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Alle Beiträge zum Thema “Zoll”

Zoll tauft neues Wachschiff auf den Namen „Friesland“

Wilhelmshaven (17. 6. 2026) – Der Zoll hat heute mit einem feierlichen Festakt am Marinestützpunkt in Wilhelmshaven sein neues LNG-Einwachenschiff „Friesland“ getauft und in Dienst gestellt. Taufpatin war die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller (SPD) aus Varel. Sie wünschte dem Schiff im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dennis Rohde, „allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“. 

Die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller tauft das neue Schiff des Zolls in Wilhelmshaven auf den Namen „Friesland“. Foto: Zoll

Das über 55 Meter lange und zehn Meter breite Einsatzschiff wird künftig von Wilhelmshaven aus in der Nordsee eingesetzt. Zu den zentralen Aufgaben der zehnköpfigen Besatzung, darunter zwei Kontrollbeamte, gehören die Überwachung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs sowie die Durchsetzung der Zollvorschriften bis in die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ).

Emissionsarmer Antrieb

Die 25,5 Knoten schnelle „Friesland“ wurde auf der Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) gebaut und verfügt über einen emissionsarmen LNG-Antrieb (LNG, liquefied natural gas), der, anders als die herkömmlichen Dieselantriebe, nahezu keine Schwefeldioxide sowie deutlich weniger Stickoxide und Feinstaub ausstößt. Auch die Emission von Kohlenstoffdioxid liegt um bis zu 20 Prozent niedriger.

Das neue Zollschiff ist mit modernster Kontroll- und Überwachungstechnik ausgestattet. An Bord befindet sich zudem Festrumpf-Schlauchboot mit dem Namen „Klaas“ ein als Tochterboot, das
insbesondere bei Kontrollen und Boarding-Manövern zusätzliche Einsatzmöglichkeiten eröffnet.

Überwachung des Seeeraumes

„Die ,Friesland‘ zeigt sehr anschaulich, wie wir in moderne und nachhaltige Einsatzmittel in der Seeraumüberwachung investieren – und damit in Schutz und Ordnung auf See“, sagte Dennis Rohde. „Die an Bord eingesetzten Zöllnerinnen und Zöllner sorgen für Gerechtigkeit und für Sicherheit hier an ihrem Einsatzort auf dem Jadebusen, auf dem Küstenmeer der ostfriesischen Inseln bis in die Ausschließliche Wirtschaftszone.“

Die Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, Regierungsdirektorin Stephanie Grotheer: „Ich freue mich sehr, dass uns mit der Indienststellung der ,Friesland’ nunmehr auch am Standort Wilhelmshaven ein hochmodernes maritimes Einsatzmittel zur Verfügung steht.“ Der Kapitän des Zollschiffs, Marlon Unnold, bedankte sich bei der Taufpatin, den Gästen und bei der Werft.

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Jade-Weser-Port: Acht Tonnen Kokain in Container entdeckt

Wilhelmshaven (3. 6. 2026) – Es war eines der größten Drogenfunde des deutschen Zolls überhaupt. Über acht Tonnen Kokain haben Einsatzkräfte des Hauptzollamts Oldenburg bereits am 9. Februar dieses Jahres im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven beschlagnahmt. Aus ermittlungstaktischen Gründen verkündeten die Staatsanwaltschaft Aurich und der Zoll ihren Erfolg erst heute.

In einem für Spanien bestimmten Container entdeckten Zollbeamte bereits im Februar acht Tonnen Kakain. Foto: Zoll

Die Belohnung: Nach erfolgreicher Zusammenarbeit des Zollfahndungsamts Hannover mit den spanischen Zollbehörden unter Einbindung des Zollkriminalamts nahmen spanische Ermittlungskräfte Mitte Mai zwei Beschuldigte in Spanien fest. Das sichergestellte Kokain hatte einen Straßenverkaufswert von circa 500 Millionen Euro. 

Verkaufswert von 500 Mio. Euro

Zur Vorgeschichte: Im Februar 2026 war nach einer entsprechender Risikoanalyse im Jade-Weser-Port ein Seecontainer kontrolliert worden, der mit einem Frachtschiff aus Westafrika nach Wilhelmshaven gebracht worden war. Laut Frachtpapieren sollte der Container mit Kakaobohnen in Säcken beladen sein, die für Spanien bestimmt waren.

Beim Röntgen des Containers sei der Kontrolleinheit des Hauptzollamts Oldenburg mehrere Unregelmäßigkeiten aufgefallen, die eine intensivere Kontrolle auslösten. „Statt der angemeldeten Kakaobohnen konnten insgesamt über 400 mit schwarzer Folie umwickelte Pakete festgestellt werden. In jedem dieser Pakete befanden sich rund 20 hartgepresste Kokainblöcke“, heißt es in einer Erklärung von Staatsanwaltschaft und Zoll. Das Gesamtgewicht der illegalen Fracht habe rund acht Tonnen betragen. Damit handelte es sich um eine der größten Kokain-Sicherstellungen in Deutschland der vergangenen Jahre.

Das Zollfahndungsamt Hannover führte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aurich (Zentralstelle zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität) die Ermittlungen. Da der Container mit dem Kokain für Spanien bestimmt war, wurden weitere Ermittlungsmaßnahmen durch die spanischen Zollbehörde unter Einbindung eines deutschen Zollverbindungsbeamten veranlasst.

Festnahmen in Spanien

Die Kokainpakete wurden durch die Täter mit GPS-Sendern versehen, um jederzeit den Standort der illegalen Fracht zu kennen. „Vor dem Weitertransport des Containers nach Barcelona wurde die illegale Ladung in Deutschland unter umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen vernichtet“, erläuterte Oberstaatsanwalt Jan Wilken von der Staatsanwaltschaft Aurich. „Wir nehmen so den Kriminellen die Möglichkeit, sich gewaltsam das beschlagnahmte Kokain zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuholen.“

Im Rahmen der Folgeermittlungen in Spanien wurden unter anderem zwei Drahtzieher identifiziert werden, die verdächtig sind, den Schmuggel der acht Tonnen Kokain nach Europa organisiert zu haben. Nach umfangreichen kriminaltaktischen Maßnahmen in Barcelona konnten die Beschuldigten schließlich Mitte Mai 2026 im Rahmen einer Übergabe des Containers in einem Gewerbegebiet bei El Ejido in der Provinz Almería festgenommen werden.

Das beschlagnahmte Rauschgift wurde von den Ermittlern vernichtet. Foto: Zoll

Einer der Beschuldigten, der Geschäftsführer eines Importunternehmens, wird zudem vom spanischen Zoll mit einer früheren Kokainlieferung auf dem Seeweg in Verbindung gebracht. Für die beiden Festgenommenen wurde Untersuchungshaft angeordnet. Ihnen drohen in Spanien mehrjährige Haftstrafen.

International Zusammenarbeit

„Die Sicherstellung von acht Tonnen Kokain und der sich anschließende Ermittlungserfolg verdeutlichen erneut die Schlagkraft des deutschen Zolls“, betont Dr. Tino Igelmann vom Zollkrimanalamt. „Dieses Ermittlungsverfahren des Zollfahndungsamts Hannover unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Aurich erforderte höchste Professionalität und Konspirativität.“

Grundlage für den Erfolg sei die fachliche und operative Expertise sowie die Beharrlichkeit der deutschen und spanischen Zollbehörden gewesen. Damit habe die Logistikschiene zerschlagen werden können. Igelmann: „Die Bekämpfung des international organisierten Rauschgiftschmuggels ist nur durch eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit möglich.“

Zoll im Einsatz gegen Schmuggel und Schwarzarbeit

Oldenburg/Wilhelmshaven/Friesland (16. 5. 2026) – Die Überwachung der Grenzen sowie Kontrollen in Seehäfen bilden einen Aufgabenschwerpunkt des Hauptzollamts Oldenburg. Steigende Bedeutung hat hierbei der Kokainschmuggel. „Durch die Vergrößerung des Überwachungsdrucks in den klassischen Einfallshäfen wie beispielsweise Antwerpen und Rotterdam müssen wir damit rechnen, dass auch die niedersächsischen Seehäfen zunehmend in den Fokus international agierender Tätergruppierungen gelangen“, sagte Regierungsdirektorin Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, bei der Vorstellung des Jahresberichtes für 2025 der Behörde, zu der auch das Zollamt Wilhelmshaven gehört. 

Im vergangenen Jahr wurde mit dem Zollschiff „Emden“ das erste Einwachenschiff des Zolls mit alternativem LNG-Antrieb für das Einsatzgebiet der Nordsee in Dienst gestellt. Foto: Zoll

Zwar gäbe es keine belastbaren Erkenntnisse, das niedersächsische Seehäfen bereits als alternative Schmuggel-Routen genutzt werden. Aber zwei Großfunde von Drogen in Brake und Wilhelmshaven würden zeigen, dass damit durchaus zu rechnen sei.

Kampf gegen Drogen-Import

Der Zoll kontrolliert auf dem Wasser, in den Häfen und im ganzen Land. „Unsere Zollkontrollen sind erfolgreich und wichtig. Sie schützen die Bevölkerung vor verbotenen Schmuggelwaren, die wir aus dem Verkehr ziehen“, führt Grotheer aus. „Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 44.700 Fahrzeuge und Einzelpersonen kontrolliert. Dabei bleibt der Kampf gegen den Drogenschmuggel im Grenzraum zu den Niederlanden ein Kontrollschwerpunkt.“ 

In 3.419 Fällen sei es zu Beanstandungen gekommen, davon standen 745 Fälle im Zusammenhang mit Rauschgift-Schmuggel. Insgesamt seien über 300 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt und damit dem Schwarzmarkt entzogen worden. Den größten Anteil habe dabei Kokain ausgemacht. Aber auch die unerlaubte Einfuhr von Cannabis-Produkten insbesondere aus den Niederlanden sei ein Dauerthema. Trotz der Teillegalisierung durch das Konsumcannabis-Gesetz ist sowohl die Ein- und Durchfuhr von Cannabis aus dem Ausland als auch die Ausfuhr in das Ausland nach wie vor verboten. 

Über drei Milliarden Euro Einnahmen

Der Zoll schützt nach eigenem Verständnis die Menschen in unserem Land – und die heimische Wirtschaft. Grotheer: „Das Hauptzollamt Oldenburg steht im nordwestlichen Niedersachsen für eine reibungslose Abfertigung des regulären internationalen Warenverkehrs, schützt Bürger und Umwelt vor schädlichen oder gefährlichen Schmuggelgütern, erhebt Steuern für die Handlungsfähigkeit des Staates und setzt sich mit der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit für einen fairen Wettbewerb ein.“

Die rund 700 Zöllnerinnen und Zöllner im Weser-Ems-Bereich hätten 2025 über drei Milliarden Euro Steuergelder eingenommen. Auf den klassischen Zoll, die Steuer für die Einfuhr von Waren aus Ländern außerhalb der EU, seien davon rund 201,8 Millionen Euro entfallen. Die in diesem Zusammenhang zu erhebende Einfuhrumsatzsteuer betrug rund 2,3 Milliarden Euro. Weitere Einnahmequellen sind Verbrauchsteuern (418,6 Mio. Euro) wie Energie-, Strom-, Tabak, Alkohol- und Biersteuer und die Verkehrsteuern einschließlich der Kraftfahrzeugsteuer (96,3 Mio. Euro).

Illegale Beschäftigung im Visier

Zu den Aufgaben des Zolls zählt die Bekämpfung der Schwarzarbeit.„Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schädigen alle: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze“, so Grotheer. Andererseits würden aber auch Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber von der staatlichen und sozialen Infrastruktur profitieren, die von Steuergeldern finanziert wird. 

2025 seien annähernd 450 Arbeitgeber überprüft und rund 7.500 Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt worden. Der dabei festgestellte finanzielle Schaden lag bei rund 18 Millionen Euro. In der Folge seien 1.319 Strafverfahren und über 600 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Darin enthalten sind Verfahren, die wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz angeschoben wurden. Insgesamt seien auf Grundlage der Ermittlungen des FKS 665.000 Euro an Geldstrafen sowie 526.000 Euro an Buß- und Verwarngeldern verhängt und 182 Monate an Freiheitsstrafen festgesetzt worden. 

Teil der Küstenwache

Der Zoll ist auch Teil der deutschen Küstenwache. Er nimmt mit anderen Behörden die Grenzaufsicht an den Wassergrenzen, insbesondere der Seeküste wahr. Dazu gehöre auch die Überwachung der Umweltschutz-Vorschriften auf See und der so genannten kritischen maritimen Infrastruktur. Für das Hauptzollamt Oldenburg sind zwei Zollschiffe und zwei Zollboote mit Liegeplätzen in Emden und Wilhelmshaven im Einsatz.

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Zoll überprüft Mindestlohn-Zahlungen

Friesland/Wangerland (22. 10. 2024) – Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Oldenburg haben in einer groß angelegten Aktion in elf Landkreisen knapp 300 Arbeitnehmer überprüft. Der Schwerpunkt lag bei der Einhaltung des Mindestlohns, aber auch andere Verstöße wie etwa Schwarzarbeit, Leistungsmissbrauch und illegale Ausländerbeschäftigung wurden festgestellt.

„Mit dieser Schwerpunktprüfung, die bundesweit zeitgleich stattfand, haben wir
an einer der bislang größten grenzüberschreitenden Prüfaktion in der Europäischen Union teilgenommen. Unser Hauptaugenmerk richtete sich dabei auf Dienstleistungsbetriebe der Gastronomie sowie des Kosmetik- und Friseurhandwerks“, erklärt Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Oldenburg.

Die Zöller waren am vergangen Freitag auch im Landkreise Friesland und in Wilhelmshaven unterwegs. Insgesamt wurden in 34 Fälle Hinweise auf Mindestlohnverstöße bzw. Schwarzarbeit entdeckt. „Die Auswertungen hierzu dauern noch an“, so Mauritz. Der gesetzliche Mindestlohn liegt übrigens seit Anfang 2024 bei 12,41 Euro pro Stunde.