Wangerland (22. 10. 2024) – Die Wangerländer CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen lädt alle Bürgerinnen und Bürger aus ihrem Wahlkreis zu einem Besuch im Niedersächsischen Landtag ein. Zumindest besteht für jeden Bürger die Möglichkeit, eine Parlamentsdebatte zu verfolgen oder das Landtagsgebäude in Hannover zu besichtigen.
Informationen zur Terminplanung und zum Ablauf des Besuchs erhalten Interessierte auf der Internetseite des Niedersächsischen Landtags unter www.landtag-niedersachsen.de. Vor Ort bietet die CDU-Abgeordnete den Besuchern ein persönliches Gespräch über aktuelle Themen und Anliegen an. „Mein Wahlkreisbüro in Jever steht bei der Planung des Besuchs zur Seite“, so Jensen. Rückfragen unter moin@katharina-jensen.info oder unter Telefon 04461/7586146.
Wangerland (21. 10. 2024) – Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer freut sich über die zahlreichen Interessierten an den 16. Zugvogeltagen. Bei der Abschlussveranstaltung am Sonntag im Gästehaus in Horumersiel wurden um die 1000 Besucher gezählt. Mit dem bunten Fest ging ein Reigen von über 360 Veranstaltungen an der gesamten niedersächsischen Nordseeküste zu Ende.
Das Phänomen Zugvögel fasziniert. Deren jährliche tausende Kilometer weite Reisen sind für sie überlebenswichtig: Zu jeder Jahreszeit finden die Vögel in verschiedenen geografischen Regionen die passenden Bedingungen vor, ob zur Brut, zum Überwintern oder als Rastplatz und nehmen dafür große Strapazen auf sich.
Ein Höhepunkt des Festes war auch die Siegerehrung für den „Aviathlon“. Dabei traten die Inseln und Festlandsregionen in den Wettbewerb, wo während der Zugvogeltage die meisten Vogelarten gesichtet wurden. Nadine Knipping vom Aviathlon-Koordinationsteam berichtete vom Wiedehopf am Rysumer Nacken, von Hochseearten wie Dunkle Sturmtaucher, Basstölpel und Trottellumme und von besonders seltenen Arten wie Erddrossel, Feldrohrsänger, Nachtreiher und Seidensänger, die zum Teil erstmals auf die Aviathlon-Gesamtliste gelangten.
Der Leiter der Nationalpark-Verwaltung, Peter Südbeck (rechts), zeichnete in Horumersiel die Gewinner des „Zugvogel-Aviathlon“ aus. Foto: Michael Räder
Insgesamt entdeckten die Beobachter 220 Arten. In der Inselwertung gelang Norderney ein Start-Ziel-Sieg. Mit 164 Arten wurde Vorjahressieger Wangerooge auf den 2. Platz verdrängt. Am Festland gelang es Cuxhaven, mit 149 Arten seinen Vorjahrestitel zu verteidigen.
Viel Beachtung fand auch eine Ausstellung von Kinder-Bildern. 150 Kinder hatten ihre Werke zum Thema „Auf Schwingen um die Welt“ eingesandt. Insgesamt nahmen laut Nationalpark-Verwaltung über 14.000 Besucher, darunter gut 3000 Kinder, an den Zugvogeltagen teil.
„Die 16. Zugvogeltage haben wieder eine große Zahl Einheimischer und Gäste des niedersächsischen Wattenmeeres erreicht“, resümierte Peter Südbeck, der Leiter der Nationalparkverwaltung. „Unser Dank geht an die vielen Mitwirkenden überall im Nationalpark, die Zugvogeltage sind ein echtes Gemeinschaftswerk geworden, wir sind froh und stolz auf so viel Unterstützung zu diesem wichtigen Thema“.
Der Seenotrettungskreuer „Bernhard Gruben“ übernahm einen erkrankten Seemann von Bagger „Nordsee“ und brachte ihn nach Hooksiel. Foto: DGzRS – Die Seenotretter
Hooksiel/Horumersiel (20. 10. 2024) – Für einen dringenden Krankentransport waren in der Nacht zum Sonntag der in Hooksiel stationierte Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ und das Seenotrettungsboot „Wolfgang Paul Lorenz“ der Freiwilligen-Station Horumersiel im Einsatz. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, war auf dem Bagger „Nordsee“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Weser-Jade-Nordsee ein Besatzungsmitglied zusammengebrochen.
Als der Seenotrettungskreuzer beim etwa neun Kilometer entfernt liegende Baggerschiff eintraf. Als die Retter eintrafen, sei der Seemann wieder bei Bewusstsein gewesen, benötigte aber dringend medizinische Unterstützung. Daraufhin brachte die „Wolfgang Paul Lorenz“ eine Seenotärztin zur „Nordsee“. Sie konnte mit zwei Rettern den Patienten so weit stabilisieren, dass er mit einer Trage transportiert werden konnte.
Aufgrund der Höhe wurde der Mann in einer die Schleifkorbtrage mit dem Kran der „Nordsee“ auf das Vorschiff der „Hermann Gruben“ heruntergelassen, der den Patienten in Begleitung der Ärztin nach Hooksiel brachte, wo der Mann an einen Rettungswagen mit Notarzt übergeben wurde. Aufgrund des zeitweise dichten Seenebels in Teilen des Reviers konnten Hubschrauber nicht eingesetzt werden.
Durch Seenebel erschwert wurde auch ein Einsatz am Samstagnachmittag. Die „Hermann Marwede“ von der DGzRS-Station Helgoland brachte einen krankten Seemann der „Maersk Newcastle“ an Land. Der Seenotrettungskreuzer nahm das philippinische Besatzungsmitglied gut zwölf Kilometer nördlich von Wangerooge an Bord, wo das 210-Meter lange Containerschiff auf Reede lag. Die Seenotretter übergaben den Mann in Cuxhaven an einen Rettungswagen.
WTG-Geschäftsführer Armin Kanning stellte mit Gesine Ponto die neue Interims-Leitung des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel vor. Foto: hol
Horumersiel (18. 10. 2024) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) bietet Hotel- und Pensionsbetrieben aus dem Wangerland und der Umgebung Thalasso-Partnerschaften an. Den Partnern soll es ermöglicht werden, für ihre Gäste direkt Anwendungen im neuen „Thalasso Meeres Spa“ zu buchen.
Die technischen Voraussetzungen seien bereits vorhanden. Jetzt soll das Angebot mit Leben erfüllt werden, sagte WTG-Marketingleiterin Larissa Strangmann heute bei der Vorstellung der neuen Thalasso-Leiterin Gesine Ponto.
Weitere Mitarbeiter gesucht
Noch wichtiger für das Haus dürfte aber der Erfolg einer Personalkampagne sein, die in den nächsten Tagen vor allem auf Online-Portalen starten soll. „Unsere Angebote werden sehr gut angenommen“, sagte ein nach eigenem Bekunden „sehr erleichterter“ WTG-Geschäftsführer Armin Kanning. Um die Zahl der Anwendungen aber weiter nach oben fahren zu können, benötige man aber dringend weitere Fachkräfte ganztags oder in Teilzeit für den Spa-Bereich.
„Wir brauchen vor allem Mitarbeiter, die an der Bank arbeiten können“, sagte Gesine Ponto. Sie meint damit die Massagebank. Rund 80 Prozent der nachgefragten Anwendungen seien unterschiedliche Massageformen, Packungen und Peelings. Sehr gut gebucht würden aber auch schon die Kältekammer und der „Privat-Spa“-Bereich.
Neue Chefin in Teilzeit
Kanning stelle Gesine Ponto als neue Interims-Leitung des Gesundheitstempels vor. Die selbstständige Unternehmens-Beraterin aus Mecklenburg-Vorpommern war schon vor der Eröffnung als Mitarbeiter-Coachin für die Detail-Abläufe im „Thalasso Meeres Spa“ engagiert worden. Jetzt soll sie die Vakanz in der Leitung zunächst freiberuflich füllen. „Ich werden zwei Tage in der Woche für das Thalasso Meeres Spa arbeiten und auf jeden Fall einmal in der Woche vor Ort sein“, sagte die 44-Jährige. Darüber hinaus werde sie rund um die Uhr über digitale Kanäle der WTG und den Thalasso-Mitarbeitern zur Verfügung stehen,
Gesine Ponto ist Nachfolgerin von Ulrike Fahrner, die das Haus nach anderthalb Jahren auf eigenen Wunsch verlassen habe. Konkrete Gründe für die Trennung nannte Kanning nicht. Allerdings herrsche rund um das „Thalasso Meeres Spa“ ein „enormer Druck, auch von außen“. Bekanntlich sind die Baukosten für das Projekt explodiert und die Eröffnung im Juni lief alles andere als glücklich. Das Haus musste wenige Wochen später nach dem Fund von Keimen im Trinkwasser erneut für mehrere Wochen geschlossen werden.
Von Angeboten beeindruckt
Die neue Leiterin, die in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland vornehmlich Spa-Bereiche für Hotels geplant und beraten hat, macht keinen Hehl daraus, dass sie mit Blick auf das „Thalasso Meeres Spa“ zunächst skeptisch gewesen sei. „Ein Spa dieser Größenordnung ohne angeschlossenes Hotel, das gibt es sonst nirgends“, sagte die Managerin. Inzwischen sei sie aber überzeugt davon, dass das Projekt funktionieren kann. „Es ist ein neues Haus, wunderschön eingerichtet, mit tollen Angeboten“, so Ponto. Damit liege man im Spa-Bereich ziemlich weit vorn. Das müsste eigentlich auch ein Pfund bei der Mitarbeiter-Werbung sein. Und, so das Versprechen der Leiterin: „Ich werde so lange bleiben, bis das Produkt steht.“
Erholung pur am Strand von Hooksiel. Die Übernachtungszahlen in der Gemeinde Wangerland sind laut WTG-Statitsik im laufenden Jahr leicht gestiegen. Foto: hol
Hooksiel/Horumersiel (17. 10. 2024) – Die Urlaubssaison im Wangerland war offenbar nicht so schlecht, wie viele Gastronomen und Vermieter nach einem verregneten Juni befürchtet hatten. Nach der internen Statistik der Wangerland Touristik GmbH (WTG) hat die Zahl der Übernachtungen mit Stand 31. August gegenüber 2023 um 0,63 Prozent auf rund 1,4 Millionen zugelegt. Die Zahl der Personen, die im Gemeindegebiet Erholung suchten, kletterte um 2,6 Prozent auf etwa 200.000.
Die durchschnittliche Verweildauer das Gäste habe bei 6,69 Tagen gelegen, sagte WTG-Geschäftsführer Armin Kanning gegenüber „Hooksiel-Life“. Die Zahlen der WTG beruhen auf der Abrechnung der Gästekarten, die für jede Übernachtung gelöst werden müssen. Die Eingabe der Daten ins System erfolge aber mit einigen Wochen Verzug. Deshalb lägen noch keine genauen September-Zahlen vor.
Der Vorteil der WTG-Zahlen gegenüber den Erhebung etwa des Landesamtes für Statistik: Bei den Landeszahlen werden lediglich die Übernachtungszahlen in Hotels, Pensionen und Ferienhäusern mit zehn oder mehr Betten erfasst. Unterschiede zu der Echt-Erfassung der WTG, in die neben Hotels und Pensionen auch die Gäste in jedem Ferienhaus und auf den Campingplätzen einfließen, ergeben sich für das Wangerland insbesondere auch dadurch, dass mit dem „Hotel Wangerland“ und dem „Upstalsboom-Hotel“ in Schillig zwei große Anbieter in diesem Jahr nicht am Markt waren.
Erwartungsgemäß gestiegen sind auch die Nutzerzahlen in den Hallenbädern der WTG. Für die Friesland-Therme in Horumersiel verbucht das gemeindeeigene Touristik-Unternehmen ein Plus gegenüber dem Vorjahr von etwa 20 Prozent, für das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel gar einen Zuwachs von 130 Prozent. Wesentlicher Grund dafür dürften aber die langen Schließzeiten beider Bäder im Frühjahr 2023 aufgrund der hohen Energiekosten und Revisionsarbeiten sein.
Friesland/Wangerland (17. 10. 2024) – Unternehmen und Betriebe in Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland, die den Ausbau und die Produktion von Schlüsseltechnologien wie Batterien, Solarpaneelen, Windturbinen, Wärmepumpen, Elektrolyseuren sowie Technologien zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 planen, können Fördermittel vom Bund beantragen. Den Weg dafür geöffnet hat eine Änderung der Bundesförderichtlinie STARK, aus der die Transformation von Kohleregionen in Deutschland finanziell abgefedert wird.
Wie das Wirtschaftsministerium in Hannover mitteilt, konnten bislang aus diesen Fonds lediglich nicht-investive Projekte zur Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur gefordert werden, etwa der Bau von öffentlichen Gebäuden. Entsprechende Überlegungen dafür gibt es auch im Wangerland.
In Niedersachen kann Geld aus dem Fördertopf nur in den Landkreis Helmstedt als ehemaliges Braunkohlerevier und in die Region Wilhelmshaven/Friesland als Standort von Steinkohlekraftwerken fließen. Unternehmen sollen bis zum 6. Dezember ihre Projektskizzen beim Bund einreichen. Empfohlen wird eine vorherige Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Landesministerium. Für hiesige Unternehmen ist das das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.
Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) begrüßt die Erweiterung des Förderkataloges: „Der Ausbau der Produktionskapazitäten für Transformations-Technologien ist von zentraler Bedeutung, um den Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft erfolgreich zu gestalten.“
Das STARK Förderprogramm ist derzeit mit rund 2,8 Milliarden Euro die größte Bundesmaßnahme für Kohlereviere und strukturschwache Kohlekraftwerksstandorte. Ein Teil des Geldes soll in die neue Fördermöglichkeit fließen. Die Maßnahme insgesamt wird aus den bis zu 41 Milliarden Euro finanziert, mit denen der der Bund bis 2038 die Reviere und strukturschwachen Kohlestandorte unterstützt. Auf Wilhelmshaven und Friesland sollten davon 157 Millionen Euro entfallen.
Seit Mai Klimaschutz-Managerin beim Landkreis Friesland: Amelie Bruns. Foto: Landkreis
Friesland (17. 10. 2024) – Hitze, Starkregen, Stürme: Der Klimawandel wird immer präsenter. Als Klimaschutz-Managerin beim Landkreis Friesland hat Amelie Bruns im Blick, was das Klimabeeinflusst. Seit Mai ist sie Teil der Kreisverwaltung. Zu ihren Aufgaben zählt nicht nur das Erstellen eines Klimaschutzkonzeptes, also eines Plans, wie der Landkreis treibhausgasneutral werden kann. Amelie Bruns will zudem Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Politik für das Thema sensibilisieren, denn, so ihre Überzeugung: „Klimaschutz geht nur gemeinsam“.
Studium in Emden und Leer
Geboren im Wetteraukreis in Hessen hat Bruns während ihres Bachelorstudiums Umwelttechnik und Masterstudiums Applied Life Sciences an der Hochschule Emden/Leer im Norden ihre zweite Heimat gefunden: „Nach dem Studium verbrachte ich beruflich wieder einige Zeit in Hessen, merkte allerdings schnell, dass ich den Norden und seine Menschen vermisste“, erzählt die 29-Jährige. Sie wurde Klimaschutz-Managerin beim Landkreis Friesland. Seither beschäftigt sich die Ingenieurin mit Themen wie Biokatalyse, nachwachsende Rohstoffe und Toxikologie. Aber auch Arbeit mit Zahlen etwa beim Erstellen von Energiebilanzen und dem damit zusammen hängenden Controlling/Monitoring von Verbräuchen bereitet ihr Spaß..
Neues Klimaschutz-Konzept
Zu ihren Hauptaufgaben zählt die Neukonzeption des 2010 erstellen Klimaschutz-Konzeptes für den Landkreis. Das Konzept ist Handlungsgrundlage für das Ziel, die Treibhausgas-Neutralität für die Verwaltung bis zum Jahr 2030 und für den gesamten Landkreis bis 2040 zu erreichen. „Die Inhalte des alten Konzeptes sind das Fundament für das neue“, erklärt Amelie Bruns. „Inhalte aus den Bereichen erneuerbare Energien, Mobilität und Wärme wurden bereits umgesetzt. Das zeigt sich zum Beispiel bei der energetischen Sanierung der kreiseigenen Gebäude, beim Ausbau der Radwege an Kreisstraßen und der Einführung eines kostenfreien Jugendtickets.“
Mehr Ladesäulen erforderlich
Für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre wünscht sich die 29-Jährige für den Landkreis, „dass wir einen großen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten können“. Dafür seien Fortschritte in den Bereichen Ladeinfrastruktur, Sanierung von Wohngebäuden und der Wärmeplanung notwendig. Konkret nennt Amelie Bruns den Bau öffentlicher Strom-Ladesäulen an Autobahnen, Rastplätzen und auch in den Häfen. Dafür solle die Zusammenarbeit mit umliegenden Landkreisen, Städten und Gemeinden gestärkt und ausgebaut werden.
Friesland/Wilhelmshaven (16. 10. 2023) – Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland warnt vor Betrügern, die sich als Wasserwerker ausgeben. Zu entsprechen Fällen kam es am Dienstag gegen 13 Uhr in der Flutstraße in Wilhelmshaven und gegen 14 Uhr in der Breslauer Straße in Varel. Zwischen den Fällen könnte ein Zusammenhang bestehen.
In beiden Fällen hat sich laut Schilderung der Betroffenen ein unbekannter Mann als Wasserwerker ausgegeben und sich Zutritt zur Wohnung verschafft. Während die Wohnungsinhaber abgelenkt waren, habe sich eine zweite Person in die Wohnung geschlichen und Schmuck entwendet. Anschließend seien die Täter mit einem dritten unbekannten Mann in unbekannte Richtung geflüchtet.
Die Polizei warnt dringend davor, Unbekannten Zutritt zur Wohnung zu gewähren. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den Taten am Dienstag geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Unabhängig von allen Schwierigkeiten in der Startphase: Bei den Nutzern kommt das neue „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel offenbar gut an. Foto: WTG
Horumersiel (16. 10. 2024) – Das „Thalasso Meeres Spa“ steht unter neuer Leitung. Wie die Wangerland Touristik GmbH (WTG) mitgeteilt hat, übernimmt ab sofort Gesine Ponto die Verantwortung für den neuen Gesundheitstempel in Horumersiel. Die neue Leiterin und die Gründe für die Neubesetzung will die WTG auf einer Pressekonferenz am Freitag erläutern.
Die bisherige Thalasso-Leitung Ulrike Fahrner und die WTG haben sich getrennt. Dem Vernehmen nach sind auch einige Arbeitsverträge von Mitarbeitern nach der Probezeit nicht verlängert worden. Wie WTG-Geschäftsführer Armin Kanning gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, suche man aktuell wieder nach Personal, auch nach Teilzeit-Fachkräften, um die Spa-Angebote kontinuierlich optimal präsentieren zu können.
Noch stehen Rechnungen aus
Das „Thalasso Meeres Spa“ war im Juni, zwei Jahre später als ursprünglich geplant, eröffnet worden. Nach Corona-Pandemie, Energie- und Baupreisexplosion als Folge des Ukraine-Krieges waren die Baukosten von zunächst veranschlagten 8,3 über 17 auf zuletzt angenommene 23 Millionen Euro geklettert. Ob das der Endpreis sein wird, ist ungewiss. „Die Endabrechnungen für eine ganze Reihe von Gewerken liegt noch nicht vor“, so Kanning. Der WTG-Geschäftsführer erwartet den Bericht des von der Gemeinde Wangerland bestellten Sachverständigen, der den Bauablauf und die Rechnungsstellungen prüfen soll, voraussichtlich erst im ersten Quartal 2025. Im Rathaus hatte man gehofft, dass die Zahlen bereits in diesem Herbst vorliegen.
Unabhängig von der missglückten Startphase (kurz nach der Eröffnung musste das „Thalasso Meeres Spa“ wegen einer Keimbelastung im Trinkwasser wieder einige Wochen schließen) kämen Optik, Einrichtung sowie die Wellness- und Gesundheitsangebot offenbar gut an. Das zumindest ist der Eindruck von Kanning, der selbst in der Rezeption mitgearbeitet hat, um einen unmittelbaren Eindruck von den Reaktionen der ersten Nutzer zu bekommen.
Gute Nachfrage nach Anwendungen
Aktuell komme man auf rund 20 Personen mit zum Teil mehreren Anwendungen am Tag. Damit sei man auf einem guten Weg, das für die Startphase angepeilte Ziel von täglich 30 Patienten zu erreichen. Ende Oktober endet die so genannte „Soft-Opening-Phase“.
Eine weitere gute Botschaft: Die WTG kann darauf hoffen, einen Großteil der 350.000 Euro zurück zu bekommen, die Betrüger durch einen Rechnungsbetrug ergaunert hatten. Den Tätern war es gelungen, die entsprechende Überweisung der WTG auf ein von ihnen kontrolliertes Konto umzuleiten. Die Staatsanwaltschaft München habe das Konto, auf das offenbar das Geld von mehreren Geschädigten geflossen sei, gesichert. Trotz einiger Abbuchungen sei ein Großteil des Geldes noch vorhanden. Derzeit würden die Berechnungen laufen, wie hoch die Rückzahlungen an die einzelnen Geschädigten ausfallen. Bei der WTG hofft man mindestens auf eine sechsstellige Summe.
Will als „EU-Gemeinderat“ die Region stärker auf EU-Ebene sichtbar machen: Der Hooksieler Ratsherr Dieter Schäfermeier. Fotos: privat
Hooksiel (15. 10. 2024) – Das Wangerland ist ein Teil von Europa. Was sich so selbstverständlich anhört, gerät im Alltag oft in Vergessenheit. In beiderlei Richtungen. Kaum ein Bürger weiß so genau, wie die Institutionen der Europäischen Union funktionieren, wofür die EU eigentlich zuständig ist und wobei sie helfen kann. Umgekehrt dürfte in Brüssel kaum ein Entscheider je etwas mit der Gemeinde Wangerland zu tun gehabt haben – ausgenommen Ursula von der Leyen. Die Präsidentin der EU-Kommission kommt bekanntlich aus Niedersachsen und war hier auch als Landesministerin tätig.
Pro-Wangerland-Ratsherr Dieter Schäfermeier will dafür sorgen, dass das Wangerland und die EU sich näher kommen. Die Plattform dafür ist für ihn das von der EU im vergangenen Jahr aufgelegte BELC-Programm (Building Europe with Local Councillers). „Damals wurden alle Kommunen in Deutschland angeschrieben und gefragt, ob es ein Ratsmitglied gibt, das in dem Gremium aufgenommen werden möchte“, schildert der Hooksieler gegenüber „Hooksiel-Life“. Da sich sonst niemand gemeldet habe, habe er die Aufgabe übernommen.
Dieter Schäfermeier erhofft sich von seinem Engagement auf EU-Ebene auch Vorteile für die Gemeinde Wangerland. Auf dem linken Bild ist der Hooksieler (2. v. r.) mit Kollegen aus der Region Hannover, aus Bayern und einer Dänin (rechts) zu sehen, die in Spanien lebt und die Region Valencia vertritt. Das rechte Bild zeigt Schäfermeier mit der Oberbürgermeisterin von Danzig, Aleksandra Dulkiewicz.
Und tatsächlich. Im Januar wurden alle BELC-Mitglieder aus Deutschland zu einem Kennenlern-Treffen nach Brüssel eingeladen. Im vergangenen Monat haben sich dann die 30 deutschen „EU-Gemeinderäte“ und die deutschen Mitarbeiter der Initiative „Europe Direct“ (ED) in Leipzig getroffen. Aus dem Nordwesten waren neben Schäfermeier Kommunalpolitiker aus Aurich, Oldenburg, Bremen und der Wesermarsch dabei. In Europa gibt es ein Netzwerk von 438 ED-Zentren, in denen Mitarbeiter Bürgern zu allen Fragen rund um die EU Rede und Antwort stehen. Das nahegelegenste ist das Europahaus in Aurich.
Vor wenigen Tagen hat die EU in Brüssel die „Week of Regions“, die Woche der Regionen, veranstaltet, zu der aus allen Mitgliedsstaaten jeweils ein europäischer Gemeinderat sowie die Gebietsvertreter eingeladen waren. Das Ziel: Sich kennen lernen, Netzwerke aufbauen und spannende Vorträge hören.
Als spannend empfunden hat Schäfermeier auch Vorträge über verschiedene Projekte in Polen, die von der EU finanziell unterstützt werden. Der Hooksieler hat beruflich lange in Danzig gearbeitet. Und wie der Zufall es will, traf er in der EU-Hauptstadt eine alte Bekannte. Die Präsidentin (Oberbürgermeisterin) von Gdansk (Danzig), Aleksandra Dulkiewicz. Sie war als Sprecherin einer Session Gast der „Woche der Regionen“. „Da wir uns kennen, gab es erstmal einen Smalltalk!“
„Es ist schon beeindruckend, wenn Politiker aus dem Baltikum über ihre Lage berichten“, schildert Schäfermeier. Die Länder hätten Angst vor einer russischen Aggression und würden zum Beispiel Brücken abbrechen und Straßen zu dem Nachbarland sperren.
Schäfermeier sieht durchaus Chancen, durch seine neuen EU-Kontakte Gutes fürs Wangerland zu bewirken. „Frau von der Leyen will uns BELC’s jetzt besser einbinden und höherwertig in die EU-Organisation einfügen.“ Dafür nehme die europäische Kommission viel Geld in die Hand. Das Motto: „Local is the new Center“.
Auf seinem Marsch durch die Institutionen hält Schäfermeier Ausschau etwa nach Fördertöpfen für seine Heimatgemeinde. „Es wäre doch nicht schlecht, wenn sich de EU an den Kosten der Aufspülung des Hooksieler Strandes beteiligen würde.“ Schön wäre es aber auch schon, wenn künftig der Informationsfluss zwischen der EU und den Bürgern im Wangerland verbessert würde. Als Einstieg dafür denkt Schäfermeier an Vorträge von Fachleuten aus dem Europahaus in Aurich im Wangerland.