Waddewarden (15. 4. 2026) – Unbekannte sind im Zeitraum von Montag, 12.20 Uhr, bis Dienstag, 13.18 Uhr in ein Einfamilienhaus in der Wassenser Straße in Waddewarden eigebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter gewaltsam Zutritt zu dem Gebäude, so die Polizei. Im Inneren sei insbesondere das Schlafzimmer durchsucht worden.
Die Täter entwendeten nach ersten Angaben Schmuck in bislang unbekannter Menge und Wert sowie eine Kamera. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Jever unter der Telefonnummer 04461/7449-0 in Verbindung zu setzen.
Jever/Wangerland (14. 4. 2026) – Im nördlichen Landkreis Friesland sind die Verkehrsunfallzahlen 2025 zurückgegangen. Und das bei einer gestiegenen Zahl von zugelassenen Fahrzeugen. Vor diesem Hintergrund zog das Polizeikommissariat (PK) Jever heute eine „vorsichtig positive Bilanz der Verkehrssicherheitslage“.
Bei den meisten Unfällen im Wangerland blieb es 2025 bei Blechschäden. Allerdings: In Hohenkirchen wurde eine Frau von einem Auto erfasst und dabei tödlich verletzt. Archiv-Foto: hol
Im Landkreis insgesamt stieg die Zahl der Unfälle um 66 auf 2182. Im Zuständigkeitsbereich des PK Jever wurde hingegen ein Rückgang um 54 Unfälle auf 1068 (Vorjahr: 1122) verzeichnet. PK-Leiter Markus Wallenhorst und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Jörg Mondorf, zeigten sich mit der Präventions- und Überwachungsarbeit der Polizei zufrieden. Entscheidend aber sei Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr.
31 Unfälle weniger
Für die Gemeinde Wangerland weist die Polizeistatistik mit 192 (Vorjahr: 223) Unfällen 31 weniger aus als im Vorjahr. Allerdings: In Hohenkirchen gab es den einzigen tödlichen Unfall im Bereich des Kommissariats. Hier war eine Fußgängerin von einem Auto erfasst worden.
Insgesamt sank die Zahl der Verletzten von 265 auf 235 Personen. Besonders positiv, so Mondorf: „Die Zahl der Schwerverletzten ging deutlich von 47 auf 33 zurück.“ Die Zahl der verletzten Kinder sank auf 21 (19 leicht, 2 schwer verletzt) Bei sechs Schulweg-Unfällen seien sieben Kinder verletzt worden. Die Polizei betont vor die Hintergrund ausdrücklich die Wirksamkeit von Sicherheitsgurten, Kindersitzen und dem Fahrradhelm.
Senioren häufig Verursacher
Ein negativer Trend zeigt sich in der Statistik bei den Senioren. Die Zahl der Unfälle, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, stieg auf 317 Fälle (Vorjahr: 286). Besonders auffällig: In fast 72 Prozent dieser Fälle waren die Senioren selbst Unfallverursacher.
Pedelecs bleiben laut Polizei ein Risikofaktor. Obwohl die Gesamtzahl der Radfahrunfälle leicht gesunken sei, blieb das Verletzungsrisiko hoch. Besonders bei den E-Bikes habe sich eine paradoxe Entwicklung gezeigt: Während die Unfallzahlen sanken (44 statt 47), stieg die Zahl der Verletzten von 35 auf 42 an.
E-Bikes werden unterschätzt
„Die Geschwindigkeiten von Pedelecs werden oft sowohl von den Fahrenden selbst als auch von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt“, warnt Wallenhorst. Im Bereich der motorisierten Zweiräder sei hingegen ein deutlicher Rückgang der Unfälle um über 24 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch E-Scooter spielten mit zwölf Unfällen (neun Leichtverletzte) eine Rolle im statistischen Geschehen.
Die Zahl der erfassten Fahrten unter Alkohol sei signifikant von 48 auf 32 gesunken. In 38 Fällen (Vorjahr: 39) wurde festgestellt, dass Fahrzeuge unter Drogeneinfluss gelenkt wurden. In sieben Fällen habe der Drogenkonsum zu einem Unfall geführt.
Viele Fälle von Fahrerflucht
„Mit 321 Fällen blieb die Zahl der Fahrerfluchten auf hohem Niveau stabil“, bedauerte Mondorf. Die Polizei habe knapp die Hälfte (47 %) dieser Taten aufklären können. „Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Wallenhorst und Mondorf. Die Polizei setzte auch für 2026 auf einen Mix aus verstärkter Überwachung (Geschwindigkeit, Ablenkung durch Smartphones, Alkohol und Drogen) und gezielter Prävention , um die Sicherheit auf den Straßen weiter zu erhöhen.
Wangerland (13. 4. 2026) – Auch in diesem Jahr dürfen sich Wangerländer und ihre Gäste auf drei besondere Kulturveranstaltungen freuen. Zum dritten Mal werden die Landesbühne Niedersachsen-Nord aus Wilhelmshaven und die Wangerland Touristik GmbH die kleine Freilichtbühne im Kurgarten in Horumersiel in eine Open Air-Bühne verwandeln. Der Circus Axo in Schillig dient zudem erstmals als Spielstätte.
Theater pur unter freiem Himmel im Kurgarten in Horumersiel. Bei „Watt mit Kultur“ im vergangenen Jahr war unter anderem Hildegard Knef zu Gast – und begeisterte ihr Publikum. Archiv-Foto: hol
„Watt mit Kultur“ ist ein Beispiel für gelebte Kooperation zwischen Landesbühne und Wangerland Touristik. „Die Veranstaltungsreihe hebt sich von anderen ab, weil sie Theater an Orten erlebbar macht, die die Landesbühne bisher nicht erreicht hat“, sagt Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne. Florian Wirth, Veranstaltungsmanager der WTG, betont die besondere Atmosphäre der Veranstaltungen unter freiem Himmel im Kurgarten. „Wer mag, ist herzlich eingeladen, sich eine Picknickdecke mitzubringen und es sich auf der Rasenfläche gemütlich zu machen.“
Von Goethe bis Punk
Das Kultur-Programm läuft an drei Freitagen. Den Auftakt bildet am 12. Juni in Horumersiel die Vorführung des Stückes „Goethe und die Frauen“. Schauspielerin Ramona Marx und Chefdramaturg Marcel Krohn beleuchten die leidenschaftlichen Seiten des Dichters. Zwischen Briefen, Gedichten und Spielszenen entsteht ein atmosphärischer Abend, der neue Facetten Goethes zeigt.
Am 19. Juni übernehmen Jeffrey von Laun und Stefan Faupel die Bühne. Ihr eigens für den Abend geschriebenes Stück „Herr von Laun und Herr Faupel sind schlecht vorbereitet“ feiert Premiere. Zwischen Theater, Musik und spontanen Einfällen entsteht eine Geschichte über die Unvollkommenheit des Lebens – über das Gefühl, eigentlich alles besser planen zu wollen, und doch mitten in die Improvisation zu geraten. „Mit feiner Selbstironie meistern die beiden Schauspieler ihr ,Nicht Vorbereitet Sein‘ mit sichtbarer Lust am Scheitern“, heißt es in der Ankündigung.
Vergessene Songs im Zirkuszelt
Zum Finale am 26. Juni zieht die kleine Spielzeit weiter nach Schillig in den Circus Axo, direkt am Strand. Hier verabschiedet sich „Watt mit Kultur“ mit Musik: Die Wilhelmshavener Band „The Golden Coats“ bringt Electric-Beat, Garage-Punk und Psychedelic-Sound auf die Zirkusbühne. Die Musiker graben vergessene Songs aus den 1960er-Jahren aus, mischen sie mit Power Pop und eigenen Kompositionen.
Tickets für alle Abende sind erhältlich in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de und in der Theaterkasse des Stadttheaters Wilhelmshaven bzw. deren Onlineticketshop.
Wangerland (12. 4. 2026) – Auf dem Minser Osteraltendeich sind am Samstag gegen 21.30 Uhr zwei Männer mit einem Audi A 6 von der Straße abgekommen. Der Wagen prallte gegen einen Baum und blieb anschließend im Graben liegen. Wie die Polizei mitteilt, hätten sich die verletzten Insassen zunächst von der Unfallstelle entfernt. Der 21- und ein 27-jähriger Mann seien aber von der Polizei in der Nähe festgestellt worden.
Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Die Insassen hätte, so die Polizei, „zweifelhafte Angaben zur Eigenschaft des Fahrzeugführer zum Unfallzeitpunkt“ gemacht. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Wagen bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen im Bereich einer Kurve aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn abkam.
Wilhelmshaven/Wangerland (11. 4. 2026) – Um die die Schönheit der natürlichen Nacht geht es vom 13. bis 20. April, der weltweit zelebrierten „Dark Sky Week“. Auch die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer beteiligt sich an der Aktion und bietet dazu ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Einheimische als auch Gäste können kostenlos an Führungen und Vorträgen in der gesamten Wattenmeer-Region teilnehmen.
Dunkelheit ermöglicht wie hier von Spiekeroog aus einen wunderbaren Blick auf die Milchstraße. Foto: Stephan Sprinz
Die Aktionswoche soll dazu anregen, die natürliche Dunkelheit der Nacht bewusst zu erleben, ihren Wert für Natur und Mensch zu entdecken und zur Verringerung von Lichtverschmutzung beizutragen. Die Dark Sky Week wurde 2003 von der Organisation Dark Sky International ins Leben gerufen und findet seither jährlich statt. Hintergrund ist die zunehmende Aufhellung der Nacht durch künstliche Lichtquellen. In Deutschland wächst die Lichtmenge jedes Jahr um etwa ein bis zwei Prozent – mit spürbaren Folgen für Umwelt und Mensch.
Katrin Kirfel, Projektkoordinatorin von „Darker Sky“ in der Nationalparkverwaltung: „Ob beim Besuch einer Veranstaltung, bei einer Nachtwanderung im Freundeskreis oder bei einer kleinen Sternenbeobachtung im eigenen Garten – schon das bewusste Ausschalten von Außenbeleuchtung kann einen Beitrag leisten und gleichzeitig neue Naturerlebnisse ermöglichen.“
Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Das Programm zur Dark Sky Week in der Wattenmeer-Region, unter anderm mit Veranstaltungen in Wilhelmshaven und Schillig, findet sich unter http://www.nationalpark-wattenmeer.de/idsw/
Horumersiel/Hooksiel (10. 4. 2026) – Die Wangerland Touristik GmbH sucht Investoren für Neubau eines Thermen-Hotels und den Betrieb des Thalassso Meere Spa (TMS) in Horumersiel. Durch die erhofften Einnahmen will sich das gemeindeeigene Unternehmen aus der finanziellen Schieflage befreien, die zur aktuellen Insolvenz in Eigenverwaltung geführt hat.
Die WTG sucht nach Investoren für Horumersiel. Im Fokus sehen dabei die Gebäude des bisherigen Kurzentrums mit Tourist-Info und Kursaal (lila), das Thalasso-Meeres-Spa (blau) und die Friesland-Therme (gelb). Repro: WTG
Der jetzt in eine europaweitem Vergabeverfahren angebotene Gebäudekomplex am Standort „Zum Hafen 3“ in Horumersiel umfasst den Kernbereich der bisherigen Kurverwaltung – den Sitz des Unternehmens selbst mit Büroräume, Tourist-Information, Bücherei und Kursaal.
Hotelneubau bis Ende 2028?
Auf diesem Grundstück könnte ein Käufer nach den Vorstellungen von Gläubigern, Insolvenzverwaltung und WTG „ein neues Kur- und Thermenhotel mit gesundheits- und tourismusorientierter Nutzung errichten“. Der Neubau soll möglichst schon Ende 2028 stehen.
Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zum TMS und dem Schwimmbad „Friesland-Therme“. In dem erwünschten Kur- und Thermenhotel könnten – je nach Planung des Investors – auch wieder Einrichtungen wie zum Beispiel Büroräume für die WTG, eine Tourist-Info, Veranstaltungsräume, Shops oder auch Mitarbeiter-Wohnungen untergebracht werden.
Betreiber fürs TMS gesucht
In einem zweiten Los des Vergabeverfahrens geht es um den Betrieb des Thalasso Meeres Spa. Die Kostenexplosion beim Bau des Gesundheitstempels von veranschlagten 8,8 auf zuletzt angenommene 23 Millionen Euro gilt als Hauptursache für die Schwierigkeiten der WTG.
Der Sanierungsplan sieht ausdrücklich nicht den Verkauf des TMS vor. Potenzielle Betreiber sollen vielmehr „ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept“ für den Betrieb der Einrichtung von 2027 bis Ende 2041 vorlegen, das Synergien mit dem geplanten Thermen-Hotel herstellt. Das TMS selbst bliebe bei dieser Konstruktion weiter im Besitz der WTG, die sich dann um den Abtrag der Investitionskosten kümmern müsste.
Die „Friesland-Therme“ ist schon seit Monaten geschlossen. Mit einem entsprechenden Konzept eines benachbarten Kur- und Thermenhotels könnte das Bad auf vielleicht wieder eine Zukunft haben. Archiv-Foto: hol
Inwieweit Interessenten sich in der Lage sehen, einen kostendeckenden Betrieb des Thalasso Meeres Spa zu gestalten, dürfte sich erst im Vergabeverfahren selbst zeigen. Bei der WTG geht man aber offenkundig davon aus, dass man den künftigen Betreiber durch „ein Entgelt“ unterstützen muss. Umso wichtiger der Hinweis, dass man sich Synergien mit dem Neubau des Kurzentrums wünsche und einen Hotel- sowie Thalasso-Betrieb „aus einer Hand“ bevorzuge.
Architektur wichtig
Bei der Vergabe des Grundstückes für das Thermen-Hotel soll neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises auch die architektonische und städtebauliche Konzeption des Gebäudekomplexes stark gewichtet werden. Schon in der Vergangenheit waren Gewerbetreibende und Bürger in Horumersiel massiv gehen Pläne für überdimensionierte Hotelkomplexe vorgegangen.
Der Zeitplan sieht vor, dass Interessenten bis zum 21. Mai ihre Teilnahme an dem Verfahren beantragen können. Bis Anfang August sollen dann erste Angebote vorliegen, die dann beraten und nachverhandelt werden können. Mit der Vertragsunterzeichnung mit einem Investor rechnet die WTG für Ende September/Anfang Oktober.
Der geplante Verkauf des Grundstücks „Zum Hafen 3“ ist ein weiterer Schritt zur Sanierung der WTG. Bekanntlich hat das Unternehmen sich bereits vom Campingplatz in Hooksiel getrennt und Grundstücke in Tettens verkauft. Für den Campingplatz Schillig wird aktuell nach einem Käufer gesucht. Die beiden WTG-Schwimmbäder in Horumersiel und in Hooksiel sind seit Monaten geschlossen. Für das Hallenwellenbad-Hooksiel mit den umliegenden Flächen wird ebenfalls nach einem Investor gesucht.
Friesland/Wangerland (9. 4. 2026) – Sport lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher, die sich mit Zeit und Herzblut in Vereinen, Mannschaften und für sportliche Angebote einsetzen. Der Landkreis Friesland würdigt dieses Engagement mit dem „Tag des sportlichen Ehrenamts“. Ab sofort können Bürger solche ehrenamtlich aktiven Menschen für die Auszeichnung vorschlagen. Möglich ist dies bis zum 28. September per E-Mail an info@ksb-friesland.de.
Vorschläge einreichen
Seit 2016 würdigt der Landkreis mit dem „Tag des sportlichen Ehrenamts“ alle zwei Jahre engagierte Ehrenamtliche aus dem Sport-Bereich. Im Mittelpunkt stehen Bürgerinnen und Bürger, die sich in herausragender Weise um das sportliche Ehrenamt verdient gemacht haben – sei es durch langjähriges Engagement im Verein, besondere Projekte, außergewöhnlichen Einsatz im Hintergrund oder durch die Förderung des Nachwuchses.
„Jede und jeder Ehrenamtliche macht Friesland mit ihrem beziehungsweise seinem Einsatz lebendiger, verbindet Menschen und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das oft über viele, viele Jahre hinweg. Ihr Engagement verdient öffentliche Anerkennung“, sagt Landrat Sven Ambrosy. Der „Tag des sportlichen Ehrenamts“ solle diese wertvolle Arbeit sichtbar machen.
Jury tagt im Herbst
Im Herbst trifft eine Jury aus Vertretern des Kreissportbundes Friesland, des Landkreises Friesland sowie der Politik eine Vorauswahl aus den Vorschlägen. Die endgültige Entscheidung über die Preisträger liegt beim Kreisausschuss des Landkreises Friesland. QWEitere Infos zu den kommunalen Ehrungen gibt es unter https://www.friesland.de/kommunale_ehrungen.
Wangerland (8. 4. 2026) – Erneut haben mutmaßliche Betrüger versucht, per Telefonanruf an die Wertgegenstände älterer Bürger in der Gemeinde Wangerland zu gelangen. Wie die Polizei mitteilt, habe es am heutigen Mittwoch und am gestrigen Dienstag zahlreiche Anrufe gegeben, bei denen sich bislang unbekannte Täter am Telefon als Polizeibeamte ausgaben.
Betrüger als Polizisten getarnt
Die Anrufer hätten von angeblichen Festnahmen im Nahbereich der Wohnanschriften der Angerufenen berichtet. Im weiteren Verlauf der Gespräche, so die Polizei, hätten die Täter versucht, an Informationen zu Wertgegenständen in den Wohnungen oder Häusern zu gelangen. „Teilweise wurden gezielt persönliche Informationen, wie etwa verstorbene Ehepartner, in die Gespräche eingebunden, um den Eindruck einer echten polizeilichen Kontaktaufnahme zu verstärken“, so die Polizei.
In mehreren Fällen, so loben die Ermittler, hätten die Angerufenen umsichtig reagiert und die Gespräche beendet. So habe eine 88-jährige Frau aus Hooksiel Zweifel an der Echtheit des Anrufers geäußert und den Telefonhörer aufgelegt. Eine 57-jährige Frau aus Tettens habe den Anrufer darauf hingewiesen, dass es keinen entsprechenden Polizeibeamten gebe. Auch sie beendete das Telefonat.
Ermittler geben Tipps
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Die Ermittler weisen ausdrücklich darauf hin, dass echte Polizeibeamte am Telefon niemals nach Wertgegenständen oder Bargeld fragen würden.
Die Polizei rät: „Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, insbesondere wenn Druck aufgebaut wird. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder Informationen zu Vermögenswerten preis. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und legen Sie auf.“ Bei Zweifeln sollten Betroffene selbstständig ihre örtliche Polizeidienststelle unter der ihnen bekannten Rufnummer anrufen.
Wangerland (8. 4. 2026) – Über Möglichkeiten, das eigene Zuhause klimafreundlich und zukunftsfähig zu gestalten, informiert der Landkreis Friesland am Mittwoch, 15. April, in der Veranstaltung „Energieeffizientes Sanieren – Wie mache ich meine Immobilie klimafit?“. Gemeinsam mit der Gemeinde Wangerland, der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO), der EWE, der Firma Brötje und dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) lädt der Landkreis alle Interessierten in den Ratssaal im Rathaus der Gemeinde Wangerland in Hohenkirchen ein.
Mehrere Vorträge
Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr und endet gegen 20 Uhr. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 10. April, erforderlich und möglich unter https://nol.is/zBL. Durch kurze Impulsvorträge und an Informationsständen erhalten Besucherinnen und Besucher einen Überblick über verschiedene Aspekte energieeffizienten Sanierens und können Fragen direkt an Fachleute richten.
„Klimaschutz geht nur gemeinsam und besteht aus vielen kleinen Schritten und Maßnahmen“, sagt Landrat Sven Ambrosy und ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Veranstaltung die regionale Expertise aus unserem Landkreis bündeln und den Bürgerinnen und Bürgern umfassende Informationen anbieten können. So machen wir den Wandel hin zu einer klimafreundlicheren Zukunft für alle greifbar.“ Energieeffizientes Sanieren sei nicht nur gut für das Klima, so Ambrosy, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. „Es spart Energiekosten, schont den Geldbeutel und trägt zu unserer zukunftsfähigen Region bei.“
Firmen geben Überblick
„Klimaschutz fängt im Kleinen an“, sagt Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak. „Wir sind alle gefragt, um nachfolgenden Generationen eine sichere Lebensgrundlage zu bieten.“ Gerade für eine Küstengemeinde habe das Thema besondere Relevanz.
Die Veranstaltung bietet ein breites Themenspektrum. Patrick Lindner vom Landkreis informiert über die Möglichkeiten des Solar- und Geothermiekatasters des Landkreises Friesland. Die Firma Brötje gibt Einblicke in die Wärmewende im Gebäudebereich und erläutert, wie mit Wärmepumpen auch ohne fossile Brennstoffe effizient geheizt werden kann.
Die EWE stellt das Konzept des energieautarken Zuhauses vor, bei dem Photovoltaikanlage und Stromspeicher für eine weitgehend unabhängige Energieversorgung sorgen. Der OOWV informiert über die zunehmende Bedeutung von Starkregen- und Trockenperioden. Die LzO ergänzt das Angebot mit Informationen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für Sanierungsvorhaben.
Friesland/Jever (7. 4. 2026) – CDU und FDP im Landkreis Friesland mit einer gemeinsam Kandidatin in das Rennen um das Landratsamt. Die Vorstände beider Parteien haben mit Sibylle Raquet eine Volljuristin für die Kandidatur vorgeschlagen. Die Jeveranerin soll nach der Kommunalwahl im September die Nachfolge von Landrat Sven Ambrosy (SPD) antreten. Über die endgültige Nominierung der 55-Jährigen entscheiden die Mitgliederversammlungen der Parteien.
Kandidatin von CDU und FDP
„Es wird Zeit für eine Frau an der Spitze unseres Landkreises“, erklären die Parteivorsitzenden Thies Fischer (CDU) und Hendrik Theemann (FDP). Beide zeigen sich überzeugt, mit Sibylle Raquet (Foto) eine fachlich starke und zugleich regional verwurzelte Bewerberin gefunden zu haben.
„Wir sind froh darüber, eine so versierte und kompetente Frau nominieren zu können“, wird CDU-Kreisvorsitzender Fischer in einer Pressemitteilung zitiert. Für die CDU sei früh klar gewesen, dass es eine Persönlichkeit aus der Region sein müsse, die künftig Verantwortung für den Landkreis Friesland übernehme. FDP-Kreisvorsitzender Theemann bezeichnet Raquet als „absolute Fachfrau“, die mit ihrem „scharfen Blick und einem schnellen Verstand die Kreisverwaltung auf ein neues Level heben kann“.
Erfahrung aus dem Stadtrat
Sibylle Raquet lebt in Jever und arbeitet seit 2019 in einer Kanzlei in der Marienstadt. Ihre beruflichen Schwerpunkte liegen im Familien- und Erbrecht. Geboren wurde sie in Bad Soden. Nach ihrem Studium war sie zunächst in Frankfurt tätig. Bereits dort sammelte sie politische Erfahrung als Referentin der FDP-Fraktion. Nach dem zweiten Staatsexamen praktizierte sie in eigener Kanzlei in Bad Homburg. Seit der Kommunalwahl 2021 gehört sie dem Stadtrat in Jever an. Raquet ist Mutter von zwei Töchtern.
Inhaltlich setzt die Juristin auf klare Führungsstrukturen und eine präsente Verwaltungsleitung. „Mir sind klare Strukturen und Abläufe wichtig. Gerade in Verwaltungen ist es entscheidend, dass jeder weiß, was von ihr oder ihm erwartet wird“, erklärt sie. Wer eine Verwaltung erfolgreich führen wolle, müsse an der Spitze nicht nur präsent sein, sondern auch Verantwortung übernehmen und vorangehen.
Zentralklinik, Wirtschaft und Tourismus
Zugleich wirbt Raquet für ein kooperatives Führungsverständnis. Sie betont die Bedeutung eines offenen und vorurteilsfreien Austauschs innerhalb der Verwaltung und mit der Politik. „Kreistag und Kreisverwaltung haben unterschiedliche Aufgaben und Zuständigkeiten. Das gilt es anzuerkennen und daraus eine neue Stärke der Gemeinsamkeit entstehen zu lassen“, sagt sie.
Als zentrale Herausforderungen für die kommenden Jahre nennt Raquet den geplanten Neubau einer Zentralklinik, die weitere Stärkung von Wirtschaft und Tourismus sowie die Rolle Frieslands beim Ausbau alternativer Energiequellen. Dabei komme es darauf an, einen fairen Ausgleich zwischen den Anforderungen der Energiewende und den berechtigten Interessen von Städten, Gemeinden und Landwirtschaft zu schaffen.
Ambrosy hatte angekündigt, bei der Kommunalwahl am 13. September nicht erneut kandidieren zu wollen. Als Bewerber für seine Nachfolger sind bislang Rolf Neuhaus (parteilos) und Jan Ole Möller (Die Partei) bekannt. Neuhaus wird wird von der SPD unterstützt.