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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Tano setzt auf Podcast: Künstliche Intelligenz erklärt die Region

Hooksiel (23. 1. 2025) – Podcast – so heißt ein Format, mit dem Medienschaffende versuchten, einen neuen Draht zu ihren Zuhörern zu bekommen. Vereinfacht gesagt: Themen werden in Gesprächsform aufbereitet, häufig in einem Frage-Antwort-Spiel. Dazu kommen möglicherweise Originaltöne von dritter Seite. So entsteht, im besten Fall, eine informative Plauderei, etwa zwischen Journalist und Experten, der man in Gruppen oder zum Beispiel auch beim Autofahrern folgen kann.

Jetzt ist auch die Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (Tano) mit Sitz in Wilhelmshaven auf diesen Zug aufgesprungen. Die Marketing-Organisation für die niedersächsische Nordseeregion präsentiert ihren ersten B2B-Podcast, der, so die Tano, komplett mit Künstlicher Intelligenz produziert wurde. Erreicht werden sollen damit die touristischen Partner an der niedersächsischen Nordsee, denen Einblicke in aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen der Branche gegeben werden sollen.

„Mit dem Start unseres KI-basierten Podcasts setzen wir deutschlandweit einen Meilenstein und nutzen als Vorreiter mutig die Möglichkeiten, die uns die moderne Technologie bietet“, sagt Mario Schiefelbein, Geschäftsführer der TANO. „Auch wenn es an manchen Stellen noch ruckelt und einige Passagen in der Aussprache eher zum Schmunzeln anregen, ist es uns ein Anliegen gewesen, unseren Partnern ein modernes und informatives Medium an die Hand zu geben, das zeigt, was mit KI-Tools heute schon möglich ist.“

Ob die Zuhörer sich von den Computerstimmen („Harry & Anita“) unterhalten, informiert oder schlicht veräppelt vorkommen, wird sich zeigen. Die Tonspur des Podcast ist vollständig KI-generiert, während das Skript größtenteils von KI geschrieben und an einigen Stellen manuell verfeinert wurde. 

Der neue Podcast „53Grad-Navigator“ werde ab sofort regelmäßig produziert, so die Tano. „Wir möchten mit diesem Projekt sowohl inspirieren als auch Diskussionen über den Einsatz von KI anregen“, so Schiefelbein. Seine Überzeugung: „Die rasante Entwicklung in diesem Bereich bietet enorme Potenziale, und wir sehen uns als touristische Dachorganisation in der Nordsee-Region in der Verantwortung, neue Wege auszuprobieren und aufzuzeigen, wie die Zukunft der Branche gestaltet werden kann.“ 

Die Tano arbeite zudem bereits an einem B2C-Podcast für Gäste der Region. Dieser solle nicht nur unterhalten, sondern auch praktische Informationen für den Urlaub an der Nordsee bieten sowie über aktuelle Reise-Tipps, wie zum Beispiel übe Veranstaltungen, informieren.

Interessierte können die erste Folge auf der B2B-Website www.tano.travel unter dem Menüpunkt Aktuelles finden oder auf den Podcast-Plattformen ihrer Wahl kostenlos abonnieren

Führungskräfte der Feuerwehr vereidigt

Vereidigung von Feuerwehrkräften
Bürgermeister Mario Szlezak (2. v. l.) und Ordnungsamtsleiter Markus Gellert (re.) vereidigten im Beisein von Gemeindebrandmeister Eike Eilers (4. v. l.) und dessen Stellvertreter Florian Harms (2. v. r.) die neuen Funktionsträger (von links) Carsten Held, Jens Brämer, Carsten Rohlfs und Ihno Gerdes. Foto: Gemeinde

Wangerland (22. 1. 2025) –Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak hat im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus eine Reihe von gemeindlichen Ehrenbeamten vereidigt. Ihren Eid legen dabei neu gewählte Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr ab: Carsten Held (stellv. Ortsbrandmeister Ortswehr Neugarmssiel), Jens Brämer (Ortsbrandmeister der Ortswehr Minsen), Carsten Rohlfs (Ortsbrandmeister der Ortswehr Hohenkirchen) und Ihno Gerdes (Ortsbrandmeister der Ortswehr Waddewarden).

Im Beisein des Gemeindebrandmeisters Eike Eilers, des stellv. Gemeindebrandmeisters Florian Harms und des Ordnungsamtsleiters Markus Gellert dankte Szlezak den Ehrenbeamten für deren außergewöhnliches Engagement für die Gesellschaft und die Sicherheit der Gemeinde Wangerland. „Es ist mir eine Ehre, Euch in das Ehrenbeamtenverhältnis zu berufen. Eure Hingabe und Euer Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Wangerland sind vorbildlich. Vielen Dank für Euren Dienst“, so Szlezak.

Storag Etzel überzeugt: Kavernen für Wasserstoff-Einlagerung geeignet

Friedeburg/Wilhelmshaven (21. 1. 2025) – Die bislang als Gaszwischendepot genutzten Kavernen in Friedeburg-Etzel sind offenbar auch für die Einlagerung von Wasserstoff geeignet. Diese Hoffnung nährt jedenfalls der bislang positive Verlauf des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „H2CAST Etzel“. Wie die Firma Storag Etzel als Betreiberin des Kavernenfeld heute mitteilt, hat zum Jahreswechsel die Einspeicherung der ersten Mengen von insgesamt avisierten 90 Tonnen Wasserstoff begonnen. In 2024 war bereis eine Dichtigkeitsprüfung erfolgreich abgeschlossen worden.

Kann Wasserstoff in ehemaligen Gaskavernen eingelagert werden? Die Tests dazu in Etzel verlaufen vielversprechend. Foto: Storage Etzel

Die Einspeicherung ist Teil des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „H2CAST Etzel“, das vom Land Niedersachsen und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Damit soll die technische Umsetzung der Speicherung von Wasserstoff in Salzkavernen entwickelt werden. H2-Kavernen in räumlicher Nähe gelten als wichtiger Faktor bei der Entwicklung Wilhelmshavens zu einem Schlüsselstandort für die Energiewende mit der Produktion von Wasserstoff und dem Import CO2-freier Gase.

„Wir haben einen weiterer Meilenstein zur Umwidmung von bestehenden Kavernen für die Speicherung von Wasserstoff in Etzel umgesetzt“, sagt Carsten Reekers, Projektleiter von „H2CAST Etzel“. Der unter einem Druck von 300 bar mittels LKW-Trailern angelieferte gasförmige Wasserstoff verdrängt bei der Einspeicherung über den für Wasserstoff geeigneten Kavernenkopf und Bohrungsverrohrung die Sole aus den Kavernen. Das Salz wird über die Solanlage der Storag Etzel abtransportiert.

„Nach erwarteten Anlaufschwierigkeiten in der Beschaffung von Wasserstoff – man merkt, dass der Wasserstoffmarkt noch in den Kinderschuhen steckt – sind Stand Ende Januar mehrere Tonnen bei einem maximalen Druck von 170 bar sicher im Untergrund gespeichert“, so Reekers weiter. „Wir sind stolz auf das bisher Erreichte und haben jetzt gezeigt, dass die vorhandenen Anlagen im Kavernenfeld Etzel für die Wasserstoffspeicherung geeignet sind. Unsere Fachkollegen des Gasbetriebs haben die Prozessschritte für die Wasserstoffbefüllung sicher im Griff.“ 

Reekers ist davon überzeugt, dass sich die bestehenden unterirdischen Gas- und Ölspeicher zeitnah für die Nutzung von Wasserstoff zeitnah umwidmen lassen. In 2025 will Storage Etzel mit Projektpartnern unter anderem eine Anlage zur Wasserstoffreinigung bauen und in Betrieb nehmen. Dabei sollen unterschiedliche Verfahren und deren Effizienz getestet werden.

Der Wasserstoff muss aktuell noch aufgrund der fehlenden H2-Pipelineanbindung per Lkw in Etzel angeliefert werden. Bis in den Sommer werden bis zu drei Lkw-Ladungen Wasserstoff pro Woche in Etzel erwartet. Insgesamt sind nach Unternehmensangaben rund 200 Trailerladungen erforderlich, um den Dachbereich der Kavernen mit Wasserstoff zu befüllen. Künftig werde der Standort Etzel an das bereits genehmigte H2-„Kernnetz“ per Pipeline mit Wasserstoff versorgt.

Wasserrechtliche Genehmigung fehlt: Bauarbeiten am Edeka-Markt stocken

Bauarbeiten am Edeka-Markt Hohenkirchen
Der Bau des neuen Edeka-Marktes in Hohenkirchen hat im Herbst 2024 begonnen. Aktuell stocken die Arbeiten, weil die wasserrechtliche Genehmigung noch nicht vorliegt. Archiv-Foto: hol

Wangerland (21.1. 2025) – Der Bau des neuen Edeka-Supermarktes in Hohenkirchen kommt nur schleppend voran. Wie der Bauamtsleiter der Gemeinde Wangerland, Torsten Meuer, auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bestätigt, könne „gerade nicht weitergearbeitet werden, weil die wasserrechtliche Genehmigung vom Landkreis noch nicht erteilt werden konnte“.

Die Genehmigung sei mit mehreren Bedingungen aus dem Bauleitverfahren verknüpft. Es geht um das Gewässer II. Ordnung im Baufeld, die Hohenkirchener Leide, das von der Sielacht betreut wird. Dieser größere Graben soll vom Neubau überbaut werden. Das Gewässer werde dafür in seiner Bedeutung herabgestuft. 

Um die Entwässerung weiter zu gewährleisten, soll im Norden der Baustelle ein neues Gewässer II. Ordnung ausgewiesen werden. „Das alles wird mit dem Entwässerungsantrag geändert und bedarf einer sorgfältigen – auch hydraulischen – Bearbeitung durch den Landkreis“, erläutert Meuer. „Wir sind mit Edeka, dem Planungsbüro, dem Landkreis und der Sielacht im Austausch, damit es schnellstmöglich weitergehen kann.“

Die Bauarbeiten an dem Lebensmittelmarkt mit einer geplanten Verkaufsfläche von über 1800 Quadratmetern hatten im Herbst vergangenen Jahres begonnen. Bei dem Edeka-Markt handelt es sich um einen so genannten Vollversorger, der ein deutlich breiteres Sortiment haben wird als die benachbarten Discounter Aldi und Lidl. 

Plakate der Grünen gezielt zerstört

Friesland/Wangerland (18. 1. 2025) – Unbekannte vergehen sich offenbar gezielt an Wahlplakaten von Bündnis 90/Die Grünen. Wie der Kreisverband der Partei mitteilt, würden seit Anfang des Jahres Plakate, mit denen man im Bundestagswahlkampf auf Veranstaltungen oder Kandidaten hinweist, gezielt zerstört. Ähnliches habe man auch schon im Vorfeld der Europawahl im vergangenen Jahr erlebt.

„Das Recht auf freie Meinungsäußerung und politische Teilhabe sind Grundpfeiler unserer Demokratie. Das gezielte Entfernen und Zerstören von Wahlplakaten stellt einen Angriff auf diese grundlegenden Werte dar und untergräbt den fairen und demokratischen Wettbewerb“, stellt die Kreisvorsitzende der Grünen, Dr. Jutta Helmerichs, fest. „Abgesehen davon, handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat.“

zerstörte Plakate
Wie hier in Hooksiel attackieren Unbekannte die Plakate der Grünen auf den von den Parteien für den Bundestagswahlkampf gemeinsam genutzten Stellwänden. Foto: hol

Die Zerstörungen fänden im gesamten Landkreis statt. Gezielt seien Großflächenplakate beschädigt oder beschmiert und Laternenplakate heruntergerissen worden. Im Wangerland, wo es gemeinsame Plakat-Flächen für alle Parteien gibt, seien gezielt die Plakate der Grünen heruntergerissen worden, während die der anderen Parteien unbeschädigt blieben.

Kreisgeschäftsführer Rüdiger Schaarschmidt hat nach eigenen Angaben Kontakt zum Staatsschutz der Polizei aufgenommen. „Unsere Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich, um die demokratischen Prozesse zu stärken und unsere Botschaften im öffentlichen Raum zu verbreiten. Das Aufhängen von Plakaten ist ein wichtiger Teil dieses Engagements und fußt auf dem Grundrecht der freien Meinungsäußerung.“ Helmerichs und Schaarschmidt hoffen auf Hinweise von etwaigen Zeugen.

Reha-Anbieter plant in Schillig Familien-Einrichtung in ehemaligem Hotel

Wangerland/Schillig (17. 1. 2025) – Das Hotel Upstalsboom in Schillig ist Geschichte. Die Hotelkette mit Sitz in Emden hat das 68-Betten-Haus zum Ende des Jahres 2024 an die Freiburger Kur + Reha GmbH verkauft. Die Tochtergesellschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg möchte das Gebäude zu einer Mutter-Vater-Kind-Klinik umbauen. Die angrenzenden Gebäude mit Ferienwohnungen sollen erhalten bleiben.

Bei einem Besuch vor Ort erläuterte Geschäftsführer Melcher Frank die Pläne seines Unternehmens im Gespräch mit Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak. Szlezak zeigte sich gegenüber „Hooksiel-Life“ froh darüber, dass endlich wieder Leben in das seit Ende 2021 ungenutzte Hotelgebäude einziehen soll. Eigentlich hätte sich die Gemeinde allerdings in der exponierten Lage direkt am Seedeich mit Blick auf die Nordsee lieber weiterhin einen Hotebetrieb gewünscht. 

Um den Hotel-Standort zu sichern und die Umnutzung des Komplexes zu einem reinen Ferienwohnung-Domizil zu verhindern, hatte der Rat der Gemeinde Ende 2023 eine Veränderungssperre erlassen. Das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes für „Schillig-Kern“ befand sich bis Ende vergangener Woche in der öffentlichen Auslegung. 

Im Rahmen des Verfahrens hätten sich auch die jetzigen Käufer des Gebäudes gemeldet und ihre Pläne dargelegt. Nach positiven Signalen aus der Politik ist der Bürgermeister zuversichtlich, dass sich die Pläne für eine Einrichtung zur Familien-Betreuung umsetzen lassen. 

„Das Hotel ist nach wie vor in einem hervorragenden Zustand“, so Szlezak. „Eigentlich schade, dass da die vergangenen Jahre niemand gewohnt hat.“ Angaben zur Höhe der geplanten Investitionen und zum Zeitplan bis zur Einweihung der 45 bis 50 Appartements machen die neuen Eigentümer nicht. Die Planung des Umbaus liegt in Händen des Wilhelmshavener Architekturbüros Griesemann & Griesemann.

Wangerland Kurdirektor Armin Kanning äußerte gegenüber dem „Jeverschen Wochenblatt“ sein Bedauern, dass mit der sich abzeichnenden Lösung weitere Hotelbetten im Wangerland wegfallen. Von einem gesunden Mix spreche man in der Branche für Urlaubsdestinationen bei einem Hotelanteil von 30 Prozent. Im Wangerland liege der Anteil bei um die zehn Prozent.

Offen sei auch noch, ob sich der Betrieb einer Reha-Einrichtung mit den benachbarten touristischen Aktivitäten vertrage. Ein weiterer Wermutstropfen: Das Haus „Nordlicht“ mit 30 Appartements , das die Kur +Reha GmbH derzeit in Horumersiel betreibt, soll mit der Eröffnung am neuen Standort geschlossen werden. 

Panne bei Wahlbenachrichtigung: 7900 Karten müssen neu gedruckt werden

Wangerland/Hooksiel (17. 1. 2025) – Panne bei der Wahlbenachrichtigung im Wangerland. Wie die Gemeinde Wangerland heute mitteilt, seien knapp 7.900 Wahlbenachrichtigungskarten für die Bundestagswahl am 23. Februar in der Gemeinde fehlerhaft. Die Karten wurden bereits zugestellt oder befinden sich noch in Zustellung. 

„Die Daten auf den weißen Karten sind bezüglich des Wahlbezirkes, der Wählerverzeichnisnummer und des Wahlraumes teilweise unrichtig“, so die Gemeinde. „Grund ist ein technischer Fehler bei unserem Rechenzentrum.“ 

Nach den Worten von Bürgermeister Mario Szlezak wurde der Fehler inzwischen behoben. Die erforderlichen neuen Wahlbenachrichtigungskarten seien am Donnerstagnachmittag vom Dienstleister gedruckt worden und würden noch heute an die Post zur Auslieferung gehen. Zur Unterscheidung der beiden Wahlbenachrichtigungen enthalte die neue Wahlbenachrichtigungskarte die Bezeichnung „Neue Wahlbenachrichtigung für die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag“. Sie ist auf gelbem Papier gedruckt.

„Ich bitte alle Wahlberechtigten nur die neue gelbe Wahlbenachrichtigungskarte für die Beantragung eines Wahlscheines mit Briefwahl-Unterlagen und für die Vorlage im Wahlraum zur persönlichen Stimmabgabe am Wahlsonntag, zu verwenden“, so Szlezak. „Es ist insbesondere darauf zu achten, dass der Wahlraum eventuell nur auf der neuen gelben Wahlbenachrichtigungskarte zutreffend ist.“

Für die Beantragung eines Wahlscheines mit Briefwahl-Unterlagen sollten folgende Möglichkeiten in Anspruch genommen werden: Online-Wahlscheinantrag über die Homepage der Gemeinde Wangerland (www.wangerland.org) oder eine E-Mail mit den Angaben Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnanschrift, eventuell abweichende Versandanschrift, an die E-Mail-Adresse wahl@wangerland.org.

Sollten die Wahlberechtigten den Antrag auf einen Wahlschein mit Briefwahl-Unterlagen auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte nutzen wollen, so teilt die Gemeinde mit, dann sei dafür auch die Verwendung der alten Wahlbenachrichtigungskarte zulässig, wenn die neue gelbe Wahlbenachrichtigungskarte noch nicht zugestellt wurde. Szlezak: „Ich bitte alle Wahlberechtigten um Verständnis für dieses Verfahren. Die Gültigkeit der Bundestagswahl in der Gemeinde Wangerland ist durch diesen Umstand jedoch nicht gefährdet.“

Für Fragen bezüglich des korrekten Wahlraumes und weiterer Wahlangelegenheiten stehen allen Wahlberechtigten die Mitarbeiter des Wahlamtes der Gemeinde Wangerland unter Telefon 04463/989-0 als Ansprechpartner zur Verfügung.

Schlechtes Halbjahres-Zeugnis? Familienbildungsstätte bietet Hilfe an

Friesland/Wangerland (16. 1. 2025) – Das Schulhalbjahr geht zu Ende. Und nicht für jede Schülerinnen und jeden Schüler ist es eine angenehme Erfahrung, sein Zeugnis entgegen zu nehmen. Vor diesem Hintergrund bietet die Familienberatungsstelle (FaBs) des Landkreises Friesland an zwei Terminen eine Zeugnissprechstunde für Kinder und Jugendliche sowie auch für Eltern und Erziehungsberechtigte an: Am Dienstag, 4. Februar, 14 bis 17 Uhr, in den Räumen des Kreissportbunds (KSB) Friesland, Jahnstraße 4 in Jever sowie am Mittwoch, 5. Februar, 14 bis 17 Uhr, in den Räumen der FaBs im Kreisdienstleistungs-Zentrums Varel, Zimmer E.30 bis E.34, Karl-Nieraad-Straße 1, in Varel.

Kinder und Jugendliche, die Sorgen oder Fragen zum Thema Zeugnisse haben, können ohne Terminvereinbarung zur Zeugnissprechstunde kommen. Auch Eltern bzw. Erziehungsberechtigte haben die Möglichkeit, die Sprechstunde zu besuchen, wenn sich zum Zeugnis ihres Kindes Fragen ergeben. Zudem können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte gemeinsam mit ihren Kindern vorbeikommen. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 04451/953-545.

Die FaBs gibt es seit November 2023 beim Landkreis Friesland. Das Team besteht aus zwei Sozialpädagogen, einer heilpädagogisch arbeitenden Sozialpädagogin, einer Psychologin sowie einer Servicestelle. Zudem verfügen die Beraterinnen und Berater über Zusatzqualifikationen in verschiedenen Beratungs- und Therapieverfahren. 

Unfall durch Eisglätte

Wangerland (10. 1. 2025) – Aufgrund von Eisglätte ist heute in den frühen Morgenstunden ein 36-jährirger Mann in der Ortschaft Haddien mit seinem Wagen von einer Straße abgekommen. Der allein im Auto sitzende Fahrer hatte nach Polizeiangaben in einer scharfen Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. 

Der Wagen überfuhr den Geh- und Radweg, querte anschließend die Fahrbahn und prallte auf der gegenüber liegenden Seite in die Beetumrandung einer Grundstückseinfahrt. Der Mann blieb unverletzt. Der Wagen war aufgrund der Unfallschäden nicht mehr fahrbereit.

Neues Kamerasystem soll automatisch nach Schiffbrüchigen suchen

Bremen/Hooksiel (9. 1. 2025) – Zur Forschung und Entwicklung neuer Techniken für die Suche und Rettung auf See arbeiten das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) künftig eng zusammen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde kürzlich unterzeichnet.

DGzRS-Geschäftsführer Kapt. Michael Ippich: „Die Seenotretter fahren raus, wenn andere reinkommen. Modernste Technik unterstützt sie bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe. Deshalb ist technische Forschung für uns von großer Bedeutung. Die Prüfungs- und Entwicklungslabore des BSH, die Seenotrettungskreuzer der DGzRS, unsere Seenotretter-Akademie und unsere regelmäßigen großen Übungen in Nord- und Ostsee sind sehr gut geeignet, um neue Entwicklungen zu erproben.“

Bernhard Gruben DGzRS
Der in der Station Hooksiel beheimatete Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ gehört zur Flotte der DGzRS. Archiv-Foto: DGzRS

Ein Ziel der Kooperation sein die Entwicklung eines Kamerasystems, das die See automatisch nach möglichen Anzeichen auf Schiffbrüchige absucht, um die menschlichen Augen der Seenotretter zu unterstützen. Solche Systeme könnten künftig auch auf Handelsschiffen während der Fahrt ständig die Umgebung beobachten und Hindernisse melden, etwa Baumstämme, Container oder Rettungsinseln.

Zudem wollen BSH und DGzRS die Tragweite von Rettungsmittelleuchten, aber auch die Leistung elektrooptischer Systeme wie Nachtsichtgeräte verbessern, um auch ohne Rettungsmittel über Bord gegangene Menschen besser finden zu können. Ein weiteres Projekt: Zusätzliche Driftstudien, unter anderem fürs Wattenmeer. Drift- und Strömungsmodelle sind im Seenotfall wichtig, um Suchgebiete für Rettungseinheiten festlegen zu können.

Das BSH mit Sitz in Hamburg ist die zentrale maritime Behörde für Schifffahrt, Meeresschutz, Offshore, Meeresvermessung, Meeresdaten und maritime Ressortforschung. Es erforscht, prüft und überwacht unter anderem Rettungsmittel und Ausrüstungsgegenstände zur Kollisionsverhütung und fördert die Entwicklung innovativer Produkte. 

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Von den rund 60 Seenotrettungskreuzern und -booten ist der Kreuzer „Bernhard Gruben“ im Außenhafen von Hooksiel stationiert, das Rettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ in Horumersiel. 

Ergänzung: im Januar 2025 jährt sich eines der schwersten Unglücke aus der Geschichte der DGzRS zum 30. Mal. In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 1995 verunglückte der Seenotrettungskreuzer „Alfred Krupp“ der DGzRS-Station Borkum auf dem Rückweg von einem Einsatz in der Nordsee. Vormann und Maschinist kamen ums Leben. Seenotretter retteten zwei weitere Crewmitglieder. Jetzt zeichnet eine aufwendige Filmdokumentation der DGzRS die Ereignisse der tragischen Nacht nach Der Film „Retter in Seenot – Unglück und Rettung der Alfred Krupp“ ist im Internet unter folgendem Link abzurufen: www.seenotretter.de/magazin/retter-in-seenot