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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Inbetriebnahme des Kindergartens Hohenkirchen erst im nächsten Jahr

Hohenkirchen/Hooksiel (6. 11. 2024) – Die Fertigstellung des neuen Kindergartens in Hohenkirchen verzögert sich erneut. Wie Dipl.-Ing. Pierre Balke aus der Bauverwaltung der Gemeinde Wangerland am Dienstagabend vor dem Ratsausschuss für Schulen, Jugend, Kultur und Soziales sagte, soll die zur Kita umgebaute ehemalige Grundschule jetzt erst am 6. Januar 2025 in Betrieb genommen werden. Nach mehrfachen Verschiebungen galt zuletzt der 25. November als Starttermin.

Die Arbeiten im Inneren seien weitgehend fertig, sagte Balke. Die Fenster und Tore seien eingebaut, die Möbel stünden in den Räumen bereit. Lediglich ein Fußbodenbelag im Flur des Erdgeschosses müsse noch verlegt und einige Kabel angeschlossen werden, dann könne die Putzkolonne anrücken, um das Gebäude zu reinigen.

Umzug in der Woche vor Weihnachten

Schwieriger ist die Lage im Außenbereich. Hier habe es Probleme bei der Koordination der Arbeiten gegeben, vornehmlich bei der Abdichtung des Fassadensockels. Deswegen seien die Pflasterarbeiten in Verzug geraten, so das der Haupteingang zum 25. November nicht hätte genutzt werden können. „Wir haben uns entschieden, kein Provisorium in Betrieb zu nehmen.“

Zum 6. Januar, so das Versprechen aus dem Rathaus an die betroffenen Eltern und Kinder der Kita werde der neue Kindergarten tipp-top fertig sein. Der Umzug aus dem derzeitigen Container-Provisorium sei für den Zeitraum vom 16. bis 20. Dezember geplant. Wie Bürgermeister Mario Szlezak und der für den Kita-Betrieb zuständige Abteilungsleiter Markus Gellert betonten, werde für die Kinder auch in der Umzugswoche bei Bedarf ein Betreuungsangebot geschaffen.

„Es ist nicht gut, das wir den Termin 25. November nicht halten können“, räumte Szlezak ein. Aber ein Einzug in ein noch nicht fertiges Gebäude wäre auch nicht okay gewesen – schon aus Sicherheitsgründen. In der Kindertagesstätte werden zwei Krippen- und drei Kindergarten-Gruppen, darunter eine Inklusionsgruppe, Platz finden. 

Gefahrenpunkt Alma-Rogge-Weg

Mit der Inbetriebnahme der Kita verschärft sich ein anderes Problem: Die Verkehrslage auf dem schmalen Alma-Rogge-Weg, über den viele Eltern ihre Kinder derzeit zur benachbarten Grundschule bringen. Aufgrund des Baustellenverkehrs zur Kita habe es bereits gefährliche Situationen gegeben. Wenn die Baufahrzeuge abgerückt sind, dafür aber die Kita-Eltern ihre Kinder ebenfalls mit dem Auto direkt bis zur Einrichtung bringen wollten, dürfte es auf der Zufahrt erneut eng werden.

„Wir müssen die Sorgen der Eltern ernst nehmen“, sagte der Bürgermeister. Mit dem Ende der Bauarbeiten werde eine neue Situation entstehen, die man dann bewerten müsse. Die baulichen Gegebenheiten seien aber kaum zu ändern, zumal die Gemeinde am Ende des Alma-Rogge-Weges bereits 19 Stellplätze geschaffen habe, so Szlezak. Einigkeit bestand im Ausschuss darüber, dass die Kita-Eltern beim Bring-Verkehr Vorrang haben müssten. „Grundschulkinder können gern ein Stück zu Fuß zur Schule laufen“, sagte Johann-Wilhelm Peters (SPD) „Schüler brauchen auch mal frische Luft.“

„Schüler brauchen auch mal frische Luft“

Im Radius von 200 Metern gebe es genügend sichere Möglichkeiten, sein Kind aus dem Auto aussteigen und allein zu Fuß zur Schule laufen zu lassen – etwa am ZOB, an der Ringstraße oder auf dem Parkplatz vor der Kirche an der Bismarckstraße. Hejo Kemper, Leiter der Oberschule und aktuell auch kommissarischer Leiter der Grundschule Hohenkirchen, pflichtete dem grundsätzlich bei. Man dürfe aber die Aufsichtspflicht nicht aus den Augen verlieren – die liege bei den Eltern, aber zum Teil auch bei den Schulen.

Eltern müssten den Schulweg mit ihren Kindern üben. Zudem regte Kemper an, für die Kinder der 1. bis 4. Klassen ein intensives Verkehrstraining für die letzten Hundert Meter ihres Schulweges anzubieten. Auf offene Ohren stieß auch ein Vorschlag der Ausschuss-Vorsitzenden Stefanie Bremers (SPD), wonach die Betreuungszeiten in der Kita um 15 Minuten nach vorn erweitert werden sollten. Dadurch würde sich die Verkehrslage im Alma-Rogge-Weg ein Stück weit entzerren.

Gellert: Lage in Hooksiel vergleichbar

Nach den Worten von Markus Gellert werden in Hohenkirchen 232 Kinder in der Grundschule und in der Kita betreut. Der Alma-Rogge-Weg sei zwar eng, aber es gelte Tempo 5. Zudem gebe es im nahen Umfeld eine Reihe von Stellplätzen für Fahrzeuge von Mitarbeitern und Eltern. Nach Einschätzung von Gellert gibt es in Hohenkirchen künftig mehr Möglichkeiten für den Bring- und Abholverkehr als etwa an der Kita und der Grundschule in Hooksiel, wo ähnlich viele Kinder betreut werden.

„Alle müssen aufeinander achten“, forderte Bürgermeister Szlezak. Im nächsten Jahr werde die Gemeinde ein Konzept zur Verkehrssituation im Umfeld von Kita und Schule erarbeiten.

Forscher suchen nach Erklärung: Weniger Seehunde als vor zehn Jahren

Seehunde
Die Zahl der Seehunde im Watterneer geht zurück. Die Experten rätseln noch, was der Grund dafür sein kann. Archiv-Foto: Lavis

Hooksiel/Wilhelmshaven (5. 11. 2024) –Die Ergebnisse der jährlichen Seehundzählung für das laufende Jahr liegen vor. Nach Einschätzung der trilateralen Expertengruppe für Meeressäuger aus Deutschland, Niederlande und Dänemark bestätigen sie den Trend: Nach einem stetigen Wachstum von 2003 bis 2012 und stagnierenden Zahlen bis 2020 ist der Seehundbestand in 2024 niedriger als noch vor zehn Jahren. 

Die Seehunde, eine Ikone des Wattenmeeres, werden jedes Jahr im grenzüberschreitenden Weltnaturerbe Wattenmeer und auf der Insel Helgoland gezählt. Im Juni 2024 wurden insgesamt 8.230 Seehundjungtiere gezählt, ein Rückgang von 12 Prozent gegenüber 2023, als noch 9.334 Jungtiere registriert wurden. 

Dieser Trend bestätigte sich in den meisten Regionen: Schleswig-Holstein verzeichnete mit 19 % den stärksten Rückgang, während Dänemark eine Zunahme um 14 % verzeichnete. In den Niederlanden sank die Zahl der Jungtiere um 15 %, in Niedersachsen und Hamburg um 2 %. Auf Helgoland wurden erneut keine Jungtiere gezählt.

Die niedrigeren Geburtenzahlen könnten nach Einschätzung der Fachleute mit einem Rückgang fortpflanzungsfähiger Weibchen, verursacht durch eine reduzierte Überlebensrate der Jungtiere in den letzten Jahren, zusammenhängen. 2024 sei bereits das vierte Jahr in Folge mit rückläufigen Seehundbeständen. 

Mehrere Ursachen für den Rückgang werden diskutiert. Während Migration und Krankheiten als Hauptfaktoren ausgeschlossen werden konnten, könnten andere Belastungen wie Nahrungskonkurrent und menschliche Aktivitäten in der Nordsee, einem zentralen Nahrungsgebiet der Seehunde, eine Rolle spielen. Die langfristigen Auswirkungen dieser Faktoren sind noch unklar.

„Wir brauchen fundierte Kenntnisse über das Überleben und Verhalten einzelner Seehunde, um die Mechanismen der Bestandsveränderungen besser zu verstehen und geeignete Schutzmaßnahmen zu erarbeiten“, erklärt Dr. Anders Galatius von der Universität Aarhus. 

Seehunde zählen zu den größten Meeresraubtieren im Wattenmeer. Sie sind durch das Abkommen zur Erhaltung der Seehunde im Wattenmeer (Agreement on the Conservation of Seals in the Wadden Sea; WSSA) unter der Schirmherrschaft des UN-Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS) trilateral geschützt.

Nach der Sanierung der Fahrbahndecke kommt die „Tempo-30-Zone“

Sanierung Pakenser Altendeich
Eine Firma füllt die Risse und Löcher in der Straße Pakener Altendeich mit Asphalt auf. Foto: hol

Hooksiel (5. 11. 2024) – Die Straßenschäden im Straßenverlauf Pakenser Altendeich/Lange Straße werden beseitigt. Seit Montag bessert im Auftrag der Gemeinde Wangerland eine Fachfirma die Risse und aufgeplatzten Stellen im Asphalt des 600 Meter langen Straßenstücks zwischen dem Ortskern und dem Kreisverkehr aus. Dafür werde zunächst Asphalt auf die schadhaften Stellen aufgetragen, der im Anschluss dann versiegelt werde, sagte Markus Gellert, im Rathaus für Ordnungs- und Verkehrsangelegenheiten zuständiger Abteilungsleiter, gegenüber „Hooksiel-life“.

Sobald die Straßenschäden beseitigt sind, will die Gemeinde ihr kürzlich beschlossenes Verkehrskonzept umsetzen. Danach wird die Straße bis zum Kreisverkehr als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Seit Ende Juli gilt dort zwar schon eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern, allerdings nur aufgrund der Straßenschäden.

Die Reduzierung der Geschwindigkeit auf einer der Hauptzufahrten in den Ort geht auf die Anregung eines Hooksieler Bürgers zurück. Sie war zeitweise umstritten. In den vergangenen Monaten hat die Regelung aber an Akzeptanz gewonnen. Ein wesentlicher Vorteil: Radfahrer können weitgehend gefahrlos ebenfalls auf der Hauptfahrbahn fahren. Bislang mussten sie (formal in Schrittgeschwindigkeit) den recht schmalen und buckeligen Gehweg mitbenutzen, der einseitig an der Straße verläuft.

Nach der Ausweisung der Tempo-30-Zone gelten neue Vorfahrtsregelungen. Innerhalb von Tempo-30-Zonen gilt grundsätzlich Rechts vor Links. 

Zu wenig Patienten: Landkreis schließt Zentrale Notfallambulanz in Varel

Friesland (4. 11. 2024) – Die Friesland Kliniken GmbH steckt wie sehr viele Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft in einer Finanzkrise. Ihr Träger, der Landkreis Friesland, muss die zur GmbH gehörenden Krankenhäuser in Sanderbusch und Varel mit Zuschüssen in Millionen-Höhe stützen, um Zahlungsfähigkeit der GmbH zu erhalten. 

Telemedizin wurde nicht angenommen

Heute hat der Kreistag in nicht-öffentlicher Sitzung mehrheitlich einen Beschluss gefasst, um das Defizit zu begrenzen. Zum 1. Dezember werde die Zentrale Notfallambulanz (ZNA) im St.-Johannes-Hospital in Varel geschlossen, teilte der Landkreis im Nachgang der Beschlussfassung mit. Man habe auf seit Monaten geringe Fallzahlen reagiert. So hätten zum Bespiel von Juni bis Oktober nur sechs Patienten das Angebot der Telemedizin, einer Ferndiagnose übers Internet, in Anspruch genommen, die abends und nachts sowie an Wochenenden und Feiertage die Betreuung durch Fachärzte vor Ort ersetzen sollte.

Geburtshilfe nicht betroffen

Wie der Krankenhaus-Träger betont, bleibe unabhängig von der Schließung der ZNA die Rund-um-die-Uhr-Versorgung im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe in Varel erhalten. „Das bedeutet, dass Fälle hier weiterhin jederzeit angenommen werden, und zwar fußläufige Patientinnen und Patienten ebenso wie Rettungsfahrzeuge“, heißt es in der Mitteilung

Der bisherige, schon eingeschränkte Betrieb der ZNA Varel verursache einen Gesamtkostenbedarf von geschätzt 690.035 Euro. Für einen annähernd kostendeckenden Betrieb wären 91 Patienten am Tag mit einer Mindest-Notfallpauschale von 30 Euro notwendig gewesen. „Nach aktuellem Stand ist das tatsächliche Patientenaufkommen hiervon weit entfernt. Eine positive Entwicklung zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht ab“, so der Landkreis. Aufgrund der auch tagsüber sehr geringen Fallzahlen lägen die Kosten fürs Personal und den Einsatz der Telemedizin deutlich über den Erlösen.

Das in der ZNA beschäftigte Personal werde künftig in anderen Abteilungen der Friesland Kliniken eingesetzt. Die interdisziplinäre Notaufnahme am Standort Sanderbusch ist weiterhin 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche für alle Patientinnen und Patienten sowie für den Rettungsdienst erreichbar. Erneut bewerten werde man die Situation der Notaufnahmen, sobald das beauftragte Sanierungsgutachten für die Friesland Kliniken sowie eine Machbarkeitsstudie zur Zusammenarbeit mit der Klinikum Wilhelmshaven gGmbH vorliegen.

Im Künstlerhaus Hooksiel: 24 farbenfrohe Werke voller Lebendigkeit

Ingeborg Wolff-Szepanski Texas 17 Uhr
„Texas, 17 Uhr“ heißt dieses in Hooksiel ausgestellte Bild von Ingeborg Wolff-Szepanski. Foto: Künstlerhaus

Hooksiel (4. 11. 2024) – Das Künstlerhaus in Hooksiel ist ein Ort zum Durchatmen. Ein Ort an dem sich Geist und Seele stärken können. Diese Funktion erfüllt das kulturelle Kleinod in den kommenden Wochen in besonderem Maße. Darauf weist Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann anlässlich der Ausstellung „Abstrakt trifft Real“ der Eheleute Ingeborg Wolff-Szepanski und Reinald Szepanski hin. „Gerade in unruhigen Zeiten kann man durch einen einen Blick auf die Schönheit und Farbigkeit der Bilder Kraft schöpfen.“ 

Das in Wardenburg lebende Paar zeigt 24 Werke, dazu einige Holzskulpturen von Reinhold Szepanski. Zu den Gästen bei der gut besuchten Vernissage am Sonntag gehörte auch Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak, der sich von der Farbigkeit und er harmonischen Vielfalt der Werke angetan zeigte.

Im Gespräch mit Renate Janßen-Niemann gaben die Künstler einen Einblick in ihre Arbeitsweise. Gemeinsam nutzen sie ein kleines Atelier, in dem sie, begleitet von Musik, ihre Visionen künstlerisch umsetzen. Ingeborg Wolff-Szepanski malt Reales in Acryl oder auch als Aquarell – Landschaften, oder auch Ereignisse, paart sie mit Fantasien. Auch Ehemann Reinald setzt bei seinen durchweg abstrakten Arbeiten auf Farbigkeit, wobei der gelernte Mediengestalter mit künstlerischen Wurzel in der Bildhauerei neben Acrylfarben auch schon mal Sand, Erde oder Spachtelmasse auf die Leinwand aufträgt. 

„Positives und Lebendigkeit sollen unsere Gemälde ausstrahlen“, sagten die Künstler bei der Ausstellungseröffnung. „Abstrakt trifft Real“. Die bis zum Neujahrstag jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Zu den Feiertage werde es noch Sonderöffnungszeiten geben, kündigte Renate Janßen-Niemann an.

Schleuse vor Weihnachten gesperrt

Hooksiel (2. 11. 2024) – Die Schleuse am Hooksieler Außenhafen wird vor Weihnachten immer wieder einmal gesperrt sein. Darauf weist die Wangerland Touristik GmbH hin, die die landeseigene Schleuse betreibt. Die WTG beruft sich dabei auf einen Hinweis der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts. 

Laut NPorts soll es zwischen Montag, 18. November, und dem 23. Dezember zu Sperrungen der Schleuse selbst und damit der Wasserverbindung zwischen Jade und Hooksmeer kommen. Betroffen sein werde von der Sperrung der Brücke über die Schleuse auch die Straßenverbindung zwischen Hooksiel und Wilhelmshaven im Zuge der Bäderstraße. 

Die angekündigten Sperrungen dürfen im Zusammenhang mit der laufenden Sanierung der Schleuse stehen. Nach jetzigem Stand werden die Sperrungen nicht durchgängig erfolgen. Unklar ist noch, inwieweit die Fahrt von Fischerbooten, etwa anlässlich des Hooksieler Weihnachtsmarktes, durch die Schleuse zum Alten Hafen betroffen sein wird. 

D-Jugend mit Derby-Sieg

Hooksiel (3. 11. 2024) – Endlich. Im siebten Spiel der zweite Sieg. Und das in einem Derby. Die D-Jugend-Fußballer der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Wangerland haben am Samstag auf dem Platz an der Jaderennbahn in Hooksiel gegen die dritte Mannschaft des Heidmühler FC einen ungefährdeten 5:1 Sieg (4:1) eingefahren.

Dabei lief das Spiel gar nicht gut an. Die JSG-Spieler setzen sich zwar schnell in der gegnerischen Hälfe fest, machen aber kein Tor. Ein Konter – und es steht 0:1. Doch die Mannschaft habe, so berichtet Trainer Bernhard Köster, konzentriert weiter nach vorn gespielt. In der 8. Minute die Belohnung: Raik schickt Hanjo und der gleicht aus. Wenig später lässt Louis an der Strafraumgrenze auf Thies klatschen, der steckt auf Hanjo durch, 2:1.

Hinten klären Thede und Mats und im Zweifel ist ja auch noch Ben H. im Tor da. Vorn geht Thies auf rechts durch, spielt zu Louis, 3:1. Und Louis trifft noch vor der Pause per Weitschuss zum 4:1. 

In der zweiten Hälfe verflacht das Spiel etwas. Aber die JSG steht hinten sicher – und vorn wieder ein feiner Pass von Raik auf Louis: 5:1. Der Trainer ist zufrieden: „Vergangene Woche 1:5 im Derby, diesmal 5:1 im Derby, so schnell kann es gehen.“

Weitere Ergebnisse vom Wochenende:
C-Jugend: JSG Wangerland – FC Sillenstede (0:2) 0:3
E1-Jugend: JSG Dangastermoor/Büppel -JSG Wangerland (1:1) 2:6

Tennis: Hooksieler Mannschaften stehen vor schweren Aufgaben

Hooksiel (1. 10. 2024) – An diesem Wochenende beginnt die Tennis-Wintersaison in den Altersklassen. Der FC Nordsee Hooksiel geht mit zwei Teams ins Rennen, einer Herren ü50- und einer Herren ü60-Mannschaft. 

Herren ü 50 Bezirksliga

Mannschaftsführer Mirko Ortmanns steht mit der ü50 als Aufsteiger in die Bezirksliga vor einer schweren Saison. Einige starke Spieler aus dem erfolgreichen Team des vergangenen Winters sehen für diese Saison nicht und nur eingeschränkt zur Verfügung. Robert Lebin etwa schlägt für seinen Heimverein MTV Jever auf. Spitzenspieler Thomas Otte, zeitgleich im ü 65-Regionalliga-Team des TV Vechta gemeldet, wird nur an wenigen Spieltagen zur Verfügung stehen. Einige weitere Spieler plagen Verletzungsprobleme. 

Angesichts dieser Ausgangslage wäre der Klassenerhalt ein großer Erfolg. Zu ihrem ersten Spiel muss die ü50 am Samstag, 9. November, zum hoch favorisierten SV Cappeln reisen. Die weiteren Gegner sind der Bremer HC, TC Oldenburg-Süd, SV Nordenham und TV BW Augustfehn.

Herren ü 60 Bezirksklasse

In Angebracht der guten Leistungsklassen der Gegenspieler steht auch die ü60 vor keiner leichten Saison. Allerdings ist für Mannschaftsführer Alexander Scholz die personelle Ausgangslage entspannter, da durch die enge Kooperation mit dem TV Hohenkirchen eine ganze Reihe von Spielern auf der Meldeliste stehen. In der Bezirksklasse muss sich der FCN mit dem Delmenhorster TC, dem Wardenburger TC, SC Epe, SV Vorwärts Nordhorn und TV Oldenburg-Süd auseinandersetzen. Zum Auftakt, ebenfalls am 9. November, müssen die Wangerländer nach Nordhorn reisen. 

Ihre Heimspiele tragen beide Hooksieler Mannschaften übrigens in der Tennishalle in Varel aus. Hier schlägt die ü50 am Sonntag, 17. November, ab 14 Uhr gegen Nordenham auf. Die ü60 hat erstmals am Samstag, 1. Dezember, 9 Uhr, gegen Wardenburg das Heimrecht.

Spuk-Haus am Altendeich zieht Kinder und Erwachsene in seinen Bann

Nadja und Jörg Rebels
Die Hooksieler Halloween-Fans Nadja und Jörg Debels verwandeln Haus und Garten am Altendeich zur Freunde von Kindern und Erwachsenen jährlich zu einem Spuk-Haus. Foto: hol

Hooksiel (1. 11. 2024) – Hooksiel hat Halloween offenbar nach den ersten Eindrücken von Freitag früh gut überstanden. Und das obwohl sich gestern eine sehr große Zahl an dubiosen Gestalten im Ort aufhielten: Gespenster, Vampire, Hexen, Todgesagte und sonstige Gerippe. Einige Fledermäuse und sogar riesige Vogelspinnen wurden gesichtet – und dazu jede Menge bizarre Fratzen. 

Der Gruselfaktor jedenfalls war gewaltig. Und das lag nicht nur am „Gruseleum“ im Ort, das zur Familien-Halloween-Show samt einem Jahrmarkt der Kuriositäten eingeladen hatte. In der Fußgängerzone im Verlauf der Lange Straße verbreiteten um die 50 kreativ ausgehöhlte und durch Augen, Nase und Mund strahlende Kürbisköpfe Halloween-Stimmung. 

Lina Bienert und Julian Dreßel
Freuen sich über die gelungene Kürbis-Aktion in der Fußgängerzone: Lina Bienert und Julian Dreßel von der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“. Fot0: hol

Verantwortlich für die Aktion zeichnete die Jugend-Initiative „Weil wir Hooksieler sind“. Die jungen Leute hatten die Kürbisse für Kindergarten und Grundschule geliefert, wo Kita-Kinder und Schüler die Grusel-Fratzen aus den Schalen schnitten. Kleine Hinweisschilder an den Kürbissen verraten die jeweilige Urheberschaft. 

Die Aufgabe, der sich viele Hooksieler Kinder mit Einbruch der Dunkelheit am Donnerstagabend stellten, war es, die genaue Kürbiszahl zu ermitteln. „Wer uns die richtige Lösung sagt, bekommt eine Extra-Portion Süßigkeiten“, versprachen Lina Bienert und Julian Dreßel von WWHS.

„Süßes oder Saures“ – das war auch die Forderung der zahlreichen kostümierten Kindergruppen, die mehr oder weniger originell verkleidet von Haustür zu Haustür zogen, deren Bewohner erschreckten, dann Sprüche und Lieder vortrugen, um dafür mit Süßigkeiten belohnt zu werden. Dass dieser amerikanische Brauch mit dem deutschen Reformationstag so gar nichts zu tun hat, störte niemanden.

Spuk-Haus in Hooksiel
Eine Geister-Show auf einer Leinwand erhöhte den Gruselfaktor am Spuk-Haus. Foto: hol

Höhepunkt beim Halloween-Rundgang durch den Ort war für viele ein Besuch beim Spuk-Haus am Altendeich. Schon seit Wochen hat sich hier die Familie Debels auf die Geisternacht vorbereitet und ihren Vorgarten mit Spinnennetzen, Hexen und sonstigen Monstern, Totenköpfen und anderen abgetrennten Körperteilen sowie einer Horror-Leinwand-Show stilecht präpariert. Aber nicht nur das. Auch die Wohnräume im Inneren des Hauses hat Haushexe „Nadja“ für ihren Festtag komplett umdekoriert.

Zur Freude alle Halloween-Freunde. Für den Nachmittag hatten Nadja und Jörg Debels zum Kinderfest eingeladen, am Abend waren dann die Nachbarn zu Gast. „In der Vorbereitung stecken schon mehrere Wochen Arbeit drin“, verrieten die Gastgeber, die Halloween schon seit einigen Jahren mit wachsender Begeisterung zu ihrem Festtag machen. „Und wie geht es nach Halloween weiter?“, wollte „Hooksiel-Life“ wissen. „Der Abbau dauert natürlich einige Tage“, so Hexe-Nadja. „Und dann geht es direkt mit der Weihnachts-Dekoration weiter.“

Neuer Campingplatz-Leiter setzt auf Sauberkeit und auf Funktionalität

Mark Schlemme
Mark Schlemme ist der neue Leiter des Campingplatzes in Hooksiel. Foto: hol

Hooksiel (30. 10. 2024) – Was ist ein Campingplatz, auf dem niemand campiert? Richtig: Eine weitgehend leere Fläche. Das heißt aber nicht, das so ein Platz nicht einen Campingplatz-Leiter bräuchte. Mark Schlemme, Herr der an die 1500 Wohnwagen-Stellplätze der Wangerland Touristik GmbH (WTG), ist jedenfalls zuversichtlich, dass es ihm über die Wintermonate nicht langweilig werden wird.

Schlemme hat seinen neuen Job zum 1. September angetreten. Er ist Nachfolger von Dieter Luikenga, der das Wangerland Ende Juni verlassen hat. „Aktuell bin ich noch dabei, mir die derzeitigen Abläufe und die Strukturen des Betriebes anzusehen“, sagte der 39-Jährige im Gespräch mit „Hooksiel-Life“. Dabei habe ihn in seinen ersten Wochen das Mitarbeiter-Team sehr gut unterstützt.

Platz und Strand müssen winterfest sein

In der Urlaubssaison besteht das Campingplatz-Team aus 17 Mitarbeitern. Da der Stellplatz vor dem Deich mit Blick auf die Sturmflutsaison stets Mitte Oktober geräumt werden muss, haben die meisten Saison-Kräfte ihren Arbeitsplatz bereits verlassen. Aktuell sind nur noch wenige Handwerker vor Ort, die den Platz samt seiner Gebäude und den gesamten Strand bis zum Hooksieler Außenhafen winterfest machen.

„Strandkörbe, Spielplatz-Geräte, Mülleimer – alles, was beweglich ist, muss abgeräumt und bis zum März eingelagert werden“, sagt Schlemme. Immerhin liegt das Areal am Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Auch würde es den Deichen nicht gut bekommen, wenn bei einer Sturmflut feste Gegenstände gegen den Schutzwall treiben und die Grasnarbe beschädigen.

Gute Nachfrage nach Ostdünen-Stellplätzen

Die Stellung halten über den Winter lediglich Mark Schlemme und sein Stellvertreter Harald Badberg. Aus ihren Büros im Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes haben sie einen wunderschönen Blick über den Strand und die Jade. Das Duo kümmert sich unter anderem um die Reisemoblisten, die die 62 Stellplätze auf der Ostdüne unweit vom Campingplatz für eine Winterauszeit nutzen. 

Die ganzjährige Nutzung der Düne vor dem Hooksieler Deich ist erst seit einem Jahr möglich. „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, sagt Schlemme, der zusammen mit Badberg und der Campingplatz-Leitung in Schillig den Winter über auch dafür verantwortlich ist, dass die Ostdüne bei einer nahenden Sturmflut rechtzeitig geräumt wird. Dafür stehen die Reisemobilisten in ständigem digitalen Kontakt mit der WTG. Im Bedarfsfall müssen sie ihre Gefährte hinter dem Deich in Sicherheit bringen.Wer das nicht macht, wird abgeschleppt.

Quereinsteiger mit Blick von außen

Mark Schlemme ist in seinem neuen Beruf ein Quereinsteiger. Aufgewachsen in Jever lebt er mit Frau und zweijährigem Sohn in Wiefels. Neben der Familie kann er sich für den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und fürs Boßeln begeistern, dem Nationalsport in Wiefels.

Gelernt hatte Schlemme einst Hotelfachwirt im Hotel Upstahlsboom in Schillig. Von dort wechselte er zum Stadtmarketing der Stadt Jever. Doch so richtig glücklich war der junge Mann mit seinen Aufgaben nicht. Seine Konsequenz: Eine Umschulung zum Maler und Lackierer. Nach drei Jahren in dem Beruf wechselte er 2023 zum Bauhof der WTG. „Als ich die interne Ausschreibung der Stelle als Campingplatzleiter gesehen habe, wusste ich gleich, dass das etwas für mich sein kann.“ 

Kooperation innerhalb der WTG

Bei der WTG sieht man das genauso. Schlemme hat schon im Bauhof einen guten Eindruck hinterlassen, kennt den Tourismus, die Gastronomie, die Region und er kann handwerkliche Herausforderungen einschätzen. Aber er selbst ist kein Camper. Gerade von dem unbefangenen Blick von außen erhofft man sich bei der WTG Impulse für die Weiterentwicklung des Angebotes. Erste Gedanken dazu hat sich der neue Leiter schon gemacht. Sie sollen in den nächsten Wochen WTG-intern besprochen werden. Dass die WTG kaum finanzielle Spielräume für eine umfassende Modernisierung des Platzes hat, schreckt Schlemme dabei nicht: „Gute Funktionalität und Sauberkeit sind das A und O. Alles andere geht dann, wenn es auch geht.“

Zu den Innovationen gehört die engere Kooperation der Campingplätze Hooksiel und Schillig. Erstmals habe man sich in diesem Herbst wechselseitig mit drei Mitarbeitern beim Bergen der jeweiligen Strandkörbe geholfen. Schlemme setzt auf einen guten Kontakt zu den Campern und plant einige Veranstaltungen. Zu den recht neuen Angeboten auf dem Platz gehören so genannte Tiny-Häuser. Erstmals gab es jetzt auch ein FKK-Tiny-Haus. Ein neuer Markt? Schlemme: „Da müssen wir mal sehen, wohin die Reise geht.“