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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Einbruch in Haus am Südring

Hooksiel (21. 1. 2024) – Unbekannte sind am Wochenende in en Wohnhaus am Südring in Hooksiel eingebrochen. Wie die die Polizei heute mitteilt, hätten die Täter die Räume indem Gebäude durchsucht und unter anderem Bargeld gestohlen.

Die Polizei hofft, dass Bürger in der Zeit vom zwischen Freitag und Sonntag, 22.15 Uhr, am Südring etwas Verdächtiges beobachtet haben könnten. Unbekannte Personen vielleicht oder ein Fahrzeug. Wer mit einem Hinweis helfen kann, der wird gebeten, sich unter Telefon 04461/ 7990 mit der Polizei in Jever in Verbindung zu setzen.

Unklar ist, ob es einen Zusammenhang zwischen diesem Einbruch und anderen vergleichbaren Straftaten vom Wochenende in Friesland und in Wilhelmshaven gibt. Im Gewerbegebiet Berghamm waren Unbekannte zwischen Freitagabend und Samstagmittag in Büroräume eines Gewerbebetriebes eingestiegen, hatten dort aber offenbar nichts Verwertbares gefunden. 

Ein Einbruch in ein Einfamilienhaus wird auch aus Voslapp gemeldet. Dort waren Unbekannte zwischen Samstag, 8 Uhr, und Sonntag, 14 Uhr, in der der Flutstraße im Bereich der Hunrichsstraße/Tiaksstraße in das Gebäude eingedrungen und hatten ebenfalls alle Räume durchsucht. Über die mögliche Beute dort, ist nichts bekannt.

Polizei such Zeugen für Einbruch in Büro

Hooksiel (21. 1. 2024) – Die Polizei such Zeugen für einen versuchten Einbruch in ein Gebäude im Hooksieler Gewerbegebiet. Unbekannte haben im Zeitraum vom vermutlich Freitag, 19. Januar, 18 Uhr, bis Samstag, 12 Uhr, die Nebeneingangstür zum Bürotrakt einer Firma am Berghamm mit einem unbekannten Gegenstand eingeworfen. Anschließend hätten sich die Täter Zutritt zu den Büroräumen verschafft.

Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei haben der oder die Unbekannten das Objekt dann jedoch unerkannt, aber auch ohne Diebesgut wieder verlassen. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Jever unter Telefon 04461/7449-0 zu melden.

Winterdienst: Räumpflicht gilt auch für Eigentümer von leer stehenden Häusern

Hooksiel/Wangerland (20.1. 2024) – Wenn man den Meteorologen glauben darf, legt der Winter in den nächsten Tagen eine Pause ein. Temperaturen deutlich über null Grad lassen Schnee und Eis schmelzen. Damit dürfte sich auch der Unmut über die Räumpflicht entspannen, der vor allem in den Urlaubsorten in den vergangenen Wochen für Frust gesorgt hat. 

„Wer fegt den eigentlich Schnee? Das sind doch nur die Alten …“, beschwerte sich ein Hooksieler Senior gegenüber „Hooksiel-Life“. Aber ganz so ist es nicht. Wie ein Straßenrundgang in dieser Woche ergab, sind es vor allem nicht bewohnte Häuser, vor denen offenbar nicht oder zumindest nicht regelmäßig Schnee und Eis beseitigt werden.

Räumpflicht
Vorn geräumt, dahinter nicht geräumt: Schnee und Eis auf Gehwegen können gefährlich werden. Aber viele Eigentümer von Ferienhäusern kommen ihrer Räumpflicht nicht nach. Foto: hol

Dabei gelten die Rechtssätze der Gemeinde Wangerland für Ferienhäuser oder Zweitwohnsitze genau so wie für die Immobilien der Dauerwohner, bestätigt Markus Gellert, zuständiger Abteilungsleiter in der Gemeindeverwaltung – und zwar unabhängig davon, ob das jeweilige Gebäude gerade bewohnt ist oder nicht.

Im Winter haben Immobilienbesitzer den Gehweg entlang ihrer Grundstücksgrenze bis 8 Uhr (an Sonn- und Feiertage bis 9 Uhr) morgens von Schnee und Eis zu befreien. Und zwar an allen Wegen, an die das jeweilige Grundstück grenzt. Wo es keinen Gehweg gibt, müsse ein ein Meter breiter Streifen auf der Fahrbahn geräumt werden, so Gellert. Streusalz dürfe dabei nur dann verwendet werden, wenn es unbedingt nötig ist, um eine Unfallgefahr zu beseitigen.

Die Gemeinde beschränkt ihren Winterdienst in Ortschaften auf wenige wichtige Straßen und auf öffentlichen Anlagen und Plätze. In Hooksiel, so Gellert, kümmere sich der Bauhof unter anderem um die Fußgängerzone Lange Straße, den ZOB, den Weg zur Grundschule, Teile der Nee Straat und das Areal rund um das Feuerwehrgerätehaus. „Die Gemeinde hat allein 163 Kilometer eigene Straßen“, so Gellert. Der Bauhof sei voll und ganz im Winterdienst eingespannt. Teilweise würden zudem Aufträge an private Dienstleister vergeben.

Apropos Dienstleister: Das wären auch die Ansprechpartner für Hauseigentümer, die nicht regelmäßig vor Ort sind und nicht selbst den Winterdienst vor ihrer Haustür übernehmen können. Die Gemeinde überprüft nach den Worten von Gellert „im Rahmen ihrer Möglichkeiten“, ob Bürger ihrer Räumpflicht nachkommen. Als erste Schritt rufe er Immobilienbesitzer direkt an, wenn im Rathaus Hinweise auflaufen, dass es Versäumnisse beim Winterdienst gibt. „Meistens reicht das schon“, so Gellert. Denkbar wären auch Bußgelder. Bei Bedarf könne die Gemeinde einen Dienstleiter mit der Reinigung beauftragen, so Gellert. „Die Rechnung für die Ersatzvornahme geht dann an den Immobilienbesitzer.“

Noch teurer könnte es gegebenenfalls werden, wenn jemand auf einem ungeräumten Bordstein ausrutscht und sich dabei verletzt. Schadensersatz und Schmerzensgeld können schnell in die Tausende gehen. Vorsorge zu treffen hat stets der Eigentümer der Immobilie, der seine Räumpflicht allerdings auf Mieter oder eben einen Dienstleiter übertragen kann.

FCN-Team sichert sich Meistertitel

Tennis Hooksiel
Sicherten im letzen Saisonspiel den Titel in der Tennis-Herren-50-Bezirksklasse für den FCN Hooksiel: (von links) Thorsten Csikos, Jan Alter. Mirko Ortmanns, Thomas Otte und Robert Lebin. Zum Meisterteam gehörten zudem Andre Abels, Alexander Scholz und Wolfgang Hake. Foto: FCN

Hooksiel (21. 1. 2024) – Den Tennisspielern des FC Nordsee Hooksiel ist die Überraschung gelungen. Die „Herren 50“- Mannschaft hat ihr Heimspiel gegen die JTG Wilhelmshaven überraschend deutlich mit 5:1 gewonnen und sich damit ungeschlagen den Meistertitel in der Bezirksklasse gesichert. In der nächsten Winterrunde könnte das Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns damit in der Bezirksliga antreten.

Die Partie am Samstag in der Halle in Varel kam einem Endspiel gleich. Die JTG belegte mit 7:1 Punkten Rang 2 hinter SV Nordenham (8:2 Punkte). Die Hooksieler lagen mit 6:2 Punkten auf Platz drei und benötigen im letzten Saisonspiel gegen die JTG unbedingt einen Sieg, um noch Staffelsieger werden zu können.

Der FCN lag nach zwei deutlichen Erfolgen an den Positionen 3 und 4 schnell 2:0 in Front. Jan Alter ließ Carsten Biskupek (6:1/6:0) ebenso wenig eine Chance wie Thorsten Csikos seinem Gegenspieler Andreas Stiller (6:1/6:1). Einen schweren Stand hatte FCN-Spitzenspieler Thomas Otte, der gegen Frank Gerdes nie zu seinem Spiel fand und mit 2:6/2:6 verlor. Besonders spannend war das Spiel an Position 2, in dem es Robert Lebin (FCN) mit dem schlagstarken Rainer Dörnath zu tun hatte. Mit druckvollem und sehr sicherem Spiel entschied der Hooksieler die Partie aber sicher mit 6:2/6:3 für sich.

Dem 3:1 Zwischenstand folgten zwei siegreiche Doppel. Otte/Alter schlugen Gerdes/Biskupek mit 7:6/6:2, Lebin/Mirko Ortmanns setzten sich mit 2:6/7:5/10:8 im Matchtiebreak des dritten Satzes gegen Dörnath/Tomasz Luckschewitz durch. 

Winterausstellung zeigt Verborgenes

Ausstellung Hooksiel
Das Künstlerhaus Hooksiel präsentiert zum Start ins neue Jahr verborgene Schätze aus dem Fundus der Gemeinde Wangerland. Foto: Künstlerhaus

Hooksiel (20. 1. 2024) – Das Ende der Winterpause naht. Das Künstlerhaus Hooksiel und der Förderverein Kunst- und Erlebnispfad laden für Samstag, 27. Januar, zur Eröffnung der Winterausstellung „Verborgenes“ ein. Die Vernissage beginnt um 15 Uhr. Danach ist das Künstlerhaus in den kommenden Wochen jeweils an den Wochenenden von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Ganz nach dem Motto „Kunst kennt keine Winterpause“ haben die Macher vom Künstlerhaus und vom Förderverein Kunst- und Erlebnispfad e. V. einen Blick ins Archiv der Gemeinde Wangerland geworfen und vornehmlich Kunstwerke ausgewählt, die im Laufe der Jahre von Stipendiatinnen und Stipendiaten, die im Künstlerhaus gewohnt und gearbeitet haben, angekauft wurden. Zudem wird Stephanie Hüllmann, Stipendiatin in 2023, ihren Katalog mit den in Hooksiel entstandenen Arbeiten vorstellen.

Kuratiert wird die Ausstellung von Henning Gieseke (Förderverein) und Renate Janßen-Niemann (Künstlerhaus). Entstanden ist ein vielfältiges Ensemble, das um einige private Skulpturen und ein Gemälde bereichert wurde. Mitglieder des Fördervereins werden die Ausstellung, die bis zum 3. März zu sehen sein wird, an den Wochenenden betreuen.

157 Millionen Euro für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Lebensqualität

Friesland/Wilhelmshaven/Hooksiel (19. 1. 2024) – Wilhelmshaven und Friesland sind bei den Investitionen zur Kompensation des Ausstiegs aus der Kohle-Verstromung in Wilhelmshaven auf einem guten Weg. Das sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) beim „1. Dialogforum Strukturwandel Wilhelmshaven-Friesland“. 

„Wilhelmshaven ist auf dem besten Weg, die Energiehauptstadt Deutschlands zu werden. Die Errichtung des ersten LNG-Terminals in der neuen Deutschlandgeschwindigkeit hat gezeigt, wie beherzt die Region die Zukunft angeht“, sagte Lies vor Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Kommunalpolitik. „ Und die gemeinsamen Pläne für weitere Anleger, für Pipelines für die Anlandung von Wasserstoff und genauso für Terminal- und Energieinfrastruktur zeigen: Der Leitsatz ‚Industrie folgt Energie‘ gilt.“ 

Erste Projekte in der Umsetzung

Lies erinnerte an die letzten Verhandlungsrunden zur Ausgestaltung der Strukturfonds für Kohleregionen im Jahr 2018: „Am Ende eines 20-stündigen Verhandlungsmarathons ist es uns gelungen, die Mittel für Wilhelmshaven und Helmstedt sicherzustellen.“ Der Region Wilhelmshaven/Friesland stehen bis 2038 insgesamt 157 Millionen Euro aus dem Förderfonds des Bundes zur Verfügung. 

Die ersten Projekte seien bereits in der Umsetzung, weitere in Vorbereitung, ergänzte Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier aus dem Niedersächsischen Regionalministerium. „Wilhelmshaven und das Friesland gehen die Zukunft mit großer Dynamik an. Das Land zieht gemeinsam mit der Region an einem Strang, um Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Lebensqualität vor Ort zu schaffen.“

OB und Landrat hoffen auf Aufschwung

Oberbürgermeister Carsten Feist (parteilos) unterstrich die große Entschlossenheit bei der Gestaltung des Wandels. Es gelte, einen nachhaltigen Aufschwung in Stadt und Region mit attraktiven Arbeitsplätzen und einer hohen Lebensqualität zu gestalten. Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) hob die Bedeutung der Transformation für die Region hervor: „Der Wandel macht nicht an der Stadtgrenze halt. Darum kümmern wir uns im engen Schulterschluss zwischen Stadt, Landkreis und der gesamten Jade-Weser-Region um Projekte, die uns dauerhaft Beschäftigung und Wohlstand sichern.“

Bislang sind aus den Strukturhilfen die Hafeninfrastruktur für das LNG-Terminal in Wilhelmshaven sowie das Wasser-Wald-Zentrum des OOWV als Informations- und Bildungszentrum in Schortens auf den Weg gebracht worden. Ende 2023 wurde zudem das Vorhaben „Transformation Wilhelmshaven“ bewilligt, bei dem unter Federführung der Jade Hochschule und des Fraunhofer Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik innovative Industrieprojekte entwickelt und an den Start gebracht werden sollen. Noch im Dezember wurde zudem das „Energy Hub Office“ als unterstützende Projektstruktur für das Unternehmenskonsortium Energy Hub unter Federführung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wilhelmshaven bewilligt.

Wangerland berät noch

Ob und in welcher Höhe Mittel aus dem Kohlestrukturfonds auch in die Gemeinde Wangerland fließen, ist noch ungewiss. Wie Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) kürzlich sagte, gebe es etwa 20 Projektideen, darunter fünf bis sechs größere Vorhaben, die auf die 90-Prozent-Förderung aus dem Topf hoffen. Eines der Projekte befasst sich mit der touristischen Aufwertung des Hooksmeeres (Hooksmeer 2.0)

Aktuell beraten die politischen Gremien darüber, welche der Projekte die Gemeinde unterstützen soll. Erst danach werden die überörtlichen Entscheidungsgremien eingebunden. 

Mit der Taschenlampe auf Abenteuerreise im Nationalpark-Haus

Wangerland (19. 1. 2024) – Das Nationalpark-Haus in Minsen bietet neue Veranstaltungen für Familien an. Seit den Weihnachtsferien können Gäste und Einheimische das Haus auf ganz neue Art erleben. Ob mit der Taschenlampe im Dunkeln oder beim Basteln und Lesen, spätestens bei der Fischfütterung wird das Thema Nordsee und der Lebensraum Wattenmeer gänzlich erlebbar. Das zu Beginn geplante Ferienprogramm wird nun aufgrund der großen Nachfrage ganzjährig angeboten. 

Narionalpark-Haus Miesen
Ein spannendes Abenteuer: Mit der Taschenlampe in der Hand die Abenteuer des Lebensraums Nationalpark Wattenmeer erkunden. Foto: 19@Tim-Alex

Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Veranstaltung „Mit der Taschenlampe durch das Nationalpark-Haus“. Hier machen sich kleine Forscher:innen mit Taschenlampen ausgestattet auf den Weg durch das Nationalpark-Haus – ein Abenteuer, das lange in den Köpfen bleibt. Gemeinsam wird im Dunkeln die Ausstellung des Hauses erforscht, ein Rätsel gelöst und spannende Experimente erlebt. Der Blick ins dunkle Aquarium rundet das 1,5-stündige Angebot ab. 

Die Lesestunde mit Bastelangeboten richtet sich bereits an Gäste ab drei Jahren. Die Geschichten „Der kleine Seehund und das Meer“ oder „Ein Haus für Herbert“ werden liebevoll und lebhaft von den Mitarbeitern des Nationalpark-Hauses vorgelesen. Im Anschluss können die erwähnten Meeresbewohner in der Ausstellung in Ruhe entdeckt und thematisch gemeinsam gebastelt werden. 

Die Fischfütterung für Gäste wurde bereits in der Vergangenheit durchgeführt, jetzt wird dieser Veranstaltung jedoch noch mal ganz frischer Wind verliehen. Das Team in Minsen stellt die Aquarienbewohner bei einer Fütterung vor und gibt darüber hinaus interessante Informationen zu den Tieren und ökologischen Zusammenhängen im Meer. 

In drei großen Schau-Aquarien und einem Erlebnisbecken können verschiedene Bewohner der Nordsee und des Wattenmeeres in ihrer Artenvielfalt und Farbenpracht ganz aus der Nähe betrachtet werden. Mit Spielen und Rätseln wird sich der Fischerei genähert und entdeckt, welche Arten eigentlich in der Nordsee leben. 

„Unser Ziel ist es, einen verstärkten Fokus auf Umweltbildung zu legen und vor allem unseren jungen Besuchern das faszinierende Thema Nordsee und Wattenmeer näherzubringen“, so Michèle Gürth, Leiter des Nationalpark-Hauses Minsen. 

Die Ausstellung des Hauses wird auch in diesem Jahr ganzjährig geöffnet sein und ist gerade an Tagen mit grauem Nordseewetter ein erlebnisreiches Ausflugsziel. Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Alle Informationen zu den neuen Veranstaltungsformaten, Terminen, Preisen sowie die Öffnungszeiten des Nationalpark-Hauses in Minsen auf wangerland.de 

500 Menschen aus Seenot gerettet

Hooksiel/Bremen (18. 1. 2024) – 1938 Mal sind die Besatzungen der Rettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im vergangen Jahr auf Nord- und Ostsee im Einsatz gewesen. Dabei wurde nach Angaben der Rettungsorganisation mit Sitz in Bremen mehr als 3500 Menschen geholfen. Allein rund 500 Menschen musste die DGzRS aus Seenot retten oder Gefahr befreien, deutlich mehr als 2022. 

Die Seenotretter kamen zahlreichen Fischereifahrzeugen und ihren Besatzungen zu Hilfe, waren viele Male für Seeleute von Handelsschiffen oder Passagiere von Fähren und Fahrgastschiffen im Einsatz. Auch Menschen, die Wassersport betreiben oder an der Küste Erholung suchen, konnten sich erneut auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.

Courage DGzRS
Das Seenotrettungsboot „Courage“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), ist seit 2023 bei der Freiwilligen-Station Neuharlingersiel stationiert. Foto: DGzRS

Allein die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und -boote haben bei 578 Einsätzen 1.066 Menschen geholfen. Davon wurden 39 Menschen aus Seenot gerettet und 97 weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Die Kollision der Frachtschiffe „Verity“ und „Polesie“ in der Deutschen Bucht Ende Oktober hatte einen der umfangreichsten Einsätze der Seenotretter in den vergangenen Jahren zur Folge. Die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See koordinierte sämtliche Such- und Rettungsmaßnahmen während des mehr als 18-stündigen Einsatzes, Daran waren rund 25 Schiffe und Flugzeuge beteilig. Zwei Seeleute wurden gerettet, fünf kamen beim Untergang der „Verity“ ums Leben. Seit ihrer Gründung vor mehr als 158 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter mehr als 86.800 Gerettete – nach wie vor ohne jegliche staatlich-öffentliche Mittel zu beanspruchen.

Durchschnittlich 30 Jahre lang sind die Rettungseinheiten der DGzRS im Einsatz.2023 nahmen drei neue Seenotrettungsboote ihren Dienst auf. Unter andrem hat die Station Neuharlingersiel den jüngsten 10,1-Meter-Neubau erhalten. In Hooksiel ist der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ stationiert.

Als Erfolg wertete die allein von privaten Spenden finanzierte DGzRS den Tag der Seenotretter. Mehr als 40.000 Menschen haben sich 2023 über die Arbeit der Organisation informiert. Die Seenotretter demonstrierten an dem Aktionstag unmittelbar an der Küste ihre Technik, Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft. Nächster Tag der Seenotretter ist am Sonntag, 28. Juli 2024.

Auch das Kentern will gelernt sein

Kentertraining in Hooksiel
Michael Sondermann und Henning Gerdes bringen den Opti mit Jannik und Theo an Bord zum Kentern.  Foto: Dörte Salverius

Hooksiel (18. 1. 2024) – Was tun, wenn ich mit meinem Opti kentere? Das übte die gemeinsame Kinder- und Jugendgruppe von Wassersportverein Hooksiel und Segelkameradschaft Horumersiel jetzt im Hooksieler Wellenbad.

Dazu war der zuvor gründlich gereinigte Opti „Lurifax“ zu Wassergelassen worden. Das Training in echtem „Blauwasser“ hatte dankenswerter Weise die Wangerland Touristik möglich gemacht. Die zehn Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren waren mit Spaß und Eifer bei der Sache.

Jugendleiterin Sonja Heimann (WSV) hatte den Nachwuchs im Wasser zunächst spielerisch auf das Manöver vorbereitet. Mit Erfolg, denn allen Kindern gelang es am Ende auch, die schwierigste Aufgabe zu meistern: nämlich die Jolle wieder aufzurichten und hineinzuklettern. Dabei gaben Michael Sondermann (WSV) und Henning Gerdes (SKHS) Hilfestellung und Tipps. 

Emsige Arbeitsgruppe will auch dieses Jahr Hooksiel verschönern

Hooksiel (17. 1. 2024) – Weiter, weiter, weiter – so könnte das Motto der Arbeitsgruppe Hooksiel lauten. Die ehrenamtlichen Helfer engagieren sich inzwischen seit über 25 Jahren für den Sielort, helfen, pflegen, putzen, bauen auf und bauen ab. Heute wählten die Vereinsmitglieder ihren Vorstand neu – und legten erste Eckpfeiler für ihr Arbeitsprogramm 2024 fest.

Die Wahlen auf der Jahresversammlung im Awo-Heim gingen schnell und harmonisch über die Bühne. Bruno Bölts wurde als Vorsitzender und damit als Sprecher der Arbeitsgruppe wiedergewählt. Zum zweiten Vorsitzenden erkoren die 14 Anwesenden mit Tobias Stahl einen der jüngeren Vertreter der Gemeinschaft. Im Amt bestätigt wurden Schatzmeister Bernd Tscherney, Schriftführer Henning Gieseke, Beisitzer Rüdiger Kullmer und Kassenprüfer Heinrich Theilen

Vorstand der Arbeitsgruppe Hooksiel
Der Vorstand der Arbeitsgruppe Hooksiel: (von links) Revisor Heinrich Thielen, Schriftführer Hennig Gieseke, Beisitzer Günter Kallweit, Vorsitzender Bruno Bölts, Schatzmeister Bernd Tscherney, Beisitzer Rüdiger Kullmer sowie der neue 2. Vorsitzende Tobias Stahl. Foto: hol

Bölts blickte auf 2023 zurück, einem der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte, wie er sagte. Wie auch in diesem Januar begann das Jahr mit der Demontage der Weihnachtsbeleuchtung. Danach habe man sich durchgehend um die „Standardaufgaben“ der Gruppe gekümmert. Dazu zählen die Pflege des Südeingangs Hooksiels, des Areals am Alten Hafen, des Kreisverkehrs, der Beete an der Lange Straße und des „Dietrichsbergs“ im Freizeitgelände. Darüber hinaus habe man die örtlichen Vereine bei deren Festen unterstützt, zwei Spielgeräte für das Spielefest von „De Hooksieler“ neu aufgebaut und an Verkaufsständen ausgeholfen.

Viel Anerkennung von Bürgern und Gemeinde

Dafür habe man jede Menge Anerkennung erhalten, freute sich Bölts. Von Hooksieler Bürgern ebenso wie von der Gemeinde Wangerland, die die Arbeitsgruppe am Ehrenamtstag auszeichnete, und von Sponsoren aus der Wirtschaft, die unter anderem die Anschaffung des Elektro-Lastenfahrzeuges „Joe“ ermöglichten. Sehr gefreut habe man sich zudem über Einladungen von Familien zum Frühstück, von der Feuerwehr zum Richtfest und von den „Küstenkindern“, die im Kindergarten Lieder und Gedichte vortrugen. Als „größten Erfolg“ wertete der Vorsitzendes es aber, dass die Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr vier neue Mitstreiter gewinnen konnte.

Wie sehr die Bevölkerung an der Arbeit der in gelben Westen auftretenden Arbeitsgruppe Anteil nimmt, habe man in den vergangenen Tagen gesehen, sagte Tscherney. An der Ecke Viethstraße/Nee Straat ist versehentlich ein Weihnachtsstern hängen geblieben. „Wir haben dazu eine Fülle von Hinweisen bekommen“, so Tscherney. „Dabei war das doch nur ein Test, um zu sehen, wie aufmerksam die Hooksieler sind . . . .“

Gipfelkreuz auf dem Dietrichsberg?

Noch im Winter sollen der Weg auf den Dietrichsberg und die Sichtachse für den Blick aufs Wasser freigeschnitten werden. Möglicherweise wird dann auf dem Hügel auch ein Gipfelkreuz montiert, an dem sich Besucher eintragen können. „Mit 15,6 Metern ist der Dietrichsberg immerhin die höchste Erhebung in Hooksiel“, sagte Wolfgang Reich.

Ein Arbeitsschwerpunkt wird auch in 2024 der Alte Hafen von Hooksiel sein. Den abgängigen Ebermast werde man nicht erneuert, sagte Bölts. Die Kosten dafür seien einfach zu hoch. Dafür soll der Pilz-Anker, der einst dem Feuerschiff „Weser“ Halt gab, einen attraktiveren Platz im Hafen finden.