Hooksiel (4. 5. 2026) – Am Samstag, 9. Mai, beteiligt sich die Bücherei Hooksiel am deutschlandweiten „Gratis Comic Tag“. Von 10 bis 16 Uhr sind dazu Comic-Fans und Neugierige ins Gästehaus eingeladen, wo sie in die vielfältige Welt der gezeichneten Geschichten eintauchen und ausgewählte Comics kostenlos mitnehmen können.
Verschiedene Verlage stellen speziell für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren eine Auswahl an Comic-Heften verschiedener Genres zur Verfügung. Die kostenlosen Exemplare werden solange der Vorrat reicht ausgegeben.
Darüber hinaus richtet sich der Aktionstag an alle, die sich für Comics begeistern und die Vielfalt dieses Mediums entdecken möchten. Ergänzend bietet die Bücherei einen Einblick in ihr bestehendes Comic-Sortiment. Der Eintritt ist frei.
Hooksiel (2. 5. 2026) – Wenn Meinolf Cohn sich einmal entschieden hatte, blieb er seinem Weg treu. Erst vor wenigen Tagen wurde der 89-Jährige für seine 70-jährige Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel geehrt. Etliche Jahrzehnte war er auch Mitglied in der SPD im Wangerland. Mit seiner Frau Helma feiere er vor zwei Jahren eiserne Hochzeit.
Am vergangenen Sonntag ist der gebürtige Hooksieler nach kurzer Krankheit so gestorben, wie er es sich selbst vermutlich gewünscht hätte – allerdings erst in 10 oder auch 20 Jahren. In seinem Haus am Langengrodener Weg in den Armen seiner Frau Helma.
Meinolf Cohn (Foto) gehörte zu den markantesten Persönlichkeiten im Ort. Mutter Wilma brachte ihren Sohn 1937 in der Obernstraße zur Welt. Vater Emil, Inhabern eines Schlachtbetriebes und Bauernhofes wurde von den damals herrschten Nationalsozialisten als „Jude“ eingestuft und zweimal in Konzentrationslager gesteckt. Die Ehe mit einer Christin und das gemeinsame Kind rettete ihm das Leben.
Der kleine Meinolf hatte trotz der dramatischen äußeren Umstände eine behütete Kindheit, mit einer Schulzeit, aus der er nur wenig mitgenommen hat. Wichtiger seien ihm damals Armdrücken, Wettlaufen und Fingerhakeln gewesen, sagte er später.
Sein Lehrmeister war das Leben
Lehrmeister waren für ihn sein Vater und das Leben selbst. Emil Cohn 1945 kam aus dem KZ nach Hause zurück und verzieh seinen Nachbarn, die zum Teil zu jenen Nazis gehört hatten, die Haus und Hof der Cohns geplündert hatten. Eine Großherzigkeit, die Meinolf Cohn bis ins eigene Alter nur schwer nachvollziehen konnte.
Meinolf Cohn wuchs auf dem kleinen Hof an der Obernstraße auf, besuchte die Landwirtschaftsschule und heiratete 1959. Bereits 1960 musste er nach dem Tod des Vaters die Verantwortung für den Betrieb selbst übernehmen. Keine leichte Aufgabe für den jungen Familienvater. Längst war klar: Milchviehbetriebe mit gerade einmal 16 Kühen haben keine Zukunft.
Mit Mut, Kreativität, Tatkraft und Verhandlungsgeschick gingen Helma und Meinolf Cohn neue, am Ende sehr erfolgreiche Wege. Am Ortsrand bauten sie den Meyer-Hof, auf den der Betrieb – mit dann bis zu 60 Kühen – umgesiedelt wurde. Eine weitere Einnahmequelle der auf sechs Personen aufwachsenden Familie: Urlaub auf dem Bauernhof.
Vom Bauern zum Lohnunternehmer
Wichtiger noch aber dürfte die Weiterentwicklung des Bauernhofes zum landwirtschaftlichen Lohnunternehmen gewesen sein. Cohn übernahm die Klärschlamm-Entsorgung aus den Kläranlagen für die Stadt Jever und später auch für die Gemeinde Wangerland. Die nährstoffreiche Fracht war seinerzeit begehrt als Dünger für die neue aufgespülten Grodenflächen vor Wilhelmshaven und Hooksiel.
1989 übertrug Meinolf Cohn Hof und Lohnunternehmen auf seine Kinder, denen er aber auch danach mit Rat und Tat zur Seite stand. Etwa bei den Verhandlungen über die von der Gemeinde benötigten Flächen für den Bau der Ortsumgehung – die unmittelbar am Meyer-Hof vorbei führt.
Präsident mit phänomenalem Gedächtnis
Helma und Meinolf Cohn zogen sich in ein schmuckes Häuschen am Langengrodener Weg zurück, nahmen aber weiter am gesellschaftlichen Leben teil. Über die Familie, die Landwirtschaft, die Feuerwehr, die SPD und über den traditionsreichen „Sonntags-Stammtisch“ im „Schwarzen Bären“. Cohn verfolgte die Entwicklung von Hooksiel genau, hielt mit seiner Meinung nie hinter dem Berg und unterstützte Projekte, die ihm am Herzen lagen.
Dem „Sonntags-Stammtisch“ stand Meinolf Cohn als Präsident über Jahrzehnte vor. Hier glänzte er bis zu seinem Tod immer wieder durch sein phänomenales Gedächtnis. Sei es mit Kenntnissen aus der Ortsgeschichte oder aus dem Leben zahlloser Wangerländer Bürgern, von denen er in aller Regel auch das Geburtsdatum präsent hatte. Meinolf Cohn, geboren am 12. Januar 1937, hat es verdient, dass auch sein Lebensweg und sein Wirken nicht so schnell in Vergessenheit geraten.
Hooksiel (1. 5. 2026) – Die Walpurgisnacht ist vorbei und am Alten Hafen von Hooksiel steht der Maibaum – immer noch. Keine Selbstverständlichkeit. Der am Donnerstag unter großer Beteiligung der Hooksieler aufgestellte Baum hätte in der Nacht zum Freitag durchaus auch geklaut werden können.
Der Maibaum steht. Zahlreiche Bürger verfolgten am Donnerstagabend die Pflanzaktion auf dem Alten Hafen. Foto: Sascha Kemmann
Dass es dazu nicht gekommen ist, ist vor allem den jungen Leuten der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) und der Jugendabteilung der Ortsgruppe Wangerland der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) zu verdanken. Beide haben den Baum der Dorfgemeinschaft die ganze Nacht hindurch erfolgreich bewacht – und unter anderem eine Attacke von jungen Leuten aus Hohenkirchen abgewehrt.
Der Spielmannszug Varel-Langendamm und die Hexen aus dem „Gruseleum“ gestalteten bei herrlichem Wetter die Maifeier der Dorfgemeinschaft mit. Fotos: Diethelm Röder
Im Gegenzug blieb aber auch er „Raubzug“ der Hooksieler erfolglos. Zu später Stunde hat sich der Organisator des diesjährigen Maibaum-Festes Julian Dreßel mit Mitstreitern auf den Weg gemacht. Ihr Ziel: Wiefels. Doch auch dort waren die Baumwächter wachsam. „Nach zwei Spatenstichen wurde mir der Spaten aus der Hand geschlagen.“
Nach altem Brauch gilt ein Baum dann als „geklaut“, wenn es den potenziellen Dieben gelingt, drei Spatenstiche an ihm zu setzen. Der Baum muss dann später gegen viel (flüssiges) „Lösegeld wieder ausgelöst werden. Nach dem gescheiterten Anlauf von WWHS brauchte der Kran, den die Hooksieler schon vorsorglich für den Abtransport des Baumes organisiert hatten, nicht mehr anrücken.
Die eigentliche Maifeier verlief nach nach bewährter Regie. Treffpunkt am ZOB. Umzug mit Musik, Baum und vielen, vielen Menschen zum Alten Hafen, wo der bunt geschmückte Mast mit Unterstützung der Feuerwehr und der Firma Langenhorst in seine Hülse gesteckt wurde. Zum bunten Bild der Zeremonie trugen die ehrenamtlichen Hexen (Foto/Röder) aus dem „Gruseleum“ bei, die – typisch für die Walpurgisnacht – um den Baum tanzten und andere dazu animierten, es ihnen gleich zu tun.
Nachbarschaftstreffen am 1.Mai: Bereits zum dritten Mal stellen die Anwohner Hinrike-Lichterfeld- und Irma-Cornelßen-Straße einen Maibaum auf. Foto: hol
Gesitteter ging es heute im Neubaugebiet zwischen Hinrike-Lichterfeld-Straße und Irma-Cornelßen-Straße zu. Bereits zum dritten Mal feierten hier die Neubürger das Maifest – auch um sich noch besser kennen zu lernen und das Miteinander zu stärken.
Ute und Wilfried Nowatzki dankten den zahlreichen Helfern, die im Vorfeld beim Aufstellen des Zeltes geholfen, den Baum geschmückt, Salate und andere Speisen zubereitet hatten. Warum wird der Maibaum hier erst am Feiertag selbst aufgestellt? „Wir wollen keine Konkurrenz-Veranstaltung zur Dorfgemeinschaft ausrichten“, sagt Ute Nowatzki. Und, noch ein Vorteil: Am 1. Mai darf ein Maibaum nicht mehr gestohlen werden.
Hooksiel (1. 5. 2026) – Voraussichtlich bei herrlichem Wetter beginnt an diesem Wochenende die Tennis-Freiluftsaison. Auf der Tennisanlage des SC Wangerland in Hooksiel schlagen an diesem Samstag die A-Jugendlichen des Vereins ab 10 Uhr gegen den Nachwuchs des TC Esens auf. Die Damen-Mannschaft des SCW muss am Samstagnachmittag in Esens antreten. Die Herren ü50 reisen am Sonntag zum Auswärtsspiel zum SV Strücklingen.
Die A-Jugend um Spitzenspieler Lorenz Cornelius Kramer geht als Favorit in ihr erstes Spiel. Alle vier Spieler – neben Kramer sind Niko Gauzel sowie Mateo und Nikas Doyen nominiert – sind in besseren Leistungsklassen eingestuft als ihre Gegner.
Genau umgekehrt sind die Voraussetzungen vor dem ersten Spiel der neu formierten Damen-Mannschaft des SCW. Das Team um Spitzenspielerin Kiara Krause dürfe beim TC Esens nur Außenseiterchancen haben.
Ebenfalls ein schweres Spiel kommt voraussichtlich auch auf die Herren ü50 zu, die ohne ihren verletzten Spitzenspieler Thomas Otte ins Saterland reisen müssen. Nominell ist die Heimmannschaft als stärker einzuschätzen. Aber auch im Tennis müssen die Spiele bekanntlich erst gespielt werden, bevor man sich über Siege freuen darf.
Wangerland/Hooksiel (1. 5. 2026) – Mitten in der Maibaum-Feier der Einsatzalarm. Am Donnerstag kurz nach 18 Uhr wurde die Freiwillig Feuerwehr Hooksiel zusammen mit den Wehren aus Minsen, Hohenkirchen und Jever nach Schillig gerufen. Von dort hatten Anwohner eine massive Rauchentwicklung in einem Gebäude gemeldet.
Unter schwerem Atemschutz rückten Feuerwehrleute zum Brandherd im Obergeschoss des Gebäudes in Schillig vor. Foto: Feuerwehr
Vor Ort nahmen die Feuerwehrleute wahr, dass Teile der Außenfassade eines Hauses in Höhe des ersten Obergeschosses brannte. Auch deshalb hatte die Leitstelle vorsorglich die Drehleiter aus Jever mit angefordert. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte vor Ort.
Die Feuerwehren setzten für die Löscharbeiten zwei Trupps unter schweren Atemschutz ein, die jeweils mit einem Löschschlauch vorrückten. „Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden“, schildert ein Sprecher der Feuerwehr Hohenkirchen. Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten habe man Teile des Gebäudes öffnen müssen. Hierfür wurde dann unter anderem die Drehleiter eingesetzt.
Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.