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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Fahrgastschiff „Jantje von Dangast“ rettet havarieren Segler aus der Jade

Jolle in der Jade verunglückt
Nach der Rettung des Seglers wurde dessen Jolle mit einer Markierung zurückgelassen. Mitglieder des örtlichen Wassersportvereins übernahmen die Bergung. Foto: Jantje von Dangast/Wolfgang Krug

Hooksiel/Wilhelmshaven (26. 6. 2024) – Die Besatzung des Fahrgastschiffes „Jantje von Dangast“ hat am Dienstag den Segler einer gekenterten Jolle im Jadebusen aus Lebensgefahr gerettet. Der Mann wurde zwischen Dangast und Wilhelmshaven aus dem Wasser geborgen und an das Seenotrettungsboot „Peter Habig“ der Station Wilhelmshaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übergeben.

Während einer Ausflugsfahrt mit über 100 Gästen an Bord hatte die Besatzung der „Jantje von Dangast“ kurz vor 17 Uhr die gekenterte Jolle entdeckt. Wenig Seegang und Wind ermöglichten dem Kapitän mit dem 32 Meter langen Fahrgastschiff auf Rufweite heranzumanövrieren. Versuche des Seglers, seine Laserjolle unterdessen selbstständig aufzurichten, scheiterten jedoch, so dass der Kapitän der „Jantje von Dangast“ die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See alarmierte und gleichzeitig ein Rettungsmanöver einleitete. 

Unter tatkräftiger Mithilfe von Fahrgästen konnte die Besatzung den Mann an Bord nehmen. Erschwert wurde das Manöver durch das Risiko für die „Jantje von Dangast“ bei dem starken Ebbstrom selbst festzukommen.

Mit Funk-Beratung durch den medizinischen Arbeitsplatz in der Rettungsleitstelle See führte die Besatzung die Erstversorgung des Seglers durch. Auch hierbei unterstützten Fahrgäste die Besatzung und bildeten mit Decken einen Sichtschutz.

DGzRS Rettungboot

Schon 20 Minuten nach der Alarmierung war das Seenotrettungsboot „Peter Habig“ (Archiv-Foto: DGzRS/Alexander Krüger) Freiwilligenstation Wilhelmshaven vor Ort. Ein Seenotretter und eine Seenotretterin stiegen auf das Fahrgastschiff über und bereiteten die Übernahme des Seglers vor.

Nach eigenen Angaben war der Mann ungefähr eine Stunde im Wasser gewesen. Aufgrund seines geschwächten Zustandes wurde er auf einer Trage liegend von der „Jantje von Dangast“ auf die „Peter Habig“ übernommen. Seenotretter versorgten den leicht unterkühlten Segler an Bord weiter und brachten ihn unter Höchstgeschwindigkeit an Land. Dort übergaben sie ihn an einen Rettungswagen.

Die Jolle wurde von der Fahrgastschiff-Besatzung mit einem gut sichtbaren Fender gekennzeichnet, einem kugelförmigen Kunststoffball, der normalerweise beim Anlegen die Bordwand eines Schiffes schützt. Der Kapitän setzte sich mit Mitgliedern des Jade Yacht-Clubs Dangast-Varel in Verbindung, die sich sofort um die Bergung der Jolle kümmerten.

„Wir üben regelmäßig mit den Seenotrettern“, sagte Kapitän Eike Wassermeier von der „Jantje von Dangast“, „zuletzt bei der großen SAREx-Übung der DGzRS im April. Das hat sich wirklich bemerkbar gemacht. Unsere Abläufe für den Seenotfall funktionieren reibungslos – und die Seenotretter kennen unser Schiff genau. Das war eine hervorragende Zusammenarbeit!“

Seenotrettungsboot PETER HABIG (Archivbild) (2), Foto: „Die Seenotretter –

Bürgerinitiative Hooksiel verteilt Spendengelder – und bleibt wachsam

Bürgerinitiative schüttet Spenden aus
Die Bürgerinitiative Hooksiel hat ihr Vermögen an Kinder- und Jugendorganisationen verteilt. Auf dem Bild die Sprecher Uwe Diekmann, Günter Schmöckel (hintere Reihe von links) sowie Dietrich Gabbey (hintere Reihe, 4. v. l) mit Vertretern der bedachten Organisationen. Foto: hol

Hooksiel (26.6.2024) – Das war der Schlussakkord der Bürgerinitiative Hooksiel. Das Meerwasser-Hallenwellenbad ist in Betrieb, das Gästehaus noch ein öffentliches Gebäude. Insofern seien die Ziele der BI erreicht worden, sagte am heutigen Mittwoch bei der Verteilung der noch in der BI-Kasse verbliebenen Spendengelder Günter Schmöckel als einer von drei BI-Sprechern. 

Auch sein Mitstreiter Dietrich Gabbey zeigte sich froh, dass das lange von Schließung bedrohte Bad aktuell offen und trotz schönstem Wetter gut besucht sei. „Aber wir bleiben wachsam“, sagte Gabbey. Mit Blick auf Veränderungen im Umfeld sei die Sorge vorhanden, dass das Bad schon bald wieder vor dem Aus stehen könnte. „Dann wird es wichtig sein, dass die Hooksieler erneut aufstehen und für ihr Bad eintreten.“

Sorgen über Finanzen der WTG

Sorgen bereiten den Hooksielern die Kostenexplosion beim Bau des Thalasso Meeres Spa in Horumersiel, das an diesem Freitag seinen regulären Betreib aufnehmen soll. Bei der offiziellen Eröffnung am vergangenen Wochenende hatte der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, Armin Kanning, eingeräumt, dass der einst mit 8,7 Millionen Euro veranschlagte Gesundheitstempel am Ende wohl um die 23 Millionen Euro kosten wird. Noch bis vor wenigen Wochen war von 17 Millionen Euro die Rede. Die Schlussabrechnung erwartet Kanning in einigen Wochen. Wie er gegenüber einer Lokalzeitung einräumte, würden die Mehrkosten dazu führen, dass die WTG sich bei Investitionen in andere Immobilien vorerst zurückhalten müsse. 

Die aktuellen Mehrkosten muss die WTG wohl aus eigener Kraft stemmen. An den Gesamtkosten hatte sich das Land mit 9 Millionen Euro und der Landkreis Friesland mit 0,5 Millionen Euro beteiligt. Die zu erwartenden Defizite aus dem laufenden Betrieb hatte Kanning vor wenigen Tagen auf rund 500.000 Euro im ersten und im zweiten Jahr geschätzt.

Initiative hat das Hallenbad gerettet

Die Bürgerinitiative Hooksiel hatte sich vor knapp fünf Jahren gegründet, nachdem die WTG Pläne vorgestellt hatte, aus dem Meerwasser-Hallenwellenbad ein Escape-Center machen zu wollen. Schmöckel erinnerte daran, dass damals bis zu 400 Hooksielerinnen und Hooksieler an den BI-Versammlungen teilnahmen. Um das Bad zu retten, sei zunächst in einem Rechtsstreit geklärt worden, dass die Gemeinde Wangerland als 100-prozentige Eigentümerin der WTG auch die Verantwortung für ihr Tochterunternehmen trägt. Nachdem die BI ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht hatte, lenkte der Gemeinderat ein und beschloss den Erhalt des Bades.

Mit einem tatsächlich durchgeführten Bürgerbegehren konnte die BI zudem den geplanten Verkauf des Gästehauses in Hooksiel verhindern. Gabbey wies darauf hin, dass beide Beschlüsse nach mehr als zwei Jahre heute juristisch nicht mehr bindend seien. Bei Bedarf müsste halt eine neue Bürgerinitiative gegründet werden. 

Bad war günstiger als erwartet

Der Alt-Bürgermeister erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass der Bau des Meerwasser-Hallenwellenbades vor über 40 Jahren als Alleinstellungsmerkmal für Hooksiel ebenfalls nur dem Engagement einer Bürgerinitiative zu verdanken gewesen sei. Die Initiative richtete sich damals gegen den Bau eines ICI-Werkes auf dem Voralpen Groden. Als die Gemeinde Wangerland das Projekt beklagte, ließ sich die damalige CDU-Wirtschaftsministerin Birgit Breuel in einem 50-Minuten-Gespräch mit den Widerständlern Millionen-Investitionen ins Freizeitgelände und für den Bau des Hallenbades abringen. „Das Land hat damals 10 Millionen Euro für den Bau des Bades gegeben, der Landkreis 1,25 Millionen. Hinzu kamen noch Mittel vom Bund“, sagte Gabbey. „Am Ende hat die Gemeinde Wangerland noch vier Millionen Euro zurückgegeben, weil das Bad günstiger wurde als geplant.“

An der heutigen BI-Veranstaltung nahmen Vertreter mehrerer Kinder- und Jugendorganisationen aus der Gemeinde teil. Mit gutem Grund. Wie Schmöckel sagte, hätte Dietrich Gabbey, Uwe Diekmann und er beschlossen, das Restvermögen der BI an Vereine und Verbände in der Gemeinde auszuschütten, verknüpft mit der Bitte, das Geld für Schwimmunterricht einzusetzen. An der Küste müsse jedes Kind schwimmen können. Entsprechende Kurse bietet die DLRG im Hallenwellenbad in Hooksiel an.

Unterstützung für Schwimmunterricht

Bei der Ausschüttung bedacht wurden die DLRG Wangerland (2000 Euro), die Kindergärten Hooksiel, Hohenkirchen und Tettens (jeweils 500 Euro), die Kindergärten Horumersiel und Waddewarden (je 350 Euro), die Jugendfeuerwehren Hooksiel und Hohenkirchen (je 500 Euro) und die Hooksieler Jugend-Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (500 Euro). 250 Euro gingen zudem an die Landschaftsgestalterin Alina Zoch, die derzeit ihre Masterarbeit zur Umgestaltung des Geländes am Gästehaus zu einem Kurpark schreibt.

Zu den Unterstützern der BI zählte über die Jahre immer wieder der Seebadeverein, dessen Vorsitzender Erwin Abels den Sprechern der BI dankte, zu denen in der Anfangszeit auch der heutige Ratsherr Dieter Schäfermeier gehörte. „Ohne euch gäbe es heute das Hallenwellenbad nicht mehr.“ Markus Gellert, im Rathaus für die sozialen Belange in der Gemeinde zuständig, würdigte das Engagement der Initiative als „gelebte Basisdemokratie“. Er versicherte, dass das an die sozialen Einrichtungen gegangene Geld dort gut angelegt sei und im Sinne der BI verwendet werde.

Hitze lässt Betonstraße platzen

Hooksiel/Wilhelmshaven (26.6.2024) – Wegen einer geplatzten Betondecke wurde die Straße „Am Tiefen Fahrwasser“ am heutigen Mittwochmorgen kurz vor Hooksiel für den Verkehr gesperrt. Wie die Stadt Wilhelmshaven mitteilt, wird der Verkehr aus Wilhelmshaven kommend über die Raffinieriestraße nach Hooksiel umgeleitet. 

Straße aufgeplatzt

Die warmen Temperaturen hätten zum Aufbrechen der Betonplatte geführt, heißt es. Weil die Fugenabdichtung nicht mehr funktionsfähig war, konnte sich der erwärmte Beton nicht ausdehnen und platze deswegen. Ein bereits vorhandener Riss in der Platte tat sein Übriges.

Der städtische Eigenbetrieb TBW habe umgehend eine kurzfristige Reparatur beauftragt, damit die Straße zeitnah wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Anmerkung: Die beschädigte Straße wird im Laufe des Freitagvormittag (28. 6.) wieder für den Verkehr freigegeben.

Friesen-Pferde sollen historische Kanone wieder zum Deich ziehen

Hooksiel (25. 6. 2024) – Es ist so weit: Nach über dreijähriger Sanierungszeit kommt die historische Kanone auf den Hooksieler Deich zurück. Der Seebadeverein Hooksiel plant für die Aufstellung der Kanone aus den Jahr 1849 ein Willkommensfest. Dazu sind alle Interessierten am Samstag, 29. Juni eingeladen.

Begrüßungsfest am Samstag

Treffpunkt ist um 14.45 Uhr am Parkplatz an der zentralen Bushaltestelle an der Friesenstraße. Von dort aus soll die Kanone mit Friesen-Pferden zum Alten Hafen und dann weiter zu ihrem Platz vor dem Hohen Stuhl, also direkt an der Einfahrt zum historischen Hafen an der Viethstraße, gebracht werden. Im Anschluss lädt der Seebadeverein zu einem Umtrunk mit kleinem Snack am Alten Hafen ein.

Hooksieler Kanone
Wolf Hegemann (links) vom Seebadeverein hat die Sanierung der Hooksieler Kanone federführend begleitet. Das Bild zeigt ihn mit dem Schmied Uwe Schuster bei der Montage der eigens angerfertigen Beschläge an der Lafette. Archivfoto: hol

Das Projekt „Sanierung der Kanone“ lag beim Seebadeverein in Hände des zweiten Vorsitzenden Wolf Hegemann. Ziel sei es gewesen, so Hegemann, möglichst den Originalzustand wieder herzustellen. Aber wie sah die preußische Kanone 1849 tatsächlich aus? Um das herauszufinden, hat Hegemann Fachleute befragt und Archive durchstöbert. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass das historische Kriegsgerät runderneuert werden musste.

„Die gebrochenen Räder mit einem Durchmesser von 1,20 Metern entsprachen nicht dem Original“, so Hegemann. „Vergleichbare Lafetten-Geschütze hatten Räder mit einem Durchmesser von 1,50 Meter und eine Radbreite von 90/100 Millimeter.“ Also wurde eine Wagnerei in Bayern beauftragt, neue Räder samt Radachse herzustellen, aus Esche und abgelagertem Eichenholz.

Nägel aus Altmarienhausen

Aber das war nur der Anfang: Räder, Achse, Achsstock, dazu die Erneuerung der Lafette mit entsprechendem Anstrich, das Sandstrahlen und Neubeschichten des Kanonenrohres und nicht zuletzt die Metallbeschläge. Da die alten Beschläge fehlten, mussten sie anhand von historischen Bildern rekonstruiert werden. Unterstützt wurde Hegemann dabei von der Museumsschmiede in Sande-Altmarienhausen, die unter anderem 100 handgeschmiedete Eisennägel fertigte und verarbeitete. 

Bei aller Mühe: Nicht bei jedem Detail konnten historische Vorgaben 1:1 umgesetzt werden. „Die Farbbeschichtung wurde damals aus einem gefärbten Leinöl-Firnis erstellt und war für Lafette und Räder gleich“, schildert Hegemann, „Da die Firnis-Verarbeitung und auch die Haltbarkeit in keinem Verhältnis zum Aufwand gestanden hätten, haben wir eine ölhaltige, offenporige und wasserabweisende Lasur verwendet, die der Holz-Struktur entspricht.“

Niemals auf Dänen geschossen

1849 stattete Preußen an der Zufahrt zum Hooksieler Hafen zwei 87-Millimeter-Kanonen auf. Sie befürchteten seinerzeit im Jadegebiet Übergriffe von dänischen Kaperfahrern. Auf feindliche Ziele geschossen wurde mit ihnen offenbar nie.

Heute, da Überfälle von Dänen unwahrscheinlcih geworden sind, droht der Kanone eine ganz andere Gefahr. Wie lässt sich verhindern, dass sich zum Beispiel angetrunkene Scherzbilde an der Kanone vergreifen und sie den Deich herabrollen? Auch daran hat der Seebadeverein gedacht. Hegemann: „Die Lafette wird so verankert, dass sie nicht weggeschoben werden kann. Und in die Kanone haben wir eine Kugel eingeschweißt.“ Damit da niemand mehr mit schießen kann? „Damit nicht jeder da seinen Müll reinstopft …“

Quer liegendes Frachtschiff blockiert Hafenzufahrt von Wangerooge

Wangerooge (25. 6. 2024) – Die Hafenzufahrt von Wangerooge war bis Dienstagmittag durch ein auf Grund gelaufenes Küstenmotorschiff blockiert. Erst gegen 13.20 Uhr sei es mit Hilfe eines Baggers gelungen, das Schiff wieder frei zu spülen, teilt die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven mit. Erst danach hätte die Deutsche Bahn, die die Fährlinie Harlesiel-Wangerooge betreibt, ihren Fährbetrieb wieder aufnehmen können. Die Fahrten um 11.45 Uhr ab Harlesiel und um 12 Uhr ab Wangerooge mussten ausfallen.

Das 81 Meter lange Frachtschiff hatte auf Wangerooge Steine gelöscht. In der Nacht zum Dienstag um 2.40 Uhr wollte der Kapitän wieder aus dem Hafen auslaufen. Aus bislang noch ungeklärter Ursache, so die Wasserschutzpolizei, schlug das Schiff nach einer Grundberührung quer. 

„Der Bug setzte auf einer Sandbank östlich der Hafeneinfahrt auf, während das Heck letztlich westlich des Fahrwassers vor dem dortigen Molenkopf fest kam“, berichten die Ermittler. Zunächst ruhten die Hoffnungen auf der Flut. Aber auch mit dem Morgenhochwasser sei der Frachter aus eigener Kraft nicht wieder frei gekommen. Dank des Baggereinsatzes ist die Passage der Hafeneinfahrt seit 13.30 Uhr wieder möglich.

Neuer Vorstand bei „De Hooksieler“

Vorstand von de Hooksieler
Anke Müller (2. von links) ist neue Vorsitzende von „De Hooksieler“. Neben ihr die Vorstandsmitglieder (von links) Andreas de Rover, Anja Dittmer und Sarah Schnabel. Foto: Verein

Hooksiel (25. 6. 2024) – „De Hooksieler“ haben eine neue Vorsitzende. An der Spitze der Interessengemeinschaft steht nach der jüngsten Hauptversammlung die bisherige 2. Vorsitzende Anke Müller. Die tritt die Nachfolge von Matthias Suckert an, der die 37 Mitglieder zählende Organisation seit ihrer Gründung vor rund 20 Jahren geführt hat.

Zur neuen 2. Vorsitzenden wurde Anja Dittmer gewählt, die ihr bisheriges Amt als Schriftführerin an Andreas de Roover abgab. Zur neuen Kassenwartin wurde Sarah Schnabel gewählt.

Die erste Veranstaltung unter der Verantwortung des neuen Vorstandes wird das Kinderfest im „Garten der Generationen“ am Montag, 8. Juli, an der Nee Straat sein. Das Fest, an dem zahlreiche Hooksieler Vereine mitwirken, beginnt um 14.30 Uhr. Eingeladen sind dazu alle Kinder aus dem Ort. 

De Hooksieler betreuen seit Anbeginn den Garten der Generationen, pflegen die Grünanlage und richten dort Veranstaltungen aus. Eine weitere inzwischen schon traditionelle Veranstaltung des Vereins ist das so genannte Herbstleuchten geworden.

OOWV warnt vor Betrügern

Hooksiel (25. 6. 2024) – Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband warnt vor  Betrügern, die sich möglicherweise -Mitarbeiter Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen. Der Wasserverband wechselt auch in diesem Jahr aufgrund bestehender Eichvorschriften routinemäßig zahlreiche Wasserzähler, um die korrekte Funktion der Zähler zu gewährleisten.

Betroffene Bürger sollten sich auf jeden Fall die mit Fotos versehenen Ausweise der dafür vom OOWV eingesetzten Mitarbeiter zeigen lassen, um gegebenenfalls Betrügern den Zutritt zu ihrer Wohnung verwehren zu können. Laut Anweisung sollen die Mitarbeiter ihre Ausweise unaufgefordert vorzeigen.

Bei Fragen oder Unsicherheiten können sich Kundinnen und Kunden gerne an den Kundenservice des OOWV (0800 1801201) oder an die regionale Betriebsstelle des OOWV (www.oowv.de/der-oowv/gebiet-und-standorte/betriebsstellen) wenden.

Angst vor Bürokratie: Wolfsrisse werden häufig gar nicht mehr gemeldet

Wangerland (24. 6. 2024) – Die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) bekräftig die Forderung nach einem „effektiven Wolfsmangement“ in der Küstenregion. Gerade Deichschafe seien durch vermehrte Wolfsrisse immer stärker gefährdet. 

Die Abgeordnete hatte zusammen mit der Deichschäferei Remmers am Elisabethgroden zu einem Dringlichkeitsgespräch zum Thema geladen. Neben Vertretern der Deichschäfer, der Jägerschaft, des Landvolks,des Deichverbandes und der CDU Wangerland war auch der niedersächsische CDU-Fraktions- und Landesvorsitzende, Sebastian Lechner, erschienen.

Katharina Jensen in Deichschäferei
Beim Gespräch am Deich: die CDU-Landespolitiker Katharina Jensen und Sebastian Lechner informierten sich bei Deichschäfern, Jägern und Landvolk-Vertretern über den Umgang mit dem Wolf. Foto: CDU

Im nördlichen Wangerland, aber auch in anderen Teilen Frieslands nähmen die Vorkommnisse weiter zu, hieß es in der Runde. Die Deichpflege durch Schafe sei alternativlos. Aber die Zahl der Schafsrisse steige. Die Betroffenen würden die meisten Vorfälle aber gar nicht mehr angezeigt, da dann ein Wust an Bürokratie auf sie zukomme. Von Kontrollen durch das Veterinäramt, um den Herdenschutz zu überprüfen, bis hin zu Besuchen von „Wolfsfreunden“. 

„Ohne Meldungen an das Wolfsmonitoring, gibt es faktisch kein Wolfsproblem“, mahnten die Vertreter der Jägerschaft und des Landvolks. Ein Schutz der Schafe sei aber nur scher darstellbar, da eine wirkungsvolle Einzäunung der Deiche nicht sinnvoll sei. Wildtiere wie Hase, Reh, Igel und Kröte würden in den Zäunen verfangen und verenden. Hinzu komme der hohe Personal- und Kostenaufwand, der nicht leistbar ist.

Die EU-Kommission habe den Weg freigemacht, den Schutzstatus des Wolfes nach der „Berner Konvention“ abzusenken, so Katharina Jensen. „Der Ball liegt nun in Berlin.“ Die jüngste Umweltminister-Konferenz hatte die Bundesregierung aufgefordert, das Schutzniveau des Wolfes herabzusenken. Bundesumweltministerin Steffi Lemke habe diesen Weg als zu langwierig eingestuft und eine Richtlinie herausgegeben, die den Schnellabschuss erleichtern sollte. „Es hat sich allerdings herausgestellt, dass diese Richtlinie nicht rechtssicher ist“, so Katharina Jensen. Da müsse die Umweltministerin nachbessern.

Die Jägerschaften entlang der Küste haben zu dem Thema die Auricher Erklärung abgegeben, in denen sie wolfsfreie Zonen im Bereich der Küste fordern. „Dieser Forderung nach wolfsfreien Zonen schließen wir uns als Landtagsfraktion uneingeschränkt an. Wir müssen endlich praktikabel und effektiv handeln können, um unsere Tiere und die Deiche zu schützen“, so Jensen abschließend.

Unfallflucht am Gästehaus

Hooksiel (24. 6. 2024) – Die Polizei sucht Zeugen für einen Unfall am Donnerstag, 20. Juni, in Hooksiel. In der Zeit von 11.30 bis 15.45 Uhr wurde am Hohe Weg 1 (Höhe Gästehaus) ein ordnungsgemäß in einer Parkbucht abgestellter blauer Seat Cupra Leon beschädigt. 

Der oder die Verursacher kümmerten sich nicht um den Schaden und verließen die Unfallstelle. Gegen sie wird wegen Unfallflucht ermittelt. Der Seat weist im Heckbereich der Beifahrerseite Lackkratzer und Dellen auf. Zeugen, die Hinweise gegen können, werden gebeten, sich unter Telefon 04461/7449-0 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen.

Problemlöser aus Hooksiel zeigen ihrem Roboter den Weg zum Finale

Hooksieler auf Roboter-Olympiase
Hoch konzentriert bei der Arbeit: Lorenz Kramer (Mitte) und Mateo Doyen (rechts) bauen im Deutschland-Finale in Passau ihren Roboter zusammen. Links ihr Teamkollege Connor Kuhnke. Foto: privat

Hooksiel (23. 6. 2024) – An einer Medaille sind die Hooksieler Mateo Doyen und Lorenz Kramer knapp vorbeigeschrabbt. Aber dennoch hat die Teilnahme an der WRO, der Welt-Roboter-Olympiade riesigen Spaß gemacht. „Wenn es klappt, sind wir im nächsten Jahr wieder dabei“, sagt Lorenz Kramer. „Und dann qualifizieren wir uns fürs Weltfinale.“Die WRO ist ein internationaler Roboter-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren. Mateo und Lorenz, beide Schüler am Mariengymnasium in Jever, hatten sich in der Junioren-Altersklasse beim Regionalwettbewerb für das Deutschland-Finale in Passau qualifiziert. In der Dreiländerhalle stellten sich 136 Teams, darunter 44-Junioren-Mannschaften, an zwei Tagen der Herausforderung. Sie musten einen Roboter bauen und so programmieren, dass er bestimmte, vorgegebenen Aufgaben erledigt.

„Am ersten Tag hat uns unser Roboter verlassen“, bedauerten Lorenz und Mateo rückblicken im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Warum der Roboter nicht das gemacht hat, was er zuvor immer zuverlässig erlegt hatte, wird wohl ein Geheimnis bleiben. „Vielleicht ist beim Transport ein Elemente beschädigt worden“, vermutet Lorenz. Wie dem auch sei. Am zweiten Finaltag funktioniere alles wieder perfekt. Der 25 mal 25 Zentimeter große, aus Lego-Elementen und Kabeln zusammengebaute Roboter mit Rädern, Greifarmen und Sensoren etwa für Abstand- und Druckerkennung transportierte auf der Spielfeld-Landschaft das, was er sollte, an den gewünschten Platz. Der Lohn für die beiden 14-jährigen Tüftler: eine hohe Punktzahl von der Jury. 

„Hätten wir am ersten Tag eine ähnlich hohe Punktzahl eingefahren, wären wir unter die Top 5 gekommen und hätten damit die Fahrkarte zur WM in der Türkei oder nach Italien zur EM gebucht“, ärgern sich die beiden Schüler. Ihr Trost: Im kommenden Jahr ist ein Spitzenplatz noch attraktiver. Da findet das Weltfinale in Singapur statt.

Nach Passau begleitet haben die beiden Jugendlichen, zu deren Team zudem Connor Kuhnke zählte,  ihre Eltern Marina Doyen und Marius Kramer sowie der Betreuerin der Roboter-Arbeitsgruppe am Mariengymnasium Nina Holtewert. In die Arbeitsgruppe werden Schülerinnen und Schüler eingeladen, die neben guten Noten in Mathematik und Physik Spaß an Technik und Informatik haben. Am Anfang des Jahres wird die Saisonaufgabe für die WRO gestellt, auf die die jungen Leute sich dann vorbereiten können. 

„Es geht immer um Problemlösungen“, sagt Lorenz Kramer. Zu den Meisterschaften müssen die Roboter dann komplett auseinander genommen und vor Ort in einer vorgegebenen Zeit neu installiert werden, um mit ihnen verschiedene Aufgaben meistern zu können. Wenn der Roboter dann nich so richtig will, hat man ein Problem – das wollen Mateo und Lorenz für 2025 aber auf jeden Fall lösen.