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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Kontrolle: Jedes Fahrzeug beanstandet

Wilhelmshaven/Friesland (12. 11. 2014) – Beamte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland sowie des Bundesamtes für Logistik und Mobilität und des Veterinäramtes haben heute in einer sechsstündigen Aktion auf der Bundesstraße 210 in Wilhelmshaven (Oldenburger Straße) gezielt Lastwagen und Transporter kontrolliert. Die Bilanz unterstreicht nach Ansicht der Polizei die Notwendigkeit solcher Maßnahmen. Rund 40 Fahrzeuge seien kontrolliert worden, alle mussten beanstandet werden.

Es seien ebenso technische Mängel wie defekte Reifen wie Missachtungen von Sozialvorschriften wie zum Beispiel nicht ordnungsgemäß ausgefüllte Tageskontrollblätter festgestellt worden, teilt die Polizei mit. Insbesondere seien aber auch Fehler bei der Sicherung der Ladung aufgefallen.

„Dabei können Gegenstände, die nicht gesichert sind, zu Unfällen mit schweren Folgen führen. Einmal in Bewegung geraten, entwickelt ungesicherte Ladung große Kräfte“, sagt Polizeikommissar Marvin Enge, Angehöriger der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion. „Die Vielzahl der Verstöße zeigt erneut ganz deutlich die Erforderlichkeit derartiger Kontrollmaßnahmen“, so Enge.

Bratwurst vom Grill und heiße Waffeln als Dankeschön für die Hooksieler

Laternelaufen 2024
Der Laternenumzug machte am Montagabend Station am Wohnstift, um den dort wohnenden Seniorinnen und Senioren ein Ständchen zu bringen. Foto: hol

Hooksiel (12. 11. 2024) – Die Beteiligung war mehr als beachtlich. Rund 300 Kinder und Erwachsene bewegten sich am frühen Montagabend durch Hooksiel. Begleitet von Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr und den Klängen der Nachwuchsmusiker Benny und Lennard zog der Laternenumzug vom Kindergarten „Küstenkinder“ durch den Kreuzhamm, die Lange Straße und die Friesenstraße bis zur Göpelscheune auf dem Batterie-Gelände am Gästehaus.

Überall strahlende Gesichter und leuchtende Laternen. Darüber und über das eine oder andere Laterne-Lied freuten sich auch die Bewohner des Wohnstifts Hooksiel. Dort legte der Zug einen Zwischenstopp ein und brachte für die Seniorinnen und Senioren ein Ständchen. Am Ziel, dem ehemaligen Awo-Heim an der Göpelscheune, konnten sich die Teilnehmer mit Bratwürsten, heißen Waffeln und kühlen Getränken stärken. 

Organisator des Laternelaufens am St.-Martins-Tag war die Dorfgemeinschaft Hooksiel. „Wir fanden die Veranstaltung sehr gelungen, auch weil wir bis zum Ende keinen Regen hatten“, zog Tobias Geisen heute Bilanz für den Vorstand. Die Dorfgemeinschaft, der Verein der Vereine im Ort, hatte nicht nur die Organisation übernommen, sondern trägt auch die Kosten. „Wir haben bei dieser Veranstaltung bewusst die Getränke und die Würstchen ausgegeben, weil wir den Menschen im Dorf etwas zurückgeben möchten und auch finanziell die Möglichkeiten haben, dies zu tun.“

Der Vorstand, dem neben Geisen Marco Knodel, Sascha Kox, Bernd Tscherney, Matthias Koch und Nils Schröder angehörten, dankte den Organisationen und Vereinen, die die Dorfgemeinschaft im Laufe des Jahres immer wieder unterstützten. Beim aktuellen Laternelaufen waren das die Arbeitsgruppe Hooksiel, die den Platz an der Göpelscheune vorbereitet hat und am Grill für heiße Würstchen sorgte. Die Feuerwehr Hooksiel, die den Zug mit großer Mannstärke und einem tollen Feuerwehrwagen absicherte. Sowie die Mitarbeiterinnen des Kindergartens, die die Kinder begleiteten. Dank der Organisatoren ging auch an Familie Köster für die musikalische Begleitung und an den Förderkreis des Kindergartens, der für die Waffeln verantwortlich zeichnete. 

Das Geld für die Unterstützung der Veranstaltung habe die Dorfgemeinschaft bei ihren großen Festen im Laufe des Jahres, den Herings- und Krabbentage, erwirtschaftet. „Das geht nur durch unentgeltlichen Einsatz, zum Beispiel an der Losbude oder bei der Organisation“, betonte Geisen, der den aktuell sehr guten Zusammenhalt der Vereine im Dorf lobte. 

Jensen: Küstenfischerei braucht stabile Rahmenbedingungen

Friesland/Wangerland (9. 11. 2024) – Die Wangerländer Abgeordnete Katharina Jensen (CDU) hat vor dem Landtag „die immense Bedeutung der Küstenfischerei“ für Niedersachsen hervorgehoben. „Die Küstenfischerei ist nicht nur ein Teil unserer Kultur und Identität, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftszweig.“ Jensen und forderte stabile Rahmenbedingungen für diese Branche. 

Der Wert der Anlandungen in der niedersächsischen Küstenfischerei betrug im Jahr 2023 rund 20 Millionen Euro. Pro Kutter werden damit inklusive der nachgelagerten Bearbeitung bis zu 15 Arbeitsplätze gesichert. Jensen wies darauf hin, dass Orte wie Neuharlingersiel eindrucksvoll zeigen, wie eng Fischerei und Tourismus miteinander verknüpft sind und zur regionalen Identität sowie Attraktivität beitragen. „Unsere Küstengemeinden profitieren erheblich von der Wertschöpfung, die durch die Fischerei entsteht“, so Jensen weiter. 

Aktuell liege die Selbstversorgungsquote bei Fisch in Deutschland bei nur etwa 15 Prozent des Bedarfs. „Es ist unser Ziel, die Selbstversorgung in unserem Land in allen Bereichen zu stärken, anstatt sie durch immer weitere Sparmaßnahmen und Regularien zu reduzieren“, erklärte die Abgeordnete. Sie kritisierte in dem Zusammenhang die drastische Reduzierung der Zahlungen an die Fischerei- und Transformations-Komponente nach dem Windenergie-auf-See-Gesetz durch die Bundesregierung als „dramatischen Einschnitt“. 

Doppelstärke reichte nicht für Erfolg

Hooksiel (11. 11. 2024) – Nichts zu holen gab es für die Herren-ü50-Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel beim Auftaktspiel in der Bezirksliga. Der Aufsteiger unterlag beim Titelfavoriten SV Cappeln mit 0:6. Dabei verloren Thomas Otte, Andre Abels, Mannschaftsführer Mirko Ortmanns und Torsten Riedel ihre Einzel gegen um fünf und mehr Leistungsklassen besser eingestufte Gegenspieler deutlich.

Etwas enger war der Spielverlauf in den abschließenden Doppeln. Bei ihrer 2:6, 7:5, 6:10 Niederlage gelang dem ersten Doppel (Otte/Ortmanns) der einzige Satzgewinn für die Hooksieler. Auch das zweite Doppel Abels/Riedel konnte zumindest den ersten Satz offen gestalten (5:7, 1:6). 

Ein Unentschieden knapp verpasst hat unterdessen die Herren-ü60-Mannschaft des FCN im Emsland. Das Team um Mannschaftsführer Alex Scholz, das durch Spieler des MTV Hohenkirchen verstärkt wird, unterlag in der Bezirksklasse gegen Vorwärts Nordhorn mit 2:4. Auch hier zeigten die Wangerländer in den Doppeln bessere Leistungen als in den Einzeln. 

Spitzenspieler Robert Meints unterlag in einem Spiel auf Augenhöhe sein Einzel nach mehrfacher Führung knapp mit 4:6/6:7. Harald Fischer (2:6, 2:6), Gerd Abeldt (3:6, 1:6) und Alex Scholz (1:6, 3:6) hingegen waren von einem Satzgewinn weit entfernt. Anders in den Doppeln: Hier spielten Meints/Scholz (6:3, 6:2) und Abeldt/Fischer (6:2, 6:1) souverän auf. 

Hooksieler Seenotretter finden havarierte Yacht und bergen Skipper

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Der in Hooksiel stationierte Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ war als erster bei der havarierten Segelyacht. Foto: Die Seenotretter – DGzRS)

Hooksiel/Bremen (11. 11. 2024) – In einer groß angelegten fünfstündigen Suche mit mehreren Rettungseinheiten und Behördenfahrzeugen haben die Seenotretter in der Nacht zu Sonntag einen orientierungslosen Segler in Sicherheit gebracht. Der in Hooksiel stationeirte Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fand den 64-Jährigen unterkühlt und erschöpft vor dem Seegatt zwischen den Inseln Langeoog und Spiekeroog. Die Seenotretter brachten ihn und sein Boot sicher in den Hafen.

Gegen 19.30 Uhr hatte der Skipper einer rund 11,5 Meter langen Segelyacht über Seefunk die Seenotretter alarmiert. Er meldete einen Ausfall der Elektrik an Bord, der Motor war aber intakt. Eine genaue Positionsangabe konnte der Mann nicht machen. Die Verständigung über ein Handfunkgerät war schlecht. Kurz darauf riss der Kontakt ganz ab. Lediglich das Funkrelais, über das die Seenotretter den Notruf empfangen hatten, gab einen Anhaltspunkt über den ungefähren Aufenthaltsort von Skipper und Boot.

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) Bremen, leitete eine groß angelegte Suche ein. Das Suchgebiet erstreckte sich von Cuxhaven im Osten bis zu den östlichen ostfriesischen Inseln im Westen, einschließlich Außenjade und Außenweser. An der Suche beteiligten sich mehrere Seenotrettungskreuzer sowie die Lotsenstationsschiffe „Weser“ und „Elbe“ und das Mehrzweckschiff „Mellum“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Aus der Luft unterstützte ein Such- und Rettungshubschrauber des Typs „Sea Lion“ der Marineflieger die Seenotretter.

Recherchen der Rettungsleitstelle See bei der Familie des Skippers ergaben, dass der Mann mit seinem Boot vom niederländischen Den Helder nach Brunsbüttel unterwegs war. Gegen 0.45 Uhr fand die Besatzung der „Bernhard Gruben“. Dank ihrer guten Revierkenntnis den Havaristen nahe der Ansteuerungstonne Otzumer Balje zum Seegatt zwischen Spiekeroog und Langeoog. Gemeinsam mit der Besatzung des auf Wangerooge stationierten Rettungsbootes „Fritz Thieme“ versorgten die Hooksieler den unterkühlten und erschöpften Skipper.

Der Seenotrettungskreuzer nahm die Segelyacht auf den Haken. Gegen 4.30 Uhr erreichte der Schleppverband Hooksiel. Dort übernahm der Rettungsdienst an Land die weitere Versorgung des Skippers. In der Nacht zum Sonntag herrschten im Einsatzgebiet südwestliche Winde bis vier Beaufort und etwa ein halber Meter Seegang.

Soldaten sammeln für Friedensarbeit

Friesland/Wangerland (10. 11. 2024) –  Von Montag, 11., bis Dienstag, 26. November, sammeln Soldatinnen und Soldaten des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“ im Landkreis Friesland Geld für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.. Die Aktion begann mit einer Sammlung an diesem Freitag auf dem Wochenmarkt in Jever.

Gerade die aktuellen Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten würden zeigen, wie wichtig Friedensarbeit ist. Der Landkreis Friesland weist darauf hin, dass der Volksbund mit seinem Motto „Versöhnung über den Gräbern“ seit Jahren als Symbol für diese bedeutende Arbeit stehe. Neben der Pflege der Gräber von Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft spielt auch die Erinnerungskultur, sowie die Bildungsarbeit für die Jugend eine zentrale Rolle.

Der Volksbund, das Objektschutzregiment und der Landkreis Friesland hoffen auf breite Unterstützung aus der Bevölkerung. In diesem Jahr können die Sammler sich zusätzlich zu ihrem Truppenausweis auch mit einem Sammelausweis legitimieren.

Neuer Regionalleiter beim OOWV für Wasser und Abwasser zuständig

OOWV Regionalleiter Bernd Janssen
Bernd Janssen ist neuer Regionalleiter für die Landkreise Friesland und Wittmund. Foto: Poppen/OOWV

Schortens/Wangerland (8. 11. 2024) – Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat einen neuen Regionalleiter für die Landkreise Friesland und Wittmund eingesetzt. Bernd Janssen (58) habe bereits zum 1. September die Nachfolge von Christoph Kraft angetreten, der nun für die Steuerung und Überwachung der Instandhaltung von Anlagen und Netzen des Verbandes verantwortlich sei, teilte das Unternehmen heute mit.

Der OOWV ist im Bereich der Gemeinde Wanderland nicht nur Wasserversorger. Der öffentlich-rechtliche Verband organisiert auch die Niederschlagswasser-Entsorgung sowie die Abwasserreinigung und betreibt das Leitungsnetz sowie die drei Kläranlagen Schillig, Hooksiel und Hohenkirchen.

Janssen kommt aus der privaten Wirtschaft. Jahrzehntelang war er in der Nahrungsmittelindustrie tätig, arbeitete im Controlling, Rechnungswesen und als Geschäftsführer in Betrieben in Emstek und Sögel. Schon dort habe der Wirtschaftsingenieur auch regelmäßig mit Fragen rund ums Abwasser zu tun gehabt. „Ein Glas Wasser, da steckt ganz schön viel dahinter“, sagt er. 

Die Stelle des Regionalleiters beim OOWV habe er als Chance für sich gesehen, zumal er beide Landkreise von Kindesbeinen an kenne. „Ich bin halb Friese und halb Ostfriese“, lacht Janssen: „Ich bin in Neustadtgödens aufgewachsen. Nach der Gemeindegebietsreform 1972 war die Gemeinde Gödens nicht mehr ostfriesisch, sondern zählte zur friesischen Kommune Sande.“

Der OOWV beschäftigt in den Landkreisen Friesland und Wittmund etwa 50 Mitarbeitende. Der Regionalleiter hat sein Büro in der Betriebsstelle am Nordfrostring in Schortens. Insgesamt ist das Verbandsgebiet, das vom Dollart bis Wangerooge und von Wangerland bis an den Dümmer reicht, in sieben Regionen aufgeteilt. 

Nicht genug Platz für Ganztagsangebote in der Grundschule Hohenkirchen

Wangerland (8. 11. 2024) – Ab 2026 sollen alle Grundschulen im Land Ganztagsschulen werden – auch die drei im Wangerland. Ob es dazu kommt, ist aber noch ungewiss. Der Knackpunkt: Die Grundschule Hohenkirchen hat nach aktuellem Planungsstand zu wenig Platz, um Ganztagsangebote abbilden zu können.

„Eine Containerlösung wird es nicht geben“, versicherte Bürgermeister Mario Szlezak jetzt vor dem Schulausschuss der Gemeinde Wangerland. „Wenn wir nicht genug Platz haben, verschieben wir das Ganztagsangebot..“ Auch das hätte Folgen: Der Bundestag hat den Rechtsanspruch für ganztägige Betreuung beschlossen. Den Start sollen im August 2026 die ersten Klassen machen. Jedes Folgejahr soll eine Klassenstufe hinzu kommen.

Start mit den ersten Klassen

Für die Umsetzung des Ganztagsangebot für die 1. und 2. Klasse reiche der Platz in Hohenkirchen noch aus, so der Bürgermeister. Aber nicht mehr für die 3. und 4. Klassen. Um mehr Raum zu schaffen, müsste investiert werden. Ob die Gemeinde Wangerland oder der Landkreis Friesland das Geld dafür in die Hand nehmen muss, ist unklar. Szlezak: „Wir hatten schon gemeinsame Gespräche, aber noch ist keine adäquate Lösung in Sicht.“

Die Lage ist kompliziert. Der Schulgebäude für Oberschule (GS) und Grundschule (GS) in Hohenkirchen gehören dem Landkreis, obwohl der nur für die OS Schulträger ist. Die Gemeinde ist lediglich Mieter. Die ursprüngliche Idee von Kreis und Gemeinde war es, in den Räumen des ehemaligen Pro-Gymnasiums einen so genannten „Schulcampus“ zu schaffen, in dem GS und OS eng verzahnt unter der Führung einer gemeinsamen Schulleitung unterrichtet werden könnten.

Einzugsbereiche werden verpflichtend

Nach der Festlegung des Ganztagsschulbetriebes für Grundschüler wird daraus nichts werden. OS und GS bleiben getrennt, auch wenn zurzeit Grundschüler schon Räume der OS mitbenutzen. Derzeit ist die Raumsituation angespannt, aber noch ausreichend – aber nur weil 18 Kinder, die im (ab 2026 verbindlichen) Schuleinzugsbezirk der GS Hohenkirchen wohnen, heute die GS Tettens oder GS Hooksiel besuchen. Wenn alle drei GS Ganztagsschulen sein werden, gibt es aber keinen plausiblen Grund mehr für Eltern, ihre Kinder nicht zur Schule vor Ort zu schicken. Also würde die Schülerzahl in Hohenkirchen steigen – und in Tettens bedenklich sinken.

Einen weiteren Grund für erhöhten Platzbedarf in Ganztagsschulen erläuterte Ratsherr Johann-Wilhelm Peters (SPD). Wenn Kinder nachmittags nicht nur aufbewahrt werden sollen, sondern in verschiedenen Arbeitsgruppen und Kursen in Kooperation mit Vereinen und anderen externen Organisationen sinnvoll beschäftigt werden sollen, benötige man schlichtweg mehr Räume als für den Unterricht mit der gesamten Klasse. 

Flüchtlingskinder kommen hinzu

Hinzu komme, so der für die Schulen zuständige Abteilungsleiter im Rathaus, Markus Gellert, dass der Gemeinde Wangerland künftig eine unbestimmte Zahl von Flüchtlingskindern zugewiesen werden wird. Im Frühjahr 2025 wird die zentrale Flüchtlingsunterkunft des Landes im „Hotel Wangerland“ aufgelöst, in dem die Kinder derzeit betreut werden. Das Wangerland bekommt dann, wie alle anderen Kommunen auch, nach einem bestimmten Schlüssel Familien zugewiesen, für die sie Wohnraum, Schul- und Kita-Plätze bereit stellen muss. Die konkreten Zahlen stehen noch nicht fest.

Schulleiter optimistisch

Lösungsansätze könnten darin liegen, die Schuleinzugsgrenzen von Seiten der Gemeinde nachzujustieren. Hoffnung vermittelte auch Heyo Kemper, Schulleiter der OS. Er empfahl, dass sich die Pädagogen beider Schulen noch einmal ganz genau das vorhandene Raumangebot im Schulkomplex ansehen. Vielleicht finden sich dabei doch noch vertretbare Möglichkeiten, den einen oder anderen Raum so zu nutzen, dass das Ganztagsangebot an der GS möglich wird. Kemper: „Ich bin optimistisch.“

Ärgerlich sei es allemal, so Gellert, dass der Bund ein neues Gesetz beschließt, die Kommunen aber dafür einen Teil der Folgekosten zu tragen hätten. Gegen diese Feststellung regte sich im Ausschuss kein Widerspruch. 

Genossen planen Verschmelzung von Banken: Garantie für Filiale Hooksiel

Filiale Hooksiel der Volksbank Jever
Die Volksbank-Filiale in Hooksiel soll auch im Falle einer Bankenfusion erhalten bleiben.Foto: hol

Hooksiel/Jever (8. 11. 2024) – Die Genossenschaftsbanken rund um den Jadebusen stehen vor einer Verschmelzung. Vorstände und Aufsichtsräte der Volksbank Jever eG, der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham und der Raiffeisenbank Budjadingen-Abbehausen eG haben sich nach eigenem Bekunden einstimmig für eine Dreierfusion ausgesprochen. Andre Niemeyer, Vorstandssprecher der Volksbank Jever, wies gegenüber „Hooksiel-Life“ Befürchtungen zurück, das die kleinen Geschäftsstellen der Geldinstitute, wie etwa die in Hooksiel, bei diesem Wachstumskurs auf der Strecke bleiben könnten.

„Ganz im Gegenteil“, beteuerte Niemeyer. „Es gibt ein klares Bekenntnis der Führungsgremien: Alle Geschäftsstellen und Filialen bleiben erhalten.“ Aktuell habe man zunehmende Schwierigkeiten, die steigende Zahl der in den Ruhestand gehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifiziert zu ersetzen. Die Verschmelzung der Banken eröffne mehr Möglichkeiten, frei werdende Stellen wieder zu besetzen. Trotz der Synergien, die man sich von dem Zusammenschluss verspreche, werde jeder der künftig 420 Mitarbeiter dringend gebraucht.

Bekenntnis zu Präsenz in der Fläche

Gerade die Präsenz in der Fläche und die damit verbundene Kundennähe sei für die Genossenschaftsbanken ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal etwa gegenüber Direktbanken. Für die Filiale Hooksiel gelte das in besonderem Maße, da man hier auch in Kontakt mit Kunden mit touristischem Hintergrund stehe, etwa Urlaubern, die sich für eine Immobilie in der Region interessieren.

Mit dem Zusammenschluss zur „Volksbank Jade-Weser eG“ entstünde eine der größten Volksbanken in der Region mit einer Bilanzsumme von über 2,6 Milliarden Euro, über 42.000 Mitgliedern und aktuell 85.000 Kunden. Allerdings, so ein Kritikpunkt, würde der Name Jever aus dem Bankenregister getilgt werden. Die Volksbank Jever ist mit einer Bilanzsumme von rund 1,2 Milliarden Euro der stärkste der drei Partner gefolgt von der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham (gut 1 Mrd. Euro). Zum Vergleich: Die weiterhin selbstständige Volksbank Wilhelmshaven hat eine Bilanzsumme von rund 0,65 Milliarden Euro. 

Vorstände der Volksbanken Jade Weser
Sind sich einig, dass eine Verschmelzung ihrer Banken zur „Volksbank Jade-Weser“ ein historischer Schritt nach vorn wäre: (von links) die Vorstände Andre Niemaeyer (VB Jever), Tanja Daugill (RVB Varel-Nordenham), Peter Beck (RB Butjadingen-Abbehausen), Peter Jongmans (Varel-Nordenham), Markus Graf (Butjadingen-Abbehausen) und Waldemar Kelm (Jever). Foto: Volksbank-Jever

Juristischer Sitz des künftigen Dreier-Unternehmens würde die Stadt Varel. Aber wie Volksbank-Jever-Vorstand Waldemar Kelm gegenüber dem „Jeverschen Wochenblatt“ betonte, sollen in der Praxis Varel und Jever gleichberechtigte Standort werden. Auch hinsichtlich der Gewebesteuer werde sich für keine der Kommunen ein Nachteil ergeben.

Starke Rolle der Volksbank Jever

Die starke Rolle von Jever wird auch in dem Verschmelzungsprozess sichtbar, der im Laufe des nächsten Jahres in Gang gesetzt werden soll. Wie Niemeyer gegenüber „Hooksiel-life“ erläuterte, ist geplant, dass sich die Banken in der Wesermarsch und in Varel auflösen und in der Volksbank Jever aufgehen, die sich zeitgleich umbenennt. Auch die drei Tochterunternehmen der Volksbank Jever im wichtigen Immobiliengeschäft – die Grundstücks-, Erschließungs- und Vermarktungsgesellschaft (GEV), die Haertle Haus- und Grundstücksverwaltung sowie die Volksbank Jever Immobilien GmbH – würden bestehen bleiben und vergleichbare Tochtergesellschaften der Partner aufnehmen. 

Gerade im Immobiliengeschäft, so Niemeyer, setze man weiterhin auf die gut Zusammenarbeit mit den Kommunen in der Region. Die GEV etwa erschließt aktuell in Hooksiel das Neubaugebiet zwischen Hoher Weg und Bäderstraße. 

Entscheidung liegt bei Vertretern

Die neue Volksbank Jade-Weser eG soll künftig von den bisherigen Vorständen der Genossenschaftsbanken in Jever und Varel geleitet werden. Dem Vorstand würden danach neben Niemeyer und Kelm Tanja Daugill und Peter Jongmans angehören. Davor steht aber die Entscheidung der Vertreter beziehungsweise Mitglieder aller drei Banken. Die Vertreter- bzw. Generalversammlungen sollen im Juni 2025 stattfinden. Die Beschlüsse zur Fusion, die dann juristisch und technisch im dritten Quartal 2025 umgesetzt werden könnten, sollen rückwirkend zum 1. Januar 2025 gelten.

Aussagen über die Größe der Vertreterversammlung der künftigen Großbank und die Zahl der lokalen Vertreter etwa aus dem Wangerland in dem Gremium könne man derzeit noch nicht treffen, so Niemeyer. Zunächst einmal würden alle Vertreter der bisherigen Banken mit in das neue Unternehmen übergehen. Beschlüsse über möglicher Veränderungen wäre dann die Sache der Vertreterversammlung. 

Seehund „Jantje“ soll die Herzen von Kindern für Hooksiel erobern

Arbeitsgruppe stellt Seehund Jantje in Hooksiel auf
Seehund „Jantje“ fühlt sich sichtbar wohl an seinem neuen Standort an der Lange Straße. Verholfen haben ihm dazu von der Arbeitsgruppe Hooksiel (v. l.) Tobias Stahl, Uwe Brandes, Sabine Greiff, Wolfgang Reich, Rüdiger Kulmer, Heinrich Theilen und Bruno Bölts sowie (nicht auf dem Bild) Cornelia Anders. Foto: hol

Hooksiel (6. 11. 2024) – Die Arbeitsgruppe Hooksiel hat ihr nächstes Projekt vollendet. Am heutigen Mittwoch stellten die Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich um das Ortsbild kümmern, den Seehund „Jantje“ an der Lange Straße auf. 

Das übergroße Imitat eines der beliebten Wattenmeer-Bewohner steht jetzt in einem Beet vor der Gaststätte „Alanya“, gut befestigt auf einem Fundament, versehen mit einem Hinweisschild, eingefriedet mit einem Tampen und umringt von mehreren Ankern. „Wir haben den Zugang zum Seehund bewusst offen gelassen“, sagte Arbeitsgruppen-Sprecher Bruno Bölts gegenüber „Hooksiel-life“. „Es ist ja ausdrücklich erwünscht, dass Kinder auf dem Seehund herumklettern und deren Eltern davon Fotos machen.“

Der Seehund stand bislang am Ende der Lange Straße, am Rande der ehemaligen Feuerwehr-Areals. Aufgestellt hatte ihn dort einst der Interessenverein „De Hooksieler“, der das Objekt an die Arbeitsgruppe abgetreten hat. Die Kosten für die damalige Einfriedung hatte der Hooksieler Meinolf Cohn von der Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr getragen.

Sabine Greiff und Kornelia Anders von der Arbeitsgruppe haben den Seehund in den vergangenen Wochen mit vier Schichten einer besonders strapazierfähigen Farbe wetter- und stoßfest gemacht. Heute brachte die Arbeitsgruppe das Exponat mit einem Anhänger an seinen neuen Standort. Ursprünglich sei ein Platz‘ im Umfeld des Gästehauses vorgesehen gewesen, so Bölts. Davon habe man dann aber wieder Abstand genommen. Man sei froh, dass auch Meinolf Cohn mit dem neuen Standort im Ortskern einverstanden ist. 

Offiziell getauft werden soll „Jantje“ in ein paar Tagen von der Marketing-Chefin der Wangerland Touristik GmbH, Larissa Strangmann. Die WTG will den Seehund dann in die Liste der sehenswerten Punkte im Wangerland aufnehmen und entsprechend bewerben.