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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Sporthalle mit pinker Farbe besprüht

Hohenkirchen (25. 10. 2023) – Unbekannte haben zwischen Montag, 14 Uhr, und dem gestrigen Dienstag, 8.30 Uhr, die Außenwände der Sporthalle der Oberschule Hohenkirchen mit pinkfarbener Sprühfarbe verunziert. Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich mit der Polizeistation Wangerland (Telefon 04463/808910) in Verbindung zu setzen.

Bereits am Wochenende, 13. Oktober, 23 Uhr, bis 16. Oktober 8 Uhr, war es im Umfeld der Schule in der August-Hinrichs-Straße zu zwei Sachbeschädigungen gekommen. Die Täter hatten die dortige Bushaltestelle mit oranger und blauer Farbe besprüht. Zudem lag nach Polizeiangaben auf der Fahrbahn ein abgebrochener Baumpfahl, der offenbar abgebrochen und auf die Fahrbahn geworfen wurde.

Denkbar ist auch ein Zusammenhang mit Farbschmierereien in Jever. Dort hatten Unbekannte am 12. Oktober, einem Donnerstag, zwischen 10 Uhr und 13.30 Uhr den Holzzaun eines Grundstückes in der Hajo-Jürgens-Straße, den Asphalt eines Gehweges sowie den Zaun eines nahe gelegenen Spielplatzes besprüht. Die dabei gewählte Farbe: Ebenfalls Pink.

Bunter Markt präsentiert regionale Produkte und nachhaltige Ideen

Wangerland (23. 10. 2023) – Am Wochenende, 28./29. Oktober, findet im Haus des Gastes in Horumersiel zum dritten Mal der „Wangerländer Nachhaltigkeits-Markt“ (Wanama) statt. Gäste und Einheimische sind eingeladen, jeweils von 10 bis 16 Uhr nachhaltige und regionale Produkte zu entdecken und sich über die vielfältigen lokalen Initiativen der Region zu informieren. Der Eintritt ist frei.

Friesischer Honig, Kerzen aus Bienenwachs, regionale Naturkosmetik, Makramee-Bastelkunst und handgemachte Pralinen sowie ein Bücherflohmarkt bieten Gelegenheit, Schätze zu entdecken und dabei Nachhaltigkeit zu erleben. Die Akteure geben ihre Erfahrungen und Tipps gerne auch an Interessierte weiter. 

Unterschiedliche Verbänden und der Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven informieren zudem über Natur- und Umweltschutz und die Tierwelt. Am Stand des Nationalpark-Hauses Wangerland können Besucher einen Blick durchs Mikroskop riskieren, beim Spinnkreis Neustadtgödens in die Welt des Filzens und des Spinnens eintauchen.

Für die kleinen Gäste gibt es an beiden Tagen jeweils um 11 und um 14.30 Uhr eine kostenfreie Vorstellung des Bilderbuchkinos in der Bücherei. Am Sonntag besteht zudem die Möglichkeit, auf einem kleinen Markt, regionale und, mit einem mitgebrachten Gefäß, auch unverpackte Produkte zu kaufen. Des Weiteren können Gäste des „Wanamas“ beim Live-Siebdruck mit der Soulshine Fabrik kreativ werden. 

Weitere Informationen und alle Aussteller auf der Internetseite der Wangerland Touristik GmbH (wangerland.de).

„Goldenes Leuchtfeuer“ für pfiffige Ideen in der Tourismuswirtschaft

Wangerland/Wilhelmshaven (20. 10. 2023) – Die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (Tano) sucht neue Konzepte für Service und Marketing. Auf dem NordseeTourismustag 2024 soll erstmals das „Goldene Leuchtfeuer“ entfacht werden. Mit dem Preis möchte die überregionale Marketing-Organisation für die niedersächsische Nordseeküste mit Sitz in Wilhelmshaven erstmals neue Ideen und Denkansätze rund um das Engagement am Gast besonders würdigen.  

Der Award wird in zwei Kategorien vergeben. Eine Jury, die von der Tano berufen wird, trifft die fachliche Auswahl für den Jurypreis. Über den Publikumspreis entscheidet ein Online-Voting. Bewerbungsschluss ist in beiden Kategorien der 9. Januar 2024, 18 Uhr. 

Beim Jurypreis können ausdrücklich auch kleinere innovative, kreative und nachhaltige Erlebnis- oder Serviceangebote für den Wettbewerb eingereicht werden. Sei es eine Dienstleistung, ein Genusserlebnis oder vielleicht ein digitales Hilfsmittel: Gewürdigt werden jegliche Arten von neuen Denkansätzen, die für exzellente Gastfreundschaft stehen, so die Tano. Die Markteinführung des Wettbewerbsbeitrags muss bereits erfolgt sein, frühestens jedoch am 1. April 2022.

Der Publikumspreis ist für innovative Marketing-Ideen gedacht. Es könne sich dabei etwa um Key Visuals, Werbeaussagen, Film-Clips und Plakatentwürfe, aber auch um Radio-Spots oder Kampagnen handeln. Die Wettbewerbs-Beiträge werden ab dem 19. Januar online gestellt. Danach können Besucher der Internetseite https://tano.travel/goldenes-leuchtfeuer/ abstimmen.

Der NordseeTourismusTag findet am 14. und 15. Februar 2024 in Bremerhaven statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Unsere neue Kollegin KI – Künstliche Intelligenz als Fluch und Segen für den Tourismus.“

Polizei warnt vor betrügerischen Handwerkern und gibt Tipps

Hooksiel (19. 10. 2023) – Die Polizei warnt vor unseriösen Handwerkern, die Gartenarbeiten und Steinreinigungen anbieten. Die Betrüger würden derzeit mit Kleinanzeigen in Zeitungen, mit Flyern sowie durch das Verteilen von Visitenkarten ihre Dienste anbieten. Die Ermittler raten potenziellen Kunden dringend dazu, vor einer Auftragsvergabe die Tipps der Polizei zu beachten.

Grundsätzlich ist gerade bei Haustürgeschäften besondere Vorsicht geboten. Interessierte sollten sich zuvor bei verschiedenen Firmen über ungefähre Kosten für die Arbeiten erkundigen. „Leisten Sie keine Vorauszahlungen und schließen Sie einen schriftlichen Vertrag“, rät die Polizei.

Nach dem Angebot sollte man sich mindestens einen Tag Zeit nehmen, um zum Beispiel Rat von Freunden und Bekannten einholen zu können. Seriöse Anbieter hätten damit kein Problem. Ein weiterer Tipp: „Lassen Sie sich auf keinen Fall von fremden Personen am Telefon oder persönlich über Wertgegenstände ausfragen, die in Ihrem Besitz sind!“

Gehweg- oder Terrassenplatten sehen nach wenigen Jahren durch Grünbelag, Dreck und Unkraut in den Fugen möglicherweise nicht mehr schön aus. Professionelle Hilfe versprechen so genannte Steinreiniger, die mit leistungsstarken Hochdruckreinigern den Dreck beseitigen.

Kunden sollten vor einem Vertrag prüfen, ob es die angebliche Firma am angegebenen Ort überhaupt gibt. Auf jeden Fall sollte man einen Kostenvoranschlag fordern, gegebenenfalls auch für die Zusatzleistung des Neuverfugens, da Fugen ausgespült werden können.

Wer Opfer einer unlauteren Machenschaften geworden ist, sollte eine Anzeige bei der Polizei erstatten. Für Rückfragen steht für den Raum Jever aus dem Präventionsteam der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland Anja Kienetz (Tel. 04461/9211-181) zur Verfügung:

EWE entschädigt Kunden für Wartezeit

Hooksiel/Oldenburg (18. 10. 2023) – Der Oldenburger Energie- und Telekommunikationsdienstleister EWE wird eine einmalige „Entschuldigungszahlung“ an Kunden leisten, die lange auf die Auszahlung eines Guthabens aus ihrer Jahresrechnung für Strom, Erdgas oder Wärme warten mussten. Die EWE ist unter anderem Grundversorger für den Lankreis Friesland und damit auch für Hooksiel.

„Wir haben unsere Kundinnen und Kunden im vergangenen Spätsommer dazu aufgerufen, in der Energiekrise möglichst viel Energie zu sparen und die Monatsabschläge an die seinerzeit stark gestiegenen Preise anzupassen“, erläutert EWE-Marktvorstand Dr. Christian Friege die Entscheidung. „Wenig später hat die energiewirtschaftliche Sondersituation der vergangenen Monate zu großen Herausforderungen im Kundenservice beigetragen, in deren Folge wir bei der Erstellung von Rechnungen in Verzug geraten sind. Dabei haben wir es nicht gut genug geschafft, unsere Systeme und Prozesse anzupassen. Wir finden, dass dies nicht zum Nachteil derjenigen sein darf, die unserem Aufruf gefolgt sind und aus ihrer Jahresrechnung ein Guthaben erwarten. Bei ihnen bitten wir um Entschuldigung und glauben, eine sichtbare und pragmatische Lösung gefunden zu haben“, so Friege. 

Parallel arbeite EWE weiter intensiv daran, auch die letzten noch ausstehenden Jahresrechnungen so schnell wie möglich zu ihren Kunden zu bringen. Voraussetzung für die Zahlung sei, dass nach wie vor ein aktives Kundenverhältnis besteht, die Jahresrechnung ein Guthaben von mindestens 100 Euro aufweist und dass länger als sechs Wochen nach Ablauf der kundenindividuellen Verbrauchsperiode noch keine Jahresabrechnung vorliegt.

Die Höhe der Zahlung berücksichtige die Höhe des Guthabens und die Dauer der Wartezeit, so die EWE. Die betreffenden Kundinnen und Kunden würden nach Erhalt ihrer Jahresrechnung in einem gesonderten Schreiben über die Höhe ihrer Entschuldigungszahlung informiert. 

Mehrfache gesetzliche und regulatorische Eingriffe zur Entlastung der Bürger in der Energiekrise machten weitreichende Systemanpassungen auf Seiten der Energieversorgungsunternehmen notwendig. Die kurzfristige Umsetzung von Maßnahmen wie der Umsatzsteuersenkung, Einmalzahlungen im Dezember und Preisbremsen im Frühjahr sei komplex gewesen und habe bei vielen Energieversorgungsunternehmen zu einer Überlastung geführt. 

Jensen zieht Bilanz: Von Deutschland-Geschwindigkeit nichts zu spüren

MdL Katharina Jensen
Zog nach einem Jahr als Landtagsabgeordnete Bilanz: Katharina Jensen. Foto: hol

Wangerland/Jever (16. 10. 2023) – Ein Jahr im niedersächsischen Landtag, viel Arbeit, kaum Mehrheiten für Anträge und dennoch macht der CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen nach eigenem Bekunden ihr Job in Hannover noch sehr viel Spaß. Heute zog die 37-jährige Wangerländerin Bilanz und sparte dabei nicht mit Kritik an der rot-grünen Landesregierung.

Die deutlich verjüngte und sehr weibliche CDU-Fraktion verstehe sich als „konstruktive Opposition“. Man wolle Politik mitgestalten, aber, so der Hauptvorwurf von Katharina Jensen in Richtung Landesregierung: „Vieles geht viel zu langsam, wird nicht konsequent zu Ende gedacht und nicht mit den erforderlichen Haushaltsmitteln hinterlegt.“

Als ein Beispiel nennt die agrarpolitische Sprecherin ihrer Fraktion die Pläne zur Wiedervernässung der Moore. Dadurch soll Kohlendioxid gebunden und der Klimawandel verlangsamt werden. Der Moorschutz würde allein im Milchvieh-Gürtel im Nordwesten Niedersachsens einen Verlust an Wertschöpfung in Höhe von einer Milliarde Euro verursachen und gewaltige Veränderungen für Menschen und Infrastruktur mit sich bringen. „Das Ziel steht, aber ich habe den Eindruck, dass in der Regierung niemand einen Plan hat, wie es erreicht werden soll“, so Jensen. Vom Aufbau eines Entschädigungsfonds sei jedenfalls noch nichts zu sehen.Ähnliches gelte für ein Torfabbau-Verbot oder die Umsetzung von neuen Tierwohl-Standards. 

Beispiel Ganztagsschulen. Ab 2026/2027 sollen alle Schulen imLand eine Ganztagsbetreuung anbieten. Dafür gebe es einen Topf mit 315 Millionen Euro für die Kommunen. „Aber die Investitionsrichtlinie liegt immer noch nicht vor“, beklagt Jensen. Entsprechend groß sei die Verunsicherung bei den Kommunen, die ihre Schulen zum Teil mit erheblichem Aufwand umbauen müssen. Die Ganztagsschulen an sich hält die CDU-Politikerin für eine gute Sache. „Damit wird die Chancengleichheit erhöht.“ Kinder erhielten Einblicke in andere Lebensbereiche. Zudem könne die Alltagskompetenz erhöht werden.

Beispiel Hafeninfrastruktur. Häfen spielen eine zentrale Rolle für Logistik und Energiewende. Im Landeshaushalt stehen aber lediglich 40 Millionen Euro für laufende Investitionen in den Häfen. Ab 2025 soll dieser Betrag auf 30 Millionen gesenkt werden. Die CDU sieht hingegen einen Investitionsbedarf in Häfen und Hinterland-Anbindungen von einer Milliarde Euro, zu finanzieren von Bund, Land und Wirtschaft. Mit Blick auf die Wilhelmshavener Häfen müsste unbedingt der Ersatz der Eisenbahn-Klappbrücke über die Hunte angegangen werden.

Ähnlich großen Handlungsbedarf sieht Jensen bei der Einführung eines günstigen Industriestrompreises. Andernfalls wäre die Zukunft gerade der energieintensiven chemischen Industrie in Stade und Wilhelmshaven gefährdet. Auch beim Bau eines Wasserstoff-Versorgungsnetzes als Energieachse der Zukunft sei von einer „Deutschland-Geschwindigkeit“ in Niedersachsen kaum etwas zu spüren. 

Für Tourismus und Gastronomie von größter Bedeutung ist nach Ansicht der Abgeordneten aktuell der Verzicht auf die Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Die Besteuerung auf Getränke und Speisen in Restaurants war mit Blick auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie auf 7 Prozent gesenkt worden. 

Die Arbeitsbelastung als Abgeordnete sei größer als sie vor ihrem Amtsantritt vor einem Jahr gedacht hätte, sagte die Wangerländerin, die inzwischen auch einen Sitz im Präsidium der Niedersachsen CDU hat. Dennoch, so die mit einem Landwirt verheiratete Mutter von drei Kindern, wolle sie ihre Mandate im friesländischen Kreistag und im Rat der Gemeinde Wangerland auch künftig wahrnehmen, um „ein Ohr an den Problemen der Kommunen“ zu haben. Machbar sei das alles aber nur, weil ihre Familie voll hinter ihr stehe.

Preisschock und Pleiten: Jensen warnt vor höheren Steuern in Gastronomie

Wangerland (13. 10. 2023) – Die Wangerländer Landtagsabgeordnete Katharina Jensen macht sich dafür stark, dass der ermäßigte Mehrwertsteuer-Satz von sieben Prozent auf den Verzehr von Speisen im Restaurant dauerhaft beibebalten bleibt. „Es ist völlig klar, eine Erhöhung des Steuersatzes auf dann wieder 19 Prozent auf Speisen wäre ein herber Rückschlag für die Gastronomiebranche“, so die CDU-Politikerin, deren Fraktion sich in dieser Woche mit einem Entschließungsantrag gegen die Pläne der Bundesregierung gewandt hat, die in Corona-Zeiten eingeführte Ermäßigung auslaufen zu lassen.

Nach drei Verlustjahren in Folge hätten die heimischen Restaurants und Hotels noch nicht wieder die Vorkrisenumsätze erreicht, so Jensen. Im Gegenteil: Allein durch die Corona-Pandemie und die Energiekrise hätten bereits 3000 Betriebe in Niedersachsen geschlossen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) rechne damit, dass bei einer Anhebung des Mehrwertsteuersatzes noch 1000 weitere Unternehmen den Betrieb einstellen müssen. 

„Die Erhöhung der Mehrwertsteuer wäre auch für unsere touristische Region ein weiterer sehr negativer Punkt“, sagt Jörg Scherf, Chef vom Gasthof „Zum Deichgrafen“ im Wangerland. In der Region übernachten viele Gäste in Hotels und Ferienwohnungen ohne Verpflegung. „Das Essengehen wird teuer und wird die Laune im Urlaub und die Planung für den nächsten Urlaub sicherlich sehr beeinflussen“, ist sich Scherf sicher. Weniger Gäste aber könne sich die Region in keinem Fall erlauben. 

Ein weiterer Aspekt seien Lohnsteigerungen. Die Angestellten in den Gastronomiebetrieben bekämen deutlich mehr Lohn als vor der Pandemie, auch um weitere Abwanderung aus der Branche zu vermeiden. „Das bedeutet aber auch, dass die Ausgaben der Tourismusbetriebe gestiegen sind, wenn jetzt frisch zubereitete Speisen wieder mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belegt werden müssen, dann sind die Gastronomen gezwungen, die enormen Kostensteigerungen doch eins zu eins an die Gäste weiterzugeben“, erläutert Jensen. „Diese hohen Preise würden dann dazu führen, dass noch weniger Gäste kommen.“ Der Dehoga-Bundesverband spricht in diesem Zusammenhang sogar von einem Preisschock für die Gäste – mit fatalen Folgen für die Gesellschaft, den Staat und die Betriebe. 

Die Aussage des niedersächsischen Finanzministers, eine Verlängerung der 7-Prozent- Regel würde das Land allein im kommenden Jahr 155 Millionen Euro kosten, ist nach Überzeugung der CDU nicht haltbar. „Denn wenn Unternehmen ganz aufgeben müssten, dann zahlen sie überhaupt keine Steuern mehr“, so Katharina Jensen. Die Lücke in den Länderhaushalten soll, so die Forderung der CDU, ohnehin der Bund ausgleichen. Denn die Abschaffung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes würde zugleich eine Wettbewerbsungleichheit in Europa bedeuten, da 23 von 27 EU- Mitgliedstaaten der Gastronomie einen ermäßigten Steuersatz gewähren. 

Energiesparen: Unabhängige Experten beraten Hauseigentümer

Friesland/Hooksiel (13. 10. 2023) – Der Landkreis Friesland bietet zusammen mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen individuelle Energiespar-Beratungen an. Dabei sollen Interessierte zum bei der Planung und Sanierung von Bauprojekten unabhängig unterstützt werden. 

Eine vorige Terminvereinbarung ist erforderlich und telefonisch möglich bei Friederike Mennicke, Sachbearbeiterin für Fördermittelakquise des Landkreises, unter Telefon 04461/919-2213. Die Beratungen in den Beratungsstützpunkten sind kostenfrei, für Beratungen am eigenen Haus wird ein Eigenanteil von 30 Euro fällig. Hilfreich ist es, aussagekräftige Unterlagen zum Haus oder der Wohnung mitzubringen.

Am 16. Oktober und 30. Oktober sowie am 15. November finden zwischen 8 Uhr und 13 Uhr Beratungen durch Energieexpertin Jasmin Eilers im Beratungsstützpunkt Jever in der Außenstelle des Landkreises in der Beethovenstraße 1 statt.

Für Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern gibt es auch die Möglichkeit, sich direkt am eigenen Haus beraten zu lassen. Eine Energieberaterin oder ein Energieberater zeigt auf, wo im Gebäude unnötig Energie verloren geht und welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Auch der Einsatz erneuerbarer Energien gehört zum Beratungsinhalt. Das Beratungskontingent ist auf 40 Termine begrenzt. Durch eine Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beträgt der Eigenanteil an den Kosten lediglich 30 Euro. Anmeldungen sind möglich unter www.friesland.de/klimaschutz

Zum Hintergrund: In privaten Haushalten werden rund 84 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser benötigt. Besonders in Gebäuden ohne ausreichende Wärmedämmung geht viel kostbare Energie verloren: durch Fenster, Dächer und Außenwände. Hier setzt das Angebot „Gut beraten: Energiesparen!“ im Landkreis Friesland an.

Pläne für Halbinsel im Wangermeer: Alle Grundstücke mit Wasserzugang

Wangerland (13. 10. 2023) – In Hohenkirchen soll ein neues Ferienhaus-Gebiet entstehen – und zwar im Wangermeer. Die Niedersächsische Landesgesellschaft (NLG), die das Areal von der Gemeinde Wangerland erworben hat, hat ihre Pläne für die so genannte Halbinsel in dem künstlich durch Kleiabbau geschaffenen See jetzt im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung des Rates vorgestellt. 

Halbinsel Wangermeer
So sehen die Pläne für die Bebauung der Halbinsel im Wangermeer aus. Jedes der Grundstücke ist per Boot zu erreichen. Der Bereich westlich der Ringstraße ist für Dauerwohnungen vorgesehen. Grafik: NLG

Das Gremium empfahl einstimmig, einen Bebauungsplan für ein Sondergebiet aufzustellen, das Ferienhäuser sowie in einem Teilbereich, in Richtung Ort, auch Dauerwohnungen ermöglicht. Die Halbinsel ist über eine Zufahrt von der Helmstedter Straße aus erreichbar. Im Zentrum liegt ein ehemaliger Bauernhof, dessen Areal vor allem ökologisch von Bedeutung ist. Wie die Projektleiterin der NLG, Susanne Janzen, sagte, sollen unter anderem Nistkästen und Brutsteine für Fledermäuse und Rastvögel angelegt werden. Für die ökologischen Eingriffe in die Biotop-Struktur der Halbinsel seien zudem externe Kompensationsmaßnahmen erforderlich.

Fünf zwölf Meter breite Grachten

Markantes städtebauliches Merkmal der Ferien- und Dauerwohnsiedlung werden fünf zwölf Meter breite Grachten, die vom Wangermeer aus jedes Grundstück erschließen. Die Grachten sollen mit Holzbohlen eingefasst werden, so dass jeder Bewohner problemlos mit einem Boot an seinem Grundstück festmachen kann. 

Wie Torsten Meuer von der Bauverwaltung der Gemeinde sagte, seien die Wasserwege als Privatgrachten geplant. Die Breite sei bewusst gewählt worden, um das Aufreinigen der Wasserwege zu ermöglichen, in denen bei Bedarf auch das Mähboot der Gemeinde eingesetzt werden kann. Das Regenwasser soll auf der Halbinsel an der Oberfläche gereinigt werden, damit es direkt ins Wangermeer abfließen kann.

Ziel ist ein einheitliches Bild

An einer Ringstraße, von der drei Stichwege abgehen, sollen nach den Worten von Suzanne Janßen rund 100 Wohneinheiten entstehen – entweder als Häusergruppen oder als Einzel- bzw. Doppelhäuser. Ziel sei ein einheitliches Bild der Bebauung. Dafür soll für die zweigeschossigen Häuser eine schräge Dachneigung und eine Firsthöhe von maximal 9,5 Meter festgeschrieben werden. Die ehemalige Hofstelle bietet Raum für zentrale Angebote (Café, Lädchen etc.).

Der Aufstellungsbeschluss ist der erste Schritt in der Bauleitplanung. Im Laufe des weiteren Verfahrens werden die Pläne öffentlich ausgelegt, so dass auch Bürger Anregungen und Bedenken zu dem Projekt vorbringen können 

Illegal Ferienwohnungen betrieben: Mehrheit für pragmatische Lösung

Wangerland (11.10. 2023) – Der Straßenzug Pommernweg/Zum Tief in Horumersiel soll baurechtlich zu einem „Sondergebiet Ferienwohnungen/Dauerwohnen“ werden. Was sich sperrig anhört, hat ganz praktische Folgen. Hauseigentümer und Investoren, die in den vergangenen Jahrzehnten in dem Reinen bzw. Allgemeinen Wohngebiet unzulässigerweise Einfamilienhäuser zu Ferienwohn-Komplexen umgebaut haben, müssen dann nicht mehr befürchten, dass sie mit Bußgeldern belegt und ihnen die Vermietung untersagt wird.

Die Missstände sind über Jahrzehnte gewachsen, bedauerte am Dienstagabend im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Sanierung Ratsherr Wieland Rosenboom (WPW), der selbst im Pommernweg wohnt. Holger Ulfers, Sprecher der SPD-Fraktion begrüßte ausdrücklich, dass die Gemeinde jetzt im Zuge der Umsetzung des Gemeinde-Entwicklungskonzeptes die die offenkundigen Missstände in ihrer Bauleitplanung anpackt.

Ausschuss für Legalisierung

Für den Pommernweg gab es zwei Alternativen: den Rückbau der Feriendomizile oder deren Legalisierung. Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) hatte schon in den vergangenen Wochen intensiv für die Legalisierung geworben. „Das, was schon steht, soll stehen bleiben können.“

Nachdem der Ausschuss einstimmig der Beschlussvorlage der Verwaltung zugestimmt hatte, kündige der Szlezak an, umgehend beim Landkreis Friesland als Genehmigungsbehörde anrufen zu wollen, um die veränderten Planungsziele der Gemeinde zu verkünden. Während des Verfahrend zur Änderung des Bebauungsplanes können die Ferienwohnungen dann weiter genutzt werden.

Nutzungsänderung anzeigen

Allerdings, so Torsten Meuer aus der Bauverwaltung, seien die Betreiber der Ferienwohnungen dennoch in der Pflicht, sich auch selbst beim Landkreis zu melden und die Nutzungsänderung für ihre Gebäude anzuzeigen. „Erst dadurch wird die Vermietung legalisiert.“

Die SPD habe sich entschieden, dieser pragmatischen Lösung zuzustimmen, sagte Ulfers. „Aber eigentlich ist das nicht das, was wir wollten. Wir hätten das Thema viel früher anpacken müssen“, bedauerte der SPD-Sprecher. 

Schillig soll Hotel behalten

„Vor der Lage“ bleiben, will die Gemeinde auf jeden Fall in Schillig. Einvernehmlich empfahl der Ausschuss hier eine Veränderungssperre für den Bereich „Schillig Kern“ sowie die Aufstellung von Flächennutzung- und Bebauungsplan. Damit können aktuell alle unliebsamen Veränderungen in dem Gebiet von der Gemeinde untersagt werden. 

Eine Gefahr bestehe vor allem darin, dass das ehemalige Upstalsboom-Hotel leer steht. „Das ist vielleicht die schönste Ecke im Wangerland“, sagte Ulfers. „Hier war ein Hotel – und hier soll auch ein Hotel bleiben.“ Ohne eine Veränderungssperre, so die Sorge der Gemeinde, könnte möglicherweise ein Investor auf die Idee kommen, das Gebäude in Appartement-Wohnungen umzubauen. Das würde jetzt der städtebaulichen Planung entgegen stehen.