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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Hundebiss wirft Fragen auf: Muss der Schulhof ein öffentlicher Weg sein?

Hooksiel (22. 3. 2025) – Die Situation sieht gefährlich aus. Ein Mann spaziert mit einem Hund an der Leine über den Schulhof der Grundschule Hooksiel. Ein Schulkind läuft auf das Tier zu, will es wohl streicheln. Der Hund schnappt zu … und es tut weh. 

Eine entsprechende Szene hat sich vor wenigen Tagen ereignet – und das wohl nicht zum ersten Mal. Besorgte Eltern stellen sich Fragen: Was hat der Mann auf dem Schulhof zu suchen? Darf der dort seinen Hund ausführen? Warum untersagt ihm die Schule das nicht?

Die Antwort dazu gibt auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ Markus Gellert, der in der Gemeindeverwaltung für die Schulen zuständig ist. „Ja, der Mann darf den Weg quer über den Schulhof nehmen.“ Warum? „Weil dort ein öffentlich-rechtlich gewidmeter Weg verläuft, der Kreuzhamm.“ Das bedeutet im Klartext, dass Mitarbeiter der Schule es niemandem verwehren können, über den Schulhof zu gehen. 

Das Überwegungsrecht gelte seit etlichen Jahrzehnten und sei bislang politisch auch noch nicht hinterfragt worden. Mit der Regelung wollte man offenbar Gewohnheitsrechte von Anwohnern sichern, die quer über den Schulhof in Richtung Ortszentrum oder zum Wohngebiet Sielhamm/Schwarzhamm laufen möchten, vermutet Gellert.

Unabhängig davon, sei der Hundehalter aber natürlich dafür verantwortlich, dass von seinem Hund keine Gefahr für andere ausgeht. Der aktuelle Fall sei der Gemeinde bekannt und werde derzeit noch beraten. 

Möglicherweise, so die Anregung einer nicht direkt betroffenen Mutter, sollte sich auch der Schulausschuss der Gemeinde mit der Situation befassen und die Wegerechtsregelung überdenken. „Andernorts werden Schulhöfe fast hermetisch abgeriegelt, um die Kinder vor Außenstehenden aller Art zu schützen. Vielleicht sollte man bei uns zumindest während der Schulzeiten den Schulhof als Durchgangsweg sperren.“ 

Hooksieler „Agentur am Meer“ als Nationalpark-Partner ausgezeichnet

Agentur am Meer jetzt Nationalpark-Partrner
Der Leiter der Nationalpark-Verwaltung, Peter Südbeck (links), zeichnete eine Reihe von Nationalpark-Partner aus. Für die „Agentur am Meer“ nahm Matthias Suckert (rechts) das Zertifikat entgegen.Foto: NPV

Hooksiel (22. 3. 2025) – Die „Agentur am Meer“ ist ab sofort zertifizierter Partner des Unesco Weltnaturerbe Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer. Im Rahmen es kleines Festaktes wurde dem Hooksieler Unternehmen im Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven die Partnerschaftsurkunde überreicht. Grundlage der Zertifizierung ist ein umfassendes Bewerbungsverfahren, in dem potenzielle Partner nachweisen müssen, dass sie sich den Zielen des Weltnaturerbes verpflichtet fühlen und über den Partnerverbund den Nationalpark stärken wollen.

Die „Agentur am Meer“ gehört zu den führenden Vermietungsagenturen für Ferienwohnungen im Wangerland. Als sichtbares Zeichen der neue Partnerschaft, so Inhaber Matthias Suckert, werde auf der Homepage des Unternehmens künftig ein Nationalpark-Sigel zu sehen sein, über das Besucher der Seite zu Informationen über den Nationalpark und Naturerlebnis-Angeboten wie etwa Wattwanderungen gelangen können. Hinzu kommen eine Reihe von Öko- und Nachhaltigkeit-Standards, die das Unternehmen für sich umgesetzt hat – die Palette reicht vom Verzicht auf Plastikblumen bis hin zum Einsatz von umweltfreundlichen Putzmitteln durch die Reinigungskräfte.

Eine Besonderheit an der Auszeichnung sei, so Suckert, dass mit der Unternehmenszentrale auch 26 Ferienwohnungen zertifiziert worden sind, die von der Agentur vermarktet werden. „Das ist das erste Mal, das so etwas passiert ist“, sagt Suckert. Zu den Kriterien für die Beurteilungen der Wohnungen gehören unter anderem auch die Nutzung von regenerativer Energie und der Einsatz von energiesparenden Geräten. 

Suckert ist zuversichtlich, dass in Kürze noch weitere Wohnungen aus dem Ressort „Hookser Perle“ am Middeldiek die Kriterien für das Zertifikat erfüllen werden. Das entsprechende Alleinstellungs-Merkmal wolle man etwa im Bereich des Direkt-Marketings nutzen, um die Destination Hooksiel im Bewusstsein von umwelt- und naturbewussten Urlaubern zu stärken und für die Quartiere am Nationalpark zu werben.

Dem Partnernetzwerk gehören nach Angaben der Nationalpark Verwaltung aktuell 130 Betriebe sowie 176 Nationalparkführer und – führerinnen an. Zusammen mit der „Agentur am Meer“ wurden jetzt aus der Region aus Jever die PUUYU Nature Care GmbH und die Fleischerei Janssen mit diversen Wattenmeer-Produkten aufgenommen. Umrahmt wurde das Partnertreffen durch verschiedene Vorträge etwa zu nachhaltigen Wirtschaftsmodellen, zu ökologischer Verantwortung sowie zur „Lichtverschmutzung“. Starke künstliche Beleuchtung während der Nächte kann weitreichende Auswirkungen auf Natur, Tierwelt und Menschen haben.

Anmerkung: Der Artikel wurde am 25. März aktualisiert.

Kinder freuen sich über neue Schaukel

Schaukel für die Hooksieler Küstenkinder

Hooksiel (21. 3. 2025) – Grund zur Freude bei den „Küstenkindern“. Heute durften die Kinder der Hooksieler Kindertagesstätte eine neue Schaukel auf ihrem Außengelände in Betrieb nehmen. Zur offiziellen Einweihung war auch der Vorstand der Dorfgemeinschaft um den Vorsitzende Marco Knodel eingeladen worden. Die Dorfgemeinschaft, der Verein der Vereine im Ort, hat die Anschaffung der Schaukelanlage aus den Überschüssen ihrer Feste wie die Krabben- und Heringstage finanziert hat.

Die hochwertige Schaukel stand schon einige Wochen auf dem Kita-Areal. Aufgrund der schwankenden Wetterlage war es dem Bauhof der Gemeinde aber erst jetzt möglich, den Bodenaustauch im Umfeld vorzunehmen und das Gerät unfallsicher zu platzieren. 

Kita-Leiterin Claudia Bruns dankte der Dorfgemeinschaft für die Spende, zu der auch eine Rutsche Eis für die „Küstenkinder“ gehörte, und stimmte zusammen mit den Kindern ein einstudiertes Lied an: „Danke, für diese schöne Schaukel …“

Neues Schuhgeschäft in Hooksiel

Neue Schuh-Mann Filiale in Hooksiel
Mit roten Luftballons begrüßte die neue „Schuh-Mann“ Filiale ihre ersten Kunden in Hooksiel. Foto: hol

Hooksiel (20. 3. 2025) – In Hooksiel gibt es ab heute ein neues Schuhgeschäft. Die R & U Schuh GmbH (Alfstedt) hat in der Fußgängerzone nach Horumersiel ihre zweite „Schuh-Mann“-Filiale im Wangerland eröffnet. Das Geschäft ist in einem Neubau untergebracht, den ein Investor auf einem Gartengrundstück an der Lange Straße errichtet hat.

Das Geschäft ist eine Bereicherung für Hooksiel, zumal es im Ort bislang noch kein reines Schuhgeschäft gibt. Angeboten werden Damen-, Herren- und Kinderschuhe von ganz kleinen bis sehr großen Größen. Das Familienunternehmen setzt dabei als Kunden zum einen auf Urlauber, zum anderen auf die Hooksieler selbst. „Immerhin sind wir hier im größten Ort in der Gemeinde Wangerland“, sagt Filialbetreuerin Susanne Giesecke.

Die Filiale soll ab sofort bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet haben. Ob man außerhalb der Urlaubssaison die Öffnungszeiten reduzieren werde, stehe noch nicht fest. Betreut werden sollen die Kunden von insgesamt drei Mitarbeiterinnen. „Für eine der Ganzjahresstellen suchen wir noch eine geeignete Person“, so Giesecke gegenüber „Hooksiel-life“.

Bügermeister regt Kooperation von Gästehaus und Walter-Spitta-Haus an

Vorstand des Seebadevereins Hooksile
Der neu gewählte Vorstand des Seebadevereins Hooksiel: Vorsitzender Wolf Hegemann (3. von links) mit (von links) Uwe Gaudian, Erwin Abels, Heike Fischer, Thomas Leimkühler, Insa Fähnders, Wolfgang Ademes und Bernhard Köster. Foto: hol

Hooksiel (20. 3. 2025) – Paukenschlag bei der Jahreshauptversammlung des Seebadeverein Hooksiel. Nach den Worten von Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak rücken durch die Finanzkrise der Wangerland Touristik GmbH (WTG) auch Liegenschaften in Hooksiel erneut in den Fokus. 

Konkret sprach der Bürgermeister das Hooksieler Gästehaus an, das von der WTG betrieben wird. Das Gebäude beherbergt unter anderem die Gäste-Information der WTG, eine Bücherei, einen Spielbereich und im Obergeschoss einen Versammlungssaal, der auch als Theaterspielstätte genutzt wird. Um die durch die Kostenexplosion beim Thalasso Meeres Spa (TMS) in Horumersiel aus den Fugen geratene Finanzlage der WTG zu konsolidieren, müssten die Verantwortlichen auch über Liegenschaften nachdenken. „Wir erden dabei auch darüber nachdenken müssen, ob wir ein Gästehaus in der Größe noch brauchen.“ Das Thema ist politisch brisant, auch weil ein seinerzeit geplanter Verlauf des Gästehauses 2021 durch einen erfolgreichen Bürgerentscheid verhindert worden ist.

Schmerzhafte Veränderungen

Es werde schmerzhafte Veränderungen geben, so Szlezak. Als Idee brachte er eine Kooperation mit der Kirche im Ort ins Spiel. Auch die Kirchengemeinde wolle sich angesichts sinkender Mitgliederzahlen von Immobilien trennen. Mit Blick auf das Walter-Spitta-Gemeindehaus und das Gästehaus der WTG wäre vielleicht eine Kooperation denkbar.

In seinem Grußwort riss der Bürgermeister, der zurzeit auch als WTG-Prokurist fungiert, einen ganzen Strauß von für Hooksiel wichtigen Themen an. Er hoffe, dass die nach der Freistellung von Armin Kanning vakante Stelle des WTG-Geschäftsführers in vier bis sechs Wochen wieder besetzt werden könne. In den nächsten Wochen solle auch ein Vorentwurf eines Immobilienbüros vorliegen, das sich im Auftrag der landeseigenen Hafengesellschaft NPorts Gedanken über Entwicklungsmöglichkeiten im Hooksieler Freizeitgelände gemacht hat. 

Hooksiel bald Nordseebad?

Optimistisch zeigte sich Szlezak nach einem Besuch in Hannover zur ausstehenden Zertifizierung des Küstenbadeorts Hooksiels als Nordseebad. Es habe noch Vorbehalte aus Reihen der benachbarten Industrie gegeben, die man aber habe ausräumen können. Szlezak: „Ich gehe davon aus, dass der Bescheid in Kürze kommt.“

Gesprächsbdarf sieht der Bürgermeister noch zur Zukunft des ehemaligen Feuewehrareals am Alten Hafen. Hier hatte der zuständige Fachausschuss einen Hotelbau-Entwurf eines Planungsbüros favorisiert. Dazu gebe es aber noch Fragen, sagte Szlezak. So seien bislang weder Investor noch Betreiber bekannt. Und über die Höhe des Gebäudes müsse man auch noch einmal nachdenken. Insofern sei eine finale Verkaufsentscheidung für das Grundstück durch den Rat noch nicht zu erwarten. Grundsätzlich habe man aber den Wunsch der Hooksieler zur Kenntnis genommen, die sich eine Hotel im Ortskern wünschen.

Hegemann neuer Vorsitzender

Erwin Abels verabschiedet
Im Beisein von Bürgermeister Mario Szlezak (rechts) wurde Erwin Abels (3. von links) nach 20 Jahren im Amt als Seebadevereins-Vorsitzenden verabschiedet. Ebenso Schriftführer Benjamin Ranft (5. v. l.) und die stellvertretende Kassenführerin Karin Ortmanns (6. v. l.). Mit auf dem Bild (v. l.) der stellv. Vorsitzende Uwe Gaudian, der neue Vorsitzende Wolf Hegemann und Kassenführerin Insa Fähnders. Foto: hol

Im Zentrum der Versammlung stand die Neuwahl eines 1. Vorsitzenden des 324 Mitgliedsfamilien zählenden Seebadevereins. Erwin Abels, der das Amt 20 Jahre lang inne hatte, hatte schon im Vorfeld signalisiert, dass er nicht mehr für den Posten kandidiert. Seinem Vorschlag, den bisherigen 1. stellvertretenden Vorsitzenden Wolf Hegemann zu seinem Nachfolger zu wählen, folgten die Mitglieder einstimmig. Hegemann wird damit auch in den Tourismusausschuss des Gemeinderates einziehen.

Ebenso einmütig ging die Besetzung der weiteren Posten über die Bühne. Zum neuen 1. stellv. Vorsitzenden wurde Wolfgang Ademes gewählt, der sich zusammen mit Hegemann bereits in den zurückliegenden Monaten intensiv um die Versetzung des denkmalgeschützten Leuchtturms „Roter Sand“ aus der Wesermündung an den Hooksieler Außenhafen engagiert hat. 

Thomas Leimkühler wurde zum neuen Schriftführer, Bernhard Köster zu seinem Stellvertreter gewählt. Der 2. stellv. Vorsitzende Uwe Gaudian und Kassenführerin Insa Fähnders wurden in ihren Ämtern bestätigt. Erwin Abels wirkt künftig noch als stellvertretender Kassenführer im Vorstand mitwirken. Heike Fischer wird die Kasse prüfen. Verabschiedet wurden aus dem Gremium Karin Ortmanns und Benjamin Ranft.

Abels hatte in seiner Abschiedsrede noch einmal den Bedarf für ein Hotel in Hooksiel unterstrichen. Ein Neubau am Alten Hafen müsse aber zum Ortsbild passen. An der historischen Kanone, die im vergangenen Jahr nach mehrjährigen Restaurationsarbeiten wieder am Deich an der Viethstraße aufgestellt worden war, würden derzeit noch Restarbeiten vorgenommen. Danach werde sie an ihren Platz zurückkehren. 

Kinder ans Wasser gewöhnen

Hooksiel (19. 3. 2025) – Von Dienstag, 15., bis Donnerstag, 17. April, lädt das Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel in Zusammenarbeit mit der Deutschen Lebensrettung-Gesellschaft (DLRG) bereits zum dritten Mal zu einem besonderen Wassergewöhnungskurs ein. An drei aufeinanderfolgenden Tagen, jeweils von 18 bis 18.45 Uhr, haben Kinder ab sechs Jahren die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung erste Arm- und Beinübungen im Wasser zu erlernen. 

Der Kurs bietet den Teilnehmern eine sichere und spielerische Einführung in das Element Wasser. Als Anerkennung erhalten die Schwimmanfänger nach Abschluss des Kurses das Abzeichen „Seestern Stella“.

Weitere Informationen und kostenpflichtige Anmeldung (30 Euro) direkt vor Ort, in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel oder online unter wangerland.de. 

Selbst Straßennamen spiegeln das Erbe vergangener Generationen wider

Geschichtswerkstatt Wangerland Jubiläum
Die Geschichtswerkstatt Wangerland feierte ihr 35-jähriges Bestehen. Die Feier in der Eventhalle in Hooksiel war gut besucht. Foto: Geschichtswerkstatt

Hooksiel/Wangerland (19. 3. 2025) – „Erinnerungen sind wichtig – um Geschichte zu begreifen und um Fragen der Gegenwart beantworten zu können.“ Mit dieser Feststellung hat Renate Peters als Vorsitzende der „Geschichtswerkstatt Wangerland“ auf der 35-Jahr-Feier in Hooksiel die Bedeutung des 1990 gegründeten Vereins umrissen. Und sie meint damit ausdrücklich so „banale Dinge wie Straßennamen“. Die nämlich könnten durchaus das Erbe vergangener Generationen widerspiegeln.

Umfassendes Archiv zur Lokalgeschichte

Die Geschichtswerkstatt, das sind Büro- und Archivräume in einer ehemaligen Wohnung im Volksbank-Gebäude in Hohenkirchen. Die Werkstatt, das sind aber auch 130 Vereinsmitglieder, die einen aktiven Kern unterstützen, der sich immer wieder neu um die Geschichte des Wangerlands kümmert – um die Geschichte der einzelnen Orte und Dörfer, um die Chroniken von Bauernhöfen, manchmal sogar um Familiengeschichte. Dazu gehört zum Teil eine aufwändige Recherche, etwa in den Archiven des Schlossmuseums Jever oder im Landesmuseum in Oldenburg.

Als Ehrengast beim Festakt in der Eventhalle im Hooksieler Gewerbegebiet unterstrich Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak die Bedeutung der Geschichtswerkstatt, die sich im Laufe der Jahre zu einem Gedächtnis für die Gemeinde entwickelt hat. In dem auch von Außenstehenden nutzbaren Vereinsarchiv finden sind über 700 Bücher und Schriften, viele davon mit Bezug zum Wangerland. Hinzu kommen historische Verzeichnisse und Akten zu Grundstücken und Immobilien sowie ein wachsender Bestand an Flurkarten. Ganz neu im Fundus: Die kompletten Pläne des Horumersieler Architekten Anton Willms, der eine ganze Reihe von Bauwerken im Gemeindegebiet gestaltet hat.

Dorfchronist begründete Geschichtswerkstatt

Der Hooksieler Dietrich Gabbey, der als ehrenamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde von 1986 bis 1996 gelenkt hat, erinnerte an die Geburtsstunde der Geschichtswerkstatt, deren Wurzeln in einem von Erhard Ahlrichs geleiteten Volkshochschulkursus zur Erforschung der lokalen Geschichte lag. Gabbey und der damalige Gemeindedirektor Günther Hinrichs machten daraus eine Institution. Die Gemeinde erwarb ein Haus in Ziallerns, das zum Amtssitz des „Dorfchronisten“ Ahlrichs wurde, der sich zugleich an die Arbeit machte und unter anderem eine wegweisende Chronik über Horumersiel verfasste.

Die Geschichtswerkstatt selbst hat inzwischen bereits 23 eigene Werke herausgegeben, berichtete Renate Peters. Das jüngste wurde au der Feier in Hooksiel vorgestellt: „Wangerland: Eine Bildergalerie von Altgarmssiel bis Ziallerns“. Das von Vereinsmitgliedern konzipierte und bei Heiber-Druck erstellte Buch enthält eine Fülle von historischen Ansichten der Ortschaften im Gemeindegebiet. Teils Postkarten-Ansichten, teils historische Fotos, eingeordnet durch kurze Erläuterungstexte. Erhältlich ist das Buch für 15 Euro in der Geschichtswerkstatt (geöffnet dienstags von 10 bis 12 Uhr) sowie im „Kiebitzmarkt“ (Hohenkirchen) und in der „Bücherinsel“ (Horumersiel). 

Vorstand der Geschichtswerkstatt
Der geschäftsführende Vorstand der Geschichtswerkstatt Wangerland: (von links) Schatzmeister Siggi Bleeck, Schriftführerin Margret Decker-Riecken, Vorsitzende Renate Peters und der stellvertretende Vorsitzende Martin Ahrends. Foto: Geschichtswerkstatt

Renate Peters wies darauf hin, dass es einzig über den Ort Wiefels noch keine angemessene Chronik gibt. Diese Lücke solle aber demnächst geschlossen werden. Ein erster Anlauf sei durch die Corona-Pandemie ins Stocken geraten. Ein weiteres Projekt ist ein Höfechronik. Die Pandemie sei auch der Grund dafür gewesen, dass die geplante 30-Jahr-Feier ausfallen musste – weshalb man jetzt das 35-jährige Bestehen gefeiert habe.

Rund 60 Vereinsmitglieder und Gäste waren der Einladung des Vorstandes gefolgt. Darunter mit Gerd Hobbie, Egon Wilms, Margret Decker-Rieken und Erhard Ahlrichs auch vier Gründungsmitglieder. Musikalisch wurde die Veranstaltung von „De Platters“ umrahmt. Für die nötige Energie sorgten Kaffee, Tee und Kuchen. Besonders erfreulich aus Sicht von Vereins-Schatzmeisters Siggi Bleeck: Das rege Interesse an den Chroniken der Geschichtswerkstatt.

Zu dem „rundum gelungenen Nachmittag“ gehörten aber auch die intensiven Plauderrunden, die sich im Nachgang zu den Ansprachen entwickelt haben. Dabei spielten neben lokalhistorischen Themen auch die Vereinsaktivitäten eine Rolle, durch die der Zusammenhalt in der Werkstatt gestärkt wird. Dazu gehören Touren und Fahrten durchs Gemeindegebiet und die Region, die monatlichen Treffen mit Referenten zu lokalgeschichtlichen Themen sowie Zwei-Tages-Fahrten, die die Hobby-Historiker unter anderem schon nach Eutin, Lüneburg, Celle oder Osnabrück geführt haben. Die nächste Fahrt soll nach Nordholland gehen. Neue Mitglieder, die die nächsten 35 Jahre mitgestalten wollen, sind jederzeit willkommen, beteuert der Vorstand. 

Viel Spaß beim großen Frühjahrsputz

Fahnnmast am Awo-Heim
Die Arbeitsgruppe Hooksiel um ihren Sprecher Bruno Bölts (rechts) stellte im Anschluss an den „Frühjahrsputz“ an ihrem Vereinssitz, dem Awo-Heim, einen Fahnenmast auf. Foto: Arbeitsgruppe

Hooksiel (17. 3. 2025) – Hooksiel ist sauber. Zumindest sauberer als noch vor ein paar Tagen. Der Grund dafür: der „Frühjahrsputz“, an dem sich zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Ort beteiligt haben.

Die Gemeinde Wangerland hat 830 offizielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das gesamte Gemeindegebiet registriert. Erfahrungsgemäß erhöht sich die Zahl dann noch durch Kurzentschlossene. In Hooksiel waren bereits am Freitag die Kinder der Grundschule rund um die Schule und im Ortskern unterwegs, ausgestattet mit Müllsäcken, Arbeitshandschuhen und Harken fischten sie vor allem Papierschnipsel, Zigarettenschachteln und eine Mensch Schnapsflaschen aus den Rabatten. 

Am Samstag dann machten sich dann unter anderen die um die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ (WWHS) verstärkte Arbeitsgruppe Hooksiel und die Gruppe „Hooksiel aktiv“ aus dem Umfeld des Seebadevereins an die Arbeit. „Hooksiel aktiv“ kümmerte sich zum wiederholten mal um die Sauberkeit der Parkplätze am Strand. Die jungen Leute der WWHS strichen unter anderem den Unterstand an der Skateranlage am Sportplatz und die Arbeitsgruppe klarte das Gelände rund ums Awo-Heim und das Gästehaus auf. 

Grundschüler beim Frühjahrsputz
Auch Schülerinnen und Schüler der Grundschule Hooksiel beteiligten sich am Frühjahrsputz. Foto: Schule

Im Anschluss stellte man am Awo-Heim einen Fahnenmast auf. Als Dank wurden die Teilnehmer zur Stärkung mit Würstchen, Steaks, Brötchen und Getränken belohnt.„Es war ein sehr schönes Miteinander und wir hatten gemeinsam eine Menge Spaß“, bilanzierte René Klaus von der Arbeitsgruppe. 

Der Frühjahrsputz ist eine traditionell Gemeinschaftsaktion der Kommunen in der Region, die es seit 1997 gibt. Getragen wurde die 26. Auflage von den Landkreisen Friesland und Wittmund sowie der Stadt Wilhelmshaven.

Malen am Skaterplatz  Hooksiel
Junge Leute von „Weil wir Hooksieler sind“ strichen den Unterstand am Skaterplatz. Foto: Sabine Greiff

Leuchtturm „Roter Sand“: Hooksiel als Standort noch im Rennen

Leuchtturm Roter Sande
Der Leuchtturm „Roter Sand“. Steht er künftig in Hooksiel? Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Hooksiel (15. 3. 2025) – Hooksiel ist immer noch im Rennen als künftiger Standort des deutschen Traditions-Leuchtturms „Roter Sand“. Wie ein Sprecher der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gegenüber „Hooksiel-Life“ sagte, sei eine Entscheidung noch nicht gefallen. Die Gemeinde Wangerland gehöre neben de Stadt Wilhelmshaven und der der Gemeinde Budjadingen (Fedderwardersiel) zu den drei Kommunen, die von den Bewerbern noch übrig geblieben sind. 

Man arbeite derzeit noch an der Entscheidungsfindung, so Thomas Mertz von der Stiftung, die den vor der Wesermündung stehenden, ab 1880 errichteten Leuchtturm betreut. „Wir bemühen uns natürlich, die Entscheidung zügig zu treffen, aber bei einem so einmaligen Ereignis sind viele Aspekte zu berücksichtigen, die man nicht übers Knie brechen will.“

Das 53 Meter hohe und 70 Meter hohe Bauwerk wies bis 1964 den Schiffen den Weg in die Weser. Sturm und Salzwasser setzten dem Stahlmantel und dem Betonfuß zunehmend zu. Fachleute sind zu der Erkenntnis gelangt, dass das Bauwerk an seinem bisherigen Platz nur noch schwer zu halten ist und deshalb an Land einen neuen Standort in Küstennahe erhalten sollte, wo es weiterhin als touristischer Anziehungspunkt wirken könnte. In Hooksiel käme dafür ein Areal in unmittelbarer Nähe des Außenhafens in Frage.

Wann der Umzug beginnen soll und wie er konkret aussehen könnte, ist bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz derzeit noch kein Thema. Mertz: „Wenn die Frage des Standortes geklärt ist, werden wir uns dieser Frage zuwenden. Hier sind die Beteiligten mitzunehmen und die baulichen, genehmigungsrechtlichen und finanziellen Punkte zu klären.“

E-Jugend holt Meisterschaft

E-Jugend der JSG Wangerland
Die E-Jugend-Meistermannschaft der JSG Wangerland mit den Trainern Markus Tammen (links) und Lars Reiners. Auf dem Foto fehlt Lio Reiners. Foto: JSG

Wangerland (13. 3. 2025) – Die Fußball-E-Jugend der Jugendspielgemeinschaft (JSG) Wangerland ist in der Winterrunde Hallenmeister geworden. Das Team der Trainer Lars Reiners und Markus Tammen holte an drei Turniertagen an verschiedenen Spielorten insgesamt 31 Punkte und hatte damit vier Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz, den Frisia Wilhelmshaven 2 belegte.

„Unser Torverhältnis von 27 zu 4 kann sich auch sehen lassen“, freut sich der Hooksieler Reiners. „Unseren höchsten Sieg haben wir mit 6:0 gegen Zetel erzielt – in nur zehn Minuten Spielzeit.“

Ein Highlight seien die beiden Spiele gegen Frisia 2 gewesen. Die Mannschaft sei spielerisch sehr stark. Das erste Spiel gegen Frisia gewann die JSG mit 3:1, das zweite ging mit 1:0 an Frisia.

Am nächsten Wochenende reist die E-Jugend nach Oldenburg zur Finalrunde. Zu den Gegnern dort gehören der VFB Oldenburg, Frisia Wilhelmshaven, GVO Oldenburg, Rastede, Abbehausen und die SG Friesland.

 Die E-Jugend hatte auch schon die Freiluftsaison im Herbst als Meister beendet. Damit ist das Team in die 1 Kreisklasse aufgestiegen.

Zur erfolgreichen Mannschaft gehören neben den Trainern Lio Reiners, Ben Tibke, Leon Wagner, Fadilou Nuß, Hagen Kohl, Lasse Gerdes, Yarkko Linderhaus, Jerome Tammen und Mattis Doden.