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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Gute Nachricht für Segler: Hooksieler Seeschleuse wird saniert

Schleuse Hooksiel
Die Hooksieler Segler sind zufrieden: In den nächsten drei Jahren wird die Seeschleuse, ihr Tor zur Jade, von Grund auf saniert. Fotos: Dörte Salverius

Hooksiel (16. 1. 2024) – Gute Nachrichten für alle Sportbootfahrer am Hooksmeer: Die Schleuse wird von Grund auf instandgesetzt. Das teilte Heinz Martin auf der Jahreshauptversammlung des Wassersportvereins Hooksiel an den Hooksieler Skiterrassen mit. „Vorbei sind also die Zeiten, in denen unerwartete Betriebsausfälle bei uns für Verdruss gesorgt haben“, freute sich der 1. Vorsitzende des WSV Hooksiel. 

Der Zustand und die Zukunft der Schleuse seien kurz vor Weihnachten einmal mehr Thema einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Wassersportvereine, der Werft Hooksiel, der Wangerland Touristik als Betreiberin und Niedersachsen Ports als zuständiger Gesellschaft gewesen, berichtete Martin. Mit dem Ergebnis zeigte er sich zufrieden, denn man habe Nutzern und Betreibern die vollständige Funktionsfähigkeit der Schleuse für die nächsten 35 Jahre zugesichert. 

Das Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben schließe sämtliche Bestandteile der Schleuse ein. Die Maßnahme erstrecke sich über drei Jahre. Jeweils von November bis März werde die Schleuse für die Zeit der Arbeiten gesperrt. Sie sollen nach der diesjährigen Saison beginnen und zur Saison 2027 abgeschlossen sein. Noch bis zum 17. Januar liege die Schleusenkammer trocken, weil die gesamte Anlage von Experten begutachtet wird, so Martin.

Einige Veränderungen im Revier

Mit Blick auf die kommende Saison sprach er zu erwartende Veränderungen im Revier an. Da sei zum einen die neue Befahrensregelung für das Wattenmeer zu berücksichtigen. Auf der Jade müsse zum anderen neben dem LNG-Terminal an der Vynova-Brücke dann auch ein Sicherheitsabstand zum zweiten LNG-Terminal zwischen Vynova und Raffinerie eingehalten werden. Beeinträchtigungen für das Mittwochssegeln seien dadurch nicht zu erwarten.

Hooksieler Segler

Regattawart Hendrik Busemann hat den Kurs für die „HookSail“ bereits abgesteckt. Am 15. Mai ist die erste Wettfahrt geplant. Es folgen weitere neun Termine. Geschleust wird jeweils um 18 Uhr, eine halbe Stunde später erfolgt in Höhe des Molenkopfes der Start zu individuell vorgegebenen Zeiten.

Gleich nach dem letzten Regattalauf am 14. September werden die Sieger geehrt. Busemann erwartet bei der diesjährigen Auflage wieder mehr als 50 teilnehmende Jachten vom WSV und benachbarten Vereinen. WSV-Seglerinnen und -Segler werden sich auch 2024 wieder an den Regatten im Revier zwischen Spiekeroog, Helgoland und Wilhelmshaven beteiligen. Für die 900 Seemeilen lange Ostseeregatta Midsummersail habe sich ebenfalls eine Crew angemeldet. 

Neue Jugendtrainer

Derweil wird in der Kinder- und Jugendabteilung fleißig für die Jugendmeisterschaften Friesland/Wilhelmshaven geübt. Während der Wintermonate geht es noch um theoretische Kenntnisse, ab Mai trifft sich der Nachwuchs dann wieder jeden Montag um 17 Uhr zum Training. Jetzt unter neuer Führung. Für Matthias Behrens, der sein Amt aus beruflichen Gründen niederlegte, übernehmen Sonja Heimann und Heiko Rüter.

Zu Beginn der Hauptversammlung hatte der Vorsitzende den Fahrtenpreis 2023 verliehen. Er ging an Walter und Inge Gresens. Sie hatten ihre Motorjacht von Hooksiel nach Hamburg und über die Binnenwasserstraßen nach Berlin bis zum polnischen Swinemünde geführt. Von dort ging es über die Ostsee rund Rügen und durch den Nordostsee-Kanal zurück. Nach viereinhalb Monaten erreichten sie wieder Hooksiel.

Fahrtenpreis verliehen

Mit dem sich nähernden Frühjahr dürfte es mit der Ruhe im Winterlager vorbei sein. Dann gehen die Eigner daran, ihre Boote für die neue Saison fit zu machen. Die Wassersportsaison eröffnet der WSV offiziell am 4. Mai mit dem Ansegeln, das Absegeln ist am 28. September geplant. Danach dürften die ersten Handwerker vor der Tür des Vereinsheims stehen. „Wenn alles nach Plan läuft, werden wir im Herbst mit der Sanierung unserer Sanitärräume beginnen“, kündigte Martin an.

Das Wangerland ist ein Heiratsland

Wangerland/Hooksiel (16.1.2024) – Strand, Weite, Wellen. Das behält man gern in Erinnerung. Eine Folge: Das Wangerland ist ein Heiratsland. Das geht aus der Statistik des Einwohnermeldeamtes der Gemeinde hervor. Darin werden für das vergangene Jahr 136 Eheschließungen ausgewiesen, die im Wangerland beurkundet wurden. Zeitgleich haben nur 50 Wangerländer, also 25 Paare, den Bund für Leben geschlossen.

Die von der Gemeinde erstellte Statistik weist für den 31. Dezember 2023 insgesamt 9675 Einwohner (über 2600 in Hooksiel) aus, darunter 533 Ausländer. Unter den Ausländern wiederum sind 198 EU-Bürger sowie 227 Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft. Nicht mit in das Zahlenwerk der Gemeinde fließen übrigens die im Schnitt 350 bis 400 Ausländer ein, die seit dem vergangenen Frühjahr im Flüchtlings-Aufnahmeheim in Hohenkirchen leben.

Die Gesamt-Einwohnerzahl lag Ende 2023 um zehn niedriger als Ende 2022 (9685). Christina Gerdes, bei der Gemeinde für die Statistik zuständig, sind die Ursache dafür in der Bereinigung der Datensätze. Gerade im Bereich der Bürger mit Nebenwohnsitzen habe man im vergangenen Jahr eine Reihe von „Karteileichen“ entfernt.

Aufgrund der großen Zahl an Urlaubern während der Saison sind die von der Gemeinde erfassten Zahlen nicht ganz einfach zu interpretieren. So gab es etwa im vergangenen Jahr 159 Sterbefälle von Frauen und Männern, die ihren Hauptwohnsitz im Wangerland hatten. Nimmt man die Bürger im Nebenwohnsitz im Wangerland hinzu, waren es 171 Sterbefälle, die aber nicht alle im Wangerland zu Tode gekommen sein müssen. Sterbefälle, die auch im Wangerland beurkundet wurden, gab es nämlich nur 60.

Dem gegenüber sind im Wangerland nur zwei Kinder geboren worden. Kein Wunder: In der Gemeinde gibt es keine Geburtsklinik. Insgesamt haben Wangerländerinnen 71 Kinder geboren.

Die Differenz zwischen Todes- und Geburtenzahlen wurde ausgeglichen durch den Überhang an Zuzügen. 827 Zuzügen stehen lediglich 757 Wegzüge gegenüber. Eine Besorgnis erregende Zahl für die Glaubensgemeinschaften: Allein 2023 wurden bei der Gemeinde 124 Kirchenaustritte registriert. 

Gemeinde Wangerland plant weiteres Neubaugebiet in Hooksiel

Hooksiel/Wangerland (15. 1. 2024) – Die Gemeinde Wangerland will in Hooksiel weitere Wohngebiete ausweisen. Wie Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) heute bei einem Pressegespräch sagte, gebe es konkrete Überlegungen, das Neubaugebiet zwischen Hohe Weg und Bäderstraße in Richtung Middeldiek zu erweitern. Vorgesehen sei erneut ein Baugebiet für Dauerwohner. 

Es gebe bereits konkrete Verhandlungen mit den Grundbesitzern über den Verkauf der Flächen. Zudem habe ein Planungsbüro erste Überlegungen zur Gestaltung der Flächen in den Gremien der Gemeinde vorgestellt.

Sich noch etwas hinziehen dürfte sich hingegen die Ansiedlung eines Discounters in Hooksiel. Dafür hatte die „Netto“-Kette ihr Interesse bekundet. Zum einen suche man nach einem geeigneten Grundstück im Nahbereich des vorhandenen Edeka-Marktes bzw. der Tankstelle, so Szlezak. Denkbar sei hier der Abbruch der vorhandenen Werkstatt-Halle.

Zum anderen müsse die Gemeinde aber zunächst ihr Einzelhandels-Entwicklungskonzept fortschreiben. Dabei sei der zusätzliche Bedarf für Einzelhandels-Verkaufsflächen in Hooksiel nachzuweisen. Erst danach könne die konkrete Bauleitplanung für einen Markt beginnen. Bürgermeister Szlezak: „Ich gehe davon aus, das wird eher etwas für Ende 2024/2025.“

Als dramatisch bezeichnete der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Armin Kanning, die Sandabbrüche am Hooksieler Strand als Folge der Sturmfluten in den vergangenen Wochen. Die WTG rechnet für die Wiederherstellung der Sandstrände in Schillig und Hooksiel einschließlich der Beseitigung des angespülten Teek mit Kosten von rund 400.000 Euro. 

Wie Bürgermeister Szlezak ankündigte, werde an diesem Freitag erneute der „Runde Tisch“ zum Thema Strandsicherung in Hooksiel zusammentreten. Dem von Ratsherr Dieter Schäfermeier (Pro Wangerland) geleitetem Arbeitskreis gehören Vertreter zahlreicher Behörden an, die sich gemeinsam Gedanken darüber machen, wie der Sandstrand nachhaltig gesichert werden kann. Letztlich geht es bei dem Projekt auch um die Sicherung der Deiche. Ob und wann konkrete Vorschläge auf den Tisch kommen, ist noch unklar.

Szlezak bekräftige, dass die Gemeinde in diesem Jahr die Planung für das Feuerwehr-Gelände am Alten Hafen von Hooksiel intensiv vorantreiben will. Dafür solle es auch eine öffentliche Bürgerbeteiligung geben. Die Feuerwehr wird – wie berichtet – im Frühjahr in den Gerätehaus-Neubau am Hohe Weg umziehen. Die Flächen am Alten Hafen böten dann Raum, so die Vorstellungen des Bürgermeisters, zum Beispiel für ein Hotel mit Gastronomie und eine öffentlichen Toilettenanlage. „Das sollte dann alles zum Packhaus-Ensemble am Hafen passen.“ 

Wasser der Nordsee immer wärmer

Hamburg/Hooksiel (15. 1. 2023) – Im Jahr 2023 war die Nordsee erneut fast so warm wie in 2022. „Die Temperaturen stiegen nur in 2014 noch deutlich höher – und das seit dem Beginn unserer Datenreihe in 1969“, betont Helge Heegewaldt, Präsident des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Im September war die Nordsee so warm wie nie zuvor. Auch Januar und Februar sowie Juni und Juli fielen sehr warm aus.

Die Temperaturen lagen in der Nordsee mit 11,1 Grad etwa 0,6 Grad über dem langjährigen Mittel. Das BSH beobachtete die größten Abweichungen in der südlichen Nordsee – vom Ärmelkanal bis vor die dänische Westküste. Im Jahr 2023 waren fast alle Monate wärmer als das langjährige Mittel, das sich auf den Zeitraum von 1991 bis 2020 bezieht. Insgesamt zeigen die Daten, dass sich die Nordsee im Durchschnitt um 0,27 Grad pro Jahrzehnt erwärmt.

Nordsee-Statistik BSH
 So haben sich die Jahresmitteltemperaturen in der Nordsee seit 1969 (oben) und in der Ostsee seit 1990 (unten) entwickelt. Jahre in Blau waren kühler und Jahre in Rot waren wärmer als das (gestrichelte) Langzeitmittel der Referenzperiode von 1991 bis 2020. Quelle: BSH

In der Ostsee betrug die Temperatur im vergangenen Jahr etwa 9,2 Grad – mehr als 0,7 Grad über dem langjährigen Mittel. So handelt es sich um das siebtwärmste Jahr seit dem Beginn der Datenreihe in 1990. Der September war mit mehr als zwei Grad über dem langjährigen Mittel außergewöhnlich warm. 

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen Satellitendaten, die sie mit Messungen von Stationen und Schiffen kombinieren. So analysieren sie wöchentlich die Temperaturen an der Oberfläche von Nordsee und Ostsee. Das ist die Grundlage für monatliche, saisonale und jährliche Langzeitvergleiche.


Neuhaus neuer Planungs-Dezernent

Friesland/Wangerland (12. 1. 2024) – Am 1. Oktober 2024 übernimmt Rolf Neuhaus in der Kreisverwaltung des Landkreises Friesland die Leitung des Dezernats „Planung und Infrastruktur“ von Dr. Martin Dehrendorf. Dehrendorf werde am 30. September in den Ruhestand verabschiedet, teilt der Landkreis heute mit. Der Kreistag habe sich einstimmig für diese interne Lösung entschieden.

Neuhaus ist seit Mai 2009 beim Landkreis tätig und seit Januar 2013 Fachbereichsleiter für den Bereich Planung, Bauen und Gebäudemanagement. Er hat Raumplanung (Dipl.-Ing.) in Dortmund studiert und wechselte nach Stationen in einem Planungsbüro und bei Städteverwaltungen in Nordrhein-Westfalen nach Friesland. Zudem ist er unter anderem seit 2016 Geschäftsführer der Breitbandfördergesellschaft Friesland mbH. Als Dezernatsleiter wird Neuhaus ab Oktober die Bereiche Planung, Bauen und Gebäudemanagement sowie das Umweltamt und die Straßenverkehrsbehörde mit insgesamt 295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verantworten. 

Dehrendorf ist seit Oktober 1994 beim Landkreis tätig. Damals übernahm der studierte Architekt zunächst die Leitung des Planungsamtes und die Gruppenleitung für das Bauverwaltungsamt, das Bauordnungsamt und das Bauplanungsamt, bis er 2004 den Bereich „Planung und Infrastruktur“ übertragen bekam und als Dezernent verantwortet. Maßstäbe hat er unter anderem im Bereich der geodaten-basierten Planung gesetzt.

Die Stelle des Leiters des Fachbereichs Planung, Bauen und Gebäudemanagement wird neu besetzt. Der Landkreis will die Stelle in Kürze ausschreiben.

25 Bewerberinnen und Bewerber für Posten im neuen Gemeindekirchenrat

Wangerland/Hooksiel (12. 1. 2024) – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Wangerland steht vor einer neuen Zäsur. Nach der Fusion von sieben der neun Kirchengemeinden im Gemeindegebiet wird im März der erste gemeinsame Gemeindekirchenrat gewählt. Dafür haben 25 Frauen und Männer ihre Bewerbung eingereicht. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden sich an diesem Sonntag, 14. Januar, ab 11 Uhr in einem Gottesdienst in Hohenkirchen den Gemeindegliedern persönlich vorstellen.

Der derzeit amtierende Gemeindekirchenrat hat noch 45 Mitglieder. Ihm gehörten automatisch alle Kirchenratsmitglieder der Fusionsgemeinden an. Dem neuen Führungsgremium werden nach den Worten des Hooksieler Pastors Stefan Grünefeld 21 Personen angehören. 14 davon werden am 10. März, direkt gewählt, sieben weitere werden in das Gremium berufen. Ziel sei es unter anderem, dass alle ehemals selbstständigen Gründungsbezirke – Pakens-Hooksiel, St-Joost-Wüppels, Waddewarden-, Westrum, Tettens, Middoge, Oldorf und Hohenkirchen – im neuen Kirchenrat vertreten sind.

Unter den Bewerbern seien jüngere und ältere Personen, erfahrene Kirchenräte und Neulinge, so Grünefeld. Zur Wahl stellen sich: Annegret Nordiecker-Fritsche, Heino Janßen, Lübbo Meppen, Norbert Kissel, Herrmann Reents, Nicole Menssen, Renate Janssen, Bettina Schriever, Peer Lorch, Matthias Götzl, Antje Martens, Gabriele Georgs, Silvia Witzel, Udo Braun, Andrea Schröder, Heinz Martin, Stefanie Geiger, Renate Peters, Herbert Ulfers, Kea Müller, Jürgen Habben, Eilert Kleyhauer, Klaus Anneken, Elsbeth Lauts-Steenken und Gaby Szlezak.

Stefan Grünefeld, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, und sein Stellvertreter Lübbo Meppen hoffen auf eine gute Wahlbeteiligung. Dazu beitragen soll ein neues Wahlprozedere. Alle Kirchenmitglieder erhalten einen Brief mit Briefwahlunterlagen und einem frankierten Rücksendeumschlag. Darüber hinaus kann übers Internet online abgestimmt werden. Stationäre Wahllokale wird es am 10. März nicht geben. 

Gemeinde Wangerland legt Planung für Windparks für ein Jahr auf Eis

Wangerland/Hooksiel (11.1.2024) – Die Gemeinde Wangerland legt die Planung weiterer Windpark-Flächen für ein Jahr auf Eis. Der Verwaltungsausschuss hat am Montag in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen, die bereits im Oktober 2020 auf den Weg gebrachte Änderung des Flächennutzungsplans aufzuheben. Mit der Änderung hätte die Neuordnung der Windenergie-Nutzung im Wangerland geregelt werden sollen.

Windrad

Wie Bürgermeister Mario Szlezak beteuert, richte sich die aktuelle Entscheidung nicht gegen die Nutzung der Windenergie. Vielmehr sei der Beschluss die Folge umfangreicher Änderungen im Planungsrecht bei der Ausweisung von Flächen für Windenergie-Parks sowie für das Erneuern bestehender Windkraftanlagen (Repowering).

Mit Blick auf die Energiewende habe es seitens des Gesetzgebers für diesen Bereich in den Jahren 2022 und 2023 grundlegende Änderungen gegeben. So sei etwa die grundsätzliche Planung für Windpark-Flächen auf die Landkreise übertragen worden. Zudem seien die Möglichkeiten fürs Repowering von Altanlagen erweitert worden. Vor diesem Hintergrund bestehe Unsicherheit, so Szlezak, ob die Gemeinde eine rechtssichere Planung fertigstellen könne, die die neuen Gegebenheiten berücksichtigt..

Nach dem Beschluss des Verwaltungsausschusses soll im Rahmen einer Fachausschusssitzung Anfang 2025 erneut über die erneute Aufnahme einer Planung für weitere Windenergie-Flächen beraten werden. Bis dahin, so Szlezak, dürfte es ein klareres Bild über die Rechtslage sowie über die Zahl der Altanlagen in der Gemeinde Wangerland geben, die repowert werden sollen.

Verity-Unglück: Bund muss großen Teil der Bergungskosten tragen

Hooksiel (11. 1. 2024) – Der Bund wird voraussichtlich auf einem erheblichen Teil der Kosten der Bergung der „Verity“ sitzen bleiben. Das bestätigt die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (Bonn) gegenüber „Hooksiel-Life“. Fachleute gehen davon aus, dass mehrer Millionen Euro nicht von der Versicherung des Reeders gedeckt sind.

Die Eigner des britischen Frachters, der am 24. Oktober 22 Kilometer südwestlich von Helgoland, nach einem Zusammenstoß mit dem Frachter „Polesie“ gesunken war, hatte bereits Anfang Dezember erklärt, dass er das Wrack nicht bergen und keine Maßnahmen zur Bergung des Treibstoffes durchführen werde. Das 91 Meter lange Schiff liegt in gut 30 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund.

Sicherheitstonne an der Verritt
Die ausgelegte beleuchtete Einzelgefahrtonne markiert das Wrackgebiet. Die Verkehrszentrale Wilhelmshaven überwacht das Gebiet mit Radar und AIS.  Foto: WSV

Die Generaldirektion habe sofort die Prüfungen zur Bergung des Wracks veranlasst. Dazu hätten juristische Fragen, eine Bewertung der verkehrlichen Situation in der viel befahrenen Schifffahrtsstraße, die Analyse des finanziellen Aufwands der Bergung und Sicherheitsthemen gehört, so Pressesprecherin Claudia Thoma. Die Bergung des Wracks werde vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee ausgeschrieben. „Wann das Wrack dann geborgen werden kann, hängt unter anderem von den Wetterbedingungen ab“, so Thoma.

Bei dem Unglück sind vermutlich fünf Seeleute ums Leben gekommen. Zwei Verletzte wurden gerettet, eine Leiche geborgen. Vier Besatzungsmitglieder der „Verity“ gelten seither als vermisst. An der Rettungsaktion war auch der in Hooskiel stationierte Seenotrettungskreuzer „Bernhard Grben“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) beteiligt. Die Überlebenden waren im Anschluss von der Seemannsmission Wilhelmshaven betreut worden.

Unglücksstelle ist abgesichert

Derzeit bestehe keine akute Gefahr, dass Treibstoff aus dem auf dem Grund liegenden Schiffes austreten könnte. Schiffe der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) würden bei Kontrollfahrten eventuelle Schadstoffaustritte überwachen. Erstmaßnahmen am Wrack, mit denen die Sicherheit des Schiffsverkehrs gewährleistet werden sollte, waren bereits Mitte November abgeschlossen. Beide Masten der „Verity“ wurden gekappt und liegen sicher auf dem Wrack, so Thoma. Alle Verschlüsse der Brennstoffleitungen und der Tankentlüftungen seien überprüft, verschlossen bzw. abgedichtet worden. Um die Unglücksstelle wurde zudem ein Sperrgebet von einer halben Seemeile eingerichtet. 

Der Eigner beruft sich auf die Regeln der Internationalen Haftungsbeschränkung (Londoner Haftungsbeschränkungs-Übereinkommen), wonach er seine Haftung auf eine bestimmte Höchstsumme begrenzen kann. „Die begrenzte Haftung wird deutlich unter den zu erwartenden Kosten der Bergung liegen“, ist man bei der WSV überzeugt. Nach Informationen der „Kieler Nachrichten“ soll die Haftungssumme für die „Verity“ bei zwei Millionen Euro liegen. Die Bergung könnte rund zehn Millionen Euro kosten.

Eigner pocht auf Haftungsbeschränkung

Das Londoner Abkommen zur Haftungsbeschränkungs ist weltweit gütig. Es wurde 1976 von allen Schifffahrtsnationen beschlossen, damit es bei Unfällen auf See einerseits eine von den Versicherungen garantierte Mindestsumme für die Geschädigten gibt und andererseits die Kosten für die Haftungspolicen von den Reedern finanziell getragen werden können. 

Im Falle der Havarie der „Verity“ sind danach alle Kosten im Rahmen der Bergung, die über die garantierte Mindestsumme hinausgehen, vom Bund zu tragen. Alle weiteren Kosten (zum Beispiel für Maßnahmen zur Absicherung der Unfallstelle mit Schiffen und der Einsatz eines Ölüberwachung-Flugzeuges) würden unabhängig von den Bergekosten mit den Versicherungen abgerechnet. 

Sternsinger zogen durchs Piratennest

Sternsinger  in Hooksiel
Die Hooksieler Sternsinger brachten den Segen auch zu Barbara Köster. Foto: privat

Hooksiel (10. 1. 2024) – In guter Tradition zogen die Sternsinger wieder durch Hooksiel. Nach der Aussendung im Gottesdienst in Schilling durch Pfarrer Lars Bratke durchquerten die Sternsinger Aaron, Benny und Leo am Sonntag das „Piratennest“ Hooksiel von Nord nach Süd und Ost nach West und brachten den Segen in so manches Haus.

Dabei kam auch Barbara Köster, die Leiterin des Kinderchors der evangelischen Kirche, in den Genuss des langen „Gloria“ aus dem Lied „Seht Ihr unser`n Stern dort stehen“ und auch die Menschen aus der Altenwohnanlage im Freesenpadd wurden beglückt. Insgesamt sammelten die Jungs mehrere Hundert Euro für die diesjährige Sternsinger-Aktion unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“.

Ohne Automat wird keine Gebühr fällig

Hooksiel (10. 1. 2024) – Solange auf den Parkplätzen der Wangerland Touristik GmbH (WTG) am Außenhafen und auf den Strandparkplätzen keine Parkuhren stehen, können Besucher die Stellplätze kostenlos nutzen. Das bestätigte WTG-Marketingchefin Larissa Strangmann auf Anfrage von „Hooksiel-Life“. „Wenn keine Parkautomaten auf den Parkplätzen aktiv sind, findet selbstverständlich auch keine Kontrolle statt.“

Parkuhr-Außenhafen
Die Parkautomaten am Hooksieler Außenhafen sind mit Blick auf Sturmflut-Gefahr abgebaut worden. Ohne Automaten werden laut WTG auch keine Gebühren fällig. Archiv-Foto: hol

Bei Wochenend-Spaziergängern waren Zweifel aufgekommen, ob man die Parkgebühren, auch ohne Automaten, über eine der vor Ort beworbenen Apps entrichten muss. „Die Parkautomaten des Parkplatzes am Außenhafen wurden abgebaut, um diese vor Wasserschäden der Sturmflut zu schützen“, erläutert Strandmann. Die Parkautomaten würden aber an dieser Stelle im Laufe der nächsten Tage wieder aufgestellt. 

Der Abbau der Parkautomaten stehe nicht im Zusammenhang mit der geplanten Umstellung der Nutzeroberflächen. Diese verzögere sich aufgrund von personellen Engpässen des Dienstleisters, der die Automaten zur Verfügung stellt, so die WTG-Managerin. „Uns wurde jedoch zugesichert, dass man alles daran gibt, die Umstellung der Nutzeroberfläche so schnell wie möglich vorzunehmen.“ Das neue Menü soll die Nutzung der Apparate erleichtern. Die Automaten müssten für die Änderung der Bedienfläche nicht erneut abgebaut werden.

Offen ist noch, wie hoch die Parkgebühren auf den WTG-Parkplätzen in diesem Jahr sein werden. Wie berichtet, hat die Gemeinde Wangerland die Gebühren für ihre Parkplätze auf 1 Euro je halbe Stunde erhöht. Die WTG-Stellplätze kosten bislang lediglich 0,60 Euro. Als erstrebenswert angesehen wird allgemein die Harmonisierung der Parkgebühren im gesamten Gemeindegebiet. Die mögliche Angleichung werde voraussichtlich in einer der nächsten Verwaltungssauschuss-Sitzungen der Gemeinde Wangerland beraten, so Strangmann.