Hooksiel (14. 8. 2025) – Eines ist sicher: Heute um 17 Uhr stehen die Fisch-Verkaufsstände nicht mehr vor dem Strand in Hooksiel. Dort, wo die acht Wangerländer Gastronomen der Kooperation „Die Seesterne“ seit 11 Uhr Schollengerichte gezaubert haben, plätschert dann wieder das Wasser der Jade.
Aus der Pfanne auf den Teller. Die Wangerländer Gastronomen der „Seesterne“ bereiten die Schollen vor den Augen ihrer Kunden zu. Foto: hol
Das „Schollenbraten im Watt“ zog heute bei bedecktem Wetter zahlreiche Einheimische und Gäste an den Strand. Schon am frühen Morgen hatten die Gastronomen mit ihren Mitarbeitern die Stände und Zelte aufgebaut sowie die benötigen Waren bereitgelegt: Teller, Besteck, Getränke, Schollen, Kartoffelsalat, Dipp und – besonders wichtig – Zitronen, deren Saft man über die gebratenen Schollen träufelt.
An die 1000 Schollen-Liebhaber wurden erwartet. Die drei Verkaufsstände konnten die Kunden durch den Schlick nur barfuß erreichen. Direkt am Strand waren Sitzbänke und Tische aufgebaut, an denen die Gerichte verspeist wurden. Dazu spielte ein Shanty-Musiker mit Schifferklavier maritime Klänge aus den Weiten der See. Auch von Fischern, die Schollen fangen. Direkt vor dem Strand ….
Frischer geht es nicht. Schollen aus dem Meer im Watt gebraten und am Strand verzehrt. Fotos: hol
Hooksiel (13. 8. 2025) – Stabile Deiche sind für die Menschen im Wangerland überlebenswichtig. Sollte der Meeresspiegel ansteigen und ein Deich brechen, könnten weite Teile des Gemeindegebietes überflutet werden. Das ist der Hauptgrund dafür, dass Deichband und Deichgeschworene den grünen Wall am Rande des Wattenmeeres schützen und pflegen. Ein schöner Nebeneffekt: Die Deichverteidigungswege sind wunderbare Radwege. Ideale Pisten für Ausflüge von „Hooksiel radelt“.
Entspannter geht es nicht: Radeln zwischen Deich und Salzwiesen am Elisabethaußengroden. Foto: hol
Zusammen mit dem Hooksieler Fahrradtouren-Experten Ulrich Hellkuhl hat „Hooksiel-Life“ in dieser Woche eine Deichtour unternommen. Rund 40 Kilometer lang, bei herrlichem Wetter und regem Verkehr. Auffällig viele Urlauber nutzen die Möglichkeit, sich Fahrräder auszuleihen. Mit Kind und Kegel, und nicht selten noch mit einem Hunde-Anhänger, kurven sie durchs Wangerland. Schön, aber auch nicht ungefährlich, denn viele der Radwege entlang der Straßen sind schmal. Eigentlich zu schmal für Begegnungsverkehr. Besonders ärgerlich: Viele Wege wachsen von den Ränder her regelrecht zu, so das 20 bis 40 Zentimeter Breite verloren gehen.
Idealer Radweg direkt am Deich entlang
Also los. Startpunkt ist der ZOB in Hooksiel. Wir fahren die Nee Straat in Richtung Alter Hafen, biegen nach links in die schmale Viethstraße ein (Vorsicht, Auto!) und nehmen an der Soltwarf den Verteidigungsweg entlang der zweiten Deichlinie. In Höhe Campingplatz kreuzen wir die Bäderstraße. Wieder eine gefährliche Ecke. Am besten steigt man hier als Radler ab.
Weiter geht es an der Binnenseite des Deiches in Richtung Horumersiel. Wir passieren einige Schaftore und bemühen uns, den Köteln der vierbeinigen Rasenmäher auszuweichen. In Höhe Crildumersiel queren wir den Deich und fahren bei Niedrigwasser mit herrlichem Blick auf den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer bis nach Horumersiel.
Die St.-Marien-Kirche in Schillig ist einen Besuch wert – nicht nur für Gläubige. Fotos: hol
Der Hafen liegt voller Segler. Das Ausflugsschiff „Jens Albrecht“ legt gerade ab. Wir schieben unsere Räder über die Schleuse und fädeln uns dahinter wieder nach Rechts ein – auf den Deichweg, der uns windgeschützt zwischen Ferienwohnungen und Strand bis nach Schillig führt. Vorsicht geboten ist an der Straße, die über den Deich zum Großparkplatz führt. Wer sich unsicher fühlt, sollte auch hier lieber absteigen.
Romantische Orgel in Schillig
Wir erreichen unser ersten Zwischenziel: die katholische St.-Marien-Kirche, ein markanter Neubau, der erst im Februar 2012 geweiht wurde. Die „Kirche am Meer“ zieht nicht nur Gläubige an. Die geschwungene Form der Wände, das lichtdurchflutete Innere sowie Kunstwerke aus Eiche laden auch architektonisch und künstlerisch Interessierte zu einem Besuch ein. Die Kirche ist zumeist offen.
Wer mag, zündet in der Kapelle eine Kerze an. Unbedingt in Augenschein nehmen sollte man die einst in Münster von Friedrich Fleiter gebaute Orgel, die vor ihrem Umzug nach Schillig in einer Kirche in Waltrop bei Dortmund stand. „Es handelt sich um eine der wenigen romantischen Orgeln in der Region“, erläutert Ulrich Hellkuhl, selbst Musiker von Beruf. Ansonsten finde man in Ost-Friesland meist barocke Orgeln, die ein deutlich anderes, klareres Klangbild haben, als die eher auf Emotionalität abzielenden romantischen Orgeln. Wie dem auch sei: Die Orgel von St. Marien ist bei Musikern und Zuhörern gleichermaßen beliebt. Regelmäßig gastieren hier namhafte Organisten und geben Konzerte. Kostenlos.
Ulrich Hellkuhl erkundet für „Hooksiel-life“ die schönsten und interessantesten Radfahr-Touren im Wangerland und Umzug. Foto: hol
Weiter geht es. Wir umfahren Schillig auf der Deich-Innenseite bis in Höhe „Batteriegelände“. Wo früher Verteidigungsanlagen für den Kriegshafen Wilhelmshaven installiert waren, stehen heute zum Teil sehr hohe Gebäude mit Ferienwohnungen. Der Radweg führt uns über den Deich. Weiter geht es in Richtung Harlesiel auf der Außenseite. Nach wenigen Hundert Metern erreichen wir die Ruhezone des Nationalparks. Ein Zaun macht deutlich, dass Menschen auf dem Weg bleiben und sich von der Natur fernhalten sollen.
Blick auf Salzwiesen und Inseln
Herrlich! Die Salzwiesen verströmen einen ganz eigenen Duft. Oder kommt der von den Schafen auf dem Deich? Tausende Vögel nutzen das Gebiet als Rückzugsraum. Am Horizont sind die Inseln Wangerooge und Minsener Oog zu sehen. Dazu einige Leuchttürme. Am Horizont ein Containerschiff. Aber Vorsicht, nicht die Fahrbahn aus dem Blick verlieren, auch wenn hier kaum noch mit Gegenverkehr zu rechnen ist. Der aus Beton gegossene Weg hat zur Salzwiese hin einen sehr unangenehmen Absatz. Wer nicht aufpasst, kann zu Fall kommen.
Und noch ein Hinweis: Wie schon gesagt dient der Deich dem Schutz vor Sturmfluten. Radfahrer sind nur geduldet. Mit entsprechendem Respekt sollten der Deichschäfer und seine für die Grasnarbe so wichtigen Tiere behandelt werden.
Millionen für Sicherheit der Menschen investiert
Wir radeln am Deich des Elisabethaußengrodens entlang, so heißt das einst dem Meer abgerungene Land westlich von Schillig. Das Schutzbollwerk wurde ab Mitte der 1990er Jahre deutlich erhöht und neu profiliert. Die auch ökologisch sehr anspruchsvollen Arbeiten – der Baustoff Klei durfte nicht mehr, wie früher üblich, uneingeschränkt aus dem Deichvorland entnommen werden – dauerten rund 20 Jahre.
Wir passieren „Küstersmatt“, ein Treffpunkt auf dem Deich, von wo aus geführte Wanderungen durch die Salzweisen starten. Etwa später, in Höhe der Ortschaft Friederikensiel, erreichen wir das „Küstenschutz-Camp“. Von einer Anhöhe aus haben Besucher einen wunderbaren Blick über den Deich, aufs Watt, das Meer und die Inseln. Schautafeln erläutern die Entwicklung der Landgewinnungen und der Eindeichungen und das, was passiert, wenn der Meeresspiegel um fünf Meter steigen würde. Nahezu die gesamte Region wäre landunter.
Von der Kleigrube zum Wangermeer
Die Millionen für den Deichbau sind gut angelegtes Geld. Allein die Erhöhung des Elisabethaußengroden-Deiches hat 56 Millionen Euro gekostet. Verbaut wurden unter anderem 1,8 Millionen Kubikmeter Klei. Der Großteil davon kam aus dem Binnenland bei Hohenkirchen. Aus der dort entstandenen Grube entstand ein See, das „Wangermeer“.
Weithin sichtbar ist das „Küstenschutz-Camp“ durch die Beton-Skulptur „Woge retour“ von Uta Garms, die 2018 aufgestellt wurde. Sie symbolisiert das Ziel des Küstenschutzes, der die Wogen der See ins Meer zurückwerfen will. Foto: hol
Wir verlassen den Deich. Ein Schotterweg führt nach Friederikensiel. Am Ortsrand biegen wir links ab und Folgen einer schmalen Straße entlang des „Schlafdeichs“ bis zur Kreisstraße 87, die von Minsen nach Hohenkirchen führt. Wir biegen rechts ab, kreuzen die Straße nach wenigen Hundert Metern und fahren durch Funnens, mitten durchs Land und direkt durch den Windpark Bassens in Richtung Hohenkirchen.
Am Wangermeer angekommen biegen wir links in den Joachim-Gramberger-Weg, der uns direkt am Wasser um den See herum bis nach Gottels führt. Von dort nehmen wir mit Blick auf die Uhr den direkten Weg zurück nach Hause – auf dem Radweg entlang der Hauptstraße über Wiarden zur Landesstraße 810 und von dort nach Hooksiel. Drei Stunden Radtour ohne Pause sind vorbei und der Rucksack mit neuen Eindrücken gefüllt. Ach, es ist schon schön im Wangerland ….
Ein Tipp: Radfahren macht Spaß, soll aber auch sicher sein. Neben einem Helm setzen daher viele Radler auf einen Rückspiegel. Der Blick nach hinten kann vor bösen Überraschungen bewahren. Rückspiegel kosten nur kleines Geld und lassen sich an nahezu jedem Fahrrad-Lenker montieren.
Horumersiel/Hooksiel (13. 8. 2025) – Es gibt offenbar eine Reihe von Investoren, die den Campingplatz in Hooksiel gern kaufen würden. Aus Sicht der Wangerland Touristik GmbH (WTG) sei das am Dienstag abgelaufene Interessenbekundungs-Verfahren jedenfalls „sehr zufriedenstellend“ verlaufen.
Der Campingplatz Hooksiel stößt bei Investoren offenbar auf Interesse. Foto: hol
„Es sind zahlreiche Bewerbungen eingegangen – sowohl von regionalen als auch von nationalen Interessenten“, ließ WTG-Geschäftsführer Torsten Riedel auf Anfrage von „Hooksiel-life“ wissen. „Genauere Informationen können wir zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht geben.“
Die WTG befindet sich bekanntlich in einer „Insolvenz in Eigenregie“. Das vom Unternehmen aufgestellte Sanierungskonzept sieht im Verkauf von Immobilien und Betriebsteilen des gemeindeeigenen Tourismus-Dienstleisters einen Weg, die finanzielle Schieflage zu überwinden. Als Hauptgrund für die Insolvenz gilt die Kostenexplosion beim Bau eines Thalasso-Zentrums in Horumersiel von 8,8 auf 23 Millionen Euro.
Die von den Interessenten am Campingplatz eingereichten Unterlagen sollen jetzt im Gläubigerausschuss beraten werden. „Einen konkreten Termin für ein endgültiges Ergebnis können wir aktuell leider nicht nennen“, so Riedel. Unklar ist auch, welchen Stellenwert das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel bei der Auswahl eines Käufers hat. Die Interessenten waren aufgefordert worden, neben einem Gebot und einem Investitionsplan für den Campingplatz auch Ideen zu entwickeln, inwieweit sie sich vorstellen könnten, das defizitäre Hallenbad mit zu übernehmen.
Hooksiel (12. 8. 2025) – Das Auto ist ein Hingucker. Und das nicht nur wegen der US-Flagge, die über dem Oldtimer weht. Der Chevrolet-Pickup, Baujahr 1949, strahlt in einer leuchtenden rot-schwarzen Lackierung und versetzt den Betrachter unmittelbar in einen der zahlreichen Hollywood-Streifen der Nachkriegszeit.
Ingo Otto ist zurecht stolz auf den Chevrolet Pickup, den der Schortendenser aus Einzelteilen wieder zusammengebaut hat. Foto: hol
Der Pickup gehört zu den zahlreichen historischen Automobilen, die im Rahmen des Sommerfestes der Hooksieler Skiterrassen unweit des Hooksieler Außenhafens am Sonntag, 24. August, zu bewundern sein werden. Der Truck gehört dem Schortenser Ingo Otto, der auf Umwegen zu dem Schmuckstück gekommen ist. Ein Freund hatten den Wagen vor 24 Jahren in den USA gekauft. Eigentlich als voll restauriertes Fahrzeug. Als er den Import-Container in Bremerhaven öffnete, habe sich im Inneren allerdings nur ein „Schrotthaufen“ befunden, so Otto.
Pickup aus Einzelteilen aufgebaut
23 Jahre lang lagen die mehr oder weniger gut erhaltenen Einzelteile des Wagens in einer Scheune herum. Dann kaufte Otto sie seinem Freund für 5000 Euro ab – und baute den Pickup wieder zusammen. Allerdings musste er für fehlende Teile, Reparaturen, Lackierung und so weiter noch einmal rund 18.000 Euro investieren.
Die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Küsten Oldtimer Freunde“ freuen sich auf einen Familientag an den Skiterrassen. Foto: hol
Der Aufwand hat sich gelohnt. Davon können sich Oldtimerfreunde überzeugen. Otto gehört zu den Mitgliedern der Interessengemeinschaft „Küsten Oldtimer Freunde“, die sich nach dem Sommerfest der Skiterrassen im vergangenen Jahr gründete und heute rund 30 Mitglieder hat.
Alle Oldtimer-Fahrer eingeladen
Hans Ott Vogt, Inhaber der Skiterrassen und der Wasserskianlage, war 2024 zusammen mit Andre Brandt aus Schillig auf die Idee gekommen, zu einem Oldtimer-Treffen einzuladen. Schon bei der Premiere kamen rund 60 Oldtimer. Für dieses Jahr rechnen Vogt und Brand mit noch mehr Wagen. „Wir haben hier Stellfläche für bis zu 110 Fahrzeuge“, so Vogt. „Es ist für Oldtimer-Besitzer also ratsam, früh anzureisen.“ Einzige Bedingung für die Aussteller ist, dass ihr Fahrzeug mindestens 25 Jahre alt ist.
Sommerfest mit buntem Programm
Das Sommerfest beginnt um 12 Uhr. Die Oldtimer werden auf der Landzunge zwischen Wasserski-Becken und Hooksmeer zu sehen sein. Auf der Freifläche neben den Skiterrassen werden zudem eine ganze Reihe von historischen Feuerwehr-Fahrzeugen ausgestellt werden. Zum weiteren Programm gehörten Showläufe auf Wasserskiern, ein Flohmarkt, eine große Hüpfburg und eine Bastelaktion für Kinder. Dazu gibt es viele Leckereien und Überraschungen.
Hoffen auf Spenden für die Elterninitiative krebskranker Kinder: (v. l. ) Chris Kukla, Hans-Ott Vogt, Andre Brandt und Carina Mewes. Foto: hol
Andre Brandt ist überzeugt davon, dass nicht nur Autofans einen „wunderschönen Familientag“ erleben werden. „Schön wäre es, wenn auch die Oldtimer-Fahrer ihre Kinder mitbringen würden.“ Er selbst ist Besitzer eines historischen VW-Golf. Schon bei der Vorbesprechung waren vor Ort neben dem Pickup unter anderem auch WV-Käfer, mehrere Audi und ein weiterer Chevrolet zu bewundern. Veranstalter und Interessengemeinschaft haben sich entschlossen, von den Oldtimer-Ausstellern keine Standgebühren zu nehmen. Erbeten wird eine kleine Spende, die für die Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg e. V. gedacht ist.
Hooksiel (11. 8. 2025) – Die Wetterprognosen sind gut. Insofern dürfte dem kulinarischen Abenteuer im Watt vor dem Hooksieler Badestrand nichts im Wege stehen. Am Donnerstag, 14. August, legen dort gegen 11 Uhr die Köche der Wangerländer Gastronomie-Kooperation „Die Seesterne“ die ersten Schollen in die Pfannen.
„Schollenbraten im Watt“, unter freiem Himmel zwischen Strand und Jade, ist ein besonderes Spektakel. Die beteiligten Gastronomen wollen mit der Aktion ihre Leistungsfähigkeit und ihren Qualitätsanspruch unter Beweis stellen. Logistisch unterstützt werden sie dabei von der Wangerland Touristik GmbH.
Ein erstes für den 14. Juli geplantes Schollenbraten in Schillig musste aufgrund des unbeständigen Wetters kurzfristig abgesagt werden. Aber jetzt krempeln die Köche ihre Hosen hoch und werden barfuss frische Schollenfilets braten und dazu leckeren Kartoffelsalat sowie Apfelsahnesoße anbieten.
Beginn und Dauer der Veranstaltung hängen von der Tide ab – und vom Appetit der Gäste natürlich.
Hooksiel/Oldenburg (10. 8. 2025) – Der Hooksieler Mateo Doyen hat am Wochenende sein erstes Herren-Tennisturnier gewonnen. Der 15-Jährige, der in der Punktspielrunde für die A-Junioren des FC Nordsee Hooksiel aufschlägt, gewann heute das Turnier um den Autohaus-Wandscher-Cup in Oldenburg für Spieler der Leistungsklassen 15 bis 25.
Der freudestrahlende Turniersieger Mateo Doyen (rechts) mit seinem Finalgegner Justin Duchow. Foto: Doye
Mateo Doyen, selbst LK 18, setzte sich zum Auftakt gegen Arne Lautenbach mit 7:5, 6:2 durch. Das Halbfinale gewann er gegen Jonas Tiede (6:3, 4:6, 14:12). Im Finale gewann der Hooksieler dann vergleichsweise deutlich gegen Justin Duchow mit 6:4, 6:2. Alle drei Gegner spielen übrigens für den TC Blau-Weiß Oldenburg.
Im Teilnehmerfeld waren mit Niklas Doyen (16) und Lorenz Cornelius Cramer (15) zwei weitere Hooksieler. Kramer, als Nummer 2 der Setzliste ins Turnier gegangen, unterlag bereits in seinem Auftaktmatch gegen Tiede (3:6, 4:6). Niklas Doyen zog nach einem knappen Sieg (6:3, 3:6, 11:9) gegen Fabian Zaps (TC Edewecht) ins Halbfinale ein, das er ebenso knapp mit 6:2, 4:6, 5:10 gegen Duchow verlor.
Im Feld der über 30-Jährigen startete mit Markus Doyen (LK 12,2) ein weiterer Hooksieler. An Rang 4 gesetzt spielte er sich mit zwei klaren Siegen ins Halbfinale, wo er gegen den späteren Turniersieger Tim Ludwig (Lk 3) vom Oldenburger TeV, Nummer 92 der deutschen Rangliste, chancenlos blieb.
Hooksiel (10. 8. 2025) – Ein unbekannter Verkehrsteilnehmer ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Lange Straße in Hooksiel gegen ein Verkehrsschild gefahren. Durch den Aufprall sei der Mast des Tempo-30-Schildes vollständig abgeknickt, teilte die Polizei mit. Da der Unfallverursacher sich von der Unfallstelle entfernt hat, ohne sich um den Schaden zu kümmern, wird gegen ihn wegen Fahrerflucht ermittelt. Die Polizei Wangerland erbittet Zeugenhinweise unter Telefon 04463/808910.
Hooksiel (9. 8. 2025) – Die Sanierung des hölzernen Zwiebelturmes am ehemaligen Rathaus der ehemals selbstständigen Gemeinde Hooksiel ist abgeschlossen. Maler einer Hooksieler Firma hatten in der abgelaufenen Woche sowohl die zuvor von eine Tischlerbetrieb ausgebesserten Turm aus eine mit Holz verhangenen Giebel des Gebäudes neu gestrichen. In dem Gebäude in der Lange Straße ist heute das Muschelmuseum untergebracht.
Manuel Janßen (links) und Romeo Kota sind zufrieden. Ein neuer Anstrich schützt Zwiebelturm und Giebel des ehemaligen Rathauses. Foto: hol
„Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter“, sagt Maler Manuel Janßen. „Die Woche war es ja weitgehende trocken.“ Die Malerarbeiten von einer Arbeitsbühne aus waren in der Fußgängerzone durchgehend von zahlreichen Urlaubern verfolgt worden. Der Eindruck von Janßen und seines Kollegen Romeo Kota: „Der Anstrich war dringend nötig.“ Der Zwiebelturm, er stammt vermutlich aus dem Jahr 1760, ist eine Art Wahrzeichen von Hooksiel.
Hooksiel (8. 8. 2025) – Jetzt sind die Voraussetzungen für die Ausweisung einer Tempo-30-Zone zwischen dem Hooksieler Verkehrskreisel und dem Ortskern geschaffen. Heute hat eine Baufirma die letzten etwa 100 Meter des Pakenser Altendeichs in Richtung Kreisel asphaltiert. Damit weist der gesamte Straßenzug Lange Straße/Pakenser Altendeich keine Straßenschäden mehr auf, die bislang Grundlage für die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer war.
Das letze Teilstück des Pakenser Altendeichs ist heute neu asphaltiert worden. Jetzt kann der Straßenzug zur Tempo-30-Zone werden. Foto: hol
„Die Bauarbeiten sind heute Mittag abgeschlossen worden“, bestätigte Wangerlands Ordnungsamtsleiter Markus Gellert. „Jetzt können die verkehrsrechtlichen Regelungen zur Umsetzung des Verkehrskonzeptes folgen, das der Gemeinderat im vergangenen Jahr beschlossen hat.“
Der Gemeinderat hatte sich nach einer entsprechenden Anregung von Bürgern für eine Ausweitung der Tempo-30-Zone bis zum Kreisel ausgesprochen. Auf dem Straßenzug Lange Straße/Pakenser Altendeich war vorher noch Tempo 50 erlaubt.
Tempo 30 soll unter anderem die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern erhöhen, die sich bislang einen zu schmalen und holprigen Weg auf einer der Straßenseiten teilen mussten. Bei Tempo 30 für die Autos können Radfahrer gefahrlos die Fahrbahn mitnutzen. Verkehrsrechtlich ist für Tempo-30-Zonen eine durchgehende Rechts-vor-Links-Vorfahrtsregelung vorgesehen. Nach den Worten von Gellert wird die Anpassung der Beschilderung demnächst erfolgen.
Hooksiel/Waddewarden (8. 8. 2025) – Wer schon einmal an einer Tee-Runde der Hooksieler Landfrauen im „Schwarzen Bären“ teilgenommen hat, wird sie gespürt haben: die vertraute Atmosphäre, entspannt und offen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Anita Eden, die dem Verein seit 32 Jahren vorstand.
Anita Eden (Foto) ist am 2. August im Alter von 86 Jahren gestorben. Um sie trauern die Familien ihrer Kinder Jan-Jürgen, Wiebke, Detlef und Wilke sowie zahllose Menschen, die großen Respekt vor Engagement und Herzlichkeit dieser besonderen „Landfrau“ hatten.
Anita Eden ist auf einem Bauernhof in Siebetshaus aufgewachsen. Nach der Heirat mit Jürgen Eden zog auf den Ackerbaubetrieb am Gänseweg in Waddewarden. Hier kamen die Kinder zur Welt. Die Ehe scheiterte. Anita Eden blieb am Gänseweg. Aus dem Bauernhof wurde ein Feriendomizil, in dem die Hausherrin ihre Gäste liebevoll betreute. Schon als junge Frau hatte sie gern im „Chausseehaus“ in Siebetshaus Gäste bewirtetet. Jetzt kehrte diese Leidenschaft zurück. Sie wurde eine Vermieterin mit Herzblut.
Ihre zweite große Leidenschaft war der Landfrauenverein Hooksiel, den es seit Dezember 1952 gibt. Zu den Gründungsmüttern gehörte mit Irma Cornelßen eine Tante von Anita Eden. Als die Waddewarderin den Vorsitz Anfang der 1990er Jahre übernahm, lernte sie schnell, Reden zu halten und Veranstaltungen zu organisieren. Beides hatte sie seither mit großer Leidenschaft getan.
Die Treffen in der Gemeinschaft, zu denen Referentinnen und Referenten geladen waren, die über aktuelle Themen berichteten, und die regelmäßigen Ausflüge zu Zielen in der Region hatten für Anita Eden vor allem einen Zweck: Sie wollte Frauen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Das ist ihr immer wieder gelungen, bis ein Schlaganfall sie mitten aus ihrem Schaffen riss.