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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Undichtes Wasserrohr am Kreuzhamm saniert

Hooksiel (22. 9. 2025) – Ein undichtes Wasserrohr hat heute den Betrieb der Grundschule und des Kindergartens Hooksiel betroffen. Wie der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ bestätigte, war an einer PVC-Trinkwasserleitung aus dem Jahr 1973 im Bereich des Kreuzhamm eine undichte Klebeverbindung entdeckt worden.

„Wir haben uns daraufhin mit der Schule in Verbindung gesetzt, um zu klären, wann der beste Zeitpunkt für eine Reparatur ist“, schildere ein OOWV-Sprecher. Da der Unterricht heute um 13.30 Uhr endete, sei man dann mit den Reparaturarbeiten angefangen. Der Kindergarten musste kurzzeitig ohne Wasser auskommen.

Neben der Schule und dem Kindergarten waren 14 Haushalte von den Arbeiten betroffen. „Sie alle wurden über die Unterbrechung der Trinkwasserversorgung informiert“, so der OOWV. Aufgrund der Reparatur könne es zu Trübungen im Wasser kommen. Diese sei aber ungefährlich und sollte im Laufe des Nachmittags wieder verschwinden, so der OOWV-Sprecher.

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Ungewissheit über Zukunft des Campingplatzes nagt an den Nerven der Gastronomen

Hooksiel (22. 9. 2025) – Bingo-Abend, Schlager-Party, Line-Dance-Parade. Auf dem Campingplatz Hooksiel herrscht ausgelassene Stimmung. Garanten dafür sind seit Jahren Irene und Jens Unger. Seid 16 Jahren betreibt das Gastronomen-Paar die Camper-Scheune und die Gaststätte „Kajüte“ mit angegliedertem Verkaufsshop. Wie lange noch, ist ungewiss. Jens Unger, der sich unter anderem um das Musik-Programm kümmert: „Es ist schon ein ungutes Gefühl, wenn man nicht weiß, wie es weitergeht.“

Irene und Jens Unger kümmern sich seit 16 Jahren um die Urlauber auf dem Campingplatz in Hooksiel. Gern werden sie ihre Gäste auch in den kommenden Jahren in der „Kajüte“ und in der Camperscheune begrüßen. Foto: hol

Auslöser der Sorgen ist die Insolvenz der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH. Die WTG ist die Verpächterin von Camperscheune und „Kajüte“. Noch. Der Campingplatz soll verkauft werden. An wen, ist noch nicht bekannt. Genauso wie wie die Antwort auf die Frage, wie der künftige Eigentümer sich die Betreuung der Camper vorstellt.

„Wir brauchen Planungssicherheit“

„Wir hoffen auf ein baldiges Signal. Wir brauchen Planungssicherheit“, so Irene und Jens Unger. Ihre Idealvorstellung? „Ein langfristiger Vertrag über fünf oder auch sieben Jahre.“ Bislang ist der Verkauf des Campingplatzes samt des Hallenwellenbades offenbar noch nicht unter Dach und Fach. Zuletzt hatte die WTG mitgeteilt, mit dem potenziell aussichtsreichsten Interessenten in Verhandlungen über Details eingestiegen zu sein. Wie lange die sich hinziehen? Unklar. 

Klar ist für die Familie Unger, dass am 19. Oktober die Saison endet. Der Hooksieler Campingplatz mit seinen 1500 Stellplätzen liegt vor dem Deich. In der Sturmflutsaison muss er geräumt werden. Für die Ungers heiß das: Die „Kajüte“ wird wasserfest verbarrikadiert. Lediglich die Veranstaltungen in der Partyscheune dürfen mit behördlicher Zustimmung eingeschränkt weiterlaufen – ohne Heizung und fließend Wasser. Fest geplant ist zum Beispiel das Programm zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: Am Sonntag, 21. Dezember, Kinder-Weihnachtsparty; an den Dienstagen, 23. und 30. Dezember, Bingo mit Irene und zum Jahreswechsel die Silvesterparty zum Deichleuchten.

Schon Turbulenzen gemeistert

Weiter mögen die Ungers derzeit nicht blicken. So lange es keine Klarheit über die Zukunft ist, können sich nicht ins Inventar investieren, ihren Aushilfskräften im Verkaufs-Shop keine Zusagen machen und auch keine Waren bestellen. „Wir wissen ja nicht, ob wir künftig noch Pächter sind“, so Jens Unger, der aber mit seiner Frau schon einige Turbulenzen erfolgreich gemeistert hat.

Von 2015 bis 2020 etwa bewirtschaftete das Paar zusätzlich das Restaurant „Wellenblick“ im Hallenwellenbad Hooksiel. Erfolgreich. Zu den Gäste zählten nicht nur die Besucher des Schwimmbades, sondern auch viele Hooksieler, die im großen Saal Familien- oder auch Straßenfeste feierten. Unvergessen die großen Grünkohl-Essen des Sportvereins FC Nordsee Hooksiel.

Erinnerungen an den „Wellenblick“

Gern hätten die Ungers das Restaurant weiter getrieben. Doch dagegen standen die Pläne der damaligen WTG-Geschäftsführung, die sich vom Hallenbad verabschieden, zumindest aber private Investoren mit ins Boot holen wollte. Den Ungers wurde nahegelegt, statt des „Wellenblicks“ das Strandhaus 3 am FKK-Strand zu betreiben. Die Restauration im Hallenbad ging an einen Investor, der große Hotel-Pläne hatte, mit dem Umbau von Restaurant und Saal begann … aber dann kam die Corona-Pandemie, die Politik versagte den Hotel-Plänen ihre Zustimmung, der Pachtvertrag wurde gekündigt. Ein Desaster, das vor Gericht endete und dessen letztes Kapitel bis heute nicht geschrieben ist. 

Steht für Party und gute Stimmung: Die Camperscheune in Hooksiel bietet auch während der Wintermonate Programm. Foto: hol

„Wir wären gern im ,Wellenblick‘ geblieben“, erinnern sich Irene und Jens Unger. Zumal sich schnell herausstellte, dass der Betrieb im Strandhaus 3 sehr wetterabhängig ist. Die Gastronomen verlängerten ihren dreijährigen Pachtvertrag dort nicht und konzentrierten sich in den letzten Jahren voll und ganz auf „Kajüte“ und Camperscheune. Gerade in der Saison gibt es hier jede Menge Arbeit. „In Hochzeiten haben wir bis zu 6000 Menschen auf dem Platz“, schildert Ungers. „Dann herrscht hier Ausnahmezustand.“

Oktober-Scheunenfest

Nach dem Rückzug der Bäckerei vom Campingplatz haben die Ungers auch noch den Brötchen-Service für die Camper übernommen. Ihr Arbeitstag beginnt seither morgens um 6.30 Uhr und endet nicht vor 23 Uhr, häufig erst um 24 Uhr. Unter den Gästen sind sehr viele Stammkunden, etwa aus den Reihen der 850 Dauercamper. Aber auch Hooksieler besuchen die „Kajüte“, etwa zum Flammlachs-Essen oder zum Labskaus-Schmaus. In der Camperscheune sind auch oft Einheimische zu Gast. Nächster Höhepunkt dort: Das „Oktober-Scheunenfest“ am 3. und 4. Oktober. 

„Wir haben viel Arbeit. Aber es macht Spaß“, versichern Irene und Jens Unger. „Aber die Zeit der Ungewissheit, die geht langsam an die Substanz.“ 

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Einblicke in die Arbeit eines LNG-Terminals

Wilhelmshaven/Hooksiel (22. 9. 2025) – Technik erleben, Abläufe verstehen, ins Gespräch kommen: Am Dienstag und Mittwoch, 23. und 24. September, macht jeweils von 9 bis 18 Uhr der Infostand der Deutschen Energy Terminal GmbH (DET) Halt in der Nordseepassage Wilhelmshaven. Die Mitarbeitenden der DET beantworten Fragen, geben Einblicke in ihre Arbeit und informieren rund um den Betrieb der bundeseigenen, schwimmenden LNG-Terminals in Sichtweite des Hooksieler Außenhafens in der Jade. 

Was ist verflüssigtes Erdgas (LNG)? Welche Rolle spielen LNG-Terminals für die deutsche Energieversorgung? Und wie funktioniert eigentlich ein schwimmendes Terminal im Detail? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es direkt am Infostand. 

Die Besucher erwartet ein maßstabsgetreues 3D-Modell einer Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) – einem Regasifizierungsschiff, dem Herzstück eines LNG-Terminals. Am Modell werden zentrale technische Komponenten gezeigt und Abläufe anschaulich erklärt. 

Klebearsch-Plauderrunde an Bord der „Mecki“

Hooksiel (21. 9. 2025) – Mit der „Mecki“ auf die Jade. Das ist eines der beiden Höhepunkte im Jahr der „Friesischen Stiftung Goldener Klebearsch“ (FSGKS). Am Wochenende trafen sich ein Teil der Mitglieder zum gemeinsamen Essen im Restaurant „Zur Brücke“, um danach mit dem Fahrgastschiff „Mecki“ und seinem Kapitän Dirk Huntemann in See zu stechen.

Verbrachten ein paar schöne Stunden an Bord der „Mecki“: Mitglieder der Friesischen Stiftung Goldener Klebearsch. Foto: hol

Zwei Stunden schipperte die Rund entlang der Küste in Richtung 4. Hafeneinfahrt in Wilhelmshaven und wieder zurück. Genug Zeit, sich über aktuelle Entwicklungen in der Hafen- und Energielandschaft auszutauschen und an gemeinsam Erlebtes in der Vergangenheit zu erinnern. 

Die meisten Mitglieder der FSGKS sind ehemalige Mitarbeiter des Chemieunternehmens „ICI Wilhelmshaven“ oder der Nachfolgefirmen Ineos und Vynova. Hinzu kommen Vertreter der Hafenwirtschaft und Personen, die sich dem Unternehmen oder der Runde verbunden fühlen.

Die zweite Traditionsveranstaltung der FSGKS ist eine Boßeltour. Wie die Hooksielerin und ehemalige Ineos-Managerin Angela Homuth als Cheforganisatorin sagte, soll der nächste Vergleich im Friesensport Ende Januar stattfinden. Die regelmäßigen Treffen der Stiftung gehen auf ehemals firmeninterne Veranstaltungen zurück, bei denen einige der Teilnehmer bei gemütlichen Bierrunden über lange Zeit auf ihren Stühlen am Tresen „festgeklebt“ gewesen sein sollen. Für ihr Engagement erhielt Angela Homuth jetzt eine Original-Klebearsch-Skulptur, die einst der Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner geschaffen hat. 

Markus Doyen souveräner Vereinsmeister

Hooksiel (21. 9. 2025) – Die Hooksieler Tennisspieler haben ihren Meister gefunden. Markus Doyen (Leistungsklasse 12,4) gewann am Wochenende in der Finalrunde der besten Spieler im FC Nordsee Hooksiel alle seine drei Spiele.

Hatten viel Spaß bei den Tennnis-Vereinsmeisterschaften des FCN Hooksiel: (von links) Vereinsmeister Markus Doyen mit den Platzierten Lorenz Kramer, Andre Abels und Mateo Doyen. Foto: hol

Doyen, Jahrgang 1983, spielt in der Punktsspielrunde für die Herren ü 30 und ü 40 des MTV Jever. Am Samstag setzte er sich zunächst gegen seinen Sohn Mateo Doyen (Jahrgang 2010, LK 19,1) mit 6:3, 6:3 durch. Mühelos gewann er danach auch gegen Andre Abels (LK 18,8). Am Sonntag folgte dann noch ein 6:2/6:0-Erfolg gegen Lorenz Kramer (Jahrgang 2010/ LK 18.5).

Abels (Jahrgang 1966), der für den FCN Hooksiel in der Herren ü 50 antritt, erkannte nach der deutlichen 0:6, 0:6-Niederlage gegen Doyen unumwunden die Stärken seines Gegenübers an: „Zu gut, zu souverän, zu schnell …“.

Spaß an den Spielen der Endrunde hatten alle Teilnehmer. Abels sicherte sich am Samstag in einem sehr engen Spiel gegen Lorenz Kramer mit 6:3, 4:6 und 11:9 den zweien Platz. Die Partie gegen Mateo Doyen ging verletzungsbedingt kampflos an Abels. Im Duell der Nachwuchs-Talente hatte sich Lorenz Kramer am Samstag nach einem extrem spannenden ersten Satz letztlich mit 7:6, 6:1 gegen Mateo Doyen durchgesetzt.

Vom Sonar-Offizier der Marine zum „Radkaleu“ in Hooksiel

Hooksiel (20. 9. 2025) – Peter Merkler kann gut navigieren. Er kennt den Weg. Zudem kann er Geräusche gut wahrnehmen – und einmal Gehörtes abspeichern. Damit erfüllte der Hooksieler bestens die Anforderungen an einen Sonar-Experten. Heute setzt der pensionierte Marineoffizier seine Fähigkeiten als „Radkaleu“ ein. 

Marineoffizier a. D. Peter Merkler (links) war auf Einladung von Herbert Ulfers als Referent zu Gast beim Männerkreis der evangelisch.-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland. Foto: hol

Aber von Anfang an: Peter Merkler war auf Einladung von Herbert Ulfers Gast beim Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland. Im Walter-Spitta-Haus in Hooksiel schildere der Wahl-Hooksieler mit Wurzeln in Baden-Württemberg unterhaltsam seinen Lebensweg.

Horchposten im U-Boot

Aufgewachsen als Halbweise und jüngstes von vier Geschwistern machte der heute 56-Jährige 1984 seinen Hauptschulabschluss. Der Spaß am Lernen begann erst danach. Nach einer Ausbildung bei der Post und einem Jahr Arbeit als Fußbodenverleger meldete sich der junge Mann freiwillig für vier Jahre zur Marine. Auch, um sich den Wunsch nach Auslandsreisen zu erfüllen.

Eingezogen 1990 ging es zunächst auf ein Schnellboot und nach bestandenem Eignungstest an Bord eines U-Boots der Klasse 206 A. Der Arbeitsplatz von Merkler wurde die Sonar-Anlage, mit der U-Boote Geräusche orten können. Anhand von Schraubengeräuschen etwa lassen sich Schiffstypen unterscheiden – hier ein Fischkutter, da ein Tanker, dort ein russische Zerstörer. 

Erste Fahrt nach Norwegen

Obwohl der Warschauer Pakt sich schon in Auflösung befand, habe die Marine trainiert, die Ostsee abzuschotten. „Wir haben gelernt, eine Flotte aufzuhalten, die es schon gar nicht mehr gab. Aber irgendetwas muss man ja üben“, so Merkler. 

Der junge Soldat, der seine erste Seefahrt an Bord von „U 17“ nach Norwegen machte, absolvierte seine Unteroffizier-Ausbildung und, nach der Verpflichtung zum Soldaten auf Zeit für acht Jahre, auch den Maat-Lehrgang. Er wurde für den Einsatz von Torpedos ausgebildet, stieg zum Sonar-Meister auf „U 18“ auf und lernte Island und sogar das Mittelmeer kennen.

Ungutes Gefühl auf einem Dickschiff

Dann kam die Weichenstellung fürs Leben. Merkler bewarb sich für den Lehrgang zum Fachoffizier, den er dann als Bester bestand. Das Ziel des Fähnrichs: Sonar-Offizier. Doch mit der Versetzung von der Ostsee an Bord der Fregatte „Brandenburg“ in Wilhelmshaven wechselte die Stimmung. Hier die vertraute Mannschaft des kleinen Bootes, dort die 230-köpfige Besatzung eines Dickschiffes. Dazu die Sprache. Im U-Boot wurde weitgehend Deutsch gesprochen, im Bereich der Navigation auf der Brücke des Fregatte häufig Englisch, was er nur unzureichend beherrschte.

Die erste große Reise ging nach Südafrika. Und, so erinnert sich Merkler, er habe sich unwohl gefühlt und schon über einen Berufswechsel nachgedacht. „Da tat sich eine neue Nische auf.“ Der Hooksieler wechselte als U-Jagdoffizier an Bord der nagelneuen noch nicht in Dienst gestellten Fregatte „Sachsen“. Die Erinnerungen des Kapitänleutnants a. D. an ein Schießtraining vor Kalifornien, die Passage des Panama-Kanals und den Unifil-Einsatz gegen Waffenschmuggler vor der Küste Libanons sind durchweg positiv besetzt.

Letzte Verwendung in Wilhelmshaven

Nach durchschnittlich 200 Tagen im Jahr in See ging der inzwischen in Hooksiel wohnende Familienvater an Land. Zunächst unterrichtete er als Truppenfachlehrer für Sonar an der Marineoperationsschule in Bremerhaven. 2014 der Wechsel zum Marine-Unterstützungs-Kommando (MUKdo) in Wilhelmshaven – endlich ein Arbeitsplatz in der Nähe von Hooksiel. Eine von Merklers Aufgaben bis zu seiner Pensionierung im April dieses Jahres: Das Mitwirken an einem Katalog mit „funktionalen Anforderungen“ für den Bau der nächsten Generation von Kriegsschiffen, der „Fregatte 127“.

Mit dem Rad auf dem Pilgerweg

Aus Sicht von Merker kam sein Abschied von der Marine genau zur richtigen Zeit. Für seinen Ruhestand hat er verschiedene Ideen entwickelt. Eine davon: Geführte Radfahren durch die wunderschöne Region. Seit Juni bietet der „Radkaleu“ gegen Honorar zum Beispiel Rundtouren auf dem Wangerländischen Pilgerweg sowie Fahrten direkt an der Küste entlang.

Die Teilnehmer lernen dabei die Gegend kennen und hören jede Menge Fakten über Küstenschutz, Nationalpark Wattenmeer, die Kirchen im Wangerland sowie über die Historie der Region. Seemannsgarn von einem Marineoffizier, der Fakten zu prickelnden Geschichten zusammenfassen kann und auf jeden Fall den Weg zurück nach Hooksiel findet. 

Fahrstuhlfahrer bei Unfall tödlich verletzt

Wilhelmshaven (19. 9. 2025) – Bei einem Unfall auf der Ostfriesenstraße in Wilhelmshaven ist am Donnerstag ein Rollstuhlfahrer tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilt, wurde der dreirädrige elektrich betriebene Krankenfahrstuhl mit Versicherungskennzeichen gegen 16 Uhr von einem Mini Cooper erfasst, der von einem 20-jährigen Wilhelmshavener gefahren wurde. 

Beide Fahrzeuge waren in Richtung Süden unterwegs. Sie sollen sich nach dem Zusammenstoß mehrfach überschlagen haben. Am Ende landeten sie in einem mit Wasser gefüllten Straßengraben. Der 60-jährige Krankenfahrstuhlfahrer starb noch an der Unfallstelle. Der 20-Jährige konnte sich selbst aus dem Auto befreien, musst aber aber ins Krankenhaus eingeliefert werden.

.Die Ostfriesenstraße, die Verlängerung der Friedrich-Paffrath-Straße bis nach Fedderwardergroden, wurde in beide Fahrtrichtungen bis in die Abendstunden gesperrt. „Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an“, so die Polizei.

Leistungsstarke Ladesäulen für E-Autos

Hooksiel (17. 9. 2025) – Eine Wilhelmshavener Baufirma buddelt seit einigen Tagen entlang der Friesenstraße und der Nee Straat die Gehwege auf. Der Grund: Im Auftrag der EWE-Netz sollen neue Stromkabel verlegt werden. 

Die Buddelarbeiten für einen neuen Netzanschluss im Gehwegbereich sollen Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Foto: hol

Wie das Tochterunternehmen des Oldenburger Energieversorgers EWE gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigt, werde ein neuer Netzanschluss hergestellt. Damit soll die Voraussetzung geschaffen werden, auf dem Großparkplatz an der Nee Straat zwei Auto-Stromladestationen mit einer Leistung von 50 Kilowattstunden (kWh) in installieren. Die Schnelllader sollen Ende September in Betrieb gehen und die vorhandenen Ladestation ablösen. „Die Arbeiten auf dem Gehweg werden voraussichtlich bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein“, teilt die EWE-Netz mit.

Unterdessen wurden im Auftrag der EWE die beiden Ladesäulen auf dem Parkplatz des Edeka-Supermarktes abgebaut. Wann dort die geplanten neuen Schnelllader installiert werden, ist allerdings noch offen.

Die Planung fürs Wangerland geht davon aus, dass der Anteil von Voll- oder Teil-Elektrofahrzeuge deutlich steigen wird. Im Gemeindegebiet gibt es derzeit sieben Normal-Ladepunkte mit einer Ladeleistung von je 22 kW (Kilowatt) und einer installierten Gesamtleistung von 154 kW. Standorte in Hooksiel sind aktuell der Parkplatz an der Nee Straat und die Apotheke. 

Jubiläum am Jade-Weser-Port: Millionen-Grenze durchbrochen

Wilhelmshaven (19. 9. 2025) – Der Eurogate Container Terminal Wilhelmshaven (CTW) wird 2025 erstmals über mehr eine Million Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. Am Donnerstag feierte das Unternehmen im Beisein von Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne und des Bremer Senators für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Kai Stührenberg, TEU Nummer 1.000.000 im laufenden Jahr. Bis zum Jahresende werden 1,2 bis 1,4 Millionen Standardcontainer erwartet.

Die Schallmauer ist durchbrochen. Am Donnerstag wurde am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven erstmals in einem Jahr der 1.000.000. Standardcontainer umgeschlagen. Der Inhalt: Maschinenteile für die Agrarindustrie aus China. Foto: Eurogate

Der Jubiläumscontainer wurde durch die Reederei Hapag-Lloyd im Rahmen des wöchentlichen Regelanlaufs des NE1-Dienstes der „Gemini Cooperation“ zum CTW gebracht. Die aus Asien kommenden Schiffe des seit April dieses Jahres angebotenen Dienstes laufen Wilhelmshaven als ersten europäischen Hafen an.

CTW-Geschäftsführer Holger Bomm: „Wir sind froh und auch sehr stolz darüber, die Millionen-Marke überschritten zu haben. Durch die Partnerschaft mit Hapag-Lloyd, die Hub-And-Spoke-Strategie der Gemini Cooperation, und unsere weiteren Kunden kann der CTW endlich seine volle Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.“

Der Jade-Weser-Port ist vor 13 Jahren in Betrieb genommen worden. Seine Umschlagskapazität wird von Seiten der Betreiber mit bis zu vier Millionen TEU angegeben. 

NPorts: Hooksieler Außenhafen hat erhebliches Potenzial

Hooksiel (17. 9. 2025) – Die landeseigene Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) sieht durchaus Potenzial im Hooksieler Außenhafen. Das wurde bei der Präsentation des Hafenentwicklungsplans für den Hafen Wilhelmshaven vor dem Rat der Gemeinde Wangerland deutlich. Wie NPorts-Standortleiter Wilhelmshaven, Mathias Lüdicke, sagte, strebe man an, dass die Entwicklung der Häfen in Wilhelmshaven und des „Vorhafens“ Hooksiel Hand in Hand gehen soll. Als Betreiber des Außenhafens und Eigentümer der Hooksieler Schleuse und des dahinter liegenden Freizeitgeländes sei man bemüht, in Richtung Tourismus und Hafenwirtschaft Angebote zu machen.

Maritime Bustouren

Ein Vorteil: Große Schiffe hätten grundsätzlich eine touristische Anziehungskraft, so Lüdicke. Und das LNG-Terminal Wilhelmshaven vor dem Außenhafen sei in diesem Sommer vermutlich das am meisten fotografierte Objekt gewesen. Auch deshalb habe man an der Hooksieler Hafenausfahrt ein Infoterminal zum LNG-Terminal aufgestellt.

Als weitere touristische Angebote könne man sich „maritime Bustouren“ (oder auch Radtouren) von Hooksiel aus entlang des tiefen Fahrwassers in Wilhelmshaven mit Stationen an den Flüssigerdgasterminals, am geplanten Energy Hub und auch am Containerhafen JadeWeserPort vorstellen, der bekanntlich um einen Mehrzweckhafen (Umschlag von Windkraftanlagen, Autos und Container) erweitert werden soll. 

Bau eines Hafenhauses

Start- und Endpunkt der Touren könnte ein „Hafenhaus“ am Außenhafen werden, für das es bei NPorts erste Pläne gibt. Ein weiterer Punkt wäre die Installation des Leuchtturmes „Roter Sand“, der bekanntlich aus der Wesermündung geborgen und als Denkmal an Land wieder aufgestellt werden soll.

NPorts regt die Planung einer Nord- und einer Südmole am Hooksieler Außenhafen an. Am Hafen könnte zudem ein „Hafenhaus“ und am Rand der Parkplatzfläche im Norden ein Standort für den Leuchtturm „Roter Sand“ entstehen. Plan: NPorts

Lüdicke würde sich auch einen Neuanlauf für die Überlegungen zu einer Hafenmole wünschen. Der Bau einer 225 Meter langen, touristisch nutzbaren Mole waren 2015 verworfen worden, da Gutachter zu der Erkenntnis gekommen waren, dass das Bauwerk den Sand am Badestrand nicht hätte halten können, möglicherweise aber zu eine Versandung der Hafeneinfahrt führen würde. 

Neue Liegeplätze an den Molen

„Wir sollten einen neuen Anlauf wagen“, sagte Lüdicke, der davon ausgeht, dass die Probleme gelöst werden könnten, wenn neben einer Nordmole auch eine Südmole gebaut würde. Bei einer entsprechenden Wassertiefe könnte der Vorhafen dann zudem attraktiv für Behördenschiffe, Schlepper und andere Arbeitsboote sowie für eine Verstetigung des Helgoland-Verkehrs sein. Konkrete Investitionspläne gebe es zwar noch nicht, räumte der NPorts-Leiter ein. Aber mit Hilfe des Hafenentwicklungsplanes könne es gelingen, das Thema neu in den Köpfen der Entscheider in der Politik zu verankern. 

Über die künftige Nutzung des Freizeitgeländes hat sich bekanntlich im Auftrag von NPorts ein Immoblienberatungs-Unternehmen Gedanken gemacht. Die Erkenntnisse sollen in Kürze der Gemeinde vorgestellt werden, so Lüdicke.