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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Wangerland und Wangerooge führen Gespräche über Samtgemeinde

Hooksiel/Wangerland (6. 1. 2023) – Die Räte der Gemeinde Wangerland und der Inselgemeinde Wangerooge werden sich im Januar zu einer gemeinsamen Sitzung treffen. Das bestätigte Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak gegenüber „Hooksiel-life“. Das Treffen soll dazu dienen, sich persönlich kennenzulernen – als Grundlage für weitere Gespräche über eine denkbare engere Zusammenarbeit beider Kommunen in der Zukunft.

Inselgemeinde steckt in schwieriger Lage

Der Wangerooger Rat hatte sich im September mehrheitlich dafür ausgesprochen, Gespräche mit einer Festlandgemeinde aufzunehmen. Das mögliche Ziel: Die Bildung einer so genannten Samtgemeinde. Nach der Abwahl von Bürgermeister Marcel Fangohr sieht eine Ratsmehrheit auf der Insel in einer wie auch immer gearteten Fusion oder Kooperation mit einer friesländischen Kommune einen möglichen Weg, die Schwierigkeiten der Gemeinde zu meistern.

Aktuell hat Wangerooge keinen Bürgermeister. Mit Blick auf die Überlegungen zur Bildung einer Samtgemeinde kann die Neuwahl nach der niedersächsischen Kommunalverfassung bis zu zwei Jahre ausgesetzt werden. Das letzte Wort über eine Samtgemeinde oder auch die Bildung einer neuen Einheitsgemeinde sollen aber auf jeden Fall die Wangerooger Bürger in Form eines Bürgerentscheids haben.

Ehemaliger Bürgermeister als Berater

Potenzieller Partner für Wangerooge wäre mit Blick auf die geografische Lage und die gemeinsame Zugehörigkeit zum Landkreis Friesland die Gemeinde Wangerland. „Wir stehen aber erst ganz am Anfang unserer Überlegungen“, sagte Szlezak. In eine ersten Schritt habe sich der Rat in einer interfraktionellen Sitzung über Organisationsform Samtgemeinde informiert. Dazu hatte man sich mit Harald Hinrichs, ehemals Bürgermeister im Wangerland, den heutigen Bürgermeister der Samtgemeinde Esens eingeladen.

Die Gemeinde Wangerooge steckt in einer schwierigen Lage. Aktuell fehlt es nicht nur an einem Hauptverwaltungsbeamten. Weitere Stellen in der Gemeindeverwaltung sind unbesetzt. Zudem gilt der Haushalt der Gemeinde als marode. Dennoch möchten weite Teile von Politik und Bürgerschaft eine möglichst große Selbstständigkeit für die Inselgemeinde erhalten. 

Freiwillig geschaffener Kommunalverband

Samtgemeinden sind laut Kommunalverfassung freiwillig geschaffene Kommunalverbände. Die Gemeinden sind ihre Mitglieder. Die Samtgemeinde hat klar umrissene Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Aufstellung von Flächennutzungsplänen, die Trägerschaft der Schulen und die Aufgaben der Kommunen nach dem Brandschutzgesetz. Ziel der Gründung von Samtgemeinden ist es, die Verwaltungskraft der Mitglieder zu stärken. Für die Samtgemeinde würde ein neuer Rat gewählt. Die Räte der Mitgliedsgemeinde blieben aber mit einem eigenen Aufgabenkatalog bestehen – unter gehört dazu die Haushaltsführung.

Idealerweise schließen sich in einer Samtgemeinde Gemeinde mit ähnlicher Struktur und gleicher Aufgabenstellung zusammen. Inwieweit das bei einer Inselgemeinde und einer Festlandgemeinde der Fall sein kann, die allerdings beide stark auf den Tourismus ausgerichtet sind, dürfte Gegenstand der anstehenden Gespräche sein. 

Entscheidung über Schulausfälle soll spätestens bis 6 Uhr erfolgen

Friesland/Hooksiel (6. 12. 2023) – Der Landkreis Friesland will in Gesprächen mit dem Busunternehmen Weser-Ems-Bus erreichen, dass künftig Störungen im Schulbusverkehr früher übermittelt werden. Das Unternehmen hatte heute erst gegen kurz nach 7 Uhr mitgeteilt, dass es aufgrund der Witterungslage keinen sicheren Schülertransport garantieren könne. „Eine solche Information sollte aber spätestens bis 6 Uhr erfolgen“, räumt die Kreisverwaltung auf Nachfrage gegenüber „Hooksiel-life“ ein.

Der Landkreis hatte die Information vom Schulausfall im nördlichen Kreisgebiet wenige Minuten später, gegen 7.15 Uhr, weitergegeben und veröffentlicht. Für einen Teil der Schüler kam die Information zu spät. Sie befanden sich schon auf dem Schulweg.

Inzwischen hat sich auch die Weser-Ems-Bus GmbH für die Unannehmlichkeiten entschuldigt, die dadurch entstanden seien, dass die Busausfälle nicht rechtzeitig mitgeteilt wurden. In der Sache selbst aber habe es keine Alternative gegeben, so eine Bahnsprecherin gegenüber „Hooksiel-life“. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste geht vor.“

Intensive Abstimmung vor Entscheidung

Grundsätzlich werde über den Ausfall von Präsenzunterricht aufgrund von aktuellen Wetterlagen nach Rücksprache mit allen Fachstellen wie der Leitstelle des Landkreises und den Straßenmeistereien sowie den Busunternehmen entschieden. Grundlage dafür seien unter anderem die Wetterprognosen des Deutschen Wetter-Dienstes (DWD) Zudem, so die Kreisverwaltung, erfolge eine Rücksprache mit den Nachbarlandkreisen. 

Die Information über die Beeinträchtigung von Schülertransporten oder Schulausfälle werde dann unter anderem über die Medien veröffentlicht. Zusätzlich erfolgt eine Information auch über die App Katwarn und über die Internetseite des Landkreises (www.friesland.de).

Besonders in der Herbst- und Winterzeit könne es aufgrund extremer Witterungsverhältnisse wie Straßenglätte, Schneeverwehungen oder Sturm zu Ausfällen von Präsenzunterricht kommen, da die Schülerbeförderung nicht mehr durchführbar ist oder die Schulwege nicht mehr gefahrlos zu meistern sind. 

Eltern können Kinder zu Hause behalten

Grundsätzlich gelte, dass Erziehungsberechtigte von Schülern im Primarbereich und im Sekundarbereich I, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen können, wenn kein genereller Ausfall des Präsenzunterrichtes erfolgt. „Aber auch beim Ausfall von Präsenzunterricht ist eine Notbetreuung in den Schulen sichergestellt“, beteuert der Landkreis.

Der Schulbetrieb sei übrigens nicht komplett „abgesagt“ worden, betont die Kreisverwaltung. Ausgefallen sei leidlich der Präsenzunterricht an den Schulen. Die Schulen könnten entscheiden, ob und wie gegebenenfalls ein „Distanzunterricht“ ermöglicht wird. Distanzunterricht übers Internet wurde insbesondere während der Corona-Pandemie von vielen Schulen praktiziert. 

Warnstreik nicht ausschlaggebend

Der im Vorfeld bereits angekündigte Warnstreik von Mitarbeitern im Straßenräumdienst kann aus Sicht der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Aurich) nicht maßgeblich für den Ausfall der Schülerbeförderung gewesen sein. Bereits am Dienstag Mittag habe im nördlichen Landkreis Friesland eine winterliche Situation geherrscht, die es so in den vergangenen Jahren zu diesem Zeitpunkt in der Region nicht gegeben habe.

„Aufgrund der Tatsache, dass schon gestern absehbar war, dass sich die Witterungsverhältnisse in der Nacht zu Mittwoch nicht verbessern werden, waren unsere Straßenmeistereien noch am Vorabend im Einsatz und räumten und streuten die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen“, teilte Behördensprecher Johannes Booken mit.

Während eines Streiks der Straßenwärter würden die Strecken, die normalerweise durch die Meistereien betreut werden, von Fremdfirmen betreut. „Allerdings kann es hier zu zeitlichen Verzögerungen kommen, so dass die Straßen zum Teil nicht bis 6 Uhr, sondern erst im Laufe des weiteren Morgens gestreut werden“, so Booken. Dieser Umstand sei frühzeitig mitgeteilt worden, auch den Busunternehmen.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im laufe des Tages mehrfach ergänzt.

Straßen zu glatt: Schule fällt aus

Winter Schlittenfahren
Das Winterwetter hat auch seine schönen Seiten. Friedmar Haschen zog die Kinder aus Crildumersiel auf Schlitten über den Deichverteidigungsweg. Foto: hol

Friesland/Wangerland (6. 12. 2023) – Der starke Schneefall geht weiter. In der Nacht fielen im Wangerland rund zehn Zentimeter Neuschnee. Die Folge: Am heutigen Mittwoch fällt der Unterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in Wangerland, Jever, Schortens und Sande aus. Das verkündete der Landkreis Friesland um 7.15 Uhr über Warnsysteme.

Der Landkreis entschuldigte sich dabei ausdrücklich für die späte Warnung. Grund dafür sei die späte Information seitens des Busunternehmens Weser-Ems-Bus (WEB) gewesen, das mitgeteilt habe, dass man angesichts der schwierigen Straßenverhältnisse den Busverkehr am Mittwoch früh nicht sicherstellen könne. „Ein früheres Handeln war aufgrund der späten Meldung des Busunternehmens leider nicht möglich“, so der Landkreis.

Die Nachricht vom Schulausfall dürfte viele Schülerinnen und Schüler erst erreicht haben als sie bereits auf dem Schulweg waren. Ob auch der für heute angekündigte Warnstreik im Bereich des Winterdienstes der Straßenmeistereien des Landes Niedersachsen zur Entscheidung der WEB und damit zum Schulausfall beigetragen hat, blieb zunächst unklar. Von der Straßenmeisterei Jever-Moorwarfen aus sollten laut Medienberichten statt acht nur vier Großräumfahrzeuge zum Winterdienst ausrücken.

Einige Schulen, darunter die Grundschule Hooksiel, boten für alle Kinder eine Notbetreuung an, die trotz der Warnung zur Schule gekommen waren beziehungsweise bei denen zu Hause so kurzfristig niemand ihre Betreuung übernehmen konnte.

Bereits am Dienstag hatte die WEB aufgrund der schwierigen Straßenverhältnisse mit massiven Verspätungen im Schülertransport zu kämpfen. Betreffen davon war der Rücktransport der Kinder von den Schulen nach Hause. Gestern wie heute rutschten auf den schneeglatten Fahrbahnen etliche Autos von der Straße in die Bermen. Auch Busse sollen davon betroffenen gewesen sein.

Zwei Pilotkavernen für Speicherung von Wasserstoff umgerüstet

Wilhelmshaven/Etzel (5. 12. 2023) – Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Dichtheitstests mit Wasserstoff (H2) im Frühjahr dieses Jahres konnten in der vergangenen Woche die Arbeiten zur Umrüstung der zwei „H2CAST Etzel-Kavernen“ für die Wasserstoffspeicherung planmäßig abgeschlossen werden. Das teilte die Betreiberfirma Storage Etzel GmbH heute mit. 

Die Arbeiten an den Pilotkavernen für den Einbau der Bohrungsausrüstungen, Komplettierung genannt, seien unter Aufsicht von Sachverständigen unterschiedlicher Fachdisziplinen und intensiven Messungen an den Bohrungen durchgeführt worden. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als Aufsichtsbehörde habe Komplettierungs-Arbeiten genehmigt. Die Kavernen in Etzel gelten als wichtiger Baustein des Ausbaus des Energiedrehscheibe Wilhelmshavens samt H2-Produktion und der geplanten Importe von Wasserstoff-Derivaten.

In den kommenden Wochen sollen weitere Tests zur Dichtheit der Bohrungsausrüstungen und des Salzgebirges unter anderem mit Wasserstoff bis zum maximal zulässigen Druck erfolgen. Sofern diese Tests erfolgreich verlaufen, so Storag-Sprecher Armin Garbe, sollen die Kavernen ab der zweiten Jahreshälfte 2024 mit bis zu 80 Tonnen Wasserstoff für weitere Untersuchungen befüllt werden. Eine obertägige Testanlage werde danach den Gasspeicherbetrieb mit den Arbeitsschritten Verdichtung, Gastrocknung und -reinigung, Druckregelung, Mengen- und Qualitätsmessung ermöglichen. 

Mit dem Projekt H2CAST Etzel soll die Machbarkeit der großvolumigen unterirdischen Speicherung von Wasserstoff demonstriert und die Eignung der Salzkavernen in Etzel für die Wasserstoffspeicherung nachgewiesen werden. Der operative Betrieb der Wasserstoffspeicherung wird erprobt und dient dem Aufbau einer Wasserstoffindustrie in Deutschland und Europa. 

H2CAST steht für „H2 CAvern Storage Transition“, das heißt die Umwidmung der bestehenden großvolumiger Kavernen und technischer Anlagen in Etzel für die künftig notwendige Speicherung von Wasserstoff als Baustein eines erneuerbaren und damit ökologisch nachhaltigen Energiesystems. Bis 2026 soll der Standort Etzel laut Garbe „H2-ready“ werden. 

Die Ergebnisse sollen als „Blaupause“ für die Umrüstung von Kavernen für zukünftige Wasserstoffspeicherung in Deutschland dienen. Das Projekt wird durch das Land Niedersachsen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.

Künftig bessere Busverbindung von Hooksiel nach Hohenkirchen und Jever?

Wangerland/Hooksiel (5. 12. 2023) – Das öffentliche Nahverkehrsangebot im Wangerland könnte sich im nächsten Jahr spürbar verbessern. Der Grund: Der Landkreis Friesland will den letzten Baustein seines Nahverkehrsplans umsetzen. Positiv betroffen wären davon zwei Buslinien durchs Gemeindegebiet. Unter anderem würde die Verbindung zwischen Hooksiel und Hohenkirchen deutlich verbessert.

Der Kreistag hat den Nahverkehrsplan bereits 2019 beschlossen. Umgesetzt werden soll das Konzept zwischen 2020 und 2024. Der Mobilitätsausschuss des Kreistages befasste sich jetzt mit den letzen Bausteinen, die im zweiten Quartal nächsten Jahres angegangen werden sollen: die Buslinien 212 (Jever-Hohenkirchen-Schillig) und 211 (Hooksiel-Hohenkirchen-Harlesiel).

Auf der von der Firma Weser-Ems-Bus bedienten Linie 212 sollen künftig an Werktagen zwischen 8 und 20 Uhr stündliche Fahrten angeboten werden, unabhängig vom Schulbusverkehr. An Wochenenden werden, so der Plan, zwischen 9 und 18 Uhr jeweils zweistündlich Busse fahren. Als Ergänzung zu dieser Hauptachse zwischen Jever und Hohenkirchen/Schillig soll die Linie 211 (Hooksiel-Hohenkirchen-Harlesiel) ebenfalls aufgewertet werden. Hier ist an Werktagen ein 2-Stunden-Takt im Zeitraum von 7 bis 20 Uhr und an Wochenenden von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr geplant. 

Bei beiden Linien bestünde bei jeder Verbindung in Hohenkirchen die Möglichkeit zum Umstieg in Busse der Linien 212 beziehungsweise 211 und in Schillig in die Linie 121. Des Weiteren würden über die Linie 212 stündlich die Anschlüsse an die NordWestBahn in Jever erreicht.

Ob für die neuen Buslinien tatsächlich ein Bedarf besteht, ist ungewiss. Der Landkreis will bewusst ein neues Angebot schaffen, in der Hoffnung, dass die Nachfrage darauf reagiert. In der Vergangenheit war zum Beispiel immer wieder beklagt worden, dass Wangerlands Zentralort Hohenkirchen von Hooksiel aus kaum mit dem Bus erreichbar ist. Die verbesserte Anbindung an den Bahnverkehr könnte auch für Urlauber interessant sein. 

Im Ausschuss gab es auch kritische Stimmen zu den Plänen. Die Kreisverwaltung rechnet für das Projekt mit einem jährlichen Zuschussbedarf von rund 750.000 Euro. Die Weser-Ems-Bus muss für die Besetzung der Busse vier bis fünf Fahrerinnen und Fahrer einstellen. Eine Entscheidung wird voraussichtlich in der Dezember-Sitzung des Kreistages fallen.

Fackelumzug zum Weihnachtsmarkt

Tannenbaum Alter Hafen

Hooksiel (4. 12. 2023) – Ho, ho, ho … alle Kinder aufgepasst! Der Weihnachtsmann kommt nach Hooksiel. Sein Ziel ist der Weihnachtsmarkt, den die Dorfgemeinschaft am kommenden Wochenende, 9. und 10. Dezember, am Alten Hafen ausrichtet. Und natürlich darf jedes Kind, das brav ist, auf ein kleines Präsent hoffen.

Der Weihnachtsmarkt beginnt am Samstag und am Sonntag jeweils um 13 Uhr. Am Samstag haben die Buden mit den verschiedensten Leckereien bis 21 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr geöffnet. 

Die offizielle Eröffnung ist für Samstag Nachmittag angesetzt. Um 16 Uhr startet am Hooksieler Gästehaus ein Fackelumzug in Richtung Alter Hafen. Vor Ort werden die Teilnehmer von Kindern des Kindergartens Hooksiel empfangen, die zwei bis drei Weihnachtslieder vortragen werden. Danach, so verspricht der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Marco Knodel, kommt der Weihnachtsmann – voraussichtlich sogar mit einem Boot und einem ganzen Sack voller kleiner Präsente.

Rund um den von einer Hooksielerin aus der Langen Drift gespendeten Tannenbaum, den die Arbeitsgruppe und der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt und geschmückt haben, werden auf dem Hafenplatz Buden aufgebaut, in denen mit leckere Speisen und Getränken angeboten werden. Die Palette reicht von Grünkohl bis Bratwurst mit Pommes, von Glühwein bis zu heißem Aperol. 

Die WiKi bietet zudem verschiedene alkoholfreie Getränke an. Dazu wird in lebendiger Schneemann erwartet. Beste Voraussetzungen also, um ein paar gemütliche Stunden am Adventswochenende in Hooksiel zu verbringen. 

Tankstelle länger geschlossen

Tankstelle im Winter
Der Wintereinbruch erschwert die Arbeiten an der Tankstelle Hooksiel erheblich. Foto: hol

Hooksiel (3. 12. 2023) – Die Arbeiten an der Hooksieler Tankstelle ziehen sich länger hin als erwartet. Ursprünglich hatte die Erneuerung der gesamten Tanktechnik samt dem Austausch der Kraftstofftanks im Erdboden Ende November abgeschlossen sein sollen. Nach dem überraschenden Wintereinbruch können sich die Arbeiten aber wohl bis Weihnachten, wenn nicht noch darüber hinaus hinziehen.

Die Heinrich Albers OHG (Surwold) als Betreiberin der Tankstelle äußerte sich bislang nicht zu den Gründen für die Verzögerungen. Neben der Tankstelle ist auch die Waschstraße und der Tankshop einschließlich der Postfiliale von der Schließung betoffen.

Weiterhin geöffnet hat die in den Tankstellen-Komplex eingebundene Filiale der Bäckerei Ulfers-Eden. Allerdings müssen Kunden die Tankstellen-Baustelle einmal komplett umfahren, um zu den Geschäftsräumen zu gelangen.

Sieg und Niederlage für Hooksiel

Hooksiel (3. 12. 2023) – Ein deutlicher Sieg und eine ebenso klare Niederlage, das ist die Bilanz der Tennisabteilung des FC Nordsee Hooksiel von diesem Sonntag. Die Herren Ü 50 schlug die dritte Mannschaft des TV Varel mit 6:0 und wahrte damit mit jetzt 6:2 Punkten ihre Meisterschaftschancen. Die Herren Ü 60 gingen 0:6 gegen den TV Vechta unter. 

Für die Ü 50 gewannen Robert Lebin (6:0, 6:1), Mirko Ortmanns (6:1, 6:4), Thorsten Csikos (6:0, 6:0) und Wolfgang Hake (6:1, 6:1) ihre Einzel souverän. Die Doppel setzten in den Besetzungen Csikos/Thomas Otte und Lebin/Ortmanns mit jeweils 6:0, 6:0 noch einen drauf.

Die Ü 60 hatte erwartungsgemäß gegen Vechta keine Siegchance. Allerdings wäre in mehreren Partien zumindest ein Satzgewinn gegen die Gegner drin gewesen, die im Schnitt vier Leistungsklassen besser eingestuft sind als die Hooksieler. Harald Fischer (2:6, 0:6) und Gerd Abeldt (2:6. 2:6) spielten passabel mit. Knapp geschlagen geben musste sich Alex Scholz (4:6, 4:6). Reiner Meints an Position vier verlor 2:6, 3:6. Völlig offen waren dann überraschender Weise beide Doppel. Fischer/Scholz verpassten aber mit 4:6, 4:6 eine Überraschung ebenso knapp wie Abeldt/Meints (5:7, 5:7). 

Die Ü 50 muss am kommenden Wochenende in der Halle in Jever im letzten Spiel der Saison gegen die JTG Wilhelmshaven gewinnen, um den Spitzenreiter noch zu überflügeln. Die Ü 60 tritt erst Anfang 2024 gegen Nordhorn an. Hier sind Punkte Pflicht, um die Klasse zu halten.

Anmerkung: Das Spiel der Ü 50 gegen die JTG wurde in den Januar verlegt.

Einbrecher gelangen häufig durch die Garagentore in Wohnhäuser

Friesland/Hooksiel (2. 12. 2023) – Fünfte und letzte Runde in der „Offensive gegen Wohnungseinbrüche“: Nach der Bauart von Fenster und Türen, Alarmanlagen und digitale Schutzvorkehrungen im Haus geht es heute unter anderem um Rollläden. Die Tipps haben das Präventionsteam der Polizeiinspektion (PI) Wilhelmshaven/Friesland und der Verein für kommunale Prävention (VKP) zusammengestellt. 

„Rollläden können durch einfaches Hochschieben beziehungsweise Aufhebeln relativ leicht überwunden werden“, weiß Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der PI. „Zusatzsicherungen oder geprüfte einbruchhemmende Rollläden der Widerstandsklasse 2 bieten deutlich mehr Widerstand“, so Reents weiter. Sie rät dazu, Rollläden nur nachts – und keinesfalls tagsüber – zu schließen, damit sie nicht die Abwesenheit der Bewohner signalisieren. „Wenn man im Urlaub ist, könnte man einen Nachbarn fragen, ob er die Rollläden betätigen kann. Oder aber man hat die Möglichkeit, die Rollläden elektronisch zu steuern“, so Reents.

Oft würden Einbrecher durch Garagen in Wohnhäuser gelangen. „Bei einem Neubau sollten die Bauherrn prüfen, ob eine Tür zwischen Garage und Wohnhaus unbedingt benötigt wird“, sagt Reents. Eine weitere Frage: Sind Garagenfenster wirklich erforderlich? Auch sie bieten eine Einstiegsmöglichkeit. Einen guten Einbruchsschutz böten geprüft einbruchhemmende Garagentore (DIN/TS 18194) sowie nach der Norm (DIN V ENV 1627), beide mindestens der Widerstandsklasse 2 bzw. RC 2.

Bei einer nachträglichen Sicherung des Garagentors sollten Schwingtore mit einer stabilen Stangenverriegelung ausgestattet werden. Die Beplankung des Tores darf von außen nicht zu entfernen sein. Der Profilzylinder sollte geschützt eingebaut werden. 

Bei der Verbindungstür zwischen Garage und Wohnhaus muss es sich in der Regel um eine Brandschutztür handeln. An solchen Türen dürfen nachträglich so gut wie keine Veränderungen mehr vorgenommen werden, obwohl es unter dem Gesichtspunkt der Einbruchhemmung erforderlich wäre. Tipp: Zahlreiche Hersteller bieten so genannte „Multifunktionstüren“ an, die sowohl die Anforderungen des Brandschutzes wie auch der Einbruchhemmung erfüllen. 

Die Einfriedung des Grundstücks bildet eine erste Barriere. Auf eine Einfriedung auch im Vorgartenbereich sollte daher nicht verzichtet werden. 

  • Weitere Tipps: Gartentüren, Hof- und Garagentore auch dann abschließen, wenn man zu Hause ist.
    Mülltonnen, Gartenmöbel, Leitern, Rankgerüste und hausnahe Bäume können für Einbrecher den Aufstieg erleichtern. „Sie sollten weggeschlossen bzw. entfernt werden“, rät Katja Reents. 
    Telefonleitungen sollten unterirdisch ins Haus geführt werden, damit niemand die Verbindung zur Außenwelt „abschneiden“ kann. 
    Einbruchgefährdete Bereiche sollten beleuchtet sein. Aber Vorsicht: Auch in der Mittagszeit wird eingebrochen!
    Außensteckdosen sollten abschaltbar sein. 
    Nicht geschnittene Hecken und Sträucher bieten Einbrechern zusätzlichen Sichtschutz.
    Wertsachen, die offen in der Wohnung oder im Hause herumliegen, locken Einbrecher an. Schmuckstücke, Dokumente oder sonstige Wertsachen gehören in Wertbehälter, die gegebenenfalls fest verankert werden sollten. „Wertsachen, die nur selten gebraucht werden, gehören in ein Bankschließfach“, raten die Präventionsexperten.

Als Ansprechpartner für Fragen zum Einbruchschutz stehen in der PI Wilhelmshaven/Friesland für Wilhelmshaven Katja Reents (Tel. 04421/942108) und für den nördlichen Landkreis Friesland Anja Kienetz (Tel. 04461/7449181) bereit. Der Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven ist unter Telefon 04421-7780942 zu erreichen. 

Ultraschall kann Schweinswale vielleicht stören, aber nicht schädigen

LNG-Luftaufnahme
Die FSRU „Höegh Esperanza“ nimmt am LNG-Terminal nahe des Hooksieler Außenhafens von einem Frachter flüssiges LNG auf und leitet es regasifiziert an Land. Dabei fallen chlorierte Abwässer an. Möglicherweise können die durch Ultraschall vermieden werden. Archiv-Foto Scheer

Hooksiel (1. 12. 2023) – Durch den Einsatz von Ultraschall könnte die ökologische Belastung der Jade beim Import von Flüssigerdgas (LNG) deutlich verringert werden. Davon jedenfalls ist Jan Kelling überzeugt. Der Mitbegründer und Vorstandsvorsitzende der Hasytec Electronics AG (Kiel) stellte am Donnerstag Abend im Hooksieler Gästehaus das Antifouling-System vor, mit dem künftig auf der FSRU „Excelsior“ das Zuwachsen des Rohrsystems durch Algen, Muscheln und Seepocken verhindert werden soll. 

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak begrüßte rund 20 Interessierte zu der von der Gemeinde und dem „Netzwerk Energiedrehscheibe“, einem Zusammenschluss aus Klima- und Umweltschutzverbänden, organisierten Veranstaltung. Als weiterer Referent stellte Christian Kopp, Schifffahrtsexperte des Nabu Naturschutzbundes, die von der Schifffahrt verursachten Belastungen wie Lärm, Wasser- und Luftverschmutzungen sowie Klimaschäden dar. Ziel müsse es sein, die Schifffahrt sauberer zu machen. Dafür seien vor allem internationale Vorschriften zur Kraftstoffart, Filtertechnik und Schadstoffentsorgung nötig.

Die „Excelsior“ wird nach der „Höegh Esperanza“ die zweite Floating Storage and Regasification Unit sein, die im Auftrag der Deutschen Energy Terminal GmbH über die Jade importiertes, minus 162 Grad kaltes LNG durch Erwärmung regasifiziert. Für den Prozess wird vergleichsweise warmes Seewasser – oder wie in Stade und Brunsbüttel Industrieabwasser – genutzt, das durch ein mehrere Kilometer langes Röhrensystem an Bord geleitet wird. 

Schall verhindert Biofilm an Röhren

Die Herausforderung: Wie lässt sich verhindern, dass sich in den Röhren Biofilm bildet, an dem sich dann andere Meeresbewohner festsetzen? Bei den meisten FSRU, so Kelling, werde dafür Chlor eingesetzt, der die Lebewesen abtötet. Umweltverbände beklagen, dass dann – wie etwa bei der „Höegh Esperanza“ – mit dem Abwasser tonnenweise Chloride und Biozide in den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gelangen – mit unbekannter Wirkung auf das Ökosystem.

Das Ultraschall-Antifouling töte keine Lebewesen, versicherte Kelling. Im Schiffsinneren würden an die Außenseiten der wasserführenden Rohre kleine Schallgeber geklebt, die jeweils auf einer Rohroberfläche von 40 Quadratmetern dafür sorgen, dass sich kein Bioschleim festsetzen kann. Die Konsequenz: Kein Bioschleim und damit keine Nahrung für Muscheln, Algen und Seepocken. Also keine zuwachsenden Rohre.

Jan Kelling, Stephanie Eilers , Christian Kopp
Informierten in Hooksiel über Umweltbelastungen durch die Schifffahrt (v. l.) Jan Kelling (Hasytec Electronics), Stephanie Eilers (Netzwerk Energiedrehscheibe) und Christian Kopp (Nabu). Foto: hol

Die von Hasytec eingesetzte Ultraschallwellen-Art (Fachbegriff: „stabile Kavitation“) benötige nur eine geringe elektrische Leistung, verursache wenig Lärm, sei aber auch nicht in der Lage, zum Beispiel Anhaftungen an den Rümpfen von Schiffen abzusprengen. Untersuchungen des Unternehmens im Umfeld eines Kreuzfahrtschiffes in der Kieler Förde hätten gezeigt, dass im Wasser in etwa 150 Meter Entfernung kein Schall mehr messbar sei. Die Ergebnisse seien nicht eins zu eins übertragbar. Aber für die Jade erwartet Kelling einen maximalen Wahrnehmungsabstand von 750 Meter.

„Excelsior“ kommt wohl im April

Aber die Geräte arbeiten auf derselben Frequenz, auf der auch Schweinswale kommunizieren, räumte Kelling ein. Und das Verfahren „hat nicht keine Auswirkungen auf Schweinswale“. Wie die Auswirkungen seien, könnte man derzeit nicht sagen. Es gebe keine entsprechenden Studien und auch keine Grenzwerte. Denkbar wären aber lediglich „Störungen“ der Wale, keine „Schädigungen“. Notfalls könne man die Leistung der Schallgeber auch etwas drosseln.

Kelling geht davon aus, dass die „Excelsior“ im April 2024 in der Jade festmacht. Auf Grundlage der Erfahrungen mit der FSRU könnte auch die „Höegh Eperanza“ danach auf Ultraschall-Antifouling umgerüstet werden, wenn die Betreiber und die Genehmigungsbehörde sich für das System entscheiden sollten. Den Zeitraum von einem Auftrag an seine Firma bis zum Abschluss der Installation der Anlagen an Bord schätzt Kelling auf vier bis sechs Monate. Das Schiff selbst würde für den LNG-Import aber nur einige Wochen ausfallen.