Hooksiel (1. 4. 2026) – Die Hooksieler können wieder sicher schlafen. Die historische Kanone steht wieder auf dem Deich vor dem Alten Hafen und sorgt dafür, dass Kaperfahrer oder sonstige Plünderer zumindest auf dem Seeweg nicht in den Ort kommen können. Mitglieder des Seebadevereins um den Vorsitzenden Wolfgang Ademes haben das Schmuckstück am Dienstagabend quer durch den Ort zu seinem Sommer-Stammplatz gebracht.
Die Hooksieler Kanone steht wieder an ihrem Platz auf dem Deich an der Viethstraße. Dort montiert wurde sie von (von links) Wolfram Heibeck, Uwe Gaudian, Erwin Abels, Stefan Kutscher, Ulrich Hellkuhl, Thomas Leimkühler und Wolfgang Ademes. Foto: hol
Die erst vor wenigen Jahren runderneuerte Kanone war über der Winter in der Bootswerft von Wolfram Heibeck im Hooksieler Gewerbegebiet eingemottet. Dort hatte sie in den vergangenen Tagen auch noch einen frischen Anstrich erhalten. Gezogen von einer kleinen Zugmaschine rollte die Kanone auf ihren eigenen Rädern zunächst bis zum Alten Hafen und von dort über einen schmalen Weg den Deich an der Viethstraße hinauf. Unmittelbar neben dem historischen Ausguck-Hochsitz wurde das beliebte Fotomotiv diebstahlsicher verankert.
Das Stück historische Wehrtechnik soll nach Recherchen des Seebadevereins zusammen mit einer Schwester-Kanone von den Preußen um 1860 aufgestellt worden sein, um den Umschlagplatz Hooksiel und mittelbar auch Preußens damals im Aufbau befindlichen Kriegshafen Wilhelmshaven zu schützen. Die Kanonen wirkten offenbar abschreckend. Jedenfalls gibt es keine Überlieferungen, die besagen, dass sie jemals abgefeuert worden wären.
Wilhelmshaven/Hooksiel (1. 4. 2026) – Der Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) über die Terminals der Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) steigt rasant. Wie das bundeseigene Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf mitteilt, wurde im ersten Quartal 2026 mit über 25 Terawattstunden (TWh) eine neue Höchstmenge Energie in Form von Erdgas in das deutsche Netz einspeisen. Damit habe man seine Leistung im Vergleich zum Vorjahreswert (10 TWh) auf das Zweieinhalbfache gesteigert. Die 25 TWh würden rechnerisch rund zehn Prozent der Gesamtkapazität der deutschen Erdgasspeicher entsprechen.
Beitrag zur Versorgungssicherheit
„Durch den Aufbau und verlässlichen Betrieb unserer Terminals kann DET inzwischen regelmäßig bis zu 350 Gigawattstunden Energie in das deutsche Gasnetz einspeisen“, sagt DET-Geschäftsführer Dr. Peter Röttgen. „Das Ergebnis ist ein wesentlicher Beitrag zur Versorgungssicherheit für private Haushalte und die Wirtschaft, was insbesondere in dieser geopolitisch angespannten Zeit sehr wichtig ist.“
Die DET betreibt und vermarktet im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit lokalen Partnern vor Ort drei staatlich initiierte schwimmende Regasifizierungsterminals (FSRU), eines in Brunsbüttel und zwei in Wilhelmshaven. Ein weiteres ist für Stade geplant. An Bord der FSRU wird das LNG wieder in gasförmigen Zustand versetzt und ins Gasnetz eingespeist.
Importe überwiegend aus den USA
Als erste FSRU ging Ende 2022 die „Höegh Esperanza“ ans Netz, die in Sichtweite des Hooksieler Außenhafens am Terminal Wilhelmshaven 1 liegt. Im Mai 2025 wurde am Terminal Wilhelmshaven 2 mit der „Höegh Excelsior“ die insgesamt dritte FSRU in Betrieb genommen. Die insgesamt eingespeiste Jahresmenge an LNG lag 2025 bei 79 TWh und damit deutlich über den beiden Vorjahreswerten (je 59 TWh).
Umwelt- und Klimaschützer kritisieren, dass es sich auch bei LNG um einen fossilen Energieträger handelt. Zumindest das in Wilhelmshaven angelandete Flüssigerdgas kommt nahezu vollständig aus den USA, wo es mit der umstrittenen Fracking-Methode gefördert wird.
Hooksiel (1. 4. 2026) – Gute Botschaft von der Wangerland Touristik GmbH. Entgegen aller Erwartungen haben die Verantwortlichen des insolventen Marketing-Unternehmens doch noch Interessenten gefunden, die das seit Oktober vergangenen Jahres geschlossene Meerwasser-Hallenwellenbad weiter betreiben möchten. Allerdings wollen die Investoren das Bad nicht mehr als Schwimmbad nutzen – sondern als Eishalle. Und das möglichst schon ab den Sommerferien.
Die Vorbereitungen für die Umrüstung des bisherigen Meerwasser-Hallenwellenbades Hooksiel zu einer Eishalle laufen an. Die ICE-Welt GmbH leitet bereits Süßwasser für die Eisproduktion ins Schwimmbecken. Foto: hol
Die Nachricht gilt noch als vertraulich. Auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bestätige die Geschäftsführung der ICE-Welt GmbH (Braunlage) aber, dass man im Harz durchaus Potenzial im Wintersport im Nordseebad Hooksiel sieht. Ralf Köster: „Alle Küstenbadeorte wollen ihre Saison möglichst über das ganze Jahr erweitern. Was liegt da näher, als Segmente des Wintersports an die Küste zu bringen?“ Sein Unternehmen sei deshalb auf Immobiliensuche auf Rügen (Binz), in Dithmarschen (Büsum) und in Ost-Friesland (Hooksiel) gegangen.
Trinkwasser für die Eisbahn
Der Aufwand, das Hallenbad-Gebäude in Hooksiel in eine Eishalle unzubauen, sei überschaubar. Eingangsbereich, Umkleide- und Sanitärräume, Restaurant (geplanter Name: „Doppelter Toeloop“) und ein Großteil der Technik könnten ohne Probleme übernommen werden. Die Eis-Aufbereitung sei ebenso energieintensiv wie die Erwärmung des Badewassers und der Antrieb der in die Jahre gekommenen Wellenanlage. Allerdings: Für die Produktion des Eises werde man nicht auf das salzhaltige Meerwasser setzen, sondern auf frisches Trinkwasser vom OOWV.
Die neue Eishalle soll ganzjährig betrieben werden. Man kalkuliere mit 50.000 Besuchern im Jahr, so Köster. Die Personalsuche habe bereits begonnen. Man benötige aber eigentlich nur einen Eis-Meister, einen Energie-Techniker, einige Reinigungskräfte und Aushilfen für den Schlittschuh-Verleihdienst und das Restaurant.
Eishockey für Frauen
Neben privaten Schlittschuhläuferinnen und -läufern setze man auf ambitionierte Hobbysportler. In Zusammenarbeit mit dem neuen Großverein SC Wangerland plane man die Gründung einer Eissport-Abteilung – Eiskunstlauf, Eistanz und Curling seien als neue Abteilungen des Vereins bereits fest geplant. Im Aufbau seien Eishockey-Mannschaften für Männer und – ein Alleinstellungsmerkmal in der Region – auch für Frauen. Zur Eröffnung des neuen Eistempels wolle man Eislauf-Ikone Katharina Witt verpflichten, so der Geschäftsführer.
Ideengeber aus Hooksiel
Auf die spannende Immobilie in Hooksiel aufmerksam geworden ist die international engagierte ICE-Welt GmbH übrigens über einen entfernten Verwandten von Köster. Der Hooksieler Bernhard Köster, unter anderem im örtlichen Seebadeverein engagiert, hatte in diesem Winter mehrfach auf Wintersport-Möglichkeiten vor Ort aufmerksam gemacht – allerdings ohne dabei das Hallenbad im Blick zu haben.
Von der aktuellen Wendung ist der Hooksieler begeistert: „Wenn das klappt, stelle ich den Antrag, den Seebadeverein bis zum nächsten 1. April in Seebade- und Eislauf-Verein umzubenennen.“
Hooksiel (31. 3. 2026) – Der Männerkreis der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland unternimmt am Dienstag, 14. April, einen Ausflug nach Wilhelmshaven. Geplant ist die Besichtigung des Küstenmuseums. Die Abfahrt ist für 13.30 Uhr am Walter-Spitta-Haus geplant. Kostenbeitrag: 15 Euro. Nach der Rückkehr werde man sich noch für einen Kaffee oder Tee und ein Stück Kuchen zusammensetzen. Männerkreis-Organisator Herbert Ulfers bittet um Anmeldungen per Email (hulfers@aol.com) bis spätestens zum 12. April.
Friesland/Wangerland (31. 3. 2026) –Aufgrund der Feiertage zu Ostern verschieben sich die Abfuhrtage für die verschiedenen Müll- und Wertstofftonnen. Darauf weist die Abfallwirtschaft des Landkreises Friesland hin.
Die Abfuhren von Karfreitag, 3. April, werden verschoben auf Samstag, 4. April. Die Inhalte der Tonnen, die eigentlich am 6. April (Ostermontag) geleert würden, werden erst am Samstag, 11. April, abgeholt. Die Entsorgungsanlagen wie die in Wiefels sind am Samstag, 4. April, geöffnet. Die Abfallbehörde weist auf die erforderliche Terminbuchung hin: https://nol.is/w2W
Hooksiel (31. 3. 2026) – Die Komödie „Ouzo for One“ kommt zurück nach Hooksiel – und das gleich zwei Mal. Am Dienstag und Mittwoch, 10. und 11. April, bringt Vasilios Zavrakis sein Erfolgsstück erneut im Hooksieler Gästehaus auf die Bühne. Da die Vorstellung am 11. April bereits ausverkauft ist, gibt es nur noch Karten für die Zusatzshow am 10. April.
Vasilios Zavrakis gastiert mit der Komödie „Ouzo for One“ im Gästehaus Hooksiel. Foto: WTG/Die Bagage
Premiere im Wangerland feierte das Stück 2024. Auch vergangenes Jahr gab es einem ausverkauften Abend. In „Ouzo for One“ steht Zavrakis allein auf der Bühne und füllt sie mühelos mit dem Leben einer kompletten griechischen Taverne. Als Wirt Costa kämpft er gleichzeitig mit hungrigen Gästen, strengen Restaurant-Testern und der italienischen Konkurrenz von gegenüber.
Während in der Küche der Druck steigt, wächst in der Taverne das Chaos und Costa greift zwischendurch lieber selbst zum Ouzo. Zavrakis spielt sämtliche Rollen des Abends und verleiht jeder Figur eine eigene Stimme, Mimik und Gestik.
Tickets sind erhältlich in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel, sowie online unter wangerland.de/ouzo
Hooksiel (31. 3. 2026) – Auf ein ereignisreiches Jahr 2025 blickte der Vorsitzende Björn Mühlena während der Mitgliederversammlung des „Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel e. V.“ zurück. In der harmonischen Sitzung herrschte unter den Mitgliedern Einigkeit über den Kurs des Vereins, der aktuell 53 Unterstützer zählt.
Kulturmotor für die Region
Mühlena hob die sechs Ausstellungen im Künstlerhaus und die gute Vernetzung des Vereins hervor. Ein besonderer Dank galt der Leiterin des Künstlerhauses, Renate Janßen-Niemann: „Die vertrauensvolle Zusammenarbeit und der kurze Draht sind das Fundament für das gute Niveau unserer Arbeit“, betonte der Vorsitzende. Als Förderverein hat sich der Kunstverein für die nahe Zukunft ein sichtbares Ziel gesetzt: Die Verschönerung des Vorplatzes am Künstlerhaus, um den Ort für Besucher noch attraktiver zu gestalten.
Der Kunstverein will „Fischers Sohn“ wieder vor das Künstlerhaus holen. Die Bronze war angefahren und beschädigt worden. Archiv-Foto: hol
Der Verein fördert die bildende Kunst und die kulturelle Entwicklung im Wangerland. Neben der Unterstützung des Künstlerhauses initiiert der Verein Projekte im öffentlichen Raum (z. B. den Ankerpfad) und organisiert Kunstreisen sowie Ausstellungen.
Ausflug nach Emden
Ein Glanzpunkt des Vereinsjahres war die Exkursion zur Kunsthalle Emden, die vom stellvertretenden Vorsitzenden Heinz Keweritsch organisiert worden war. Aufgrund der großen Resonanz soll dieses Format fortgeführt werden. Anerkennung fand auch die Arbeit hinter den Kulissen: So unterstützt Christine Keweritsch den Verein und das Künstlerhaus maßgeblich beim professionellen Arrangement der Ausstellungen. Dass dieses Engagement Früchte trägt, zeigen die Besucherzahlen: Einzelne Künstler lockten im vergangenen Jahr über 1.000 Gäste in die Ausstellungsräume.
Ankerpfad und „Fischers Sohn“
Auch für das laufende Jahr ist der Terminkalender gut gefüllt. Neben der notwendigen Reparatur der bekannten Skulptur „Fischers Sohn“ steht die Kooperation mit der Arbeitsgruppe Hooksiel im Fokus. Gemeinsam widmet man sich der Pflege und Erweiterung des „Ankerpfads“, der Kunst und Ortsgeschichte im öffentlichen Raum verbindet.
Stabwechsel im Vorstand
Im Rahmen der turnusmäßigen Wahlen gab es eine personelle Veränderung im Vorstand: Julian Dreßel wurde zum neuen Schriftführer gewählt. Er tritt die Nachfolge von Anja Dittmer an, der Björn Mühlena für ihren langjährigen Einsatz ausdrücklich dankte. Abschließend unterstrich Mühlena die Bedeutung der politischen Mitwirkung: „Dass wir aktiv im Kunst- und Kulturbeirat der Gemeinde Wangerland mitwirken, ist eine wertvolle Anerkennung unserer Arbeit für die gesamte Region.“
Hooksiel (30. 3. 2026) – In der Reithalle des Reit- und Fahrverein (RuF) Hooksiel in Oesterdieken fand eine Fortbildung für Reitlehrerinnen und Reitlehrer unter dem Motto „Kleine Reiter ganz groß“ statt. Geleitet wurde die Veranstaltung von Pferdewirtschaftsmeisterin Ina Tapken, Lehrbeauftragte des Pferdesportverbandes Weser-Ems.
Das Bild zeigt die Teilnehmerinnen sowie drei Springreiter mit Lehrgangsleiterin Ina Tapken (4. von rechts). Foto: RuF Hooksiel
Initiiert worden war die Weiterbildung vom Kreisreiterverband Friesland-Wilhelmshaven. Im theoretischen Teil der Fortbildung stand die Frage im Mittelpunkt, wie Reitunterricht abwechslungsreich und kindgerecht gestaltet werden kann. Gemeinsam mit elf Teilnehmerinnen erarbeitete Tapken praxisnahe Ansätze zu Themen wie den Unterschieden zwischen Einzel- und Gruppenunterricht sowie zur Unfallverhütung im Reitbetrieb.
Ein wichtiger Punkt war, dass auch in kindgerechtem Unterricht die Fachsprache nicht zu kurz kommen darf – damit das Lernen sowohl altersgerecht als auch fachlich fundiert bleibt.
Im praktischen Teil folgte die Umsetzung: Je drei Dressur- und drei Springreiter standen zur Verfügung, um das Erlernte direkt in der Praxis auszuprobieren. Die Teilnehmenden übernahmen abwechselnd den Unterricht und setzten die theoretischen Erkenntnisse in die Tat um. Anschließend wurden die Einheiten gemeinsam besprochen – ein wertvoller Austausch für alle Beteiligten, der neue Impulse für die Arbeit mit jungen Reitschülerinnen und Reitschülern bot.
Friesland (27. 3. 2026) –Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland weist auf die generelle Anleinpflicht für Hunde während der allgemeinen Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit hin. Zum Schutz der Wildtiere gilt, dass zwischen dem 1. April und dem 15. Juli jeden Jahres Hunde beim Aufenthalt in der freien Landschaft an der Leine zu führen sind.
Ab dem 1. April gilt eine generelle Anleinpflicht für Hunde in der freien Natur. Foto: Landkreis Friesland
Verschiedene wildlebende Tiere ziehen im Frühjahr auf Wiesen und in Wäldern ihren Nachwuchs auf. Freilaufende Hunde können nicht nur selbst jagen, sondern auch durch Annäherung ein Fluchtverhalten bei Elterntieren auslösen. Dadurch zurückgelassene Eier oder Jungtiere können Opfer von Fressfeinden werden, auskühlen oder verhungern.
Festgesetzt wird diese Pflicht durch das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NwaldLG). Wer gegen die Anleinpflicht verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann.
Unabhängig von der generellen Anleinpflicht in der freien Natur gibt es lokale Regelungen. So gilt etwa für die in Erholungsorte in der Gemeinde Wangerland, also auch das Nordseebad Hooksiel, ganzjährig eine generelle Anleinpflicht für Hunde.
Horumersiel (30. 3. 2026) – Unbekannte sollen im Bereich der Hafenanlage in Horumersiel einen Außenbordmotor und einen Handwagen gestohlen haben. Die Polizei sucht nach möglichen Zeugen, die im Zeitraum von Samstag, den 21.März, 16 Uhr, bis Samstag, 28. März, 10 Uhr, entsprechende Beobachtungen gemacht haben. Hinweise zum Sachverhalt können unter der Telefonnummer 04461/7449-0 gemeldet werden.