Horumersiel/Hooksiel (6. 1. 2024) – Für die jährlichen Revisionsarbeiten schließt die „Friesland-Therme“ in Horumersiel vorübergehend ihre Türen. Wie die Wangerland Touristik GmbH mitteilt, sollen die erforderlichen Reparatur- und Wartungsarbeiten im Zeitraum von Montag, 8. Januar, bis einschließlich 11. Februar erledigt werden.
Wer sich dennoch im Wangerland ins Nasse stürzen möchte und wem die Nordsee noch zu kalt ist, kann dies auch während der Schließphase der Friesland-Therme. Das Meerwasser-Hallenwellenbad in Hooksiel bleibt geöffnet. Hier waren die Wartungsarbeiten bereits Anfang des Jahres erledigt worden.
„Das Meerwasser-Hallenwellenbad ist mit einem halbstündigem Wellenzyklus, einem Kinderbecken und einem Saunabereich, der allerdings nicht im Badeintritt enthalten ist, der perfekte Ort für Groß und Klein“, wirbt die WTG. Die Öffnungszeiten finden sich auf Hooksiel-life.de in der Rubrik „Veranstaltungen“.
Künstlerin Marion Hinz überreichte ihr Werk an den neuen Eigentümer Heinz Thomßen. Bürgermeister Mario Szlezak (re.) und der Journalist Sebastian Urbanczyk (l.) vom „Jeverschen Wochenblatt“ hatten die Versteigerung initiiert. Wieland Rosenboom (vorn) sorgte als Auktionator für Stimmung. Foto: hol
Wangerland/Hooksiel (5. 1. 2024) – Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) hat im Beisein von Landeswirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) die Forderung nach der Umrüstung des LNG-Fabrikschiffs „Höegh Esperanza“ auf ein Ultraschall-Antifouling-Verfahren bekräftigt. Die Chloreinträge in die Jade bei der Regasifizierung von Flüssigerdgas seien gegenüber den nachfolgenden Generationen nicht zu verantworten, sagte Szlezak beim Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland am Donnerstagabend in Horumersiel.
Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hatte kürzlich Messergebnisse veröffentlicht, wonach im vergangenen Jahr keine bzw. kaum Chloride oder Biozide im Gewässer festgestellt worden waren. Aus Sicht des Landes sowie des Betreibers Uniper gebe es deshalb keinen Grund zur Umrüstung des Schiffes, auch wenn die Übernahme der Kosten dafür vom Bund bereits bewilligt worden sind.
Bürgermeister pocht auf Umrüstung von LNG-Frachter
Szlezak verteidigte hingegen unterstützt von der Wangerländer CDU-Landtagsabgeordneten Katharina Jensen die von der Gemeinde aufgestellten Forderungen. Die vor der Hafeneinfahrt von Hooksiel am LNG-Terminal Wilhelmshaven liegende „Höegh Esperanza“ sollte mit Blick auf die nötigen Gasimporte spätestens dann in einer Werft umgebaut werden, wenn das zweite LNG-Fabrikschiff in der Jade festgemacht hat. Die „Excelsior“ wird im zweiten Quartal erwartet.
Lies zeigte Verständnis für die „richtige Forderung“ der Wangerländer, warnte jedoch davor, die ökologische Situation unnötig zu dramatisieren. Man könnte nichts messen, was es nicht gibt. Es gebe keine Veranlassungen, die Messergebnisse des NLWKN in Zweifel zu ziehen. „Noch sind wir in Deutschland nicht so weit, dass man Messungen offizieller Behörden nicht glauben kann.“
Gut besucht war der Neujahrsempfang der Gemeinde Wangerland am Donnerstag. Foto: hol
Rund 300 Gäste verfolgten den Neujahrsempfang im Kursaal, an dem neben Bürgerinnen und Bürgern aus dem Wangerland auch die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der anderen friesischen Gemeinden, Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen, Frieslands Landrat Sven Ambrosy, Wilhelmshavens Oberbürgermeister Carsten Feist sowie aus dem Landtag – neben Jensen und Lies – die Abgeordnete Sina Beckmann (Grüne) aus Jever teilnahmen. Für musikalische Verschnaufpausen zwischen den zahlreichen Reden und Grußworten sorgte „Weltstar – Frank Sinatra“ – vertreten durch sein Oldenburger Double Jens Sörensen.
Wimmelbild für 1000 Euro versteigert
Abgerundet wurde der Abend durch die Versteigerung eines Bildes, das die Waddewarder Künstlerin Marion Hinz gemalt hat: Ein Wimmelbild mit Karikaturen der kommunalen Spitzen aus ganz Friesland. Neuer Eigentümer wurde Heinz Thomßen aus Grafschaft, der 1000 Euro für das Werk bot. Der Erlös soll zur Finanzierung des für 2025 geplanten nächsten Ehrenamtstages im Wangerland beitragen. Kurios: Thomßen übertrumpfte zuletzt ein Gemeinschaftsgebot von Landrat Ambrosy und acht Bürgermeistern, die zusammen 900 Euro gesetzt hatten. Sein Motiv: „Ich finde, man soll das Ehrenamt unterstützen.“
Bürgermeister und Landrat blickten auf dem Empfang auf das Jahr 2023 zurück und gaben einen kommunalpolitischen Ausblick auf 2024. Feierlich wurde es bei verschiedenen Auszeichnungen. Oberstleutnant Andre Knappe, Kommandeur des 1. Bataillons des Objektschutzregiments der Luftwaffe, überreiche Szlezak und dessen Stellvertreter im Amt, Peter Podein, Ehrennadeln des Bataillons, das seit 2006 über eine Partnerschaft mit der Gemeinde verbunden ist. Ursprünglich waren die Objektschützer in der Wangerland-Kaserne in Hohenkirchen stationiert.
Von der Gemeinde ausgezeichnet wurde die Wangerländerin Ines Bauer. Die junge Frau, die aktuell auf dem Weg zur Industriemeisterin Chemie ist, hat ihre Ausbildung zur Chemikantin beim PVC-Hersteller Vynova in Wilhelmshaven als deutschlandweit beste Auszubildende ihres Jahrgangs abgeschlossen. Ihr Motiv für den nicht gerade frauentypischen Berufsweg: „Ich wollte etwas Spannendes machen, was nicht jede macht.“
Die Wangerländerin Ines Bauer (2. von links) wurde von der Deutschen Industrie- und Handelskammer als beste Auszubildende im Beruf der Chemikanten geehrt. Neben ihr bei der Ehrung Petra Tjardes von ihrem Arbeitgeber Vynova. Foto: DIHK
Das neue Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg in Hooksiel soll Ende März/Anfang April fertig werden. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Foto: hol
Hooksiel (3. 1. 2024) – Wann die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel von ihrem bisherigen Domizil zwischen dem Alten Hafen und der Lange Straße in den Neubau am Hohe Weg umziehen kann, steht noch nicht fest. Sven Bünting, von der Gemeinde Wangerland beauftragter Architekt vom 3ing Architektur- und Ingenieurbüro (Aurich): „Bei der derzeitigen Witterungslage wäre es nicht seriös, einen Termin für die Fertigstellung zu nennen.“
Die Feuerwehrangehörigen hatten lange auf eine Einweihungstermin noch im Jahr 2023 gehofft, dem Jahr des 100-jährigen Bestehens der Wehr. Dass daraus nichts werden würde, zeichnete sich aber bereits Mitte vergangenen Jahres ab. Aktuell wird die Einweihungsfeier für den Mai geplant. Ob das klappt, hängt auch vom Wetter ab.
„Im Januar sollen die Arbeiten im Bereich der Außenanlage beginnen“, sagt Bünting. Für den Fall, dass es „akzeptables Wetter“ gebe, seien dafür etwa zehn Wochen eingeplant. Unter anderem gehört zu den Außenarbeiten der Bau der direkten Zufahrt für die Einsatzfahrzeuge vom Hohe Weg zum Feuerwehrgerätehaus. Unter anderem muss dafür ein Stück des Straßengrabens verrohrt und ein Pflanzbeet beseitigt werden. Geplant ist zudem ein Waschplatz für Feuerwehrfahrzeuge.
„Wir peilen eine Fertigstellung zu Ende März/Anfang April an. Die Arbeiten im Innenbereich sind bis dahin längst abgeschlossen“, so Bünting. Dass es Lieferschwierigkeiten bei den großen Toren zur Feuerwehrhalle geben soll, weist der Architekt als Gerücht zurück. „Nein, es gibt keine Lieferschwierigkeiten mit den Sektionaltoren“, so Bünting. „Wir bauen empfindliche Bauteile immer so spät als möglich ein, damit diese nicht durch eine unsachgemäße Nutzung beschädigt werden.“
Friesland/Wangerland (3.1.2024) – Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) hat in einem Grußwort an die Bürgerinnen und Bürger zum Jahreswechsel die Leistungsfähigkeit der Kreisverwaltung unterstrichen. Auch wenn der Haushalt des Landkreises erstmals seit vielen Jahren ein hohes Defizit ausweise, werde man deswegen nicht auf Investitionen verzichten. „Denn“, so Ambrosy, „wir müssen weiter Straßen, Schulen, Digitalisierung, das Gesundheitswesen und vieles mehr fördern und damit stärken.“
Der Landkreis werde insbesondere in Varel den Neubau der Heinz-Neukäter-Schule voranbringen und in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Varel werde ebenso investiert wie in die Elisabeth-Kauffeld-Schule in Jever. Für die IGS Friesland Süd in Zetel sowie das Lothar-Meyer-Gymnasium werden man Modernisierungs- und Sanierungspläne auflegen.
im Bereich Straßen und Radwege seien in 2024 unter anderem die Sanierung der Fahrbahn der Kreisstraße 102 (Ortsausgang Zetel bis Bockhorn), die Teilsanierung der K102 (Horster Straße Zetel bis Landkreis Wittmund) und die Sanierung der K 294 (Ostiemer Berg bis Autobahn-Brücke) geplant. Weiter Projekte seien der Teilneuaufbau K 94 (Famila Jever bis Siebetshaus), die Ortsdurchfahrt Sande sowie der Radweg-Lückenschluss an der K96 (Friederikensiel in Richtung L 808). Sven Ambrosy (Foto) appelliert: „Sorgen wir gemeinsam für gute Infrastruktur und ein gutes Miteinander in Friesland!“
Im Schulbau standen 2023 Investitions- und Sanierungsmaßnahmen unter anderem an der IGS Friesland Nord in Schortens, dem Mariengymnasium, der BBS Jever und der Oberschule in Bockhorn auf der Agenda. Ziel sei es, bestmögliche Lern- und Lehrbedingungen zu schaffen. 73 Prozent der Kreisstraßen in einer Länge von 165 Kilometern hätten bereis einen Radweg.
Auf einem guten Weg sieht Ambrosy die Kreisverwaltung bei der Digitalisierung der Arbeitsabläufe und dem Ausbau von Online-Angeboten für die Bürger. „Ob im Gesundheitswesen oder im Baubereich – es gibt immer mehr Möglichkeiten, die digitalen Angebote des Landkreises zu nutzen“, sagt der Landrat. Der Schlüssel dazu ist die Internetplattform www.friesland.de.
Trotz aller Krisen blicke er hoffnungsvoll in die Zukunft, beteuert Ambrosy. Eine Aufgabe bestehe darin, die Gesundheitsversorgung fit für die Zukunft zu machen. Ein Baustein dabei sei die Ausrichtung des St. Johannes Hospital in Varel zu einem sektorenübergreifenden Krankenhaus. Dazu gehöre ein zentrales ambulantes OP-Zentrum für den ganzen Landkreis, eine Gynäkologie und Geburtshilfe mit einem Versorgungsauftrag für Friesland und die Wesermarsch sowie einer zukunftsorientierten Notfallversorgung.
Zuletzt hatte die Schließung der Inneren Medizin in Varel Sorgen um den Bestand des Hauses ausgelöst. Die Veränderungen seien aufgrund der Krankenhausreformen von Land und Bund sowie der Einführung von so genannten Leistungsgruppen notwendig, um auch langfristig die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Varel und Sande für den gesamten Landkreis sicherzustellen, beton der Landrat.
Hooksiel (2.1.2024) – Die Sanierungsarbeiten an der Hooksieler Schleuse gehen weiter. Wie die landeseigene Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) mitteilt, wird die Fahrbahn über das Hafenbauwerk am Montag, 8. Januar, bis voraussichtlich zum 17. Januar aufgrund von Bauarbeiten und Bestandsaufnahmen voll gesperrt.
Die Hooksieler Schleuse ist das Tor vom Hooksmeer in die Jade. Das Land saniert das Bauwerk aus dem Jahr 1975. Dafür wird ab dem 8. Januar die Bäderstraße im Bereich der Schleuse gesperrt.Archiv-Foto: hol
Betroffen von der zehntägigen Sperrung ist die Verbindung der Hooksieler Bäderstraße zur Straße Am tiefen Fahrwasser in Wilhelmshaven. Während der Sperrung können weder Autos noch Radfahrer oder Fußgänger die Schleuse überqueren. Der Weg bis zur Schleuse sei frei, allerdings gebe es keine Wendemöglichkeit, so NPorts.
Die Arbeiten gliedern sich nach Darstellung von NPorts in drei Phasen. In der ersten Phase wird die Schleuse trocken gelegt. Dafür müssen so genannte Dammtafeln eingebaut werden. In Phase zwei – hierfür ist die Vollsperrung der Straße erforderlich – geht es um die Bestandsaufnahmen am Schleusenbauwerk. Phase drei umfasst dann den Rückbau der Dammtafeln und die Flutung der Schleusenkammer.
Die Hooksieler Schleuse, die 1975 erbaut wurde, verbindet den Hooksieler Außenhafen mit dem seinerzeit künstlich geschaffenen Hooksmeer als Verbindung zum alten Hooksieler Hafen. NPorts will das landeseigene Bauwerk von Grund auf sanieren. Unter anderem geht es dabei auch um die Elektrik, die Hydraulik und um des Stahlwasserbau.
Die Untersuchungen dafür begannen vor rund einem Jahr. Die Arbeiten selbst sollen sich zwei bis drei Jahre hinziehen. Die Schleuse, die von der Wangerland Touristik GmbH betrieben wird, in von wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung. Zum einen liegt hinter der Schleuse die Hooksieler Werft, zum anderen passieren jährlich Tausende Freizeitskipper das Bauwerk, um mit ihren Booten von den Liegeplätzen im Hooksmeer auf die Jade zu gelangen.
Die beste Hilfe für einen Seehund am Strand besteht oft darin, Abstand zu halten. Foto: Feuerwehr
Hooksiel (2. 1. 2023) – Seehunde sind eine Art Markenzeichen der Nordsee. Wenn sie nicht gerade im Wasser schwimmen oder tauchen, ruhen sie in der Regel auf Sandbänken oder an den Insel-Stränden. Aber gerade im Winter kommt es bei anhaltenden Winden häufig vor, dass Sandbänke überspült sind und Seehunde auf Festland-Strände ausweichen – zum Schrecken von unerfahrenen Wattwanderern oder Strandbesuchern. „Das arme Tier. Wir müssen sofort Hilfe holen!“
Ein solcher Rettungsruf erreichte in diesen Tagen die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel, die dann an den Badestrand ausrückte. Mehrere Personen hatten bei der Leitstelle einen möglicherweise verletzten Seehund gemeldet. Die Retter machten Fotos und ein Video von dem Tier, hielten Rücksprache mit einem erfahrenen Seehundjäger und, so der Eindruck des Fachmanns: „Dem Tier geht es gut.“
Auch die Seehundstation Norden-Nordeich weist darauf hin, dass keineswegs jeder am Strand liegende Seehund auf Hilfe angewiesen ist. Auch die erst im vergangenen Sommer zur Welt gekommenen Jungtiere nicht. „Es handelt sich um selbstständige Tiere, die keine Mutter mehr brauchen, sondern nur Ruhe benötigen.“
Die Tipps der Experten an besorgte Spaziergänger: Die Tiere nicht anfassen, den Fundort verlassen und möglichst 200 bis 300 Meter Abstand halten. „Melden Sie das Tier nur, wenn es offensichtliche Verletzungen hat, unter Telefon 04931/973330.“
Hooksiel (2. 1. 2024) – Die Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall in Hooksiel. Dabei ist am Freesenpad ein geparkter, grauer Pkw der Marke Ford „Puma“, im vorderen linken Bereich beschädigt worden. Der Verursacher habe sich von der Unfallstelle entfernt, ohne sich um seine Pflichten als Fahrzeugführer zu kümmern, teilt die Polizei mit. Der Unfallzeitpunkt liegt zwischen Samstag, 30.Dezember, 19 Uhr, und Sonntag, 31. Dezember, 12.15 Uhr.
Zeugen, die Hinweise auf den Unfall-Verursacher oder auf das Auto geben können, mit dem die Schäden verursacht wurden, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever oder Hohenkirchen (Telefon 04463/808910) in Verbindung zu setzen.
Silvester am Deich: Fackeln statt Böller für Lichterglanz ohne Lärm. Fotos: hol
Hooksiel (1. 1. 2024) – Die Fangemeinde des „Wangerländer Deichleuchten“ wächst. Zumindest war das der Eindruck, der bei einem Besuch der Deichlinie in Hooksiel in der Silvesternacht entstand. Hunderte Menschen, darunter viele Familien mit kleineren Kindern, hatten sich zu Mitternacht an den von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) eingerichteten Sammelpunkten eingefunden, um einen böllerfreien Übergang ist neue Jahr zu genießen.
Statt Raketen und Knallkörpern wurden um Mitternacht Lichterketten, Lampen und Fackeln entzündet. Zum Wohl der Tiere im Wattenmeer und des Klimas, aber auch für eine attraktive Optik. Fackeln und Lampions am Deich, dahinter der Blick auf den Ortskern von Hooksiel, von wo aus der Himmel mit Raketen befeuert wurde, die zum Teil sehr attraktive Lichtspiele in die Nacht zauberten.
Sehr zufrieden zeigte sich in der Nacht Anna Goldenstein, Nachhaltigkeitsbauftragte der WTG. „Ich habe den Eindruck, dass unser Werben für ein böllerfreies Silvester gut ankommt.“ Im vergangenen Jahr hatte die WTG erstmals das „Wangerländer Deichleuchten“ ausgerichtet. Dieses Jahr war das Projekt von der Gemeinde Wangerland durch ein förmliches Böllerverbot im Nahbereich der Deichlinie unterstützt worden.
Gute Silvester-Stimmung in der Partyscheune am Campingplatz und ein eher besinnlicher Übergang ins neue neue Jahr schließen sich nicht aus.
Hooksiel (30. 12. 2023) – Der Jahreswechsel steht unmittelbar bevor. Ein guter Anlass, auf das ablaufende Jahr zurückzublicken und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Was waren die wichtigsten öffentlich bekannt gewordenen Ereignisse in Hooksiel in den vergangenen zwölf Monaten? Was kommt auf die Hooksieler 2024 zu? Zudem listet „Hooksiel-life“ einige Wünsche für das neue Jahr auf.
Das Meerwasser- Hallenwellenbad Hooksiel wurde am 15. Juli 2023 wieder geöffnet. Eine langfristige Perspektive für das über 40 Jahre alte Bad fehlt allerdings immer noch.
Immer wieder in den Schlagzeilen war 2023 das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel. Bis Mitte Juli blieb das über 40 Jahre alte Bad aufgrund der extrem hohen Energiekosten geschlossen. Zudem hat die Wangerland Touristik GmbH im ersten Halbjahr Sanierungsarbeiten erledigt, die ihr externe Gutachter ins Stammbuch geschrieben hatten.
Die Bürgerinitiative Hooksiel, die seit Jahren für den Erhalt des Bades gekämpft hat, vermisste dennoch eine echte Zukunftsperspektive für das Bad, zumal die Suche nach einem privaten Co-Investor scheiterte und Mitte des Jahres der Konflikt zwischen der Gemeinde Wangerland und dem Pächter des Bad-Restaurants eskalierte. Der Rechtsstreit über die Kündigung des Pachtvertrages ist noch anhängig. Dennoch will die Bürgerinitiative ihre Arbeit nach eigenem Bekunden einstellen.
Ebenfalls viele Hooksieler bewegt hat der Import von Flüssigerdgas (LNG), der vor einem Jahr vor den Toren des Außenhafens aufgenommen wurde. Zwar auf Wilhelmshavener Territorium, aber klar ist: Alles was das LNG-Terminal betrifft, betrifft auch Hooksiel und den Hooksieler Strand. Bislang lief der Betrieb reibungslos. Aber die Sorge bleibt, dass auf Dauer die Ökologie der Jade beeinträchtigt werden könnte.
Zu den freudigen Ereignissen des Jahres zählten sicher das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr und der Baubeginn für das neue Feuerwehrhaus, das allerdings erst im nächsten Jahr fertig werden wird. Die Kindertagesstätte „Küstenkinder“ feierte in einem schwierigen Jahr 30. Geburtstag. Hohe Krankenstände ließen mehrfach keinen Vollbetrieb zu. Dabei pochten etliche Eltern auf eine Ausweitung der Betreuungszeiten, damit sie Beruf und Familie unter einen Hut bringen können.
Die Infrastruktur im Ort wurde vor allem durch den Anschluss Hooksiels ans Glasfasernetz verbessert. Der erste Bauabschnitt der Erhöhung des Hooksieler Seedeichs wurde erfolgreich abgeschlossen, die Sanierung der Seeschleuse am Außenhafen begonnen.
Was steht für 2024 auf der Agenda? Auf jeden Fall die Gemeinde-Entwicklungsplanung. Die Gemeinde Wangerland hat sich zum Ziel gesetzt, die Bebauungspläne im Gemeindegebiet so zu überarbeiten, dass die rechtlichen Vorgaben und der faktische Bestand wieder zusammenpassen. Konkret geht es unter anderem um die Frage, ob illegal betriebene Ferienwohnungen legalisiert werden oder aufgegeben werden müssen.
Das neue Feuerwehrhaus wird eingeweiht werden. Damit spitzt sich die Frage zu, was auf dem bisherigen Feuerwehrareal am Alten Hafen werden soll. Auch vor dem Hintergrund, dass der Hafen mitten im Ort auch Sanierungsbedarf hat. Schön wäre es, wenn dann auch noch die Attraktivität des Hooksmeeres und des Freizeitgeländes erhöht werden könnte. Zumindest die Planungen sollten dafür 2024 anlaufen.
Im nächsten Jahr wird der „Nordsee Park“ auf der Hofstelle Gerietshausen an der Bäderstraße seinen Betrieb aufnehmen. Stellplätze für Mobil-Häuser, Tiny-Houses und Reisemobile sollen dazu beitragen, die Urlaubssaison in Hooksiel zu verlängern. Auch das neue „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel dürfe bis nach Hooksiel ausstrahlen.
Hooksiel wird aller Voraussicht nach 2024 wieder Nordseebad. Um so mehr sind nachhaltige Konzepte für den Erhalt der vorhandenen Infrastruktur gefragt: Wie kommt mehr Leben ins Gästehaus? Wie kann ein Zukunftskonzept fürs Hallenwellenbad aussehen? Der Badestrand muss aufgespült und dauerhaft gesichert werden. Wer bezahlt das?
Vergleichsweise einfach mutet da die Aufgabe an, im Ortskern von Hooksiel die Maximal-Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren. Was für einige Straßen schon gilt und für die Lange Straße/Pakenser Altendeich ebenfalls schon behördlich genehmigt ist, sollte für alle Innerorts-Straßen möglich sein. Zum Wohle der Umwelt, von Radfahrern und Fußgängern.
Die WTG-Büchereien bieten seit diesem Jahr ein digitales Ausleihsystem an: die „Onleihe“. Natürlich stehen Sylvia Dunker und ihre Kolleginnen auch weiter für persönliche Beratungen bereit.Archiv-Fotos: hol
Horumersiel/Hooksiel (29. 12. 2023) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) hat sich im ablaufenden Jahr in vielerlei Hinsicht neu aufgestellt. Geschäftsführer Armin Kanning gab kürzlich am Stammtisch für touristische Leistungserbringern mit Marketingleiterin Larissa Strangmann einen kleinen Überblick. Ein großes Thema: Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit sei ein Wert, den immer mehr Urlauber nachfragen. Auch für ihren Urlaubsort und ihr Ferienquartier. Kanning: „Nachhaltigkeit ist ein Buchungsgrund.“
Die WTG, Partner des Unesco Weltnaturerbes Niedersächsisches Wattenmeer, hat in diesem Jahr erstmals die „Wangerländer Nachhaltigkeitswochen“ ausgerichtet. Premiere hatte auch das „Wangerländer Deichleuchten“, das böllerfreie Silvester. Strangmann: „Nachhaltig toll.“
Neben den klassischen Themen wie zum Beispiel das Werben für Mehrwegflaschen, Müllvermeidung, Recycling-Produkte oder fair gehandelte Waren spielt Nachhaltigkeit auch beim wirtschaftlichen Handeln der WTG eine zunehmende Rolle. Wie Kanning sagte, dürften Vertragspartner der WTG kein Plastik mehr verwenden – zumindest so weit das irgendwie möglich ist.
Nachhaltig wirken sollen auch die Anwendungen und Behandlungen, die voraussichtlich ab Mai 2024 im neuen „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel verabreicht werden wollen. Nachhaltig für die Gesundheit der Besucher, aber auch als nachhaltiger Impuls für Nachfrage von Urlaubern. Auch Sauberkeit sei eine Frage der nachhaltigen Bindung von Gästen. Hier seien neben Gemeinde und WTG aber auch die Privatleute in den Urlaubsorten gefragt, so der WTG-Geschäftsfühter Kanning (Foto).
Ein weiteres großes Thema: die Digitalisierung. Neben den praktischen Vorteilen, die mit einer Digitalisierung von Abläufen einher gehen können, verweist Kanning auf einen weiteren Aspekt, der für die WTG wichtig sei. Über digitale Kommunikation gelange die WTG an eine Fülle von Informationen über ihre Zielgruppen. Wer interessiert sich für einen Urlaub im Wangerland? Warum möchte der Gast gern kommen? Was wollen die Menschen vor Ort machen? Was hat ihnen im Urlaub gefallen? Diese Informationen seien von entscheidender Bedeutung, wenn das Wangerland für sich neben den Stammgästen auch neue Gästegruppen gewinnen will.
Wichtig sei aber auch die Arbeit im Bestand. Etwa in den Bädern. Die Hallenbäder in Horumersiel und Hooksiel waren aufgrund der enorm gestiegenen Energiekosten mehrere Monate geschlossen. Im Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel wurde die Pause bis in den Juli zudem für wichtige Sanierungsarbeiten genutzt. Auch die „Friesland-Therme“ in Horumersiel habe einen neuen Anstrich bekommen. Zudem sei die dortige Sauna samt Außenbereich modernisiert und verschönert worden.
Inzwischen sind auch die Wasser- und Lufttemperaturen in beiden Bädern wieder auf das Niveau der Vor-Corona-Zeit hochgefahren worden, nämlich auf 29 beziehungsweise 31 Grad. Dennoch bleibe der hohe Zuschussbedarf für die Bäder von in der Summe rund 1,3 Millionen Euro im Jahr (750.000 Euro in Horumersiel, 500.000 bis 550.000 Euro in Hooksiel) ein Problem. Nach dem Bekenntnis der Kommunalpolitik zum Hallenbad in Hooksiel sei für die WTG aber klar, so Kanning, dass beide Bäder weiter betrieben werden.
Mit der „Onleihe“ habe die WTG das Angebt ihrer Büchereien in den Gästehäusern in Hooksiel und Horumersiel deutlich verbessert. Nutzer erhalten dabei digital Zugriff auf die Ausleihe etwa von Büchern und Hörbüchern und, so betonte Kanning, auf auf eine Reihe von Zeitschriften und Zeitungen.
Die Nordsee mit ihren Stränden und dem Watt dürfte ein Hauptgrund für die Urlauber sein, ins Wangerland zu reisen, um sich zu entspannen.
Eine weitere Neuerung, sei der Vertrieb von Wangerland-Produkten durch die WTG. „Wir wollen dem Einzelhandel keine Konkurrenz machen“, versicherte Larissa Strangmann. „Es geht um Marken-Branding.“ Also um Produkte, die für das Wangerland stehen, die Urlauber gern mit nach Hause nehmen. Die Produkt-Palette sei noch ausbaufähig und örtliche Einzelhändler könnten sich gern am Vertrieb beteiligen.
Neu aufgestellt hat sich die Wangerland-Touristik auch im Bereich der direkten Kundenbetreuung. Die 400 Quadratmeter große Tourist-Information im Kurmittelhaus in Horumersiel habe bislang den Charme der 1970/1980er Jahre versprüht. Sie ist inzwischen in ein helleres und wesentlich kleineres Dialog-Center im Gästehaus umgezogen. Während sich hier zwei Mitarbeiter im direkten Gespräch um die Belange der Gäste kümmern, wickeln in den alten Räumen andere die Telefon- und Email-Kommunikation ab. Über eine entsprechende Umstrukturierung, so kündigte Kanning an, mache man sich auf für Hooksiel Gedanken.