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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Tischtennisplatte für den Schulhof

Tischtennisplatte für Grundschule Hooksiel
Marco Knodel, Tobias Geisen und Nils Schröder (v. l.) aus dem Vorstand der Dorfgemeinschaft Hooksiel brachten die neue Allwetter-Tischtennisplatte zur Grundschule. Foto: hol

Hooksiel (3. 11. 2023) – Die Grundschule Hooksiel ist ihrem Ziel ein Stück näher gekommen, den Schulhof attraktiver zu gestalten. Heute brachte ein großer Lastwagen eine 1,4 Tonnen schwere Beton-Tischtennisplatte, die mitten auf dem Schulhof platziert wurde. Sie kann ab sofort von den Schul- und Kindergartenkindern genutzt werden.

Gespendet worden ist die 2200 Eure teure Allwetter-Platte von der Dorfgemeinschaft Hooksiel. Die Vorstandsmitglieder Marco Knodel, Tobias Geisen und Nils Schröder begleiteten den Aufbau. Die Spende ist aus den Überschüssen der Herings- und Krabbentage finanziert worden, die die Gemeinschaft im Dorf ausgerichtet hat. „Möglich geworden ist das gute Ergebnis nur dank unserer Sponsoren und der vielen tatkräftigen ehrenamtlichen Helfer“, sagte Tobias Geisen. 

Nur eine gute Tür hält Einbrecher ab

Friesland/Hooksiel (3. 11. 2023) – Wohnungseinbrüche schmerzen zwei Mal. Zum einen fehlen möglicherweise geliebte Wertsachen. Zum anderen bleibt bei Betroffenen oft dauerhaft ein Gefühl der Angst. „Das Sicherheitsgefühl und das Wohlbefinden der Menschen wird nachhaltig beeinträchtigt“, wissen die Fachleute der Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland. Zusammen mit dem Wilhelmshavener Verein zur Förderung kommunaler Prävention (VKP) gibt die Polizei deshalb Tipps, wie Bürger den Schutz vor Einbrüchen verbessern können. 

Sicherung von Türen

Haus- und Wohnungstüren sollten einbruchhemmend sein. Eine Selbstverständlichkeit? Nein. Viele Außentüren lassen sich schon allein mit körperlicher Gewalt, also ohne Einbruchwerkzeug, leicht überwinden. 

Auch wer Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlässt, sollte die Tür nicht nur ins Schloss ziehen, sondern auch zweifach abschließen. Ein weitere Tipp: „Verstecken Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen! Einbrecher kennen jedes Versteck.“ Schlüssel verloren? Dann sofort den Schließzylinder austauschen. Und: „Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken.“ 

Prävention www.polizei-beratung.de
Ein stabiler Querriegel erhöht den Einbruchschutzi einer Tür deutlich. Foto: www.polizei-beratung.de

Türen, die nach der Norm DIN EN 1627 (mindestens Widerstandsklasse [RC] 2) geprüft sind, gewährleisten einen guten Einbruchschutz. Ihr Schutz bezieht sich auf die Gesamtkonstruktion, also auf Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag. Bereits eingebaute Türen können nachgerüstet werden.

Die Präventions-Fachleute weisen zudem darauf hin, dass die Widerstandsfähigkeit von Keller- und Nebeneingangstüren dem der Eingangstüren entsprechen sollte. Vorsicht auch bei der Auswahl von Verbindungstüren zwischen Garage und Wohnhaus geboten. Katja Reents, Beauftragte für Kriminalprävention der PI, rät zu so genannten „Multifunktionstüren“, die sowohl die Anforderungen des Brandschutzes als auch die der Einbruchhemmung erfüllen. 

Schwachstelle Garagentore

Nachträglich seien Garagentore schwer zu sichern, da häufig die gesamte Konstruktion nicht auf die Einbruchhemmung abgestimmt ist. Tipp: Falls die Garage selbst gesichert werden soll, am besten bereits in der Planung eine geprüfte einbruchhemmende Torkonstruktion berücksichtigen.

Mehrfachverriegelung gibt Schutz

Eine fachgerecht montierte Mehrfachverriegelung, etwa mit Hakenriegeln, erhöht den Widerstandswert einer Tür auf der Schlossseite. Eine Mehrfachverriegelung mit Rollzapfen genügt aber nicht, warn Katja Reents, da diese nicht tief genug in die Schließbleche eingreifen.

Ein gutes Zusatzschloss, zum Beispiel Sperrbügel, erhöhe hingegen den Sicherheitswert einer Tür. Durch den Sperrbügel wird das Aufstoßen der spaltbreit geöffneten Tür verhindert. „So können Sie sich vor ungebetenen Besuchern schützen.“

Türspion und Videosprechanlage

„Bauen Sie in Ihre Haus- oder Wohnungstür einen Weitwinkel-Spion ein (mindestens 180°-Winkel), damit Sie sehen, wer zu Ihnen will“, raten Polizei und VKP. „Wenn Sie öffnen, dann nur mit vorgelegtem Sperrbügel!“ Der Bereich vor der Tür und der Zugangsweg sollten ausreichend beleuchtet sein. Eine Türsprechanlage, eventuell in Kombination mit einer Videokamera, sorgt für Gewissheit, wer wirklich vor der Tür steht.

Als Ansprechpartnerinnen für Fragen der Kriminalprävention stehen bei der Polizei in Wilhelmshaven Katja Reents (Tel. 04421-942-108) und in Jever Anja Kienetz (Tel. 04461-7449-181) zur Verfügung. VKP-Geschäftsführerin Teelke Battermann ist unter der Rufnummer 04421-778-0942 zu erreichen. Polizeilich empfohlene Hersteller und Fachbetriebe können auch im Internet unter www.k-einbruch.de/herstellersuche oder unter www.k-einbruch.de/fachbetriebssuchegefunden werden.

Tennisspieler starten in Hallensaison

Hooksiel (3. 11. 2023) – Die Tennisspieler des FC Nordsee Hooksiel gehen mit zwei Mannschaften in die Wintersaison 2023/2024. Mannschaftsführer des Teams „Herren über 50“ ist Mirko Ortmanns. Die Ü 60 des FCN wird von Ingo Conring angeführt.

Beide Mannschaften vertreten Hooksiel in der Bezirksklasse. Die Heimspiele tragen die FCN-Teams in der Halle in Varel aus. Zum Auftakt muss die Ü 50 mit Spitzenspieler Thomas Otte am Samstag, 4. November, nach Schweewarden (Wesermarsch) reisen. Danach folgen Spiele gegen SV Nordenham, den TV Varel, der mit zwei Mannschaften in der Klasse vertreten ist, und die JTG Wilhelmshaven. 

Die Ü 60 muss sich mit Mannschaften des TC Aurich, Vorwärts Nordhorn, RW Haren und dem TV Vechta auseinander setzen. Zum Auftakt der Saison geht es am Samstag, 18. November, nach Aurich. Das Hooksieler Ü 50-Team wird von mehreren Gastspielern des MTV Hohenkirchen unterstützt. Zum Stamm der Ü 60 gehört mit Robert Lebin zudem ein Gastspieler des MTV Jever.

GfW-Ratsgruppe wirbt für Alternativen fürs Meerwasser-Hallenbad

Hooksiel (2. 11. 2023) – Die Ratsgruppe Gemeinsam fürs Wangerland (GfW) fordert die Hooksieler auf, Ideen für eine Nachfolgelösung für das Meerwasser-Hallenwellenbad zu machen. Wie Gruppensprecherin Alice Brandenburg-Bienek in einem Pressegespräch am Donnerstag sagte, beabsichtige niemand im Rat der Gemeinde Wangerland, das Bad zu schließen. Allerdings sähen Gutachter mittel- bis langfristig einen Sanierungsbedarf in zweistelliger Millionenhöhe in dem über 40 Jahre alten Bad. „Wir müssen uns über Alternativen Gedanken machen“, so die CDU-Politikerin. Sie forderte insbesondere die Mitstreiter der inzwischen in Auflösung befindlichen Bürgerinitiative Hooksiel auf, „neue Iden nicht gleich totzureden“.

47 Gespräche mit der Bürgerinitiative

Der GfW gehören neun Ratsmitglieder (CDU, Grüne und FDP) an. Neben Brandenburg-Bienek nahmen die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen, Reiner Tammen (Grüne) und Lübbo Meppen (FDP) an dem Gespräch teil. Die Politiker wiesen insbesondere den Vorwurf zurück, dass niemand mit den Sprechern der BI über Perspektiven für das Bad gesprochen habe.

„Zwischen 2018 und 2023 hat es 47 Gesprächstermine zwischen Vertretern aus Politik und Verwaltung der Gemeinde beziehungsweise der Wangerland Touristik GmbH (WTG) und Vertretern der Bürgerinitiative gegeben“, sagte Tammen. Aber, so der Eindruck der GfW-Politiker: „Die BI-Sprecher haben sich stets kompromisslos gezeigt und waren nicht bereit, über Alternativen zum Bad überhaupt nur nachzudenken.“

Politik und Gemeinde hätten alles getan, was die Bürgerinitiative verlangt habe: Das Gästehaus wurde nicht verkauft, das Hallenwellenbad sei nach einer Sanierungen (Kosten: 231.000 Euro) im Sommer wieder in Betrieb und für die Suche nach einem privaten Ko-Investor sei auf Wunsch der BI ein Interessenbekundungs-Verfahren (Kosten: 14.000 Euro) durchgeführt worden. Allerdings ohne Erfolg. Es habe sich kein Investor gemeldet. 

„Das Thema Hippenstiel ist für uns durch“

Die Vertreter der GfW werfen der BI vor, diese Tatsache zu ignorieren. Aber, so Alice Brandenburg-Bienek: „Die Zeiten haben sich geändert. Das Geld sitzt bei den Investoren nicht mehr so locker.“ Der Restaurant-Pächter Carsten Hippenstiel, der mit der WTG im Rechtsstreit über die Kündigung seines Pachtvertrages liegt, ist für die GfW im übrigen kein Gesprächspartner mehr. Lübbo Meppen: „Das Thema Hippenstiel ist für uns durch. Da ist ein Miteinander nicht mehr möglich.“

Die GfW geht davon aus, dass der Streit um den Pachtvertrag und über etwaige Entschädigungen vor Gericht geklärt werden muss. Man habe dem Pächter mehrfach Fristen zur Wiedereröffnung des Restaurants gesetzt, die dieser ignoriert habe. Ob der ursprüngliche Pachtvertrag überhaupt einen Eröffnungstermin enthält, wisse man aber nicht. Unklar ist aus Sicht der GfW auch die Frage, auf welcher rechtlichen Grundlage und mit welchen Sicherheiten der Pächter nach eigenem Bekunden mehrere Hunderttausend Euro in Saal und Restaurant der WTG investieren konnte.

Brandenburg-Bienek räumte in dem Pressegespräch ein, dass sie nach einem Telefonat mit dem Pächter den zugesagten späteren Rückruf nicht mehr getätigt habe. „Ich fühle mich an die Beschlüsse meiner Gruppe gebunden“, sagte die Politikerin. Für eine lange Debatte mit Hippenstiel habe ihr die Kraft gefehlt.

Bäder belasten Haushalt der WTG

Die GfW fordert die BI und die Hooksieler auf, jetzt nach vorn zu schauen. Niemand im Rat beabsichtige, das Hallenwellenbad zu schließen, so lange keine Millionen-Investitionen erforderlich sind. „Es gibt viele schöne Sachen, die Kommunen sich einfach nicht mehr leisten können“, sagte Katharina Jensen. Die beiden Bäder in Hooksiel und Horumersiel würden den Haushalt der WTG jährlich mit 1,5 Millionen Euro belasten. Die Pflichtaufgaben der Gemeinde wie Kitas, Schulen oder Straßen hätten Vorrang.

Man müsse das Thema Schwimmbad neu denken, fordert Katharina Jensen. Gelegenheiten, schwimmen zu gehen, gebe es in der Umgebung von Hooksiel genug. Gesucht werden müsse jetzt eine Alternative, die den Tourismus in vergleichbarer Weise fördert. Eine Chance sei dabei der Kohleausstiegs-Strukturfonds, aus dem der Bund Projekte bezuschusst, die die Wertschöpfung in ehemaligen Kohleregionen steigern.

Hooksieler sollen Vorschläge für Alternativen machen

Natürlich brache Hooksiel eine attraktive Freizeiteinrichtung, falls das Hallenbad einmal nicht mehr betrieben werden kann. Auf der Suche danach, so Alice Brandenburg-Bienek, wünsche sie sich einen konstruktiven Dialog mit den Bürgern von Hooksiel. Ein erster Vorschlag sei das Projekt „Hooksmeer 2.0“, also der Ausbau des Hooksmeeres zum Naherholungsgebiet. „Ich würde mir wünschen, wenn aus Hooksiel noch weitere Ideen an uns herangetragen werden“, so die GfW-Sprecherin. 

Ohne Brückenstrompreis drohen bei Vynova bald die Lichter auszugehen

Vynova Demo
Viele Mitarbeiter des Vynova-Werkes in Wilhelmshaven machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Die schlechte Konjunktur und die hohen Strompreise belasteten das Unternehmen. Fotos: hol

Wilhelmshaven/Hooksiel (2. 11. 2023) – Die hohen Energiepreise in Deutschland gefährden Tausende Arbeitsplätze und etliche Unternehmens-Standorte der chemischen Industrie. Allein im Wilhelmshavener Vynova-Werk, direkt hinter der Ortsgrenze von Hooksiel, seien 388 Arbeitsplätze von direkten Mitarbeitern sowie 200 weitere bei am Standort tätigen Fremdfirmen und Lieferanten in Gefahr, sagte Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann, heute auf einer Demonstration auf dem Werksgelände.

Zu der Protestaktion hatten Arbeitgeber Vynova, der Betriebsrat und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) gemeinsam aufgerufen. Sie wollten damit Druck machen für die Einführung eines „Brückenstrompreises“. Die befristete Subvention solle den Strompreis „auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau“ drücken, sagte der Standortleiter von Vynova Wilhelmshaven, Dr. Benno Krüger

Aktuell produziere ein Partnerwerk in Frankreich Kunststoffprodukte fast 50 Prozent günstiger. „Das ist bereits innerhalb des europäischen Marktes ein erheblicher Nachteil“, so Krüger. „Wir wollen nicht zur Pharmaindustrie 2.0 werden.“ Viele Pharma-Hersteller sind mit Blick auf die hohen Energiekosten ins Ausland abgewandter, zum Beispiel in die USA. Die zeitlich befristete Absenkung des Strompreises solle den energieintensiven Industriebetrieben Zeit für die Transformation in die Energieversorgung der Zukunft geben. „Sonst gehen hier am Standort bald die Lichter aus“, mahnte Krüg

Vynova Demo Sarg
Ohne „Brückenstrompreis“ muss die energieintensive Industrie in Deutschland möglicherweise bald beerdigt werden. Symbolisch packten Vynova-Standortleiter Dr. Benno Krüger und Betriebsratsvorsitzender Volker Neumann schon einmal vor laufenden Kameras gemeinsam den Spaten dafür an.

Die chemische Industrie verlange keine Dauersubventionen. „Der Brückenstrompreis muss befristet sein, bis es in Deutschland genügend erneuerbare Energie zu konkurrenzfähigen Preisen gibt“, forderte Betriebsrat Neumann bei strömendem Regen vor etlichen seiner Kolleginnen und Kollegen. „Uns steht das Wasser bis zum Hals“, sagte das IGBCE-Mitglied – und meinte damit nicht das Wetter. 

Unterstützt wurde die Aktion von der Landtagsabgeordneten Katharina Jensen (Wangerland). Wie war als einzige Politikerin der Einladung von Vynova zu der Kundgebung gefolgt. Nach Ansicht der CDU-Politikerin gehöre neben dem Strompreis auch das Steuerrecht auf den Prüfstand, um den Industriestandort Deutschland abzusichern.

Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, begruben die Protestierenden einen Sarg auf dem Betriebsgelände – als Symbol für den drohenden Untergang der chemischen Industrie in Deutschland.

Vereine bereiten Verschmelzung zum Großverein „SC Wangerland“ vor

SC Wangerland Arbeitsgruppe
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die die Verschmelzung der Vereine FC Nordsee Hooksiel, Rot-Weiß Tettens und Eintracht Wangerland auslotet: (von links) Tobias Weyerts, Andreas Cassens, Andrew Gilliam-Hill, Christian Doyen, Joachim Guhl, Dieter Gerken und Ingo Bohms. Foto: hol

Wangerland/Hooksiel (2. 11. 2023) – Im Wangerland könnte es bald einen Großverein geben. Die Sportvereine Eintracht Wangerland, FC Nordsee Hooksiel und Rot-Weiß Tettens loten seit Monaten die rechtlichen, sportlichen und wirtschaftlichen Fragen eines Zusammenschlusses aus. Am Ende könnte der „Sportclub Wangerland“ entstehen.

Am Mittwoch Abend stellte eine aus Funktionären der drei Vereine gebildete Arbeitsgruppe in der Oberschule Hohenkirchen den Zwischenstand der Überlegungen vor. Rund 80 Sportlerinnen und Sportler verfolgten die Präsentation, durchweg wohlwollend, und stimmten über ein mögliches Vereinswappen für den SC ab. Im Zentrum des Wappens steht ein stilisiertes Seewiefken. Dazu kommen die Traditionsfarben Rot, Blau, Grün. Dabei wird die Meerjungfrau, das Wahrzeichen der Gemeinde Wangerland, bewusst ohne nackte Brüste gezeigt.

Christian Doyen, Vorsitzender des FCN Hooksiel, schilderte die Vorgeschichte. Bereits seit 2017 nimmt der Fußball-Nachwuchs der drei Vereine, rund 180 Kinder und Jugendliche, als Jugendspielgemeinschaft (JSG) am Spielbetrieb teil. Ab 2020 spielen auch die Herren-Fußball-Teams als Spielgemeinschaft (SG). Aufgrund der guten Erfahrungen nahm man 2021 Gespräche über eine Fusion auf, sagte Doyen. Allerdings habe sich schnell gezeigt, dass die Sache komplizierter ist als gedacht.

Seither trifft sich die Arbeitsgruppe regelmäßig. Juristische und formale Knackpunkte wurden auf einem ganztägigen Workshop bearbeitet, an dem auch Vertreter des Landessportbundes beratend teilnahmen. Ein Ergebnis: Eine Fusion ist teuer und in der Umsetzung schwierig. Angestrebt wird seitdem eine „Verschmelzung“.

Bei einer Verschmelzung gehen zwei Vereine (FCN Hooksiel und RW Tettens) im dritten (Eintracht Wangerland) auf. Allerdings nur dann, wenn drei Viertel der Mitglieder aller drei Vereine dem vorher in notariell begleiteten, außerordentlichen Mitgliederversammlungen zugestimmt haben. Schnell einig sei man sich gewesen, so Joachim Guhl (ET Wangerland), dass der neue Verein nicht von einem der Partner dominiert werden dürfe. Also: Neuer Name, neues Vereinswappen, neue Vereinssatzung, harmonisierte Mitgliedsbeiträge und, und, und. In der Simme, so betont Christian Doyen, komme der „SC Wangerland“ einer Neugründung eines Vereins gleich.

So sehen die Entwürfe für ein neues Vereins-Logo aus. Foto: M. Doyen

Der neue Verein mit 800 bis 900 Mitgliedern wird frühestens Mitte 2024 an den Start gehen können. In allen drei Ursprungsvereinen spielt Fußball eine wichtige Rolle. Aber auch Kampfsport (ETW), Tischtennis (ETW, FCN, RWT), Tennis (FCN), Turnen (RWT), Handball (ETW) und Freizeitsport (FCN) werden angeboten. 

Eine Verschmelzung hätte nach Überzeugung der Arbeitsgruppe eine Fülle von Vorteilen. Zum Beispiel bräuchten Sportler nicht mehreren Vereinen beitreten, wenn sie etwa Kampfsport und Tennis betreiben wollen. Der organisatorische Gesamtaufwand sinke. Zudem sei es schon jetzt schwierig, genug Ehrenamtliche für Vereinsposten zu finden. Wie Ingo Bohms (Sprecher der JSG) ausführte, sind bislang in den Vereinen 39 Funktionäre aktiv, künftig käme man mit 20 aus. „Viele Doppelfunktionen sind entbehrlich.“

Tobias Weyerts (RTW) setzt zudem darauf, dass ein Großverein medial stärker wahrgenommen und mit seinen Wünschen bei Politik und Gemeinde mehr Gehör finden würde. Dass es später im Sportclub Wangerland Rangeleien entlang der alten Vereinslinien geben könnte, erwartet Christian Doyen nicht. „Ich glaube eher, dass wir als Sportler mit dazu beitragen können, dass wir alle stärker als Wangerländer fühlen und handeln.“

TES informiert über Energie-Projekt

Hooksiel (1. 11. 2023) – Die Firma TES lädt zum zweiten Mal zu öffentlichen Veranstaltungen ein, um über den aktuellen Projektstand des „Green Energy Hubs“ in Wilhelmshaven zu informieren. Die Hooksieler Bürgerinnen und Bürger sind dazu für Dienstag, 7. November, ins Gästehaus eingeladen. 

Die Präsentation und Diskussionen an unterschiedlichen, mit entsprechenden Experten besetzten Thementischen, sind von 19 bis 21 Uhr geplant. Anmeldung zu der Veranstaltung sind über die Internetseite des Energiekonzerns unter https://tes-h2.com/de/globale-wirkung/deutschland möglich. Für Speisen und Getränke wird gesorgt sein.

Bereits am Montag, 6. November, ist eine vergleichbare Veranstaltung im Vereinsheim des STV Voslapp an der Flutstraße in Voslapp geplant. Eine weitere wird am Donnerstag, 16. November, im Dorfgemeinschaftshaus in Sengwarden stattfinden. Beginn ist ebenfalls jeweils um 19 Uhr. 

Die Firma TES gehört zu den Unternehmen, die mit Großinvestitionen auf dem Voslapper Groden die Transformation zu einer CO2-freien Energieversorgung vorantreiben wollen. Derzeit arbeitet man unter anderem an einem zweiten LNG-Terminal in Wilhelmshaven, über den Zukunft auf Ammoniak (NH3) importiert werden soll, aus dem man in Wilhelmshaven, in einem Werk neben dem HES Tanklager, Wasserstoff gewinnen will.

Bereits im Frühjahr hatte TES in Hooksiel in einer ersten Veranstaltung über seine Investitionspläne informiert.

Abholtermine für Strauchschnitt

Hooksiel (1. 11. 2023) – Der Landkreis Friesland lässt Ast- und Strauchwerk von privaten Grundstücken abholen. Bürger, die diesen kostenlosen Service nutzen wollen, können sich bis einschließlich Montag, 6. November, anmelden – entweder über die „Sperrmüllkarte“ (erhältlich im Kreisamt und im Rathaus in Hohenkirchen) oder online unter www.friesland.de/sperrig. Auch eine telefonische Anmeldung über das Servicetelefon der Nehlsen AWG: 04461/99 87-410 ist möglich.

Die Abholtermine finden ab Montag, 20. November, statt. Die Äste und Sträucher müssen am Abfuhrtag gebündelt dort abgelegt werden, wo auch die Abfallbehälter abgeholt werden. Die Bündel (max. 2,5 Meter lang) müssen von einer Person zu tragen sein. Der Durchmesser darf bei Ästen 15 und bei Wurzeltellern 25 Zentimeter nicht überschreiten. Die maximale Abholmenge beträgt fünf Kubikmeter je Grundstück.

Die Termine für die Abgabe von ungebündeltem Ast- und Strauchwerk an den Sammelstellen in den Städten und Gemeinden finden Bürgerinnen und Bürger in der Abfallfibel und unter www.friesland.de/strauchwerk. Ungebündeltes Ast- und Strauchwerk kann ganzjährig unter anderem an den Grünabfallstellen im AWZ Wiefels erfolgen.

Idee für Förderprojekt: „Hooksmeer 2.0“ könnte Attraktivität Hooksiel steigern

Hooksmeer -Grafik
Das Hooksmeer mit den Freizeiteinrichtungen an der Nordseite und einem Wald im Süden. Schon derzeit ist der Karte ein Rundwanderweg zur sehen, der um einen Radweg ergänzt werden könnte. Foto: hol

Hooksiel (30. 10. 2023) – Das Hooksmeer und die umliegenden Freizeitflächen könnten zu einem eigenständigen Naherholungsgebiet werden und damit die touristische Attraktivität von Hooksiel deutlich erhöhen. Das jedenfalls ist die Überzeugung eines Arbeitskreises, den Tobias Geisen ins Leben gerufen hat. Die Fragestellung, mit der sich die Runde beschäftigt hat: Gibt es ein tolles Projekt, für das die Gemeinde Wangerland auf Zuschüsse aus dem Topf für Kohleausstiegs-Strukturförderung des Bundes hoffen könnte.

Projekte fürs Wangerland gesucht

Die Förderung soll die wirtschaftliche Infrastruktur in Regionen wie den Großraum Wilhelmshaven stärken, in denen aus Klimaschutzgründen Kohlekraftwerke vom Netz genommen wurden oder werden. Aus dem mit insgesamt mit 141 Millionen Euro gefüllten Fonds wird bereits ein Wasser-Wald-Zentrum des Wasserverbandes OOWV bezuschusst. Die Stadt Schortens setzt auf Kohle-Mittel für den Ausbau ihres Bürgerhauses, in Wilhelmshaven soll neben anderen Vorhaben der Bau eines Stadtteilhauses gefördert werden. 

Und im Wangerland? Bislang sind dazu noch keine konkreten Überlegungen bekannt. Bürgermeister Mario Szlezak räumte kürzlich vor der Bürgerinitiative Hooksiel Handlungsbedarf ein. Er forderte die Bürger auf, Vorschläge zu machen.

Ein solcher Vorschlag ist das Projekt „Hooksmeer 2.0“. Das Hooksmeer ist bekanntlich vor 40 Jahren im Zuge der Eindeichung des Industriegebiets Voslapper Groden in Wilhelmshaven angelegt worden. Es bietet derzeit Liegeplätze für Sportboote und wird von Surfern, Wasserski- sowie Tretbootfahrern genutzt. Das Gewässer bildet die Verbindung vom Außenhafen zum historischen Sielort. 

Pendelverkehr mit einer Solarfähre

Genau diese Funktion könnte nach Ansicht von Geisen und seinen Mitstreitern deutlich gestärkt werden. Die Idee: Eine von Sonnenenergie angetriebene Fähre pendelt zwischen Außenhafen/Strand und dem Alten Hafen im Ortskern. Zusätzliche Anleger etwa beim Restaurant „Zur Brücke“, an einer neuen Badestelle nahe der Wasserskianlage und an einem Wanderweg im „Hooksieler Wäldchen“ an der Südseite könnte die Fähre sogar zu einer Nahverkehrs-Alternative machen. „Die neue Verbindung zwischen Dorfkern und Strandbereich würde zum Teil die Nutzung von Autos ersetzen.“ 

Leuchtturm und Mountainbike-Bahn

Weitere Teilmaßnahmen des Projektes wären die Sanierung (Elektro-Infrastruktur, Hafenmauer, Toilettenanlage, ausbaggern) beziehungsweise der Umbau des Alten Hafens (Steganlage, bessere Erreichbarkeit der Südseite, barrierefreier Belag), die Einrichtung einer gezeitenunabhängigen Badestelle im Freizeitgelände auf der Nordseite sowie die Schaffung eines geschlossenen Radfahr-Rundweges ums Hooksmeer. 

Leuchtturm Roter Sande

Die Standfestigkeit des Leuchtturms „Roter Sand“ in der Wesermündung ist gefährdet. Außerdem setzt Korrosion dem maritimen Denkmal zu.
Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schirmer

Ideal ergänzt würde das Projekt nach Ansicht des Arbeitskreises durch eine „neue Landmarke“, den Leuchtturm „Roter Sand“. Bekanntlich soll einer der bekanntesten deutschen Leuchttürme in der Wesermündung abgebaut, saniert und an Land wieder aufgestellt werden. Bürgermeister Szlezak hatte kürzlich angeregt, dass dieser neue Standort auch im Wangerland liegen könnte.

Eine hohe Anziehungskraft, gerade für junge Leute, hätte nach Ansicht von Touristikern auch eine Mountainbike-Anlage mit Hindernissen und Sprungelegenheiten im Hooksieler Freizeitgelände. Den Außenhafen aufwerten könnte ein Terminalhaus, in dem Büros für Hafennutzer oder auch Coworking-Räume, also kurzzeitig anmietbare Büros für jedermann, untergebracht werden könnten.

Klar ist dem Arbeitskreis, dass für das Projekt „Hooksmeer 2.0“ noch eine Fülle von Detailfragen zu klären wären, so etwa technische und ökologische Fragen. Aber angesichts einer in Aussicht gestellten Förderquote von 90 Prozent wäre es nach Ansicht von Tobias Geisen auf jeden Fall der Mühe wert, sich damit auseinanderzusetzen.

Anmerkung: „Hooksiel-life“ würde gern Ihre Meinung erfahren. Was halten Sie vom Projekt „Hooksmeer 2.0“? Haben Sie ergänzende Anregungen dazu? Schreiben Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge gern unter infos@hooksiel-life.de (Betreff: Hooksmeer).

Verträge und Biotope setzen Grenzen für neue Infrastruktur am Hooksmeer

Biotope am Hooksmeer
Weiden-Sumpfgebüsch, Schilf-Langröhricht, Weiden-Sumpfwald: Die rötlich schraffierten Flächen sind nach Paragraph 30 des Bundesnaturschutzgesetzes streng geschützt. Hinzu kommen weitere Teilflächen mit großer Bedeutung für Pflanzen- und Vogelarten. Grafik: Untere Naturschutzbehörde

Hooksiel (30. 10. 2023) – Schon die erste Recherche zum Projekt „Hooksmeer 2.0“ zeigt: Der Vorschlag der Arbeitsgruppe um Tobias Geisen stößt in Hooksiel auf große Zustimmung – allerdings gibt es auch Vorbehalte und Hindernisse, die bedacht und, wenn möglich, ausgeräumt werden wollen. 

Die landeseigene Hafengesellschaft NPorts, der die Flächen rund ums Hooksmeer gehören, hat „grundsätzlich keine Bedenken“ gegen die Steigerung der Attraktivität des Areals. Vor einer finalen Entscheidung müsse man sich entsprechende Ausbaupläne aber im Detail ansehen.

Die Gemeinde Wangerland verweist auf einen städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Wilhelmshaven. Darin wurde festgehalten, dass das „Hooksieler Wäldchen“ auf der Südseite des Hooksmeeres Sperrgebiet und Schutzzone zum Wilhelmshavener Industriegebiet sei, die ausschließlich für Natur- und Landschaft ohne weitere Entwicklungsaufgabe genutzt werden soll. Ausdrücklich solle aus Sicherheitsgründen niemand dazu animiert werden, sich dorthin zu bewegen oder sich längere Zeit in dem Wald aufzuhalten. 

Danach wäre, so Torsten Meuer aus der Bauverwaltung der Gemeinde, ein offizieller Rundweg nicht möglich. Allerdings: Die größte vom Voslapper Groden ausgehende Gefahr bestand über Jahrzehnte in einer oberirdischen Chlorgasleitung. Bei einer Leckage hätte sich eine Chlorwolke bodennah in Richtung Hooksiel bewegen können – und wäre bestenfalls von einem Schutzwall am Rande des Waldes gestoppt worden.

Inzwischen gibt es die Chlorgasleitung nicht mehr. Sie wurde vor Jahren demontiert. Meuer will die aktuellen Veränderungen auf dem Voslapper Groden zum Anlass nehmen, die Schutzfunktion des „Hooksieler Wäldchens“ zu hinterfragen und erneut zu prüfen, inwieweit mit Blick auf die neue Lage der städtebauliche Vertrag einem Rundweg entgegen steht.

Jens Eden von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Friesland sieht eine intensivere Freizeitnutzung rund ums Hooksmeer skeptisch. Der Landschaftsrahmenplan des Landkreises von 2017 weise rund um das Hooksmeer eine Reihe von Artenschutz- und Biotop-Gebiete aus (siehe Karte oben). Diese Gebiete seien im Sinne des Naturschutzes „zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln“. 

Ausdrücklich werde in dem Plan festgehalten, dass auf den Ausbau weiterer Infrastruktur-Einrichtungen verzichtet werden sollte, auch im Bereich der Biotope nördlich des Hooksmeeres. Insbesondere aber für den südlich des Gewässers gelegenen Wald ergibt sich, so Eden, dass „ein Ausbau von Freizeiteinrichtungen wie Wanderwege, Radwege, Schutzhütten durch beziehungsweise in den Waldflächen naturschutzrechtlich nicht genehmigt werden kann“.