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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Neue Angebote: Sauna und Arbeiten direkt am Wasser

Hooksiel/Schillig (2. 7. 2026) – An der Marina Hooksiel lädt der „Green Tiny Sauna Space“ ab sofort zu einer besonderen Auszeit direkt am Wasser ein. „Die autarke Sauna verbindet nachhaltiges Wellness-Erlebnis mit maritimem Ambiente“, verspricht die Wangerland Touristik GmbH (WTG). „Mit diesen Konzepten möchten wir sowohl Erholungssuchende als auch moderne, ortsunabhängige Berufstätige ansprechen und das touristische Angebot in der Region weiter bereichern“, so Eske Gobes vom WTG-Marketing.

Die neue Sauna in unmittelbarer Nähe der Marina der Wangerland Touristik im Hooksieler Freizeitgelände. Foto: WTG

Beheizt wird die von bis zu vier Personen gleichzeitig nutzbare Sauna mit einem skandinavischen Holzofen, der eine sanfte Slow-Sauna ebenso ermögliche wie klassisch-finnische Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius. Je nach Holzmenge lasse sich die Wärme individuell regulieren. „Das Knistern des Feuers und der Blick auf die Marina sorgen für eine entspannte, naturnahe Atmosphäre“, verspricht die WTG. 

Im Buchungspreis von 39 Euro sind acht bis zehn Holzscheite für den ersten Saunagang enthalten. Zusätzliches Holz sowie Saunatücher können bei Bedarf hinzugebucht werden. Parkmöglichkeiten und ein Sanitärgebäude befinden sich in unmittelbarer Nähe an der Marina im Freizeitgelände.

Workspace in Schillig

Mit der Aussicht auf „Arbeiten mit freiem Blick auf die Nordsee“ wirbt ein weiteres neues Angebot in Schillig. Dort ist ab sofort ein „Green Tiny Work Space“ buchbar. Gemeinsam mit der Firma „Green Tiny Management“ sei es gelungen, einen inspirierenden Arbeitsplatz an der Küste für mobiles Arbeiten und kreative Auszeiten zu schaffen.

Mit dem neuen Angebot greife das Wangerland den wachsenden Trend zum ortsunabhängigen Arbeiten auf, so die WTG. Buchbar ist der Workspace halbtags oder ganztags. Kostenfreies WLAN, Stromanschlüsse direkt am Arbeitsplatz, ein ergonomischer Stuhl sowie Ablageflächen sorgen für eine funktionale Ausstattung. Ventilator und Heizlüfter ermöglichen eine individuelle Klimaregulierung zu jeder Jahreszeit. Ein kostenloser Parkplatz auf dem Campingplatz Schillig ist inklusive. 

Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten unter wangerland.de/entspannen/green-tiny-sauna oder unter wangerland.de/nordseeurlaub/workation 

Glosse: Vorsicht, wenn das Heilung verflucht teuer wird!

Von Gerd Abeldt

Wilhelmshaven (2. 7. 2026) – Seien Sie froh, wenn Sie kein Russisch können. Sie leben dann möglicherweise sicherer. Und das hat nichts mit neuen Einreisebestimmungen in die USA oder automatisierten Abhörmethoden des CIA zu tun.

Ohne Russisch-Kenntnisse, so die Hoffnung, geraten Sie nicht ins Visier einer vermeintlichen Wunderheilerin, die zuletzt in Wilhelmshaven ihre Dienste angeboten hat. Wie die Polizei berichtet, hat dort am vergangenen Donnerstag eine 74-jährige Seniorin die Dienste der Anfang 40-jährigen Frau mit kräftiger Statur und blonden, zusammengesteckten Haaren in Anspruch genommen. 

Gegen 10 Uhr sei die Rentnerin im Wendehammer der Otto-Meentz-Straße, Ecke Bismarckstraße, von zwei bislang unbekannten Täterinnen angesprochen worden. Eine dieser Frauen offenbarte der 74-Jährigen, dass sie verflucht sei – auf Russisch, was auch das Opfer bestens beherrscht.

Sie ahnen schon, wie die Geschichte weiter ging? Die Helferin bot ihre Dienste gegen den Fluch an. Eine zweite Frau – etwa 50, dunkelbraune Haare, ebenfalls mit akzentfreiem Russisch – kam hinzu und bestätigte die Fähigkeiten der Heilerin. Na dann …

Die 74-Jährige wurde nach Darstellung der Polizei von der vermeintlichen Heilerin über mehrere Stunden in ein Gespräch verwickelt. Dabei erklärte sie, dass sie für die Heilung neben Lebensmitteln auch das Bargeld der Verfluchten benötige.

Das eigentliche Heilungsritual wurde in der Bismarckstraße im Bereich der Bushaltestelle „Stettiner Straße“ in der Nähe eines Friseursalons vollzogen. Dabei wurde das Geld in ein Tuch gewickelt. Die Heilerin übergab das Bündel an die Seniorin, die es für eine bestimmte Zeit unter ihre Matratze legen solle, um den Fluch zu brechen.

Es kam wie es kommen musste: Die Geschädigte offenbarte sich ihren Angehörigen. Eine Nachschau ergab, dass sich in dem Beutel anstelle des Geldes lediglich Papier befand. Wie viel Geld die Seniorin für ihre „Heilung“ eingebüßt hat, berichtet die Polizei nicht.

Sie können kein Russisch? Na dann seien Sie trotzdem vorsichtig. Schon wegen der Ähnlichkeiten des Vorfalls zu den Praktiken selbst ernannter Heiler mit deutschen Wurzeln. Am Anfang steht eine Diagnose. Es folgt ein Heilungsversprechen. Dann wird es teuer. Und oft genug ist in Nachgang unklar, ob die Heilung gewirkt hat. Vielleicht, so die Hoffnung, wurde ja die 74-Jährige auch tatsächlich von ihrem Fluch befreit …

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Kandidatinnen und Kandidaten fürs Jugendparlament gesucht

Friesland/Wangerland (2. 7. 2026) – Im September finden im Landkreis Friesland die Wahlen zum Jugendparlament Friesland statt. Wie der Landkreis mitteilt, können sich noch bis Dienstag, 21. Juli, Interessierte als Kandidatin oder Kandidat bewerben. In Frage kommen alle Jugendlichen, die zwischen 13 und 21 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in einer Stadt oder Gemeinde des Landkreises Friesland gemeldet sind.

Die Bewerbungsunterlagen können unter www.friesland.de/jugendparlament abgerufen werden. Jeder Kandidat benötigt mindestens 15 Unterstützungsunterschriften und eine Einverständniserklärung, „Mit dem Jugendparlament können Jugendliche ihre Ideen für den Landkreis einbringen, Projekte umsetzen und neue Kontakte knüpfen“, sagt Antonia Herzog vom Landkreis.

Das 25-köpfige Jugendparlament Friesland (JuPa) gibt es seit 2017. Alle zwei Jahre wird eine neue Zusammensetzung des Gremiums gewählt, dieses Jahr zum fünften Mal. Gewählt wird zwischen Montag, 7. September, ab 8 Uhr, und Freitag 18. September 2026, bis 18 Uhr. Die Wahl findet als Onlinewahl statt. Dazu erhält jede wahlberechtigte Person im Vorfeld Zugangsdaten für den einmaligen Zugriff zum Zweck der Wahl. Es können bis zu drei Stimmen vergeben werden, allerdings je Kandidatin oder Kandidat nur eine Stimme. Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen von 12 bis 21 Jahre. Alle Wahlberechtigten erhalten per Post individuelle Zugangsdaten für die Onlinewahl.

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Gemeinde stellt Weichen für Verkehrsberuhigung in Horumersiel

Wangerland (1. 7. 2026) – Die Rundinsel im Wangermeer in Hohenkirchen ist verkauft. Nach einem entsprechenden Grundsatzbeschluss im September vergangenen Jahres hat der Rat der Gemeinde Wangerland am Dienstag in nicht-öffentlicher Sitzung dem Verkauf des Einlands in dem künstlich geschaffenen See an die Abenteuer Insel GmbH des Unternehmers Dirk Boll zugestimmt.

Die Rundinsel im Wangermeer soll zu einer Abenteuer-Ladnschft entwickelt werden. Archiv-Foto: hol

Boll ist im Wangerland als einer der führenden Köpfe des „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen bekannt. Seine Projektidee, die Insel zu einer nicht intensiv bebauten Abenteuer-Landschaft zu entwickeln, hatte die Ratsmehrheit überzeugt. Kritik gab es am Finanzierungsmodell. Das Angebot von Boll lag deutlich unter dem eines Mitbewerbers, der eine massive Bebauung der Insel geplant hatte. Zudem war zunächst eine Zahlung des Kaufpreise in etlichen Raten vorgesehen.

4,1 Mio. Euro für die Rundinsel

Die Nachverhandlungen zogen sich über Monate hin. „Im Ergebnis konnten wesentliche Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Vertragsentwurf erzielt werden, so dass der Rat dem Kaufvertrag mit großer Mehrheit zugestimmt hat“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde. Der Kaufpreis für die Rundinsel beträgt 4,1 Millionen Euro. Das entspreche einem aktuellen Wertgutachten. Im September hatte Boll noch 4.2 Millionen Euro geboten, sein Konkurrent gar 6 Millionen Euro.

Als „besonders erfreulich“ bewertet es die Gemeinde, dass die ursprünglich vorgesehene Ratenzahlung grundlegend überarbeitet worden sei. Der Zahlung soll jetzt in nur zwei Schritten erfolgen: „Mit dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes wird eine erste Rate in Höhe von 250.000 Euro fällig“, so die Gemeinde. „Die verbleibende Kaufpreissumme in Höhe von 3,85 Millionen Euro wird mit Eintritt der Rechtskraft des Bebauungsplanes gezahlt.“ Dadurch erhalte die Gemeinde das Geld deutlich früher als ursprünglich vorgesehen. Das komme dem Eigenbetrieb Wangermeer der Gemeinde zugute. 

Ergänzung zum „Wangerland Resort“

Die Abenteuerinsel GmbH will die Insel zu einer Erlebnis- und Abenteuerinsel entwickeln. Das Vorhaben soll die touristische Entwicklung des Standortes nachhaltig stärken und das Angebot des „Wangerland Resorts“ ergänzen. Vor Baubeginn muss jetzt allerdings die Bauleitplanung durch die Gremien der Gemeinde erfolgen.

In einer weiteren Entscheidung hat der Rat den Kauf einer rund zwei Hektar großen Fläche am Andelweg am Rand von Horumersiel beschlossen. Damit haben man einen wichtigen Meilenstein für die zukünftige Entwicklung Horumersiels gesetzt, heißt es von Seiten der Gemeinde. Die Fläche soll eine Neuordnung der Verkehrssituation und die städtebauliche Weiterentwicklung des Ortskerns ermöglichen.

Parkplatz am Rand von Horumersiel

„Ziel ist es, den ruhenden und fließenden Verkehr künftig stärker an den Ortsrand zu verlagern“, so die Gemeinde. Auf der erworbenen Fläche sollen zusätzliche Parkmöglichkeiten sowie ein Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) entstehen. Dadurch können Besucherinnen und Besucher den Ortskern bequem zu Fuß erreichen, während das Verkehrsaufkommen im Zentrum deutlich reduziert werden könne. 

„Mit dieser Entscheidung schaffen wir die Grundlage, Horumersiel in den kommenden Jahren nachhaltig weiterzuentwickeln. Weniger Verkehr im Ortskern bedeutet mehr Aufenthaltsqualität für Gäste und Einheimische gleichermaßen“, so Bürgermeister Mario Szlezak. Durch die Verlagerung der Parkflächen eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für die Gestaltung des heutigen Großparkplatzes im Ortszentrum. Dieser Bereich biete erhebliches Potenzial den Ortskern attraktiver zu gestalten, Freiräume neu zu ordnen und die Aufenthaltsqualität weiter zu steigern. 

Ein weiterer Baustein dieser Entwicklung werde schon nach den Sommerferien gesetzt. Dann soll die Sanierung des Fuß- und Radweges entlang des Horumer Tiefs beginnen. Die Wegeverbindung zwischen dem zukünftigen Parkplatzbereich und der Ortsmitte werde als attraktive und sichere Verbindung ins Zentrum gestaltet. 

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Wangerland streicht die Standgebühren für Wochenmärkte

Wangerland (1. 7. 2026) – Die Marktbeschicker dürfen sich freuen. Der Rat der Gemeinde Wangerland hat am Dienstagabend beschlossen, die Standgebühren auf Wochenmärkten abzuschaffen. Die entsprechende Satzung wurde einvernehmlich aufgehoben.

Wochenmarkt Hooksiel
Der Hooksieler Marktvogt Jens Dekana (links) braucht künftig keine Standgebühren mehr von den Marktbeschickern kassieren. Archiv-Foto: hol

Die Politik folgte mit dem Beschluss einem Vorschlag der Gemeindeverwaltung. Ziel ist es dabei, die Wochenmärkte für die Marktbeschicker und damit letztlich auch für die Kunden – Einheimische wie Urlauber – attraktiver zu machen.

Märkte sollen attraktiver werden

Aktuell gibt es regelmäßig Wochenmärkte in Hooksiel, Horumersiel und Hohenkirchen. Bislang mussten die Beschicke eine Standgebühr von 1,20 Euro je laufenden Meter für ihre Verkaufsstände, mindestens aber 6 Euro, zahlen. In der Summe beliefen sich die Einnahmen bei der Gemeinde im Jahr auf rund 4000 Euro.

Die Verwaltung hatte argumentiert, dass der Einnahmeausfall verkraftbar sei, da ja auch der Aufwand vom Einkassieren bis zum Verbuchen des Geldes entfalle. Die Marktvögte, die die Märkte betreuen, sollen auf auch weiterhin als Ansprechpartner vor Ort bleiben, beteuerte Markus Gellert aus der Verwaltung.

Die Empfehlung aus dem Landwirtschafts-Ausschuss, wonach die Marktbeschicker künftig zumindest noch eine Pauschale für ihren Stromverbrauch vor Ort zahlen sollten, hatte im Vorfeld der Ratssitzung bereits der Verwaltungsausschuss einvernehmlich verworfen. Der Verbrauch sei so gering, dass die Kosten dafür vernachlässigenswert seien.

Baurecht für Supermarkt

In zwei weiteren Beschlüssen befasste sich der Rat mit der Bauleitplanung. Zum einen wurden Bebauungspläne an der Hooksieler Bäderstraße so geändert, dass der dortige Supermarkt um acht Meter verlängert werden darf. Zum anderen verabschiedete der Rat einvernehmlich die nicht unumstrittene Änderung von Flächenutzngs- und Bebauungsplan für den Bereich „Horumersiel Zentrum“ (Goldstraße, Pommernweg, Am Tief). Hier ging es vor allem darum, im Rahmen der Gemeindeentwickluungsplanung den über Jahrzehnte entstandenen Wildwuchs an Ferien- und Zweitwohnungen zu ordnen und das Dauerwohnen zu sichern.

Weniger Ferienwohnungen

Ziel sei es gewesen, so Bürgermeister Mario Szlezak, den aktuellen Bestand zu legalisieren. „Aber wir konnten nicht alle retten.“ Ratsherr Carsten Ihnken hatte auf gefühlte Ungerechtigkeiten hingewiesen. Im Pommernweg etwa, eine Wohnstraße, seien von 16 Häusern nur drei Dauerwohnungen. Zudem sei die Zahl der künftig zulässigen Ferienwohnungen je Grundstücken stark.

SPD-Fraktionssprecher Holger Ulfers hielt dem entgegen, dass es zu den Kernaufgaben eines Gemeinderates gehöre, negative Entwicklungen in einem Ort zu erkennen und diese möglichst umzukehren. Wie die Verwaltung ergänzte, gelte für derzeit genehmigte Zweit- und Ferienwohnungen Bestandsschutz. Die neuen Regelungen würden erst bei Umbauten oder dem Verkauf der Immobilien greifen.

Rat gibt Startschuss für finale Planung der Strandsicherung

Hooksiel (1. 7. 2026) – Der Rat der Gemeinde Wangerland steht einmütig hinter dem Projekt „Strandumbau“ Hooksiel. Einstimmig fassten die Ratsmitglieder am Dienstag Abend den Grundsatzbeschluss für das auf 16 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt zur Sicherung des Hooksieler Badestrandes.

Der Hooksieler Badestrand soll durch ein Deckwerk gesichert werden. Foto: hol

Der Beschluss hat zwei konkrete Folgen. Zum einen kann jetzt das Planfeststellungsverfahren beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) anlaufen, in dem Bürger und Behörden aller Art ihre Vorbehalte gegen das Projekt vorbringen können. Zum anderem eröffnet der Beschluss die Aussicht auf Fördergelder aus dem so genannten „Kohlestrukturfonds“, mit dem der Bund die wirtschaftlichen Nachteils in Folge des Ausstieges aus der Kohleverstromung für die Region ausgleichen will. In Aussicht gestellt ist eine Übernahme von 90 Prozent der Kosten. Das zuständige Vergabegremium tagt im September.

Wangerland setzt auf Fördermittel

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das nach Einschätzung von Ratsherr Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland) mindestens ein Jahr lang dauern dürfte, müssen weitere Modelle und Studien zu möglichen Auswirkungen des Projektes auf Natur und Umwelt erstellt werden. Der Rat gab dafür bis zu 500.000 Euro frei, die aber auch durch Fördermittel abgedeckt werden, wenn das Projekt am Ende genehmig wird. Falls nicht, könnte die Gemeinde auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben.

Das „finanzielle Restrisiko“ habe in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GfW) Bauchschmerzen ausgelöst, sagte Gruppensprecherin Alice Brandenburg-Bienek (CDU). Dennoch stehe man zu dem Projekt, auch weil bereits in eine Machbarkeitsstudie Geld geflossen sei. Holger Ulfers (SPD) bekundete für seine Fraktion volle Zustimmung, „ohne jegliche Bauchschmerzen“. Ausdrücklich dankte er Schäfermeier, der das Vorhaben seit 2022 maßgeblich vorangetrieben habe. Für ihn, so Ulfers, sei der Umbau des Badestrandes nicht nur von touristische Bedeutung. Die Sicherung des Standkörpers im Umfeld des Strandhauses 1 verbessere auch den Küstenschutz für Hooksiel.

Massives Bauwerk soll Sand sichern

Schäfermeier hatte vor der Abstimmung noch einmal die Eckpunkte des Strandumbaus umrissen. Vom Strandhaus 1 würde in einem Bogen ein 650 Meter langes Deckwerk aus Schüttsteinen und Beton gebaut. Der 3,70 Meter Damm, der den Strand 30 bis 50 Jahre sichern soll, sei vergleichbar mit der aktuell laufenden Sicherung des Deichfußes zwischen dem LNG-Terminal und dem Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven.

Die Fläche zwischen dem mit einer Deckwerk und dem Deich werde mit 250.000 Kubikmeer Sand auf Höhe des Deichsicherungsweges aufgefüllt. In der Beschlussvorlage war noch von 100.000 Kubikmetern die Rede. Auf dem Sand entstehen Flächen für Gastronomie und Erholung sowie für Sport und Freizeit.

Der Strandzugang werde barrierefrei möglich sein. Dafür werde ein Weg vom Parkplatz am Außenhafen bis zum Strandhaus 1 gebaut. Im Deckwerk sind entsprechende Durchlässe vorgesehen. Ein ursprünglich vom Strandhaus 3 durch den naturbelassenen Strandbereich bis zum Standhaus 1 geplanten Holzsteg werde verkürzt, das Holz durch Kunststoff-Bohlen ersetzt. Dadurch sollen Kosten und Unterhaltungsaufwand deutlich verringert werden.

Wichtig für die Sicherung des Sandes am Badestrand sind nach den Worten von Schäfermeister Anfang der 1990er Jahre angelegte Buhnen. Die vier ins Watt ragenden Bauwerke sollen um zwei ergänzt und möglicherweise etwas verlängert werden. Schäfermeier zeigte sich zuversichtlich, dass die Mittel aus dem Kohlestrukturfonds bewilligt werde. Das Projekt habe regional Bedeutung und sei auch für Wilhelmshaven wichtig.

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Hilferuf der Wangerländer Fischer: Vorschlag kommt Berufsverbot gleich

Wangerland/Hannover (1. 7. 2026) – Das niedersächsische Umwelt- sowie das Landwirtschaftsministerium haben heute ihren Vorschlag für fischereifreie Zonen im küstennahen Gebiet vorgelegt. Die Karte mit den Gebietsvorschlägen soll mit Verbänden und Organisationen des „Fischereidialogs“ am 21. Juli erörtert werden und die Grundlage für den Abschluss des „Niedersächsischen Fischereidialog“ bilden, heißt es in einer Mitteilung aus Hannover.

Der Vorschlag für den „Fischereidialog“: In den dunkelgelb unterlegten Flächen etwa vor dem Wangerland und im Jadebusen soll künftig die Küstenfischerei verboten werden.

Die Wangerländer Fischer reagierten auf den Vorschlag mit einem „Hilferuf“. In einem heute veröffentlichen „Offenen Brief“ stellen Nils Schröder („Trotz“/Hooksiel), Klaas Peters („Aggi“/Hooksiel) und Sven Kaiser („Odin“ und „Achat“/Hooksiel und Horumersiel) fest, dass der Vorschlag ihre wirtschaftliche Existenz und das maritime Erbe der Region unmittelbar bedrohe.

Karte als finalen Vorschlag vorgelegt

In einer von den Ministerien vorgelegten Karte werden Gebiete ausgewiesen, in denen in nach den Vorgaben der EU-Biodiversitätsstrategie in Zukunft die Krabbenfischerin verboten werden soll. Insgesamt sollen danach zehn Prozent des niedersächsischen Küstemeeres nicht mehr befischt werden.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne) sieht in dem vorliegenden Flächenkonzept „einen ausgewogener Vorschlag, der auch die Interessen der Küstenfischerei und Küstenkommunen maßgeblich berücksichtigt“. Kutter gehörten zu Niedersachsen und das solle auch so bleiben. Dazu sollen Strukturanpassungen beitragen, zu denen auch Fördermöglichkeiten für Betreibe gehören, die ihre Fangtätigkeit einstellen. 

Ausgewogener Vorschlag?

 „Wir wollen einen Ausgleich zwischen Meeresnaturschutz und eine dauerhaft nachhaltige Perspektive der Krabben- und Muschelfischerei im Nationalpark Wattenmeer und dem Naturschutzgebiet Borkum Riff“, so Umweltminister Christian Meyer (Grüne). Die Gebietsauswahl sei so getroffen worden, dass eine Umsetzung der fischereifreien strengen Schutzgebiete weder die Existenz einzelner Betriebe noch der Hafenstandorte in Frage stelle.

Hooksieler Fischer
Für die Wangerländer Fischereibetriebe könnte die Ausweisung von fischereifreien Zonen direkt vor den Häfen Hooksiel und Horumersiel zum wirschaftlichen Aus führen. Auf dem Archiv-Bild (von links): Jörg Peters, Sven Kaiser, Nils Schröder und Sebastian Dreyer. Foto: hol

Das sehen die Wangerländer Fischer ganz anders. Während in einer ersten Präsentationen des Fischereidialogs Suchgebiete für fischereifreie Zonen vorgestellt worden seien, die für die hiesigen Betriebe zwar Einschnitte bedeutet hätten, aber unter Schmerzen tragbar erschienen, ziehe die nun vorliegende finale Fassung ihnen „sprichwörtlich den Boden unter den Füßen weg“.

Sperrgebiet direkt vor dem Wangerland

Das geplante Sperrgebiet umfasse in der finalen Fassung das komplette Fanggebiet direkt vor den hiesigen Häfen Hooksiel und Horumersiel bis hin zur Insel Minsener Oog. Schröder, Peters und Kaiser empfinden die Auswahl als ungerecht. „Auffällig ist, dass an keiner anderen Stelle der niedersächsischen Küste Häfen und die direkt vorgelagerten, küstennahen Fanggebiete derart radikal gesperrt werden. Es trifft im gesamten Untersuchungsraum exklusiv und gezielt die Fanggebiete der Wangerländer Kutter. Während andere Regionen ihre küstennahen Korridore behalten, wird uns jegliche Lebensgrundlage entzogen.“

Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, käme das einem „Berufsverbot“ gleich. „Unsere kleinen, traditionsreichen Kutter sind nicht für die Hochseefischerei gebaut; wir sind auf die küstennahenFanggründe angewiesen. Fällt dieses Gebiet weg, sind unsere Betriebe am Ende.“

Fischer keine Naturzerstörer

Die radikalen Sperrungen seien weder verhältnismäßig noch ergäben sie einen ökologischen Sinn. „Alle unsere Betriebe arbeiten streng nachhaltig und richten sich nach den anspruchsvollen Statuten des MSC-Siegels (Marine Stewardship Council). Wir fischen ausschließlich mit leichten Netzen, wie sie für die traditionelle Krabben- und Küstenfischerei in unserer Region typisch sind. Der Meeresboden wird hierdurch nachweislich geschont“, betonen die Wangerländer Fischer.

Durch den konsequenten Einsatz moderner Selektivnetze werde schon jetzt unerwünschter Beifang auf ein Minimum reduziert und effektiv vermieden. „Wir Fischer sind keine Naturzerstörer – wir leben mit und von der Natur und haben das größte Eigeninteresse an gesunden Beständen und einem intakten Ökosystem. Dass man uns nun ausgerechnet die letzten verbliebenen Gebiete nimmt, die wir seit Generationen nachhaltig bewirtschaften, ist für uns nicht nachvollziehbar und entbehrt jeder fachlichen Grundlage.“

Hilfe von Politik erhofft

Mit der Vernichtung der Betriebe würde nicht nur ein Berufsstand sterben. Es gehe auch ein Stück Identität und Kultur des Wangerlandes und des Landkreises Friesland verloren, das Touristen anziehe und die Häfen von Hooksiel und Horumersiel lebendig mache. Die Fischer fordern die politischen Vertreter des Wangerlandes und des Landkreises auf, sich für die Existenz der hiesigen Fischerbetriebe einzusetzen. 

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Nahkämpfer will Abläufe im Rathaus effizienter machen

Hooksiel (30. 6. 2026) – Man sieht ihn zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch auf einem Motorroller. Mit dabei immer ein Paket Flyer mit Informationen. Bernd Abrahams, Bürgermeisterkandidat der Wählergruppe Pro Wangerland, ist im Wahlkampfmodus. Seine Paradedisziplin: der Nahkampf.

Bernd Abrahams (links) will im zweien Anlauf den Sprung auf den Bürgermeistersessel im Wangerland schaffen. Unterstützt wird er von Dieter Schäfermeier und der Wählergemeinschaft Pro Wangerland. Foto: hol

Seit einigen Tagen zieht der 57-Jährige im gesamten Wangerland Haustür zu Haustür. „Ich möchte möglichst viele Menschen persönlich kennen lernen“, sagt Abrahams, der vermutet, dass seine Mitbewerber ihm auf großen Bühnen oder in öffentlichen Redeschlachten überlegen sein könnten. Auch deshalb hofft er, dass er bei den Haustür-Besuchen die Wähler von sich überzeugen kann.

Abrahams besucht Bürger

Seine ersten Eindrücke seien positiv, sagte Abrahams im Gespräch mit „Hooksiel-Life“. Viele Bürgerinnen und Bürger würden ihn noch aus seinem ersten Anlauf aufs Bürgermeisteramt vor fünf Jahren kennen. 2021 hatte er als unabhängiger Kandidat mehr oder weniger aus dem Stand den Sprung in die Stichwahl geschafft, in der er dann dem heutigen Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) knapp unterlag.

Allerdings: Die Vorkenntnisse der Bürger seien extrem unterschiedlich. „Die einen winken einem schon zu, wenn man kommt, und freuen sich auf ein Gespräch mit einem Kandidaten. Andere hingegen haben von der Kommunalwahl im September noch gar nichts gehört und kennen nicht mal den Namen des Bürgermeisters.“

Hauptthema: Das Thalasso-Desaster

Bei vielen von denen, die kommunalpolitisch interessiert sind, gebe es ein Hauptthema: Die Insolvenz der Wangerland Touristik GmbH (WTG). „Viele Menschen sind sauer und enttäuscht“, so der Eindruck von Abrahams, der einräumt, dass er sich ohne eigenen Zugang zu den vertraulichen Details der Affäre noch kein abschließendes Bild über Schuld und Verantwortung für den Ausverkauf bei der Tochtergesellschaft der Gemeinde habe machen können. „Ich bin nur froh, dass Pro Wangerland erst seit 2021 im Rat ist …“. Die Entscheidung für das finanziell völlig aus dem Ruder gelaufene Bauprojekt „Thalasso Meeres Spa“ war da bereits gefallen.

Für Abrahams seht fest: Schon die Strategie, die hinter dem Bau des Thalasso-Zentrums stand, nämlich das Werben um neue, wohlhabendere Zielgruppen, war ein Fehler. „Wir sollten uns bei unserer Tourismusförderung in ersten Linie auf die Menschen konzentrieren, die schon bislang zu unserem Stammpublikum gehören.“ Dafür wäre es ratsam, wenn die Gemeinde und eine auf Marketing und Veranstaltungs-Management reduzierte WTG („Mit Immobilienverwaltung sollte die lieber nichts mehr zu tun haben“) den engen Schulterschluss mit den touristischen Leistungsträgern wie Hoteliers, Vermietern und Gastronomen suchen. Ein gutes Beispiel für eine gelungene private Initiative war aus seiner Sicht die Strandparty „Wave & Sand“ am vergangenen Wochenende in Hooksiel.

Expertise im Bauingenieurwesen

Abrahams, gebürtiger Wangerländer, lebt seit der Rückkehr in die Gemeinde seit drei Jahren in Hooksiel. Der Vater von zwei erwachsenen Töchtern (24 und 27 Jahre alt) hat nach Schule, abgeschlossener landwirtschaftlicher Lehre und Bundeswehrzeit bei der Luftwaffe Bauingenieurwesen studiert. Seit 1996 habe er für verschiedene Ingenieurbüros, Baufirmen und Kommunen gearbeitet und habe dabei ausgewiesene Kenntnisse unter anderem im Bauvertrags- und Vergaberecht erworben. Heute ist er bei der niedersächsischen Hafengesellschaft NPorts beschäftigt.

Unter anderem durch seine Tätigkeit bei der Volkswagen AG habe er gelernt, Projekte sicher und im Rahmen des geplanten Budgets umzusetzen, so der Kandidat. „Das kann der Gemeinde zugute kommen. Immerhin habe wir ja noch den Bau einer Grundschule und von drei Feuerwehren vor der Brust.“

„Ein Bürgermeister muss zuhören können“

Verwaltungserfahrung habe er unter anderm durch seine siebenjährige Tätigkeit bei der Samtgemeinde Gellersen als Bauhofleiter und Hausmeister. Aber auch durch Erfahrungen aus der Stadt Lübeck und NPorts. Sein Eindruck mit Blick auf das Rathaus in Hohenkirchen: „Die Abläufe müssen effizienter werden.“ Möglicherweise könnten Entscheidungswege verkürzt, Organisationsformern verändert und die Software des interne Kommunikationssystems optimiert werden.

Ein Erfolgsrezept, das er von VW-Sanierer Jose Lopez gelernt habe: „Jeder Mitarbeiter sollte möglichst das machen, was er am liebsten macht – und dafür dann die nötigen Mittel bekommen.“ Wichtig für einen Verwaltungschef im Umgang mit den Mitarbeitern sei dabei eine Tugend, die Abrahams für sich selbst reklamiert: „Man muss zuhören können.“

Lebensqualität erhöhen

Inhaltlich ist das mit Pro Wangerland abgestimmte Wahlprogramm überschaubar. Den Tourismus maßvoll weiterentwickeln, vorhandene Fördermittel stärker nutzen, durch kleine Projekte wie etwa die Absenkung von Bordsteinen, die Sanierung von Gehwegen sowie mehr Mülleimer und zusätzliche Sitzgelegenheiten die Lebensqualität erhöhen. Neue Windparks jenseits dem Ersatz von Altanlage durch moderne Konverter (Repowering) lehnt man ab. Und: Vor der Ausweisung neuer Gewerbegebiete, sollte zunächst einmal der tatsächlich Bedarf geprüft werden.

Das gelte auch für Hooksiel. Abrahams und Pro Wangerland wollen die derzeit noch landwirtschaftlichen Flächen zwischen Bäderstraße und Altendeich bedarfsgerecht entwickeln – für Wohnzwecke, aber teilweise vielleicht auch für „stilles“ Gewerbe, sagte Pro-Wangerland-Vorsitzender Dieter Schäfermeier. Skeptisch sei man, ob sich die Markthallen-Pläne auf dem Areal des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses am Alten Hafen wirtschaftlich umsetzen lassen. Der ursprünglich geplante Hotelbau sei aber wohl ebenso schwierig.

Suche nach Maßnahmen gegen Schießlärm

Persönlich kümmert sich Abrahams seit Wochen um das Thema „Schießlärm“, der von der Wurftaubenschießanlage aus Wilhelmshaven ins Wangerland schallt und viele Bürger nervt. Einfache Lösungen werde es aber auch hier nicht geben, räumt der Bürgermeister-Kandidat ein. Rechtlich sei die Anlage aus seiner Sicht nicht anfechtbar. Einschränkungen im Schießbetrieb wolle und könne der Betreiberverein nicht hinnehmen.

Leisere Munition gebe es zwar, die sei aber auch langsamer und für Sportschützen deshalb nicht akzeptabel. Ein Erdwall? „Der schützt den Bereich unmittelbar dahinter, aber nicht Hooksiel“, ist Abrahams überzeugt. Seine letzte Hoffnung: Schalldämmende Maßnahmen. Dazu müsste aus seiner Sicht ein Schlallschutzexperte gehört werden.

Was dabei herauskommt, dürften die Bürgerinnen und Bürger für den Fall, dass Abrahams im September zum neuen Bürgermeister gewählt wird, auf jeden Fall schnell erfahren. Sein Versprechen: Die Ratsarbeit wird transparent sein. „Alles was rechtlich möglich ist, soll auch öffentlich beraten werden.“ 

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Kampfansage geben Verunglimpfungen und Hetze

Friesland/Wangerland (30. 6. 2026) – Die Grünen in Friesland stehen für Klima- und Naturschutz, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Integration. So jedenfalls geht es aus dem Wahlprogramm hervor, das die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen – nach lebhafter Diskussion – in Schortens einstimmig verabschiedet haben. 

Wahlprogramm der Grünen

Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs erinnerte an die Entstehung des Programms für die Kreiswahl am 13. September. In einem mehrmonatigen Diskussionsprozess war es unter Beteiligung von mehreren Dutzend grünen Parteimitgliedern und Funktionsträgern erarbeitet worden.

„Klimaschutz und der Erhalt der Artenvielfalt sind unsere dringendsten Aufgaben: mehr grüne Flächen und Orte, mehr Bahn, Bus und Rad und weniger Autoverkehr sowie eine sozial gerechte Energiewende. Klimaschutz betrifft fast jede kommunalpolitische Entscheidung – vom Wohnungsbau bis zur Bildungspolitik. Klimaneutralität bis 2040 ist unser Ziel“, so die Kreisvorsitzende. Aber auch die Verteidigung der Demokratie gehört zum grünen Themenspektrum. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir verteidigen Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit gegen rechte Hetze und populistische Erzählungen.“

Teilhabe statt Ausgrenzung

Die Grünen wollen Armut und Diskriminierung bekämpfen und sich gegen Antifeminismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit stark machen. „Unser Landkreis ist vielfältig und international“, so Helmerichs. „Wir setzen auf Teilhabe statt Ausgrenzung. Alle Menschen, ob zugezogen oder alteingesessen, sollen unseren Landkreis mitgestalten können – das macht eine demokratische Gemeinschaft aus.“ 

In der Präambel zum Programm sprechen sich die Grünen für  einen fairen Dialog aus. Man wolle Menschen mit Respekt begegnen, auch wenn sie andere Meinungen hätten. „Wir kritisieren Positionen, verunglimpfen aber keine Personen. Wir orientieren uns an Fakten, diskutieren ehrlich und haben keinen Platz für Fake News, Hass oder Hetze.“

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Krankenhaus: 40 Hitze-Notfälle allein am Wochenende

Sanderbusch (29. 6. 2026) – Die hohen Temperaturen am Wochenende haben sich auch auf der Interdisziplinären Notaufnahme (INA) der Friesland Kliniken bemerkbar gemacht. „Wir hatten am Sonnabend und Sonntag etwa 40 hitzebedingte Fälle zu versorgen“, sagte Dr. Henning Fründt, Chefarzt der INA am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch. Dabei waren nahezu ausschließlich Patientinnen und Patienten ab 60 Jahren und älter betroffen.

Meist Herz-Kreislauf-Probleme

Damit war laut Angaben des Krankenhauses rund ein Viertel der insgesamt rund 160 Notfälle auf die hohen Temperaturen zurückzuführen. Insbesondere Herz-Kreislauf-Probleme mussten in diesem Zusammenhang behandelt werden. „Glücklicherweise konnte allen Betroffenen geholfen werden, so dass keine lebensbedrohlichen Situationen entstanden sind“, heißt es in einer Mitteilung. 

Das zusätzliche Aufkommen habe mit dem bestehenden Personalstamm bewältigt werden können. Die Zahl sonstiger Notfälle sei dabei geringer als im Durchschnitt gewesen. Offensichtlich habe die Hitze dazu geführt, dass viele Menschen weniger aktiv gewesen sind und somit auch eine geringere Zahl akuter Verletzungen und Erkrankungen in der stationären und akuten Versorgung aufgenommen werden musste. 

Klimaveränderungen berücksichtigen

Fründt betont, dass die hitzebedingten Notfälle angesichts der Klimaveränderung eine zunehmende Herausforderung darstellen. „Wir brauchen gerade angesichts der zunehmenden Temperaturen, aber auch angesichts der insgesamt steigenden Patientenzahlen in den Notaufnahmen perspektivisch einen Ausbau der Notfallkapazitäten.“ Dies sollte in der aktuellen Diskussion um die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich stärker berücksichtigt werden. 

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