Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen
Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Gemeinde bezweifelt Messungen und pocht auf Ultraschall-Verfahren

Wangerland/Wilhelmshaven (20. 12. 2023) – Die Gemeinde Wangerland pocht auf die Umrüstung der „Höegh Esperanza“ auf eine Ultraschall-Reinigung. Wie Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) in einer Stellungnahme betonte, lehne man die von Betreiber Uniper ins Auge gefasste Stoß-Chlorierung des Rohleitungssystems an Bord der FSRU ab, da dabei giftige Brom-Verbindungen entstehen, die in die Jade fließen.

Uniper als Betreiber des bundeseigenen LNG-Terminals in Wilhelmshaven hatte zum 31. August ein Minimierungskonzept zum Chloreinsatz an Bord der vor der Hafeneinfahrt von Hooksiel liegenden „Höegh Esperanza“ vorgelegt. Über die „Floating Storage and Regasification Unit“ (FSRU) wird bekanntlich seit einem Jahr verflüssigtes Erdgas importiert und regasifiziert. 

Um das von Meerwasser durchspülte Rohrleitungssystem im Schiff vor dem Befall von Muschel und Alten zu bewahren, wird Chlor eingesetzt. Die Gemeinde weist darauf hin, dass Uniper in seinem Minimuierungskonzept den Einsatz physikalischer Reinigungsverfahren (wie zum Beispiel die Ultraschallreinigung) von vorn herein ausgeschlossen habe. Dafür seien in dem Konzept reihenweise chemische Verfahren untersucht worden wie die derzeit angewandte Chlorierung und die geplante Stoß-Chlorierung. 

Szlezak: Brom ist ein Nervengas

Bei allen untersuchten chemischen Verfahren würden Brom-Verbindungen entstehen, die letztlich in die Jade ausgestoßen werden. „Brom ist ein Nervengift“, so Bürgermeister Szlezak. „Anfang 2023 gab es überhöhte Bromwerte in der Jade, woraufhin Probenahmen erfolgten. Der Ursprung der erhöhten Werte sowie Messergebnisse wurden nie veröffentlicht.“

Das Ultraschallverfahren der Firma Hasytec werde bei der zweiten FSRU, der „Höegh Excelsior“, die von Tree Energy Systems (TES) betrieben werden wird, schon vor deren Einsatz eingebaut. Uniper lehnt dieses Verfahren ab, weil angeblich die Betriebsrisiken zu groß seien. Es werden für die Ultraschall-Reinigung eine Vielzahl von Sensoren eingebaut. Nach Darstellung der Gemeinde befürchte Uniper, dass der Ausfall einzelner Sensoren nicht entdeckt werden könne und sich in dem davon betroffenen Rohr-Abschnitt Biofouling entwickeln könnte. 

Diese Aussage ist aus Sicht der Gemeinde unhaltbar. Das Ultraschall-Reinigungsverfahren von Hasytec sei derzeit auf 800 Schiffen im Einsatz, unter anderem auf Kreuzfahrtschiffen, bei deren Größe eine ähnliche Anzahl von Sensoren verbaut sein dürfte. 

Zweifel an den Mess-Methoden

Mit Blick auf die Entwarnung zu des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN), das bislang keine Chlor- und Brom-Belastungen im Jadewasser festgestellt haben will, meldet die Gemeinde Zweifel an den Messungen an. So sei bislang nicht veröffentlicht worden, wo genau die Proben entnommen worden sind. Zu erwarten wären Brom-Verbindungen am Meeresboden, wohin das eingeleitete kältere Abwasser sinke und sich zu einer Wolke verdichte. 

Angesichts des geringen Anteils von verflüssigtem Erdgas an den Gasimporten Deutschlands könne keine Rede davon sein, dass das LNG-Terminal „einen wesentlichen Beitrag zur Gasversorgung“ leiste. Damit sei bei der Genehmigung der Anlage aber der Verzicht auf eine Umweltverträglichkeit-Untersuchung begründet worden. „Eine sorgfältige Umweltverträglichkeit-Untersuchung hätte dazu führen können, dass es nur eine zeitlich begrenzte Genehmigung für die chemische Rohrreinigung gegeben hätte und der Umbau auf umweltneutrales Ultraschallreinigung zwingend vorgeschrieben worden wäre“, argumentiert die Gemeinde. 

Es sei zu vermuten, dass die Entscheidung zur Stoß-Chlorierung ausschließlich wirtschaftliche Gründe habe. Allerdings müsse die Gemeinde Wangerland als Anlieger mit den Entscheidungen, die jetzt vom Betreiber und dem NLKWN getroffen werden, 20 Jahre lang leben. „Das bedeutet, dass allein über 600 Tonnen Chlor in dieser Zeit vor unserer Haustür landen.“ 

Wintershall Dea: Dänisches CO2-Drehkreuz Vorbild für Wilhelmshaven

Kassel/Wilhelmshaven (20. 12. 2023) – Greenport Scandinavia ist ein geplantes Kohlendioxid-Drehkreuz, das im Hafen von Hirtshals (Dänemark) entwickelt wird und für eine Finanzierung in Höhe von 14,6 Millionen Euro aus dem Klimawandel-Strukturfonds (Just Transition Fund) der Europäischen Kommission vorgeschlagen wurde. Entstehen soll eine Drehscheibe für die CO2-Emissionen aus der dänischen Industrie und aus anderen europäischen Ländern, das zur dauerhaften Lagerung in den Speicherstätten in der Nordsee transportiert werden soll. Aus deutscher Sicht spielt dabei Wilhelmshaven eine wichtige Rolle.

Das Projekt gilt als wichtiger Baustein einer CCS-Wertschöpfungskette, also der Abspaltung von CO2 etwa in Industriebetrieben, dessen Transport und Entlagerung. Hinter Greenport Scandinavia steht ein Konsortium bestehend aus Wintershall Dea, IneosEnergy, Evida, Port of Hirtshals und anderen dänischen Partnern. 

Die im Hafen von Hirtshals gewonnenen Erfahrungen sollen, so Wintershall Dea, in die Entwicklung eines CO2-Hubs in Wilhelmshaven einfließen. Dort entwickelt der Konzern mit Sitz in Kassel mit Partnern CO2nnectNow, darunter die HES-Tankfarm in Wilhelmshaven, einen geplanten Sammel- und Transportpunkt für bis zu zehn Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Mit dem Aufbau von Projekten für Carbon Capture and Storage (CCS) sowie kohlenstoffarmem Wasserstoff möchte Wintershall Dea, eines der führenden Erdgas- und Ölunternehmen in Europa, nach eigenen Angaben bis 2040 jährlich bis zu 30 Millionen Tonnen CO2 einsparen. 

„Dänemark macht Fortschritte bei der Entwicklung der CCS- Wertschöpfungskette, die wir für die Dekarbonisierung Europas dringend benötigen“, sagt Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender der Wintershall Dea. „Um sicherzustellen, dass die Emissionen aus Deutschland ab 2027 in Hirtshals verarbeitet werden können, brauchen wir so schnell wie möglich einen Rechtsrahmen für den grenzüberschreitenden CO2-Transport in Deutschland.“

Ziel des Projekts ist es, ab 2025/2026 jährlich bis zu 500.000 Tonnen CO2 aus Biogasanlagen in Nordjütland zu transportieren. Ab 2029, mit dem Bau der ersten dänischen CO2-Pipeline-Infrastruktur, soll das Umschlagsvolumen am Hub auf rund drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr steigen. Die jährliche Kapazität wird weiter auf rund 15 Millionen Tonnen steigen, wenn der Hub Anfang der 2030er Jahre CO2 aus ganz Nordeuropa aufnehmen kann. 

Theatergruppe hat mörderischen Spaß bei Proben zum neuen Stück

Theatergruppe Hooksiel
Die Schauspieler der Theatergruppe Hooksiel fiebern der Premiere entgegen: (v.l) Werner Funke, Karin Ortmanns, Bettina Onnen, Anja Harms-Janssen, Thomas Ulfers, Anke Müller und Chistin Janßen.Foto: hol

Hooksiel (19. 12. 2023) – Vorweihnachtszeit in Hooksiel. Im Obergeschoss des Gästehauses brennt jeden Abend Licht. Wer näher kommt, hört zudem Stimmen. Hooksieler wissen: Das ist die Theatergruppe, die für die Premiere ihres neuen Stückes am Tag nach Weihnachten probt.

„Keen Mord ut Versehn“ heißt das plattdeutsche Stück, das sich die Laienspieler um Speelbaas Jan Gerjets für dieses Jahr ausgesucht haben. Bis Ende Januar stehen zehn Aufführungen auf dem Programm. 

Kartenvorverkauf läuft

Der Kartenvorverkauf (Preis:10 Euro) im Kiosk Dekena läuft bereits seit einigen Tagen. Die meisten Vorstellungen werden aller Voraussicht nach wieder ausverkauft sein. Die Theatergruppe Hooksiel hat viele Fans, Einheimische und auch Urlauber, die die Jahreswende an der Küste verbringen. Und um das Publikum nicht zu enttäuschen, muss geprobt werden. Sehr viel.

Ihre Texte beherrschen die Schauspielerinnen und Schauspieler inzwischen weitgehend sicher. Falls nicht, helfen Annette Hellkuh und Marika Engelhardt als Topusterschen. Bei den Proben auf der mit Hilfe von Sponsoren gestalteten Bühne im Gästehaus geht es jetzt vorrangig um das Zusammenspiel, um die Raumaufteilung, die Gestik und die Betonung. 

Theatergruppe Hooksiel
Beim Kritikgespräch vor der nächsten Probe sprechen Speelbaas und Schauspieler intensiv über Detailfragen zu den jeweiligen Rollen. Foto: hol

Jede Probe wird auf Video festgehalten, als Grundlage für die nächste Kritikrunde: „Der Blick muss auf der Bühne bleiben! Der Satz war keine Frage, sondern eine Aussage! Da musst mehr Arroganz in die Stimme …“ Jan Gerjets geht mit den Darstellern Szene für Szene durch. Die Manuskripte mit dem Text sind inzwischen voller kurzer Notizen. 

Letze Korrekturen vor der Premiere

Und dann geht es wieder raus auf die Bühne. Der Beleuchter nimmt letzte Korrekturen vor, das Bühnenbild wird noch im Detail nachgebessert. Hier ein Stuhl verrückt, dort eine Tür geöffnet. Bis zum Mittwoch, 27. Dezember, sind es ja nur noch ein paar Tage.

Das Publikum darf sich auf einen spannenden, vor allem aber humorvollen Drei-Akter freuen: Agathe hat aus Versehen ihren Lebensgefährten vergiftet. Eigentlich wollte sie ihm nur einen Denkzettel verpassen, da er im Dorf mit einer anderen gesehen worden war – und nun ist das Dilemma groß. 

Die Hotel-Gäste fürs Wochenende kommen. Da muss der Leblosen möglichst unauffällig verschwinden. Nur doof, dass dieser irgendwie immer wieder von selbst verschwindet. Als die Gäste Lunte riechen, wird die Polizei eingeschaltet. Und die mischt nun in dem ohnehin schon herrschenden Durcheinander mit, bis – ja, bis die „Leiche“ gar nicht mehr so tot ist, wie alle glauben . . .

Armbruch kein Beinbruch

Die Theatergruppe ist so gut wie startklar. Besonders nervös dürfte Bettina Onnen sein, die erstmals auf der Bühne zu sehen sein wird. Und Jan Gerjets, der hofft, dass nichts Unvorhersehbares mehr bis zur Premiere passiert. Aber das wäre ungewöhnlich. Irgendetwas passiert immer. Erst in dieser Woche hat sich Schauspielerin Karin Ortmanns den Arm gebrochen. Natürlich wird sie dennoch auf der Bühne stehen. „Aber wie soll ich meinen Koffer tragen?“ – Die Anweisung der Regie: „Kein Problem. Du hast doch zwei Arme.“

Die Aufführungstermine: 27., 28., 29 Dezember sowie 3., 5., 6., 12., 13., 19. und 20. Januar. Der Vorhang im Gästehaus öffnet sich jeweils um 20 Uhr.

Umwelthilfe klagt gegen Einsatz von Chlor an Bord der „Höegh Esperanza“

Wilhelmshaven/Hooksiel (19. 12. 2023) – Trotz der jüngsten Entwarnung durch die Genehmigungsbehörde: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat am heutigen Dienstag beim Bundesverwaltungsgericht Klage gegen den Einsatz von Bioziden beim Betrieb des LNG-Terminalschiffs „Höegh Esperanza“ vor Wilhelmshaven eingereicht. Die Umwelthilfe möchte damit einen Stopp der Chlor-Einleitungen erreichen. 

DUH: Gefahr für sensibles Ökosystem Wattenmeer

Die Betreiber der FSRU (Floating Storage and Regasification Unit) verwenden Chlor, um die Rohrsysteme des Terminalschiffs zum Beispiel vom Befall mit Muscheln und Algen zu reinigen. In der Folge werden mit dem Abwasser Chlor-Biozide in die Jade geleitet. Die DUH kritisiert, dass dies das sensible Ökosystem der Jade und des Wattenmeers erheblich gefährde und fordert die unverzügliche Umrüstung des Terminalschiffs auf den aktuellen Stand der Technik ohne Chlor.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hatte erst vor wenigen Tagen eine Zwischenbilanz zum Gewässer-Monitoring an und um die „Höegh Esperanza“ veröffentlicht. Danach seien im ersten Jahr des Betriebes der FSRU keine über die genehmigen Mengen erhöhten Chlorwerte festgestellt worden. Die meisten Werte lagen unter der Nachweisgrenze. Gutachter hatten vor diesem Hintergrund einen Betrieb der vor der Hooksieler Hafeneinfahrt liegenden „Höegh Esperanza“ ausgeschlossen – trotz der Elektro-Chlorierung an Bord. 

Es gibt schonendere Alternativen

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller Kraenner der DUH wird Betreiber Uniper dennoch vor, die Nordsee zu verschmutzen, obwohl schonendere Alternativen für das so genannte Antifouling vorhanden seien. „Das Wattenmeer wird damit leichtfertig als Müllhalde missbraucht.“ Dass die Regasifizierung des flüssigen Erdgases auch ohne Chlorensatz funktioniere, beweise das zweite Terminalschiff „Excelsior“, das im Februar in der Jade festmachen soll. Hier soll das Rohrsystem mit Hilfe eines Ultraschall-Verfahrens geschützt werden – ohne Biozide. 

Die DUH habet mit anderen Umweltverbänden und Fischereibetrieben das Bundeswirtschaftsministerium, das Land sowie die Genehmigungsbehörden mehrfach darauf hingewiesen, dass der Betrieb des Terminalschiffs mit Biozid aus ihrer Sicht rechtlich nicht zulässig sei, zumal umweltfreundlichere Lösungen zur Verfügung stünden. Auch der Haushaltsausschuss des Bundestages habe das Bundeswirtschaftsministerium bereits im März 2023 aufgefordert, die Umrüstung der „Höegh Esperanza“ einzuleiten. 

„Uniper und die Zulassungsbehörde müssen endlich handeln, anstatt weiter die Hände in den Schoß zu legen. Mit unserer Klage werden wir den Schutz des Wattenmeers über den Rechtsweg jetzt durchsetzen“, ist Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH, zuversichtlich: „Leidtragende des Biozid-Einsatzes sind auch die Krabben- und Muschelfischer an der Jade. Diese drohen ihre Existenzgrundlage zu verlieren, wenn die Einleitung von Chlor-Biozid unmittelbar neben den Muschelkulturen ungebremst fortgesetzt wird.“

Anekdoten auf Platt kamen gut

Hooksiel (18. 12. 2023) – Wangerländer können Platt. Wenn auch nicht aktiv sprechen, so doch zumindest verstehen. Einen Beleg dafür gab es bei der humoristischen Lesung „Advent op Platt“ am Sonntagabend im Hooksieler Gästehaus. Die 80 Zuhörer hatten gehörig zu lachen. Und sie lachten an den richtigen Stellen. Die meisten jedenfalls. 

Wieland Rosenboom und Frank Hensel
Die Wangerländer Urgesteine Wieland Rosenboom (links) und Frank Hensel erzählten im Gästehaus humorvoll Geschichten auf Plattdeutsch, der Muttersprache an der Küste. Foto: Hol

Auf der Bühne warfen sich die Wangerländer Urgesteine Wieland Rosenboom und Frank Hensel sprachlich die Bälle zu. Der Platt-Profi Wieland aus Horumersiel und sein Lehrling Frank, trugen Gedichte vor, erzählten Anekdoten und Witze, von denen viele etwas mit dem Leben im Wangerland, an der Küste, zu tun hatten. Teils historisch verbrieft, teils erfunden – aber allesamt komisch. 

Wieland Rosenboom strahle in seiner Rolle als Heimatkenner und textsicherer Erzähler, Frank Hensel übernahm die Rolle des Übersetzers ins Hochdeutsche. Schwierig wurde es für ihn immer dann, wenn er von seinem Co-Akteur handschriftlich verfasste, plattdeutsche Texte vorlesen sollte. Der prompte Rüffel von Rosenboom: „Wenn du weiter so stammelst, erzähl ich die Geschichten lieber selbst.“ Konter von Hensel: „Ich glaube, du hast den Text in Sütterlin geschrieben.“

Durch den Abend zogen sich Gedichte von Rudolf Kienau aus Finkenwerder sowie Lebenserinnerungen von Eduard Ohmstede, der ebenfalls ein Wangerländer Original war. Seine Aufzeichnungen hat Wieland Rosenboom aufbereitet. Es gab Adventliches und Witziges, wie die Geschichte von den beiden Bauern, die sich wundern, dass die Pracht-Kuh des einen von dem strammen Bullen des anderen nichts wissen will. „Kommt deine Kuh aus Cloppenburg?“ – „Jo, woher weist du das?“ – „Na ja, meine Frau auch.“

Das Platt-Duo erzählte von der Entstehungsgeschichte der Kirche in St. Joost, die angeblich Bremer Kaufleute erbauen ließen, nachdem ihnen aus Seenot geholfen worden war. Und von Zigeunern, die früher regelmäßig in Hundsdorf (am heutigen Hohenstiefersiel) ihr Lager aufschlugen und dann umzu ihre Waren anboten.

Und von den vorweihnachtlichen Bootsfahrten des Gewerbevereins Horumersiel nach Oldeoog. Häufig durch Packeis. Mit dabei Mutter Winter, „MuWi“ genannt, wie Wieland Rosenboom sich erinnerte. Der Aufenthalt im vom Zigarrenrauch geschwängerten Fahrgastraum des Schiffes bekam ihr gar nicht gut. Aber die beiden Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrsamtes, ein Hausmeister und ein Lokführer, auf dem ansonsten unbewohnten Strombauwerk hätten sich stets gehörig über den Besuch vom Festland gefreut. Und für manch einen Wangerländer war die Fahrt mit der Schmalspurbahn vom Anleger zum Quartier auf Oldeoog seine erste Begegnung mit der Eisenbahn. 

Die zweite Auflage der von der Wangerland Touristik GmbH ausgerichteten Lesung „Advent op Platt“ war unterhaltsam, humorvoll und diente wie die Premiere vor einem Jahr einem guten Zweck. Der Eintritt war frei. Die Plattschnacker verzichteten auf eine Gage. Erbetene Spenden sowie der Erlös aus dem Verkauf von Glühwein und Punsch kommen dem Ehrenamt im Wangerland zugute. 

Behörde gibt Entwarnung: Chlor hat keinen Einfluss auf die Jade

Wilhelmshaven/Hooksiel (18. 12. 2023) – Aus Sicht von Fachgutachtern gibt es keinen Grund, das an Bord der „Höegh Esperanza“ eingesetzte Antifouling-Verfahren auf der Basis von Elektro-Chlorierung durch andere Methoden zu ersetzten. „Bislang konnten keine negativen Auswirkungen auf das Gewässer festgestellt werden“, stellt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) nach elf Monaten Betrieb der FSRU fest.

Höegh Esperanza
Stellt nach Überredung von Gutachtern keine Gefahr für das Ökosystem Jade dar: das LNG-Regasifierungsschiff „Höegh Esperanza“. Foto: hol

Die Messwerte für verschiedene Chlor- und Nebenprodukte (unter anderem Chlordioxid sowie organische Chor- und Bromderivate) hätten überwiegend unter der jeweiligen Nachweisgrenze gelegen. Auch eine Auswirkung der Einleitung von heruntergekühltem Wasser im Sommer beziehungsweise erwärmtem Wasser im Winter sei im Gewässer selbst nicht mehr messbar gewesen. „Damit unterschritten die Messwerte auch die Prognosen der im Vorfeld erstellten Fachgutachten“, so die Genehmigungsbehörde. 

Laut eines Berichts der Gutachter, der online verfügbar ist, sei „eine Verschlechterung des Zustands des betroffenen Jadewasserkörper als Folge der Einleitungsmaßnahmen aus der FSRU ausgeschlossen“. Damit stehe aus Sicht der Gutachter dem dauerhaften Betrieb der LNG-Anlage Hooksieler Außenhafen unter Nutzung der Elektro-Chlorierung als Antifouling-Verfahren mit Blick auf den ökologischen Zustand der Jade nichts entgegen. 

Umweltschützer hatten immer wieder gefordert, die Elektro-Chlorierung durch ein Ultraschall-Antifouling-Verfahren zu ersetzen, um Chloreinträge ins Wattenmeer auszuschließen. Auch Fischer und Muschelzuchtbetreiber hatten Sorge, das Chloreinträge Mikroorganismen in der Jade schädigen könnten.

42,6 Terrawattstunden LNG importiert

Die FSRU (Floating Storage and Regasification Unit) „Höegh Esperanza“ hat in Wilhelmshaven vor fast genau einem Jahr ihren Betrieb aufgenommen. Es soll einen Beitrag zur Sicherung der deutschen Gasversorgung liefern. Über das Schiff sind nach Angaben der Bundesnetzagentur seither 42,6 Terrawattstunden verflüssigtes Erdgas (LNG), vornehmlich aus den USA, regasifiziert und ins Netz eingespeist worden. Damit war Wilhelmshaven der wichtigste LNG-Importhafen. Deutschlands Gasimporte insgesamt lagen im selben Zeitraum bei 933,4 Terrawattstunden. 

Umwelt- und Naturschützer halte die „Höegh Esperanza“ aber auch für ein Risiko für das Ökosystem Wattenmeer. Der Hauptgrund: Die Regasifizierung des 162 Grad kalten Gases erfolgt überwiegend mit Meerwasser. Die Reinigung der Kühl- und Prozesssysteme wie Rohrleitungen und Wärmetauscher erfolgt dabei mit Chlor, das anschließend mit dem Meerwasser in die Nordsee geleitet wird.

Minister Meyer verspricht Transparenz

Um mögliche Gefahren erkennen und eingrenzen zu können, hat das Land Niedersachsen mit der Betriebsgenehmigung für die FSRU Umweltauflagen erlassen. Dazu gehört ein gewässerökologisches Monitoring. Die Ergebnisse veröffentlich das NLWKN im Internet. Der jüngste Ergebnisbericht ist im Internet einsehbar.

Wie Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grün) sagt, wolle man „größtmögliche Transparenz“ herstellen. Sein Versprechen: „Wir werden auch weiterhin sehr genau hinsehen, damit sichergestellt ist, dass Niedersachsens Einsatz zur Sicherung der deutschen Gasversorgung nicht zu Lasten unserer einzigartigen Natur geht. Einen Umweltrabatt wird es nicht geben.“

Gemäß der wasserrechtlichen Erlaubnis für die FSRU ist neben einer behördlichen Einleiterüberwachung und einer Eigenüberwachung auch eine gewässerökologische Beweissicherung, ein sogenanntes Monitoring, vorgeschrieben. Dazu seien seit Dezember 2022 sowohl an Bord der FSRU als auch im Nah- und Fernbereich um die „Höegh Esperanza“ herum monatlich zu allen Tidezeitpunkten und in mehreren Wassertiefen eine Vielzahl an Chlor- und Brom-Nebenprodukten analysiert worden, so das NLWKN. Auch die Temperaturausbreitung des eingeleiteten Prozesswassers in der Jade werde fortlaufend überwacht.

Etliche Pannen bei Messungen

Dass dabei zu einer Reihe von Pannen gekommen ist, hat den positiven Gesamteindruck der Behörde offenbar nicht beeinträchtigt. Mal waren Messungen aufgrund der starken Strömung in der Jade nicht möglich, mal hatte man keine geeigneten Gefäße für die Probenentnahme. Zudem gingen mehrfach Flaschen mit Wasserproben auf dem Transport ins Labor zu Bruch. 

Betreiberin der Anlage in Wilhelmshaven ist die bundeseigene Deutsche Energy Terminal GmbH (DET). Das Energieunternehmen Uniper hat über seine Tochter LNG Terminal Wilhelmshaven GmbH (LTeW) im Rahmen eines Bewirtschaftungsvertrags die kommerzielle und technische Betriebsführung des LNG-Terminals an der Umschlaganlage Voslapper Groden (UVG) in Wilhelmshaven übernommen.

Uniper und DET zeigen sich zufrieden

Das Unternehmen Uniper, das im März 2022 von der Bundesregierung den Auftrag erhalten hatte, den Import von LNG über ein seeseitiges Terminal in Wilhelmshaven zu ermöglichen, erinnert zum Jahrestag der Einweihung an die Rekord-Bauzeit von nur neun Monaten für das Terminal. Seit der Inbetriebnahme am 21. Dezember 2022 laufe das Terminal nahezu unterbrechungsfrei. 42 LNG-Carrier hätten bislang über die FSRU „Höegh Esperanza“ etwa sieben Millionen Kubikmeter LNG angeliefert. Dieses LNG sei in etwa vier Milliarden Kubikmeter Erdgas umgewandelt und in das deutsche Ferngasnetz eingespeist worden. Damit habe man rund sechs Prozent des deutschen Gasverbrauchs im Jahr 2023 gedeckt. Bereits jetzt sei sicher, dass die Kapazitäten der „Esperanza“ auch für 2024 voll ausgelastet sein werden.

Uniper-Manager Holger Kreetz: „Wir sind sehr stolz auf dieses Terminal, das wir in Deutschland-Geschwindigkeit errichtet haben. Das Jahr 2023 hat bewiesen, wie sehr Deutschland das Terminal brauchte und auch künftig brauchen wird. Uniper arbeitet aber auch mit Hochdruck an künftigen grünen Importmöglichkeiten in Form von Ammoniak. Die Region um Wilhelmshaven wird weit in die Zukunft ein Energieknotenpunkt sein.“  Ähnlich zufrieden äußert sich DET-Manager Dr. Peter Röttgen: „Das erste Terminal in Deutschland wurde vor genau einem Jahr in Wilhelmshaven errichtet und hat einen Grundstein für die Sicherung der Energieversorgung für Deutschland und Europa gelegt.“ DET-Partner Uniper habe sehr gute Arbeit geleistet. 

Preis für Ideen und Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus

Friesland/Wangerland (18. 12. 2023) Die friesländische SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller ruft Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 20 Jahren dazu auf, sich am Engagement-Wettbewerb für den „Otto-Wels-Preis für Demokratie 2024“ zu beteiligen. Alle Teilnehmer sind aufgefordert, sich mit dem Thema „Was tun wir gegen Rassismus und Antisemitismus? Was tun wir gegen Israelfeindlichkeit und Judenhass?“ auseinanderzusetzen.

„Wir suchen kreative Ideen, die zeigen, wie junge Menschen in ihrem Lebensumfeld Antisemitismus, Rassismus und Feindlichkeit gegenüber Jüdinnen und Juden begegnen“, sagt Möller. Die Abgeordnete ist überzeugt: „Langfristige und nachhaltige Bekämpfung von Antisemitismus ist nur durch interreligiösen und interkulturellen Austausch möglich.“

Mit dem Otto-Wels-Preis für Demokratie zeichnet die SPD-Bundestagsfraktion junge Menschen mit kreativen Ideen und Engagement aus, jeder Art von Antisemitismus entgegentreten. Der Preis soll einen Beitrag dazu leisten, dass sich junge Menschen mit Erinnerungskultur und einem friedlichen Zusammenleben in Europa beschäftigen. Es können Einzel- oder Gruppenarbeiten eingereicht werden. 

Die Wettbewerbsausschreibung und das Teilnahmeformular sind unter www.spdfraktion.de/ottowelspreis abrufbar. Einsendeschluss ist der 16. Februar 2024. Die Preisverleihung findet in Berlin ein statt. Den ausgezeichneten Beiträgen winken zudem attraktive Geldpreise, die von den SPD-Bundestagsabgeordneten gestiftet werden. 

Anliegen des Preises ist, die Erinnerungen an die Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft wachzuhalten und im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern, dass Demokratie, Rechtstaatlichkeit und ein friedliches Zusammenleben es, immer wieder verteidigt und gefestigt werden müssen.

Gelungene Premiere: Grundschule verwandelt sich in Weihnachtsmarkt

Freuen sich über den gelungenen Weihnachtsmarkt der Grundschule Hooksiel: (von links) Nicole Neumann, Michaela Conring und Myriam Giersdorf. Fotos: hol

Hooksiel (17. 12. 2023) – Kinderpunsch und Popcorn, offene Feuer, der Duft von Bratwurst und dazu das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“, vorgetragen von Dutzenden Kindern, die sich mitten auf dem Schulhof zum Chor formiert hatten. Davor Hunderte Zuhörer: Eltern, Großeltern, Geschwisterkinder und zurecht stolze Lehrerinnen und Lehrer. Der erste Weihnachtsmark der Grundschule Hooksiel war ein voller Erfolg.

Die Premieren-Veranstaltung zum dritten Advent eröffnete Schulleiter Peter Nußbaum am Freitagnachmittag. Er begrüßte die Gäste, darunter auch viele ehemalige Schüler, vor geschmückten Weihnachtshütten. Im Schulgebäude selbst hatte die Lehrerschaft fast für jeden Raum unterschiedlichste Angebote vorbereitet. So wurden beispielsweise Kekshäuser, Schneemänner am Spieß, Teelicht-Halter und Weihnachtskarten gebastelt. Die Kinder konnten sich schminken lassen und sogar zum eigens vom Nordpol eingeflogenen Weihnachtsmann in die Sprechstunde gehen. In der Turnhalle war eine „winterliche Bewegungslandschaft“ aufgebaut. 

Dank enger und effektiver Zusammenarbeit mit dem Elternförderverein, der Freiwilligen Feuerwehr, der Dorfgemeinschaft Hooksiel, unzähligen Helfereltern und nicht zuletzt mit dem Weihnachtsmann, ist es es dem Team der Mitarbeiter der Grundschule Hooksiel gelungen, einen Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen berührte.

Die etwa 400 Gäste des Weihnachtsmarktes verteilten sich auf dem gesamten Areal der Schule am Kreuzhamm. Auf dem Schulhof, auf dem in den beiden Winterhütten einiges zur Stärkung des leiblichen Wohls angeboten wurde, bildeten sich zahlreiche Gesprächsrunden. Im Schulgebäude waren die Cafeterias gut besucht und der von Eltern gespendete Kuchen sowie die frisch zubereiteten heißen Waffeln fanden viele Abnehmer. 

Nach Einbruch der Dunkelheit kam draußen, besonders durch die Feuerkörbe und die beleuchteten Tannenbäume, weihnachtliche Stimmung auf. Dazu trugen auch die von den Kinder vorgesungenen Weihnachtslieder bei. 

Lehrerin Myriam Giersdorf stellte in ihren kurzen Abschiedsansprache eine Wiederholung des Marktes im nächsten Jahr in Aussicht, was besonders seitens der Kinder großen Jubel hervorbrachte. Schulleiter Nußbaum zeigte sich vom Engagement seines Teams und den externen Helfern mehr als beeindruckt und sprach von einem vollen Erfolg, der einen krönenden Abschluss seines ersten halben Jahres an der Grundschule darstelle.

Die Schülerinnen und Schüler trugen Weihnachtslieder vor.

Janssen: Ampel-Regierung ist Gefahr für bäuerliche Landwirtschaft

Wangerland/Friesland (16. 12. 2023) – Landwirten drohen massive Einkommensverluste. Das jedenfalls befürchtet die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (Wittmund) mit Blick auf die Pläne der SPD/Grüne/FDP-Bundesregierung, die Rückvergütung von Agrardiesel sowie die Kfz-Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zu streichen. 

Anne Janssen

„Die Einigung der Ampel-Koalition zum Bundeshaushalt 2024 ist ein Schlag ins Gesicht der deutschen Landwirte“, so Janssen in einer Presseerklärung. „Das ist der größte finanzielle und politische Einschnitt, den die Landwirtschaft je erfahren musste. Die Ampel-Regierung ist eine Gefahr für die bäuerliche Landwirtschaft.“ Streichung werde zu massiven Einkommensverlusten auf den Höfen führen. Landwirte seien auf Diesel als Kraftstoff angewiesen. Sie könnten nicht mit Elektro-Traktoren ihre Ernte einfahren. Die Bauern seien zurecht über die zusätzliche Steuerlast von 900 Millionen Euro verärgert. Das sei nicht akzeptabel, so die CDU-Politikerin (Foto).

Allein die Steuererstattungen für Agrardiesel umfassen 440 Millionen Euro. die zudem geplante massiv steigende CO2-Bepreisung kämen zusätzliche Kosten auf die Landwirtschaft zu. Die Verteuerung der Kraftstoffe bedeute aber für viele Menschen im ländlichen Raum, die in der Regel längere Fahrtstrecken zurücklegen müssen, eine erhebliche Mehrbelastung. 

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) habe noch vor wenigen Tagen im Bundestag darauf hingewiesen, dass sowohl die Agrardiesel-Beihilfe als auch die Kfz-Steuerbefreiung für die deutsche Land- und Forstwirtschaft notwendig seien. Falls beides wegfallen sollte, sehe er ein Problem, was das Thema Wettbewerbsfähigkeit angeht. Daraus sei zu schließen, so Anne Janssen, dass das Wort des Landwirtschaftsministers in der Bundesregierung wenig bis gar kein Gewicht habe.

Die CDU-Politikerin fordert die Ampel-Koalition auf, ihre Spar-Pläne in den anstehenden Haushaltsberatungen zu korrigieren und die nicht verantwortbare Belastung der Landwirtschaft zurückzunehmen. 

Bei drohender Sturmflut müssen Reisemobilsten die Plätze räumen

Hooksiel/Wangerland (16. 12. 2023) – Die Reisemobil-Wintersaison der Wangerland Touristik GmbH (WTG) hat begonnen. Wie das gemeindeeigenen Unternehmen mitteilt, können ab sofort die Reisemobil-Stellplätze am Yachthafen in Horumersiel, am Campingplatz in Schillig und der Wohnmobilhafen „An der Ostdüne“ in Hooksiel ganzjährig angesteuert werden. Damit können Camper – wie von Hooksiel-life bereits berichtete – ihre Fahrzeuge auch vor dem Deich, also direkt am Meer, abstellen. Bislang war die Nutzung der Stellplätze zwischen Deich und Nordsee nur von April bis Oktober möglich. 

„Die Nachfrage nach Stellplätzen ist auch in der Nebensaison groß“, sagt WTG-Geschäftsführer Armin Kanning. Deshalb man intensiv an einem ganzjährigen Betriebskonzept für die Reisemobil-Stellplätze gearbeitet. Jetzt liegen die notwendigen Genehmigungen vom Landkreis Friesland vor.

Der ganzjährige Betrieb der Reisemobil-Stellplätze sei ein wichtiger Schritt zur Belebung der Nebensaison, so Kanning. „Wenn das Angebot gut angenommen wir bietet es die Chance für Gastronomie und Einzelhandel, Mitarbeitende ganzjährig beschäftigen zu können.“

Die Reisemobil-Stellplätze am Campingplatz in Schillig, am Yachthafen in Horumersiel und am Hallenwellenbad in Hooksiel können spontan angefahren werden. Die Bezahlung erfolgt vor Ort über einen QR Code oder bei den Kontrolleuren. Der Wohnmobilhafen „An der Ostdüne“ am Hooksieler Strand könne sogar vorab online gebucht werden. Die Preise sind der Nebensaison angepasst worden und liegen für zwei Personen zwischen 7 und 20 Euro pro Nacht (plus Gästebeitrag). Weitere Informationen unter wangerland.de/wintercamping. 

Auch für die Sturmflut-Sicherheit ist gesorgt: Übernachen darf im Deichvorland nur, wer seine Kontaktdaten hinterlegt hat. Damit die Reiemobilisten m Falle einer Sturmflutwarnung informiert werden und abreisen. Falls das nicht geschieht, so Kanning, würden die Plätze vier Stunden nach der Sturmflutwarnung rigoros von einem Abschleppdienst geräumt.