Hooksiel (21. 8. 2023) – Viel spannender hätte das Saisonfinale in der Tennis ü50-Regionsliga nicht ausgehen können. Nach einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden im Spiel zwischen der Mannschaft des FC Nordsee Hooksiel und des TV Varel belegen in der Abschlusstabelle gleich drei Mannschaften punktgleich (5:5) hinter der JTG Wilhelmshaven die Plätze zwei bis vier.
Bei sommerlichen Temperaturen gingen die Hooksieler leicht gehandicapt in die Partie. Einige Spieler konnten aufgrund von Verletzungen bzw. Erkrankungen ihr Team nicht unterstützen. Die verbliebenen Akteure hatten am Vortag allesamt etliche Stunden ehrenamtlich auf dem vereinseigenen Hafenfest gearbeitet.
Aufgrund einer Fußverletzung fand FCN Mannschaftsführer Ingo Conring an Position vier nicht zu seinem Spiel (3:6, 0:6). Aber diesen Rückstand glich Robert Lebin im zweiten Einzel souverän aus (6:3, 6:0). Da Alexander Scholz an drei gegen den starken Jochen Müller chancenlos blieb (0:6, 1:6), stieg der Druck auf Spitzenspieler Thomas Otte, der aber sein Potenzial gegen den Vareler Matthias Kunst nicht abrufen konnte. Dem Hooksieler fehlte nach seinem Dauerdienst in der Bierbude am Vorabend ganz offensichtlich die Frische, um dem druckvollen Spiel des Varelers beim 4:6, 2:6 etwas entgegen halten zu können.
Die Wende zum Besseren gelang den Hooksielern in den Doppeln. Während Andre Abels/Alexander Scholz das zweite Doppel klar mit 6:1, 6:1 für sich entscheiden konnten, zeigten Thomas Otte/Robert Lebin und Matthias Kunst/Jochen Müller ein hochklassiges Match auf Augenhöhe, das erst im Matchtiebreak verdient an die nervenstarken Hooksieler ging (2:6, 6:4, 10:5).
Ingo Conring zeigte sich im Anschluss mit dem Saisonverlauf hoch zufrieden. In die Wintersaison werden die Hooksieler mit einem ü50- und einem ü60-Team starten. Austragungsort der Heimspiele wird im November übrigens die Halle des TV Varel sein.
Hooksiel (20. 8. 2023) – Diverse Strafverfahren kommen auf einen 31-jährigen Autofahrer zu, der in der Nacht zum Samstag in Hooksiel alkoholisiert einen Wagen in einen Graben gefahren hat. Der Mann hatte nach Angaben der Polizei keinen Führerschein.
Der Mann befuhr die Straße Soltwarf. Dabei hatte der Eigentümer des Autos das ausdrücklich nicht gestattet, betont die Polizei. Der Angetrunkene fuhr trotzdem los, wollte den Wagen in einer Kurve wenden, kam von der Fahrbahn ab, wühlte die Berme auf und setzte das Auto schließlich rückwärts in einen Graben. Anschließend habe sich der Fahrer unerlaubt von der Unfallstelle entfernt.
Aufgrund der Angabe des Fahrzeughalters habe der Unfallverursacher ermittelt werden können. Als die Polizeibeamten den Beschuldigen trafen, habe er immer noch reichlich Restalkohol im Körper gehabt. Eine Blutprobe wurde angeordnet.
Mit Shantys von den „Schlicktown Singers“ klang das 40. Hafenfest des FCN Hooksiel aus. Foto: hol
Hooksiel (20. 8. 2023) – Ende gut, alles gut. Die Schlicktown Singers aus Rüstersiel sangen am Sonntag zum Abschluss des 40. Hooksieler Hafenfestes ihre Shantys. Die Sonne lachte – und auch die Stimmung der Organisatoren vom FC Nordsee Hooksiel hatte sich im Vergleich zum Vortag deutlich verbessert.
Der Grund: Der tolle Samstagabend. Die Band „Copy Shop“ riss – trotz einiger technischer Probleme – die Hooksieler und ihre zahlreichen Gäste am Alten Hafen mit. Der Regen hörte pünktlich auf. Die Stimmung war toll, es wurde ausgelassen getanzt und mitgesungen. Und auch der Umsatz an den von FCN-Mitgliedern ehrenamtlich bestückten Buden stimmte. Am Ende dürfte so trotz einer aus Sicht des FCN ärgerlichen Konkurrenzveranstaltung am Strand ein Überschuss in der Vereinskasse landen.
Der Drachengott hatte es schon tagsüber gut mit Hooksiel gemeint. Massive Regenschauer und Gewitter den ganzen Tag über – nur nicht während der Vor- und Finalläufe der Drachenboote im Alten Hafen von Hooksiel. Auch bei der Siegerehrung spielte das Wetter mit. Dann der nächste Guss.
Trotz des glücklichen Verlaufs der Rennen auf dem Hooksmeer war die Stimmung bei den Verantwortlichen des FCN zunächst getrübt. „Bei unseren Ehrenamtlichen war ein deutlicher Motivationsknick zu spüren“, so FCN-Vorsitzender Christian Doyen und der Leiter des Orga-Teams, Mirko Ortmanns. Der Grund: Das von der Wangerland Touristik GmbH unterstützte Beachfood-Festival am Strand, das die Besucherzahlen beim traditionellen Hafenfest zumindest am Freitag belastet hatte.
„Unsere Einnahmen waren am ersten Tag deutlich geringer“, so Doyen. Ärgerlich, da die Erlöse des Hafenfestes ausnahmslos in die Vereinsarbeit fließen. Ärgerlich auch, weil der FCN sein Fest seit Jahrzehnten immer am dritten August-Wochenende feiert. „Das solle man auch bei der Wangerland-Touristik wissen.“
Die Drachenboot-Rennen waren eines der Höhepunkte des Hafenfestes. Rennleiter Jan-Eike Doyen freute sich über zehn Mannschaften, die sich zu dem Vergleich angemeldet hatten. Bei den Vorläufen stiegen die Teams in zwei unterschiedliche Boote und paddelten nach dem Startsignal von Werner Funke so wie es die Arme hergaben.
Damit die Boote Kurs hielten, wurden die Teams von den Rudergängern Torsten Held, Lothar von Thülen und Hajo Hasbargen unterstützt. Mit Erfolg: „Zu Kollisionen auf dem Wasser kam es nicht“, so Jan-Eike Doyen. „Nur ein Segler hatte sich auf die Rennstrecke verirrt, war dann aber auch schnell wieder weg.“
Die zehnköpfigen Mannschaften mussten sich beim Drachenbootrennen gewaltig in die Paddel legen. Hajo Hasbargen am Ruder sorgte dafür, dass die „Quotenbrecher“ Kurs hielten. Foto: Werner DoyenSiegerehrung auf dem Hafenplatz (rechts): Rennleiter Jan-Eike Doyen (zweier von rechts) überreicht der „Adden Crazy Crew“ den Siegerpokal. Rechts: FCN-Vorsitzender Christian Doyen. Fotos: Werner Doyen
In Finalläufen fuhren die Mannschaften im Anschluss die Platzierungen aus. Nicht zu schlagen waren dabei die Vorjahressieger von der „Adden Crazy Crew“. Sie schlugen im Finale die „Bugwelle Wilhelmshaven“. Auf den Plätzen folgten „Die Quotenbrecher“, die „AWO-Nauten“, „Joshuas Seeschnecken“, „Die Chaoten“, „Die Turboschnecken“, die „Küsten Pinkies“, die „Wiefken Dragons“ und am Ende die „Rothäute“, ein Team aus Mitgliedern des örtlichen MTV und der DLRG, das schon seit Jahren an den Rennen teilnimmt.
Die Rennen wurden von Hunderten Schaulustigen vom Hafen aus verfolgt, darunter Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak und Frieslands Landrat Sven Ambrosy. Für die Sicherheit auf dem Wasser sorgte die DLRG Wangerland. Jan-Eike Doyen: „Das ist ein ganz wichtiger Beitrag. Herzlichen Dank dafür.“
Anmerkung: Dieser Artikel ist in veränderten Fassungen bereits am 19. und am 20. August erschienen
Bei niedrigen Wasserständen muss der Katamaran „Adler-Jet“ im Hooksieler Außenhafen gehörig kämpfen, um noch manövrieren zu können. Foto: hol
Hooksiel (19. 8. 2023) – Der „Adler-Jet“ wird auch im kommenden Jahr wieder von Hooksiel aus nach Helgoland fliegen. Und wenn es nach Kapitän Tom Thomssen geht, wird das Angebot von Fahrten mit dem schnellen Katamaran zu Deutschlands einziger Hochsee-Insel noch ausgeweitet. „Wir brauchen für eine Fahrt von Hooksiel nach Helgoland 75 Minuten. Wenn die Zufahrt zum Hooksieler Außenhafen nicht so problematisch wäre, könnten wir drei Shuttle am Tag schaffen.“
Bisherigen Baggerarbeiten reichen nicht
Aktuell ist das noch nicht möglich. Seit April bietet die Reederei „Adler & Eils“ (Büsum) zwei bis drei Törns die Woche von Wilhelmshaven über Hooksiel nach Helgoland an. „Für die Einfahrt nach Hooksiel brauchen wir 3,60 Meter Pegelstand, minimum“, erläutert Thomssen. Das bedeutet: Ab einer Stunde vor bis eine Stunde nach Niedrigwasser kann der „Adler-Jet“ Hooksiel nicht mehr anlaufen, wenn er nicht Gefahr laufen will, Schlick in seine Maschinen zu saugen.
Aufgrund der starken Strömung und Sedimentation in der Jade versandet die Hafenzufahrt regelmäßig. Die landeseigene Hafengesellschaft NiedersachsenPorts (NPorts) bemüht sich als Hafenbetreiber nach dem Eindruck von Thomssen redlich, die Zufahrt freibaggern zu lassen. Doch für eine noch intensivere Nutzung des Hafens reicht das noch nicht aus.
Terminalgebäude würde Hafen aufwerten
„Der Hooksieler Hafen könnte ein Sahnestück werden“, ist der 30-jährige Wangerländer überzeugt. Der Hafen sei nicht nur touristisch interessant, auch für die maritime Wirtschaft habe er steigende Bedeutung, nicht zuletzt als Service-Punkt für den nahe gelegenen LNG-Terminal. „Aber irgendwie wirkt der Hafen schmuddelig“, klagt Thomssen, der sich wünschen würde, dass NPorts in ein schmuckes Terminalgebäude am Hafen investiert, in dem sich dann sicher nicht nur die Reederei „Adler & Eilts“ ein Büro als festes Standbein im Wangerland sichern würde.
Aktuell erfolgt der Kartenverkauf für die Helgoland-Fahrten online über das Internet oder über die Verkaufsstellen der Wilhelmshaven Tourismus & Freizeit GmbH (WTG) und der Wangerland Touristik GmbH (WTG). „Theoretisch können wir auch an Bord noch Karten verkaufen“, erläutert Kapitän Thomssen (Bild links; Foto: Dietmar Bökhaus). „Aber das führt schnell zu Hektik und Frust. Denn häufig sind unsere 267 Plätze auch schon ausgebucht.“
Thomssen, der Helgoland in der dritten Saison ansteuert, ist wie sein Kollege Hendrik Lassen Kapitän auf großer Fahrt. Die Kapitäne wechseln sich auf der Adler-Brücke im Zwei-Wochen-Rhythmus ab. Mit ihren Patenten könnten beide die größten Schiffe der Welt um den Globus manövrieren. Aber die Kurzstrecken-Fahrten in der Deutschen Bucht haben auch ihre Vorzüge. „Wir sind ein junges Team an Bord, das gut zusammenpasst. Und durch die festen Fahrpläne stimmt auch die Work-Life-Balance“, sagt Thomssen, der sich in seiner Freizeit unter anderem als ehrenamtlicher Ratsherr um die Belange der Gemeinde Wangerland und der Region kümmert.
Sicherheit der Fahrgäste oberstes Gebot
Auch seemännisch sind die Herausforderungen der Nordsee nicht zu unterschätzten. Das habe sich gerade in diesem Juli mit seinen Schlecht-Wetter-Kapriolen gezeigt. „Ab einer Wellenhöhe von 1,70 Meter fahren wir nicht mehr“, schildert Thomssen. Die Sicherheit der Passagiere habe höchste Priorität und die Überfahrt zur „roten Insel“ solle den Fahrgästen ja auch noch Spaß machen.
Das schlechte Wetter habe Helgoland deutlich zu spüren bekommen. Durchschnittlich würden im Sommer täglich 3500 bis 4000 Tagesgäste auf der Insel gezählt. Im Juli dürfte die Zahl mehrfach deutlich niedriger gelegen haben. Zum Teil seien sogar Fahrten aus Büsum abgesagt worden.
Mit Auslastung des „Adler-Jet“ sehr zufrieden
Insgesamt ist die Reederei „Adler & Eils“ nach den Worten von Thomssen aber mit dem Saisonverlauf mit Blick auf Wilhelmshaven und Hooksiel sehr zufrieden. Zum Start im Frühjahr hätten noch viele Kurzentschlossene Karten gebucht. Danach habe man einen Großteil der Tickets vorab verkauft und sei sehr häufig ausgebucht gewesen. Mehrfach haben man Doppelfahrten zwischen Hooksiel und Helgoland eingestreut. Auch technisch sei man bislang gut durch die Saison gekommen. Der „Adler-Jet“ sei lediglich einmal wegen eines kleinen Schadens an der Maschine für zwei Tage ausgefallen.
Handlungsbedaf bei Parktickets
Die Helgoland-Saison läuft in diesem Jahr noch bis Ende Oktober. Kurzfristigen Handlungsbedarf sieht Thomsen noch am Hooksieler Hafen mit Blick auf jene Fahrgäste, die mehrere Tage auf Helgoland bleiben wollen. Hier müssten dringend die Möglichkeit geschaffen werden, ein Mehrtages-Parkticket für ihre Pkw zu lösen. Niemand wolle ja das beim zollfreien Einkauf auf Helgoland gesparte Geld für das Strafmandat auf dem Parkplatz wieder einbüßen.
In gemütlicher Runde wurde an der Göpelscheune das Jubiläum des Arbeitskreises gefeiert. Foto: Gieseke
Hooksiel (16. 8. 2023) – Die Arbeitsgruppe Hooksiel besteht seit 25 Jahren. Jetzt haben die aktiven Helfer anlässlich ihres jährlichen Grillfestes mit ihren Frauen, Freunden und den leider nicht mehr so ganz aktiven Mitgliedern dieses Jubiläum an der Göpelscheune gefeiert.
Arbeitsgruppen-Vorsitzender Bruno Bölts übernahm die besondere Ehrung von Wolfgang Reich, der zu den Gründungsmitgliedern gehörte, die sich die Losung „Wir tun alles für Hooksiel“ auf ihre Fahne geschrieben haben. In einer launigen Rede berichtete Wolfgang Reich über Ereignisse aus den vergangenen 25 Jahren.
Die Gründung der Arbeitsgruppe ging zurück auf die Initiative der damaligen Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft und des Seebadevereins, Martin Ulfers und Wolfgang Reich. Eine Art Vorläufer, so erinnerte Reich, war die Flaggengruppe, die sich seit 1984 um die Flaggen am Alten Hafen kümmerte. Gruppensprecher waren ab 1998 Wolfgang Barkemeyer,Richard Herfurth und Henning Gieseke, bevor Bruno Bölts zum ersten Vereinsvorsitzenden gewählt wurde.
Die Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig einmal in der Woche mittwochs, um das Ortsbild von Hooksiel zu pflegen und zu verschönern. Markenzeichen: gelbe Arbeitswesten. Obligatorisch: die anschließende Teerunde. Da werden Grünpflanzen aus Gehwegritzen gekratzt, Pflanzbeete gesäubert und neu bepflanzt, Bänke aufgestellt oder die Ortseinfahrt verschönert. Der Alte Hafen, das Schmuckstück von Hooksiel, ist stets ein Arbeitsschwerpunkt geblieben. Hinzu kommen die zahllosen Hilfestellungen der Arbeitsgruppe bei Aktivitäten im Ort.
Die Arbeitsgruppe Hooksiel besteht seit 25 Jahren. Vorsitzender Bruno Bölts (rechts) ehrte aus diesem Anlass Gründungsmitglied Wolfgang Reich (Mitte). Foto: Gieseke
Der Vorsitzende der Hooksieler Dorfgemeinschaft, Marco Knodel, übermittelte Dank und Anerkennung der Dorfgemeinschaft. Besondere Grüße und einen Dank für die gute Zusammenarbeit übermittelte der ehemalige Bürgermeister, Björn Mühlena, im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Der amtierende Bürgermeister Mario Szlezak musste seine Teilnahme an dem Fest zum Bedauern des Arbeitskreises aus terminlichen Gründen absagen.
Bei gutem Wetter, leckerem Essen und kühlen Getränken pflegten Teilnehmer das gute und manchmal auch tiefsinnige Gespräche. Optimistisch für die Zukunft stimmte dabei, dass einige „neue“ Mitglieder sich offenkundig in der Runde ebenfalls wohl fühlten. Bruno Bölts: „Nun freuen wir uns auf unsere nächsten Aktivitäten und Arbeiten für Hooksiel.“
Hooksiel (15. 8. 2023) – Tennisfreunde können sich auf ein spannendes Saisonfinale in der Regionsliga Herren 50 freuen. Am Sonntag, 20. August, um 13 Uhr empfängt dabei die Mannschaft des FC Nordsee Hooksiel den TV Varel. Zuschauer sind auf der Platzanlage am Freizeitgelände willkommen.
Beide Mannschaften weisen aktuell 4:4 Punkte auf und belegen die Plätze drei und vier in der Tabelle. Der GVO Oldenburg, der seine Saison bereits abgeschlossen hat, belegt aktuell Platz zwei. Der Sieger der Partie Hooksiel gegen Varel würde die Oldenburger überflügeln und sich hinter der schon als Meister feststehenden JTG Wilhelmshaven die Vizemeisterschaft sichern. „Das wäre natürlich en schöner Erfolg“, sagt FCN-Mannschaftsführer Ingo Conring. Auf dem Platz angeführt werden wird das Hooksieler Team von Spitzenspieler Thomas Otte.
Dressurlehrgang beim RuF Hooksiel: Auf dem Bild (von links) Alina Frerichs auf Olivia, Jolanda Buscher, Lehrgangsleiterin Stefanie Strehle, Monika Gruchalla auf Dolores. Foto Elsbeth Noatzsch
Hooksiel (15. 8. 2023) – Für einen Dressurlehrgang des Reit- und Fahrvereins Hooksiel e.V. hat Organisatorin Inka Luiken die Dressurreiterin Stefanie Strehle aus Zürich gewinnen können. Strehle verbringt gerade einige Zeit an der Nordseeküste. Sie ist Dressurtrainerin aus Leidenschaft, bei ihrer Arbeit steht sowohl die Ausbildung vom Pferd als auch vom Reiter im Mittelpunkt.
Als Bereiterin bildet Stefanie Strehle die Pferde nach der klassischen Dressurausbildung aus. Hierbei ist sie selbst bis Klasse S** erfolgreich gewesen. Um individuell auf Pferd und Reiter einzugehen, haben die zehn Lehrgangs-Teilnehmerinnen in Hooksiel zu Beginn jeweils etwas über sich und ihr Pferd gesagt und darüber, was sie gern erreichen möchten.
Am Lehrgang haben sowohl Freizeit- als auch Turnierreiter teilgenommen. Strehle holte Reiterinnen und Pferde auf ihrem aktuellen Ausbildungsstand ab und ging 45 Minuten individuell auf beide ein. Die Teilnehmerinnen zogen durchweg ein sehr positives Resümee und würden sich über eine Fortsetzung freuen.
Badespaß heute wie vor 40 Jahren: Die Wellen im Meerwasser-Hallenbad in Hooksiel haben eine ganz besondere Anziehungskraft. Archiv-Foto: WTG
Hooksiel (14. 8. 2023) – Das Hooksieler Meerwasser-Hallenwellenbad wird nach seiner Wiedereröffnung gut besucht. Bei trüben Wetterlagen und bei Regen zähle man aktuell bis zu 600 Badegäste am Tag, sagt Larissa Strangmann, Marketing-Chefin der Wangerland Touristik GmbH. An schönen Strandtages seien es deutlich weniger.
Die gemeindeeigene GmbH ist Betreiberin des Bades. Die Saison hatten dieses Jahr erst vor vier Wochen begonnen. Von Mitte November bis Mitte Juli war das Bad samt Sauna geschlossen – wegen der explodierenden Energiepreise Ende 2022 und wegen notwendiger Revisions- und Sanierungsarbeiten. Unter anderem mussten tragende Stützpfeiler ausgebessert werden.
Die lange Ruhephase hat nicht allen technischen Aggregaten in dem 40 Jhre alten Bad gut getan, räumt Larisa Strangmann ein. Schon der Termin der Wiedereröffnung war nur dank des großen Engagements von WTG-Mitarbeiten zu halten. Der Grund: Beim Hochfahren der Wellenerzeuger-Anlage entwich offenbar Druck, so dass sich im Badbereich eine Reihe von Fliesen lösten, die dann in einer Nachtschicht wieder angeklebt wurden.
Inzwischen haben die Techniker diese Probleme im Griff. Badegäste können sich über ein Bad in der Brandung freuen, die regelmäßigen Abständen von den Wellen im Bad produziert wird. Beschwerden, wonach die Wellenanlage offenbar nicht immer funktioniere, weist die WTG zurück. Allerdings, so Larissa Strangmann, gebe es ganz bewusst Zeiten, in denen keine Wellen erzeugt werden – etwa mittwochs und freitags von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 17.15 bis 20 Uhr. „In diesen Zeiten sollen Badegäste die Gelegenheit haben, ganz in Ruhe ihre Bahnen zu schwimmen.“
Üblicherweise würden alle Gäste beim Betreten des Bades auf die wellenfreien Zeiten hingewiesen. „Sollte das in dem einen oder anderen Fall nicht geschehen sein, bitten dafür um Entschuldigung“, so die Marketing-Chefin.
Feuerwehrfrau Vanessa Müller fühlt sich wohl in der neuen Schutzbekleidung der Feuerwehrleute im Wangerland. Foto: hol
Hooksiel (12. 8. 2023) – Das Zauberwort der Zeit heißt „Künstliche Intelligenz“. Dabei denkt man an Computer, die eigenständig Texte schreiben, an selbstfahrende Autos oder auch an Roboter, die künftig Pflegebedürftige betreuen sollen. Aber an Jacken? Können Jacken intelligent sein?
In gewisser Hinsicht schon. Die Gemeinde hat die aktiven Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Wangerland mit neuer Schutzkleidung ausgestattet. Mit Hosen und Jacken, die sich – und das ist der Clou – merken können, von wem sie getragen werden und wie oft die bereits gewaschen wurden.
Schutzfunktion hält 40 Waschzyklen aus
Beide Informationen sind nach den Worten von Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel extrem wichtig. Vor der Spezialreinigung in einer Reinigung des Herstellers werden sämtliche Namensschilder an den Jacken entfernt. Ohne das „Gedächtnis“ der Jacken wäre es extrem schwierig, die richtige Jacke wieder ihrer Trägerin oder ihrem Träger zuzuordnen.
Die Registrierung der Zahl der Reinigungen ist noch wichtiger. Die neuen Jacken haben eine vierlagige Außenhaut, die die Feuerwehrleute während ihrer Einsätze vor Kälte, vor allem aber vor Hitze und Feuer sowie vor Viren und anderen Schadstoffen schützt – und das bei 20 Prozent weniger Gewicht. Die Schutzfunktion kann aber durch Reinigungen leiden. „Unsere neuen Jacken sind für 40 Waschvorgänge zugelassen“, erläutert Nöchel. „Danach entfällt die Zertifizierung.“
Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel demonstriert die Schwachstellen und Schäden an den alten Feuerwehrjacken, die jetzt ausgetauscht werden. Foto: hol
Lässt sich die Lebensdauer der teueren Spezialbekleidung nicht einfach dadurch erhöhen, dass man eine gewisse Verunreinigung toleriert? Schließlich müssen Feuerwehrleute ja im Einsatz nicht wie aus dem Ei gepellt aussehen … Jörg Nöchel hält das für eine ganz schlechte Idee. „Die Jacken und Hosen müssen nach jedem intensiven Brandeinsatz gereinigt werde“, erläutert er. Russ- und Schadstoffreste könnten krebserregend sein und somit die Gesundheit der Feuerwehrleute gefährden. Um so wichtiger, dass über einen Barcode in der Jacke die Zahl der Reinigungen hinterlegt ist.
Angebote bei Anprobe ausgiebig getestet
Wie Feuerwehrfrau Vanessa Müller gegenüber „Hooksiel-life“ schildert, hätten die Feuerwehrleute verschiedene Modelle von Jacken und Hosen nach der Präsentation durch die Hersteller intensiv getestet. Laufen, Kniebeuge, klettern … „Insgesamt haben wir bestimmt zehn Stunden Anprobe gehabt“, sagt die 20-Jährige, die seit vier Jahren zur aktiven Wehr gehört und in Hooksiel unter anderem die Jugendfeuerwehr betreut.
Am Ende blieb ein Hersteller über, dem man noch einige Verbesserungswünsche mit auf den Weg gegeben habe, so Jörg Nöchel. Etwa zur Platzierung der Funktionstaschen oder der Öse zur Befestigung einer Taschenlampe. Nachdem alle Feuerwehrleute der sieben Wehren im Wangerland größentechnisch vermessen waren, wurden Jacken und Hosen passgenau produziert. Kostenpunkt: rund 1100 Euro pro Kombination. Ist der Preis gerechtfertigt? Nöchel: „Unbedingt. Wir liegen damit zwar im oberen Mittelfeld. Aber die Anforderungen haben sich erhöht. Und der Schutz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute sollte uns das Geld ohnehin wert sein.“
220 neue Schutzausrüstungen wurde von wenigen Tagen an die Wehren ausgeliefert. Für die Hooksieler Wehr gab es 30 Jacken und 30 Hosen. Dass der Bedarf dafür dringend gegeben war, erschließt sich bei einem Blick auf die alte Schutzkleidung. Die 2008 hergestellten so genannten „Berliner Jacken“ hatte die Gemeinde 2012 für kleines Geld übernommen. Inzwischen haben sich viele der zwingend vorgeschriebenen Reflektoren gelöst. Die dreilagige Außenhaut der dunklen Jacken ist vielfach angestoßen, wirkt zum Teil schmuddelig und hat ihre nur zehn zulässigen Waschzyklen längst hinter sich.
Helle Anzüge erhöhen die Sichtbarkeit
„Wichtig ist auch der Schnitt der neuen Bekleidung“, erläutert Nöchel. Die neue Jacke ist etwas kürzer, was die Beweglichkeit im Einsatz erhöhe. Die Hose gehe dafür höher bis in den Rücken, damit die Feuerwehrleute auch dann noch geschützt sind, wenn sich die Jacke beim Einsatz in engen Räumen einmal hochschieben sollte.
Jacke und Hose seien bewusst in hellem Ton gewählt worden, um Schmutz besser erkennen und bei Einsätze auf Straßen besser sichtbar zu sein. Zu den weiteren Vorteilen hörten bessere Protektoren an Ellenbogen und Knien sowie ein verbesserter Nässeschutz. Ortsbrandmeister Nöchel: „Feuchtigkeit in der Bekleidung verdampft bei Hitze. Dann wird es den Kameradinnen und Kameraden unter Atemschutz ganz schnell heiß.“
Hooksiel/Wilhelmshaven (11. 8. 2023) – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält die jetzt veröffentlichten Messwerte zu Chlor-Einleitungen an der schwimmenden LNG-Regasifizierungseinheit „Höegh Esperanza“ für Augenwischerei. Die behördlichen Messungen an dem am Voslapper Groden liegenden Frachter und in dessen Umfeld in der Jade würden lediglich einen Zeitraum bis Anfang August umfassen, in dem überhaupt kein mit Schadstoffen belastetes Wasser ins Meer fließen konnte, weil an Bord bis dahin noch im so genannten „geschlossenen Verfahren“ gearbeitet wurde.
Das -162 Grad kalte Flüssigerdgas (LNG) wird erst seit wenigen Tagen durch Seewasser aus der Jade erwärmt. Darauf hatten auch Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bei der Präsentation der ersten Messreihen hingewiesen.
„Die bisherigen Biozid-Messungen in der Jadebucht sind nicht aussagekräftig, da bis vor Kurzem das Terminal im geschlossenen Kreislauf betrieben wurde“, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. „Deswegen sind die von der zuständigen Behörde veröffentlichten Daten nichts als Augenwischerei. Erst zukünftige Messungen bei Vollbetrieb der Anlage mit offenem System können die realen Belastungen des sensiblen Ökosystems der Nordsee korrekt erfassen.“
Nach Ansicht des Verbandes sollte die Wilhelmshavener Anlage vorsorglich umgehend auf eine Reinigung ohne den Einsatz giftiger Biozide umgestellt werden. Im offenen Betrieb wird dem aus der Jade entnommenen Seewasser mit per Elektrolyse gewonnenes Chlor als Antifouling-Mittel zugesetzt. Dadurch wird verhindert, dass sich das Röhrensystem der „Höegh Esperanza“ durch Muscheln, Algen oder Seepocken zusetzt.
Die Betreiber des Schiffes sollen bis Ende August ein Konzept zur Minimierung des Chloreinsatzes vorlegen. Ob und wann das Schiff dann umgerüstet wird, ist aber noch offen. Möglicherweise soll das mit Blick auf die Sicherheit der Energieversorgung erst dann passieren, wenn das zweite LNG-Terminal in Wilhelmshaven fertiggestellt ist.