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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Krisenstab beim Landkreis: Letzte Mahnung an Entsorgungsfirma

Hooksiel/Friesland (14. 5. 2025) – Der Abfuhrkalender lügt nicht. Ganz sicher: Heute wird die Mülltonne abgeholt. Also raus aus dem Bett und den Behälter pünktlich zu um 6 Uhr an die Straße gestellt. Frühstück. Noch war das Abfuhrunternehmen nicht da. Mittagessen, Abendbrot – immer noch steht die Tonne unberührt. Also wieder raus, die Tonne zurück aufs Grundstück. Wir wurden vergessen. Vielleicht bekommt der Müll ja morgen seine Abfuhr?

Immer wieder bleiben Tonnen stehen

Der geschildert Vorgang ist kein Einzelfall. In den vergangenen Monaten gab es unzählige Betroffene. Ein wesentlicher Grund: Die Firma Augustin, die seit dem dem 1. Januar 2025 für die Abfallentsorgung, zumindest für Restmüll, Biomüll, Altpapier und Sperrmüll – im Landkreis Friesland zuständig ist, schafft das notwendige Pensum noch nicht. „Aktuell ist das Unternehmen nicht in der Lage, die tägliche Abfuhr zuverlässig sicherzustellen“, heißt es in einer vom Landkreis und der Firma heute gemeinsam herausgegebenen Pressemitteilung. Immer wieder würden deshalb einzelne Behälter oder ganze Straßenzüge nicht geleert – teilweise erfolge die Nachleerung erst Tage später. 

Ein unhaltbarer Zustand: Nicht fristgerecht entleere Tonnen versperren Imme wieder über Tage die Gehwege in Hooksiel. Das Entsorgungsunternehmen will seine Tourenpläne nachbessern und mehr Personal einsetzen. Foto: hol

Der Landkreis als Auftraggeber bewertet die Situation als „inakzeptabel“ und fordert umgehend nachhaltige Abhilfe von seinem Vertragspartner. Um die Lage zu besprechen, hatte Landrat Sven Ambrosy für Dienstag die Augustin-Geschäftsleitung zu einem Krisengespräch eingeladen. Die unmissverständliche Botschaft des Landrats: „Die Zeit der Erklärungen ist vorbei – das Unternehmen muss nun endlich Ergebnisse liefern.“

Augustin: Wir haben die Aufgabe unterschätzt

Die Firma Augustin soll bis Ende der Woche einen konkreten Maßnahmen- und Zeitplan vorlegen. Ziel sei es, die bestehenden Probleme bis spätestens Ende Mai dauerhaft zu beheben. Zur engen Begleitung des Prozesses werde ein gemeinsamer Krisenstab eingerichtet, bestehend aus Mitarbeitern der Kreisverwaltung und der Firma Augustin. Dieser tage ab sofort zwei Mal in der Woche, um die Abfallerfassung und -entsorgung schnellstmöglich wieder auf ein vertragsgemäßes Niveau zu bringen.

Lukas Augustin, Geschäftsführer des Unternehmens, räumt ein, dass die Herausforderungen unterschätzt worden seien – insbesondere mit Blick auf die Einarbeitung neuen Personals, den Einsatz neuer Fahrzeuge und den Systemwechsel bei der Abfallsammlung. Augustin: „Ich entschuldige mich ausdrücklich bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie bei den Mitarbeitenden der Kreisverwaltung und der Kommunen für die entstandenen Unannehmlichkeiten und die zusätzliche Belastung. Wir arbeiten nun mit Nachdruck an einem wirksamen Maßnahmenplan, um die Probleme dauerhaft zu lösen.“

Konkret hat das Unternehmen inzwischen zwei zusätzliche Sammelfahrzeuge in Betrieb genommen, um nicht geleerte Behälter spätestens am Folgetag zu entleeren. Darüber hinaus wurden weiteres Personal und zusätzliche Fahrzeuge aus anderen Regionen nach Friesland verlegt, um die Situation kurzfristig zu stabilisieren.

Touren werden angepasst

Bernhard Klaus, Stabschef bei Augustin: „Unsere Fahrer sind mit den neuen Touren noch nicht vollständig vertraut. Daher integrieren wir alle bisher ausgelassenen Straßen und Behälter systematisch in die digitalen Tourenpläne. Gleichzeitig passen wir überlastete Touren an. Ziel ist es, dass jeder Fehler nur einmal passiert – und in Zukunft vermieden wird.“

Auch Lukas Augustin zeigt sich zuversichtlich: „Wir bündeln jetzt alle Kräfte, um unseren Auftrag verlässlich zu erfüllen und wieder ein starker Partner für den Landkreis und seine Bürgerinnen und Bürger zu werden.“

Landkreis pocht auf Vertrag

Der Landkreis Friesland begrüßt die angekündigten Maßnahmen. Man erwarte aber auch eine zügige und verlässliche Umsetzung. Sollten die vereinbarten Schritte nicht wie besprochen umgesetzt werden, werde der Landkreis von den ihm zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln im Rahmen des Vertragsrechts konsequent Gebrauch machen.

Zu den Orten, in denen in den vergangenen Wochen immer wieder Abfallbehälter stehen blieben, gehört auch Hooksiel. Zu beobachten war dabei, dass die Augustin-Fahrer teilweise Schwierigkeiten noch haben, die Tonnen per digital gesteuertem Greifarm der Fahrzeuge zu fixieren. Häufig sind dafür mehrere Ansätze nötig – was Zeit kostet. Teilweise kämpfen die Fahrer aber auch mit ungünstig geparkten Autos, gerade in engen Straßen. 

Gehwege oft unpassierbar

Ein ärgerlicher Nebeneffekt gerade für den Urlaubsort Hooksiel. Nicht geleerte, zum Teil aber auch leere Mülltonnen versperren tagelang die Fußwege. Besonders dann, wenn – etwa bei Ferienwohnungen – Hausmeisterdienste für den Hol- und Bringedienst für die Tonnen vom Grundstück an die Straße zuständig sind. Ist die Tonnen nicht fristgerecht geleert, dauert es zum Teil Tage, bis die Servicekräfte das nächste Mal zu dem betroffenen Grundstück kommen. Die Leidtragenden sind häufig Fußgänger, die die Gehwege kaum noch nutzen können. Gerade für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, werden die Tonnen zu unüberwindbaren Hindernissen. 

Streit unter Schülern eskaliert

Wangerland/Hohenkirchen (14. 5. 2025) – Eine Schlägerei unter Kindern sorgte für einen 13-jährigen Jungen zum vorzeitigen Ende einer Klassenfahrt. Am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr, so teilte die Polizei mit, sei der Junge in Hohenkirchen beim Anstehen in einer Warteschlange mit drei anderen Kindern (11, 11 und 12 Jahre alt) zunächst in einen verbalen Streit geraten. Danach sei die Situation eskaliert.

Die Schüler hatten im Rahme einer Klassenfahrt die „Spielstadt“ an der Jeverschen Straße besucht. Im Rahmen des Streits sei es auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei soll der 13-Jährige die anderen Kindern mitFäusten geschlagen haben.

„Eine Lehrkraft schritt umgehend ein und konnte den 13-jährigen Jungen kurzfristig festhalten“, so die Polizei. Der Junge habe sich jedoch befreien können und habe erneut eines der Opfer geschlagen. Die betroffenen Kinder und der Tatverdächtige gehörten unterschiedlichen Schulgruppen an, die sich zur gleichen Zeit auf Klassenfahrt im „Wangerland Resort“ aufhielten. Das tatverdächtige Kind habe Hausverbot erhalten und musste von seinen Eltern abgeholt werden, so die Polizei.

Schrecklicher Verdacht: Hat Mann seine Frau bewusst überfahren?

Friesland/Varel (13. 5. 2025) – Hat ein Ehemann mit seine Frau bewusst mit einem Auto überfahren und sie dadurch getötet? Diesen Verdacht haben die Ermittlungsbehörden nach einem tragischen Vorfall in Varel. 

Bei der Polizei ging am Montag gegen 18 Uhr ein Notruf ein, der auf das dramatische Geschehen iim Schumacherweg hinwies. „Nach bisherigem Ermittlungsstand besteht der Verdacht, dass es sich um ein Tötungsdelikt im innerfamiliären Umfeld handelt“, teilte die Polizei am Montagabend mit.

Beschuldigter festgenommen

Ein 38-jähriger Mann stehe im dringenden Verdacht, mit einem Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit gezielt auf seine 37-jährige Ehefrau zugefahren zu sein. Der Zusammenstoß habe zu schwersten Verletzungen geführt, denen die Frau noch am Unfallort erlegen sei.

Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen. Die Polizei Varel führt die weiteren Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Derzeit werden sämtliche Hintergründe der Tat aufgearbeitet. Weitere Informationen wolle man zum jetzigen Zeitpunkt aus ermittlungstaktischen Gründen nicht veröffentlichen, hieß es.

Laut einem Bericht der „Nordwest-Zeitung“ in Varel hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag einen Antrag auf Haftbefehl gestellt, dem auch stattgegeben wurde. Der 38-Jährige sei in Untersuchungshaft gebracht worden.

Das Paar, das getrennt lebte, habe zusammen mehrere Kinder gehabt. Gegen den Mann war ein gerichtliches Annäherungsverbot ausgesprochen worden, er hätte sich also seiner Frau und seinen Kindern nicht nähern dürfen.

Von Fahrbahn abgekommen

Nahezu zeitgleich kam es am Montag in der Oldenburger Straße in Varel zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 68-jähriger Mann verstarb. Der Vareler sei mit seinem Pkw die Oldenburger Straße in Richtung Rosenberger Straße unterwegs gewesen, als er aus ungeklärter Ursache alleinbeteiligt von der Fahrbahn abkam. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Fahrer noch an der Unfallstelle. 

„Nach bisherigen Erkenntnissen deutet die Gesamtsituation auf einen medizinischen Notfall als unfallursächlichen Hintergrund hin“, so die Polizei. „Fremdeinwirkung ist nach derzeitigen Ermittlungen auszuschließen.“ 

Anmerkung: Der Bericht wurde im Laufe des Tages aktualisiert

Motorradfahrer verunglückt

Waddewarden (11. 5. 2025) – Bei einem Unfall auf der Straße Mühlreihe zwischen Waddewarden und Sillenstede wurde am Samstag ein Motorradfahrer schwer verletzt. Wie die Polizei mitteilte, befuhr der 37-jährige Mann gegen 16.35 Uhr die kurvenreiche Strecke aus Waddewarden kommend in Richtung Sillenstede. Im Verlaufe einer Rechtskurve sei er dann nach links von der Fahrbahn abgekommen und in den angrenzenden Graben gefahren.

Der 37-Jährige sei bei dem Aufprall schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt worden. Der Verletzte wurde durch den Rettungsdienst einem umliegenden Krankenhaus zugeführt.

Junge Handballerinnen auf dem Sprung zum Leistungssport

Hooksiel (7. 5. 2025) – Nach dem Gewinn der Regionsoberliga-Meisterschaft stand für einige Mädchen der E-Juniorinnen der Handball-Gemeinschaft (HG) Jever/Schortens jetzt ein weiter sportlicher Höhepunkt auf dem Programm. Der Auswahl-Stützpunkt Bremen/Nordsee hatte die 40 besten Spielerinnen des Jahrgangs 2014 zum Sichtungstraining nach Hude für die nächste Jahrgangs-Auswahlmannschaft eingeladen. Mit dabei waren die Wangerländer Auswahlspielerinnen Elene von Bodungen, Louisa Lauts und Tabea Fei Doyen sowie fünf weitere Spielerinnen der HG Jever/Schortens.

Die Handballtalente der HG Jever/Schortens (von links): Tabea Fei Doyen, Lona Haase, Romy Prost, Larisa Grallert, Felipa Behrend, Elene von Bodungen, Anne Lücken, und Louisa Lauts. Foto: Loni Schmalz

In einem dreistündigen Training mit anspruchsvollen Übungen und Spielen in zufällig zusammengestellten Mannschaften verschafften sich das Trainerteam um die ehemalige Bundesligaspielerin Sabine Kalla einen Überblick über den nach ihrer ersten Einschätzung sehr guten Leistungsstand des Jahrgangs. 

In den nächsten eineinhalb Jahren trainiert die Regionsauswahl nun alle zwei Wochen am Stützpunkt Hude und misst sich mit weiteren Stützpunkten. Ein Schritt in Richtung Leistungssport, bei dem neben Talent auch Zuverlässigkeit und Disziplin von großer Bedeutung sind. Bis zum Oktober 2026 entscheidet der Trainerstab, welche zwölf Mädchen sich der Landesauswahl vorstellen zu dürfen. 

Radweg von Hooksiel nach Waddewarden frühestens 2029

Hooksiel (7. 5. 2025) – Der nicht nur aus Sicht vieler Zweirad-Fahrer dringend erforderliche Radweg entlang der Landesstraße 812 zwischen Hooksiel und Waddewarden wird im besten Fall 2029 gebaut werden. Das teilte das Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung auf Anfrage von „Hooksiel-life“ mit. 

Gefährliche Strecke

Mit der seit Jahren unter anderem von der Dorfgemeinschaft Waddewarden geforderten Verbindung würde eine ebenso ärgerliche wie gefährliche Lücke im Radwegenetz geschlossen. Die Nutzung der recht schmalen Landesstraße im Abschnitt von Schmidtshörn über Haddien bis Waddewarden ist für Radler nicht ungefährlich. Erst im Dezember hatte es wieder einen schweren Unfall gegeben. Die Strecke wird häufig auch von Urlaubern befahren.

Der Bau des seit Jahrzehnten geforderten Radweges an der Landesstraße 812 zwischen Hooksiel und Waddewarden kann nach der Planung der Straßenbaubehörde im besten Fall 2029 realisiert werden. Foto: hol

Auch deshalb ist der Neubau entlang der L 812 als so genannter „vordringlicher Bedarf“ im Radwegekonzeptes des Landes aufgeführt. Aktuell werden die Kosten für das Projekt mit über einer Million Euro veranschlagt.

Derzeit gäbe es bereis an etwa 50 Prozent aller Landesstraßen in Niedersachsen Radwege. Das seien insgesamt rund 5100 Kilometer Radwege, die allein vom Land unterhalten werden. 
Dennoch gebe es noch viele weitere Bedarfe für Radwege, räumt das Ministerium ein.

Vordringlicher Bedarf

Um diese zu priorisieren und systematisch abzuarbeiten, sei für ganz Niedersachsen ein Radwegekonzept an Landesstraßen aufgestellt worden. Im Rahmen dieses Programms sollen insgesamt rund 460 Kilometer Radwege im Wert von mehr als 145 Millionen Euro an Landesstraßen neu gebaut werden. Allein 141 Projekte seien in den vordringlichen Bedarf aufgenommen worden. „Dieses Programm wird derzeit Schritt für Schritt abgearbeitet“, so das Ministerium.

Die L 812 liegt im regionalen Geschäftsbereich Aurich der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Aus diesem Bereich wurden zwölf Projekte mit einer Streckenlänge von 53 Kilometern und einem geschätzten Kostenbedarf von insgesamt 17 Millionen Euro in den vordringlichen Bedarf des Radwegekonzeptes aufgenommen. Davon wurden bislang zwei Abschnitte mit einer Gesamtlänge von 6,7 Kilometern fertig gestellt. Ein dritter Abschnitt befindet sich zurzeit im Bau.

Planfeststellung in 2027

Nach dem Abschluss der Vorplanung mit zahlreichen Untersuchungen und Abstimmungen unter anderem mit dem Landkreis Friesland bezüglich der Radweggestaltung laufe derzeit die eigentliche Planung für den Radweg Hooksiel-Waddewarden. „Nach Abschluss der Planung ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, welches derzeit für 2027 vorgesehen ist“, so das Ministerium. „Abhängig vom Verfahrensverlauf ist im Idealfall mit einem Baubeginn in 2029 zu rechnen.

Die CDU-Wangerland hatte kürzlich daran erinnert, dass die Landesbehörde noch im Mai 2022 die Umsetzung des Projektes bereits für 2025 in Aussicht gestellt hatte. Vor diesem Hintergrund hatten die Christdemokraten auch Überlegungen im Landkreis eine Absage erteilt, den neuen Radweg an der L 812 als Teil einer „Radvorrangroute“ mit einer erhöhten Breite – 3,50 statt 2,50 Meter – vorzusehen. Da das Land nur die Finanzierung für den „normalen“ Radweg übernehmen würden, wäre damit die Gefahr verbunden gewesen, dass sich die Planung noch weiter verzögert.

Anmeldung für JadeFuture startet

Wilhelmshaven/Wangerland (6. 5. 2025) – Unternehmen, die Mitarbeiter suchen, können sich ab sofort anmelden. Am Donnerstag, 4. September, ab 11 Uhr bis 16 Uhr findet in und an der Nordseepassage in Wilhelmshaven die Berufschancen-Messe „JadeFuture“ statt. 

Die JadeFuture ist ein gemeinsames Messeformat der JadeBay GmbH, des Karrierecenters der Bundeswehr Wilhelmshaven, der Jade Hochschule, der Nordseepassage, der Jobcenter der Landkreise Friesland und Wittmund sowie der Stadt Wilhelmshaven, der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven sowie des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V.. Zum dritten Mal will man Unternehmen aller Branchen aus der Region die Möglichkeit bieten, ihre Karrieremöglichkeiten und Stellenangebote zu präsentieren – auf rund 3000 Quadratmetern Fläche im Erdgeschoss des Einkaufszentrums sowie davor auf dem Valoisplatz und der Rambla. 

Die Messe richtet sich an Berufseinsteiger, Schüler, Absolventen sowie an alle, die neue berufliche Perspektiven suchen. Der persönliche Austausch und eine niedrigschwellige Kontaktaufnahme stehen im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden zahlreiche Beratungsangebote zur beruflichen Planung und Weiterentwicklung angeboten.

Unternehmen haben bis zum 15. Juni die Möglichkeit, sich als Ausstellende unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/oldenburg-wilhelmshaven/jadefuture anzumelden. 

Strom und Wärme: Tipps zur Energiewende im eigenen Heim

Friesland/Wangerland (6. 5. 2025) – Viele Hauseigentümer bewegt das Thema „Energiewende zu Hause“. Der Landkreis Friesland bietet im Rahmen einer Kooperation mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bis Ende des Jahres dazu eine ganze Reihe von Online-Vorträgen an.

Wie kann Energieverbrauch im Eigenheim reduziert oder selbst Strom erzeugt werden? Um solche und ähnliche Fragen geht es in den Online-Vorträgen mit anschließender Gruppenberatung. Von Heizungsoptimierung über Einsatz von Wärmepumpen, Wärmedämmung hin zu Photovoltaik: Jeweils zwischen 17 bis 19 Uhr wird Wissenswertes vermittelt. Eine Anmeldung ist notwendig und möglich unter: www.klimaschutz-niedersachsen.de/veranstaltungen.

Die Reihe begann mit dem Thema „Solarstrom vom eigenen Dach“. Weitere Themen sind (jeweils an Montagen) am 19. Mai: Wärmedämmung für mein Haus. Am 16. Juni: Solarstrom vom eigenen Dach. 18. August: Wie kann ich meine Heizung optimieren? 8. September: Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus? 29. September: Wärmedämmung für mein Haus. 27. Oktober: Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus? 17. November: Wie kann ich meine Heizung optimieren? Am 8. Dezember: Funktioniert eine Wärmepumpe in meinem Haus?

In den Vorträgen vermitteln Energieberater der Verbraucherzentrale Grundwissen und informieren über Fördermöglichkeiten. Im Anschluss können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer live Fragen stellen. Dabei können auch besondere Gegebenheiten im oder am eigenen Haus einbezogen werden. „Wir sind sicher, dass wir auf diesem Weg schon viele Unsicherheiten beseitigen können,“ erläutert Gerhard Krenz von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Zudem sind individuelle Beratungen in Beratungsstützpunkten sowie im eigenen Haus möglich. Die Beratungen finden in den Stützpunkten, unter anderem in Jever werden kostenfrei angeboten. Bei Hausbesuchen wird ein Eigenanteil von 40 Euro fällig. Weitere Informationen dazu auf der Website der Verbraucherzentrale Energieberatung unter:https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/beratungsstellen/.

Jensen pocht auf schnelle finanzielle Hilfen für die Küstenfischerei

Die Küstenfischerei in Niedersachsen steht vor zahlreichen Problemen. Die Netze der Krabbenfischer bleiben zurzeit meist leer. Foto: hol

Wangerland (2. 5. 2025) – Die Küstenfischerei stehe vor immensen Herausforderungen. Der Ausbau der Offshore-Energie, die Verlegung von Kabeltrassen, die Zunahme an Naturschutzgebieten, aber auch von Gebieten, die aus Sicherheitsgründen der nationalen oder Bündnisverteidigung nicht befischt werden dürfen – „die schwindenden Fanggründe setzen der Küstenfischerei zu“, beklagt die fischereipolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag, Katharina Jensen (Wangerland). 

Fangflotte verkleinern?

Beim „Fischereidialog“ in dieser Woche in Wilhelmshaven sei es auch um rückläufige Fangmengen gegangen. Besonders hart treffe das derzeit die Krabbenfischerei. Seit 2016 seien die Fangmengen rückläufig. Jensen: „Derzeit fangen unsere Krabbenfischer kaum etwas.“ Die Zukunftskommission Fischerei empfehle vor diesem Hintergrund die Verringerung der Fangflotte entlang der niedersächsischen Küste um 30 Prozent.

„Das ist ein harter Schlag für unsere aktiven Fischer“, stellt die CDU-Abgeordnete fest. Die angespannte Lage und die daraus resultierende Forderung würden sie beunruhigen. „Ich appelliere an Landwirtschaftsministerin Staudte und Umweltminister Meyer, unseren Krabbenfischern schnell finanziell zu helfen, ansonsten halten die nicht bis zum Herbst durch – in der Hoffnung, dass dann wieder Krabben gefangen werden können.“

Weg zu nachhaltiger Fischerei gesucht

Die CDU sehe für eine nachhaltige Balance zwischen ökologischer Verantwortung und wirtschaftlicher Perspektive für die Menschen an den Küsten. Dazu gehöre die Weiterentwicklung der Fischerei. Jensen: „Mit der Gründung einer Zukunftskommission Fischerei schaffen wir die Grundlage dafür, nachhaltige Wege für Küsten-, Binnen- und Hochseefischerei sowie Aquakultur zu entwickeln.“ Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass die Küstenfischerei essentiell für den Tourismus in der Küstenregion sei. 

Zu den Ergebnissen des Fischereidialoges müsse es gehören, dass die Landesregierung und die Naturschutzverbände die Existenz unserer hiesigen Fischer unterstützen.

Mitarbeiter der Naturschutzbehörde suchen nach Gänseblümchen

Friesland/Wangerland (2. 5. 2025) – Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Friesland kartiert ab sofort bis August 2025 Grünland im Kreisgebiet. Diese Arbeiten finden im Rahmen des „Niedersächsischen Weges“ statt. Dabei werden die Grünlandflächen erfasst, die neu in den gesetzlichen Biotopschutz aufgenommen wurden. Dazu zählt unter anderem mesophiles Grünland, also besonders artenreiche Weiden und Mähwiesen.

Die Kartierung diene der Umsetzung des gesetzlichen Schutzes, so der Landkreis. „Für Flächen, die neu unter den Biotopschutz fallen, kann mit Verweis auf das Ergebnis der Kartierung ein Erschwernisausgleich bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beantragt werden.“

Für die Erfassung der Flächen werden Mitarbeiterinnen des Landkreises Friesland Wiesen und Weiden im Landkreis Friesland betreten. Das gemäß Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz gegebene Betretungsrecht von Grundstücken werde dabei nur so weit wie notwendig in Anspruch genommen. „Die Mitarbeiterinnen tragen Dienstausweise des Landkreises Friesland bei sich.“

Die Kartierung findet nach Angaben der Unteren Natuschutzbehörde jeweils Werktags in der Zeit von circa 8 Uhr bis 18 Uhr statt. Bei der Kartierung werden die Flächen abgegangen und auf so genannte Kennarten – wie zum Beispiel Gänseblümchen und Scharfgarbe – für das Biotop untersucht. Die einzelnen Begehungen dauern 15 bis 45 Minuten, je nach Größe der Fläche. Der Landkreis Friesland bittet die Grundstückseigentümer um Verständnis für die Kartierungsarbeiten und das kurzfristige Betreten.