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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Spannung am letzten Renntag: Bester Fahrer des Jahres gesucht

Hooksiel (6. 8. 2024) – Drei Siege für Jochen Holzschuh, drei für Hans-Jürgen von Holdt und drei Treffer auch für Linda Jongejans-Hamming. Das sind die Resultate dieser drei Spitzenfahrer auf der Rennbahn in Hooksiel in der aktuellen Saison. Während die holländische Fahrerin am letzten Renntag des Jahres ihrem Ehemann die Leinen in die Hand drückt und selbst keine Fahrten mehr ausführt, muss sie schon auf ein Komplettversagen der männlichen Konkurrenz hoffen.

Am kommenden Mittwoch, 7. August, wird der Titel „Fahrer des Jahres“ vergeben, ab 18 Uhr stehen dann erneut sieben Rennen auf dem Programm. Als kleines Highlight vorab steht um 17.45 Uhr ein Pony-Galopprennen an. Hier zeigen die Jüngsten ihr können. 

Beim Wettbewerb um den Fahrer-Gesamtsieg wird voraussichtlich alles auf einen Zweikampf zwischen dem Hamburger Spitzenamateur Hans Jürgen von Holdt und dem Berufsfahrer Jochen Holzschuh hinauslaufen. Allerdings: Auch Björn Spangenberg, vor einer Woche mit Lola Vici erfolgreich, geht am letzten Renntag nochmals mit zwei starken Pferden an den Start. Aber selbst mit zwei Siegen könnte er „nur“ gleichziehen mit den beiden Führenden. 

Alles in allem ein brisanter Renntag auf der Jaderennbahn, der mit zahlreichen interessanten Duellen gespickt ist und einmal mehr lukrative Quoten verspricht. So fuhren in diesem Jahr bereits zahlreiche Outsider zur Siegerehrung vor. So gewann zum ersten Renntag ein Amigo Moor (Dirk Giebel), der die Favoriten vom Parkett fegte. Wettern, die auf seinen Sieg gesetzt hatten, bescherte er 211 für 10 Euro. Noch mehr zu gewinnen gab es etwa in der V4-Wette, bei dem man die Sieger von vier Rennen richtig nennen musste: Im Ergebnis wurden dafür 4319 Euro für einen Euro Einsatz ausgeschüttet. 

Reiterinnen holen Kreismeistertitel

Kreismeister 2004 aus Hooksiel
Die stolzen Mannschafts-Kreismeister (von links): Trainerin Melanie Lüttge, Lale Scharfenberger, Lucy Hartje, Zoe Sander und Irma Backhaus. Lale Scharfenberger durfte sich zusätzlich über den Einzeltitel freuen, Foto Elsbeth Noatzsch

Hooksiel (5. 8. 2024) – Die Kreismeisterschaften des Kreisreiterverbandes Wilhelmshaven/Friesland verliefen aus Sicht des Reit- und Fahrvereins (RuF) Hooksiel sehr erfolgreich. Der Verein stellte im Einzel- und im Mannschaftswettbewerb die Kreismeister.

Schauplatz des Turniers am Wochenende war die Anlage des RuF Knyphausen in Wilhelmshaven. Ausgetragen wurden die Meisterschaften in der Klasse E in der Kombination Dressur und Stilspringen. Die Hooksieler Mannschaft mit Lale Scharfenberger auf Baron Baco Ma, Lucy Hartje auf Luna, Zoe Sander auf Incognito und Irma Backhaus auf Sammy mit Mannschaftsführerin Melanie Lüttge gewann hier den Mannschafts-Kreismeister-Titel 2024.

Lale Scharfenberger auf Baron Baco Ma sicherte sich zusätzlich den Einzeltitel Kreismeisterin 2024 der Klasse E in der Kombi Dressur und Stilspringen.

Trotz Sturzregen: Tolle Stimmung bei den Hooksieler Krabbentagen

Krabbentage Hooksiel
Die Krabbentage haben eine Sogwirkung: Rappelvoll war der Hooksieler Ortskern am Sonntag. Foto: hol

Hooksiel (4. 8. 2024) – Sintflutartige Regenfälle haben die Organisatoren und die Schausteller der Hooksieler Krabbentage vor gehörige Herausforderungen gestellt. Am Samstag nachmittag schüttete es ab 15 Uhr derart stark, dass die bis dahin sehr gut besuchte Festmeile innerhalb von Minuten leer gespült war. Mehr noch. Wie der 2. Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Hooksiel, Tobias Geisen, gegenüber „Hooksiel-life“ sagte, hätten die Wassermassen teilweise auch die Stromversorgung beeinträchtigt. „Das Wasser schoss so aus der Stechdose.“

Aber der feuchte Spuk unmittelbar im Anschluss der Elvis-Show von Michael Aden und dem Auftritt des TSR Showteams konnte das Vergnügen nur kurze Zeit trüben. Gegen Abend waren die Lange Straße und der Hafenplatz wieder gut besucht. Die Bands Tonic Brothers und 4 Live sorgten für ordentlich Stimmung. 

Starkregel in Hooksiel
Die Hooksieler Wasserfälle: Nach dem Sturzregen am Samstag schoss das Wasser nur so über die Kaimauer.

Endgültig versöhnt mit dem Wettergott wurden die Beteiligten am Sonntag. Bei herrlichem Sommerwetter war Hooksiel ab dem Vormittag bis gegen 18 Uhr rappelvoll. Schon beim Auftritt des Shantychors „Blaue Jungs“ aus Wilhelmshaven war am Alten Hafen kaum noch ein Platz zu bekommen. Mit viel Applaus bedacht wurden die Teilnehmer am Krabbenpul-Wettbewerb für Kinder und im Anschluss für Erwachsene. 

Schlagersängerin Janine Meyer gelang es danach, die Gäste bis zum Schluss der Veranstaltung auf dem Hafenplatz zu halten. „Wir sind rundum zufrieden“, sagte Geisen zum Abschluss.

Das Traditionsfest war am Freitag von Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak und der Landtagsabgeordneten Katharina Jensen eröffnet worden. Danach traten die „Rock Shots“ auf, die sich in Hooksiel über Jahre einen festen Fan-Kreis aufgebaut haben. Die frischen Garnelen an Bord des Krabbenkutteres „Trotz“ waren wieder einmal ein Renner. Aber auch in der Langen Straße verzeichneten die kulinarischen Ständen gute Umsätze, so Geisen. 

Shanty Chor Blaue Jungs
Mit viel Applaus belohnt wurde der Shantychor „Blaue Jungs“ für seine Darbietungen am Alten Hafen von Hooksiel. Foto: hol

Gerade von den zahlreichen Urlaubern wurde das maritime Programm im Hafenbecken mit großem Interesse wahrgenommen. Dazu gehörten Rundfahrten mit dem Museumskutter „Lulu Meinders“ auf dem Hooksmeer ebenso wie eine Rettungsübung der Ortsgruppe Horumersiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Rettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“.

Krabbentag 2024
Eröffnetenam Kutter „T rotz“ die Krabbentage: (v. l.) Landtagsabgeordnete Katharina Jensen, Bürgermeister Mario Szlezak, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Marco Knodel, Marktleiter Sascha Minschke, Nils Schröder, Tobias Geisen (alle Dorfgemeinschaft) und Thies Fischer, Vorsitzender der CDU-Wangerland. Foto: privat

Traumjob im Flieger: Mit Becker, Klitschko und den Geissens um die Welt

Wangerland (4. 8. 2024) – Wer kann schon von sich behaupten, eine Nacht mit Ex-Minister Rudolf Scharping, Schlagerstar Howard Carpendale oder Tennis-Ikone Boris Becker verbracht zu haben? Oder mit Boxer Vitali Klitschko, dem heutigen Bürgermeister von Kiew („super nett, ein echter Gentleman“) und den Geissens. Genauer: mit dem Glammerrpaar Carmen und Robert Geiss („100 Prozent authentisch, wie im Fernsehen“). 

Kathrin Blecker schildert im Gespräch mit „Hooksiel-life“ einige spannende Momente aus ihrem Berufsleben. Die Wangerländerin arbeitet als Flugbegleiterin bei der Lufthansa. Häufig hat sie auf Langstreckenflügen mit der Boing 747 die Passagiere in der ersten Klasse (First Class) betreut. „Da braucht man keine Angst vor zu haben“, versichert die 56-Jährige. „Das sind meistens ganz normale Menschen.“ 

Vom Modehaus Leffers zur Lufthansa

Eigentlich ist Kathrin Blecker eine Kieler Sprotte. Als ihr Vater, der kürzlich verstorbene Marineoffizier Hans-Georg Nippe, nach Sengwarden versetzt wurde, zog die Familie mit ihren vier Töchtern nach Grafschaft. Kathrin war damals 16. Sie absolvierte ein Auslandsjahr in den USA, besuchte danach das Mariengymnasium in Jever und machte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Substitutin im Modehaus Leffers in Wilhelmshaven.

„Irgendjemand hat dann erzählt, dass die Lufthansa Stewardessen sucht“, erinnert sich Kathrin Blecker, die für den Beruf alle Voraussetzungen erfüllte: Abitur, sehr gutes Englisch, gutes Französisch, abgeschlossene Ausbildung sowie ein gehöriges Maß an Flexibilität, Dienstleistungsmentalität und Menschenkenntnis. „Als ich 1990 bei der Lufthansa anfing, wollte ich eigentlich nur mal sehen, wie das so ist als Flugbegleiterin …“

Zum Briefing aus dem Wangerland nach Frankfurt

Aus der geplanten Stippvisite sind inzwischen 34 Jahre geworden, unterbrochen durch acht Jahre Erziehungszeiten. Kathrin Blecker hat aus ihrer ersten Ehe drei Kinder. Anfangs wohnte sie im Westerwald. Aus familiären Gründen zog sie vor einigen Jahren wieder zurück nach Friesland und lebt heute mit ihrem neuen Lebenspartner Frank Hensel im Wangerland. 

Nach der Kinderpause arbeitet Kathrin Blecker nur noch auf einer halben Stelle. Konkret bedeutet das, dass sie der Lufthansa für acht bis zehn Tage im Monat zur Verfügung steht. Was die Abläufe manchmal etwas kompliziert macht: Ihre Basis ist der Flugplatz Frankfurt. Also reist die Flugbegleiterin einen Tag vorher per Bahn in die Main-Metropole, um pünktlich zum Briefing der jeweiligen Crew vor Ort zu sein.

Boing 747 Lufthansa
Mit Maschinen vom Typ Boing 747 fliegt Lufthansa-Flugbegleiterin Kathrin Blecker seit über 30 Jahren um die ganze Welt Archiv-Foto: Lufthansa/Roesler

Eine Crew besteht aus rund 19 Menschen, drei Personen aus dem Cockpit und der Rest für die Kabinen. Das Team wechselt regelmäßig. „Bei über 20.000 Flugbegleitern und Flugbegleiterinnen bei der Lufthansa ist es eher selten, dass man seine Kollegen schon vorher kennt“, sagt Kathrin Blecker. „Aber das ist kein Problem. Wir ticken alle ähnlich.“

Das mag an der guten Ausbildung und an der klaren Zuordnung von Aufgaben liegen. Jeder Flugbegleiter und jede Flugbegleiterin sind auf spezielle Flugzeugtypen geschult. Für die Langstrecke ist das bei Kathrin Blecker die Boing 747; für die Kurzstrecke war das zunächst die Boing 737, später der Airbus A 320. 

Volles Vertrauen in die Piloten

Im Notfall wird jede Tür der Flugzeuge mit einem Crew-Mitglied besetzt. Eine echte Notlage habe sie persönlich aber noch nicht erlebt, sagt die Wangerländerin. Auf einem Rückflug von Dallas nach Frankfurt habe es einmal so schwere Turbulenzen gegeben, dass selbst das Flugpersonal die ganze Zeit über angeschnallt bleiben musste. „Da kann man schon Angst bekommen, aber die Piloten sind top ausgebildet und haben die Lage meist im Griff.“

So auch beim Anflug auf den Flughafen Los Angeles, den Kathrin Blecker aus dem Cockpit heraus miterlebt hat. Die Boing 747 befindet sich schon im Sinkflug, da rollt am Boden eine andere Maschine auf die Start- und Landebahn. Der Pilot startet die Boing durch, die Maschine dreht eine Extra-Runde um den Flughafen und landet im zweiten Anlauf sicher. „So etwas trainieren unsere Leute im Cockpit regelmäßig. Für die ist das Routine – und die meisten Passagiere werden davon gar nichts mitbekommen haben.“

Lufthansa-Flugbegleiter
„Wir ticken alle ähnlich“, sagt Lufthansa-Flugbegleiterin Kathrin Blecker. Das Bild zeigt die Wangerländerin ( links) mit einer ihrer Kolleginnen. Foto: privat

Jeder Flugbegleiter hat seinen festen Platz in der Maschine. Dazu gehört die Betreuung und Bewirtung der Passagiere in bestimmten Sektoren. Auf Langstreckenflügen wird ein Mittag- beziehungsweise ein Abendessen gereicht, ein Snack oder ein Getränk zwischendurch und gegebenenfalls steht das Kabinenpersonal auch für ein beruhigendes Gespräch zur Verfügung. 

Wichtig ist der Check vor dem Start. Sicherheitsgurte und Verbandskästen wollen ebenso überprüft werden wie Schwimmwesten, Atemschutzmasken, Rauchmelder und Feuerlöscher. „Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist ein Feuer an Bord“, schildert Kathrin Blecker. Aber auch dafür sei das Personal bestens geschult. Ebenso wie etwa für gesundheitliche Notfälle. Jedes Crew-Mitglied habe eine Erste-Hilfe-Ausbildung, das Flugzeug selbst sei mit Hilfsgeräten top ausgestattet, es gebe zudem eine Not-Hotline und mit etwas Glück sei jemand unter den rund 500 Passagieren Arzt oder Sanitäter. Insgesamt sei Fliegen sehr sicher. Viel sicherer jedenfalls, als mit dem Auto zu fahren. 

Beim „Check in“ ist Menschenkenntnis gefragt

Sobald die Passagiere den Flieger betreten, ist Menschenkenntnis gefragt. Insbesondere nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA, für die Flugzeuge entführt worden waren. Benimmt sich jemand auffällig? Ist etwas ungewöhnlich? Warum schwankt der Passagier aus Reihe 15 so? Geht es ihm nicht gut? Ach, Alkohol … „Wir informieren den Kabinenchef und der muss dann entscheiden, wer an Bord bleiben kann“, schildert die Flugbegleiterin. Frei nach der Devise: „Die besten Probleme sind die, die gar nicht erst an Bord kommen.“

„Für mich hat sich der Beruf der Flugbegleiterin zum Traumjob entwickelt“, sagt Kathrin Blecker. Sie habe nie Probleme mit der Schichtarbeit oder den Zeitverschiebungen gehabt, keine Schlafstörungen und auch keine Schwierigkeiten mit dem Essen in fremden Ländern. Die ungewöhnlichen Arbeitszeiten wollen gut organisiert sein, auch mit Blick auf die Familie. Aber mit dem großen Arbeitgeber Lufthansa sei das möglich. Die Flugpläne werden am Ende des jeweiligen Vormonats veröffentlicht. So könne man sich seine passenden Termine für Flug- und Bereitschaftsdienste auswählen und sogar Wunschziele für Flüge angeben. „Ich war kürzlich in Los Angeles, da konnte ich am Abend mein Patenkind besuchen“, sagt Kathrin Blecker. Singapur und Johannesburg seien weitere Traumziele. Auch bei den Kurzflügen, bei denen man zum Beispiel über fünf Tage fünf verschiedene Metropolen in Europa ansteuere, gebe es viel Sehenswertes. 

Mit der Prominenz auf Tuchfühlung

Die wichtigste Aufgabe der Flugbegleiter sei es aber, dass die Passagiere sich im Flieger wohl fühlen – und zwar die in der Business-Class ebenso wie die in der First Class, in der es übrigens nur acht Plätze gibt. Gerade hier treffen die Lufthansa-Mitarbeiterinnen immer wieder einmal prominente Zeitgenossen. 

In guter Erinnerung etwa hat Kathrin Blecker zum Beispiel an Thomas Anders, der sie beim Check-In so herzlich begrüßt habe, als wäre sie eine alte Bekannte. Anders war mit Modern-Talking-Partner Dieter Bohlen auf dem Weg zu einem Foto-Shooting nach Südafrika. Und auch der benehme sich im echten Leben so, wie man es erwarte „Was soll daaas denn sein?“ mäkelt Bohlen, als er den Dessert gereicht bekommt. Hinweis von seiner damaligen Lebensgefährtin Naddel: „Dieter, das ist der Nachtisch!“ – „Daasss da …?“ Vorschlag der Flugbegleiterin: „ Probieren sie einfach. Wenn er ihnen nicht schmeckt, geben sie ihn zurück und bekommen etwas anderes.“ 

Bakterium legt Thalasso-Zentrum lahm

Wangerland (2. 8. 2024) – Wer gedacht hat, dass es mit dem Thalasso Meeres Spa nicht mehr schlimmer hätte kommen können, der hat sich gehörig getäuscht. Nachdem die Fertigstellung des Gesundheitstempels in Horumersiel sich um Jahre verzögert hat und die Kosten von 17 auf 23 Millionen Euro explodiert sind, gibt es jetzt massive Probleme bei der Wasserqualität.

Die gemeindeeigene Wangerland Touristik GmbH (WTG) bestätigte am Freitag eine Meldung des „Jeverschen Wochenblatts“ vom Vortag, wonach das Thalasso Meeres Spa schon seit Tagen keine Anwendungen mehr anbiete. Die Einrichtung musste ihre „Soft Opening Phase“ am 19. Juli aufgrund eines Problems mit der Wasserqualität abbrechen. Derzeit stehe zwar die Rezeption als Ansprechpartner für Buchungen zur Verfügung, Anwendungen würden aber aktuell nicht vorgenommen.

Die WTG wies in einer Stellungnahme Gerüchte zurück, es habe in dem Hause ein Legionellen-Problem gegeben. Tatsache sei, so die WTG, dass es technische Probleme gegeben habe. „Bei einer Beprobung durch das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland wurde eine Belastung durch das Bakterium Pseudomonas aeruginosa festgestellt.“ Das habe sich bei einer Untersuchung der Süßwasserleitung durch das Gesundheitsamt gezeigt.

Man arbeite intensiv daran, die technischen Probleme zu lösen. Inzwischen gebe es erste Wasserproben ohne Laborbefund. Gemäß der Vorgaben des Gesundheitsamtes sei für kommende Woche eine weitere Beprobung vorgesehen, um die einwandfreie Wasserqualität zu bestätigen. Die gute Botschaft der WTG: Die Zwangspause habe man genutzt, um noch handwerkliche Restarbeiten im „Thalasso Meers Spa“ vorzunehmen. 

Achtung, Schulanfang! Gelbe Füße weisen Kinder den Weg zur Grundschule

Aktion zum Schulanfang
Streetart für mehr Sicherheit: Verkehrssicherheitsberater Dominik Tjaden von der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland sprüht mit einer Schablone gelbe Füße auf einen Gehweg. Foto: Polizei

Hooksiel/Friesland (2. 8. 2024) – Sie kommen wieder. Die gelben Füße auf den Fußwegen hin zu den Schulen. Wie Markus Gellert als für Schulen und Ordnungsangelegenheiten zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus der Gemeinde Wangerland gegenüber „Hooksiel-Life“ sagte, werde der Bauhof der Gemeinde in den nächsten Wochen vor den Grundschulen in Hooksiel, Tettens und Hohenkirchen entsprechende Markierungen anbringen.

Am Montag fängt die Schule an

Am Montag beginnt das neue Schuljahr. Am kommenden Samstag, 10. August, werden die Erstklässler eingeschult. „Die Erstklässler, die sich ab dann täglich auf den Schulweg machen, sind unsere schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr und müssen sich nicht nur als Schulanfänger, sondern auch als Verkehrsanfänger behaupten!“ sagt Dominik Tjaden, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland: „Sie bedürfen besonderer Rücksichtnahme.“

Sechs- bis siebenjährige Kinder können Gefahrensituationen noch nicht umfassend erkennen. Sie sind meist noch nicht in der Lage, Geschwindigkeiten und Distanzen richtig abzuschätzen und auch die Richtung von Geräuschen können sie oft noch nicht zuordnen. „Die Erstklässler haben ein geringeres Sichtfeld als Erwachsene und können nicht über Autos hinweg sehen“, warnt Tjaden. Zeitgleich würden die Abc-Schützen aufgrund ihrer geringen Körperhöhe selbst auch schlechter wahrgenommen.

Um so wichtiger ist es, dass die Kinder den für sie sichersten Schulweg kennen. Dabei sollen ihnen die gelben Füße auf dem Asphalt helfen. Das Projekt „Kleine Füße“ ist Teil der Sicherheitsaktion zum Schulanfang. Dazu gehört auch, dass Polizei und Verkehrswacht dafür werben, dass die Kinder möglichst zu Fuß zur Schule gehen. 

Eltern sind wichtige Vorbilder

„Dabei ist die Rolle der Eltern als Vorbilder für ein sicherheitsorientiertes Verkehrsverhalten besonders wichtig“, sagt Tjaden. Und für Autofahrer gelte: „Seien sie, wie ohnehin schon gefordert, besonders aufmerksam.“

Eltern sollten bereits vor der Einschulung mit ihrem Kind zusammen den künftigen Schulweg festlegen und das richtige Verhalten an unübersichtlichen Straßen und Kreuzungen üben. Tjaden: „Eltern sollten beachten, dass der kürzeste nicht immer auch der sicherste Weg ist.“

Zum Training gehöre auch das richtige Ein- und Aussteigen aus öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein Tipp: Auf dem Gehweg mit genügend Abstand auf den Bus warten und beim Überqueren der Straße zwingend Überwege nutzen. Die Kinder sollten gut sichtbare Bekleidung und Schultaschen mit entsprechenden Reflektoren tragen – und sich rechtzeitig auf den Schulweg machen: „Unter Zeitnot und Stress neigen Kinder noch mehr zur Unaufmerksamkeit!“

Und auch für Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, hat der Verkehrssicherheitsberater einige Ratschläge: „Vergewissern Sie sich, dass es richtig angeschnallt ist. Verwenden Sie dafür stets geeignete Kinderrückhaltesysteme. Lassen Sie Ihr Kind immer zur Gehwegseite aussteigen und achten Sie dabei auf Fahrradfahrer sowie auf Halt- und Parkverbote vor der Schule.“ Mit dem Fahrrad sollen Kinder ohne Begleitung erst nach der Radfahrausbildung in der 4. Klasse zur Schule fahren.

Polizei sucht Zeugen für Unfallflucht

Horumersiel (1. 8. 2024) – Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe. Am Mittwoch, 31.Juli, gegen 11.07 Uhr, kam es in Horumersiel in der Goldstraße, Höhe Hausnummer 20, zu einem Verkehrsunfall. Dabei hat ein Unbekannter einen geparkten Wagen beschädigt und ist weggefahren.

Die Geschädigte parkte laut Polizei ihren Pkw vor der dortigen Bäckerei. Als sie sich im Geschäft befunden hab, hörte sie von draußen einen lauten Knall. Sie habe dann einen grauen VW Caddy vorbeifahren sehen. Möglicherweise hat es sich dabei um den Verursacher gehandelt, der Unfallflucht beging..

Zeugen, die den Unfall gesehen oder das Kennzeichen abgelesen haben, setzen sich bitte mit der Polizei in Jever unter Telefon 04461/7449-115 in Verbindung.

3000 Besucher beim zweiten Renntag: Wett-Glück mit Behinderungen

Renntag in Hooksiel
Spannende Zieleinläufe zogen die Besucher auf der Jaderennbahn in ihren Bann. Foto: hol

Hooksiel (1. 8. 2024) – Es ist nicht ganz leicht, mit Pferdewetten das große Geld zu verdienen. Mittwoch Abend: Herrliches Wetter. Rund 3000 gut gelaunte Besucher verfolgen auf der Jaderennbahn den zweiten Renntag des Hooksieler Rennvereins. 

Drittes Rennen. Es geht um den Preis der Jadebusen-Kollektion von Stefanie Alter. Meine Chance. Ich setzte 5 Euro auf Neo Newport, ein eleganter Traber mit Außenseiterchancen. Das Pferd sieht gut aus, hat gute Vorplatzierungen. Das sollte für einen Platz unter den ersten drei reichen.

Die Gespanne jagen zwei Mal um das Rund der Jaderennbahn. Insgesamt 2200 Meter. Beim Einlauf ins Ziel ist es eng, sehr eng. Aber von der Bande aus ist dennoch gut zu erkennen. Zaafar geht als erstes Pferd durchs Ziel, dahinter folgen Niagara Newport und auf Rang 3 mein Favorit Neo Newport. Gewonnen

Ab zum Totalisator. Aber gemach, zunächst müssen die Gewinnquoten berechnet werden. Oder ist da noch etwas anderes? Es dauert. Der Mann im Wettzelt beruhigt mich. „Noch etwas Geduld bitte. Es gab einen Protest.“ Wenig später die Auflösung. Es soll eine Behinderung auf der Bahn gegeben haben. Neo Newport fällt aus den Rängen. Kein Gewinn.

Meine Frau hat mehr Glück. Sie hatte nur 2 Euro auf Niagara Newport gesetzt, den Zweitplatzierten, offenbar ein Verwandter meines Herzenspferdes. Die Quote ist beachtlich. Sie freut sich über gut 18 Euro Gewinn – und gibt dafür ein Getränk aus. Ein gutes Trostpflaster.

Insgesamt erlebten die Besucher sieben spannende Trabrennen – und eine Präsentation von Mini-Trabern. Sie lernten eine Reihe von Unternehmen aus der maritimen Wirtschaft der Region kennen, die als Sponsoren die Veranstaltung unterstützten und sich dafür dem Publikum – zwischen Bratwurst, Bier und Pommes – kurz vorstellen durften. Bewährt hat sich nach den Worten des Vereinsvorsitzenden Immo Müller die Sitztribüne, die der Rennverein vor dieser Saison erworben und am Deich platziert hat.

Tribüne auf der jaderennbahn
Die neue Tribüne am Hooskieler Deich mit Blick auf das Renngeschehen. Foto: hol

Noch ein Blick aufs sportliche Treiben: Vereinsikone Günther Lühring (81) schafft diesmal keine Platzierung. Dafür fährt die heimische Starterin Sandra Hamacher mit Ivonka O.E. Einen dritten Platz ein. Erfolgreichste Fahrer des Abends werden Linda Jongejans-Hamming und Manfred Zwiener, die jeweils zwei Rennen gewinnen konnten. 

Linda Jongejans-Hamming ist es dann auch zu verdanken, dass meine Stimmung sich wieder aufhellt. Im vierten Rennen, es ging um den immerhin mit 3000 Euro dotierten Großen Preis der Nordfrost GmbH, fährt sie mit Velten Revenge einen sicheren Start-Ziel-Sieg ein. Und ich liege genau richtig mit meinem Tipp. Diesmal gibt es keinen Protest. Aber auch nur eine magere Quote. Offenbar hatten andere Wetter die gleiche Idee. Für meine 2 Euro auf Sieg erhalte ich (nur) 4 Euro zurück. 

Immerhin. Mehr wird es ja vielleicht am nächsten Mittwoch, beim letzten Renntag der Saison auf der Jaderennbahn. Erster Start ist wieder kurz nach 18 Uhr.

Krabbentage in Hooksiel: Leckere Speisen, fliegende Händler und Musik

Janine Meyer
Die Sängerin Janine Meyer tritt am Sonntag am Alten Hafen in Hooksiel auf. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (31. 7. 2024) – Der äußere Ablauf ist seit Jahren unverändert. An den „Heringstagen“ und den „Krabbentagen“ verwandelt sich der Sielort in eine Festmeile. Dafür wird die Ortsdurchfahrt für Autos in Höhe Alter Hafen von Freitag bis Sonntag gesperrt.

An diesem Wochenende ist es wieder soweit. Der Vorstand der Dorfgemeinschaft Hooksiel stellte jetzt das Programm vor. Da das Wetter gut werden soll, werden wieder Tausende Gäste erwartet, die die Lange Straße entlang schlendern oder das Bühnenprogramm am Alten Hafen erleben wollen. Parkplätze für die Besucher gibt es genug, betont der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Marco Knodel. „Aus Richtung Sengwarden kommend steht am Ortseingang eine große Wiese als Stellplatz zur Verfügung. Und auch die Parkplätze an der Nee Straat im Ortskern können genutzt werden.“

Die Stände und Karussells auf der Festmeile werden am Freitag, 2. August, um 11 Uhr ihren Betrieb aufnehmen. Das Show- und Musikprogramm beginnt um 15 Uhr. Die offizielle Eröffnung mit Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak ist für 18 Uhr angesetzt. Dazu gibt es 50 Liter Freibier, das an der Bierbude ausgeschenkt wird, so Knodel. Am Nachmittag macht ein DJ Musik, ab 20 Uhr werden die „Rock Shots“ mit Livemusik für Stimmung sorgen.

Auch für Samstag und Sonntag dürfen sich die Gäste auf ein buntes Bühnenprogramm freuen. Am Samstag (ab 12 Uhr) tritt der Elvis-Imitator Michael Aden auf. Im Anschluss zeigt das „TSR Showteam“ aus Wilhelmshaven sein können. Bei Musik von den Bands „Tonic Brothers“ und „4 Live“ wird danach bis Mitternacht eine Hafenparty gefeiert.

Krabbentage Hooksiel
Zahlreiche fliegende Händler werden in der Lange Straße ihre Stände aufbauen. Archiv-Foto: hol

Das Bühnenprogramm am Sonntag wird um 10 Uhr mit einem Gottesdienst eröffnet. Danach gibt der Shantychor „Blaue Jungs“ aus Wilhelmshaven ein Gastspiel. Am Nachmittag (15 bis 18 Uhr) dürfen sich Schlagerfans auf den Auftritt von Janine Meyer aus Varel freuen, die schon mehrfach die Hooksieler begeistern konnte. 

Spannend geht es auf der Bühne ab 14.30 Uhr zu. Dann startet der Krabbenpuhl-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche sowie für Erwachsene. Die Aufgabe besteht darin, in einer vorgegebenen Zeit so viele Garnelen wie möglich von ihrer Schale zu befreien. „Wer mitmachen möchte, kann sich schon ab Freitag an der Bühne registrieren lassen“, so Knodel. Die Gewinner erhalten kleine Präsente.

Das Bühnenprogramm am Alten Hafen wird umrahmt von zahlreichen Aktivitäten auf dem Festplatz und im Hafenbecken selbst. Vom Krabbenkutter aus wird frischer Granat verkauft, das Museumsschiff „Lulu Meinders“ dreht mit Gästen Runden auf dem Hooksmeer und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Ortsgruppe Horumersiel, stellt ihr Rettungsboot vor. 

Krabbentage Hooksiel
In der Lange Straße wird sich auch in diesem Jahr wieder ein Kettenkarussell drehen. Archiv-Foto: hol

Die Organisatoren von der Dorfgemeinschaft freuen sich, dass sie für die Krabbentage in diesem Jahr eine ganze Reihe von neuen Schaustellern hinzugewinnen konnten. Unter anderem wird es eine kleine „Kulinarische Meile“ etwa mit indischen, arabischen und chinesischen Gerichten geben. Natürlich haben auch die örtlichen Geschäfte und Gastronomiebetriebe geöffnet.

Bestimmt wird die Festmeile von Kleinhandwerkern und fliegenden Händlern aller Art. Dazu werden auch Mitmachaktionen angeboten. So lädt die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ zum Glücksrad-Drehen ein und am Stand der Unterstützter des Kinder- und Jugendhospizes „Joshuas Himmelreich“ kann man beim Fädenziehen Preise gewinnen. 

Neue Ausstellung im Künstlerhaus

Hooksiel (31. 7. 2024) – Die nächste Ausstellung „Wachsen“ im Künstlerhaus wird am kommenden Sonntag, 4. August, eröffnet. Die Künstlerin Akkela Dienstbier aus Bremen hat bereits 2018 als Stipendiatin der Gemeinde Wangerland in Hooksiel gelebt und viele ihrer damaligen Eindrücke aus dem Küstenort künstlerisch umgesetzt. Ein Schwerpunkt: Natur und Umwelt. 

Für ihre Werke verwendet Akkela Dienstbier fast ausschließlich reine Naturmaterialien. Intensiv beschäftigt sie sich mit der Umsetzung der dreidimensionalen Objekte in zweidimensionale Druckwerke. Ein Baustein ihrer Überzeugung: Mensch und Natur stehen sich nicht gegenüber, sondern durchdringen und beeinflussen sich gegenseitig, im besten Fall bilden sie über Netzwerke Möglichkeiten von Verbindungen, Austausch und gegenseitige Unterstützung. 

In ihren Arbeiten werden verschiedene künstlerische Ausdrucksmittel eingesetzt. Akkela Dienstbiers Kunst regt eine Reflexion über Natur und Umwelt an, indem auch sinnliche, gesammelte Naturmaterialien die künstlerischen Gestaltungen bestimmen. Die Künstlerin: „Was der Mensch liebt, schützt er auch!“ 

In der Ausstellung „Wachsen“ sind Objekte, Druckgrafiken und Bilder von Akkela Dienstbier zu sehen. Die Vernissage beginnt am Sonntag um 11.15 Uhr. Die Ausstellung ist dann bis zum 15. September im Künstlerhaus Hooksiel in der Langen Straße 16 zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.