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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

SDN warnt: Industrialisierung erhöht Risiko für Schiffsunglücke

Varel/Friesland (5. 11. 2023) – Die Schutzgemeinschaft deutsche Nordseeküste (SDN) warnt vor steigenden Gefahren für und durch den Schiffsverkehr „Seit nun 25 Jahren liegt die havarierte ,Pallas‘ ausgebrannt und gestrandet nahe Amrum und dem Nationalpark Wattenmeer“, erinnert Kapitän und Seelotse Ulrich Birstein, 2. Vorsitzender des in Varel beheimaten Umweltschutz-Vereins. „Bis heute haben sich die Sorgen der SDN in Sachen Schiffs- und Küstensicherheit um Nichts verringert.“ 

Pallas Fptp Havariekommando
Der Frachter „Pallas“ ist vor 25 Jahren nahe der Insel Amrum gesunken, Bei Niedrigwasser ist das Wrack auch heute noch gut zu erkennen. Foto: Havariekommando

Das gut sichtbare Wrack des Frachters sei ein stilles Mahnmal für die Katastrophe vom Herbst 1998. Damals gab es einem toten und fünf verletzte Seemänner sowie Zehntausende durch auslaufendes Öl getötete Seetiere. Trotz aller Erkenntnisse und organisatorischen Verbesserungen, so Birstein, sei die Bedrohung durch katastrophale Schiffsunfälle nicht geringer geworden.

„Die Nordsee wird in unseren Tagen dermaßen von industriellen Nutzungen und Anlagen zugedeckt, wie man es sich damals überhaupt nicht vorstellen konnte“, beklagte der SDN-Funktionär. Damit erhöhe sich auch die Gefahr von Schiffsunfällen auf See mit immer weniger einschätzbaren Auswirkungen.

Hohe Havarie-Risiko gingen nicht nur von Riesen-Containerfrachtern, sondern auch von „normalen“ Schiffen aus, wie kürzlich der Zusammenstoß der Frachter „Verity“ und „Polesie“ vor Langeoog gezeigt habe. „Die Glückssträhne, die die deutsche Nordseeküste als einer der weltweit meist befahrenen Schiffswege bisher bei den meisten Havarien hatte, ist nicht erst mit den fünf toten Seeleuten der ,Verity‘ Vergangenheit“, so Birstein. Und mit dem weiterem Ausbau der Offshore-Windkraft werde die Fahrspur auf See noch enger werden.

Die SDN sorgt sich, dass der Schutz von Nordsee und Wattenmeer zu Gunsten einer umfangreichen Industrialisierung zunehmend ins Abseits geraten könnte. Der Verein fordert 
unter anderem, dass die Windkraft-Ausbauziele auf See überdacht werden, als Prävention zur Unfallvermeidung und -bekämpfung. Birstein: „Unsere Devise muss lauten: Aus Fehlern der Vergangenheit wirklich lernen und präventiv handeln, denn der Lebensraum Nordsee darf nicht zu einer Industriebrache verkommen.”

Unentschieden zum Auftakt

Hooksiel (5. 11. 2022) – Die Ü50-Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel sind mit einem Unentschieden in die Wintersaison gestartet. Das von Mannschaftsführer Mirko Ortmanns angeführte Team erreichte am Samstag in Schweewarden ein 3:3.

Der Auftakt verlief blendend. Andre Abels und Thorsten Csikos an Position 2 und 4 gewannen ihre ersten Sätze souverän mit 6:2 – verloren dann aber beide überraschend ihre zweiten Sätze. Die Entscheidung musste also in Tiebreaks fallen. Hier hatten Csikos das Glück auf seiner Seite (10:6), Abels hingegen musste sich, durch eine Wadenverletzung stark beeinträchtigt, 7:10 geschlagen geben.

Während Mirko Ortmanns an Position drei deutlich mit 4:6, 1:6 unterlag, setzte sich Spitzenspieler Thomas Otte nach starkem Beginn mit 6:0, 7:6 durch. Damit stand es 2:2 nach den Einzelpaarungen. Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen.

Während Ortmanns/Csikos ihre Gegner im zweiten Doppel klar dominierten (6:0, 6:3), wurde es im Spitzendoppel eng. Otte und Alexander Scholz, die erstmals im Doppel zusammen antraten, verloren den ersten Satz knapp mit 5:7. Auch der zweite Satz war eng, ging aber letztlich aus Hooksieler Sicht unglücklich mit 4:6 verloren. 

Endstand 3:3. Ihr nächstes Spiel bestreitet die Ü50 am kommenden Sonntag, 12. November, ab 11 Uhr in der Halle in Varel gegen TV Varel II.

Naherholungsgebiet: Debatte über „Hooksmeer 2.0“ hat begonnen

Hooksmeer Hooksiel
Am Hooksmeer ist es wunderschön. Kann die Anziehungskraft des Gewässers und des umliegenden Freizeitgeländes erhöht werden, um Hooksiel noch attraktiver zu machen? Foto: hol

Hooksiel (5. 11. 2023) – Vor wenigen Tagen hat ein Arbeitskreis um den Hooksieler Tobias Geisen ihr Projekt „Hooksmeer 2.0“ auf „Hooksiel-life“ vorgestellt und um Meinungen der Hooksieler dazu gebeten. Der Kern der Idee: Das Gewässer könnte zu einem echten Naherholungsgebiet mit touristischer Anziehungskraft werden.

Seither ist einiges passiert. Es wurde viel diskutiert, unterschiedliche politische Gruppierungen haben den Vorschlag aufgenommen, vor allem aber nimmt die Debatte Fahrt auf, wie Hooksiel oder auch andere Orte im Wangerland von den Fördermitteln des „Kohleausstiegs-Strukturfonds“ des Bundes profitieren könnten.

Darüber hinaus haben bereits Bürger und Gruppen ihre persönlichen Meinungen und auch kritische Anmerkungen zu dem Projekt über die Email-Adresse infos@hooksiel-life.de mitgeteilt. Weitere dürfen gern folgen. Eine Auswahl:

Von der Arbeitsgruppe Hooksiel

„Die Arbeitsgruppe Hooksiel steht grundsätzlich positiv zu den Plänen,das Gelände am Hooksmeer aufzuwerten. Allerdings sind wir der Meinung, die Erhaltung des Charakters desGeländes darf nicht wesentlich verändert werden – und die Natur und der Naturschutz hat Vorrang vor jeder touristischen Attraktivität. Zum Beispiel darf hier auf keinen Fall eine Moutainbikestrecke entstehen. Wie wir alle wissen, fährt die Überzahl der Biker rücksichtslos durch die Gegend und nimmt keinerlei Rücksicht auf die Natur oder andere Nutzer des Geländes. 

Es muss bei allen und jedem Vorhaben geklärt sein, wer die Folgekosten für die Instandhaltung usw. trägt. Unsere Meinung ist, das dies nicht der Gemeinde aufgebürdet werden kann.“

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Von Gerriet Gerdes, Wangerland

„Mit Interesse habe ich mir die Seite von Hooksiel-life.de angesehen. Dabei hat mir besonders der Bericht über das Hooksmeer 2.0 gefallen, da ich dort immer joggen gehe. Meine Anregungen dazu:

Strand an der Nordseite des Hooksmeers: Der Bereich um die „Muschel“ könnte mit einem Strand versehen werden. Ich finde den Bereich nicht als gut gepflegt. Ohne wäre aus meiner Sicht mit einem Strand und einer entsprechenden Außengastronomie Luft nach oben.

2. Herumliegendes Astwerk: Schön wäre es, wenn der Bewuchs an den Bäumen und Sträuchern vor Saisonbeginn im Freizeitgebiet so zurück geschnitten werden würde, dass bei Sturm nicht immer Strauchwerk auf den Wegen landet. (…).

3. Senken auf den Wegen: Es gibt einige Senken in den Laufwegen. Dort steht nicht nur bei heftigen Niederschlägen das Regenwasser bzw. es ist danach matschig. Ich kenne Gäste, die hier schon 20 Jahre kommen: Sie sagen, dass dort kaum etwas geschieht. Recht haben sie.

4. Ponyreiten: Ich finde es gut, dass Ponyreiten gegenüber der Jaderennbahn in Höhe der Bäderstraße angeboten wird.Aber: Muss dass alles im Rahmen eines unansehnlichen Sammelsuriums aus einem Wohnwagen und Holzverschlägen stattfinden ? Dort gehört ein vernünftiges Holzhaus mit davor gelagerter Terrasse und Sitzmöglichkeiten und ggfs. dann auch ein kleines schickes „Dixi“-Klo hin.

Ich weiß, dass das alles nur Kleinigkeiten sind, die ich hier aufliste. Aber die Gäste sind gedanklich oft mit solchen Dingen befasst.“

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Von Bruno Bölts, Hooksiel:

„Ich finde die Idee on Tobias Geisen sehr gut, damit könnte auch mal etwas für Hooksiel gemacht werden. Es gibt soviel schöne Ecken gerade im Bereich des Hooksmeeres, die heute vollkommen ungenutzt sind. Ich rege einen Ideenwettbewerb an, so können die Bewohner von Hooksiel, die sich in diesem Bereich am besten auskennen, ihre Anregungen und Vorschläge einbringen. Ich schlage vor, auf jeden Fall auch mal an die ältere Generation zu denken und zum Beispiel mehrere Ruhezonen an bestimmten Punkten mit schöner Aussicht einzurichten.“

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Von Nils Ulfers, Hooksiel

„Jene, die bereits durch den südlichen Teil des Naturschutzgebietes spaziert sind und die beeindruckenden großen Bäume sowie den beinahe „Ur-Waldartigen“ Zustand bewundert haben, dürften mir zustimmen: Dieser Ort entfaltet seine wahre Schönheit, wenn er sich selbst überlassen wird. 

In meinen Augen ist das Hooksieler-Wäldchen buchstäblich eine Schutzzone gegenüber dem Wilhelmshavener Industriegebiet, auch wenn dieses immer näher rückt. Ich hoffe inständig, dass keines der vorgeschlagenen Projekte umgesetzt wird, damit wir unser Naturschutzgebiet in seiner reinen Form bewahren können – nämlich als Rückzugsort für Einheimische und Besucher.“

Wissenschaftler: Zahl der Seehunde im niedersächsischen Wattenmeer gestiegen

Hooksiel/Wilhelmshaven (4. 11.2023) – Der Bestand der Seehunde im grenzüberschreitenden Weltnaturerbe Wattenmeer Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande sowie der Insel Helgoland nimmt ab. Während die Zählung bei den Jungtieren einen Zuwachs von um zehn Prozent ergab, ging der Bestand aller Seehunde um vier Prozent zurück. 

Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem die trilaterale Expertengruppe für Meeressäugetiere einen Rückgang im Gesamtbestand der Seehunde festgestellt hat. „Die Ursachen für diesen negativen Trend sind noch nicht eindeutig identifiziert“, teilt das in Wilhelmshaven beheimatet Wattenmeersekretariat mit.

Seehund Laves
Im gesamten Weltnaturerbe Wattenmeer ist der Seehund-Bestand rückläufig. Foto: Laves

Während des jährlichen Fellwechsels im August 2023 wurden im Wattenmeer die geringste Zahl von Seehunden seit 2010 beobachtet. Insgesamt wurden 22.621 Tiere gezählt. Der Bestand ging in allen Gebieten zurück. Ausgenommen in Niedersachsen und Hamburg. Hier wurde ein Anstieg um 17 Prozent auf 5.639 Tiere im Vergleich zu 2022 verzeichnet.

Schon im Juni waren im Wattenmeer insgesamt 9334 Jungtiere gezählt worden. 2022 waren es 820 weniger. Allerdings: Im Watt von Niedersachsen und Hamburg war bei den Jungtieren ein Rückgang von fünf Prozent zu verzeichnen. 

„Angesichts dieses anhaltenden Rückgangs der Zahlen können wir mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass der Bestand abnimmt“, sagt Anders Galatius von der Universität Aarhus, Hauptautor des Berichts. „Es wäre wichtig, die möglichen Ursachen zu untersuchen, zu denen eine Verschlechterung des Lebensraums, die Verfügbarkeit von Nahrung und die zunehmende Zahl von Kegelrobben in dem Gebiet gehören könnten.“

Seehunde zählen zu den größten Meeresraubtieren im Wattenmeer. Im Rahmen des Monitorings der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit koordiniert die trilaterale Expertengruppe für Meeressäugetiere die Zählungen und harmonisiert die Daten aus der gesamten Wattenmeerregion. Die Seehunde sind durch das Abkommen zur Erhaltung der Seehunde im Wattenmeer (Agreement on the Conservation of Seals in the Wadden Sea; WSSA) unter der Schirmherrschaft des UN-Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS) trilateral geschützt.

Tischtennisplatte für den Schulhof

Tischtennisplatte für Grundschule Hooksiel
Marco Knodel, Tobias Geisen und Nils Schröder (v. l.) aus dem Vorstand der Dorfgemeinschaft Hooksiel brachten die neue Allwetter-Tischtennisplatte zur Grundschule. Foto: hol

Hooksiel (3. 11. 2023) – Die Grundschule Hooksiel ist ihrem Ziel ein Stück näher gekommen, den Schulhof attraktiver zu gestalten. Heute brachte ein großer Lastwagen eine 1,4 Tonnen schwere Beton-Tischtennisplatte, die mitten auf dem Schulhof platziert wurde. Sie kann ab sofort von den Schul- und Kindergartenkindern genutzt werden.

Gespendet worden ist die 2200 Eure teure Allwetter-Platte von der Dorfgemeinschaft Hooksiel. Die Vorstandsmitglieder Marco Knodel, Tobias Geisen und Nils Schröder begleiteten den Aufbau. Die Spende ist aus den Überschüssen der Herings- und Krabbentage finanziert worden, die die Gemeinschaft im Dorf ausgerichtet hat. „Möglich geworden ist das gute Ergebnis nur dank unserer Sponsoren und der vielen tatkräftigen ehrenamtlichen Helfer“, sagte Tobias Geisen. 

Nur eine gute Tür hält Einbrecher ab

Friesland/Hooksiel (3. 11. 2023) – Wohnungseinbrüche schmerzen zwei Mal. Zum einen fehlen möglicherweise geliebte Wertsachen. Zum anderen bleibt bei Betroffenen oft dauerhaft ein Gefühl der Angst. „Das Sicherheitsgefühl und das Wohlbefinden der Menschen wird nachhaltig beeinträchtigt“, wissen die Fachleute der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland. Zusammen mit dem Wilhelmshavener Verein zur Förderung kommunaler Prävention (VKP) gibt die Polizei deshalb Tipps, wie Bürger den Schutz vor Einbrüchen verbessern können. 

Sicherung von Türen

Haus- und Wohnungstüren sollten einbruchhemmend sein. Eine Selbstverständlichkeit? Nein. Viele Außentüren lassen sich schon allein mit körperlicher Gewalt, also ohne Einbruchwerkzeug, leicht überwinden. 

Auch wer Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlässt, sollte die Tür nicht nur ins Schloss ziehen, sondern auch zweifach abschließen. Ein weitere Tipp: „Verstecken Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen! Einbrecher kennen jedes Versteck.“ Schlüssel verloren? Dann sofort den Schließzylinder austauschen. Und: „Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken.“ 

Prävention www.polizei-beratung.de
Ein stabiler Querriegel erhöht den Einbruchschutzi einer Tür deutlich. Foto: www.polizei-beratung.de

Türen, die nach der Norm DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse [RC] 2) geprüft sind, gewährleisten einen guten Einbruchschutz. Ihr Schutz bezieht sich auf die Gesamtkonstruktion, also auf Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag. Bereits eingebaute Türen können nachgerüstet werden.

Die Präventions-Fachleute weisen zudem darauf hin, dass die Widerstandsfähigkeit von Keller- und Nebeneingangstüren dem der Eingangstüren entsprechen sollte. Vorsicht auch bei der Auswahl von Verbindungstüren zwischen Garage und Wohnhaus geboten. Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der PI, rät zu so genannten „Multifunktionstüren“, die sowohl die Anforderungen des Brandschutzes als auch die der Einbruchhemmung erfüllen. 

Schwachstelle Garagentore

Nachträglich seien Garagentore schwer zu sichern, da häufig die gesamte Konstruktion nicht auf die Einbruchhemmung abgestimmt ist. Tipp: Falls die Garage selbst gesichert werden soll, am besten bereits in der Planung eine geprüfte einbruchhemmende Torkonstruktion berücksichtigen.

Mehrfachverriegelung gibt Schutz

Eine fachgerecht montierte Mehrfachverriegelung, etwa mit Hakenriegeln, erhöht den Widerstandswert einer Tür auf der Schlossseite. Eine Mehrfachverriegelung mit Rollzapfen genügt aber nicht, warn Katja Reents, da diese nicht tief genug in die Schließbleche eingreifen.

Ein gutes Zusatzschloss, zum Beispiel Sperrbügel, erhöhe hingegen den Sicherheitswert einer Tür. Durch den Sperrbügel wird das Aufstoßen der spaltbreit geöffneten Tür verhindert. „So können Sie sich vor ungebetenen Besuchern schützen.“

Türspion und Videosprechanlage

„Bauen Sie in Ihre Haus- oder Wohnungstür einen Weitwinkel-Spion ein (mindestens 180°-Winkel), damit Sie sehen, wer zu Ihnen will“, raten Polizei und VKP. „Wenn Sie öffnen, dann nur mit vorgelegtem Sperrbügel!“ Der Bereich vor der Tür und der Zugangsweg sollten ausreichend beleuchtet sein. Eine Türsprechanlage, eventuell in Kombination mit einer Videokamera, sorgt für Gewissheit, wer wirklich vor der Tür steht.

Als Ansprechpartnerinnen für Fragen der Kriminalprävention stehen bei der Polizei in Wilhelmshaven Katja Reents (Tel. 04421-942-108) und in Jever Anja Kienetz (Tel. 04461-7449-181) zur Verfügung. VKP-Geschäftsführerin Teelke Battermann ist unter der Rufnummer 04421-778-0942 zu erreichen. Polizeilich empfohlene Hersteller und Fachbetriebe können auch im Internet unter www.k-einbruch.de/herstellersuche oder unter www.k-einbruch.de/fachbetriebssuchegefunden werden.

Tennisspieler starten in Hallensaison

Hooksiel (3. 11. 2023) – Die Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel gehen mit zwei Mannschaften in die Wintersaison 2023/2024. Mannschaftsführer des Teams „Herren über 50“ ist Mirko Ortmanns. Die Ü 60 des FCN wird von Ingo Conring angeführt.

Beide Mannschaften vertreten Hooksiel in der Bezirksklasse. Die Heimspiele tragen die FCN-Teams in der Halle in Varel aus. Zum Auftakt muss die Ü 50 mit Spitzenspieler Thomas Otte am Samstag, 4. November, nach Schweewarden (Wesermarsch) reisen. Danach folgen Spiele gegen SV Nordenham, den TV Varel, der mit zwei Mannschaften in der Klasse vertreten ist, und die JTG Wilhelmshaven. 

Die Ü 60 muss sich mit Mannschaften des TC Aurich, Vorwärts Nordhorn, RW Haren und dem TV Vechta auseinander setzen. Zum Auftakt der Saison geht es am Samstag, 18. November, nach Aurich. Das Hooksieler Ü 50-Team wird von mehreren Gastspielern des MTV Hohenkirchen unterstützt. Zum Stamm der Ü 60 gehört mit Robert Lebin zudem ein Gastspieler des MTV Jever.

GfW-Ratsgruppe wirbt für Alternativen fürs Meerwasser-Hallenbad

Hooksiel (2. 11. 2023) – Die Ratsgruppe Gemeinsam fürs Wangerland (GfW) fordert die Hooksieler auf, Ideen für eine Nachfolgelösung für das Meerwasser-Hallenwellenbad zu machen. Wie Gruppensprecherin Alice Brandenburg-Bienek in einem Pressegespräch am Donnerstag sagte, beabsichtige niemand im Rat der Gemeinde Wangerland, das Bad zu schließen. Allerdings sähen Gutachter mittel- bis langfristig einen Sanierungsbedarf in zweistelliger Millionenhöhe in dem über 40 Jahre alten Bad. „Wir müssen uns über Alternativen Gedanken machen“, so die CDU-Politikerin. Sie forderte insbesondere die Mitstreiter der inzwischen in Auflösung befindlichen Bürgerinitiative Hooksiel auf, „neue Iden nicht gleich totzureden“.

47 Gespräche mit der Bürgerinitiative

Der GfW gehören neun Ratsmitglieder (CDU, Grüne und FDP) an. Neben Brandenburg-Bienek nahmen die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen, Reiner Tammen (Grüne) und Lübbo Meppen (FDP) an dem Gespräch teil. Die Politiker wiesen insbesondere den Vorwurf zurück, dass niemand mit den Sprechern der BI über Perspektiven für das Bad gesprochen habe.

„Zwischen 2018 und 2023 hat es 47 Gesprächstermine zwischen Vertretern aus Politik und Verwaltung der Gemeinde beziehungsweise der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und Vertretern der Bürgerinitiative gegeben“, sagte Tammen. Aber, so der Eindruck der GfW-Politiker: „Die BI-Sprecher haben sich stets kompromisslos gezeigt und waren nicht bereit, über Alternativen zum Bad überhaupt nur nachzudenken.“

Politik und Gemeinde hätten alles getan, was die Bürgerinitiative verlangt habe: Das Gästehaus wurde nicht verkauft, das Hallenwellenbad sei nach einer Sanierungen (Kosten: 231.000 Euro) im Sommer wieder in Betrieb und für die Suche nach einem privaten Ko-Investor sei auf Wunsch der BI ein Interessenbekundungs-Verfahren (Kosten: 14.000 Euro) durchgeführt worden. Allerdings ohne Erfolg. Es habe sich kein Investor gemeldet. 

„Das Thema Hippenstiel ist für uns durch“

Die Vertreter der GfW werfen der BI vor, diese Tatsache zu ignorieren. Aber, so Alice Brandenburg-Bienek: „Die Zeiten haben sich geändert. Das Geld sitzt bei den Investoren nicht mehr so locker.“ Der Restaurant-Pächter Carsten Hippenstiel, der mit der WTG im Rechtsstreit über die Kündigung seines Pachtvertrages liegt, ist für die GfW im übrigen kein Gesprächspartner mehr. Lübbo Meppen: „Das Thema Hippenstiel ist für uns durch. Da ist ein Miteinander nicht mehr möglich.“

Die GfW geht davon aus, dass der Streit um den Pachtvertrag und über etwaige Entschädigungen vor Gericht geklärt werden muss. Man habe dem Pächter mehrfach Fristen zur Wiedereröffnung des Restaurants gesetzt, die dieser ignoriert habe. Ob der ursprüngliche Pachtvertrag überhaupt einen Eröffnungstermin enthält, wisse man aber nicht. Unklar ist aus Sicht der GfW auch die Frage, auf welcher rechtlichen Grundlage und mit welchen Sicherheiten der Pächter nach eigenem Bekunden mehrere Hunderttausend Euro in Saal und Restaurant der WTG investieren konnte.

Brandenburg-Bienek räumte in dem Pressegespräch ein, dass sie nach einem Telefonat mit dem Pächter den zugesagten späteren Rückruf nicht mehr getätigt habe. „Ich fühle mich an die Beschlüsse meiner Gruppe gebunden“, sagte die Politikerin. Für eine lange Debatte mit Hippenstiel habe ihr die Kraft gefehlt.

Bäder belasten Haushalt der WTG

Die GfW fordert die BI und die Hooksieler auf, jetzt nach vorn zu schauen. Niemand im Rat beabsichtige, das Hallenwellenbad zu schließen, so lange keine Millionen-Investitionen erforderlich sind. „Es gibt viele schöne Sachen, die Kommunen sich einfach nicht mehr leisten können“, sagte Katharina Jensen. Die beiden Bäder in Hooksiel und Horumersiel würden den Haushalt der WTG jährlich mit 1,5 Millionen Euro belasten. Die Pflichtaufgaben der Gemeinde wie Kitas, Schulen oder Straßen hätten Vorrang.

Man müsse das Thema Schwimmbad neu denken, fordert Katharina Jensen. Gelegenheiten, schwimmen zu gehen, gebe es in der Umgebung von Hooksiel genug. Gesucht werden müsse jetzt eine Alternative, die den Tourismus in vergleichbarer Weise fördert. Eine Chance sei dabei der Kohleausstiegs-Strukturfonds, aus dem der Bund Projekte bezuschusst, die die Wertschöpfung in ehemaligen Kohleregionen steigern.

Hooksieler sollen Vorschläge für Alternativen machen

Natürlich brache Hooksiel eine attraktive Freizeiteinrichtung, falls das Hallenbad einmal nicht mehr betrieben werden kann. Auf der Suche danach, so Alice Brandenburg-Bienek, wünsche sie sich einen konstruktiven Dialog mit den Bürgern von Hooksiel. Ein erster Vorschlag sei das Projekt „Hooksmeer 2.0“, also der Ausbau des Hooksmeeres zum Naherholungsgebiet. „Ich würde mir wünschen, wenn aus Hooksiel noch weitere Ideen an uns herangetragen werden“, so die GfW-Sprecherin. 

Ohne Brückenstrompreis drohen bei Vynova bald die Lichter auszugehen

Vynova Demo
Viele Mitarbeiter des Vynova-Werkes in Wilhelmshaven machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Die schlechte Konjunktur und die hohen Strompreise belasteten das Unternehmen. Fotos: hol

Wilhelmshaven/Hooksiel (2. 11. 2023) – Die hohen Energiepreise in Deutschland gefährden Tausende Arbeitsplätze und etliche Unternehmens-Standorte der chemischen Industrie. Allein im Wilhelmshavener Vynova-Werk, direkt hinter der Ortsgrenze von Hooksiel, seien 388 Arbeitsplätze von direkten Mitarbeitern sowie 200 weitere bei am Standort tätigen Fremdfirmen und Lieferanten in Gefahr, sagte Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann, heute auf einer Demonstration auf dem Werksgelände.

Zu der Protestaktion hatten Arbeitgeber Vynova, der Betriebsrat und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) gemeinsam aufgerufen. Sie wollten damit Druck machen für die Einführung eines „Brückenstrompreises“. Die befristete Subvention solle den Strompreis „auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau“ drücken, sagte der Standortleiter von Vynova Wilhelmshaven, Dr. Benno Krüger

Aktuell produziere ein Partnerwerk in Frankreich Kunststoffprodukte fast 50 Prozent günstiger. „Das ist bereits innerhalb des europäischen Marktes ein erheblicher Nachteil“, so Krüger. „Wir wollen nicht zur Pharmaindustrie 2.0 werden.“ Viele Pharma-Hersteller sind mit Blick auf die hohen Energiekosten ins Ausland abgewandter, zum Beispiel in die USA. Die zeitlich befristete Absenkung des Strompreises solle den energieintensiven Industriebetrieben Zeit für die Transformation in die Energieversorgung der Zukunft geben. „Sonst gehen hier am Standort bald die Lichter aus“, mahnte Krüg

Vynova Demo Sarg
Ohne „Brückenstrompreis“ muss die energieintensive Industrie in Deutschland möglicherweise bald beerdigt werden. Symbolisch packten Vynova-Standortleiter Dr. Benno Krüger und Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann schon einmal vor laufenden Kameras gemeinsam den Spaten dafür an.

Die chemische Industrie verlange keine Dauersubventionen. „Der Brückenstrompreis muss befristet sein, bis es in Deutschland genügend erneuerbare Energie zu konkurrenzfähigen Preisen gibt“, forderte Betriebsrat Neumann bei strömendem Regen vor etlichen seiner Kolleginnen und Kollegen. „Uns steht das Wasser bis zum Hals“, sagte das IGBCE-Mitglied – und meinte damit nicht das Wetter. 

Unterstützt wurde die Aktion von der Landtagsabgeordneten Katharina Jensen (Wangerland). Wie war als einzige Politikerin der Einladung von Vynova zu der Kundgebung gefolgt. Nach Ansicht der CDU-Politikerin gehöre neben dem Strompreis auch das Steuerrecht auf den Prüfstand, um den Industriestandort Deutschland abzusichern.

Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, begruben die Protestierenden einen Sarg auf dem Betriebsgelände – als Symbol für den drohenden Untergang der chemischen Industrie in Deutschland.

Vereine bereiten Verschmelzung zum Großverein „SC Wangerland“ vor

SC Wangerland Arbeitsgruppe
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die die Verschmelzung der Vereine FC Nordsee Hooksiel, Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland auslotet: (von links) Tobias Weyerts, Andreas Cassens, Andrew Gilliam-Hill, Christian Doyen, Joachim Guhl, Dieter Gerken und Ingo Bohms. Foto: hol

Wangerland/Hooksiel (2. 11. 2023) – Im Wangerland könnte es bald einen Großverein geben. Die Sportvereine Eintracht Wangerland, FC Nordsee Hooksiel und Rot-Weiß Tettens loten seit Monaten die rechtlichen, sportlichen und wirtschaftlichen Fragen eines Zusammenschlusses aus. Am Ende könnte der „Sportclub Wangerland“ entstehen.

Am Mittwoch Abend stellte eine aus Funktionären der drei Vereine gebildete Arbeitsgruppe in der Oberschule Hohenkirchen den Zwischenstand der Überlegungen vor. Rund 80 Sportlerinnen und Sportler verfolgten die Präsentation, durchweg wohlwollend, und stimmten über ein mögliches Vereinswappen für den SC ab. Im Zentrum des Wappens steht ein stilisiertes Seewiefken. Dazu kommen die Traditionsfarben Rot, Blau, Grün. Dabei wird die Meerjungfrau, das Wahrzeichen der Gemeinde Wangerland, bewusst ohne nackte Brüste gezeigt.

Christian Doyen, Vorsitzender des FCN Hooksiel, schilderte die Vorgeschichte. Bereits seit 2017 nimmt der Fußball-Nachwuchs der drei Vereine, rund 180 Kinder und Jugendliche, als Jugendspielgemeinschaft (JSG) am Spielbetrieb teil. Ab 2020 spielen auch die Herren-Fußball-Teams als Spielgemeinschaft (SG). Aufgrund der guten Erfahrungen nahm man 2021 Gespräche über eine Fusion auf, sagte Doyen. Allerdings habe sich schnell gezeigt, dass die Sache komplizierter ist als gedacht.

Seither trifft sich die Arbeitsgruppe regelmäßig. Juristische und formale Knackpunkte wurden auf einem ganztägigen Workshop bearbeitet, an dem auch Vertreter des Landessportbundes beratend teilnahmen. Ein Ergebnis: Eine Fusion ist teuer und in der Umsetzung schwierig. Angestrebt wird seitdem eine „Verschmelzung“.

Bei einer Verschmelzung gehen zwei Vereine (FCN Hooksiel und RW Tettens) im dritten (Eintracht Wangerland) auf. Allerdings nur dann, wenn drei Viertel der Mitglieder aller drei Vereine dem vorher in notariell begleiteten, außerordentlichen Mitgliederversammlungen zugestimmt haben. Schnell einig sei man sich gewesen, so Joachim Guhl (ET Wangerland), dass der neue Verein nicht von einem der Partner dominiert werden dürfe. Also: Neuer Name, neues Vereinswappen, neue Vereinssatzung, harmonisierte Mitgliedsbeiträge und, und, und. In der Simme, so betont Christian Doyen, komme der „SC Wangerland“ einer Neugründung eines Vereins gleich.

So sehen die Entwürfe für ein neues Vereins-Logo aus. Foto: M. Doyen

Der neue Verein mit 800 bis 900 Mitgliedern wird frühestens Mitte 2024 an den Start gehen können. In allen drei Ursprungsvereinen spielt Fußball eine wichtige Rolle. Aber auch Kampfsport (ETW), Tischtennis (ETW, FCN, RWT), Tennis (FCN), Turnen (RWT), Handball (ETW) und Freizeitsport (FCN) werden angeboten. 

Eine Verschmelzung hätte nach Überzeugung der Arbeitsgruppe eine Fülle von Vorteilen. Zum Beispiel bräuchten Sportler nicht mehreren Vereinen beitreten, wenn sie etwa Kampfsport und Tennis betreiben wollen. Der organisatorische Gesamtaufwand sinke. Zudem sei es schon jetzt schwierig, genug Ehrenamtliche für Vereinsposten zu finden. Wie Ingo Bohms (Sprecher der JSG) ausführte, sind bislang in den Vereinen 39 Funktionäre aktiv, künftig käme man mit 20 aus. „Viele Doppelfunktionen sind entbehrlich.“

Tobias Weyerts (RTW) setzt zudem darauf, dass ein Großverein medial stärker wahrgenommen und mit seinen Wünschen bei Politik und Gemeinde mehr Gehör finden würde. Dass es später im Sportclub Wangerland Rangeleien entlang der alten Vereinslinien geben könnte, erwartet Christian Doyen nicht. „Ich glaube eher, dass wir als Sportler mit dazu beitragen können, dass wir alle stärker als Wangerländer fühlen und handeln.“