Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen
Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Seenotretter erproben neuen Boots- und Kreuzertyp

Hooksiel/Bremen (16. 1. 2026) – Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Jahr 2025 mehr als 1700 Mal im Einsatz gewesen. Wie der Jahresbericht der Hilfsorganisation ausweist, haben die Seenotretter dabei nahezu 3400 Menschen geholfen.

TV-Moderatorin Laura Wontorra ist neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter auf Nord- und Ostsee. Neben ihr Felix Reder, Vormann der DGzRS-Station List. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und
-boote – darunter der in Hooksiel beheimatete Kreuzer „Bernhard Gruben“ und das Rettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ in Horumersiel – haben bei 476 (Vorjahr: 494) Einsatzfahrten 1186 (735) Menschen geholfen. Davon wurden 33 (13) Menschen aus Seenot gerettet und 67 (89) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Literarisches Denkmal

Die Seenotretter kamen Besatzungen von Fischereifahrzeugen ebenso zu Hilfe und wie Seeleuten von Handelsschiffen oder Passagieren von Fähren und Fahrgastschiffen. Auch etliche Wassersportler konnten sich auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen.

Großartige Unterstützung haben die Seenotretter in 2025 von ihrem Botschafter Klaus-Peter Wolf erhalten. Der Autor der Ostfriesland-Krimis habe auf ungezählten Lesungen und Bühnenveranstaltungen für die DGzRS geworben. Mit seinem neuen Roman „Ostfriesenerbe“ setzt er den Seenotrettern ein literarisches Denkmal. Neue ehrenamtliche Botschafterin der Seenotretter ab 2026 ist Fernsehmoderatorin und Sportjournalistin Laura Wontorra

Spenden und Erbschaften

Die DGzRS wurde 1865 gegründet. Bereits seit 1875 wiederum gibt es die Sammelschiffchen. Die Organisation finanziert sich ausnahmslos durch Spenden. Von den Einnahmen, darunter auch eine Reihe von zweckgebundenen Erbschaften, müssen die Seenotretter unter anderem fortlaufend ältere Seenotrettungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen. 

2025 nahmen zwei neue Seenotrettungsboote in der Ostsee ihren Dienst auf. Im Bau befinde sich zudem der Prototyp eines etwa 12,75 Meter langen neuen Seenotrettungsbootes. „Er soll im Laufe dieses Jahres abgeliefert und zunächst auf vielen Stationen ,auf Herz und Nieren‘ erprobt werden“, heißt es in dem Bericht. Über seine anschließende Stationierung sei noch nicht entschieden. 

Der Bau eines neuen Seenotrettungskreuzer-Typs mit Tochterboot wiederum steht kurz vor der Auftragsvergabe. 

Am Rosenmontag: Bessensmieten durch den Ort

Hooksiel (16. 1. 2026) – Der Hooksieler Verein für Handwerk, Handel und Gewerbe (HHG) lädt für Rosenmontag wieder zu seinem traditionellen „Bessensmieten“ ein. Treffpunkt dafür ist am Montag, 16. Februar, um 13.30 Uhr auf dem Gelände der Zimmerei Langenhorst im Gewerbegebiet. 

Die Organisation liegt in Händen von Lars Reiners. Eingeladen zu dem sportlichen Rundgang durch den Ort sind alle interessierten Hooksieler. Während und nach den Anstrengungen wird man sich in der einen oder anderen Gaststätte im Ort erholen. 

Leuchtfeuer Horumersiel
– Werbeanzeige –

Shantychor „Likedeeler“: 55 Jahre maritime Musik von der Küste

Horumersiel/Hooksiel (15. 1. 2025) – Wenn der Hooksieler Rolf Matthes von den Anfängen der „Likedeeler“ erzählt, wird die raue See lebendig, über die die Männer des Shantychores in ihren Liedern häufig berichten. Mitglieder der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) wollten um 1970 das Rettungsboot eines havarierten Frachters erwerben. Das Motorboot mit dem späteren Namen „Likedeeler“ sollte auf dem Seeweg von Bremen nach Horumersiel gebracht werden. 

Das musikalische Aushängeschild des Wangerlandes: Der Shantychor „Likedeeler“ bei einem Auftritt in Hooksiel. Archiv-Foto: hol

Ein gefährliches Unterfangen. Bei hohem Wellengang und kräftigem Wind spritzte die Gischt über das offene Boot. Die völlig durchnässten Männer erreichten ihr Ziel aber sicher und wärmten sich in ihrer Stammkneipe am Hafen wieder auf. Sie beschlossen, den Kaufpreis für das Boot „lik to deelen“. Das heißt: Zu gleichen Teilen zu übernehmen. Damit war auch der Name für das Gemeinschaftsboot gefunden. 

Wurzeln in der Segelkameradschaft

„Segeln ist ja ein Sport für die schöne Jahreszeit“, schildert der langjährige Vorsitzende der „Likedeeler“, Hardwig Gerdes, im Gespräch mit „Hooksiel-life“. „Aber die Mitglieder der 1967 gegründeten Segelkameradschaft wollten auch an den Winterabenden ihr Vereinsleben pflegen. Damit sie für die Unterhaltung nicht bezahlen mussten, beschloss man, selbst zu singen.“ So riefen Segler um Ommo Siuts, Hans Luiken, Hans-Gerd Eilers und Gustav Mammen einen Shantychor ins Leben und nannten ihn ebenfalls „Likedeeler“. Die „Likedeeler“ waren der Überlieferung nach Freibeuter um den berüchtigten Kapitän Klaus Störtebeker, die ihre Beute gerecht unter sich aufteilten

Vorsitzender Hartwig Gerdes (links) erinnerte sich mit dem Hooksieler Rolf Matthes, einem Sänger der ersten Stunde, an eine Fülle von schönen Auftritten in der 55-jährigen Geschichte der „Likedeeler“. Unter anderem nahm der Shantychor auch Schallplatten auf. Foto: hol

„Charly“ Braun war der Wirt des Vereinslokals „Weiße Möwe“ und er konnte Akkordeon spielen. Er übte mit den Seglern die Lieder ein. Offizielles Gründungsdatum des Shantychores ist der 7. Januar 1971. In diesem Januar wird der Chor, dem seither stets 20 bis 25 Männer angehörten, 55 Jahre alt. Gefeiert wird der Geburtstag am kommenden Samstag mit einem Grünkohlessen im Restaurant „Zum Deichgrafen“ in Förrien. 

Chor sucht Nachwuchs

Bei der Zusammenkunft mit rund 50 Personen werde aus zwei Gründen die Geschichte des Chores im Mittelpunkt stehen, so Gerdes. Zum einen habe man vor fünf Jahren das 50-jährige Jubiläum aufgrund der Corona-Pandemie nicht feiern können. Zum anderen sei es durchaus nicht sicher, wie lange die „Likedeeler“ noch auf der Bühne stehen können. 

„Wir planen zunächst für die nächsten drei Jahre“, so der Vorsitzende. „Aber unsere Mitglieder werden immer älter. Wir haben allein drei Sänger, die 90 Jahre oder älter sind. Wir brauchen dringend Nachwuchs. Das Singen ist nachweislich gesund für die Lungen und auch für die Psyche und gilt ganz besonders für den Gesang in einer Chorgemeinschaft!“

Den letzten größeren Mitgliederschub erhielt die Formation vor einigen Jahren nach der Auflösung des Shantychors Hooksiel. Damals schlossen sich unter anderem Heinrich Theilen, Alfred Rohe und Wolfgang Schmuderer dem Chor im Nachbarort an.

Akkordeon als Begleitung

Zu den Männern der ersten Stunde gehörte Rolf Matthes (90). Der Hooksieler wurde damals in den Shantychor nur aufgenommen, weil er Vorschoter auf der „Likedeeler“ war. Hardwig Gerdes (71), der von Kindesbeinen an mit Musik aufgewachsen ist – sein Vater war der Schmied Anton Gerdes, der „singende Amboss“ –, wurde 1980 von Gerrit Mennen als Mitsänger geworben. „Ich war damals mit Abstand das jüngste Mitglied“, erinnert sich der Waddewarder. „Und ich musste noch vorsingen …“.

Aufnahme -Prüfungen gibt es bei den „Likedeelern“ längst nicht mehr. Interessierte könnten sich jederzeit bei einer Probe melden und schauen, ob der Chorgesang etwas für sie ist, so Gerdes. Zu den Chorproben trifft man sich jeden ersten, dritten und vierten Montag eines Monats, jeweils von 19 bis 21 Uhr, im Gemeindehaus der katholischen Kirche in Schillig.

Seit jeher, so Gerdes, lege man viel Wert auf musikalische Qualität. „Wir singen immer drei-, oft auch vierstimmig“, betont der Vorsitzende. Das sei ein Markenzeichen der „Likedeeler“. Entsprechend intensiv trainiere man. Musikalischer Leiter der Formation ist der ehemalige Berufsmusiker Ulrich Hellkuhl aus Hooksiel. Zu seinen Vorgängern gehörte Günther Dohrmann, damals Lehrer in Hohenkirchen, Werner Blisse, Peter Schmidt und Hans Gerhard

Ebenso wichtig für einen maritimen Klangkörper: Eine gute Akkordeon-Begleitung. Viele Jahre übernahmen das Hajo Tjarks und Bernhard Polter. Als sich dann mal eine Vakanz ergab, fand man in der Waddewarder Keyboard- und Kirchenorgel-Spielerin Richtje van der Wielen einen sehr guten Ersatz. Auf die Frage: „Kannst du eigentlich auch Akkordeon spielen?“ kam von ihr die Antwort – „Nein, aber das kann ich ja lernen …“ Ein paar Monate später begleitete die gebürtige Niederländerin den Chor und übernahm auch die musikalische Leitung bevor sie leider viel zu früh verstarb.

Musikalisches Aushängeschild

„Im Gemeindehaus in Schillig fühlen wir uns sehr wohl“, sind sich Gerdes und Matthes einig. Die ersten Jahre habe man auf einem Bauernhof bei Horum geprobt, danach im Schuppen der Segelkameradschaft in Horumersiel, bis am Speicherpolder ein Hotelbau geplant wurde. Die Musiker zogen in den „Piratenkeller“ im Haus des Gastes um. Und wieder wurden sie Opfern von großen Investitionsplänen. Der Bau des Thalasso-Zentrum stand an und der Übungsraum wurde als Lager benötigt.

Über Jahrzehnte waren die „Likedeeler“ so etwas wie das musikalische Aushängeschild des Wangerlandes. In Spitzenzeiten hatten sie zwischen 50 und 60 Auftritte im Jahr. Gut 25 Mal im Jahr seien sie allein von der Wangerland Touristik GmbH gebucht worden, etwa für Gastspiele bei der Bootsausstellung in Düsseldorf oder in den Niedersachsen-Vertretung in Bonn oder in Hannover. Auch fanden regelmäßig Hafenkonzerte in Hooksiel und Horumersiel statt.

Auftritte in ganz Deutschland

In guter Erinnerung habe man auch noch die Auftritte bei der „Eiswette“ in Bremen, beim Yachtclub Lemwerder oder bei der Einweihung neuer Hotels der Upstalsboom-Kette, mit der man über Jahre in enger Verbindung stand. „Aber Auslandsreisen haben wird nicht unternommen“, so Gerdes.

Auch auf eine Reihe von Shantychor-Treffen blicken die Musiker gern zurück. Ebenso auf eine schöne Chorfahrt mit dem Akkordeonorchester Schortens nach Bingen und auf etliche maritime Adventskonzerte in Schillig, Waddewarden, Tettens und Hooksiel. Zu den Höhepunkten aus den Anfangsjahren gehört für Matthes ein Auftritt zu einem runden Geburtstag der 2010 verstorbenen Volksmusik-Sängerin Maria Hellwig in Neuharlingersiel.

Schallplatten und CDs

Was die Erinnerungen überdauern wird, sind die Schallplatten und CDs, die der Shantychor produziert hat. Die erste Single mit vier Liedern wurde im Tonstudio von Rolf Simson in Bremen Anfang der 1970er Jahre aufgenommen. Sie trug den Namen „Y’heave ho!“ Die gesamte Produktion habe damals 600 D-Mark gekostet, erinnert sich Matthes. „Verkauft haben wir die Platten dann für 5 Mark.“ 

Neben der Single hat er in seiner privaten Sammlung noch einige Exemplare der vier später produzierten Langspielplatten mit maritimen Liedern aus dem Wangerland. Danach entstanden noch einige CD’s im Tonstudio Albrecht bei Eggelingen. Die letzte CD, die die „Likedeelers“ damals unter musikalischer Leitung von Werner Blisse aufnahmen, entstand 2010. Ihr Titel: „Fernweh“ – ein weiteres Dauerthema bei den Seglern und in den Shanties. 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

AWV: Stadt Wilhelmshaven soll Weg für Energiepark ebnen

Wilhelmshaven/Hooksiel (15. 1. 2025) – Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV) fordert die Stadt Wilhelmshaven auf, die Bauleitplanung für die Entwicklung eines Energieparks auf dem Voslapper Groden zügig voranzutreiben. Derzeit beschäftigen sich die kommunalen Gremien des Rates der Stadt mit den notwenigen Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes sowie der Naturschutzregelungen. 

So könnte einer der wichtigen Bausteine des TES-Energieparks auf dem Voslapper Groden-Nord aussehen: Ein Terminal für den Import von LNG und anderen verflüssigten Gasen gepaart mit einem Anleger für den Export von CO2. Grafik: TES

Der einst für industrielle Zwecke aufgespülte Voslapper Groden-Nord in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hooksiel ist als EU-Vogelschutzgebiet eingestuft. Ein Konsortium um das Unternehmen Tree Energy Solutions (TES) will hier am tiefen Fahrwasser der Jade unter anderem Anlage schaffen, die den Import und die Weiterverarbeitung von so genannten „grünen Gasen“ ermöglichen, die als wesentlicher Baustein für die Energiewende gelten.

Milliarden-Investition

Die Investoren wollen nach eigenen Angaben mehrere Milliarden Euro investieren. Zu den geplanten Komponenten gehört neben dem Import von verflüssigten Gasen die Produktion von Wasserstoff und der Export von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) zum Beispiel in Richtung von Lagerstätten unter der Nord- und Ostsee. Der Energiepark soll 2030 mit seinen Betrieb starten und nach und nach weiter ausgebaut werden. 

Der AWV unterstützt das Projekt. Es sei ein Beitrag zur langfristigen Sicherung von Beschäftigung, Wertschöpfung und Investitionsfähigkeit in der Region. Als Energie- und Logistikdrehscheibe, als sicherheitsrelevanter Standort und als industrieller Anker im Nordwesten nehme Wilhelmshaven eine herausgehobene Stellung ein. „Die Stadt ist bereits heute Teil der kritischen Infrastruktur dieses Landes“, so AWV-Präsident Tom Nietiedt. „Energie kommt hier an, Sicherheit wird hier gewährleistet und Versorgung wird hier organisiert. Investitionsentscheidungen sind dabei auf verlässliche Rahmenbedingungen, Flächenverfügbarkeit und Planungssicherheit angewiesen. Verzögerungen oder Verlagerungen schwächen den Standort nachhaltig.“

Perspektive für die Stadt

Die Entwicklung der Grodenflächen sei eine Voraussetzung für die langfristige wirtschaftliche Perspektive der Stadt. Sie diene nicht einzelnen Unternehmen, sondern schaffe die planerische Grundlage für Ansiedlungen, Wertschöpfung, Beschäftigung und industrielle Entwicklung. „Ohne verfügbare und zusammenhängende Flächen sind diese Perspektiven für zukünftige Generationen nicht realisierbar“, ist der AWV überzeugt. 

Der Verband mit mehr als 420 Mitgliedsunternehmen pocht auf zügige Beschlüsse der städtischen Gremien. Man erkenne an, dass die Entwicklung in bestehende Natur- und Landschaftsräume eingreife. Daher erfordere das Projekt eine rechtlich geprüfte Abwägung, umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen sowie langfristige ökologische Begleitung. Ziel müsse es sein, wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz miteinander zu verbinden, so der AWV.

Ein Verschieben von Entscheidungen sei keine Lösung, zumal damit nach Ansicht von AWV-Vizepräsident Thomas Bruns das Risiko einher gehe, dass die notwendigen Entwicklungen andernorts realisiert werden.

Kritik von Naturschützern

Die finale Entscheidung des Rates der Stadt über die Bauleitplanung ist für den 21. Januar vorgesehen. Umwelt- und Naturschutzverbände sehen die Pläne mit Blick auf die Folgen für das Naturschutzgebiet und den dort lebenden seltenen Vogelarten kritisch. Die Ratsgruppe „Gemeinsam Bunt“ erwägt rechtliche Schritte, fordert aber zumindest eine Verschiebung der Entscheidung. 

Hooksieler Weihnachtssterne wieder eingemottet

Hooksiel (15. 1. 2026) – Die Weihnachtszeit ist endgültig vorbei. Untrügliches Zeichen dafür: Die Arbeitsgruppe Hooksiel hat die Weihnachtststerne entfernt, die seit dem ersten Advent den Ort beleuchtet haben. Insgesamt hingen an den Straßenlaternen 66 Sterne, die jetzt demontiert und für das nächste Weihnachtsfest eingemottet wurden.

Eigentlich hätte die Arbeitsgruppe die Sterne bereits in der vergangenen Woche bergen wollen. Aufgrund des Winterwetters wurde die Aktion dann um eine Woche verschoben. Das Bild zeigt Sabine Greiff und Heinrich Theilen von der Arbeitsgruppe bei ihrem Einsatz an der Viethstraße.

Straßen und Radwege weitgehend vom Schnee befreit

Hooksiel (14. 1. 2026) – Entwarnung an der Wetterfront. Bei Temperaturen um 5 bis 6 Grad plus werden heute die letzten Schnee- und Eisreste wegtauen. Und, so die Prognose der Meteorologen: Die frühlingshaften Temperaturen sollen in den nächsten Tagen anhalten.

Viele Radwege um Hooksiel herum sind bereits wieder befahrbar. Die Räumdienste haben hier ganze Arbeit geleistet. Foto: hol

Erstaunlich: Selbst die Radwege entlang der Kreis- und Landesstraße im Umfeld von Hooksiel sind bereits weitgehend wieder befahrbar. Hier hatten die Räumtrupps um das vergangene Wochenende herum den von den Straßen geschobenen Schnee abgelagert – die weißen Berge türmten sich teilweise bis zu zwei Meter Höhe auf. 

Entspannen dürfte sich jetzt auch die Lage bei der Müllabfuhr. Bereits Dienstagfrüh, als durchaus noch Eisplatten auf den Nebenstraßen lagen, entsorgte die Firma Nehlsen in Hooksiel die Wertstofftonnen. Aufgrund der Wetterlage waren zuvor die Restmüll- und die Biotonnen stehen geblieben. 

Für den morgigen Donnerstag steht in Hooksiel der nächste reguläre Termin für die Leerung der Restmülltonnen an. Der Landkreis Friesland als Abfallbehörde hatte darauf hingewiesen, dass Bürger dann einmalig neben die Mülltonnen Abfallsäcke mit überschüssigem Restmüll stellen dürfen, der von der Firma Augustin kostenlos mit entsorgt werden soll. Gleiches gilt für die Biotonne, die allerdings erst wieder am 5. Februar geleert wird. 

Marode Georg-Adden-Straße meldet sich zurück

Hooksiel (14. 1. 2025) – Der Schnee ist weg, die Sorgen bleiben. Christiane Obst blickt besorgt aus dem Fenster ihres Wohnzimmers auf die Georg-Adden-Straße, die beim Besuch von „Hooksiel-life“ an diesem Montag noch von einer dicken Schneedecke bedeckt war.

Schnee zu schieben war nach den Worten von Christiane Obst in der Georg-Adden-Straße gar nicht möglich. Der Schneeschieber hätte die Klinker aus dem maroden Straßenbelag gezogen..Foto: hol

„Wir hätten gern einen Gehstreifen für Fußgänger frei geschoben“, schildert Christiane Obst. „Aber das geht beim besten Willen nicht.“ Warum? Die Klinkerstraße ohne separaten Gehweg ist nach Darstellung der Hooksielerin zumindest in Teilbereichen in einem derart desolatem Zustand, dass man beim Schneeschieben gleich etliche Klinkersteine mit aus der Straße reißen würde.

Stark sanierungsbedürftig

Die historische Straße gilt seit Jahren als dringend sanierungsbedürftig. Lange stand sie in einer Prioritätenliste der Gemeinde Wangerland ganz oben. Viel passiert ist in den vergangenen fünf Jahren dennoch nicht. Auch aus finanziellen Gründen. „An einigen Stellen wurden mal kaputte Klinker ausgetauscht“, erinnert sich Christiane Obst. Allerdings habe man dann offenbar nicht genug Steine für die gesamte Straße gehabt. Vor ihrem Haus jedenfalls sei der Zustand inzwischen untragbar.

Hilferuf an Gemeinde

Dass die Klinker durch vorbeifahrende Autos hochgeworfen würden, sei das eine. Das andere die desolate Entwässerung. Die Berme entlang der Straße könne das Wasser nicht aufnehmen. Immer wieder fließe Wasser auf ihr Grundstück und – trotz Drainage am Haus – in den Keller des Wohnhauses. Ihr grause es schon vor dem Tauwetter. „Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich das mal jemand vom Bauamt der Gemeinde ansieht, damit man mal gemeinsam überlegen kann, was hier geschehen kann und muss.“ 

Thalasso Meeres Spa: Rabatte für Gästekarten-Besitzer

Wangerland (13. 1. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) verstärkt ihre Bemühungen, das Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel zu beleben. Ab sofort erhalten Besitzer einer gültigen Gästekarte zehn Prozent Rabatt auf alle Leistungen in dem Gesundheitstempel.

Das Thalassa Meeres Spa bietet neben verschiedenen Anwendungen Raum für Ruhe und Entspannung. Foto: WTG

„Der Vorteil gilt nicht nur für Übernachtungsgäste aus dem Wangerland, sondern für die gesamte Tano-Region. Alle Inhaberinnen und Inhaber einer NordseeCard können diesen Vorteil zukünftig nutzen“, erläutert WTG-Marketingleiterin Eske Gobes. Damit biete das Haus an der Nordsee einen zusätzlichen Anreiz, während des Urlaubs aktiv etwas für Gesundheit und Erholung zu tun. Die Tano-Region erstreckt sich über die gesamte niedersächsische Nordseeküste.

Marketing-Offensive

Das im Juni 2024 eröffnete TMS steht für authentische Thalasso-Therapie, die Ruhe, Gesundheit und die natürliche Kraft des Meeres miteinander verbindet. In die Schlagzeilen geraten ist das Projekt bislang allerdings fast ausnahmslos durch die Verdreifachung seiner Baukosten, die maßgeblich mit zur Insolvenz der WTG beigetragen hat. Die wohltuenden Anwendungen mit Meerwasser, Algen oder Schlick, die für Regeneration und Entspannung sorgen sollen, sind darüber zunächst in den Hintergrund getreten.

Die WTG hatte bereits Ende vergangenen Jahres eine Marketing-Offensive angekündigt. Erklärtes Ziel von Geschäftsführung und Insolvenzverwalter ist es, den Betrieb des TMS aufrecht zu erhalten. Der Rabatt für Gästekarten-Inhaber ist ein Baustein dafür. 

Leistungen auch einzeln buchbar

Eine weitere Änderung: Wer nur wenig Zeit mitbringt, kann die Angebote im TMS künftig auch ohne längeren Aufenthalt wahrnehmen. „Ob Massage, Peeling, Kältekammer oder Kosmetik – alle Leistungen sind einzeln buchbar und ermöglichen es, gezielt kurze Entspannungsphasen in den Alltag zu integrieren“, heißt es in einer Mitteilung der WTG.

Aber, so wird das Spa-Team des Hauses zitiert: „Wir empfehlen den Gästen für das ganzheitliche Thalasso-Erlebnis ihre Anwendung immer mit einem Aufenthalt im TMS zu kombinieren. Die Symbiose aus wirkungsvollen Anwendungen und dem Zur-Ruhe-Kommen ist zentraler Aspekt unseres Konzepts.“

Bademantel und Snacks

Bei gebuchten Anwendungen mit Aufenthalt würden Gäste zusätzlich von zahlreichen Inklusivleistungen profitieren. Dazu würden Bademantel und Badetuch, kleine Snacks und Getränke, der Zugang zu Ruhebereichen sowie der Panoramablick auf die Nordsee von der Dachterrasse gehören. 

Wer die Rabatte nutzen möchte, muss seine Gästekarte vor Ort vorzeigen. Bei Online-Buchungen wird der Preisnachlass durch einen Code automatisch abgezogen, die Gästekarte wird dann vor Ort kontrolliert. Weitere Informationen hierzu unter wangerland.de/gaestekarte.

Leuchtfeuer Horumersiel
– Werbeanzeige –

Hooksiel-Life: Neues Angebot zur Kommunalwahl 2026

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (13. 1. 2025) – Ihre Netzzeitung „Hooksiel-life“ hat ein neues Angebot. Im Untermenü „Kommunalwahl 2026“ finden sie die wichtigsten Informationen zum Super-Wahltag 13. September 2026 aus Sicht des Wangerlandes. 

An diesem Sonntag im kommenden Herbst nämlich werden alle wahlberechtigten Wangerländerinnen und Wangerländer ab 16 Jahren aufgefordert sein, einen neuen Bürgermeister zu wählen und die Zusammensetzung des neuen Gemeinderates zu bestimmen. Darüber hinaus entscheiden die Wähler über den künftigen Kreistag des Landkreises Friesland und wählen einen Nachfolger für den scheidenden Landrat Sven Ambrosy.

Wenn Sie auf dem Weg dorthin einmal den Überblick verlieren sollten, schauen Sie einfach ins neue Untermenü. Hier sammeln wir, neben der aktuellen Berichterstattung, die wichtigsten Daten und Fakten zu den verschiedenen Wahlgängen, zu Kandidatinnen und Kandidaten, zu Parteien, Wählergruppen und Einzelbewerbern. Die Berichte dort werden in den nächsten Wochen und Monaten regelmäßig ergänzt und auf den jeweiligen Stand gebracht. 

- Werbeanzeige -
– Werbeanzeige –

Trauerfall überschattet Hooksieler Püttbierfest

Hooksiel (13. 1. 2026) – Eigentlich hätte es eine fröhliche Feier werden sollen, das Püttbierfest der Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel. Tatsächlich wurde es ein besinnliches Treffen, bei dem eines im Vordergrund stand: Die Trauer um den kurz zuvor an den Folgen einer Erkrankung verstorbenen Alterskameraden Werner Tammen.

Trauerten an der „Hafen-Pütt“: Die Alterskameraden der Feuerwehr Hooksiel (von links) Günter Schmöckel, Püttmeister Fred Bergmeyer, Hans Frerichs, Herbert Gruben, Johann Ubben und Harald Zinn. Foto: hol

Tammen habe zu den Aktivposten der Gruppe gehört, sagte der Sprecher der Alterskameraden, Günter Schmöckel: „Ein verlässlicher Kamerad, ein Freund und stets hilfsbereit.“ Unter anderem habe er zu jenen gehört, die im vergangenen Jahr tatkräftig mit angepackt haben, die Hooksieler „Hafen-Pütt“ an ihrem bisherigen Standort auf dem ehemaligen Feuerwehrgrundstück an der Lange Straße abzubauen und an ihrem neuen Platz an der Ecke Lange Straße/Obernstraße wieder aufzubauen.

Auch als Zeichen der Anerkennung für seine Verdienste sollte Tammen an diesem Montag zum neuen Püttmeister gewählt werden. Püttmeister waren früher in der Region für die Wasserqualität der Brunnen verantwortlich. Mit dem 2006 in Hooksiel errichteten Pütt-Nachbau, der selbst keinen Wasseranschluss hat, wollen die Feuerwehrkameraden die große Bedeutung von Wasser fürs Leben unterstreichen – und beim jährlichen Püttbierfest ein wenig feiern. 

An der „Hafen-Pütt“ stießen die Feuerwehrleute auf ihren verstorbenen Alterskameraden an. Anschließend fuhren aktive Feuerwehrleute sie zum gemeinsamen Essen zum neuen Feuerwehrgerätehaus. Püttmeister bleibt für ein weiteres Jahr Fred Bergmeyer.