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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Lockere Stimmung und gut gefüllte Tanzfläche

Hooksiel (9. 11. 2025) – Nette Menschen, gute Musik, ausgelassene Stimmung – das waren die Merkmale von „Hooksiel tanzt“. Anke Müller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft „De Hooksieler“ hatte allen Grund, zufrieden zu sein. Die zum zweiten Mal in der Eventhalle Langenhorst ausgerichtete Veranstaltung ist auf dem besten Weg, sich einen festen Platz im Jahreskalender in Hooksiel zu erobern.

„Hooksiel tanzt“ – der Titel der Veranstaltung in der Eventuelle war Programm. Foto: Anke Müller

Das große Interesse hatte sich schon im Vorfeld abgezeichnet. Die 140 Eintrittskarten waren im Vorverkauf innerhalb weniger Stunden vergriffen. Im Mittelpunkt stand das Tanzen. Der Diskjockey hatte dazu die passende Mischung aus Pop-, Rock- und Schlagersongs aus den vergangenen Jahrzehnten zusammengestellt.

Anke Müller bedankte sich zudem bei der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ für die Unterstützung vor Ort und bei örtlichen Gastronomen, die Gutscheine gespendet hatten, die unter den Party-Gästen verlost wurden.

Die richtige Musik sorgte für ausgelassene Stimmung in der Hooksieler Eventhalle. Foto: hol

Friesenstraße: Zwei neuwertige Pedelecs gestohlen

Hooksiel (9. 11. 2025) – Die Polizei sucht mögliche Zeugen für den Diebstahl von zwei Pedelecs in der Friesenstraße in Hooksiel. Unbekannte Täter haben dort im Zeitraum zwischen Freitag, 20 Uhr, und Samstag, 7.45 Uhr die beiden Zweiräder der Marke Hercules entwendet.

Die neuwertigen Pedelecs hätten zuvor verschlossen in einem Fahrradständer neben einer Hauseingangstür eines Einfamilienhauses gestanden. Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder zum Verbleib der Fahrräder machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei Jever (Telefon: 04461/74490) in Verbindung zu setzen.

Jugendpflege der Gemeinde sucht Verstärkung

Wangerland (8. 11. 2025) – Vier Jahre lange musste die Jugendpflege der Gemeinde Wangerland mit einem Provisorium leben. Das örtliche Jugendzentrum war in die Räume der Diakonie ausgelagert. Jetzt sind die Renovierungsarbeiten im Dorfgemeinschaftshaus Hohenkirchen abgeschlossen. Und, so freute sich Jugendpflegerin Imke Gerdes, sofort hätten sich dort zum Jugendtreff wieder gut 30 Jugendliche eingefunden. 

Die Sozialpädagogen Imke Gerdes und Jörg Westphal sind Ansprechpartner für Jugendliche im Wangerland. Archiv-Foto: hol

Bürgermeister steht am Grill

Damit alle Bürger einen Eindruck von der Renovierung des Gebäudes gewinnen können, lädt die Gemeinde Wangerland für Freitag, 14. November, zum Tag der offenen Tür ins Dorfgemeinschaftshaus am Alma-Rogge-Weg in Hohenkirchen ein. Von 15 bis 17 Uhr besteht die Gelegenheit, die Einrichtung für Jugendliche und Senioren zu besichtigen und bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen. Bürgermeister Mario Szlezak persönlich stehe am Grill und die Jugendpflege versorge die Interessierten mit frischen Waffeln und Punsch, heißt es in der Einladung. 

Jugendtreff in der Turnhalle

Auch in Tettens habe sich ein guter Platz für einen Jugendraum gefunden, sagte im Imke Gerdes vor dem Jugendausschuss. Der neue Treff soll mit Unterstützung des Bauhofs der Gemeinde im Obergeschoss der örtlichen Turnhalle eingerichtet werden. Gut angenommen werde die Jugendbetreuung aktuell auch in Hooksiel, Waddewarden und Minsen.

Größtes Problem der Jugendpflege ist die Personalnot. Gerdes: „Eine 30-Stunden-Stelle für die Betreuung in Tettens und Wiefels ist ausgeschrieben. Wer eine geeignete Erzieherin oder einen Erzieher kennt, soll sich bitte melden.“

Chance oder Risiko: Reaktionen auf neues CO2-Gesetz

Wangerland/Wilhelmshaven (7. 11. 2025) – Der Deutsche Bundestag hat gestern mit der Verabschiedung des Kohlendioxid-Speicherungs- und -Transportgesetzes die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, in industriellen Prozessen unvermeidbar anfallendes Kohlendioxid (CO2) abzuscheiden, zu transportieren, zu nutzen oder sicher zu speichern. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (Wittmund) sieht darin den richtigen Weg, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Umweltschutzverbände befürchten eine zunehmende Industrialisierung der Nordsee.

Lösung für unvermeidbares CO2

Mit dem neuen Gesetz, so Janssen, Vorsitzende des Arbeitskreis Küste der CDU/CSU-Fraktion, werde der Weg frei für industrielles, technologieoffenes CCS in Deutschland. CCS steht für Carbon Capture and Storage, also fürs Abspalten und Speichern von klimaschädlichem CO2. Insbesondere für die energieintensive Zement-, Stahl- und chemische Industrie, aber auch für Gaskraftwerke, gilt CCS als Chance, klimaverträglicher zu produzieren. 

Bislang war die unterirdische Speicherung von CO2 auf deutschem Boden weitgehend verboten. Mit dem neuen Gesetz, so Janßen, bekämen Unternehmen Planungssicherheit, um in emissionsarme Produktion zu investieren, statt abzuwandern. „Für unsere Region als bestehende Energiedrehscheibe ist das eine echte Zukunftschance“, sagte Janssen mit Blick auf Wilhelmshaven. „Mit CO₂-Infrastruktur, Offshore-Speicherung und der Verzahnung mit Wasserstoff können Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit im an der Küste wachsen.“

Chance für die Energiedrehscheibe

Im Kreis der zum „Energy Hub Port of Wilhelmshaven“ gehörenden Unternehmen gibt es Pläne, über Wilhelmshaven den CO2-Export zu Speicherstätten in der Nordsee zu ermöglichen. „CCS ist ein wichtiger Baustein der deutschen Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit und für Wilhelmshaven und die Jade-Region als Drehscheibe eine große Chance“, sagt Uwe Oppitz, Sprecher des Energie Hub.

Das in der industriellen Produktion anfallende CO2 könnte abgeschieden und etwa per Pipeline nach Wilhelmshaven gebracht werden, von wo aus es zu einem CO2-Speicher unter der Nordsee transportiert würde. Die vom Gesetzgeber verabschiedete Carbon-Management-Strategie soll eine Kohlenstoffkreislauf-Wirtschaft ermöglichen. 

Scheinlösung mit hohem Risiko

Der Naturschutzbund (Nabu) sieht bei der CO₂-Speicherung im Meeresuntergrund noch offene Fragen zum Umweltrisiko. Der Verband fordert eine verbindliche Entlastung der Nordsee durch andere Maßnahmen vor der Freigabe von CCS im Meer für tatsächlich unvermeidbare Restemissionen.

Auch die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) mit Sitz in Varel äußert „starke
Bedenken“ gegen beabsichtigte Verpressung von CO2 unter dem Nordseegrund. Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Vorsitzender der SDN: „Wir lehnt diese Scheinlösung zum Klimaschutz entschieden ab!“ Es fehle zum Beispiel eine Bilanzierung zum wirklichen Nutzen von CCS. Die CO2-Verpressung im Nordseeuntergrund sei zudem ein Verstoß gegen die Vorgaben der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der Europäischen Union. Der Weg, die Nordsee als Müllkippe zu nutzen, sei eine Gefahr für Mensch und Natur.

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CDU Arbeit an einem Zukunftsplan fürs Wangerland

Wangerland/Hooksiel (7. 11. 2025) – Die CDU Wangerland erstellt einem Zukunftsplan für die Gemeinde. In dem Papier sollen Vorstellungen dazu erarbeitet werden, wie das Wangerland in 10 bis 15 Jahren aussehen soll und könnte. Die Präsentation ist für Anfang 2026 geplant. Im Zentrum stehen Themenfelder wie Schulen, Kindergärten, Wohnraum, Gewerbeflächen, die Entwicklung der einzelnen Dörfer und Fragen zur wirtschaftlichen Stabilität.

Konsolidierung der Finanzen

Auf das Projekt der Partei wiesen Gemeindeverbands-Vorsitzender Thies Fischer und die Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat Alice Brandenburg-Bienek anlässlich der Vorstellung von Fischer als Bürgermeister-Kandidat hin.  Das Zukunfts-Konzept könnte so etwas wie eine Blaupause für die achtjährige Amtszeit des künftigen Bürgermeisters werden. „In den vergangenen Jahren wurde häufig nur reagiert – auf Ereignisse, Krisen und Entwicklungen“, so Fischer. „Ich möchte, dass wir wieder selbst gestalten. Das Wangerland braucht einen Zukunftsplan: Klare Ziele, realistische Maßnahmen und den Mut, Dinge anzupacken.“

Voraussetzung dafür sei es, die Finanzen der Gemeinde zu konsolidieren. Nur so lasse sich gewährleisten, dass auch künftig Feuerwehren, Schulen, Kindergärten und Straßenunterhaltung zuverlässig funktionieren. Durch seine Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt und Verwaltungserfahrung aus der Arbeit beim Finanzamt Wilhelmshaven sieht sich der 24-Jährige für diese Aufgabe gut gerüstet.

Für Transparenz und Offenheit

Nicht nur im Zusammenhang mit der durch die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel von 8,7 auf 23 Millionen Euro ausgelöste Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) setzt Fischer auf Transparenz und Offenheit in der politischen Arbeit. „Ich halte nichts davon, Dinge schönzureden oder hinter verschlossenen Türen zu entscheiden.“ 

Gerade was die Zukunft der WTG und den Tourismus im Wangerland angehe, gehörten für ihn diejenigen mit an den Tisch, die täglich in diesem Bereich arbeiten. Die so genanten Leistungsträger wird es freuen. Hatten sie doch schon mehrfach gefordert, in Überlegungen zu strategischen Entscheidungen der WTG oder der Gemeinde zum Tourismus mit Stimmrecht eingebunden zu werden.

Thies Fischer Bürgermeister-Kandidat der CDU

Wangerland/Hooksiel (6. 11. 2025) – Und da waren es vier. Mit Thies Fischer hat die CDU Wangerland heute Nachmittag in Hooksiel ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 vorgestellt. Hinter der Kandidatur steht bislang der CDU-Gemeindeverband, an dessen Spitze Fischer steht. Die offizielle Nominierung durch eine Mitgliederversammlung soll demnächst folgen.

Fischer (Foto) ist erst 24 Jahre alt, in Middoge geboren und aufgewachsen. Er arbeitet als Diplom-Finanzwirt beim Finanzamt Wilhelmshaven und engagiert sich schon seit Jahren politisch. Seit 2022 ist er Vorsitzender des CDU Gemeindeverbandes Wangerlands, seit einigen Monaten zudem Vorsitzender des CDU Kreisverbandes. Sein wichtigstes Ziel für die Gemeinde: „Die Finanzen in Ordnung bringen.“

Wie Fischet heute in einem Pressegespräch sagte, werde er sein Amt an der Spitze des CDU-Gemeindeverbandes mit seiner Nominierung niederlegen. Der Grund: „Ein Bürgermeister sollte für alle Bürger der Gemeinde da sein – unabhängig von der Parteizugehörigkeit.“ CDU-Kreisvorsitzender möchte er aber auch für den Fall bleiben, dass er zum Bürgermeister gewählt wird. „Das wäre gut für die Beziehungen des Wangerlandes zur Landes- und Bundesebene.“

Alice Brandenburg-Bienek, Vorsitzende der CDU-Fraktion im Gemeinderat, beteuerte, dass Fischer trotz seiner Jugend in allen politischen Themen drinsteckt, die das Wangerland derzeit bewegen. „Thies nimmt an jeder Fraktionssitzung teil und bringt sich auch dort ein. Wir sind überzeugt davon: Er kann etwas bewegen.“

Fischer ist der dritte Bewerber, der Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) das Amt streitig machen will. Szlezak, 2021 erstmals gewählt, hatte bereits angekündigt, 2026 erneut kandidieren zu wollen. Ebenfalls an die Spitze der Gemeindeverwaltung gewählt werden wollen Christian Fuchs (parteilos) und Bernd Abrahams (Pro Wangerland).

FCN Hooksiel plant barrierefreies Sanitärgebäude auf dem Sportplatz

Hooksiel (6. 11. 2025) – Christian Doyen, Vorsitzender des FC Nordsee Hooksiel, hofft auf eine schnelle Entscheidung der Gemeinde Wangerland. Damit Sportverein und Gemeinde vom Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten profitieren können, muss dafür bis zum 15. Januar 2026 ein erster Beschluss des Gemeinderates gefasst werden – als Interessenbekundung. 

Ersatz für marodes Stelzengebäude

Der Verein plant den Bau eines Funktionsgebäudes mit Sanitäranlagen, Umkleide- und Aufenthaltsräumen auf dem Sportplatzgelände in Hooksiel. Der barrierefreie Neubau, der zwischen den Fußballplätzen und der Tennisanlage entstehen soll, wäre ein Ersatz für die Räume, die der Verein derzeit im in die Jahre gekommenen, nicht barrierefreiem „Stelzengebäude“ der Wangerland Touristik GmbH (WTG) am Rande des Areals nutzt.

FCN-Vorsitzender Christian Doyen

„Das Stelzengebäude ist stark sanierungsbedürftig und energetisch eine Katastrophe“, sagte Doyen (Archiv-Foto) im Sportausschuss des Rates. Sollte das Finanzierungsplan des Vereins aufgehen, würden schon die eingesparten Energiekosten den verbleibenden Eigenanteil der Gemeinde von etwa zehn Prozent der Kosten rechtfertigen.

Der mit 333 Millionen Euro ausgestattete Fördertopf des Bundes sieht eine Förderquote von 45 Prozent vor. Besonders finanzschwache Kommunen dürfen auch auf 75 Prozent Zuschuss hoffen. Weitere Förderungen erwartet Doyen vom Landessportbund, aus dem EU-Leader-Programm sowie von regionalen Stiftungen. Hierzu habe man bereits zahlreiche Gespräche geführt und erste Zusagen bekommen. Den Antrag für die Bundesmittel müsse aber die Gemeinde stellen. Doyen: „Es wäre ein großer Fehler, diesen Zug wegfahren zu lassen.“ 

Schnelle Entscheidung des Rates nötig

Eine Entscheidung über den Bau muss vor dem Antrag nicht fallen. Darüber könne der Rat später befinden, wenn alle Bausteine für die mögliche Finanzierung des Projektes vorliegen. 

Bürgermeister Mario Szlezak und die Ratsvertreter im Sportausschuss zeigten sich beeindruckt von den umfangreichen Vorarbeiten und signalisierten Unterstützung für den FCN. „Wir als Verwaltung stehen zu 100 Prozent dahinter“, sagte Szlezak. Ein Beschluss des Rates bis Mitte Januar sei möglich. Notfalls müsse man eine außerordentliche Ratssitzung einberufen.

Traditionsschiffe bereichern den Alten Hafen von Hooksiel

Hooksiel (6. 11. 2025) – Die Schleuse in Harlesiel wird komplett saniert. Neue Schleusenwände, neue Schleusentore, neuer Steuerstand. Ein Großprojekt, das erst im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein wird. Bis dahin ist kein Schiffsverkehr zwischen dem Binnenhafen und dem Außenhafen möglich. 

Das tut Hooksiel gut. Der Alte Hafen ist mit zahlreichen Schiffen belegt. Zu den historischen Schiffen, die von Carolinensiel nach Hooksiel verlegt worden sind, gehört die Talk „Fortuna“ (am Kai), die 1898 gebaut wurde . Foto: hol

Betroffen von dem Projekt ist auch der Museumshafen Carolinensiel. Nutznießer: Der Alte Hafen von Hooksiel. Denn nicht alle Eigner der historischen Schiffe wollten die Schleusensanierung in dem ehemaligen ostfriesischen Handelshafen abwarten. Drei von ihnen haben ihren Liegeplatz nach Hooksiel verlegt. Dort bereichern sie das maritime Ambiente im Herzen von Hooksiel.

Einziger Ewer mit Holzboden

„Wir kommen jedes Wochenende nach Hooksiel und verbringen Zeit auf unserem Schiff“, sagt Olli Hampel aus Bremen. „Wir fühlen uns schon jetzt sehr wohl hier.“ In Carolinensiel habe man zeitweise unter einer Art „Über-Tourismus“ gelitten. „Wenn Menschen fast aufs Boot klettern, um ein Foto zu machen, dann ist das schon gewöhnungsbedürftig.“

Hampel ist Eigner des Ewers „Hans von Wilster“. Das 1899 auf der Fack-Werft an der Stör in Itzehoe gebaute Schiff ist ein Frachtsegler mit bauchigem Rumpf und flachem Boden. Schiffe dieses Typs befuhren früher Elbe und Weser. Die 26 Meter lange „Hans“ ist der einzige noch existierende Ewer mit einem Eichenboden.

„Tolles Bild im Hafen“

Der Eigner hat sein Schiff auf der Südseite des Alten Hafens festgemacht. Gleich daneben liegt die Tjalk „Kramputz“ (Baujahr unbekannt), die ebenfalls aus Carolinensiel gekommen ist. Drittes Schmuckstück auf der Südseite ist das Plattbootschiff „Wilmke“. Das 1981 in Holland gebaute Segelschiff mit seinen ausklappbaren Seitenschwertern gehört Holger Engelbrecht aus Grafschaft. Die „Wilmke“ liegt schon länger in Hooksiel und war so manche Wochen das einzige Schiff mit Liegeplatz im Hafen. Engelbrecht freut sich über seine neuen Nachbarn. „Das ist doch jetzt wirklich ein tolles Bild im Hafen.“

Als weiterer Gastlieger aus Carolinensiel hat auf der Nordseite nahe des Hotels Packhaus die stählerne Tjalk „Fortuna“ festgemacht, die 1898 in Vierverlaten von Stapel gelaufen ist. Die Tjalk ist der in den Niederlanden am weitesten verbreite Binnenschiff-Typ. Ein Merkmal: Der Kajütenaufbau (Roof), der Wohnort des Schippers, liegt direkt hinter den Ladeluken.

Schönes Bild im Alten Hafen. An der Südseite liegen jetzt drei Traditionssegler. Von links: Der Ewer „Hans von Wilster“, die Tjalk „Kramputz“ und das Plattbootschiff „Wilmke“. Foto: Reinhold Harms

Auf Hooksiel als Ausweichhafen sind die Eigner der Gastschiffe durch ein Flugblatt aufmerksam geworden, mit dem die Wangerland Touristik GmbH (WTG) einst auf der „Wattensail“ in Carolinensiel für den historischen Hafen geworben hat. Die Zuständigkeit für die Schleusungen und Liegeplätze in der Marina Hooksiel und im Alten Hafen liegt bei der WTG. 

Kostenlose Liegeplätze

Der Lockruf aus Hooksiel wurde damals mit dem Argument unterfüttert, dass die Schleusungen und auch die Liegeplätze für historische Schiffe kostenlos seien. Das Ziel: Das Ortsbild von Hooksiel gerade für Urlauber und Tagesgäste noch attraktiver zu machen. 

Fraglich war in den vergangenen Tagen, ob die WTG dieses Angebot auch in Zeiten der Insolvenz aufrecht erhalten kann. Gegenüber „Hooksiel-Life“ gab das Unternehmen jetzt Entwarnung: „Es ist korrekt, dass Traditionssegler derzeit sowohl kostenlos schleusen als auch einen kostenfreien Liegeplatz erhalten.“

Eine gute Nachricht für Hooksiel und für die Schipper, die zum Teil bereits überlegen, ihre Schiffe dauerhaft in Hooksiel liegen zu lassen. Allerdings seien, so die WTG, derzeit  alle verfügbaren Liegeplätze für Traditionssegler belegt, so dass zurzeit keine weiteren historischen Schiffe aufgenommen werden können.

WTG: Einige Interessenten für das Hallenbad-Areal

Hooksiel (6. 11. 2025) – Das Verkauf des Meerwasser-Hallenwellenbades Hooksiel geht in die nächste Phase. Wie die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) auf Anfrage von „Hooksiel-life“ mitteilt, haben sich im Rahmen des Anfang der Woche abgelaufenen Interessenbekundungs-Verfahrens „einige Investoren“ gemeldet.

Pläne von Investoren unklar

Die WTG plant den Verkauf des Bades samt des dazugehörigen rund 20.800 Quadratmeter großen Grundstücks, um die eigene Finanzlage zu verbessern. Der Betrieb des Mitte Oktober geschlossenen Bades war defizitär. Die Gemeinde Wangerland als Gesellschafterin der WTG hatte es als finanziell nicht leistbar abgelehnt, den Komplex zu übernehmen und somit zumindest ein öffentliches Bad im Gemeindegebiet zu erhalten. 

Hallenbad Hooksiel
Steht zum Verkauf: Das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel. Archiv-Foto: hol

Angaben zur Zahl der Interessenten oder zu deren Pläne für das Areal machte die WTG nicht. Insofern ist weiter unklar, ob es Bewerber gibt, die das Bad weiter betreiben möchten, etwa im Zusammenhang mit dem Bau eines Hotels im Nahbereich, oder ob das Interesse nur dem Grundstück in touristisch attraktiver Lage gilt. 

Nächste Phase Anfang Dezember

In diesem Fall wäre auch der Abriss des über 40 Jahren alten Bades denkbar. Der Bebauungsplan weist das Areal als Sondergebiet „Freizeitanlagen“ aus. Allen davon abweichenden Planungen müsste der Rat der Gemeinde zustimmen, da dann eine Änderung des Baurechts nötig wäre.

Aktuell werden die Pläne der potenziellen Investoren geprüft. Das so genannte „Angebotsverfahren“ soll nach Angaben der WTG bis Anfang Dezember laufen. 

Baut ein privater Investor neue Grundschule in Hohenkirchen?

Wangerland/Hooksiel (5. 11. 2025) – Ab dem kommenden Schuljahr besteht in Niedersachsen ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Bürgermeister Mario Szlezak und der für Schulen zuständige Abteilungsleiter Markus Gellert zeigten sich am Dienstagabend im Schulausschuss des Rates zuversichtlich, dass die Gemeinde Wangerland den gesetzlichen Ansprüchen genügt – auch wenn nicht alle drei Grundschulen den Ganztag fristgerecht abbilden können.

Ganztag in Hooksiel und Tettens

An den Grundschulen Hooksiel und Tettens werden die Kinder schon derzeit an drei Tagen in der Woche den ganzen Tag über beschult und betreut – einschließlich Mittagessen. Dieses Angebot könnte problemlos auf fünf Tage erweitert werden, ist man bei der Gemeinde überzeugt. Anders ist die Lage an der Grundschule Hohenkirchen. Dort fehlt es schlichtweg an Platz für zusätzliche Räume (Mensa, Differenzierungsräume etc.) und an Personal.

Einst gehegte Hoffnungen, die Grundschule (Träger: Gemeinde) und die benachbarte Oberschule (Träger: Landkreis Friesland) könnten eine Reihe von Räumen gemeinsam nutzen, haben sich zerschlagen. Auch deshalb plant die Gemeinde den Neubau der Grundschule. Pierre Balke aus der Bauverwaltung stellte dazu zwei Varianten vor. Einen Neubau am Alma-Rogge-Weg (dem bisherigen Standort) oder an der August-Hinrichs-Straße (südlich von Oberschule und Großsporthalle).

Standort für Neubau gesucht

Die Gemeindeverwaltung favorisiert auch mit Blick auf die Auswirkungen für Kindergarten und Grundschule während der Bauphase den Standort August-Hinrichs-Straße. Allerdings: Da für das dortige Areal zunächst Baurecht geschaffen werden müsste, würde es vom politischen Startschuss bis zur Fertigstellung mit geschätzt 5,5 Jahren gut ein Jahr länger dauern als am Alma-Rogge-Weg, wo es bereits einen Bebauungsplan gibt.

Kosten von 8,5 Millionen Euro

Die Kosten für das Projekt schätzt man im Rathaus unabhängig vom Standort auf rund 8,5 Millionen Euro. Bei der Finanzierung, so sagte Szlezak, könnte man mit Blick auf die angespannte Haushaltslage möglicherweise alternative Wege gehen. Der Gedanke: Ein privater Investor baut die Schule und vermietet sie dann an die Gemeinde. Die finanziellen Belastungen würden damit über einen langen Zeitraum gestreckt und, so die Hoffnung des Bürgermeisters, der Neubau vielleicht deutlich früher fertig. Der potenzielle Investor soll sich in Kürze im Finanzausschuss vorstellen. 

Ob die Familien in Hohenkirchen tatsächlich bis zur Einweihung der neuen Schule auf ein Ganztagsangebot warten müssen, ist noch unklar. Auf jeden Fall benötige man einen organisatorischen Vorlauf von anderthalb Jahren, so Schulleiterin Laura Krell. Ob da dann eine Zwischenlösung am alten Schulstandort noch sinnvoll ist, sei fraglich.