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Alle Beiträge zum Thema “Marine”

Ein Flugzeugträger als Symbol für Völkerverständigung

Hooksiel/Wilhelmshaven (21. 4. 2026) – Er war das Symbol militärischer Stärke – und zugleich wurde er zum Botschafter für verlässliche Bündnispolitik und transatlantische Freundschaft. Der amerikanische Flugzeugträger „USS Nimitz“ war zuletzt vor knapp 40 Jahren, im September 1986, zu Gast in Wilhelmshaven. 

Christa Klostermann präsentiert eine „Nimitz“-Kappe, die an den Besuch von US-Navy-Soldaten 1978 in Hooksiel erinnert. Foto: hol

Wie bei den Besuchen zuvor in den Jahren 1975, 1978 und 1980 zog das 333 Meter lange Kriegsschiff Tausende Schaulustige an. Zeitzeugen berichten, dass der Deich voller Menschen stand, um das Einlaufen des mit Nuklearreaktoren angetriebenen Flugzeugträgers und seiner über 5000-köpfigen Besatzung zu verfolgen. Interessierte aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, sich beim „Open Ship“ oder bei kleinen Bootstouren auf der Jade einen Eindruck von dem Meeresgiganten zu verschaffen.

Während der Besuche der Besatzungsmitglieder an Land kam es dann zu unzähligen Begegnungen und Gesprächen von Menschen – von Deutschen und Amerikanern, aus denen auch dauerhafte Freundschaften bis hin zu Ehen entstanden. Viele Erinnerungen daran sind bis zum heutigen Tag lebendig. Deutlich wird das in einer aktuellen Artikelserie der „Wilhelmshavener Zeitung“, in der Leser zu Wort kommen, die erzählen, wie sie die „Nimitz“-Besuche erlebt haben.

Das alterst Kriegsschiff der US-Navy, der Flugzeugträger „Nimtz“, soll 2027 außer Dienst gestellt werden. Das gigantische Schiff war vier Mal zu Besuch in Wilhelmshaven, zuletzt vor knapp 40 Jahren. Foto: privat

Zeugnisse des Truppenbesuchs von 1978 kann man auch in der Hooksieler Gaststätte „Zum schwarzen Bären“ bewundern. Stolz zeigt Christa Klostermann an eine Wand mit Analen, an der ein Blechschild mit dem Schriftzug „Nimitz“ verewigt ist – eingerahmt von den Flaggen der USA und dem Rüstringer Friesen aus Wilhelmshaven. Daneben hängt die Kappe eines Besatzungsmitglieds. „Bei uns war damals eine Gruppe von Offizieren de US-Navy zum Essen zu Gast. Ich glaube, die haben sich ganz wohl gefühlt“, erinnert sich die Gastronomin.

Die Tage der 1975 in Dienst gestellten „Nimitz“ sind inzwischen gezählt. Das Kriegsschiff soll im nächsten Jahr ausrangiert werden.

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Fregatte F124 wird modernisiert: Großauftrag für Turbotechnik

Wilhelmshaven (17. 4. 2026) – Das Wilhelmshavener Unternehmen Turbotechnik profitiert von der geplanten Modernisiert der Marine. Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller mitteilt, haben der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht für einen Auftrag „in Höhe vieler Millionen Euro“ gegeben.

Die Fregatten der Klasse F 124 gehören zu den modernsten Kampfschiffen der Marine. Das Bild zeig die „Sachsen“. Foto: Bundeswehr/Falk Plankenhorn

Konkret geht es um Anpassungen der Fregatten der Klasse F124, mit denen die Integration des neuen Bordhubschraubers NH 90 Sea Tiger ermöglicht werden soll. „Durch Projekte wie dieses sichern wir langfristig Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft, bauen Know-How auf und aus und können den Fachkräften hochwertige Industriearbeitsplätze bei uns an der Küste bieten“, so Möller.

Die auf die Luftverteidigung spezialisierten Fregatten der Klasse F124 sollen in den nächsten Jahren modernisiert werden. Ziel dabei sei es, so die Abgeordnete, die Werftliegezeit zu minimieren und Modernisierungs-Maßnahmen im Rahmen von regulären Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen. 

Der Auftrag für Unternehmen Turbotechnik beziehe sich auf das Flugdeck am Heck der Fregatte. Hier sei für die Integration der neuen Bordhubschrauber NH 90 Sea Tiger ein umfassender Umbau erforderlich. „Das Unternehmen leistet damit einen entscheidenden Beitrag zu Deutschlands Anteil an den Nato-Fähigkeitszielen“, so Möller.

Crew eines Marine-Hubschraubers rettet ‚Schiffbrüchige

Friesland/Wangerooge (17. 10. 2025) – Die Besatzung eines Marine-Hubschraubers hat zwei Männer gerettet, deren Motorboot zwischen Wangerooge und Spiekeroog gesunken ist. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilt, hatte am Mittwoch zunächst das auf Wangerooge stationierte Seenotrettungsboot „Fritz Thieme“ versucht, den Havaristen zu helfen.

Sandbank schwer zu erreichen

Die freiwilligen Retter konnten die Unglücksstelle aber nicht erreichen. Die „Fritz Thieme“ kam nur bis auf wenige Meter an das auf einer Sandbank gestrandete Boot heran. Die lebensgefährliche Strömung in diesem Bereich habe jedoch jeden Rettungsversuch unmöglich gemacht, da dafür iMenschen hätten ins Wasser gehen müssen.

Über die SAR-Leitstelle der Marine wurde ein Rettungs-Hubschrauber zur Hilfe geschickt, der gerade für eine Windenübung mit dem Seenotrettungskreuzer der Station Nordstrand in der Luft war. Mit einem Rettungskorb (Foto: DGzRS) wurden die beiden Männer durch die Marineflieger nacheinander vom Wrack geborgen. Das Boot musste aufgegeben werden.

Seegatten sehr gefährlich

Über die Ursache für das Unglück ist derzeit nichts bekannt. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Seegatten, der Seeraum zwischen den Ostfriesischen Inseln, gelten auch unter erfahrenen Wassersportlern als äußerst anspruchsvoll. Eine exakte Navigation ist erforderlich, da die Fahrwasser an gefährlichen Sandbänken vorbeiführen. Eine Strandung in diesem Bereich ist extrem gefährlich für Schiff und Besatzung. 

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