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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Flurbereinigung: Drohne erstellt Luftbilder für die Bewertung von Flächen

Wangerland/Hooksiel (1. 4. 2024) – Ein Kerngedanke von Flurbereiniungsverfahren ist es, Flächen besser zu erschließen und sie gegebenenfalls neu zuzuordnen. So auch beim noch laufenden Verfahren Oldorf-St. Joost. Wie das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems jetzt mitteilt, wird das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen bis zum 12. April Luftbildaufnahmen von dem Gebiet machen – und zwar mit Hilfe von Drohnen.

Dank der Luftaufnahmen könnten Geodaten zu Wegen, Gewässern und Grundstücksgrenzen schneller und umweltschonender erfasst werden als durch Vermessungen am Boden. „Die Drohne ergänzt, ersetzt aber nicht vollständig, die klassischen Methoden zur Landvermessung in Flurbereinigungsverfahren, zu denen beispielsweise örtliche Vermessungen mittels GNSS- Empfängern oder Tachymetern zählen“, stellt die Behörde in einer Mitteilung fest. 

Einige Geländebereiche könnten aufgrund von Bebauung oder Vegetation nicht präzise aus der Luft abgegrenzt werden. Diese Flächen müssten dann ergänzend mit herkömmlichen Methoden vermessen werden. „Im Allgemeinen sind die Bedingungen zur Luftbilderfassung im Frühjahr aber optimal, da die Bäume noch keine oder nur wenig Blätter tragen. Je mehr Laub vorhanden ist, desto schwieriger wird es, Daten aus der Luft zu erfassen.“ 

Die Drohne wird ihre Aufnahmen aus einer Höhe von 100 bis 120 Metern machen. Eigentlich fliege sie dank Satellitentechnik automatisiert. Dennoch müssten Fernpiloten des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung das Fluggerät ständig beobachten, um im Bedarfsfall per Fernbedienung reagieren zu können – beispielsweise, wenn plötzlich ein Rettungshubschrauber am Himmel erscheint. 

Ein Computer berechne aus den Luftbildern später ein 3D-Modell der Erdoberfläche, um daraus ein flächendeckendes Abbild der Landschaft, im Fachjargon „Orthophoto“ genannt, zu erstellen. Diese Bilder seien sehr detailliert, was für die Vermessung des rund 3400 Hektar großen Flurbereinigungs-Gebietes und die Wertermittlung der Flurstücke im Verfahrensgebiet auch unerlässlich sei. 

„Beim Drohnen-Einsatz werden die Vorgaben des Datenschutzes hinsichtlich personenbezogener oder personenbeziehbarer Informationen eingehalten“, versichert das Landesamt. Dank der Drohne brauchen die Landvermesser nur noch wenige Grundstücke zur Vermessung betreten. Allerdings sei deren Flugzeit durch die Akkukapazität begrenzt. Insofern seien einige Zwischenlandungen mit Akku-Wechseln erforderlich. 

Lesung zugunsten von Seenotrettern

Wangerland/Jever (27. 3. 2024) – Der Schriftsteller und Hörfunkautor Mathijs Deen aus Amsterdam hat Romane, Kolumnen und einen großen Band Kurzgeschichten veröffentlicht. Im Lok-Kulturzentrum in Jever liest der Autor jetzt auf Einladung Rotary-Club Jever-Jeverland aus seinem gerade erst veröffentlichten dritten Band „Der Retter“. In dem spannenden Werk spielt der in Hooksiel stationierte Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ eine wichtige Rolle.

Zum Inhalt: In einem komplizierten Einsatz der Seenotretter konnten bei einem lange zurückliegenden Schiffsunglück nördlich der holländischen Düneninsel Rottumerplate alle Besatzungsmitglieder gerettet werden – bis auf den Kapitän. Der deutsch-niederländische Kommissar Liewe Cupido muss nun herausfinden, ob die Leiche, die in Northumberland gefunden wurde, der verschollene Kapitän ist. In dem im mare-Verlag erschienenen Buch sind großartige Dialoge, trockener Witz und atmosphärische Erzählkunst garantiert. 

Der Erlös der Lesung spenden die Veranstaltern an die Seenotrettern der DGzRS-Ortsgruppe Horumersiel. Die Lesung von Mathijs Deen findet am Sonnabend, 13. April. Ab 20 Uhr im LOK- Kulturzentrum Jever, Moorweg 2, statt. Der Eintritt kostet 15 Euro. Karten gibt des online unter www.lok-jever.de, im „Leuchtfeuer“ in Horumersiel und an der Abendkasse. 

Theater am Hooksmeer startet mit Hommage an Marlene Dietrich

Hooksiel/Wilhelmshaven (2. 4. 2024) – Pünktlich zur Hauptsaison startet im Juni im Wangerland eine neues kulturelles Format: die Bühnenreihe „Watt mit Kultur“. Grundlage dafür ist eine Kooperation zwischen der Landesbühne Niedersachsen Nord mit Sitz in Wilhelmshaven und der Wangerland Touristik GmbH (WTG). 

„Die Idee ist aus dem Wunsch nach einem zusätzlichen Theater- und Kleinkunstprogramm in hochdeutscher Sprache entstanden. Hervorragende Schauspielvorführungen in plattdeutscher Sprache, die sich großer Beliebtheit erfreuen, sind bereits zahlreich auf den Wangerländer Bühnen zu sehen“, so WTG-Geschäftsführer Armin Kanning

Auch wenn es zur Premiere am Samstag, 15. Juni, mit einer Hommage an Marlene Dietrichs Küchenkünste und dem Programm „Ick will wat Feinet“ eher berlinerisch wird, sind sich Kanning und Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne Nord, einig, ein breit gefächertes Publikum anzusprechen. Zum Auftakt von ‚Watt mit Kultur‘ haben sich die Macher als Spielort für das Lokal „Die Muschel“ in Hooksiel entschieden.

Zavrakis in Hooksiel

„Die besondere Architektur mit direktem Blick auf das Hooksmeer sowie die intime Atmosphäre machen die Veranstaltung zu einem exklusiven Erlebnis und das Publikum wird ganz nah dran sein“, freut sich Strieb.  Die Zuschauer erwartet ein vielseitiges Programm, mit einer rasanten Kurzfassung von Shakespeares „Wie es euch gefällt“ (mit Jeffrey von Laun), einem an seinen Gästen verzweifelnden Gastwirt in „Ouzo for one“ (mit Vasilios Zavrakis/Foto) und einem kulinarischen Chanson-Abend rund um Marlene Dietrich in „Ick will wat Feinet“ (mit Sibylle Hellmann und Thomas Denker). 

Die geplanten Termine: Samstag, 15. Juni, „Ick will wat Feinet“; Freitag, 21.Juni, „Ouzo for one“ und Freitag, 28. Juni, „Wie es euch gefällt“. Einlass zu allen Vorstellungen ist um18.30 Uhr. Beginn aller Vorstellungen in der „Muschel“ am Yachthafen Hooksiel um 19 Uhr. Weitere Infos und Tickets unter wangerland.de und in den Tourist-Informationen Hooksiel und Horumersiel. 

Nach 49 Jahre: Sporthalle der OS Hohenkirchen wird grundsaniert

Sporthalle Hohenkirchen
Stellten das Projekt „Sanierung der Sporthalle Hohenkirchen“ vor: (v. l.) Landrat Sven Ambrosy, Ünal Alpaslan (Kreisverwaltung), Schulleiter Heyo Kemper und Hausmeister Sven Meyer. Foto: hol

Wangerland (2. 4. 2024) – 49 Jahren gehen selbst an den solidesten Gebäuden nicht spurlos vorüber. Entsprechend sanierungsbedürftig ist die Sporthalle der Oberschule Hohenkirchen. Glück für den Landkreis Friesland: Der Bund beteiligt sich mit 2,34 Millionen Euro an den auf 5,2 Millionen Euro geschätzten Kosten.

Heute stellten Landrat Sven Ambrosy und Ünal Alpaslan, stellvertretender Fachbereichsleiter Planung, Bauordnung und Gebäudemanagement in der Kreisverwaltung, zusammen mit Schulleiter Heyo Kemper und Hausmeister Sven Meyer das Projekt vor.Vor wenigen Tagen war der offizielle Bewilligungsbescheid aus Berlin in Jever eingetroffen. Eigentlich hätte die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller das Papier persönlich überbringen wollen. Die Varelerin, Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, musste dann aber kurzfristig ihre Teilnahme an der Ortsbesichtigung absagen.

Ambrosy zeigte sich erfreut darüber, dass sein Landkreis zu den ganz wenigen in Deutschland gehört, die aus dem Fördertopf des Bundes mit Zuschüssen für gleich zwei Projekte bedacht wurden. Neben der Sporthalle in Hohenkirchen soll im nächsten Jahr auch die Halle in Bockhorn grundsaniert werden. Hier werden von erwarteten 6,8 Millionen Euro Investitionskosten gut drei Millionen vom Bund abgedeckt. 

Der Landrat kündigte an, dass das im Kreishaushalt durch die Bundeszuschüsse eingesparte Geld an anderen Stellen zur Beschleunigung der Umsetzung des Masterplans Schulen und Sportstätten beitragen soll. „Wenn die private Nachfrage im Bausektor sinkt, dann sollten die Kommunen investieren“, sagte Ambrosy. „Unsere Wirtschaft wird das freuen.“

Der Landkreis ist als Schulträger der weiterführenden Schulen verantwortlich für die Schulgebäude und deren technische Ausstattung. An der Sporthalle der OS Hohenkirchen sei, so räumt Alpaslan ein, seit 1975 nicht viel passiert. Insofern werde das Hallengebäude komplett entkernt und von Grund auf neu aufgebaut. Die Halle soll energetisch vom Schulgebäude getrennt, sämtliche technischen Anlagen von der Heizung über die Beleuchtung bis zur Lüftung erneuert und die Außenhaut gedämmt werden. Geprüft werde noch, ob die Statik es zulasse, auf dem Dach Sonnenkollektoren aufzustellen und das Gebäude mit Hilfe einer Wärmepumpe zu beheizen. Auch im Inneren der Halle stehe viel Arbeit an. Der Boden wird erneuert, die sanitären Anlagen und die Umkleideräume grundsaniert und die komplette Halle barrierefrei umgebaut. 

Handlungsbedarf, so Alpaslan, gebe es auch bei den Rolltoren zu den Geräteräumem und bei der mobilen Zuschauertribüne. Viele Arbeiten seien schon deshalb erforderlich, um den aktuellen Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen zu genügen. Aber da das Wärmegesetz des Bundes für kommunale Gebäude ab 2032 Klimaneutralität fordert, sei es ohnehin sinnvoll, alle erforderlichen energetischen Sanierungen schon jetzt anzupacken, so Ambrosy.

Derzeit laufe die Ausschreibung für die Detailplanung der Projekte. Der Beginn der Bauarbeiten in Hohenkirchen sei für März 2025, in Bockhorn für den Sommer 2025 geplant. Schulleiter Kemper zeigte sich nach ersten Gesprächen in der Sportlehrer-Konfernz zuversichtlich, dass die Schule für ihre rund 250 Schülerinnen und Schüler auch während der etwa einjährigen Bauphase ein ordentliches Sportangebote machen könne.

Ambrosy kündigte für die nächste Woche ein Gespräch mit der Gemeinde Wangerland und dem Kreissportbund an. Dabei soll besprochen werden, wie eine Übergangslösung während der Bauzeit der Sporthalle aussehen kann. Die Sporthalle wird neben der OS auch von der Grundschule, den örtlichen Sportvereinen und dem Niedersächsischen Fußballverband genutzt. 

Falsche Ortsschilder im Wangerland

Falsches Ortsschild für Hooksiel
Unbekannte haben über Ostern Ortseingangsschilder im Wangerland umgehängt. Hier beginnt Hooksiel – nicht Waddewarden. Foto: hol

Wangerland (1. 4. 2024) – Unbekannte haben über Ostern eine ganze Reihe von Ortseingangs- und -ausgangsschildern im Wangerland umgehängt. Den Ortseingang von Hooksiel an der Landesstraße 810 etwa ziert das Schild „Waddewarden“, von Wiarden bis Horumersiel sind es angeblich nur noch ein Kilometer und wo Ortskundige Friederikensiel vermuten, weisen Schilder den Ort „Altgarmssiel“ aus.

Zu vermuten ist, dass die Aktion mit den Bauernprotesten der vergangenen Monaten in Zusammenhang steht. Mit der Agrarpolitik unzufriedene Landwirte hatten bereits in den vergangenen Wochen Ortsschilder umgedreht und mit Gummistiefeln verziert. Leidtragende der Schilder-Aktion über Ostern dürften vornehmlich ortsunkundige Urlauber gewesen sei, die – falls sie ohne Navigationsgerät unterwegs waren – hier und dort in die Irre geführt wurden. 

Das Abhängen von Verkehrsschildern ist verboten. Entsprechende Aktionen können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Das Strafmaß hängt unter anderem davon ab, ob das Abmontieren eines Schildes als „gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“ gewertet wird. Geschädigt ist in jedem Fall das Straßenverkehrsamt Aurich. Die Behörde muss die Ortsschilder wieder an die richtigen Stellen hängen. 

April, April! Altes Feuerwehrgerätehaus wird Zentrale für den Bauhof

Feuerwehrgerätehaus Hooksiel
Die Stellprobe hat geklappt: Die Fahrzeuge des Bauhofs der Gemeinde Wangerland passen in das bisherige Feuerwehrgerätehaus am Alten Hafen von Hooksiel. Foto: Feuerwehr

Hooksiel (1. 4. 2024) – Das Rätsel um die Zukunft des bisherigen Feuerwehrgerätehauses Hooksiel ist gelöst. Nach Informationen von „Hooksiel-life“ will die Gemeinde Wangerland mit einem neuen Konzept zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Erstens: Das Areal am Alten Hafen wird nach dem Umzug der Feuerwehr nicht dem Verfall preisgegeben. Und zweitens: Die Gemeinde spart eine sechsstellige Summe für den Ausbau und die Sanierung des Bauhof-Gebäudes in Hohenkirchen.

„Das ist der Wangerländer Weg“, sagte Bürgermeister Mario Szlezak. „Erst dauert es etwas länger, aber dann finden wir doch überraschende Lösungen.“ Die Hooksieler Feuerwehr zieht bekanntlich in den nächsten Tagen in ihr neues Domizil am Hohe Weg um. In den zurück liegenden anderthalb Jahren war es der Gemeinde nicht gelungen, eine Ausschreibung für den Verkauf der Fläche mitten im Ort auf den Weg zu bringen. Offizielle Begründung: Personalmangel im Bauamt. 

Die aktuelle Entwicklung lässt aber vermuten, dass man im Rathaus schon länger den Plan vom Umzug des Bauhofes ins Auge gefasst hat. Dafür spricht, dass schon vor einigen Tagen eine Stellprobe für die Fahrzeuge des Bauhofs stattgefunden hat. Die Einschätzung von Ortsbrandmeister Jörg Nöchel und Bauhofleiter Renke Oltmanns: „Das passt hervorragend!“ Jetzt jedenfalls soll alles ganz schnell gehen. Die postalische Anschrift des Bauhofs der Gemeinde Wangerland ist schon seit diesem 1. April Langestraße 8 in Hooksiel. 

Bei den intensiven Planungsgesprächen haben Feuerwehr und Bauhof zudem weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet. So könnten zum Beispiel Löschfahrzeuge der Wehr dann zum Einsatz kommen, wenn der Bauhof schwer erreichbare Schilder oder Fassaden zu reinigen hat. Nöchel: „Dafür sind unsere D-Rohre bestens geeignet.“ Im Gegenzug könnten Bauhof-Mitarbeiter mit ihren Leitern und Sägen etwa die Rettung von Katzen von Bäumen übernehmen. 

Der Bürgermeister jedenfalls ist zufrieden. „Es wächst zusammen, was zusammen gehört.“ Insgeheim hofft Mario Szlezak wohl auch, dass der „Wangerländer Weg“ eine Lösung für weitere Probleme der Gemeinde weisen könnte – etwa die Nutzung der Rundinsel im Wangermeer in Hohenkirchen. Zumindest soll es erste Gespräche mit Investoren gegeben haben, die auf dem Eiland eine „Sonnenfarm“ planen – nicht als touristische Destination zwar, aber – immerhin –, als Solarpark für die Energiegewinnung für die Wasserstoff-Produktion in Hohenkirchen … aber das ist ein anderes Thema, viellecht für den 1. April im nächsten Jahr. 

Anmerkung: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen April-Scherz …

Motorradhasen erobern Hooksiel

Osterfeuer 2024
Brauchtum in Friesland: Allein im Wangerland brannten am Sonnabend gut 100 Osterfeuer. Foto: hol

Hooksiel (31. 3. 2024) – Wenn noch irgendjemand Zweifel gehabt haben sollte, dürften die sich ab heute erledig haben: Es gibt sie, die Osterhasen. Groß sind sie und laut. Sie verteilen kleine Geschenke an Kinder, sammeln Geld für gute Zwecke – und sie fahren mit Motorrädern. 

Zu erleben war die lustige Horde heute in der Langestraße und am Alten Hafen beim Ostermarkt in Hooksiel. Bereits am Sonnabend waren die Motorradhasen mit ihrem Anführer Sascha Scheller im Ort gesichtet worden. Und wer Glück hatte, konnte mit einem der Hasen sogar ein Foto machen.

Osterhasen in Hooskeil
Glück hatte die kleine Ella. Sie durfte sich auf das Motorrad eines Osterhasen setzten. Foto: hol

Viele Menschen spazierten am Strand. Andere besuchten das Grusele oder das Muschelmuseum im Ort. Zu dem bunten Treiben passte das schöne Wetter am heutigen Sonntag. Ob es wirklich die zahlreichen Osterfeuer am Vorabend waren, die den Winter endgültig vertrieben haben? Die einen sagen so, die anderen so. Jedenfalls war auch die Stimmung an den über 100 Traditionsfeuern im Wangerland dem Vernehmen nach durchweg gut. 

Hoch zufrieden zeigten sich heute zumindest die Veranstalter des großen Osterfeuerfestes auf der Hofstelle Warfen am Ortsrand von Hooksiel. „In der Summe dürfen rund 2000 Besucher da gewesen sein“, schätzt Mitorganisator Bert Albrecht, der seinen Blick bereits auf Ostern 2025 richtet. „Dann veranstalten wir das 50. Osterfeuer. Da lassen wir uns etwas ganz Besonderes einfallen.“ 

Training für junge Autofahrer

Hooksiel/Friesland (31. 3. 2024) – Gemeinsam mit Partnern bietet der Landkreis Friesland das Verkehrssicherheitsprogramm „Junge Autofahrer und Autofahrerinnen“ für Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren an. Ziel ist es, junge Fahrerinnen und Fahrer in ihren Fähigkeiten zu stärken, ihnen Wissenswertes über Sicherheit im Straßenverkehr zu vermitteln und die Möglichkeit zu bieten, in sicherem Rahmen Erfahrungen mit schwierigen Verkehrssituationen zu sammeln.

In Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, der Verkehrswacht Jever, dem Bundeswehr Fliegerhorst Upjever, dem Fahrlehrerverband sowie dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Jeverland e.V. wird ein Programm geboten, das dazu beitragen soll, die Verkehrssicherheit zu verbessern. Neben theoretischen Inhalten zu Themen, wie „Wirkung von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“, „Wirkung von ABS und ESP“ sowie „Auswirkungen von Stress und Ablenkung auf das Reaktionsvermögen“ wird den Teilnehmern auch praktisches Wissen vermittelt. So können im Fahrsicherheitstraining mit dem eigenen Fahrzeug unter anderem verschiedene Bremsmethoden getestet und beim Kurvenfahren in der Kreisbahn die „Fliehkräfte“ erfahren werden. Außerdem werden die Gegenmaßnahmen bei Über- und Untersteuern des Fahrzeugs (EPS) erprobt.

Die Fahrsicherheitstrainings finden an folgenden Tagen jeweils samstags von 12.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem Gelände des Fliegerhorstes Upjever in Schortens statt: 6.April, 25. Mai, 17. August und 7. September. Anmeldungen sind online möglich unter www.friesland.de/fahrsicherheitstraining. Das Training kostet 15 Euro. Bei Teilnahme benötigen die jungen Fahrerinnen und Fahrer eine Fahrerfahrung von mindestens sechs Monaten und müssen ein verkehrssicheres Fahrzeug mitbringen. Weitere Informationen unter www.friesland.de/fahrsicherheitstraining.

Fleißige Eier-Sucher werden belohnt

Oster-Aktion in Hooksiel
Henri, Jonte und Lias sind im Garten des Walter-Spitta-Hauses fündig geworden. Die Ostereier dürfen sie gegen eine kleine Überraschung eintauschen. Foto: hol

Hooksiel (30. 3. 2024) – Die Ostereier-Jagd in Hooksiel hat begonnen. Seit 10 Uhr sind im Ort Scharen von Kindern unterwegs, die versuchen, drei der 600 versteckten Holz-Ostereier zu ergattern. Wem das gelingt, der darf sich auf eine kleine Oster-Überraschung freuen.

Organisatoren der Aktion sind Auszubildende der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“. Sie werden unterstützt von Vereinen und Gewerbetreibenden. Das Konzept: Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre können noch bis (Samstag) 18 Uhr an sechs Plätzen (Deich am Alten Hafen, Garten der Generationen, Außengelände des Gästehauses, „Muschel“ im Freizeitgelände, Walter-Spitta-Haus, Skaterplatz am Sportplatz) die Eier suchen und sich dann dafür eine Belohnung im Kiosk Dekena oder an der „Muschel“ abholen. 

„Wir finden, das ist eine Super-Idee“, sagten Imke Diefenfach-Janßen und Renke Janßen aus Hohenkirchen gegenüber „Hooksiel-Life“. Das Paar war schon ganz früh mit seinen Kindern auf Eiersuche. „Wir kommen hier sowieso nach Hooksiel zum Einkaufen und unsere Kinder haben ihren Spaß.“ Gegen eine Überraschung eingelöste Eier werden übrigens von den Organisatoren immer wieder neu versteckt, so das auch verspätete Sammler noch gute Chancen haben.

Ostermarkt in Hooksiel
Ein Klassiker auf dem Ostermarkt in Hooksiel: Dosenwerfen. Foto: hol

Unterdessen lockt noch bis Ostermontag täglich ab 11 Uhr am Alten Hafen der Ostermarkt. Zum Angebot dort gehören Kinderkarussell, Dosenwerfen, Fischbrötchen, Pommes, Kaltgetränke – kurzum: Alles was das Herz begehrt. 

„Nordsee-Park“ eröffnet: Angebot soll Urlaubssaison in Hooksiel verlängern

Eröffnung Nordsee-Park Hooksiel
Der „Nordsee-Park-Hooksiel“ ist eröffnet. Das Bild zeigt Geschäftsführer Dr. Hans-Ulrich Müller (Mitte) mit von links) Platz-Manager Georg Heißenbüttel, Ratsherr Holger Ulfers, die zweite Geschäftsführerin Deike Müller sowie den Ratsherrn Dieter Schäfermeier. Foto: hol

Hooksiel (29. 3. 2024) – Der Anfang ist gemacht. Der „Nordsee-Park-Hooksiel“ (NPH) ist eröffnet. Die ersten Wohnmobilisten haben in der Nacht zum Karfreitag auf dem neuen Stellplatz an der Bäderstraße übernachtet.

Zur Eröffnungsfeier am Abend zuvor begrüßte Geschäftsführer Dr. Hans-Ulrich Müller an die 70 Gäste – Mitarbeiter, Freunde, Nachbarn, Geschäftspartner sowie aus dem Gemeinderat die Hooksieler Ratsherren Holger Ulfers (SPD) und Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland). 

Ulfers überbrachte im Namen des verhinderten Bürgermeisters Mario Szlezak die Grüße von Rat und Verwaltung. Er sei froh, so Ulfers, dass das Areal der ehemals rein landwirtschaftlich genutzten Hofstelle Gerrietshausen nach ihrem Verkauf weiter im Sinne von Hooksiel genutzt werden. Die Entwicklung des „Nordsee-Park-Hooksiel“ entspreche den Überlegungen, die man sich auch in der Kommune für den Ort gemacht habe.

Die Betreiber des NHP verstehen ihr Angebot nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zum nahe gelegenen Campingplatz der gemeindeigenen Wangerland Touristik GmbH, der von April bis Oktober geöffnet ist. Wie berichtet soll der Ganzjahres-Stellplatz künftig nicht nur Wohnmobilisten Platz bieten. In diesem Herbst, so die Planung, werden Tiny-Häuser als Urlaubsquartiere aufgestellt. In zwei bis drei Jahren sollen dann mobile Wochenend-Häuschen das Ensemble ergänzen.

Derzeit kann der Platz auch Aufgrund der langen Lieferzeiten von Transformatoren nur von autarken Wohnmobilisten genutzt werden. Wasser- und Stromanschlüsse gibt es noch nicht. Dennoch sei die Vor-Eröffnung sinnvoll, so Müller, um die Abläufe auf dem Platz trainieren und optimieren zu können. Wie der NPH-Geschäftsführer sagte, liege der Eröffnungspreis für einen Tag auf dem Stellplatz deshalb vorerst bei nur 5 Euro.

Müller stellte im Rahmen der Eröffnungsfeier seine Tochter Deike Müller als zweite Geschäftsführerin der NPH GmbH vor. Damit sei die zukünftige Entwicklung des Projektes personell abgesichert. Das Park-Management vor Ort liege in den Händen von Georg Heißenbüttel.