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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Aktionsbündnis streitet für grüne Energiewende und eine saubere Jade

Wilhelmshaven/Hooksiel (20. 8. 2024) – Das Netzwerk Energiedrehscheibe lädt zu einem Aktionsmonat ein. Unter dem Motto „Ein Kessel Buntes“ finden vom 25. August bis zum 29. September insgesamt 36 Online- oder Vor-Ort-Veranstaltungen statt. Geplant ist unter anderem eine Demonstration am 21. September in Wilhelmshaven.

Das Aktionsbündnis besteht aus 23 Organisationen, Vereinen, Gruppierungen und Einzelpersonen mit rund 150 Aktiven aus dem Bereich Klima- und Naturschutz, darunter Umweltschutzverbände wie der Nabu und der BUND. Gemeinsam sammelt man Informationen und tauscht sich täglich über Fragen etwa zu Energieeffizienz, Verkehrswende, Artenschutz, Kohlenstoffspeicherung, Frackinggas und LNG-Import aus. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Entwicklungen an den Energie-Importstandorten wie Wilhelmshaven, Mukran, Lubmin, Stade und Brunsbüttel. 

„An allen Standorten haben sich Menschen auf den Weg gemacht, den Import fossiler Gase zu kritisieren“, so Stefanie Eilers vom Bündnis. Eine Energiewende, für die auch der geplante „Energy Hub“ in Wilhelmshaven stehe, sehe man kritisch. Mit dem Aktionsmonat wolle das Netzwerk Energiedrehscheibe, so Nabu-Vorsitzende Stefanie Eilers, seine Themen nun lauter und breiter vertreten. Weitere Aktionsmonate sollen im Oktober und im Dezember folgen.

Den Auftakt zu der Veranstaltungsreihe bildet ein Familienfreizeit im Grünen am Sonntag, 25. August, 11 bis 18 am Jugendzentrum Krähenbusch, Hier soll es um „Parks der Zukunft“ gehen. Für Samstag, 31. August , lädt der Nabu Wilhelmshaven zum Sommerfest in die Ruscherei in Altengroden.

Am Donnerstag, 19. September, um 15.30 Uhr wollen die Aktivisten zum Beispiel den Umweltausschuss des Landkreises Friesland in Jever besuchen. Ein Thema dort: Mögliche Beeinträchtigungen des Wattenmeers durch den vor Hooksiel liegenden LNG-Frachter „Höegh Esperanza“. 

Mit einer Demonstration am Samstag, 21. September, ab 15 Uhr wollen sich die Aktivisten am Fliegerdeich in Wilhelmshaven „Für einen sauberen Jadebusen ohne Fäkalien“ einsetzen. Ziel ist es, die Einleitung von Mischwasser unter anderem aus dem kommunalen Abwassersystem in die Jade zu beenden. Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Interessierte unter www.zukunftwhv.com.

Wrack der „Verity“ in zwei Teile zersägt

Hooksiel/Helgoland (19.8. 2024) – Nach umfangreichen Vorarbeiten hat die Bergungsfirma am Sonntag Nachmittag das nahe Helgoland gesunkene Frachtschiff „Verity“ auf dem Grund der Nordsee durchtrennt. Dazu wurde nach Mitteilung der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GWS) das Wrack zunächst am Bug angehoben, um Hebeketten und eine Schneidkette unter dem Wrack zu positionieren.

Eine Barge, ein flaches Schiff ohne eigenen Antrieb, wurde so über dem Wrack so verankert, dass ihr Bug genau über dem Bug des Wracks fixiert war. Zum Anheben des Bugs seien zwei Ketten mit einer Bruchkraft von je 600 Tonnen unter dem Bug platziert worden. Mit diesen Ketten wurde dann der Bug des Wracks etwa vier Meter vom Meeresgrund hochgehoben.

Nachdem die Ketten in Position gebracht waren, wurde die unter dem Wrack vorbereitete Schneidkette in Kettenzieher eingelegt. Danach wurde die Kette abwechselnd auf der einen Seite hoch- und auf der anderen Seite heruntergefahren. Durch diese Sägebewegungen wurde das Wrack durchtrennt. Das Zerschneiden des Wracks dauerte neun Stunden.

Im nächsten Schritt sollen die beiden Hälften des Wracks mit einem besonders starken Schwimmkran aus dem Wasser gehoben und auf eine weitere Barge geladen werden. „Sobald die Wetterbedingungen stabil sind, wird ein Schwimmkran ins Wrackgebiet gebracht“, kündigt die GWS an. Wenn die Sektionen auf der Barge gesichert seien, sollen sie zur Entsorgung in die Niederlande geschleppt werden.

Das Küstenmotorschiff „Verity“ war am 24. Oktober 2023 des vergangenen Jahres nach einer Kollision mit dem Frachter „Polesie“ in der Deutschen Bucht havariert und gesunken. Das Wrack liegt südwestlich vor Helgoland in einer Wassertiefe von etwa 37 Metern und stellt eine Gefahr für die Schifffahrt dar. 

4:1-Erfolg für die D-Jugend

Hooksiel (19. 8. 2024) – Die Fußball D-Jugend der JSG Wangerland hat ihr erstes Punktspiel der Saison gegen Frisia Wilhelmshaven IV mit 4:1 (3:0) gewonnen. Nach dem unglücklichen Pokalaus in der vergangenen Woche ist Trainer Bernhard Köster zufrieden: „Die ersten drei Punkte sind im Sack.“

Mit vollzähliger Mannschaft legte wir gleich gut los. Eine erste Ecke fliegt in der vierten Minute vors Tor. Ein Frisianer erwischt den Ball nicht richtig, Eigentor 1:0. Im Zwei-Minuten-Takt geht es weiter. Noah prüft den Frisia-Keeper, Hanjo schießt das Leder halb links übers Tor. In Minute 15 schließt dann Dauerläufer Thies mit einem schönen Flachschuss von rechts zum 2:0 ab. Vor der Pause legt die JSG noch das 3:0 nach.

Nach dem Wiederanpfiff ruckelt das Spiel aus Sicht der Wangerländer etwas. Das Aufbauspiel ist nicht mehr so flüssig, viele Zweikämpfe gehen plötzlich verloren. Frisia verkürzt auf 3:1. „Mehr haben wir dann aber doch nicht zugelassen“, so Köster. Und in der Nachspielzeit zirkelte Raik mit einem schönen Freistoß den zum 4:1-Endstand in den Winkel.

CDU-Fraktion fordert Erweiterung des JWP und mehr Geld für die Häfen

Wilhelmshaven/Wangerland (16. 8. 2024) – Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag fordert, dass das Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Bau der zweite Ausbaustufe des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht wird. Nach Ansicht der Abgeordneten Katharina Jensen (Wangerland) ist die Hafenerweiterung ein Baustein eines Gesamtpakets, mit dem die CDU die wirtschaftlichen Potenziale der Küsten- und Seehäfen in Niedersachsen voranbringen will. 

Der Antrag sei jetzt in Hannover im Rahmen einer Anhörung von Branchenvertretern sowie Vertretern der Hafenstandorte Emden, Stade und Wilhelmshaven sehr positiv aufgenommen worden, so Jensen. Die Seehäfen würden gerade mit Blick auf den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien an Bedeutung gewinnen. Gerade für den Bau von Offshore-Windparks in der Nordsee seien erheblich mehr Hafenflächen erforderlich. Aber auch für das Hochlaufen der Wasserstoff-Wirtschaft würden zusätzliche Flächen benötigt. 

Katharina Jensen

Die CDU habe in ihrem Antrag zehn Punkte formuliert, die dafür sorgen sollen, dass die Chancen der Energiewende für die niedersächsischen Küsten- und Seehäfen genutzt werden, so Katharina Jensen (Foto) in einer Pressemitteilung.

„Dabei geht es auch darum, sich auf Bundesebene über eine Bundesratsinitiative der norddeutschen Länder für eine Reform des Hafenlastenausgleichs einzusetzen. Wir fordern eine Mindesterhöhung der jährlichen Mittel auf 500 Millionen Euro sowie eine Anpassung des Verteilerschlüssels für die Bundesländer.“ Zudem müssten auch die Mittel landeseigenen Hafengesellschaft NPorts auf jährlich 50 Millionen Euro angehoben und verstetigt werden, fordert die CDU-Fraktion. 

Eine Chance für niedersächsische Häfen sehen die Christdemokraten auch im Thema Schiffsrecycling. Damit sich deutsche Werften verstärkt beim Abwracken von in die Jahre gekommenen Schiffen engagieren, müsste aber der Rechtsrahmen geändert werden, so Jensen. Derzeit würden abzuwrackende Schiffe in der Regel an Reedereien ins außereuropäische Ausland verkauft, dort unter Nicht-EU-Flaggen wechseln und dann vor allem in Südasien abgewrackt. „Vor allem die Binnenfischerei in Deutschland hat eine sehr alte Flotte, schiebt momentan aber eine Erneuerung vor sich her.“ Sollte Schiffsrecycling in Deutschland möglich werden, erwarten die Branchenvertreter, dass sie in den kommenden zehn Jahren mindestens 15.000 Schiffe abwracken werden. 

Lies: Bahnverkehr über die Hunterbrücke kann bald wieder rollen

Nordwesten (15. 8. 2024) – Die durch eine Kollision mit einem Schiff vor drei Wochen schwer beschädigte Eisenbahnbrücke bei Elsfleth über die Hunte wird voraussichtlich in der Nacht von Freitag, 23. August, auf Samstag wieder für den Verkehr freigegeben. Das teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium heute mit.

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hatte mit Vertretern der Wirtschaft, der betroffenen Kommunen, der Hafenwirtschaft in Brake, Nordenham und Oldenburg, der Deutschen Bahn, der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und NPorts den aktuellen Stand der Arbeiten erörtert. Dabei bedankte er sich bei der Deutschen Bahn, die die Sanierungs- und Reparaturprozesse maximal beschleunigt habe. Lies: „Bereits morgen soll das Ersatzbrückenteil eingeschwenkt werden.“

Die Eisenbahnbrücke über die Hunte war bei der Kollision mit einem Schiff massiv beschädigt worden.

Die Huntebrücke ist das logistische Nadelöhr für die Häfen an der Weser. Mit der zweiten Havarie innerhalb weniger Monate waren die Häfen vom Bahnverkehr abgeschnitten. Wie das Ministerium mitteilte, hat sich jetzt ein Arbeitskreis darauf verständigt, einen Maßnahmenkatalog für mehr Sicherheit an dieser Brücke zu erstellen, damit es nicht zu einer dritten Havarie kommt. Teile der Maßnahmen, wie die Verbesserung der Pegelstands-Bezeichnungen, sollen bis zur Wiederaufnahme des Schienenverkehres umgesetzt werden. Lies: „Wir müssen aus den Vorfällen lernen und Rückschlüsse ziehen. Wie können wir mit Maßnahmen und Tools helfen, den ,Risikofaktor Mensch‘ zu minimieren? Dafür kann die Huntebrücke als Modell dienen.“

Der Kapitän des Binnenschiffes, das die Brücke gerammt hat, hatte den Pegelstand der Weser falsch eingeschätzt. Bei dem Zusammenprall waren die Aufbauten des Schiffes massiv beschädigt worden. Für die Dauer der Aus- und Einhubarbeiten der Behelfsbrücke wird die Hunte für den Binnenschiffverkehr gesperrt. Ziel sei es, der Neubau der Brücke vor dem Jahr 2030 fertigzustellen.

Neuer Kirchensekretär leitet den Chor und spielt auch gern die Orgel

Fabian Thomas im Kirchenbüro in Schillig
Hat das Kirchenbüro der katholischen Kirchengemeinde in Schillig übernommen: Fabian Thomas. Foto: hol

Schillig/Hooksiel (13. 8. 2024) – Den Schreibtisch rahmen zwei große Computer-Bildschirme ein. Davor liegen etliche Zettel, Notizbücher und ein großer Planer für die Vermietung von Ferienwohnungen. Das Telefon klingelt. „Sie sind Organist und machen Urlaub im Wangerland? Sie wollen ein Konzert geben? Ich schau mal, wann es passen könnte.“

Fabian Thomas (34) ist seit Anfang Juli neuer Leiter des Kirchenbüros der katholischen Kirchengemeinde Wangerland in Schillig. Als rechte Hand von Pfarrer Lars-Jörg Bratke organisiert er das Gemeindeleben im Wangerland. Dazu gehört die Planung von Predigt-Terminen und anderer Veranstaltungen in der „Kirche am Meer“ (Schillig) und St. Ansgar (Hooksiel), die Unterstützung der „Camper-Kirche“ mit auswärtigen Pfarrern am Strand und die Betreuung der katholischen Christen, die im Wangerland leben oder hier Urlaub machen. Lektoren wollen terminiert, Kirchenführungen vorbereitet, Verkündungstermine eingeplant, Hochzeits- und Trauergespräche mit dem Pfarrer abgestimmt werden. 

Dienstleister für katholische Christen

Hinzu kommt die Gestaltung des Gemeindebriefes, der noch regelmäßig in gedruckter Form erscheint. Und wieder einmal streikt der Drucker. An diesem Vormittag ist der Techniker zu Besuch, überholt das in die Jahre gekommene Bürogerät und beschreibt eine gute Stunde lang das Zusammenspiel zwischen Papiereinzug, Transportrollen und Toner sowie Auswirkungen aufs Druckergebnis, wenn nicht alles gut funktioniert.

Der neue Leiter des Kirchenbüros ist ein freundlicher Mensch, der sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen lässt. Die Dienstleistungs-Mentalität hat er in der Gastronomie gelernt. Mit dem Umzug vom Niederrhein nach Wilhelmshaven 2014 und weiter ins Wangerland 2015 verbunden war eine berufliche Neuorientierung. Er arbeitete im italienischen Restaurant „Il Gabbiano“ in Horumersiel mit dem Schwerpunkt „Vermittlung von Ferienwohnungen“. Als Webdesigner und Fotograf unterstützte er unter anderem die Vermieter bei der Gestaltung ihrer Internetseiten. 

Vom Keyboard-Spieler zum Organisten

Doch seine wahre Leidenschaft war und ist die Musik. „Ich habe als Kind ab dem vierten Lebensjahr die Musikschule in Heinsberg besucht und Keyboard-Spielen gelernt“, sagt Thomas im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Er bedaure heute, dass er mit 16 Jahren damit aufgehört habe, Musikunterricht zu nehmen. „Damals waren mir andere Sachen wichtiger.“ Das änderte sich dann im Wangerland. Als Autodidakt entdeckte er die Orgel in der „Kirche am Meer“ in Schillig, die er spielen durfte. Er wurde Organist in der Kirchengemeinde und lernte für sich aus dem Umgang mit den Künstlern, die im Rahmen der traditionellen Orgelkonzerte in der Kirche auftraten.

Heute ist Fabian Thomas selbst ein hervorragender Organist, der nicht nur klassische Kirchenlieder interpretiert, sondern auch moderne Klänge in die Gemeinde trägt – von der Orgel aus oder als Leiter des Chores der Kirchengemeinde. Er ist dabei seit sechs Jahren Chorleiter und Komponist in einer Person. „Ich bin meinen Chor wirklich dankbar. Was der alles mit sich machen lässt …“

Ein Herz für Urlauber

Das Telefon klingelt erneut. Ein potenzieller Urlaubsgast fragt nach einer Ferienwohnung. Thomas schaut in seinen Belegungsplan und findet ein gutes Angebot. So ganz will er auch als Leiter des Kirchenbüros von seiner alten Profession nicht lassen. Schon seinem bisherigen Chef zuliebe. Der 34-Jährige ist gut organisiert und kann seine beiden Aufgaben voneinander trennen. Und es fällt einem als Beobachter nicht schwer zu glauben, dass ihm die professionelle Betreuung der katholischen Christen viel Freude bereitet, auch wenn er persönlich evangelisch ist. 

Das Kirchenbüro in Schillig ist dienstags und mittwochs, jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Mehrere Verletzte durch Pfefferspray

Jever (10. 8. 2024) – Ein Unbekannter hat in der Nacht zum Samstag gegen 0.20 Uhr in Jever mehrere Personen mit Pfefferspray verletzt. Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorgang am Toilettenwagen an der Kreuzung Alter Markt/Von-Thünen-Ufer gesehen haben oder Hinweise auf den Täter geben können, sich unter Telefon 04461/74490 zu melden.

Der Vorfall ereignete sich im Rahmen des Altstadtfestes, das in Jever noch bis Sonntag gefeiert wird. Der erste Veranstaltungstag sei weitgehend friedlich verlaufen und von ausgelassen feiernden Besuchern geprägt gewesen, so die Polizei. Durch die hohe Polizeipräsenz hätten veranstaltungstypische Konflikte zwischen Gästen des Volksfestes schnell erkannt und erfolgreich geschlichtet werden können.

Der Pfefferspray-Vorfall in dem Toilettenwagen habe die positive Bilanz allerdings getrübt. „Mehrere Personen wurden durch den Reizstoff verletzt und mussten medizinisch betreut werden“, teilte die Polizei heute früh mit.

Vorschläge für Ehrungen gesucht

Friesland/Wangerland (10.8.2024) – Der Landkreis Friesland würdigt ehrenamtliches Engagement indem er regelmäßig Bürgerinnen und Bürger auszeichnet, die sich besonders verdient gemacht haben. Die Kreisverwaltung lädt dazu ein, Vorschläge für die Ehrungen einzureichen.

Der Landkreis verleiht die „Friesland-Medaille“ sowie den „Friesland-Taler“. Ausgezeichnet werden damit Bürger, deren Engagement über die Grenzen einer einzelnen friesländischen Kommune hinaus wirkt. Zudem soll das Ehrenamt dem Allgemeinwohl in besonderem Maße dienen. Denkbar sind etwa ehrenamtliche Leistungen in den Bereichen Politik, Kultur, Wirtschaft, Umwelt oder Soziales. Der Kreisausschuss entscheidet über eingegangene Vorschläge.

Des Weiteren werden jedes Jahr im Wechsel Ehrenurkunden für besonderen ehrenamtlichen Einsatz im sportlichen Bereich sowie für Zivilcourage verliehen. Am „Tag des sportlichen Ehrenamtes“ – der nächste ist für den Herbst geplant – wird das Engagement von Bürgerinnen und im Sport gewürdigt. Vorschläge können jederzeit bis zum 1. Oktober eingereicht werden. 

Friesländer, die eingreifen, wenn Mitmenschen Hilfe benötigen, werden für ihren Zivilcourage, ihren Mut sowie uneigennütziges und nicht selbstverständliches Handeln gewürdigt. Vor der Ehrungsveranstaltung, die das nächste Mal 2025 stattfindet, entscheiden der Kreispräventionsrat Friesland, der Landkreis Friesland sowie die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland über die Vorschläge.

Vorschläge mit Begründung können online unter www.friesland.de/kommunale_ehrungen eingereicht werden. Für Fragen zu den Ehrungen stehen Laureen Klostermann (Friesland-Medaille, Friesland-Taler und Zivilcourage), Telefon: 04461/919 3210 (E-Mail: vorzimmer@friesland.de) und der Kreissportbund Friesland (sportliches Ehrenamt) unter Telefon 04461/918384 (E-Mail: info@ksb-friesland.de) bereit.

Keim erweist sich als hartnäckig: Thalasso-Zentrum weiter geschlossen

Thalasso Meeres Spa

Horumersiel (9. 8. 2024) – Im erst Ende Juni eingeweihten Thalasso-Zentrum in Horumersiel können mindestens zwei weitere Wochen lang keine Anwendungen für Gäste verabreicht werden. Wie die gemeindeeigene Wangerland Touristik GmbH mitteilt, sei es bislang trotz aller Bemühungen noch nicht gelungen, wieder eine einwandfreie Wasserversorgung herzustellen. Eine Untersuchung des Gesundheitsamtes des Landkreises Friesland am Donnerstag habe gezeigt, dass die bislang mit Unterstützung einer Fachfirma ergriffenen Maßnahmen wie das intensive Spülen aller Leitungen zwar eine Verbesserung bewirkt habe, das Wasser aber immer noch nicht wieder keimfrei sei.

„Das Thalasso Meeres Spa“ war am 21. Juni mit einem Festakt eröffnet worden – obwohl noch nicht alle Handwerkerarbeiten erledigt waren. Die so genannte „Soft Opening Phase“ wurde dann am 19. Juli offiziell abgebrochen, nachdem es schon einige Tage zuvor keine Anwendungen mehr gegeben hatte. Im Trinkwasser des Gesundheitstempels war das Bakterium „Pseudomonas aeruginosa“, der so genannte Krankenhauskeim, festgestellt worden.

„Die andauernde Schließung des Hauses trifft das Team des Thalasso Meeres Spa tief ins Mark“, sagt WTG-Marketingchefin Larissa Strangmann. „Das Team bedauert sehr, seine Spa-Gäste weiterhin nicht empfangen zu können und hofft auf eine baldige Wiederaufnahme des Anwendungsbetriebes. Nicht zuletzt, da der Buchungskalender sehr gut gefüllt ist, viele Tage sind sogar ausgebucht.“ 

Ob und wann der Krankenhauskeim aus dem Abwassersystem verbannt werden kann, ist unklar. Derzeit gibt es offenbar auch noch keine belastbare These dazu, wie der Keim sich überhaupt bilden konnte. Möglicherweise, so eine Theorie, habe es technische Fehler bei der Installation der Dachentwässerung gegeben. Derzeit sind Gutachter dabei, die Ursache zu erforschen.

Inwieweit die aktuellen Probleme die Kostenproblematik rund ums Thalasso Meeres Spa weiter verschärfen, bleibt abzuwarten. Wie berichtet waren die Kosten für den Um- und Anbau ans ehemalige Kurmittlelhaus von ursprünglich geplanten 8,3 über 12 auf zunächst verkündete 17 Millionen Euro, zuletzt dann auf 23 Millionen Euro gestiegen. Die Endabrechnung soll im September vorliegen.

Ob für die Kostenexplosion ausschließlich äußere Faktoren (Energiekrise, Ukraine-Krieg etc.) verantwortlich waren, wird derzeit ebenfalls von einem Sachverständigen untersucht. Klar ist: Durch die Keim-Problematik hat sich die Hoffnung von WTG und Gemeinde Wangerland zerschlagen, dass im Thalasso Meeres Spa schnell eigene Einnahmen erzielt.

Schüler-Tickets kommen etwas später

Friesland/Wangerland (8. 8. 2024) –  Der Landkreis Friesland weist zum Schuljahresbeginn darauf hin, dass die Jugendtickets für die Buslinien in der VEJ-Verkehrsregion über die jeweilige Schule verteilt werden. „Da nicht alle Tickets gleichzeitig gedruckt und versandt werden, kann es noch bis zu zwei Wochen dauern bis alle Tickets verteilt sind. „Die Busfahrer sind informiert und angewiesen, Schülerinnen und Schüler zunächst auch ohne Ticket zu befördern“, teilt der Landkreis mit.

Mit dem kostenlosen Jugendticket sind seit August 2022 Fahrten im VEJ-Gebiet und somit in den Landkreisen Friesland, Wittmund, Aurich und Leer und den Städten Emden und Wilhelmshaven für alle Schüler ab der 5. Klasse sowie Auszubildende mit Wohnsitz in Friesland kostenlos. Das Jugendticket gilt an allen Tagen der Woche, einschließlich der Ferien, rund um die Uhr. Es kann für den Weg zur Schule und auch im Freizeitbereich genutzt werden. 

Alle Informationen zum Jugendticket stehen auf der Webseite des Landkreises zur unter www.friesland.de/jugendticket.