Hooksiel/Wangerland (8. 8. 2023) – Die ländlichen Gebite in Niedersachsen dürfen bei der Digitalisierung nocht abgehängt werden. Dafür setzt sich die CDU-Landtagsabgehordnen Katharina Jensen (Wangerland) ein. Mit ihrer Fraktion setzt sie sich dafür ein, dass die Breitbandföderung des Landes bestehen bleibt.
„Beim Breitbandausbau dürfen wir nicht zulassen, dass unsere ländlichen Gebiete weiter abgehängt werden. Die Digitalisierung ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Regionen und den Wirtschaftsstandort Niedersachsen“, stellt Katharina Jensen in einer Presseerklärung fest. „Die geplante Einstellung der Breitbandförderung im Bereich der ,Grauen Flecken‘ ist besorgniserregend und muss dringend überdacht werden.“
Die rot-grüne Landesregierung hatte mit Blick auf den Haushalt 2024 Sparmaßnahmen angekündigt. Digitalisierungsminister Olaf Lies (SPD) hatte angekündigt, dass über die 2018 bereitgestellten Mittel in Höhe von 1 Milliarde Euro kein weiteres Geld für den Ausbau des schnellen Internets bereitgestellt werden könnten.
Auch in der Gemeinde Wangerland gibt es noch eine Reihe von „Grauen Flecken“ mit vergleichsweise langsamem Internet. Hooksiel gehört nicht dazu. Der Ausbau des gesamten Ortes mit einer Glasfaserinfrastruktur steht vor dem Abschluss.
Die Prognose, dass das Geld wieder nicht ausreichen werde, sei wenig überraschend, so Katharina Jensen. „Als CDU-Fraktion setzen wir uns in ganz Niedersachsen dafür ein, dass unsere ländlichen Gebiete nicht benachteiligt werden und die Breitbandförderung weiterhin besteht.“
Friesland/Hooksiel (3. 8. 2023) – Gute Nachricht für EWE-Kunden: Wie der Energiedienstleister heute mitteilt, wird der Strompreis zum 1. Oktober erneut gesenkt. Bereits zum 1. April und zum 1. Juli hatte das Unternehmen den Strom- und den Gaspreis in der Grundversorgung zurückgenommen. Der Gaspreis bleibe trotz gestiegener Gasspeicherumlage ab Oktober unverändert, so EWE.
Der Strom-Arbeitspreis sinkt um rund sechs Prozent von 39,23 Cent auf 36,97 Cent brutto pro Kilowattstunde. Der jährliche Grundpreis von 199,55 Euro bleibt unverändert. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2800 Kilowattstunden bedeute das eine Kosteneinsparung von gut 60 Euro im Jahr. Davon profitieren 305 000 Kunden, darunter auch viele Hooksieler. EWE gilt für den Landkreis Friesland als Grundversorger.
Die Preissenkung gilt automatisch für Kunden in der Grundversorgung. Der überwiegende Teil der EWE-Kunden werde aber in Sonderverträgen mit laufzeitgebundener Preisgarantie beliefert, so EWE. Auch in deinem Segment habe man die Preise für Neuabschlüsse und Verlängerungen bereits zum 30. Juni gesenkt. Über die neuen Preise in der Grundversorgung informiere EWE die betroffenen Kunden wie üblich in den nächsten Tagen per Post oder auch per E-Mail.
Als Grund für den sinkenden Strompreis nennt EWE-Marktvorstand Dr. Christian Friege eine weitere Entspannung auf dem Strommarkt. Er betont aber, , dass trotz der weiteren Stabilisierung der Energiemärkte die Energiekrise noch nicht vorüber sei. Insbesondere mit Blick auf den kommenden Winter könne je nach Wetterentwicklung, das Thema Gasknappheit auch ganz schnell wieder in den Fokus rücken.
Wangerland/Wilhelmshaven (28. 7. 2023) – Eine originelle Marketingaktion soll die Aufmerksamkeit auf die Küstenregion lenken und zugleich dem Klimaschutz dienen: Die Tourismus-Agentur Nordsee (TANO) hat den Verkauf des Nordsee-Reisepasses gestartet. Passinhaber, die die niedersächsische Nordseeregion erkunden, können durch das Sammeln von Stempeln Preise gewinnen. Der Erlös aus dem Verkauf des Passes kommt in voller Höhe Klimaschutzmaßnahmen zugute.
Das erste Exemplar des neuen Nordsee-Reisepasses händigte TANO-Geschäftsführer Mario Schiefelbein (links im Bild) Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) aus. Das Land hat das Projekt der in Wilhelmshaven ansässigen Organisation zu 80 Prozent der Gesamtkosten mit einer Summe von 94.400 Euro gefördert.
Rund 160 Einrichtungen in sieben Landkreisen sowie den beiden Städten Wilhelmshaven und Bremerhaven sind mit von der Partie, um Passinhaber bei einem Besuch mit Stempeln zu belohnen. Mit dabei auch die Wangerland Touristik GmbH, die den Nordsee-Reisepass (Preis: 10 Euro) in ihren Tourist-Informationen in Horumersiel und Hooksiel vertreibt. Auch online kann man den Pass unter www.nordsee-reisepass.de erwerben. Wer neun oder mehr Stempel sammelt, kann zudem in einer Sonderverlosung attraktive Preise gewinnen.
Sämtliche Erlöse werden in Klimaanpassungs-Maßnahmen investiert. „Dabei geht es in erster Linie um Anpflanzungen“, erläutert Schiefelbein. So soll zum Beispiel in Jever ein sogenannter Tiny Forest (Mini-Wald) entstehen. Auf einigen Ostfriesischen Inseln könnte Strandhafer angepflanzt werden. „Je mehr Pässe wir verkaufen, je mehr wird angepflanzt“, so der TANO-Chef. „Wir wollen auch darauf aufmerksam machen, welchen Einfluss der Klimawandel auf unsere Heimat hat und was wir unternehmen können, um den negativen Folgen entgegenzuwirken.“
Und das Besondere: Passinhaber können bei Interesse an den Pflanz-Aktionen im kommenden Frühjahr aktiv teilhaben. Mit dem Nordsee-Reisepass soll auch der Binnentourismus gefördert werden, indem Passinhaber zum Besuch verschiedener Attraktionen, Sehenswürdigkeiten und anderen Stationen motiviert werden, an denen Stempel gesammelt werden können.
Die TANO wurde Anfang am 2022 gegründet und nahm Ende des Jahres die praktische Arbeit auf. Sie ist die erste flächendeckende touristische Organisation für Destinations-Management und -Marketing an der niedersächsischen Nordseeküste. Ihre Gesellschafter sind die sieben Landkreise Ammerland, Aurich, Cuxhaven, Friesland, Leer, Wesermarsch und Wittmund sowie die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven und die Seestadt Bremerhaven.
Hohenkirchen/Hooksiel (26. 7. 2023) – Der MTV Hohenkirchen richtet am Sonnabend, 29. Juli, auf seiner Tennisanlage en Damen-Doppelturnier für die Altersklassen AK 30, 40 und 50 aus. Die Teilnehmerinnen kommen aus elf verschiedenen Vereinen, darunter auch vom FC Nordsee Hooksiel. Die Hooksielerin Petra Csikos geht mit Heike Scharfe-Diebel an den Start, die dem Hessischen Tennis-Verband (HTV) angehört und vom TC Nieder-Weisel kommt. Insgesamt nehmen zehn Doppel am Turnier teil. Vom MTV Hohenkirchen spielt Svenja Manning mit.
Auf den zwei Sandplätzen wird nach dem sogenannten „Spiralsystem“ nur Doppel gespielt. Das bedeutet, dass jede Doppelpaarung am Spieltag zwei Spiele zu bestreiten hat. Dabei treffen sie auf mindestens einem gleichwertigen und einem besseren Gegner. Gezählt wird nach den Regeln der ITF Anhang V, „ohne Vorteil Spiel“. Der dritte Satz wird als Match-Tiebreak ausgespielt.
Die ersten Spiele starten um 9 Uhr. Je nach Wetterlage wird voraussichtlich bis etwa 18 Uhr gespielt. Aufgrund der guten Leistungsklassen rechnet die Turnierleitung mit sehr spannenden und zum Teil ausgeglichenen Spielen. „Zuschauer sind auf der Anlage des MTV ausdrücklich erwünscht“, so Organisationsleiter Robert Meints. Für den 10. September plant der MTV als Abschluss der Turnierreihe dieses Jahres ein Mixedturnier.
Die Jugendfeuerwehren im Wangerland stehen zusammen. Foto: Feuerwehr
Hooksiel/Wangerland (25. 7. 2023) – An der Ostsee ist es auch schön. Davon konnten sich jetzt die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren Tettens, Hohenkirchen und Hooksiel überzeugen. Insgesamt 35 Jugendliche verbrachten an der Lübecker Bucht begleitet von neun Betreuerinnen und Betreuern eine spannende Woche in einem Zeltlager. Der Dank des Hooksieler Feuerwehr-Nachwuchses geht dabei besonders an den Förderverein der Freiwillige Feuerwehr Hooksiel e.V., dessen Mitgliedern die Fahrt mit 700 Euro bezuschussten.
Startpunkt für die jährliche Zeltlager-Reise war das Feuerwehrhaus Hohenkirchen. Nach rund sechs Stunden Fahrt erreichte die Gruppe Grömitz, wo glücklicherweise die Zelte bereits aufgebaut waren und direkt bezogen werden konnten. Ein erster Höhepunkt war ein Besuch im Zoo „Arche Noah“ in Grömitz. Die Kinder und auch die Betreuer hatten dort bei gutem Wetter viel Spaß.
Eine Woche im Zeltlager an der Ostsee schweißt den Feuerwehr-Nachwuchs zusammen. Fotos: Feuerwehr
Am nächsten Tag folgte ein Ausflug zur Feuerwehr Grömitz, wo die Kinder und Jugendlichen aus dem Wangerland ihren guten Ausbildungsstand unter Beweis stellen konnten. Nach den Worten des stellvertretende Jugendfeuerwehrwarts der Freiwilligen Feuerwehr Wangerland, Carsten Behnk, bestanden alle Kinder die Prüfung „Jugendflamme 1“, die älteren zusätzlich die „Jugendflamme 2“. Als Belohnung gab es entsprechende Urkunden.
Spannend war es auch im „Hansa Park“: Achterbahn, Wildwasserbahn, Freefall-Tower und andere, aufregende Fahrgeschäfte sorgten dafür, dass die Betreuer eine ruhige Nachruhe genießen konnte. Ganz anders als in der Nacht zuvor, als ein schweres Unwetter viele Kinder und Betreuer aus dem Schlaf gerissen hatte.
Ihre Freizeit verbachten die Wangerländer im Zeltlager oder an der Grömitzer Promenade. Eine „Schnitzeljagd“ mit Siegerehrung forderte den Teamgeist der Kinder. Als Abschluss gestalteten alle Kinder T-Shirts mit eigenen Motiven als Erinnerung und Mitbringsel vom Zeltlager, das für viele der Kinder das erste war und, da ist sich Carsten Behnk sicher, nachhaltig gut in Erinnerung bleiben wird.
Wangerland (24. 7. 2023) – Tödlich verletzt wurde heute ein Autofahrer bei einem Unfall auf der Kreisstraße 86 im Wangerland. Nach Angaben der Polizei kam der Wagen, der aus Richtung Friedrich-Augustengroden kommend in Richtung Friederikensiel unterwegs war, gegen 13.50 Uhr auf gerade Strecke nach rechts von der Fahrbahn ab.
Der Wagen hat offenbar einen Baum gestreift, sich überschlagen und ist dann auf dem Dach auf einem angrenzenden landwirtschaftlichen Feld liegen geblieben. Danach sei das Auto in Brand geraten. „Der Fahrzeugführer als einziger Fahrzeuginsasse verstarb am Unfallort“, schildert die Polizei.
Die Unfallursache ist offenbar noch unbekannt. Andere Fahrzeuge sollen an dem Unfall nicht beteiligt gewesen sein. Helfer der Freiwilligen Feuerwehr löschten das Fahrzeug. Für den um die 70 Jahre alten Mann kam jede Hilfe zu spät.
Die Polizei sucht nach Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben oder sonstige Angaben zum Fahrzeug oder dem Unfall machen können. Hinweise nimmt das Polizeikommissariat in Jever unter Telefon 04461/7449-0 entgegen.
Mit Ästhetik, Licht und Ruhe soll das „Thalasso Meeres Spa“ der Reizüberflutung ab Ende des Jahres entgegen wirken. Jetzt ist die Personalsuche angelaufen. Animation: WTG
Horumersiel/Hooksiel (17. 7. 2023) – Für die Wangerland Touristik GmbH hat die heiße Phase der Personal-Werbung für das „Thalasso Meeres Spa“ begonnen. Mit Hilfe von Anzeigen in den regionalen Tageszeitungen sucht die WTG Mitarbeiter, die ab dem 1. November in dem neuen Gesundheitstempel in Horumersiel ihre Arbeit aufnehmen sollen. Das Haus selbst mit seinen Wellness- und Therapieangeboten soll im Dezember offiziell in Betrieb gehen.
Gesucht werden Beschäftigte in Voll- und Teilzeit. Das Spektrum reicht von Gesundheitscoaches bis zu Reinigungskräften, von Sporttherapeuten bis zu technischem Personal, von Spa-Therapeuten und Kosmetikerinnen bis Kräften, die die Rezeption besetzten. Damit sich künftige Mitarbeiter aber auch potenzielle Nutzer ein Bild von dem Haus und seinen Angeboten machen können, bietet die WTG für Mittwoch, 19. Juli, ab 17 Uh sowie für Freitag, 21. Juli, ab 14 Uhr, Besichtigungstermine an (Treffpunkt im WTG-Gebäude Zum Hafen 3).
Das „Thalasso Meeres Spa“ soll überregionale Strahlkraft ausüben. Die Lockstoffe: Ruhe, Stille und Weite sowie die Heilkraft des Meeres. Zur Zielgruppe gehören durch Reizüberflutungen gestresste Menschen, die bereits sind, etwas Gutes für sich zu tun. Helfen sollen bei der Reizreduktion Ästhetik, Meerwasser und Schlick. Angeboten werden sollen unter anderem Schlick-Packungen, Massagen, Bäder und Kosmetik, Yoga- und Aqua-Kurse, Coachings und Personal-Training. Als ein Alleinstellungs-Merkmal fürs Wangerland setzt die WTG unter anderem auf eine Kältekammer.
Jever/Hooksiel (7. 7. 2023) – Das Polizeikommissariat Jever bekommt in Kürze eine neue Telefonnummer. Ab Donnerstag, 12. Juli, ist die Behörde unter der Rufnummer 04461/74490 zu erreichen. Hintergrund ist eine technischen Umstellung.
Für Bürger im Wangerland ist die Nummer des Polizeikommissariats besonders nachts und an den Wochenenden wichtig, da das Gemeindegebiet dann direkt auf Jever betreut wird. Die in Hohenkirchen beheimatete Polizeistation Wangerland (Telefon 04463/80891-0) ist nur unter der Woche und nur tagsüber bis 20 Uhr besetzt. In Notfällen sollten Bürgerinnen und Bürger ohnehin gleich über die Nummer 110 die Polizei-Leitstelle alarmieren.
Nach der Umstellung der Festnetznummer der Polizei in Jever erhalten Anrufer auf der alten Nummer eine Ansage mit der neuen Rufnummer. Diese Ansage wird laut Polizei vier Wochen aktiv sein.
Pfarrer Lars-Jörg Bratke ist stolz auf den hellen und sehr kommunikativen Innenraum der St.-Ansgar-Kirche in Hooksiel. Das Gotteshaus biete ein ideales Umfeld für die Begegnung und das Gespräch zwischen einheimischen Christen und Urlaubern. Foto: hol
Hooksiel (6. 7. 2023) – Stellen wir uns vor, es gibt keine Kirche mehr. Quatsch? Okay. Stellen wir uns vor, dass sich die Kirche, wie wir sie kennen, sehr stark verändert. Was machen wir? Lassen wir Kirche Kirche sein, oder verändern wir uns mit? Vor dieser Frage stehen die Christen im Wangerland.
Viele Kirchenaustritte, sinkende Kirchensteuer-Einnahmen, fehlender theologischer Nachwuchs … Die Probleme, mit denen die evangelisch-lutherische Landeskirche und die katholische Kirche zu kämpfen haben, sind ähnlich. Sieben ev.-luth. Gemeinden haben sich bereits zum Jahresbeginn zur ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland zusammengeschlossen. Mittelfristig verringert sich die Zahl der Pastoren. Laien werden stärker gefordert werden – sei es im Gemeindeleben oder auch bei Andachten.
Ab 2024 sechs „Pastorale Räume“
Die katholische Kirchengemeinde steht vor einem ähnlichen Prozess. Zum 1. Januar 2024 werden die 41 Pfarreien im Oldenburger Land in sechs so genannten Pastoralen Räumen zusammengefasst. Das Wangerland gehört dann zum Raum „Küste“, der Pfarreien aus dem Landkreis Friesland, der Wesermarsch und dem Ammerland sowie Wilhelmshaven angehören werden. Wie das Bistum in Münster und das Offizialat Vechta betonen, bleiben die einzelnen Pfarreien zwar auch nach dem 1. Januar rechtlich selbstständig. Mittelfristig aber sollen etwa Personal- und Finanzfragen auf der Ebene der Pastoralen Räume geklärt werden. Angesichts der Personalnot dürfte sich die Zahl der hauptamtlich Beschäftigten dabei in etwa halbieren.
Die Katholische Gemeinde Wangerland gehört zur Pfarrei Jever St. Benedikt. Die Gotteshäuser St. Marien in Schillig und St. Ansgar in Hooksiel werden seit 2006 von Pfarrer Lars-Jörg Bratke betreut, der darüber hinaus auch in Jever und Schortens aktiv ist. Die rund 750 katholischen Christen im Wangerland hätten den Diskussionsprozess um die künftigen kirchlichen Strukturen sehr ruhig begleitet, sagte der Pfarrer im Gespräch mit „Hooksiel-life“. Nach Bratkes Geschmack war es sogar etwas zu ruhig. „Ich habe schon 2007 die St.-Hedwig-Kirche in Hohenkirchen schließen müssen. Das möchte ich nicht noch einmal erleben.“
Noch ist der Pfarrer zuversichtlich, dass die beiden katholischen Gotteshäuser im Wangerland dauerhaft Bestand haben werden. „Am Ende entscheidet das aber die Gemeinde. Wenn niemand zum Gottesdienst kommt, muss man sich nicht wundern, wenn irgendwann die Kirche weg ist.“
Standortfaktor Urlauberseelsorge
Ein wichtiger Standortfaktor fürs Wangerland sei die Urlauberseelsorge. Gerade in den Sommermonaten würde viele Küstenurlauber die Gottesdienste besuchen. Die Menschen hätten dann viel Zeit, seien entspannt und für geistliche Ansprachen zugänglich. Froh sei er, so Bratke, über das offene Miteinander der Einheimischen und Gäste in den Kirchen – gerade auch in St. Ansgar. Das passe sehr gut zur Geschichte der katholischen Gemeinde im Wangerland, die erst nach dem 2. Weltkrieg von Flüchtlingen und Vertriebenen in Schillig gegründet wurde.
Ein Großteil der Urlauber im Wangerland kommt aus Nordrhein-Westfalen. Auch damit schließt sich für Lars Bratke, 1970 in Schwerte an der Ruhr geboren, ein Kreis. „Schwerte ist für mich immer noch ein Stück Heimat, obwohl ich immer an der Küste leben und arbeiten wollte.“
Vom evangelischen Theologen zum katholischen Pfarrer
Der Weg dahin führte über Umwege. Lars Bratke wächst mit der Kirche auf, und zwar mit der evangelischen Volkskirche in Schwerte. Wegweisend für die Zukunft des jungen Mannes wird ein Lob seines damaligen Pastors. „Lars, dich könnte ich mir gut als Pastor vorstellen.“ Das Ziel ist gesetzt. Bratke lernt nach dem Abitur Griechisch, Hebräisch und Latein, studiert evangelische Theologie und arbeitet im Jahr 2000 als Vikar im Paderborner Land.
Die St.-Ansgar-Kirche steht seit gut 60 Jahren am Ende der Nordstraße in Hooksiel. Ob das Gotteshaus trotzt aller Strukturreformen in der katholischen Kirche eine Zukunft hat, hängt nach Überzeugung von Pfarrer Bratke in erster Line von der Gemeinde ab. Foto: hol
Allerdings: Pastoren-Stellen sind damals knapp in der evangelischen Kirche. Da für Bratke die Ökumene stets „eine Herzensangelegenheit“ war und ihn die Liturgie der katholischen Gottesdienste schon immer angesprochen hat, schult der junge Theologe die „katholischen Spezials“ nach: Dogmatik, Mariologie, Liturgie. Er besucht 2001 das Priesterseminar und wird 2002 in Steinfurt zum katholischen Priester geweiht.
Die dogmatischen Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer Kirche sind für Lars Bratke nachrangig. „Wichtig war es für mich immer, als Priester leben und arbeiten zu können“, sagt der Theologe. Taufe, Hochzeit, Beerdigungen, das sind für den Seelsorger die wichtigsten Ereignisse, bei denen er die Menschen begleiten möchte – und bei denen die Menschen Kirche vor Ort erleben können. „Wir wollen als Christen das Leben gemeinsam feiern.“
Das Offizialat Vechta hat mit Sabine Orth eine Pastoralreferentin abgestellt, die die Wangerländer auf den Weg in die künftige Struktur der katholischen Kirche begleiten wird. Lars Bratke würde sich freuen, wenn auch möglichst viele Christen in Hooksiel diesen Weg mitgehen und den Prozess des Wandels aktiv begleiten. Ein erster Schritt dahin: der Besuch des Gottesdienst am Sonnabend, 19 Uhr, in St. Ansgar und die Eucharistiefeier am Vorabend.
Hooksiel/Wilhelmshaven (6. 7. 2023) – Das Sturmtief „Pony“ hat den Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland gehörig Arbeit beschert. Das Unwetter hatte am Mittwochnachmittag zahlreiche Schäden verursacht. Verletzte Personen habe ist im Inspektionsgebiet aber nicht gegeben, teilte die Polizei heute mit.
Die erste Bilanz zum Einsatzgeschehen: „Es sind 18 Notrufe für das Stadtgebiet Wilhelmshaven und den Landkreis Friesland über die 110 im Zusammenhang mit dem Sturm eingegangen. Hinzu kommt eine Vielzahl an Anrufen, die die jeweiligen Polizeiwachen direkt erreichten und Einsätze auslösten.“
Hauptursache waren umgekippte Bäume und herabfallende Äste. Polizeibeamte mussten dabei vielerorts den Verkehr regeln, damit die Hindernisse beseitigt werden konnten. In der Summe registrierte die Polizei ein vermehrtes Aufkommen an Einsätzen, Notrufen und anderweitigen Mitteilungen.
Ein Tipp der Inspektion: „Wir empfehlen, trotz der nicht mehr vorhandenen Warnung und dem mittlerweile überstandenen Sturm weiterhin aufmerksam zu sein. Viele Schäden werden sich erst im Laufe der kommenden Tage zeigen.“