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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Szlezak: Unser Wangerland hat eine gute Zukunft

Wangerland (17. 9. 2026) – Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak hat die letzte Ratssitzung der ablaufenden Wahlperiode dazu genutzt, Bilanz zu ziehen und über den Stand aktueller Entwicklungen und Projekte zu informieren. Sein Fazit der zurückliegenden fünf Jahre: „Unser Wangerland hat eine gute Zukunft.“

Viele Projekte kommen voran

Der Bau der „Bunten Wache“ für Feuerwehr und Polizei in Hohenkirchen komme sichtbar voran. Die Abrissarbeiten seien erfolgt, ein Antrag auf Bedarfszuweisung gestellt und die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen veröffentlicht.

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak

Auch auf der „Rundinsel“ im Wangermeer gehe es nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages durch einen privaten Investor und dem Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung durch den Rat weiter. „Die Vermessung soll noch im September erfolgen“, so Szlezak (Foto) „Damit werden auch die Voraussetzungen für die Zahlung der ersten Kaufpreisrate in Höhe von 250.000 Euro erfüllt.“

In der Fußgängerzone in Schillig sind neue Spielgeräte aufgebaut worden, die die Fußgängerzone attraktiver machen sollen. Weiteres Stadtmobiliar soll folgen. Darüber hinaus werde der Pfarrer- Hugo-Springer-Platz neu gepflastert.

Verkehr aus dem Ortskern nehmen

In Horumersiel soll die Sanierung des Fußweges entlang des Tiefs bis zu Beginn der Herbstferien abgeschlossen sein. „Dabei wird zugleich das Kabel für die öffentliche Beleuchtung erneuert“, so der Bürgermeister. Darüber hinaus würden im Ort weitere barrierefreie Übergänge geschaffen. Mit dem Ankauf des Grundstücks am Andelweg habe die Gemeinde zudem die Grundlage geschaffen, dort perspektivisch einen größeren Parkplatz anlegen zu können. Szlezak: „Unser Ziel ist es, langfristig Verkehr aus dem Ortszentrum herauszunehmen und Horumersiel verkehrsfreundlicher zu gestalten.“ 

Ein weiterer Schwerpunkt sei der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen im Gemeindegebiet. Erfreulich dabei sei eine Förderung in Höhe von 87,5 Prozent der Kosten. In diesem Jahr sollen sieben, im kommenden Jahr weitere sieben Haltestellen umgebaut werden.

Anliegerversammlung in Hooksiel

Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Tettens-Ost soll 2027 der Westrumer Weg auf rund 2,5 Kilometern ausgebaut werden. Auch der Umbaum und die Sanierung des Dorfgemeinschaftshaus Wiarden habe begonnen. Als „wichtiges Zukunftsprojekt“ bezeichnet Szlezak den Neubau der Grundschule in Hohenkirchen, für den die Planungen auf Hochtouren laufen.

Wichtig sei auch das Thema Entwässerung. Gemeinsam mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) arbeite man am Generalentwässerungsplan. Dabei liege ein Schwerpunkt auf Hooksiel. „Für den Bereich der Viethstraße ist im Oktober eine Anliegerversammlung vorgesehen“, kündigte Szlezak an. Zudem finden Mengenmessungen im gesamten Wangerland statt. Damit werde eine belastbare Datengrundlage geschaffen, um die Entwässerungssituation systematisch betrachten zu können und daraus die notwendigen Maßnahmen für die kommenden Jahre abzuleiten.

Planung für Strandsanierung läuft

Beim Projekt zur Neugestaltung des Strandes in Hooksiel habe die Gemeinde die Ausschreibung der Planungsleistungen vorbereitet. Bevor das weitere Verfahren beginnen könne, müssten aber die Voten des Kreistages Friesland und des Rates der Stadt Wilhelmshaven abgewartet werden, die entscheidend für die Finanzierung des Projektes aus dem „Kohlestrukturfonds“ sind.

Trotz des Thalasso-Desasters und der Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) gebe es im Tourismus durchaus auch Entwicklungen, die Mut machen. Als Beispiele nannte der Bürgermeister die privaten Investitionen in eine Adventure-Golf-Anlage am Wasserskilift in Hooksiel und in den Campingplatz Hooksiel, durch den privaten Betreiber Überland Camping.

Unternehmen investieren

Das zeigte, so Szlezak. „Das Wangerland bleibt eine attraktive und nachgefragte Tourismusdestination. Unternehmerinnen und Unternehmer sind bereit, hier zu investieren, neue Angebote zu schaffen und an die Zukunft unseres Tourismusstandortes zu glauben.“ Der Bürgermeister zeigte sich überzeugt davon, dass die Gemeinde die Chance habe, aus der aktuellen Situation gestärkt hervorzugehen.

Insgesamt gesehen, stehe das Wangerland nicht schlecht da, so der Bürgermeister: „Wir haben engagierte Menschen, starke Vereine und Feuerwehren, lebendige Dorfgemeinschaften, eine leistungsfähige Verwaltung, gute Kindertagesstätten und Schulen, eine einzigartige Landschaft und einen starken Tourismusstandort. Darauf dürfen wir durchaus stolz sein.“

DUH kritisiert Einleitung weiterer Chlor-Biozide in die Jade

Wilhelmshaven/Hooksiel (17. 9. 2026) – Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die geplante Einleitung von mit Chlor-Bioziden behandeltem Prozesswasser des LNG-Terminalschiffs „Excelsior“ in die Jade vorläufig zugelassen. Der Umweltschutzverband hält das für gefährlich und fahrlässig.

Das LNG-Terminalschiff „Excelsior“ setzt jetzt ebenso wie die „Höegh Esperanza“ auf Elektrochlorierung. Das zunächst für die Reiniung des schiffsinneren Rohrleitungssystems vorgesehene Ultraschall-Verfahren hatte sich aus Sicht der Betreiber nicht bewährt. Foto: DET

Die bundeseigene „Deutsche Energy Terminal“ (DET) hatte für die „Exelsior“ den Betrieb einer  Elektrochlorierungs-Anlage an Bord des Regasifizierungsschiffes beantragt, da sich das ursprünglich vorgesehene, von Umweltverbänden favorisierte Ultraschall-Verfahren beim Schutz des schiffsinternen Rohrleitungssystems vor Algen, Muschel und andere organischen Substanzen nicht bewährt habe. Das benachbarte LNG-Terminal „Höegh Esperanza“, das an der Hafeneinfahrt zu Hooksiel liegt, arbeitet ebenfalls mit der Elektrochlorierung, die als „Stand der Technik“ gilt.

Die Terminals nutzen Seewasser, um das tiefgekühlte Erdgas (LNG) an Bord zu erwärmen und in einen gasförmigen Zustand umzuwandeln. Bei der Elektrochlorierung wird aus dem Meerwasser gewonnenes Chlor genutzt, um die Rohrleitungen frei zu halten. Mit dem Abwasser gelangen Chlor-Biozide ins Wasser. 

„Wir halten Biozid-Einleitungen durch die LNG-Terminals in Wilhelmshaven für gefährlich und die bereits erteilte vorläufige Zulassung durch die Genehmigungsbehörde für fahrlässig“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. „Laut den Genehmigungsunterlagen sollen künftig zusätzlich rund 170 Millionen Kubikmeter behandeltes Prozesswasser pro Jahr aus dem Betrieb der ‚Excelsior‘ in die Innenjade eingeleitet werden.“

Es sei die Pflicht der Behörden, empfindliche Gewässer zu schützen und dafür zusätzliche Schadstoffeinträge zu reduzieren. Kraenner: „Wir fordern den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz auf, den Schutz der Natur zu priorisieren, Schäden am Weltnaturerbe zu verhindern und den Zulassungsantrag für Biozid abzulehnen.“

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Selbsthilfe mit Herz, Verstand und ganz viel Freunde

Wangerland/Jever (17. 9. 2026) – Es gibt viele Lebenssituationen, in denen Menschen andere Menschen besonders dringend brauchen. Als Helfer, Tröster oder ganz einfach als Gesprächspartner. Gerade in solchen Situationen können Selbsthilfegruppen sehr hilfreich sein, weiß Anne Philipp. Die Wangerländerin, die ihren von einem Schlaganfall betroffenen Mann bis zu dessen Tod begleitet und betreut hat, ist Gründerin und Gruppensprecherin der Herz- und Hirninfarkt Selbsthilfegruppe.

Anne Philipp aus Westrum managt seit Oktober 2023 die Selbsthilfegruppe Herz- und Hininfarkt, in der sich Betroffene und deren Angehörige regelmäßig austauschen. Foto: hol

Die im Oktober 2023 gegründete Gruppe versteht sich als Ansprechpartnerin für Betroffene und deren Angehörige im gesamten Jeverland – und somit auch für das Wangerland samt Hooksiel. Die um die 20 Mitglieder starke Gemeinschaft trifft sich jeden ersten und jeden dritten Dienstag im Monat, jeweils von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr, in den Räume des „Paritätischen“ in der Mühlenstraße 20 in Jever. „Mal laden wir uns einen Referenten ein. Mal besuchen wir ein Unternehmen, machen einen Ausflug oder wir plaudern nur so miteinander“, beschreibt Anne Philipp das lockere Miteinander. 

Führung durchs Schloss

Die nächste Veranstaltung ist am Dienstag, 17. November, um 13.30 Uhr in Jever. Geplant ist eine Führung mit einem Vortrag durch das Schlossmuseum Jever. Gern erinnert sich Anne Philipp an eine Großveranstaltung mit dem Titel „Das begehbare Herz“ im August 2024. Schirmherrin war seinerzeit die Bundestagsabgeordnete Anne Janssen, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Die Fachvorträge hielt Dr. med. Claus Lüers, Chefarzt der Kardiologie  und Internistischen Intensivmedizin im NWK Sanderbusch. 

Viele Menschen, die einen Hirn- oder Herzinfarkt erlitten haben, würden sich völlig zurückziehen, schildert Anne Philipp. Die Isolation führe zu Depressionen. Bei den völlig unverbindlichen Gruppentreffen gehe es um das gegenseitige Zuhören, darum, Hoffnung zu machen, aber auch um Erfahrungsberichte oder Tipps zu Hilfestellung. „Aber wir haben auch viel Spaß miteinander.“

Engagement im Beirat

Die Selbsthilfegruppe ist Mitglied etwa in der Herzstiftung, der Hirnstiftung und der Deutschen Stiftung Schlaganfall-Hilfe. Als langjährige Sekretärin eines Verlagshauses habe sie einfach Freude am Organisieren und am Umgang mit Menschen, sagt Anne Philipp. Neben der Selbsthilfegruppe engagiert sie sich auch noch im „Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung“ des Landkreises Friesland, in den sie gerade für fünf Jahre gewählt wurde. Zudem arbeitet sie in der Freiwilligenagentur des Paritätischen in Jever, wo sie für die ehrenamtlichen Mitarbeiter zuständig ist.

Weitere Informationen zur Selbsthilfegruppe finden sich auf der Internetseite  www.wege-finden.org . Telefonisch ist Anne Philipp unter 04461-9847755 (AB) zu erreichen.

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Kreistag: Wiesner möchte Sprecher der SPD-Fraktion bleiben

Wangerland/Friesland (16. 9. 2026) – Nach seinem erfolgreichen Abschneiden bei der Kreistagswahl will Jannes Wiesner Vorsitzender der SPD-Fraktion im friesländischen Kreistag bleiben. Wie der Wangerländer heute ankündigte, werde er am Donnerstag auf der konstituierenden Sitzung der Fraktion erneut für den Posten kandidieren.

„Das starke Ergebnis für unsere Fraktion und mein persönliches Wahlergebnis verstehe ich als deutlichen Zuspruch für unsere Arbeit der vergangenen Jahre“, so Wiesner (Foto) in einer Mitteilung. 

Die SPD Friesland war bei der Kreistagswahl mit über 30 Prozent stärkste Kraft geblieben. Wiesner selbst erhielt persönlich mehr als 2400 Stimmen. Für Wiesner, der auch in den Rat der Gemeinde Wangerland gewählt wurde, sind die Ziele seiner Kreispolitik klar abgesteckt. „Wir wollen Friesland zukunftsfest machen. Mit Schulen, die unsere Kinder bestmöglich fördern, mit einer Infrastruktur, die mithält und mit Rahmenbedingungen, die unseren Betrieben Wachstum ermöglichen.“

Bei der Kreistagswahl ist die SPD auf 31,9 Prozent gekommen. Damit besetzt sie 15 der 46 Sitze (plus Landrat). Die weiteren Parteien kamen auf CDU (19,9 %/ 9 Sitze), AfD (16,6 %/8), Grüne (11,0 %/5), Zukunft Varel (7,0 %/3), Linke (4,5 %/2), FDP (3,5 %/2), Freie Wähler (1,5 %/1) und Die Partei (1,4 %/1).

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Gemeinde bedankt sich für ehrenamtliches Engagement

Wangerland (16. 9. 2026) – Mit dem Ende der aktuellen Wahlperiode verlassen 14 Ratsmitglieder des Rates der Gemeinde Wangerland. Einige von ihnen haben sich nicht erneut zur Wahl gestellt, andere werden dem neuen Rat aufgrund des Wahlergebnisses nicht mehr angehören. Im Namen der Gemeinde verabschiedete Bürgermeister Mario Szlezak die Kommunalpolitiker und danke ihnen für ihr ehrenamtliches Engagement.

Bürgermeister Mario Szlezak (links) verabschiedete in der letzten Ratssitzung der Wahlperiode eine Reihe langjähriger Kommunalpolitiker, die im nächsten Rat nicht mehr mitwirken werden. Von links: Immo Müller (UWW), Marianne Kaiser-Fuchs (SPD), Horst David (BfB), Beate Wedermann (CDU), Dirk Bremers, Angelika Kirschner (beide Grüne) Wieland Rosenboom, Carsten Ihnken (beide Pro Wangerland) und Johann Wilhelm Peters (SPD).  Nicht auf dem Foto sind Ina Christine Janssen, Viola Sambale, Nadine Kirschner, 
Wolfram Sandmeier (alle SPD) und Tom-Oliver Thomssen (CDU). Foto: Gemeinde

Die Dauer der Ratszugehörigkeit der Verabschiedeten reicht von eineinhalb Jahren bis zu über drei Jahrzehnten. Eine besondere Würdigung erfuhr Johann Wilhelm Peters (SPD), der dem Rat insgesamt 32 Jahre angehörte. Davon übte er 22 Jahre lang das Amt des Ratsvorsitzenden aus. Er habe über einen außergewöhnlich langen Zeitraum hat die Arbeit des Rates begleitet, mitgestaltet und geprägt. 

Bürgermeister Szlezak würdigte die ausscheidenden Ratsmitglieder am Dienstagabend persönlich und überreichte ihnen als Zeichen des Dankes und der Anerkennung jeweils eine Ehrenurkunde sowie einen Blumenstrauß. „Kommunalpolitik lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihre Gemeinde zu übernehmen. Dafür möchten wir uns bei allen ausscheidenden Ratsmitgliedern herzlich bedanken“, so Szlezak. 

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Aktion: Müll sammeln am Strand zum Schutz der Meere

Hooksiel (16. 9. 2026) – Am Sonntag, 20. September, steht in Hooksiel der Schutz von Küste und Meer im Mittelpunkt. Im Rahmen des weltweiten „World Cleanup Days“ findet von 15 bis 17 Uhr eine gemeinsame Strandreinigung statt. 

Organisiert wird die Aktion von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) gemeinsam mit der DLRG Jugend und „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS). Gäste und Einheimische sind eingeladen, sich an der Sammelaktion zu beteiligen und damit einen Beitrag zum Schutz der Küste und des Meeres zu leisten. 

Der „World Cleanup Day“ gilt als eine der größten Bürgerbewegungen weltweit gegen Umweltverschmutzung. Millionen Menschen in zahlreichen Ländern beteiligen sich jedes Jahr an den gemeinsamen Sammelaktionen. 

Treffpunkt für die Sammelaktion in Hooksiel ist das Strandhaus 1. Für die Müllsammlung sollten eigene Handschuhe sowie eine Mülltüte oder ein Eimer mitgebracht werden. „Ein kleiner Grundbedarf steht aber auch vor Ort zu Verfügung“, so die WTG. 

Im Anschluss klingt der Nachmittag gemütlich am Strandhaus 1 aus. Bei einer Wurst und/oder einem Getränk besteht Gelegenheit zum Austuasch und zur Stärkung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

FDP: Fischer steht für einen Neuanfang im Wangerland

Wangerland (16. 9. 2026) – Die FDP Wangerland spricht sich für die Bürgermeister-Stichwahl im Wangerland am Sonntag, 27. September, für Thies Fischer (CDU) aus. „Jetzt ist die Zeit für einen Wechsel und einen neuen Aufbruch“, betonen die Liberalen in einer Pressemitteilung.

Fischer stehe für einen Neuanfang. Er habe im Wahlkampf deutlich gemacht, dass er die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde angehen, wirtschaftliche Entwicklung ermöglichen und gleichzeitig notwendige Veränderungen in Verwaltung und Politik vorantreiben wolle. Der CDU-Herausforderer hatte den ersten Wahlgang mit 42,1 Prozent der Stimmen vor Amtsinhaber Mario Szlezak (SPD) gewonnen, der auf 30,8 Prozent kam. Inzwischen haben sich die Grünen für Szlezak ausgesprochen.

Wie die FDP betont, wolle man nicht die CDU als Partei unterstützen, sondern den Kandidaten. Ratsherr Lübbo Meppen: „Ich habe Thies Fischer in den vergangenen Jahren als jemanden erlebt, der stets nah bei den Menschen ist und sich nicht davor scheut, Probleme klar anzusprechen. Genau diese Anpacker-Mentalität brauchen wir jetzt .“ Das Wangerland könnees sich nicht leisten, einfach so weiterzumachen wie bisher.

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Seeschiff kollidiert mit Mittelbrücke im Fluthafen

Wilhelmshaven (15. 9. 2026) – Am gestrigen Dienstag um 10.20 Uhr kollidierte ein noch unter der Werftflagge fahrendes Seeschiff beim Anlegemanöver im Fluthafen mit der Mittelbrücke. Bei der Kollision wurde nach Angaben der Wasserschutzpolizei (WSP) das Seeschiff und die Mittelbrücke beschädigt. Betroffen sind nach Angaben des Hafenbetreibers Niedersachsen Ports (NPorts) im wesentlichen die Verbindungselemente zwischen dem Ponton und den Dalben. „Diese müssen instand gesetzt werden.“ Aber, so NPorts, die Schwimmfähigkeit der Anlage sei nicht beeinträchtigt.

Die WSP Wilhelmshaven hat die Ermittlungen aufgenommen sowie die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) sowie die BG Verkehr – Dienststelle Schiffssicherheit – informiert. „Ein zunächst erteiltes Weiterfahrverbot für das Seeschiff konnte nach der Besichtigung wieder aufgehoben werden“, so die WSP. Das Seeschiff befinde sich schon wieder auf dem Weg in die Werft, wo der Schaden repariert werden soll. Als Unfallursache kann ein technischer Defekt ausgeschlossen werden. Weitere Befragungen des Schiffsführers stehen noch aus. Die Ermittlungen dauern an.

Die durch die Kollision entstandene Schadenshöhe an dem Seeschiff kann noch nicht beziffert werden. Ziel sei es, so NPorts, die Mittelbrücke bis Ende der Woche wieder sicher in Betrieb nehmen zu können. Die Anlage wird überwiegend von Behörden- und Einsatzschiffen genutzt.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages päzisiert.

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AfD-Kommunalpolitikerin klagt gegen ihre Kündigung

Wangerland/Wilhelmshaven (16. 9. 206) – Die Kündigung der Wangerländerin Martina Müller wird am Freitag, 2. Oktober, im Rahmen eines Gütetermins vor dem Arbeitsgericht Wilhelmshaven erörtert. Die angehende Kommunalpolitikern, die bei der Kommunalwahl einen Sitz im Wangerländer Gemeinderat und im Kreistag des Landkreises Friesland erobert hat, war von ihrer Arbeitgeberin, der mission:lebenshaus gGmbh (Bremen), fristlos gekündigt worden, weil sie sich offenkundig für die als rechtsextremistisch eingestufte AfD engagiert.

Müller hat über Jahre in einem Hospiz in Jever gearbeitet. Gegen ihre Kündigung erhob sie Klage beim Arbeitsgericht Wilhelmshaven. Sie pocht auf den Fortbestand des Arbeitsverhältnisses. 

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Polizei spielt Bingo: Gewinn besteht in mehr Sicherheit

Wilhelmshaven/Friesland (15. 9. 2026) – Trickbetrüger setzen auf Angst, Zeitdruck und Überraschung. Besonders lebensältere Menschen werden immer wieder gezielt angesprochen und mit wechselnden Betrugsmaschen konfrontiert. Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland geht deshalb in der Präventionsarbeit einen neuen Weg: Betrugsprävention mit Bingo.

Beim so genannten „Beratungs-Bingo“ steht nicht der klassische Vortrag im Mittelpunkt. Stattdessen werden bekannte Betrugsmaschen spielerisch aufgegriffen. Die Teilnehmer ziehen Bingo-Kugeln (Foto), in denen sich Begriffe, konkrete Alltagssituationen oder Aussagen befinden.

Dazu gehören beispielsweise Schockanrufe, der Enkeltrick, falsche Polizei- oder Bankmitarbeiter, Gewinnversprechen, Messenger-Betrug oder falsche Handwerker an der Haustür. So kann etwa die Situation gezogen werden: „Ich bekomme einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten, der mein Geld sichern möchte.“ Gemeinsam wird anschließend besprochen: Kenne ich diese Situation? Woran erkenne ich den Betrug? Wie sollte ich reagieren?

Spielerische Prävention

„Klassische Informationsveranstaltungen erreichen nicht immer die Menschen, die besonders von Trickbetrug betroffen sein können“, erklärt Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. „Der spielerische Ansatz senkt die Hemmschwelle. Die Teilnehmenden machen aktiv mit, bringen eigene Erfahrungen ein und lernen auch voneinander.“

Dabei werden entscheidende Verhaltensregeln immer wieder aufgegriffen: Ruhe bewahren, sich nicht unter Druck setzen lassen, keine persönlichen Daten, PINs, TANs oder Passwörter herausgeben und niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen übergeben. Die Polizei fordert weder Bargeld noch Schmuck zur vermeintlichen „Sicherung“.

Tipps zum richtigen Verhalten

Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch beendet und die betreffende Person, Bank oder Behörde anschließend selbst über eine bekannte Telefonnummer kontaktiert werden. „Beim Bingo geht es ausdrücklich nicht um einen materiellen Gewinn, sondern um einen anderen Gewinn: Sicherheit“, so Reents.

Das erste „Beratungs-Bingo“ mit fast 30 Teilnehmern fand bereits beim Bauverein Rüstringen in Wilhelmshaven statt. Die Spielmaterialien wurden durch den Verein zur Förderung kommunaler Prävention in Wilhelmshaven e.V. (VKP) finanziert. Der Bauverein stellte die Bingo-Gewinne zur Verfügung.

Der nächste Termin steht bereits fest: Am Freitag, 2. Oktober, heißt es im Mehrgenerationenhaus Bant wieder: „Bingo!“Vereine, Verbände und andere Institutionen können das Beratungsbingo für eigene Veranstaltungen anfragen. Interessierte können sich an Katja Reents unter 04421 942-108 oder per E-Mail an praevention@pi-whv.polizei.niedersachsen.de wenden.