufgrund der Witterung vor wenigen Tagen noch kurzfristig vom Watt an den Strand verlegen müssen.
Das Schollenbraten im Watt vor Hooksiel ist eine ganz eigenwillige, aber sehr leckere Veranstaltung. Archiv-Foto: hol
Das„Schollenbraten im Watt“ ist eine echte Wangerländer Attraktion. Sie steht für die Leistungsfähigkeit der örtlichen Gastronomie, die sich zu den „Seesternen“ zusammengeschlossen haben – und natürlich für die Frische der maritimen Produkte. Das Gourmeterlebnis zieht erfahrungsgemäß Tausende Menschen an.
Für die Inhaber und die Köche der Seesterne-Restaurants ist der Aufwand für de Aktion erheblich: Am frühen Morgen, bei ablaufendem Wasser, beginnen die Aufbauarbeiten. Mit schwerem Fahrzeug wird unter Mitwirkung der Wangerland-Touristik GmbH die notwendige Ausrüstung ins Watt transportiert und aufgebaut.
Die Köche braten dann barfuss im Watt stehend die frischen Schollenfilets. Dazu gibt es Kartoffelsalat und Apfelsahnesoße – und Kaltgetränke.
Hooksiel (2. 8. 2026) – Zwei körperliche Auseinandersetzungen und ein Verkehrsunfall in Hooksiel haben am Wochenende die Polizei beschäftigt. Am Freitagabend, kurz vor Mitternacht, kam es zu einer Schlägerei in der Lange Straße. Dabei soll ein 18-Jähriger im Gesicht verletzt worden sein. Verantwortlich dafür ist mutmaßlich ein 17-Jähriger, der Verletzungen an der Hand aufwies.
Schlägerei auf der Lange Straße
Bei der Befragung der beteiligten Personen wurde als Grund für die Auseinandersetzung ein Wurf eines Glases von einer Gruppe in Richtung der anderen Gruppe genannt. Die Kontrahenten standen beide unter Alkoholeinfluss. Die Polizei leitete Strafverfahren wegen wechselseitiger Körperverletzungen ein.
Noch deftiger ging es bei einem Streit auf dem Hooksieler Campingplatz am Samstagabend zu. Gegen 19.37 Uhr wurde die Polizei wegen einer Sachbeschädigung und einer Bedrohung alarmiert. Vor Ort stellten die Beamten fest, das es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Dauercampern im Alter von 43 bzw. 49 Jahren gegeben hatte. Der 49-Jährige sei mutmaßlich aufgrund von Alkoholkonsum plötzlich aggressiv und ausfallend geworden, habe den Pavillon des Campingnachbarn leicht beschädigt und diesen mit dem Tode bedroht.
Wütende Reaktion auf Hausverbot
Die Polizei konnte den Verursacher zunächst nicht antreffen. Durch den Sicherheitsdienst vor Ort war ihm aufgrund seines Verhaltens ein Hausverbot ausgesprochen werden. Kurz vor 21 Uhr erschien der Aggressor dann erneut auf dem Campingplatz. Der verantwortliche Campingplatz-Mitarbeiter sprach ihm ein Hausverbot aus, was bei dem Betroffenen jedoch auf Unverständnis stieß. In der Folge habe er dem Campingplatz-Mitarbeiter einen „Kopfnuss“ versetzt. Der 49-Jährige muss sich jetzt wegen Sachbeschädigung, Bedrohung und Körperverletzung in mehreren Strafverfahren verantworten.
Angetrunken in Autos gefahren
Zu einem Unfall, bei dem eine Autofahrerin leicht verletzt wurde, kam es in der Nacht zum Sonntag. Gegen 3.40 Uhr befuhr die 42-Jährige, unter Alkohol stehende Frau aus Richtung Maihausen kommend die Landesstraße in Richtung Schmidtshörn. An der Kreuzung wollte sie nach rechts in Richtung Hooksiel abbiegen. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit sei die Frau aber im Einmündungsbereich geradeaus gefahren und auf einem Firmengrundstück gegen drei dort abgestellte, nicht angemeldete Pkw geprallt.
Der Kleinwagen der Frau erlitt dabei einen Totalschaden, an den übrigen Fahrzeugen entstand geringerer Sachschaden. Der freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest ergabt einen Wert von 2,11 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutproben an und beschlagnahmte den Führerschein der Frau. Sie muss sich in einem Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.
Hooksiel (2. 8. 2026) – „De flotten Krabben“ sind ganz schön schnell. Das mussten am Samstag die Konkurrenten beim Drachenbootrennen auf dem Hooksmeer zugeben. Mit der besten Zeit des Tages sicherte sich das Team aus Hooksiel um ihren Kapitän Axel Bendiks im Finallauf gegen die „Adden Crazy Crew“ aus dem Wangerland den Sieg.
Spannung pur auf dem Hooksmeer. zahlreiche Zuschauer und Anhänger der Teams verfolgten das Drachenbootrennen. Foto: hol
Hunderte von Schaulustigen verfolgen am Samstag vom Alten Hafen aus das von Jan-Eike Doyen organisierte Rennspektakel. Zehn zehnköpfige Teams (plus Steuermann) aus Friesland und Wilhelmshaven stellten sich der kraftraubenden Herausforderung. Nach jeweils zwei Vorläufen traten die Mannschaften in der Reihenfolge ihrer Zeiten zum Finale an.
Zahllose Zuschauer am Hafen
Platz drei sicherten sich mit dem Team „HKSL“ ebenfalls ein durchweg mit Hooksielern besetztes Boot, darunter viele Mitglieder der Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS). Hier zogen die „Windwächter“ aus Wilhelmshaven den Kürzeren. Auf den Plätzen folgten die „Wiefken Dragons“, die „Neue Jade Drachen“, „Joshuas Seeschnecken“, die „Awo-Nauten“, die „Küsten Pinkis“ und mit den „Jade Dragons“ ein Team der Jade Hochschule.
Festivalatmosphäre auf dem Hooksieler Hafenplatz. die „Rock Shots“ sorgten für gehörig Stimmung. Foto: hol
Das Drachenbootrennen, das traditionell Bestandteil der der „FCN Hafenfeste“ ist, gehörte in diesem Jahr zu den Hauptattraktionen der von der Dorfgemeinschaft organisierten „Hooksieler Krabbentage“. Bei optimalen äußeren Bedingungen besuchten Tausende am Wochenende die Festmeile zwischen dem Alten Hafen und der Ortsmitte. Die fliegenden Händler und die Gewerbetreibenden aus dem Ort entlang der Lange Straße und auf dem Hafenplatz hatten jede Menge zu tun und machten offenkundig gute Umsätze.
Festivalstimmung auf Hafenplatz
Im Mittelpunkt des Festes standen natürlich die Krabben. Im Hafen lagen gleich drei Krabbenkutter umringt von zahlreichen Sportbooten. Neben frischem Granat wurden zahlreiche Krabbengerichte angeboten. Hinzu kamen zahllose Gespräche über die Zukunft der Krabbenfischerei vor der wangerländischen Küste.
Schnappschüsse von den Krabbentagen: Gastronomen bieten Garnelen-Menüs an. Fliegende Händler preisen ihre Waren. Drachenboot-Organisator Jan-Eike Doyen stimmt Mannschaftsaufstellungen ab. Sophie Martens und Dominic Janßen verkaufen für die Initiative WWHS gespendete Kuchen. Fotos: hol
Aber die Stimmung blieb trotz aller Sorgen bei Urlaubern und Einheimischen ausgelassen. Die Musiker auf der Showbühne am Hafen sorgten zum Teil für Festivalatmosphäre. Die „Rock Shots“ aus Wilhelmshaven etwa wurden am Freitag Abend bis in die Nacht hinein gefeiert. Ausklingen soll das Fest am späten Sonntagnachmittag mit etwas gesetzteren Klängen der Vareler Schlagersängerin Jasmine Meyer.
Die lange Straße war über weite Teile des Wochenendes prall gefüllt mit Menschen. Foto: hol– Werbeanzeige –
Wangerland (1. 8. 2026) – Der Kommunalwahlkampf im Wangerland nimmt Fahrt auf. Ein sichtbares Zeichen dafür: Der Bauhof der Gemeinde hat große Wahlplakat-Stellwände aufgestellt, auf denen die Parteien und Wählergruppen zentral ihre Kandidaten präsentieren und politische Botschaften verbreiten können.
Friedhelm Thiele (3. von links, auf der Bank stehend) begrüßte an die 70 Interessierte zu einer CDU-Wahlkampfveranstaltung am Wüppelser Altendeich, bei der sich der Bürgermeister-Kandidat der Partei, Thies Fischer (2. von links), vorstellte. Foto: hol.
Dass für das Plakatieren in Wahlkampfzeiten im Wangerland ausnahmslos diese Stellwände genutzt werden, geht auf ein Einvernehmen zwischen den politischen Akteure zurück, die eine Verschandelung des Gemeindegebietes durch eine wilde Plakatschlacht vermeiden wollen. Auch das ist Ausdruck eines fairen Umgangs der politischen Parteien und Wählergruppen miteinander, den Bürgermeister Mario Szlezak kürzlich in den sozialen Medien ausdrücklich gelobt hat.
Podiumsdebatten geplant
Was für die einen Ausdruck des gegenseitigen Respekts ist, beklagen andere als „Kuschelwahlkampf“. Tatsache ist: Die bisherigen Wahlaussagen von den Parteien und Bürgermeister-Kandidaten konzentrieren sich auf das, was man jeweils selbst machen möchte, um die Probleme der Gemeinde Wangerland wie etwa die angespannte Finanzlage oder die ungeklärte Zukunft der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) zu lösen. Kritik am bisherigen Handeln oder den Plänen der jeweiligen anderen Lager waren bislang in den Stellungnahmen und Debatten nur selten zu vernehmen.
Das könnte sich in den nächsten Wochen ändern. So sind im Wangerland mehrere Podiumsdiskussionen geplant, unter anderem in Hooksiel und in Horumersiel, bei denen die Protagonisten direkt aufeinander treffen werden. Aber auch schon jetzt werden Aussagen etwa der Bürgermeister-Kandidaten deutlicher.
Fischer benennt Versäumnisse
Ein Beispiel: Eine CDU-Wahlkampfveranstaltung, zu der Brigitte und Friedhelm Thiele an die 70 Interessierte im „Kommunikationszentrum Altendeich“, der Scheune ihres Ferienhofes in Wüppelser Altendeich, begrüßten. Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer stellte sein Programm von und benannte dabei erstmals auch vermeintliche Versäumnisse von Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) im Zusammenhang mit dem Desaster um den Bau des Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel.
Fischer beklagte, dass es bislang keine öffentliche Informations-Veranstaltung über den Stand der Erkenntnisse zur Kostenexplosion bei dem Projekt gab, das die WTG in die Insolvenz getrieben hat. „Hier wäre der Bürgermeister in der Pflicht gewesen.“ Die Gemeinde hatte sich entschieden, ein Zwischengutachten zum Thalasso-Bau unter Verschluss zu halten, um strafrechtliche Ermittlungen nicht zu behindern.
Entsprechende Passagen hätte man, so Fischer, ausnehmen können. Aber über alle anderen, juristisch unproblematischen Erkenntnisse hätte man die Bürger noch vor dem Wahltermin am 13. September informieren können. „Das ist jedenfalls die Transparenz, die ich mir wünsche.“
Wie sieht die WTG künftig aus?
Versäumt hat es nach Ansicht des CDU-Kandidaten der Amtsinhaber bislang auch, die Diskussion über die Zukunft der WTG anzustoßen. Was soll die Aufgabe des Unternehmen nach überstanden Insolvenz sein? Welche Rechtsform ist angemessen? Können touristische Leistungsträger eingebunden werden? Welche Rolle soll die Politik in dem Unternehmen noch spielen?
„Der neue Rat konstituiert sich Anfang November. Dann müssen zunächst Haushaltsfragen geklärt werden“, befürchtet Fischer. Wenn die Debatte über die Zukunft der WTG erst Anfang 2027 anlaufe, dauere es mindestens bis zum Sommer, bis Entscheidungen gefällt werden. Das sei eindeutig zu spät.
Zu Fragen aus dem Publikum, inwieweit denn auch die aktuellen Ratsmitglieder für das Thalasso-Desaster und die Insolvenz der WTG verantwortlich seien, hielt Fischer sich zurück. Er stecke noch nicht in allen Details. Aber er habe den Eindruck, dass niemand im Rat das Gefühl habe, etwas Unrechtes getan zu haben. „Sonst würden sich die Ratsmitglieder der CDU auch nicht zur Wiederwahl stellen.“