Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen
Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

SPD startet in den Wahlkampf für die Kommunalwahl

Friesland (25. 4. 2026) – Die SPD-Friesland hat heute ihre Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. Auf den vier Listen der Wahlbereichen kandidieren insgesamt 52 Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag. Nicht mehr dabei ist Ministerpräsident Olaf Lies (58) aus Sande, der mit Blick auf seine Aufgaben in Hannover auf einer Kandidatur für den Gemeinderat in Sande und den friesländischen Kreistag verzichtet.

Rolf Neuhaus (Mitte) soll nach dem Willen der SPD-Friesland nächster Landrat in Friesland werden. Eingerahmt wird er vom Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller, der SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold und dem Kreistags-Ffraktionsvorsitzender Jannes Wiesner: Foto: Ole Mattausch

Kernthemen: Bildung und Infrastruktur

Neben der Verabschiedung der Listen stand auch die Vorstellung des Wahlprogramms auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner: „Als SPD wollen wir den Landkreis auch in den kommenden Jahren als stärkste Kraft führen.“ Die Kernthemen der Sozialdemokraten: „Gute Bildung und moderne Schulen, Investitionen in Straßen und Infrastruktur sowie die Förderung von Arbeitsplätzen und Wirtschaft.“

Neben den Listen mit den Kandidaten für die Kreistagswahl nominierten die Delegierten der SPD Rolf Neuhaus (49) zu ihrem Kandidaten für die Landratswahl.Sie folgen damit erwartungsgemäß der Empfehlung des Kreisvorstandes. Neuhaus (parteilos) erhielt 96 Prozent der Stimmen. Er soll Nachfolger von Landrat Sven Ambosy werden, der sich nicht zur Wiederwahl stellte.

Rolf Neuhaus Landrats-Kandidat

In seiner Bewerbungsrede betonte Neuhaus seinen Gestaltungswillen und machte deutlich, dass sein Ziel sei, den Weg der positiven Entwicklung in Friesland fortzuschreiben. Neuhaus: „Die Entwicklung und Sicherung technischer und vor allem sozialer Infrastrukturen ist Kernaufgabe der nächsten Legislaturperiode. Sie ermöglichen wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen sowie individuelle Chancen und gleichberechtigte Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger.“

Für die SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold war die Delegiertenkonferen der offizielle Auftakt für den Kommunalwahl-Wahlkampf: „Mit Rolf Neuhaus haben wir einen ausgezeichneten, fachlich hoch versierten Kandidaten, bei dem wir sicher sind, dass er in die großen Fußstampfen, die Sven Ambrosy hinterlassen wird, treten kann. Wir gehen mit einem hervorragenden Team in die Kommunalwahl.“

Hexen begleiten den Maibaum auf dem Weg zum Alten Hafen

Hooksiel (25. 5. 2026) – Wenn in Friesland die Maibäume aus dem Boden sprießen, ist der Frühling da. So soll es auch in diesem Jahr sein. Traditionell wird am Vorabend des 1. Mai, also am Donnerstag, 30. April, am Alten Hafen ein bunt geschmückter Maibau aufgestellt.

Junge Leute aus Hooksiel haben unterstützt von Arbeitsgruppe, Dorfgemeinschaft und WiKi den Maibaum mit Girlanden und Papierblumen geschmückt, der am Donnerstag am Alten Hafen aufgestellt werden soll. Auf dem Bild (von links, vorn) Jan-Niklas Ulfers, Meyra Schriever, Fenja Jansen und Saskia Ponath sowie (hinten) Tobias Stahl, Bernd Tscherney, Bodo Zeiger und Nils Schröder. Foto: Dreßel

An der Aktion beteiligen sich wieder zahlreiche Organisationen und Vereine aus der Hooksieler Dorfgemeinschaft. Die Federführung liegt in diesem Jahr in Händen der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) und der Jugendabteilung der DLRG-Ortsgruppe Wangerland.

Umzug vom ZOB

Nach einer Vorbesprechung Anfang April trafen sich eine Reihe von Aktiven an diesem Freitag in der Betriebshalle der Zimmerei Langenhorst, um den alten Schmuck vom Maibaum zu entfernen und neuen anzubringen. Den Schmuck hatten im Vorfeld die Bewohner des Wohnheimes der Wilhelmshavener Kinderhilfe (WiKi) angefertigt. 

Treffpunkt am Donnerstag ist der Parkplatz am ZOB. Von hieraus wird um17 Uhr der Maibaum in einem Umzug zum Alten Hafen transportiert werden. Für die musikalische Begleitung sorgt der Spielmannszug aus Varel-Langendamm. Zum bunten Erscheinungsbild beitragen werden zudem „Hexen“ aus dem Hooksieler Gruseleum. Abgesichert wird der Umzug durch Aktive der freiwilligen Feuerwehr. 

Bratwurst und Stockbrot

Am Hafen selbst dürfen sich die Besucher und Teilnehmer auf Bratwürste freuen, die von der Arbeitsgruppe Hooksiel gegrillt werden. DLRG und WWHS schenken Getränke aus, schminken Kinder braten Stockbrot. Der Dank der Organisatoren geht zudem an den SC Wangerland, der das Zelt für den Ausschank zur Verfügung gestellt hat, sowie an die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die beim Aufbau beim Aufbau tatkräftig geholfen haben. 

Neben dem Baum der Dorfgemeinschaft werden in Hooksiel wie im gesamten Jeverland zum 1. Mai von Nachbarschaften, Vereinen oder Ortsinitiativen jede Menge geschmückte Bäume aufgestellt werden. Wer diese Tradition bereits am Donnerstag pflegt, hat einen langen Abend vor sich. Nach altem Brauch können und dürfen Bäume nämlich in der Nacht zum 1. Mai gestohlen werden – wenn sie nicht ausreichend bewacht sind. 

Dorfgemeinschaft bittet um Spenden für Tombola

Hooksiel (25. 4. 2026) – Spaß ermöglichen und Gutes tun. Das sind zwei der Gründe, warum die Dorfgemeinschaft Hooksiel seit Jahren große Volksfeste im Ort organisiert. Allerdings wird es zunehmend schwerer, die Herings- und Krabbentage ohne wirtschaftliche Risiko für die Veranstalter auszurichten.

Überschüsse wurden schon in den vergangenen Jahren fast ausnahmslos durch die Erlöse einer Tombola erzielt. Ihr verdanken unter anderem die Grundschule Hooksiel eine Outdoor-Tischtennisplatte und der Kindergarten eine Schaukel. 

Damit auch bei den anstehenden Heringstagen (22. bis 25. Mai) möglichst ein Überschuss für den guten Zweck erzielt werden kann, bitten die Organisatoren Gewerbetreibende aus Hooksiel und Umgebung um Spenden für die Tombola. Wer das Fest unterstützen möchte, möge sich an Tobias Geisen (Email: toge@nojalu-gmbh.de) oder an Nils Schröder (fk.trotz@gmail.com) wenden. Spenden würden auch gern abgeholt.

Überland-Gruppe stellt sich der Kritik am Campingplatz-Konzept

Hooksiel (24. 4. 2026) – Der nächste „Gäste- und Bürgersnak“ des Seebadevereins Hooksiel könnte spannend werden. Als Gast wird am kommenden Dienstag, 28. April, einer der Geschäftsführer der Überland-Gruppe erwartet. Damit stellt sich erstmals ein Vertreter der neuen Eigentümer des „Nordsee-Campingplatzes Hooksiel“ öffentlich vor. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Gästehaus. Der Seebadeverein weist darauf hin, dass maximal 120 Plätze zur Verfügung stehen.

Der Nordsee-Campingplatz in Hooksiel ist das zentrael Thema beim nächsten „Gäste- und Bürgersnak“ des Seebaadevereins. Foto: hol

Die Überland-Gruppe hatte den Campingplatz mit seinen rund 1500 Stellplätzen zum 1. Januar von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen. Seit Ende März, dem Ende der Sturmflut-Saison, ist der Platz wieder belegt. Seitdem mussten die neuen Eigentümer viel Kritik aushalten, die über die Sozialen Medien und die Tagespresse verbreitet wurde. 

Nudisten sind enttäuscht

Ein Knackpunkt: Überland hatte angekündigt, ab 2027 aus wirtschaftlichen Gründen den FKK-Bereich auf dem Campingplatz aufgeben zu wollen. Damit würde der letzte Nudisten-Campingplatz an der Nordseeküste verschwinden. Ein herber Schlag für die Betroffenen, die zum Teil seit Jahrzehnten Dauercamper in Hooksiel sind.

Unmut ausgelöst haben bei einem Teil der Camper auch weitere Änderungen. Einige Dauercamper müssen ihre angestammten Stellplätze räumen. Die Struktur der Mieten ändert sich. Es kommt ab 2027 zu Preiserhöhungen vor allem dann, wenn Überland, wie angekündigt, die bislang als marode beklagte Infrastruktur der Wasser- und Stromversorgung modernisiert hat.

Kritik an neuen Schließzeiten

Kritik gibt es auch an den vorgezogenen Schließzeiten der Eingangsschranke (20 statt 22 Uhr) für Pkw. Was aus Sicht der Betreiber für mehr Ruhe auf dem Platz sorgen soll, wird von einigen Campern als Einschränkung der eigenen Bewegungsfreiheit beklagt. 

Ein weiteres Reizthema: Hunde. Als Neuerung erlaubt Überland den Campern auf allen Stellplätzen, ihre Hunde mitzubringen. Die Tiere müssen allerdings durchweg angeleint werden. Während die einen das mit Blick auf den Bewegungsdrang der Vierbeiner bedauern, befürchten andere, dass eine zunehmende Zahl von Hunden zur Bedrohung für die Brutvögel im nahe gelegenen Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer werden könnte.

Eine Reihe von Investitionen geplant

Neben den Änderungen in der Nutzung des Platzes, die im wesentlichen in den 25-seitigen Mietverträgen der Camper fixiert sind, und der Modernisierung der Sanitäranlagen hat Überland eine Reihe von Investitionen angekündigt, die den Platz familienfreundlicher machen sollen. Dazu gehören der Bau eines Abenteuerspielplatzes, einer Minigolfanlage und einer Mountainbike-Bahn, eines Indoor-Spielplatzes und eines Hunde-Agility-Parcour. 

Auch diese mit Blick auf die Attraktivität des Campingplatzes allgemein begrüßten Neuerungen dürften Thema beim „Gäste- und Bürgersnak“ werden.

Fünf Hochbeete für die Hooksieler „Küstenkinder“

Hooksiel (24. 4. 2026) – Die „Küstenkinder“ der Kindertagesstätte Hooksiel dürfen sich schon jetzt auf frisches Obst, Kräuter und Gemüse aus eigenem Anbau freuen. Auch wenn es bis dahin noch ein Weile dauern wird. 

Ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel haben die Hochbeete für die Kindertagesstätte „Küstenkinder“ aufgebaut. Foto: hol

In dieser Woche haben ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel fünf Hochbeete montiert und aufgestellt. Die sollen nach den Worten von Kita-Leiterin Claudia Bruns in den nächsten Monaten in die Kita-Arbeit eingebunden werden. „Wir wollen mit den Kindern pflanzen und säen, die Beete pflegen – und am Ende natürlich auch ernten.“

Die Hochbeete selbst hat die Kita von der Volksbank Jade-Weser gespendet bekommen. Das Geld dafür stammt auch den Erlösen des VR-Gewinnsparens. Der Bauhof der Gemeinde hat zudem das Material für die Gründung der Stellflächen für die Hochbeete geliefert. 

Die Aktiven der Arbeitsgruppe hoben die Stellplatzflächen aus, verlegten Bodenplatten und installierten die Hochbeete. Arbeitsgruppen-Sprecher Bodo Zeiger: „Es ist toll, wenn alles so Hand in Hand geht. Wenn die Kinder dann ihren Spaß mit den Beeten haben, haben wie alles richtig gemacht.“ 

Wangerland Touristik Thalassa
– Werbeanzeige –

Helfer gesucht: Garten-Oase wächst Ehrenamtlichen über den Kopf

Hohenkirchen (23. 4. 2026) – In das Projekt ist über die Jahre viel Geld geflossen. Jetzt droht es zu scheitern. Die Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren um den Gemeinschafts-Garten in Hohenkirchen kümmern, brauchen dringend Verstärkung. 

Hoffen auf weitere helfende Hände für die Pflege des ökologischen Gemeinschaftsgartens i Hohenkirchen: (von links, stehend) Dieter Moosen, Silke Niemeyer, Marion Hinz sowie (sitzend) Rita Schürholz, Ilsen Moosen und Hanna Faull. Fptp: ho

Marion Hinz, Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, versucht das Team um Hanna Faull, Rita Schürholz, Silke Niemeyer sowie Ilse und Dieter Molsen durch einen Hilferuf zu unterstützten. „Das ist ein wunderschönes Kleinod hier. Es wäre wirklich schade, wenn der Garten keinen Zukunft mehr hätte.“

Bunte Vielfalt braucht Pflege

Unkraut zupfen, hacken, säen, ernten. So ein bunter Garten, in dem biologisch einwandfrei ohne Giftspritze unter anderem Kartoffeln, Tomaten und Kürbisse angebaut, Zwiebeln, Schnittlauch und Beeren geerntet sowie Äpfel, Birnen und Quitten gepflückt werden wollen, macht sich nicht von allein. Hinzu kommt die Pflege der Wege, Einfassungen und Zäune, des Insektenhotels und der Rosenbüsche. Und auch der Wohncontainer, den der Bauhof der Gemeinde für die Ehrenamtlichen als Geräteschuppen und Pausenraum aufgestellt hat, will unterhalten werden. 

Die Belohnung für die Mühe: Ein Plätzchen in einer wunderschönen Öko-Oase in Jelliestede, zwischen Neubaugebiet und Reisemobil-Stellplatz. Nicht nur aufgrund des wunderschönen Seeblicks ein Ort zum Ausspannen. „Die Arbeit hier macht schon Spaß“, sagt Silke Niemeyer. „Aber es darf für den Einzelnen auch nicht zu viel werden.“

Als „internationaler Garten“ gegründet

Der rund 400 Quadratmeer große Kräutergarten ist vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ angelegt worden. Damals als „Internationaler Garten“, erinnert sich Marion Hinz. In den ersten Jahre sei der Garten auch Treffpunkt von Einheimischen und Familien mit Migrationshintergrund gewesen. Als Labor für botanisches Wissen und Börse für Rezepte aller Art. Dann kam Corona. Eine besonders aktive ausländische Familie zog weg, die Ehrenamtlichen der ersten Stunde kamen in die Jahre …

Eine bunte Vielfalt aus Blumen, Kräutern und sonstigen Pflanzen erwartet Besucher im Gemeinschafts-Garten am Wangermeer. Angelegt worden ist das Kleinod vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ , damals als „Internationaler Garten“. Foto: hol

Nutznießer sind unter anderem die Reisemobilisten, die in Hohenkirchen Halt machen. „Was kosten denn die schönen Erdbeeren?“ sei sie schon oft gefragt werden, sagt Hanna Faull. Aber verkaufen dürfen die Aktiven ihre Waren nicht. „Wir geben aber gern ab, gegen eine kleine Spende für das Projekt.“

Geld allein reicht nicht

Wie eine mit Firmennamen gut bestückte Schautafel zeigt, gab es in der Vergangenheit schon eine ganze Reihe von Unterstützern für den Gemeinschafts-Garten. Jetzt aber reicht Geld allein nicht mehr aus. Es werden Gartenfreunde aus dem gesamten Wangerland als ehrenamtliche Helfer gesucht. Das derzeitige Team trifft sich jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr in Jelliestede. „Wenn aber jemand lieber an einem anderen Tag arbeiten will, ist das auch in Ordnung“, sagte Silke Niemeyer. 

Die Kontaktaufnahme zu der Gruppe erfolgt am besten per Email über das Rathaus. Dort steht Marion Hinz unter m.hinz@wangerland.org als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Bund fördert Sportstätten: Hooksiel muss aber noch warten

Hooksiel (23. 4. 2026) – Die Erwartungen haben sich (leider) bestätigt. Das von der Gemeinde Wangerland unterstützte Bauvorhaben des SC Wangerland auf der Sportanlage in Hooksiel ist in der ersten Vergaberunde des Förderprogramms des Bundes für kommunale Sportstätten nicht berücksichtigt worden.

Zwei Projekte in der Region

Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller am Mittwoch mitteilte, fließen in der ersten Förderrunde erhebliche Mittel nach Wilhelmshaven und Friesland. „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderungen über 1,083 Mio. Euro für die Sanierung der Sportstätte Güterstraße in Wilhelmshaven sowie über 875.250 Euro für die Sanierung der Außensportanlage an der IGS Friesland Nord in Schortens beschlossen.“ 

Der Bund fördert in den kommenden vier Jahren mit einer Investitionssumme von insgesamt einer Milliarde Euro sanierungsbedürftige Sportanlagen. Im ersten Topf stehen 333 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsteller sind Kommunen, die auf einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der Gesamtkosten durch den Bund hoffen dürfen – unabhängig von weiteren Fördertöpfen.

Rat unterstützt SC Wangerland 

Vor diesem Hintergrund hatte der Rat der Gemeinde Wangerland Anfang dieses Jahres das vom SC Wangerland vorgestellte Neubauprojekt eines barrierefreien Sanitärgebäudes mit Umkleide- und Aufenthaltsräumen zwischen Fußballplatz und Tennisanlage in Hooksiel einstimmig unterstützt. Der Neubau könnte das deutlich in die Jahre gekommene Stelzengebäude ersetzen, das derzeit auch von den Sportlern genutzt wird.

Dass nicht alle beantragten Projekte gefördert werden konnten, war zu erwarten.  „Mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro war der Projektaufruf 23-fach überzeichnet“, so CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen. Vor diesem Hintergrund freue sie sich besonders, dass die Sanierung der IGS-Sporthalle unterstützt wird.

Markus Gellert, für den Sport zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus in Hohenkirchen, beteuert in einer ersten Stellungnahme, dass die Gemeinde Wangerland alles tun werde, dass das Projekt in Hooksiel in der zweiten Förder-Tranche berücksichtigt wird. 

Werbung Restaurant Leuchtfeuer
– Werbeanzeige –

Grüne erinnern an Atom-Katastrophe von Tschernobyl

Friesland (22. 4. 2026) – In der Nacht des 26. April 1986 ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der weltweit schwerste Unfall in der zivilen Nutzung der Atomenergie. Wissenschaftler gehen von über 90.000 Todesfällen durch strahlungsbedingten Krebs und weitere Spätfolgen aus.

Noch immer ist der havarierte Reaktor nicht beseitigt. Im Februar 2025 wurde die Schutzhülle von einer russischen Drohne schwer beschädigt. Im Dezember 2025 kam die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) zu dem Schluss: Die Hülle ist nicht mehr dicht. 

Für die Grünen gilt seit der Parteigründung vor fast fünfzig Jahren: „Atomkraft? Nein Danke.“ Als zentrale Veranstaltung „40 Jahre Tschernobyl“ ist in Friesland am Donnerstag, 23. April, ab 13 Uhr eine Informations- und Diskussionsveranstaltung auf dem Bockhorner Marktplatz geplant. 

Dabei soll es auch um die Stimmen gehen, die aktuell für Deutschland eine Rückkehr zur friedlichen Nutzung der Atomenergie fordern. Für die Grünen ist das keine Option. „Es gibt mehr als genug Gefahren und ungelöste Probleme, die gegen die Atomkraft sprechen: Reaktorunfälle, gefährliche Transporte, wachsende strahlende Müllberge, die Weiterverbreitung der Atombombentechnologie sowie die Gefahr terroristischer Anschläge“, sagte dazu die Kreisvorsitzender Grünen in Friesland, Dr. Jutta Helmerichs. Technisch und wirtschaftlich sei die Atomenergie weltweit ein Auslaufmodell. 

Umstellung ohne Probleme: Wangerland heizt jetzt mit H-Gas

Hooksiel (22. 4. 2026) – Die Umstellung auf H-Gas im Bereich der Gemeinde Wangerland hat reibungslos geklappt. Wie ein Sprecher des Gasnetzbetreibers EWE Netz gegenüber „Hooksiel-Life“ mitteilte, habe es an diesem Dienstag, dem dafür vorgesehenen Termin, keinerlei Probleme gegeben. „Die Versorgung der Haushalte läuft seitdem mit dem neuen, energiehaltigeren Erdgas stabil und ohne Komplikationen.“

Für die Verbraucher selbst sei die Umstellung grundsätzlich unproblematisch verlaufen, so der Sprecher. Wichtig sei jedoch, dass Kundinnen und Kunden, deren Erdgasgeräte im Zuge der Umstellung noch angepasst werden müssen, die bereits schriftlich angekündigten Termine unbedingt einhalten.

„Diese Anpassungen sind erforderlich, um einen weiterhin sicheren und effizienten Betrieb der Geräte zu gewährleisten.“ Für alle anderen Kunden sieht die EWE Netz keinen Handlungsbedarf.

Die Umstellung war seit Monaten geplant und intensiv vorbereitet worden. Notwendig geworden ist der Abschied vom so genannten L-Gas vor allem deshalb, weil die Niederlande angekündigt hatten, in den kommenden Jahren kein Erdgas mehr nach Deutschland exportieren zu können. Das energiehaltigere H-Gas kommt vornehmlich aus Norwegen – oder im steigenden Anteil auch über Importe von Flüssigerdgas (LNG).

Im Vorfeld hatten von der EWE beauftrage Techniker alle Gasverbraucher in den Haushalten inspiziert und sie auf die neue Gas-Art eingestellt. Nicht möglich ist die Umstellung nur bei sehr alten Heizungen, die im Fall der Fälle notfalls ausgetauscht werden müssen. 

Werbung Restaurant Leuchtfeuer
– Werbeanzeige –

Unternehmen fordern dringend konsequenten Bürokratie-Abbau

Wilhelmshaven/Friesland (22. 4. 2026) – Die allermeisten Unternehmen (97 Prozent) in der Jade-Region kämpfen mit steigenden Kosten. Als Konsequenz wollen über 40 Prozent der im Rahmen der „Wirtschaftsumfrage Frühjahr 2026“ befragten Unternehmen ihre eigenen Preise anpassen. Aber längst nicht alle gehen davon aus, dass sie ihre Umsätze steigern können. Als Unsicherheitsfaktor wird zudem die weltpolitische Lage wahrgenommen. 

Im Durchschnitt verzeichneten die Unternehmen bei den Energiekosten eine Zunahme von 8,43 Prozent. Auch in anderen Bereichen sei der Kostendruck hoch. Die Materialkosten lagen im Schnitt um 7,64 Prozent über dem Vorjahresniveau, während sich die Lohnkosten durchschnittlich um 7,95 Prozent erhöht hätten. 

Kostendruck gefährdet Investitionen

„Die Folgen der Kostensteigerungen zeigen sich bereits deutlich: Sinkende Margen und Erträge führen in einigen Fällen zu negativen Gewinnsituationen“, befürchtet Tom Nietiedt, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV): „Viele Unternehmen verfügen nur über begrenzte Möglichkeiten, ihre Preise anzupassen, was langfristig dazu führen kann, dass sie notwendige Investitionen aufschieben. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerbs- und Preisdruck im Vergleich zum europäischen Ausland hoch.“ 

Die Daten gehen aus der Wirtschaftsumfrage hervor, deren Ergebnisse jetzt vom AWV, vom Wirtschaftsförderkreis Harlingerland und dem Netzwerk Wirtschaft Varel vorgestellt wurden. An der Umfrage beteiligten sich 166 Unternehmen mit insgesamt über 33.265 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus der Stadt Wilhelmshaven, dem Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland. 

Bei der Abfrage, die vor dem Ausbruch des Iran-Krieges stattfand, ging es um aktuelle politische Themen, die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage, der Prognose für die kommenden sechs Monate und die Bewertung der Standort-Rahmenbedingungen in der Jade Wirtschaftsregion. 

Knapp ein Drittel der Betriebe unzufrieden

Als gut bezeichnen 37 Prozent (39 %) der Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage – damit ähnlich viele wie im letzten Jahr. 43 Prozent (32 %) empfinden die Situation als befriedigend. 20 Prozent (29%) beschreiben ihre Lage als unbefriedigend bzw. schlecht.

25 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als „relativ hoch“. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert damit auf einem ähnlichen Niveau. 54 Prozent (52 %) bewerteten ihren derzeitigen Auftragsbestand als ausreichend, 21Prozent (25 %) als zu gering. Der Auftragsbestand reicht bei den Unternehmen durchschnittlich für die nächsten 10 Monate (12 Monate). 

Für die kommenden sechs Monate gehen 9,9 Prozent (10,3 %) der Unternehmen von einem deutlichen Umsatzanstieg von mehr als zehn Prozent aus. Weitere 34,2 Prozent (41,6 %) rechnen mit einer positiven Umsatzentwicklung zwischen drei bis zehn Prozent. Der größte Anteil (39,6 %) erwartet hingegen keine nennenswerten Veränderungen. 16,2 Prozent (11,7 %) gehen davon aus, dass sich ihre Umsätze negativ entwickeln.

Zurückhaltung bei Investitionen

Mit Blick auf die steigenden Kosten gaben 40,6 Prozent (37,8 %) der Befragten an, ihre Preise erhöhen zu wollen. Gleichzeitig rechnet fast die Hälfte der Unternehmen damit, ihre Verkaufspreise stabil halten zu können. Preissenkungen planen lediglich 2,8 Prozent der Antwortenden.

Bei den Investitionen zeigt sich die Wirtschaft weiter zurückhaltend. Nur 26,8 Prozent (24,7 %) der Befragten planen, ihr Investitionsbudget in der kommenden Zeit auszuweiten. Die Mehrheit der Betriebe beabsichtigt, ihr derzeitiges Investitionsniveau beizubehalten. Mit 14.3 Prozent deutlich geringer als im Vorjahr fällt der Anteil der Unternehmen aus, die ihre Investitionen zurückfahren wollen. 2025 waren es noch 25 Prozent. 

Schlechte Noten für Bundesregierung

Kritisch sehen die Unternehmen die Arbeit der Bundesregierung. Nur ein Befragter bewertete die bisherige Arbeit der Koalition aus CDU und SPD als sehr gut, lediglich acht Prozent als gut. Weit über die Hälfte stellte den politisch Verantwortlichen ein befriedigendes oder nur ausreichendes Zeugnis aus (75,2 %). 16 Prozent der Unternehmen bewerteten den bisherigen Kurs der Bundesregierung sogar als mangelhaft. 

Der Bedarf an politischer Unterstützung und spürbaren Entlastungen wird von den Unternehmen weiterhin als sehr hoch eingeschätzt. Mit großem Abstand an erster Stelle steht dabei wie im Vorjahr der Wunsch nach einem konsequenten Bürokratieabbau (91,1 %). Deutlich dahinter folgen Forderungen nach einer Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (48,8 %), Verbesserungen im Bildungssystem (33,1 %) sowie eine Reform der Unternehmensbesteuerung (32,2 %). Darüber hinaus wünschen sich 30,6 % der Unternehmen stärkere politische Impulse zur Förderung der Digitalisierung. 

Unternehmen erwarten Unterstützung

Weitere Themen, bei denen viele Unternehmen Unterstützung erwarten, sind Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel (29,8 %), eine stärkere Förderung von Investitionen (29%) sowie Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur (28,2 %). Gefragt nach den wirksamsten Impulsen zur Belebung der Wirtschaft setzen die Unternehmen vor allem auf steuerliche Entlastungen. 

Im Vergleich zur Bundesregierung schneidet die niedersächsische SPD/Grüne-Landesregierung besser ab. Knapp über 20 Prozent bewerten ihre Arbeit mit gut bis sehr gut und über die Hälfte der Unternehmen vergibt die Note drei. Lediglich 6,5 Prozent schätzen die Leistungen der Landesregierung als „mangelhaft“ ein.

Unsicherheiten durch Trump

Allgemeine Planungsunsicherheit befürchten viele Unternehmen von den Entscheidungen des US-Präsidenten Donald Trump. Seine Zollpolitik könne sich auf den Handel insgesamt und auf die Lieferketten und die Rohstoffpreise auswirken. Auch die Stärkung der Verteidigungsausgaben/Rüstung wirke sich aus.

Die Bewertung der Standortattraktivität der Jade Wirtschaftsregion fällt überwiegend stabil aus. Drei Viertel der befragten Unternehmen (75,2 %) sehen derzeit keine Veränderungen. 18,1 Prozent (29,2 %) der Unternehmen nehmen hingegen eine positive Entwicklung wahr und sind der Ansicht, dass sich die Attraktivität des Standorts in letzter Zeit verbessert habe – auch für ansiedlungsinteressierte Betriebe. 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –