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Alle Beiträge zum Thema “Zugvogelzeit”

Faszinierende Leistungen der Zugvögel im Visier

Wilhelmshaven/Wangerland (9. 10. 2026) – Mit einer festlichen Auftaktveranstaltung im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Wilhelmshaven sind heute die 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eröffnet worden. Bis zum 18. Oktober,dreht sich an der Küste und auf den Inseln alles um die faszinierende Welt der Zugvögel. Mehr als 300 Veranstaltungen laden dazu ein, den Vogelzug im Wattenmeer hautnah zu erleben. 

Die Küstenseeschwalbe ist der Titelvogel der 18. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Foto: Ingo Arndt

Nationalpark-Leiter Peter Südbeck begrüßte annähernd 100 Gäste aus Politik und Verwaltung, Umweltbildung, Wissenschaft, Umweltverbänden und Tourismus. In diesem Jahr stehen die Zugvogeltage im Zeichen der Küstenseeschwalbe als Titelvogel – einer Art, die wie kaum eine andere für die außergewöhnlichen Leistungen des Vogelzugs steht. Partnerland der 18. Zugvogeltage ist Namibia, ein bedeutender Durchzugsraum der Küstenseeschwalbe auf dem Ostatlantischen Zugweg. 

Wattenmeer als Drehscheibe

In einer Videobotschaft hob Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer die Bedeutung des Wattenmeers als Drehscheibe des internationalen Vogelzugs hervor. Daraus erwachse für Niedersachsen eine besondere Verantwortung, diesen einzigartigen Lebensraum zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren. Weitere Grußworte sprachen Avril Coetzee, Botschaftsrätin der Republik Namibia, sowie Ralf Kohlwes, Leiter des Fachbereichs „Umwelt- und Klimaschutz“ der Stadt Wilhelmshaven. 

Den fachlichen Schwerpunkt bildete ein Vortrag von Ruben Fijn von der Universität Amsterdam. Er zeigte, welche enormen Distanzen Seeschwalben auf ihren jährlichen Wanderungen zwischen Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten zurücklegen und wie moderne Forschung dazu beiträgt, ihre Zugwege besser zu verstehen.

Zugvogelfest in Horumersiel

Für die nächste Tagen sind eine Fülle von Exkursionen, Vorträgen, Führungen, Mitmachaktionen, Filmvorführungen und Veranstaltungen für Familien geplant. Ab Samstag treten die ostfriesischen Inseln sowie die Festlandsregionen entlang der Küste beim „Aviathlon“gegeneinander an. Gesucht wird die Region, in der während der Zugvogeltage die meisten Vogelarten beobachtet werden. Die Gewinnerregion wird beim Zugvogelfest am Sonntag, 18. Oktober, 10 bis 18 Uhr, im Gästehaus in Horumersiel bekannt gegeben.

Unter dem Motto „Eine lebenswerte Welt für Zugvögel“ sind Kinder bis 14 Jahre eingeladen, kreativ zu zeigen, was Zugvögel brauchen, um sich für ihre langen Reisen zu stärken und unterwegs geschützt zu sein. Noch bis zum 14. Oktober können Beiträge bei der Nationalparkverwaltung eingereicht werden. 

Am Freitag, 16. Oktober, um 8 Uhr startet in Schillig einen vogelkundliche Wanderung zur Vogelschutzinsel Minsener Oog. Begleitet wie die Tür um Umweltschutzverband WWF. Das vollständige Veranstaltungsprogramm der 18. Zugvogeltage sowie aktuelle Informationen sind online verfügbar.

Programm für Zugvogeltage: Auf den Spuren des Löfflers

Wangerland/Wilhelmshaven (x. y. 2023) – Das Programm für die 15. Zugvogeltage steht. Jahr für Jahr machen im Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer Millionen Zugvögel Rast, um sich mit Nahrung zu versorgen und um sich auszuruhen. Viele Zugvogelarten des Wattenmeeres legen zwischen den arktischen Brutgebieten und den westafrikanischen Überwinterungsgebieten rund 10 000 Kilometer zurück. 

Löffler
Der Löffler, ein regelmäßiger Gast im Wattenmeer. Foto: NP/Holger Onnebrink

Aber weshalb kommt gerade dem Wattenmeer eine solche Bedeutung zu? Das ist das übergeordnete Thema der 15. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vom 14. bis zum 22. Oktober. Es wird gemeinsam mit den Wattenmeer-Anrainerstaaten und den diesjährigen Partnerländern der Zugvogeltage, der Niederlande und Dänemark, intensiv beleuchtet. Im Mittelpunkt steht dabeider faszinierende Löffler, der im gesamten Wattenmeergebiet brütet. 

„Mit rund 250 Veranstaltungen bieten die Zugvogeltage eine hervorragende Möglichkeit, um sich auf vielfältige Art und Weise mit dem Vogelzug und der Bedeutung des Wattenmeers auseinanderzusetzen. Bei Vorträgen und Exkursionen, Musik- und Theateraufführungen oder bei einem nachhaltigen Frühstück – für alle ist etwas dabei!“ sagt Dr. Rune Michaelis, der Koordinator der Zugvogeltage in der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven.

Das vorläufige Programm, das stetig ergänzt wird, kann bereits jetzt im Internet unter www.zugvogeltage.de eingesehen werden: Exkursionen zu Fuß, mit dem Rad, dem Schiff oder Bus gehören ebenso dazu wie Vorträge, Seminare, Ausstellungen und Konzerte. Fürs Wangerland sind schon schon jetzt Vogelführungen, etwa zur Insel Minsener Oog, Fotoexkursionen, Vorträge und ein Konzert terminisert.

„Seit dem Auftakt im Jahr 2009 sind die Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eine Erfolgsgeschichte, die durch die Nationalpark-Informationseinrichtungen und zahlreiche Nationalpark-Partner immer wieder mit neuen und kreativen Veranstaltungsformaten weiterentwickelt wird. Das ist eine starke Zusammenarbeit, um die Welt der Zugvögel für jeden Gast erlebbar zu machen“, sagt Nationalpark-Leiter Peter Südbeck.