Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen
Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Zum Start 278 D-Mark in ein Tennisnetz investiert

Hohenkirchen (27. 8. 2026) – Lehrer sind sportliche Leute. Zumindest im Wangerland. Diesen Schluss lässt die Chronik der Tennisabteilung der MTV Hohenkirchen zu. Unter den 20 Personen, die die Abteilung im November 1976 aus der Taufe hoben, waren auffällig viele Pädagogen, die sich zunächst in der gerade eingeweihten Großraum-Turnhalle in Hohenkirchen zum Spielen trafen.

Seit 50 Jahren wird beim MTV Hohenkirchen Tennis gespielt. Das Jubiläum wird am Samstag gefeiert. Foto: Verein

Für das erste Tennisnetz mussten seinerzeit 278 D-Mark investiert werden, verraten die Analen. Die Leitung der Abteilung lag in Händen von Günter Barth. Ihm folgten über die Jahre Peter Foerste, Jürgen Thelen, Martina Janssen, Erwin Poth, Reiner Lehmann, Heinz Uden, Robert Meints und Marita Meints als aktuelle Abteilungsleiterin.

Festakt in Hohenkirchen

Das 50-jährige Vereinsjubiläum soll an diesem Samstag mit geladenen Gästen an der Tennisanlage in Hohenkirchen gefeiert werden. Bei der Gelegenheit werde Heinz Uden, Mitglied der ersten Stunde, auch auf die Vereinsgeschichte zurückblicken, verriet Sportwart Robert Meints einen Baustein des abwechslungsreichen Programms.

Zu den Höhepunkten gehörte der Vereinsgeschichte gehörte Bau der Zwei-Feld-Tennisanlage 1979, die 1987 im Zuge des Boris-Becker-Booms um einen dritten Platz erweitert wurde. Die Mitgliederzahl der Abteilung, die heute bei 70 liegt, kletterte seinerzeit auf über 200. Zu einem Vereinsheim umfunktioniert wurde mit viel Eigenleistung der Mitglieder im übrigen eine ehemalige Kantinenbaracke, die auf dem Gelände des ICI-Chemiewerkes im Voslapper Groden stand. 

Punktspiele, Turniere und Training

Der dritte Platz wurde 2017 wieder zurückgebaut. Dennoch findet auf der Tennisanlage reger sportlicher Betrieb statt. Der MTV nimmt in dieser Sommersaison mit einer Herrenmannschaft ü 60 sowie mit zwei Damen-Mannschaften (ü 30 und ü 40) am Punktspielbetrieb teil. Zudem treffen sich Erwachsene (dienstags und donnerstags), Jugendliche und Kinder (freitags) regelmäßig zum Training.

Einen sportlichen Schub hat die Tennisabteilung des MTV durch verschiedene Leistungsklassen-Turniere erlebt, die Robert Meints mit zahlreichen Mitstreiten aus dem Verein seit einigen Jahren organisiert: Die Teilnehmerfelder der Damendoppel-, Herrendoppel- und Mixeddoppel-Turniere sind in der Regel wenige Tage nach der Ausschreibung ausgebucht. Inzwischen haben Spielerinnen und Spieler aus dem gesamten Bundesgebiet die Turniere im Blick, zum Teil auch, weil sie so einen Küstenurlaub mit der sportlichen Herausforderung verbinden können. 

Mann in Wilhelmshaven getötet: Zwei Festnahmen

Wilhelmshaven (27. 8. 2026) – In Wilhelmshaven ist am Mittwoch ein Mann getötet worden. Wie die Polizei mitteilt, ist der Tote gegen 17.30 Uhr in einer Wohnung in der Heppenser Straße gefunden worden. Der Leichnam im Badezimmer gelegen und erheblichen Verletzungen aufgewiesen.

In der Wohnung habe sich zudem ein 55-jährigen Mann aus Wilhelmshaven aufgehalten. Aufgrund der ersten Erkenntnisse habe sich gegen ihn ein Tatverdacht ergeben. „Der Mann wurde vorläufig festgenommen“, so die Polizei. Im Zuge der Ermittlungen hätten sich dann Hinweise auf einen weiteren Tatverdächtigen ergeben. Der 63-jährige Mann aus Wilhelmshaven hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Bremen auf. Dort sei er in Zusammenarbeit mit den Bremer Polizeibehörden durch Spezialkräfte vorläufig festgenommen worden.

Beide Tatverdächtige werden am heutigen Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Zu möglichen Hintergründen, den Tatablauf sowie die jeweiligen Beteiligungen machte die Polizei noch keine Angaben. Das sei Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen. 

Unabhängige geben Einblick ins Thalasso-Desaster

Wangerland (27. 8. 2026) – Die letzten Kapitel zum Thema Thalasso-Desaster sind noch nicht geschrieben. Auch ist die Frage noch offen, mit welcher Überschrift sie versehen werden müssen: „Pleiten, Pech und Pannen“ oder eher „Größenwahn, Unfähigkeit und Untreue“. Noch laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Fehlende Abstimmungen, keine Dokumentationen, schlechte Kommunikation: Die Zustände beim Bau des Thalasso Meeres Spa muten chaotisch an. Am Ende stand eine Kostenexplosion und ein möglicherweise dauerhaft unwirtschaftlicher Gesundheitstempel. Foto: hol

Am Mittwochabend gab die Gruppe der Unabhängigen im Rat der Gemeinde Wangerland (ZUW) im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung einen Einblick in ein Zwischengutachten eines Bausachverständigen, der im Auftrag der Gemeinde die Kostensteigerung von 4,7 über 8,8 auf am Ende über 20 Millionen Euro nachvollziehbar machen soll. Das Papier liegt seit April wurde, wurde aber bislang von der Gemeinde mit Verweis auf rechtliche Bedenken unter Verschluss gehalten. Die gute Nachricht, so ZUW-Sprecher Dieter Schäfermeier: Der Gutachter geht von Gesamtkosten von „nur“ 21,6 Millionen Euro aus. Zuletzt waren 23 Millionen und mehr befürchtet worden.

Mit Bemühen um Transparenz gescheitert

Wohl auch am großen Interesse an dem Gutachten dürfte es gelegen haben, dass sich über 50 Interessierte im Dorfgemeinschaftshaus in Hohenkirchen einfanden, in dem zunächst Ratsfrau Geraldine Vogdt das Wahlkampfprogramm der Wählergemeinschaft „Pro Wangerland“ und die Erkenntnisse aus der bisherigen Arbeit im Gemeinderat vorstellte. Dabei habe das Bemühen um Transparenz beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ (TMS) in Horumersiel einen Schwerpunkt gebildet. Als ZUW sei man allerdings lange mit dem Bemühen um mehr Kontrolle der Wangerland Touristik GmbH (WTG) bei dem Bauvorhaben an der Ratsmehrheit gescheitert.

Erst Ende 2024 sei das Ausmaß der Kostensteigerungen offenkundig geworden. Wie Geraldine Vogdt sagte, sei sie eine von zwei Anzeige-Erstattern, die die strafrechtlichen Ermittlungen in der Angelegenheit ins Rollen gebracht hätten. Auch weil sie immer wieder mitten in der Nacht Lastwagen beobachtet habe, die Baumaterialen zur TMS-Baustelle gebracht und dort hinter einem Bauzaun abgelegt hätten – für jedermann zugänglich. Ohne Annahmekontrolle.

Schäfermeier (rechts, zusammen mit Bernd Abrahams), der nach erste Bedenken im Rat an den letzten 64 Baubesprechungen des im Sommer 2024 eingeweihten Gesundheitstempels teilgenommen hat, stellte eine Zusammenfassung des Gutachtens vor, das für Nicht-Baufachleute kaum verstehbar sei.

Eine sich durch das Papier ziehende Erkenntnis: Es fehlen prüffähige Unterlagen wie Protokolle, Nachweise, Bautagebücher, Bauablaufpläne und Prüfberichte. Bei der WTG habe man nicht einmal ein eigenes Baukonto für das Großprojekt eingerichtet, so dass alle Rechnungen über das laufende Girokonto des Unternehmens abgewickelt werden mussten.

Architekt schon überbezahlt?

Aus den Lücken in der Dokumentation und der fehlenden Transparenz der Unterlagen ergeben sich eine Fülle von Streitpunkten. So habe der Architekt etwa aus Sicht des Gutachters auf Grundlage der ursprünglichen Kostenberechnung in Höhe von 8,8 Millionen Euro einen Honoraranspruch von rund 1,5 Millionen Euro. Mit für den Fachmann zum Teil nicht nachvollziehbaren Kostensteigerungen stieg auch die Honorarforderung des Architekten. Ausgezahlt wurden etwa 2,8 Millionen Euro. Der Gutachter geht von einer Überzahlung in Höhe von 1,4 Millionen Euro aus. Der Architekt seinerseits hat hingegen noch Nachforderungen von mehreren Millionen Euro angemeldet.

Als Fehler habe sich erwiesen, dass die WTG als Auftraggeberin die Projektleitung eigenständig übernommen hat. Die Projektabwicklung sei von dieser Seite ohne jede Fachkenntnis, Kontrolle und Führung erfolgt. Von Auftragnehmern wurden Rechnungen gestellt, ohne dass die erforderlichen Nachweise dafür erbracht wurden. „Die vertraglich vereinbarte Prüfung der Einhaltung von Verträgen und Leistungen wurde nicht ordnungsgemäß durchgeführt“, heißt es in dem Gutachten.

Missmut auf der Baustelle

Und das alles zu Zeiten von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg, die zwar aus Sicht des Gutachters nur für einem geringen Teil der Kostensteigerungen verantwortlich waren, die aber die Bauabläufe deutlich beeinträchtigt haben dürften – und in der Folge ohne die nötige Kommunikation zwischen Bauherren, Architekten und Baufirmen zu Missmut und Chaos auf der Baustelle geführt haben. „Die Bauleitung war völlig überfordert“, so der Eindruck von Schäfermeier.

Thalasso Meeres Spa
Die Kosten für den Bau des Thalasso Meeres Spa sind aus dem Ruder gelaufen – auch weil die Wangerland Touristik als Bauherrin immer wieder Sonderwünsche zu Ausstattung und Qualität der Baustelle angemeldet hat. Foto: WTG

Ein wesentlich Faktor für die immensen Kostensteigerungen waren aus Sicht der ZUW die immer neuen Wünsche des damaligen Geschäftsführers der WTG. Nach einem Besuch der Thalasso-Einrichtungen auf Norderney im Juli 2020 habe er offenbar eine Fülle neuer Erkenntnisse gewonnen, die zu erheblichen Umplanungen (und Verteuerungen) des Projektes in Horumersiel führten. Wie der Gemeinderat erst 2024 erfahren habe, musste deshalb seinerzeit bereits ein neuer Bauantrag gestellt werden.

Pleite beim geplanten Wasserfall

Unter anderem musste der ursprünglich für die Fassade vorgesehene Bockhorner Klinker weißen Steinen weichen, eine Kältekammer wurde bestellt, neue Edel-Fliesen geordert. Farbe wurde als Wandverzierung als zu schnöde bewertet. Holztüren ersetzten Standardtüren, Lampen, Behandlungsplätze – alles sollte vom Feinsten sein.

Ein Eingangsbereich mit Tresen aus Edelhölzern und einem Wasserfall an der Wand wurde konzipiert. Allein der Wasserfall habe 60.000 Euro gekostet, schilderte Schäfermeier. Der Preis für die Sonderanfertigung musste die WTG im voraus zahlen. Da dann das beauftragte Unternehmen pleite ging, war das Geld futsch – und der Wasserfall Geschichte.

Ähnlich bunt eine Posse um die Sprechfunkanlage, über die im Brandfall die Patienten in den Behandlungsräume gewarnt werden sollen. Auf Wunsch der Geschäftsführung sollte darüber auch Musik abgespielt werden können. Es wurde eine entsprechende Software installiert – die aber nur englische Sprache übermittelt. Für Brandschutzzwecke also wenig hilfreich. Auch Nachbesserungen gestalteten sich schwierig, zumal es keine Dokumentation dazu gibt, wo welche Stromkabel verlegt wurden. Also mussten die schönen neuen Wände teilweise wieder aufgeklopft werden …

Suche nach Verantwortlichen

Eine Frage, die die anschließende Debatte beherrschte: Wer hätte wann das drohende Chaos beim Thalasso-Bau stoppen können – und vielleicht auch müssen? Schließlich werde durch die Insolvenz der WTG Vermögen der Gemeinde vernichtet. Warum, so wollte Manfred Meppen, ehemaliger Beamter in Diensten der Gemeinde, wissen, habe niemand zum Beispiel die Kommunalaufsicht eingeschaltet?

Als Grund dafür verwiesen Geraldine Vogdt, Dieter Schäfermeier und Immo Müller (UWW) und Pro-Wangerland-Bürgermeisterkandidat Bernd Abrahams darauf, dass man sich im Rathaus lange Zeit nichts vom Ausmaß des Desasters gewusst habe. Die WTG brauche nicht mehr Kontrolle, sondern mehr Unterstützung, habe es von anderen Gruppierungen geheißen. Unter anderem hatte die WTG-Geschäftsführung Schäfermeier vorgeworfen, eine Hetzjagt zu betreiben.

Der Hooksieler hatte schon Anfang 2022 Zweifel an der Wirtschaftlichkeits-Berechnung fürs Thalasso gezweifelt. „Grundlage dafür waren Massagezahlen aus dem alten Reh-Zentrum aus 2007/2008.“ Um das Zentrum wirtschaftlich betreiben zu können, hätten die geplanten Mitarbeiter 16 bis 24 Stunden am Tag arbeiten müssen. An ein drohendes jährliches Millionen-Defizit mochte im Rathaus niemand glauben. Immo Müller: „Ich gehe davon aus, dass der Bürgermeister und auch der größte Teil des Rates dem Geschäftsführer voll vertraut haben.“ Die tatsächlichen Zahlen seien lange weder dem Rat noch der Verwaltung bekannt gewesen.

Hooksieler beeindruckt Konzert-Besucher in Horumersiel

Hooksiel/Horumersiel (26. 8. 2026) – Benny Köster (Foto) ist auf dem besten Weg, fester Bestandteil der Konzertreihe „Live hinterm Deich“ zu werden. Nach seinem Auftritt vor vier Wochen beim Konzert in Hooksiel, zeigte der Nachwuchsmusiker an diesem Dienstag in Horumersiel sein Können.

Mit Klassikern wie „Wind of Change“ auf der Gitarre – noch mit dem alten Text – und „Lambada“ auf dem Saxophon begeisterte der Hooksieler sein Publikum, zu dem neben Einheimischen auch viele Urlaubsgäste zählten. Im Anschluss traten die „Die Ungesteckerten 3“ aus Ostfriesland auf, die Coverversionen von zahlreichen bekannten Songs zum Besten gaben.

Die Konzertreihe „Live hinter Deich“ wird von der Wangerland Touristik GmbH angeboten. Konzerte finden jeweils dienstags in Horumersiel und donnerstags in Hooksiel statt. Beginn ist um 19 Uhr. Diesen Donnerstag, 27. August, tritt auf der Bühne am Gästehaus Hooksiel der „Shantychor Likedeeler“ auf. Der Eintritt ist frei. „Die Ungesteckerten 3“ werden übrigens am Donnerstag, 17. September in Hooksiel erwartet.

Debatte über die Zukunft von Hooksiel: Viel Arbeit für die Politik

Hooksiel (26. 8. 2026) – Der Ort Hooksiel wird weiter wachsen. Davon jedenfalls sind die Kommunalpolitiker überzeugt, die sich am Dienstagabend auf Einladung des Hooksieler Seebadevereins zum „Parteien-Talk“ eingefunden hatten. Vor rund 80 Interessierten diskutierten sie zwei Stunden lang über Infrastrukturprojekte, in der nächsten Wahlperiode unbedingt angegangen werden müssen – oder halt auch nicht.

Auf dem Podium im Gästehaus die Kommunalpolitiker (von rechts) Fabian Ulbrich, Andy Strümpel, Gaby Szlezak, Holger Ulfers und Dieter Schäfermeier sowie der Moderator Gerd Abeldt von „Hooksiel-life“. Foto: hol

Thomas Leimkühler aus dem Seebadevereins-Vorstand begrüßte mit Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland), Andy Strümpel (CDU), Gaby Szlezak (Bündnis 90/Die Grünen), Holger Ulfers (SPD) und Fabian Ulbrich (Freie Wähler) Kandidatinnen und Kandidaten von Wählergruppen und Parteien, die sich bei der Kommunalwahl am 13. September um Mandate im Gemeinderat bemühen. Die Kandidatin der AfD war zeitlich verhindert. Und auch die FDP fehlte.

Großbaustelle Alter Hafen

Einigkeit besteht zum Thema Strandsicherung. In dem geplanten Bau eines Deckwerkes, das den von Strömung und Sturmfluten bedrohten Badestrand sichern sollt, sehen alle eine Chance für Hooksiel. Sehr wichtig ist nach der Einschätzung der Politiker auch die Entwicklung am Alten Hafen, insbesondere die zukünftige Nutzung des ehemalige Feuerwehrareals. Die Gemeinde sucht hierfür seit 2022 einen Investor. Bislang erfolglos. Aktuell wartet man auf die Präsentation von Plänen für den Bau einer Markthalle.

Hier überwog auf dem Podium die Skepsis. „Die schöne Markthalle in Aurich wurde schnell wieder geschlossen“, sagte Ulbrich. Eine Halle kombiniert mit Hotelzimmern im Obergeschoss? „Wer will schon über einem Markt wohnen, in dem immer Betrieb ist“, fragte Dieter Schäfermeier. Strümpel hofft weiterhin auf ein Hotel für dieses Filetgrundstück. Holger Ulfers und Gaby Szlezak rieten dazu, die Entscheidung nicht über Knie zu brechen. Ulfers: „Wir dürfen hier vor allem nichts falsch machen.“

Auch jenseits des Feuerwehrareals sehen die Politiker am Alten Hafen großen Handlungsbedarf. Der Hafenplatz sollte barrierefrei sein, das Kopfsteinpflaster ersetzt, die Sanitäranlage erneuert werden. Wie stabil ist die Kaimauern noch? Wie lässt sich auf Dauer die Wasserqualität sichern? Fragen über Fragen. Schäfermeiers Vorschlag „Wir sollten eine Arbeitsgruppe mit allen zuständigen Behörden und Institutionen bilden, um die Probleme anzugehen“ blieb unwidesprochen.

Knackpunkt Trabrennbahn

Klar Position bezogen die Politiker zur geplanten touristischen Entwicklung des Freizeitgeländes durch die landeseigene Hafengesellschaft NPorts. Zumindest zu einem Detail. Aus Sicht von SPD und Pro Wangerland soll die Trabrennbahn an der Bäderstraße auf jeden Fall dauerhaft erhalten bleiben. Andy Strümpel hielt für die CDU dagegen. Wenn sich ein Investor zum Beispiel für einen attraktiven Hotelbau an dieser Stelle finde, müsse die nur an drei Tagen im Jahr genutzte Pferdesportarena weichen. Zumal ohnehin niemand sagen könne, ob Trabrennsport eine Zukunft habe. Hotel hin oder her – die Grünen sehen den Tiersport ansich schon kritisch. Gaby Szlezak: „Wenn Pferde bei 35 Grad Rennen laufen müssen, ist das für mich fragwürdig.“

Weiteres Thema: Die Zukunft des ehemaligen Meerwasser-Hallenwellenbades und der umliegenden Flächen. Das Areal gehört der insolventen Wangerland Touristik GmbH (WTG) und steht zum Verkauf. Der Einfluss der Politik auf die Auswahl des Investors sei nur gering, so Schäfermeier. Und die WTG brauche das Geld, um wieder auf die Beine zu kommen.

Hotel statt Hallenbad?

Dass an dem Standort ein Schwimmbad erhalten bleibt, gilt als ausgeschlossen. Wahrscheinlicher sei ein Hotelbau, der aber maximal vier Geschosse hoch sein dürfte, so Ulfers. Den Vorschlag von Ulbrich, die Fläche für Wohnbebauung zu nutzen, hält Schäfermeister für abwegig. Bei dem hohen Preis für Grundstück und Abrisskosten gebe es keine Alternative zu einer intensiven Nutzung,

Von großer Bedeutung für Hooksiel ist nach Überzeugung von Holger Ulfers der Einstieg in die Bauleitplanung für die Freifläche zwischen der Bäderstraße und dem Altendeich. Hier könnten Grundstücke für Dauerwohner entstehen, möglicherweise sei auch Platz für den Neubau eines Kindergartens, den auch Gaby Szlezak und Andy Strümpel für in absehbarer Zeit erforderlich halten. Für den CDU-Politiker könnte ein Kindergarten eine sinnvolle Nachnutzung für das Gästehaus sein, das der WTG gehört. Ulfers sprach sich zudem für einen Discounter-Standort in der Nähe des neuen Feuerwehrgerätehauses aus, mitten im Ort. Strümpel und Szlezak würden sich auch über einen Netto-Markt im Gewerbegebiet freuen.

Wohnungen statt Walter-Spitta-Haus

Einigkeit in der Runde bestand darüber, dass vor allem auch bezahlbarer Wohnraum etwa für junge Leute oder für Senioren geschaffen werden müsse. Schäfermeier verwies darauf, dass die Gemeinde mit der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Friesland über die Nutzung der Freiflächen am Walter-Spitta-Haus im Gespräch sei. Die Kirche will das Gemeindehaus aufgeben. Denkbar wäre die Erweiterung der benachbarten Altenwohnanlage. Diskutiert wurde darüber hinaus über den Bau von Mehrfamilienhäusern und die Verdichtung der Bebauung im Ort, etwa durch die Nutzung großer Gärten oder – wie Strümpel anregte – den Abriss von maroden Altbauten.

In der Debatte wurden eine Reihe weiterer Positionen deutlich. Unter anderem forderte Andy Strümpel weitere Gewerbeflächen für Hooksiel, Holger Ulfers hält die Sanierung der maroden Georg-Adden-Straße sowie die Planung der Grundschul-Erweiterung für dringend erforderlich. Fabian Ulbrich unterstrich die Dringlichkeit des Baus eines Radweges entlang der Landesstraße von Hooksiel nach Waddewarden. Gaby Szlezak wies auf die große Bedeutung von Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen vor Ort hin.

Gemeinde hofft auf Geld von der WTG

Viele Projekte erfordern viel Geld. Wo soll das herkommen, zumal die Gemeinde schon jetzt einen hohen Schuldenstand hat? Dieter Schäfermeier zeigte sich optimistisch. Wenn das Insolvenzverfahren für die WTG gut laufe, werde die Gemeinde ihr Geld zurückbekommen, das sie der Tourismustochter einst geliehen hat. „Dann wird unser Handlungsrahmen deutlich besser.“

Im Anschluss hatte das Publikum Gelegenheit, weitere Fragen an die Politiker zu stellen: Inwieweit hat die Gemeinde Fördertöpfe im Blick? Gibt es eine Gesamtstrategie für die Entwicklung des Wangerlandes? Wer kümmert sich eigentlich um die Schafe am Deich, die unter der Hitze leiden? Fragen über Fragen, die deutlich machen, dass es noch viel Redebedarf gibt.

Nächste Podiumsdebatte

Die nächste Podiumsdiskussion des Seebadevereins ist für Dienstag, 8. September, ab 19 Uhr im Gästehaus angesetzt. Auf dem Podium werden dann die Bürgermeister-Kandidaten Mario Szlezak (SPD), Thies Fischer (CDU) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland) erwartet. 

Gästestatistik erlaubt nur wenig Rückschlüsse auf Ursachen

Wangerland (25. 8. 2026) – Die Lage ist schwierig, aber nicht hoffnungslos. Das ist die Botschaft, die man seit Wochen hinter vorgehaltener Hand zum Stand des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung der Wangerland Touristik GmbH (WTG) hört. Während Insolvenzverwaltung, Geschäftsführung und Gläubigerausschuss versuchen, die finanzielle Lage des gemeindeeigenen Tourimusunternehmens durch Personalabbau, Schließung defizitärer Unternehmenssparten und Verkäufe von Immobilien zu verbessern, lecken sich eine Reihe von Vermietern und Gastronomen schon die Wunden.

Noch ist nicht absehbar, wie sich die Gästezahlen in 2026 im Wangerland entwickeln. Bei der WTG geht man davon aus, dass die Vorjahreszahlen noch zu erreichen sind. Foto: hol

Insbesondere die Schließung der Schwimmbäder in Hooksiel und Horumersiel habe zu erheblichen Einbrüchen bei den Vermietungszahlen geführt, heißt es. Die WTG hält dem entgegen, dass sich dieser Trend aus der Gästestatistik auf Basis der gezahlten Gästebeiträge so nicht ableiten lasse. Gemeindeweit bewege sich die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen auf Vorjahresniveau.

Schwierige Analyse

Rückgänge der Gästezahlen in einzelnen Orten oder in einzelnen Betriebsarten könnten unterschiedliche Ursachen haben. So habe sich möglicherweise die Zahl der wirtschaftlichen Akteure verändert, Quartiere seinen geschlossen worden oder neue hinzugekommen. Auch längere Sanierungsphasen könnten die Zahlen der Übernachtungen beeinflussen. Schon deshalb seien Vergleiche und vor allem die Rückschlüsse auf Ursachen schwierig.

Noch schwieriger wird eine Analyse, weil die WTG sich aktuell weigert, absolute Zahlen für Ankünfte und Übernachtungen aufgeschlüsselt nach einzelnen Ortslagen wie etwa Horumersiel/Schillig, Hooksiel oder Hohenkirchen herauszugeben. „Aufgrund der teilweise geringen Anzahl an Beherbergungsbetrieben könnten aus einer solchen Darstellung Rückschlüsse auf einzelne Betriebe und deren Geschäftsentwicklung gezogen werden“, teilt das Unternehmen auf eine entsprechende Anfrage von „Hooksiel-life“ mit.

Viele Urlauber bedauern, dass es das Hallenwellenbad Hooksiel nicht mehr gibt. Inwieweit das fehlende Angebot die Zahl der Vermietungen im Umfeld beeinflusst, ist umstritten. Archiv-Foto

Dieses Argument dürfte vor allem für Hohenkirchen gelten. Dort ist das „Wangerland-Resort“ seit dem Frühjahr 2025 in Betrieb. Zuvor hatte es am Standort mindestens drei Jahre lang keine touristischen Übernachtungen gegeben. Auch wenn die große Zahl an Schülerinnen und Schülern, die das Resort im Rahmen von Klassenfahren besuchen, sich nicht in der Gästestatistik der WTG niederschlägt, wäre zu erwarten, dass die sonstigen Gäste in dem gut gebuchten Quartier die Übernachtungszahlen in der Gemeinde steigen lassen.

Mehr Übernachtungen in Hotels

Für diese Annahme spricht, dass nach der WTG-Gästestatistik die Zahl der Übernachtungen in Hotels im Wangerland insgesamt in den ersten sieben Monaten diese Jahres um 9,5 Prozent auf 110.637 zugenommen hat. Rund 20 Prozent der rund 796.000 Übernachtungen bis Ende Juli seien in Hotels gebucht worden. Inwieweit des Verschiebungen zwischen den unterschiedlichen Hotelstandorten gegeben hat, lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen.

Hoteliers und Betreiber von Pensionen und Ferienanlage verweisen auf ihre Erkenntnisse aus persönlichen Gesprächen mit Gästen, die bedauern würden, dass es weder in Hooksiel noch in Horumersiel ein Schwimmbad mehr gebe. In der Hauptsaison schlage sich dieser Unmut nur bedingt in den Umsatzzahlen nieder, da die Häuser dann auch ohne Bäder noch nahezu ausgebucht seien.

Massive Einbrüche

Massive Einbrücke habe man aber in der Vorsaison erlebt und erwarte sie auch für die Nachsaison. Trotz der Beteuerungen der Vermieter gegenüber ihren Gästen, dass es im Radius von 20 Kilometern mehrere Hallenbäder gibt. „Viele Gäste planen ihren Urlaub inzwischen mit Hilfe der KI. Wenn wir dann kein Bad mehr vorweisen können, sind wir bei der Suche raus“, schildert eine Vermieterin.

Schlechte oder zumindest zurückgehende Buchungszahlen können aber auch ganz anderer Ursachen habe, sagt Matthias Suckert. Der Inhaber der „Agentur am Meer“ in Hooksiel verweist auf eine Analyse von 1562 Buchungen von Ferienvermietungen. Eine Erkenntnis: „Die Wahrnehmung, dass die Buchungszahlen sinken, betrifft in der Regel Betriebe mit starren Mindestaufenthalten – zum Beispiel wochenweise – und langen Reaktionszeiten.“ Anbieter von Ferienwohnungen, die auch Aufenthalte unter fünf Tage zulassen und über Online-Kanäle schnell buchbar seien, würden eine starke und wachsende Nachfrage bedienen.

Immer mehr Kurzurlauber

Der Anteil der Kurzurlaube von bis zu fünf Tagen nehme deutlich zu und mache bereits 31 Prozent der Buchungen aus. 19,5 Prozent der Gäste würden für fünf bis sechs Nächte buchen. Der Anteil der „klassischen“ Buchungszeiten von einer oder zwei Wochen liege nur noch bei 39,5 Prozent.

Matthias Suckert

„Vermieter, die ihre Konditionen nicht an dieses veränderte Gästeverhalten anpassen, erleben Leerstände, die von flexiblen Anbietern problemlos gefüllt werden“, ist Suckert (auf dem Foto links) überzeugt.

Die WTG hält sich mit einer Prognose für das gesamte Jahr 2026 noch zurück. Bis Ende Juli hätten die Zahlen bei den Ankünften um 4 Prozent, die der Übernachtungen um 2,1 Prozent unter denen von 2025 gelegen. Das könne aber auch mit „Sondereffekten“ zu tun haben, die die Statistik verzerren. Dazu rechnet die WTG beispielsweise die unterschiedlichen Ferienzeiten, aber auch die schwierige Anlaufphase nach dem Verkauf des Campingplatzes in Hooksiel mit einer Reihe von Modernisierungen. „Solche Faktoren beeinflussen die nackten Zahlen erheblich, ohne dass die eigentliche touristische Attraktivität eines Ortes dadurch sinkt“, heißt es in der WTG-Stellungnahme.

Konkrete Entwicklungen und belastbare Daten wolle man zum Jahresende beziehungsweise zum Saisonabschluss präsentieren. „Sobald die Datenlage vollständig vorliegt.“

– Werbeanzeige –

Schnuppertag für Tennis-Einsteiger mit Ballmaschine

Hooksiel (25. 8. 2026) – Tennis ist ein toller Sport. Das demonstrierten beim Tag der offenen Tür auf ihrer Anlage an der Jaderennbahn Sportler der Tennisabteilung des SC Wangerland. Neben einer Reihe von Aktiven hatten sich vor allen Mädchen und Jungen aus der Jugendabteilung für das Gelingen der Veranstaltung engagiert.

Ausgelassene Stimmung herrschte beim Tag der offenen Tür auf der Hooksieler Tennisanlage. Foto: Csikos

Auf dem Platz wurden verschiedene Spiel- und Trainingsformen demonstriert. Neueinsteiger durften einfach einmal ausprobieren, wie es sich anfühlt, einen Tennisschläger in der Hand zu halten und einen Ball zu schlagen. Eine Ballmaschine des Vereins, die den Spieler Bälle punktgenau zuspielt, kam ebenso zum Einsatz wie ein Messgerät, mit dem man die Geschwindigkeit des eigenen Aufschlages messen kann. Am Spielfeldrand wurde gezeigt, wie Tennisschläger neu bespannt werden.

Ebenso wichtig für die zum Tag der offenen Tür erschienenen Mitglieder und potenziellen Neu-Mitglieder: Nette Gespräche am Spielfeldrand über Spiel- und Trainingsmöglichkeiten. Dazu gab es Kaffee und Kuchen sowie Leckereien vom Grill und Kaltgetränke.

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Bekannte Motive mit gewissen Überraschungsmomenten

Hooksiel (25. 8. 2026) – Der Junge ist wieder da. Vor dem Hooksieler Künstlerhaus steht seit wenigen Tagen wieder der Bronze-Junge, der zusammen mit einem auf dem Boden liegenden Fisch das Kunstwerk „Fischers Sohn“ bildet.

Der Bronze-Junge der Skulptur „Fischers Sohn“ steht wieder vor dem Künstlerhaus. Der Bildhauer Norbert Marten hat die bei einem Unfall erheblich beschädigte Figur saniert. Foto: hol

Die Leiterin des Künstlerhauses, Renate Janßen-Niemann, begrüßte zur Eröffnung der Ausstellung „Spielereien“ des Berliner Künstlers Marc Taschowsky neben über 50 Interessierten auch den Bildhauer Norbert Marten aus Westerstede, bei dem der „Junge“ gut anderthalb Jahre lang in Behandlung war. Ein unbedachter Autofahrer hatte die Skulptur offenbar beim Rangieren in der Lange Straße umgefahren. Arme und Beine waren gebrochen und mussten aufwändig geschweißt werden.

Im Zentrum der Vernissage stand allerdings ein anderer „Junge“, der Maler Marc Taschowsky (54). Der freischaffende Künstler, der an der Hochschule für freischaffende Künste in Braunschweig studiert hat, stellt in Hooksiel eine Vielzahl von Porträts von prominenten Personen und Figuren aus – darunter Friedrich Merz und Marilyn Monroe ebenso wie Comicfiguren wie Kermit der Frosch, Asterix oder Großmeister Yoda.

Faszinierende Gemälde und Gestaltungen stellt Marc Taschowsky im Künstlerhaus aus. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann und Bürgermeister Mario Szlezak (links) begrüßten den Maler in Hooksiel. Foto: hol

Taschowskys Bilder und Gestaltungen erinnern an Pop-Art-Kunst (Andy Warhol, Roy Lichtenstein etc.) – bekannte Motive, grelle Farben, aber immer auch Überraschungselemente, die bei seinen Arbeiten auch dadurch entstehen, dass er mit stark verdünnter Ölfarbe male, die hier und dort verlaufe, verriet der Künstler in einem originellen Vortrag, in dem Taschowsky „die 13 meist gestellten Fragen an ihn“ beantwortete – ohne dass ihn in Hooksiel tatsächlich jemand gefragt hätte. Unter anderem: „Ist das Pop-Art“ – Antwort: „Allenfalls Post-Pop-Art“; „Kann man von der Kunst leben?“ – Antwort: „Ja, aber ich verrate nicht wie …“

Die Inspirationen für die Motive seiner Arbeit von Biene Maja bis Heidi Klum entdecke er zumeist im Internet. Das dürfe auch für die aus Alltagsgegenstände zusammengestellten Skulpturen gelten – so entstehen durch Zusammenfügen und Weglassen farbenfrohe Tiere und Figuren wie Hund, Elefant, Käfer, Drache und Entchen aus Holz, Plastik, Metall, Kanister, Telefon oder Fahrradsattel. Alltag wird zur Kunst. So banal wie faszinierend.

Die Ausstellung ist bis zum 20. September jeweils dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Oldtimer und Wasserskifahrer zogen Tausende in ihren Bann

Hooksiel (24. 8. 2026) – Das „Familiensommerfest“ an den Hooksieler Skiterrassen war ein überwältigender Erfolg. Maßgeblichen Anteil daran hatten die „Küsten-Oldtimerfreunde“. Sie lockten um die 1000 Oldtimer- und Young-Timer-Fahrer nach Hooksiel. Dazu wohl gut 10.000 Schaulustige, die sich die überwiegend liebevoll gepflegten Fahrzeuge ansehen und über Schönheit, Fahrgefühl, Liegesitze und Benzinverbrauch fachsimpeln wollten.

Das Oldtimer-Treffen an der Hooksieler Wasserskianlage zog am Sonntag Tausende Menschen an. Foto: hol

„Guck mal der da. Mit so einem bin ich früher bei der Arbeit gefahren“, sagt ein Senior hörbar stolz zu seinem Enkel. Ein anderer: „Das Auto kenne ich aus einem alten Spielfilm.“ Der Wagen, ein Dodge Charger, Baujahr 1968, mit V8-Motor, 7200 Kubikzentimeter Hubraum und 375 PS, gehörte zu den Stars der Ausstellung, zumal er unmittelbar am Eingang zur Wasserskianlage präsentiert wurde. Das der Verbrauch von 18 bis 24 Litern je 100 Kilometer ökologisch bedenklich ist, spielte dabei nur eine Nebenrolle. „Mit seinem Oldtimer fährt man ja auch nicht mehr so viele Kilometer.“

Gut 1000 Fahrzeuge

Andre Brandt, Sprecher der Interessengemeinschaft „Küsten-Oldtimerfreunde“, war am Ende der Veranstaltung rundum zufrieden. Mit gut 500 Pkw, Treckern und Lastwagen hatten sein 18-köpfiges Orga-Team und er bei der zweiten Auflage der Veranstaltung gerechnet. Dass daraus dann trotz regnerischem Wetter am Vormittag um die 1000 wurden, dürfe auch die Macher überrascht haben.

Rege angenommen wurde auch der Floh- und Autoteilemarkt im Bereich zwischen Bäderstraße und Wasserskianlage. Gut nur, dass die Oldtimerfreunde sich für die Veranstaltung schon im Vorfeld einen Großparkplatz der Wangerland Touristik GmbH gesichert hatten. Brandt: „Ohne die gute Zusammenarbeit mit der WTG wäre das gar nicht möglich gewesen.“

Akrobatik auf dem Wasser

Hingucker gab es aber nicht nur aus Blech und Chrom. Auf dem Wasserski-Parcours demonstrierten Aktive aus der Region ihre Fahrküste auf dem Wasser, einschließlich gekonnter Sprünge über Hindernisse und athletisch anspruchsvoller Pyramiden. Hunderte verfolgen die von Stephan Reiners professionell moderierte Wasserski-Show von den Skiterrassen aus und spendeten intensiv Beifall.

Mit viel Applaus bedacht wurden die Wasserskiläufer für ihre Showeinlagen. Foto: hol

Die Inhaber der Skiterrassen, Anja und Hans-Ott Vogt, zeigten die Verbundenheit zwischen Skiterrassen und Oldtimer-Fahrern auf ihre Weise: Jeder Fahrer erhielt zur Begrüßung ein alkoholfreies Bier und einen Muffin. 

Erlös für Jugendfeuerwehr

Insgesamt war das „Familiensommerfest“ tatsächlich ein Fest für die gesamte Familie. Was auch daran lag, dass für Kinder unter anderem ein Kinderkarussell und Hüpfburgen aufgebaut worden waren. Zu den Gewinnern der Veranstaltung gehören auch die Jugendfeuerwehren in der Gemeinde Wangerland. Und das nicht nur, weil sie im Rahmen des Sommerfestes für ihr Hobby werben konnten. Die „Küsten-Oldtimerfreunde“ wollen den Jugendwehren auch den Überschuss der Veranstaltung zukommen lassen.

Werbeanzeige
– Werbeanzeige –

In Schlangenlinien durch Hohenkirchen gefahren

Hohenkirchen (23. 8. 2026) – Am frühen Sonntagmorgen hat eine Streife des Polizeikommissariats Jever die Fahrt eines alkoholisierten Autofahrers beendet. Gegen 4.10 Uhr, so die Polizei, seien die Beamten auf der Jeverschen Straße in Hohenkirchen auf einen Pkw aufmerksam geworden, der durch eine stark in Schlangenlinien geführte Fahrweise auffiel.

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Einsatzkräfte bei dem Fahrzeugführer deutliche alkoholbedingte Ausfallerscheinungen fest. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bestätigte den Verdacht und ergab einen Wert von 1,43 Promille. Als Beweis die Fahruntüchtigkeit wurde eine ärztliche Blutentnahme in einem Krankenhaus angeordnet. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.