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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Falscher Polizist hatte es auf Wertsachen von Hooksieler abgesehen

Friesland/Wangerland (20. 2. 2026) – Die Polizei warnt vor Betrügern, die derzeit im Landkreis Friesland ihr Unwesen treiben. Die Unbekannten rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizeibeamte aus. Dabei haben sie es offenbar auf deren Wertgegenstände abgesehen.

Allein am Dienstag dieser Woche waren nach Polizeiangaben im Raum Zetel sieben derartige Fälle bekannt geworden. Inzwischen habe es auch mehrere Betrugsversuche mit Amtsanmaßung im Jeverland gegeben. 

Bekannte Betrugsmasche

So rief ein männlicher Täter am späten Donnerstagabend bei einem Landwirt aus Hooksiel an. Er gab sich als Polizist aus und erzählte, dass es drei Festnahmen gegeben habe. Zwei Verdächtige seien aber noch flüchtig. Man habe eine Liste mit möglichen Einbruchszielen sicher gestellt, auf der auch der Name des Hooksielers stehe. Dann wollten die vermeintlichen Beamten wissen, ob der Angerufene in seinem Haus Wertsachen habe …

Dem Hooksieler kam das suspekt vor. Er wimmelte die Anrufer mit dem Hinweis ab, dass er ohnehin keine wertvollen Dinge habe und informierte heute früh die Polizei. Wie das Polizeikommissariat Jever gegenüber „Hooksiel-life“ bestätigte, habe es mehrere entsprechende Anrufe in Kommunen im Jeverland gegeben. Bislang ist aber wohl noch kein Fall bekannt, bei dem die falschen Polizisten erfolgreiche waren.

Polizei mahnt zur Vorsicht

Die Polizei geht davon aus, dass es das Ziel des Anrufers ist, durch den Verweis auf angebliche Gefahrenlagen oder Ermittlungen von den Opfern Informationen über Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu erlangen. Diese Betrugsmasche sei seit längerem bekannt. 

Bei unerwarteten Anrufen sei stets Misstrauen ratsam, so die Polizei. „Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.“ Betroffene sollten das Gespräch umgehend beenden und die ihnen bekannte Rufnummer ihrer örtlichen Polizeidienststelle anrufen. Erfreulich sei mit Blick auf die aktuellen Fälle, dass offenbar die Präventionsarbeit der Vergangenheit Wirkung zeige. Schließlich hätten sich alle Betroffenen richtig verhalten..

Landfrauenverein Hohenkirchen öffnet sich für Hooksieler Frauen

Wangerland/Hooksiel (20. 2. 2026) – Der LandFrauenverein Hohenkirchen hat einen neuen Vorstand. Auf der Jahreshauptversammlung im „Schützenhof“ in Jever bestätigten die rund 45 anwesenden Mitglieder Anneliese Leiner und Anke Eden-Jürgens im Amt. Neu hinzugewählt wurden Petra Janssen, Stefanie Reiland, Petra Hauer und Sabine Greiff.

Das Vorstandsteam des LandFrauenvereines Hohenkirchen: (von links) Petra Hauer, Petra Janssen, Sabine Greiff, Anke Eden-Jürgens, Stefanie Weiland und Anneliese Leiner. Foto: Landfrauen

Die Wahl der Hooksielerin Sabine Greiff steht dabei auch für das Angebot, das Wirken des Verein in Richtung Hooksiel auszuweiten. Bekanntlich hatte der eigenständige Landfrauenverein Hooksiel Ende 2025 seine Auflösung beschlossen. 

Christina Harms-Janssen, Marion Wragge, Insa Becker und Heike Haschenbger hatten nicht wieder für den Vorstand kandidiert. Sie wurden geehrt und für ihr Engagement gewürdigt.

Verein hat 174 Mitglieder

Zuvor hatte das bisherige Vorstandsteam über die positive Entwicklung des Vereins berichtet. „Bei uns im LandFrauenverein läuft es einfach“, lautete das Fazit. Mit derzeit 174 Mitgliedern zählt der Verein zu den größten im KreislandFrauenverband Friesland-Wilhelmshaven.

In den vergangenen vier Jahren habe die Mitgliederzahl deutlich gesteigert werden können. Das Jahresprogramm umfasst kreative Workshops, Vorträge zu aktuellen Themen sowie Tagesfahrten mit dem Fahrrad oder dem Bus. Höhepunkt des vergangenen Jahres war eine zehntägige Rundreise per Bus und Schiff ins Baltikum, die den Teilnehmerinnen in besonderer Erinnerung geblieben ist.

Abwechslungsreiches Programm

Das neue Vorstandsteam zeigt sich hoch motiviert auch künftig ein abwechslungsreiches Programm für Frauen aus dem ländlichen Raum anzubieten. Der Termin für die erste große Veranstaltung steht bereits fest: Für Samstag, 7. März, lädt der LFV Hohenkirchen anlässlich des Internationalen Frauentages unter dem Motto „Auf uns – Landfrauen säen Zukunft“ zu einem Frauenfrühstück in den „Deichgrafen“ nach Förrienerloog (Wangerland) ein. Als Gäste werden Katja Laghusemann, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, sowie Olga Lauts erwartet, die einen Reisebericht über ihr Heimatland Kasachstan vortragen wird.

Verbindliche Anmeldungen werden unter Telefon 04425/2010429 bis zum 1. März angenommen. Weitere Infos zum aktuellen LandFrauen Programm unter www.landfrauen-friesland-wilhelmshaven.de.

Kunst- und Handwerkermarkt im Hooksieler Gästehaus

Hooksiel (20. 2. 2026) – Kunst, Geschenke, schöne Sachen – unter diesem Motto öffnet ein Kunst- und Handwerkermarkt am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Februar, im Gästehaus Hooksiel seine Türen. Verschiedene Aussteller und Ausstellerinnen bieten handgefertigte Arbeiten an. Die Vielfalt der handgefertigten Produkte reicht von besonderen Gemälden und farbenfrohem Patchwork über liebevoll gestaltete Holzarbeiten bis hin zu kunstvollem Schmuck und Kinderspielzeug. 

Wer möchte, kann den Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, denn sie erzählen gerne von ihren Ideen, Materialien und den Techniken, mit denen ihre Werke entstehen. „So wird der Marktbesuch zu einem besonderen Erlebnis“, verspricht die Wangerland Touristik GmbH.. Geöffnet ist der Markt an beiden Tagen in der Zeit von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

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Fischer: Auch bei Investorenmodell bleiben finanzielle Belastungen

Wangerland (19. 2. 2026) – Der CDU-Bürgermeisterkandidat Thies Fischer sieht in der in Erwägung gezogenen Finanzierung des Schulbaus in Hohenkirchen durch einen privaten Investor eine „sinnvolle Alternative“. Er begrüß den Vorschlag der CDU im Gemeinderat ausdrücklich. Es sei eine Möglichkeit, zeitnah zu einer Lösung zu kommen und dem Anspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule gerecht zu werden, verkündet Fischer in einer Pressemitteilung.

Neubau von Grundschule nötig

Die Grundschule am Alma-Rogge-Weg sei zu klein, um hier den ab August gesetzlich vorgesehenen Ganztagsbetrieb umsetzen zu können. Ein zweigeschossiger Neubau an der August-Hinrichs-Straße hingegen würde Platz für rund 120 Schülerinnen und Schüler samt Fachräumen, Mensa und Multifunktionsraum schaffen. „Ordentliche Unterrichtsräume sind für die Entwicklung unserer Kinder unabdingbar“, so Fischer. „Wenn wir den Ganztagsanspruch ernst nehmen, müssen wir auch die baulichen Grundlagen dafür schaffen.“

Die Empfehlung, einen privaten Investor einzubinden, bewertet Fischer grundsätzlich positiv. Man müsse aber die finanziellen Auswirkungen nüchtern betrachten. „Wir dürfen uns nichts vormachen: Das Problem wird durch ein Investorenmodell nicht gelöst, sondern zunächst verlagert. Eine Pacht ist ebenfalls zu zahlen. Die finanzielle Belastung bleibt – sie verteilt sich lediglich anders.“ 

Gemeinde braucht mehr Einnahmen

Das strukturelle Problem der Gemeinde bleibe. „Uns fehlen zunehmend die notwendigen finanziellen Mittel, um unsere Pflichtaufgaben und die Ertüchtigung unserer kommunalen Infrastruktur aus eigener Kraft zu bewältigen. Das betrifft nicht nur die Schule, sondern viele Bereiche.“ 

Um dem entgegen zu wirken, müsse die Gemeinde ihre Einnahmen stärken und die Ausgaben konsequent prüfen. Konkret fordert Fischer die Erschließung neuer Gewerbeflächen. „Wir müssen unseren Unternehmen vor Ort ermöglichen, sich zu erweitern, und gleichzeitig auswärtigen Betrieben die Ansiedlung im Wangerland attraktiv machen. Neue Gewerbegebiete kosten zunächst Geld und brauchen Zeit, bis sie sich rechnen. Aber langfristig sind sie ein entscheidender Baustein, um unsere finanzielle Handlungsfähigkeit zu sichern.“ 

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Debatte um automatische Anpassung der Krippengebühren

Wangerland (19. 2. 2026) – Der Begriff klingt sperrig: Krippenbenutzungs- und Verpflegungsgebührensatzung. Im Kern geht es darum, wie viel Geld Eltern dafür an die Gemeinde Wangerland zahlen müssen, dass ihr Kind in einer Krippe betreut und in der Kindertagesstätte oder der Grundschule mit Mittagessen versorgt wird. 

Zuletzt wurden diese je nach Einkommen der Eltern gestaffelten Gebühren im Sommer 2025 angehoben – nachdem sie zuvor über Jahre stabil gehalten worden waren. Künftig, so der Vorschlag der Gemeindeverwaltung, soll die Anpassung mehr oder weniger automatisch von Jahr zu Jahr erfolgen. Der Vorschlag, die Gebühren an die vom Bundesamt für Statistik im Frühjahr ermittelte Preissteigerung zu koppeln, wurde jetzt im Sozialausschuss des Gemeinderates diskutiert. 

Während die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) mit Blick auf den Haushalt der Gemeinde der Beschlussvorlage zustimmte, lehnten die SPD-Vertreter die eigentlich schon 2025 vereinbarte Systemänderung mit dem Hinweis ab, dass viele Familien ohnehin schon finanziell stark belastet seien. Die in der ZUW zusammengeschlossenen Unabhängigen enthielten sich. Wie die Politik letztlich entscheidet, wird sich damit erst in der Ratssitzung zeigen.

Dabei geht es eher ums Prinzip. Die nach dem aktuellen Preisindex für August 2026 geplanten Anpassungen sind überschaubar. Danach würde die Krippennutzungsgebühr um 1,50 Euro im Monat auf 132,50 Euro steigen. Der Preis für die Verpflegung an den Grundschulen steigt zum Teil um 0,50 Euro im Monat.

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Schwerverletzte in „Friesland-Kliniken“ gut aufgehoben

Sande/Wangerland (19. 2. 2026) – Die „Friesland Kliniken“ am Standort Sanderbusch sind erneut von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als regionales Traumazentrum (RTZ) zertifiziert worden. Damit nehmen sie in dem seit 2008 bestehenden Traumanetzwerk der Region Oldenburg-Ostfriesland als eines von vier RTZ weiter eine herausgehobene Stellung bei der Versorgung Schwerverletzter ein. 

Freut sich über die Anerkennung seiner Arbeit: Der Leitende Arzt des Regionalen Traumazentrums Egbert Stepanek. Foto: Friesland-Kliniken
 

Geschäftsführerin Petra Hohmann dankte dem Team der Unfallchirurgie und Orthopädie um Chefarzt Dr. Peter Bichmann und dem Leitenden Arzt Egbert Stepanek als Leiter des RTZ sowie den weiteren beteiligten Abteilungen. „Bei unseren fachlichen, technischen und strukturellen Voraussetzungen befinden wir uns in der Traumaversorgung auf einem sehr hohen Niveau und sind erstklassig auf die Behandlung von schweren und komplexen Verletzungen eingestellt“, betont Stepanek. Jährlich werden nach Klinikangaben im RTZ rund 70 schwerverletzte Patienten behandelt.

Kooperation mit Wilhelmshaven

Die Re-Zertifizierung war mit hohem Arbeitsaufwand verbunden. Dabei wurde unter anderem auch eine Kooperation im Bereich der Gefäßchirurgie mit dem „Klinikum Wilhelmshaven“ sowie der Aufbau einer radiologisch gestützten endovaskulären Gefäßversorgung umgesetzt, die vor allem bei Schlaganfällen eine wichtige Rolle spielt. 

Die externen Gutachter bescheinigen den „Friesland-Kliniken“ eine hohe Kompetenz und Qualität bei der Versorgung von Traumapatienten, die mit durch äußere Gewalt verursachten schweren Verletzungen eingeliefert werden. Zu komplexen Verletzungen zählen beispielsweise schwere Schädel-Hirn-Traumata, komplizierte Frakturen an Becken, Wirbelsäule, Armen oder Beinen, die operiert werden müssen, sowie Gefäßverletzungen oder schwere Verletzungen des Brustkorbs (Thorax). Auch Patientinnen und Patienten mit Polytrauma, also mit mehreren Verletzungen gleichzeitig, werden im Traumazentrum versorgt. 

Rund um die Uhr im Einsatz

Ein RTZ muss eine 24/7-Notfallversorgung von Schwerverletzten gewährleisten, einen Hubschrauberlandeplatz, bestimmte Fallzahlen sowie Spezialabteilungen inklusive entsprechender bildgebender Technik, hochwertig ausgestattete OP-Säle und Eingriffsräume sowie einen Schockraum mit umfassender und modernster Technik vorweisen können. Zudem spielt die personelle Ausstattung und Qualifikation und damit die kontinuierliche Fortbildung der Mediziner und Pflegekräfte eine wichtige Rolle. 

Wettspaß im Wiedel und mahnende Worte zum Aschermittwoch

Wangerland (18. 2. 2026) – Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es in den Karneval-Hochburgen. In Norddeutschland fängt dann aber Manches erst so richtig an. Daran erinnerte Johann-Wilhelm Peters von der SPD-Wangerland bei der traditionellen, in diesem Jahr von den Wangerländern ausgerichteten Aschermittwochs-Wette, zu der sich seit über 40 Jahren Sozialdemokraten aus Wangerland, Schortens und Jever am gemeinsamen Grenzstein am „Dreiländereck“ im Wiedel treffen. Dabei auch die drei Bürgermeister Mario Szlezak (Wangerland), Gerhard Böhling (Schortens) und Jan Edo Albers (Jever).

Werteten die Aschwermittwochs-Wette im Wiedel aus: (von links) Jan Edo Albers (Jever), Hans Müller, Gerhard Böhling (beide Schortens) Wettpatin Ermana Nurkovic (Schortens) und Mario Szlezak (Wangerland). Foto: hol

Beim anschließenden Grünkohlessen im „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen erinnerte Peters im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies an Gerhard Schröder, der in seiner Karriere zweimal als Gast bei der Aschermittwochs-Wette dabei war. „Nach dem ersten Mal wurde er Ministerpräsident, nach dem zweiten Mal Bundeskanzler.“

Sorge um die Demokratie

Lies beteuerte, dass er trotz dieses Vorbilds keinen Wechsel nach Berlin anstrebe. Er appellierte aber an die Genossen aus den drei Kommunen, selbstbewusster mit den Traditionen der Region umzugehen. Dazu gehöre auch das Grünkohlessen.

Johann-Wilhelm Peters erinnerte Ministerpräsident Olaf Lies (links) daran, dass die Teilnahme an der Aschermittwochs-Wette durchaus ein politisches Sprungbrett sein kann. Foto: hol

Aber der Ministerpräsident schlug zum Karneval-Ausklang auch nachdenkliche Töne an. Er sorge sich um die Zukunft der Demokratie. Es werde immer schwieriger, im komplizierten Geflecht der Zuständigkeiten Themen zu vermitteln. „Den Bürgern ist es egal, ob die Straße dem Bund, dem Land oder der Gemeinde gehört – ihnen reicht es, wenn sie kaputt ist.“ Lies warb angesichts lauter werdender Rufen nach schnellen Entscheidungen dafür, für den demokratischen Weg zu werben: Mehrheiten suche, debattieren, Lösungen präsentieren.

Medienvielfalt in Gefahr

Es sei notwendig, die Demokratie vor ihren Feinden zu schützen, sagte Lies, und erinnerte an die Einstufung der niedersächsischen AfD als „gesichert rechtsextrem“ durch den Verfassungsschutz. „Verfassungsfeinde haben bei uns keinen Platz, egal ob sie von Links kommen oder von Rechts.“

In Gefahr sieht Lies auch die Medienvielfalt im Land. Durch die Überflutung der Gesellschaft durch digitale Kanäle würde insbesondere lokalen Tageszeitungen und privaten Radio- und Fernsehsendern die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Zudem müssten seiner Ansicht nach Kinder und Jugendliche stärker vor Inhalten aus so genannten „Sozialen Medien“ im Internet geschützt werden. 

Wette am Grenzstein

Dass auch analoge Medien durchaus noch Anziehungskraft haben, bewies das kursierende Gästebuch, in dem sich die Teilnehmer der zurück liegenden Aschermittwochs-Wetten im Wiedel verewigt haben. Dabei ist das Prozedere seit Jahrzehnten unverändert. Die SPD-Fraktionen der drei Gebietskörperschaften geben im Vorfeld eine Wette ab, ob der Grenzstein trocknen Fußes zu erreichen ist oder nicht. Die Aufgabe der Wettpatin hatte Ermana Nurkovic inne, die in Schortens für die SPD fürs Bürgermeisteramt kandidiert. 

Wichtig bei der Auswertung der Wette ist dann, dass immer derjenige gewinnt, der die Veranstaltung im nächsten Jahre ausrichten soll. Insofern war es kein Zufall, dass die SPD Schortens Wettsieger wurde – obwohl auch die Jeveraner auf „nass“ gesetzt hatten. Die Entscheidung sei angesichts dieser Patt-Situation durch ein Schnick-Schnack-Schnuck gefallen, sagte die aus Hannover stammende Ermana Nurkovic und bewies damit, wie schnell man friesländische Sitten erlernen kann. 

Startschuss für Suche nach Grundstück für Zentralklinikum

Wangerland (18. 2. 2026) – Bei nur einer Gegenstimme und drei Enthaltungen haben am heutigen Mittwoch der Kreistag des Landkreises Friesland und der Rat der Stadt Wilhelmshaven den Startschuss für die Suche nach einem Grundstück für ein Zentralklinikum gegeben. Auf einer gemeinsamen Sitzung beider Gremien im Kursaal in Horumersiel unterstrichen Redner beider Kommunen die Bedeutung des Beschlusses und die Notwendigkeit des Vorgehens.

„180.000 Menschen in Wilhelmshaven und Friesland wollen ein Krankenhaus mit maximaler Qualität – und das möglichst schnell“, sagte Oberbürgermeister Carsten Feist. „Und das geht nur gemeinsam.“ Dafür sein ein Interessenausgleich der Beteiligen extrem wichtig, sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy.

Zentral und wirtschaftlich

Dem stimmten zahlreiche Redner im Grundsatz zu, wobei es auch einige kritische Anmerkungen gab. Wilhelmshavens SPD-Fraktionschef Volker Block räumte ein, dass die SPD dem Beschlussvorschlag nur schweren Herzens zustimme. Man hätte sich bei der Abwägung von Zentralität und Wirtschaftlichkeit in der Entscheidungs-Matrix eine größere Gewichtung für die Wirtschaftlichkeit gewünscht.

Nach den gesundheitspolitischen Vorgaben von Land und Bund soll die Krankenhauslandschaft zentralisiert und damit die Qualität der Versorgung gesteigert werden. Für die „Friesland Kliniken“ und das „Klinikum Wilhelmshaven“ bedeutet das, dass sie in vielen medizinischen Bereichen den künftigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden, wenn sie ihre Leistungen nicht bündeln.

Auf ein Zentralklinikum hatten sich Stadt und Landkreis bereits im Sommer 2025 geeinigt. Dafür soll ein Neubau entstehen. Offen ist aber unter anderem noch die Frage, wo das künftige Zentralklinikum stehen soll. An einem der beiden bisherigen Krankenhaus-Standorte in Wilhelmshaven und Sanderbusch oder auf einem unbebauten, möglichst zentral gelegenen Grundstück auf der grünen Wiese?

Entscheidungs-Matrix

Rat und Kreistag segneten heute die Vorarbeit der Verwaltungs-Dezernenten Thomas Bruns (Stadt) und Rolf Neuhaus (Landkreis) ab, die trotz aller Interessenunterschiede einen gemeinsamen Beschlussvorschlag für die Standortsuche erarbeitet haben. Die von ihnen entwickelte Entscheidungs-Matrix soll Grundlage für eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung sein, über die dann die politischen Gremien abschließend entscheiden müssen.

Neben Fragen der geografischen Zentralität soll gleichgewichtig die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt werden. Derzeit müssen beide Kommunen ihre Krankenhäuser in ein- oder auch zweistelliger Millionenhöhe im Jahr bezuschussen. Das sei Beleg dafür, dass die Krankenhäuser finanziell nicht auskömmlich ausgestattet sind, stellte der CDU-Ratsherr Martin Ehlers fest. „Und ich befürchte, auch das Zentralklinikum wird Zuschüsse brauchen.“

Schlüsselrolle beim Land

Im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), zugleich Mitglied im Kreistag, wurde die Schlüsselrolle deutlich, die das Land für den geplanten Neubau spielt. Bei der Finanzierung, aber auch bei Fragen wie: Müssen die bestehenden Kliniken im Fall eines Neubaus Fördermittel zurückerstatten? Können die 100 Millionen Euro, die das Land bereits für den ins Stocken geratenen Klinikneubau in Wilhelmshaven gewährt hat, auf das neue Projekt umgelenkt werden? Antworten auf diese Fragen werden aus Hannover Anfang März erwartet.

Auch mit der Standortsuche soll es jetzt zügig voran gehen. Mit der Identifikation sowie der fachlichen und wirtschaftlichen Bewertung möglicher Standorte wolle man „bis zur Sommerpause durch sein“, sagte Wilhelmshavens Kämmerer Bruns. Ob sich dieser Empfehlung dann eine politische Entscheidung über den Standort des Zentralklinikums noch vor der Kommunalwahl im September anschließt, bleibt abzuwarten. 

Privater Investor für Bau der Grundschule Hohenkirchen?

Wangerland (18. 2. 2026) – Die Empfehlung des Fachausschusses steht. Die Gemeinde Wangerland soll die Planung für den Bau einer neuen Grundschule an der August-Hinrichs-Straße in Hohenkirchen vorantreiben – und ein „alternatives Finanzierungsmodell“ ausloten. 

Ausschuss für August-Hinrichs-Straße

Die derzeitige Grundschule am Alma-Rogge-Weg ist schlichtweg zu klein. Gerade mit Blick auf die die Anforderungen an ein künftige Ganztagsschule. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde einen Anbau an das alte Gebäude verworfen und einen Neubau der Schule in unmittelbarer Nähe des Bestandsbaus oder – wenige Hundert Meter entfernt – in der Nähe von Sportplatz und Oberschule geprüft. 

Der Ausschuss für Schulen, Jugend, Kultur und Soziales des Gemeinderates gab am Dienstagabend einmütig die Empfehlung für den Standort August-Hinrichs-Schule. Ein Argument: Die hohen Belastungen des Schul- und Kindergartenbetreibens während der bis zu dreijährigen Bauzeit am alten Standort. Ein weiteres: Das Grundstück an der August-Hinrichs-Straße bietet bei Bedarf auch noch Erweiterungsmöglichkeiten.

Millionen-Investition

Die Kosten für den Bau des zweigeschossigen Neubaus für rund 120 Schüler wurde von der Bauverwaltung auf 8,5 Millionen Euro geschätzt. Die Investition wäre eine erhebliche Belastung für den Investitionshaushalt der Gemeinde Wangerland. 

Wie der für die Grundschulen zuständige Abteilungsleiter Markus Gellert erläuterte, wolle man deshalb alternativ prüfen, ob nicht ein privater Investor die Schule bauen und das Gebäude dann an die Gemeinde vermieten kann. Damit könnte man die hohe Einmal-Belastung für den Haushalt in Mietzahlungen umwandeln und, so die Hoffnung von Gellert: „Vielleicht bekommt ein Privater den Neubau auch schneller hin.“

Wilhelmshaven als Vorbild

Positive Beispiele für solche Modelle gebe es unter anderem in der Stadt Wilhelmshaven. Parallel zu den Finanzierungsgesprächen soll die Bauleitplanung für das künftige Schulgelände vorangetrieben werden. In der Gemeinde Wangerland gibt es insgesamt drei Grundschulen: In Hohenkirchen, in Tettens und in Hooksiel.

Girls‘ Day: Einblick in den Beruf von Politikerinnen

Friesland/Wangerland (18. 2. 2026) – Am 23. April ist bundesweit Girls’Day – der Tag, an dem Frauen Berufe kennenlernen können, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind. Die SPD-Bundestagsfraktion lädt politisch interessierte junge Frauen zwischen 16 und 18 Jahren nach Berlin ein, um ihnen Einblicke in den Arbeitsalltag von Politikerinnen zu geben. Sie lernen auch kennen, welche Jobs es im Umfeld der Abgeordneten gibt. 

„Der Girls‘ Day leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben. Auch in der Politik sind Frauen noch immer unterrepräsentiert,“ so die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Siemje Möller.

Die jungen Frauen können bei einer Sitzung des Bundestags dabei sein und das Reichstagsgebäude kennenlernen. Im Rahmen eines Planspiels erleben sie, wie ein Gesetzentwurf eingebracht und wie ein Gesetz verabschiedet wird und in Kraft tritt. Von Abgeordneten erfahren sie, wie diese ihren Weg gefunden haben und was man für ein Engagement in der Politik mitbringen sollte.

Interessierte aus Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund können sich bis zum 15. März per Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben an siemtje.moeller.wk@bundestag.de bewerben.