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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Schwarzer Tag für die E-Jugend-Kicker

E-Jugend
Vier Spiel, vier Niederlagen. Der E-II der JSG Wangerland fehlte an diesem Spieltag das Glück. Foto: Köster

Hooksiel (28. 1- 2024) – „Manchmal sind die anderen eben besser!“ Mit dieser Feststellung wollte Trainer Bernhard Köster die Jungen der E-Jugend II der JSG Wangerland wieder aufbauen. Beim Hallenspieltag an diesem Wochenende hatte sein Team nämlich nur wenig zu bestellen. 

Vier Spiele, vier Niederlagen, so die Bilanz am Ende. Schon nach vier Minuten lagen die Wangerländer gegen Dangast 0:2 zurück. Auch wenn die JSG-Jungen danach besser ins Spiel fanden, fiel in der Schlussphase noch ein Gegentreffer zum Endstand von 0:3. 

Das Spiel gegen den SV Wilhelmshaven lief deutlich besser. Gute Chancen vorn, solide Abwehrleistung hinten – aber das Leder wollte nicht über die Linie. Zumindest nicht auf der richtigen Seite. Kurz vor Schluss ein Konter vom SVW, 0:1. 

Auch gegen Frisia Wilhelmshaven sah der Trainer ein Spiel auf Augenhöhe. Aber der Spielverlauf war dann erneut enttäuschend. Nach fünf Minuten lag die JSG 0:2 hinten. Dann der Anschlusstreffer zum 1:2. Hauke und Noah hatten das Leder irgendwie ins Tor gewuselt. Doch die Mannschaft schaffte es trotz mehrerer Gelegenheiten nicht, sich zu belohnen. Statt des Ausgleichs fiel kurz vor Ende noch das 1:3. Damit war die Luft raus. Köster: „Über das 0:5 zum Schluss gegen den STV Wilhelmshaven breiten wir lieber den Mantel des Schweigens.“

Harmonische Mischung aus dem Kunstarchiv der Gemeinde

Henning Gieseke (links) hat die Ausstellung „Verborgenes“mit Werken aus dem Besitz der Gemeinde Wangerland zusammengestellt. Daneben (v. l.) Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann, Künstlerin Stephanie Hüllmann und Förderverein-Vorsitzender Björn Mühlena. Foto: hol

Hooksiel (28. 1. 2024) – Kann man aus 42 Kunstwerken unterschiedlichster Art ein harmonische Ausstellung konzipieren? Man kann. Der Beleg dafür ist seit Sonnabend in Hooksiel zu sehen. In der Winterausstellung „Verborgenes“ ist es Kurator Henning Gieseke gelungen, das „Raumwunder“ Künstlerhaus optimal zu nutzen.

Die Palette der Kunstwerke reicht von der gezeichneten Skizze bis zum Ölgemälde, vom Foto bis zur abstrakten Skulptur. Ihre Gemeinsamkeit: der Bezug zu Hooksiel. Alle Werke sind dem Kunstarchiv der Gemeinde Wangerland entnommen, viele stammen von Stipendiaten, die seit den 1980er Jahren im Künstlerhaus Hooksiel gelebt und gearbeitet haben. 

Aber es gibt Ausnahmen. Zu sehen sind auch drei Aquarelle von Arthur Eden-Sillenstede (1899-1977), von denen eines, die Mühle von Waddewarden, erst nach der systematischen Archivierung im Wangerland, Eingang ins Werkverzeichnis des Künstlers gefunden hat. Oder ein Gemälde des holländischen Malers Henk Bellaard (1896-1975), von dem niemand mehr weiß, wie es in den Besitz der Gemeinde gelangt ist. In der Ausstellung sind auch zwei Arbeiten von „namenlosen“ Künstlern zu sehen. „Wenn uns jemand helfen kann, die Bilder zuzuordnen, wären wir dankbar“, sagte Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann vor den rund 30 Besuchern der Vernissage.

Bürgermeister a. D. Björn Mühlena, heute Vorsitzender des Fördervereins Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel, dankte Janßen-Niemann dafür, dass sie die Idee von Henning Gieseke für eine Ausstellung aus dem Besitz der Gemeinde aufgegriffen habe. Bislang wurden im Künstlerhaus im Winter meist Ausstellungen regionaler Kunstschaffender gezeigt. Angesichts des großen Archiv-Fundus, so Mühlena, biete sich ein jährlicher Blick ins Archiv an.

Renate Janßen-Niemann übergab im Rahmen der Ausstellungs-Eröffnung einen druckfrischen Katalog von der Ausstellung von Stephanie Hüllmann an die Künstlerin, die im Herbst vergangenen Jahres sieben Wochen lang als Stipendiatin in Hooksiel gewirkt hat. Hüllmann, eigens aus Winsen (Luhe) angereist, bedankte sich mit einer Liebeserklärung an den Sielort. „Als ich jetzt hier ankam, war es, als würde ich nach Hause kommen. Mit sind sofort neue Ideen für Projekte gekommen. Das ist längst nicht überall so.“

Die Ausstellung „Verborgenes“ ist bis Anfang März jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Im Künstlerhaus kann auch der Hüllmann-Katalog erworben werden. 

Schlagabtausch zur Fischerei-Förderung

Friesland/Hooksiel (27.1. 2024) – Während die einen schon Entwarnung geben, beklagen die anderen eine falsche Weichenstellung der „Ampel“ in Berlin. Und die Betroffen, die Fischer an Nord- und Ostseeküste? Die sind nach Überzeugung der CDU-Abgeordneten Anne Janssen (Bundestag) und Katharina Jensen (Landtag) „tief verunsichert“.

Die Bundesregierung hatte beschlossen, den im Windenergie-auf-See-Gesetz geregelten „Nachteilsausgleich für die Fischerei“ um 80 Prozent zu kürzen. Inzwischen hat der Haushaltsausschuss des Bundestages sich auf Änderungen am Haushaltsentwurf 2024 geeinigt, denen allerdings der Bundestag noch zustimmen muss. 

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller und Wittmunds Landrat Holger Heymann hatten in dieser Woche verkündet, dass die ursprünglich auch schon für dieses Jahr vorgesehene Höhe der Strukturhilfen für die Fischer – nämlich fünf Prozent der Erlöse der Versteigerung von Offshoreflächen auf See (2023 etwa 670 Millionen Euro) – ab 2025 tatsächlich gelten soll. Für 2024 werde dieser Ansatz zwar auf ein Prozent gekürzt, liege aber immerhin infolge der hohen Versteigerungserlöse immer noch bei 125 Millionen Euro.

Die von den SPD-Politikern als Erfolg gewertete Planungssicherheit für die Fischereibetriebe ab kommendem Jahr hätten die CDU-Abgeordneten der Region „sehr verwundert“. Jensen (Wangerland) und Janssen (Wittmund) bestätigen, dass 2024 tatsächlich nur die Ausschreibungserlöse aus dem Jahr 2023 umverteilt werden sollen. Allerdings zeige ein Blick in die geplanten Ausgaben des Bundes ab 2025 Kürzungen für die Fischerei in Höhe von insgesamt 300 Millionen Euro. „Der Etat wurde also zusammengestrichen“, betont Jensen. „Das sind Gelder, auf die die Fischereibetriebe mit Anträgen schon 2024 hätten zugreifen können, die nun nicht zur Verfügung stehen werden.“

Ungewiss sei zudem, ob die in 2023 tatsächlich sehr hohen Versteigerungserlöse auch in Zukunft so hoch bleiben. Die Fördersumme für 2025 werde erst Ende 2024 feststehen. Abzuwarten bleibe dann noch, ob die Bundesregierung nicht abermals eine Änderung bei der Verteilung der Erlöse vornimmt, um wieder eine Haushaltslücke zu stopfen, so Janssen.

Liebesbeweis für Bäckerei: 60 Kilometer Anfahrt fürs leckerste Schwarzbrot

Bäckerei Ulfers
Das Ulfers-Pferd „Konditor“ hat Weert Ulfers lange gute Dienste erwiesen. Foto: Ulfers

Hooksiel (26. 1. 2024) – Teig und Ofen, das sind die beiden Komponenten, die neben gutem Personal den Erfolg einer Bäckerei ausmachen. Die Hooksieler Bäckerei Ulfers-Eden hat die richtige Mischung gefunden – und das schon seit anderthalb Jahrhunderten.

An diesem Wochenende feiert das Familien-Unternehmen sein 150-jähriges Bestehen. Für Sonnabend haben Britta, Thomas und Jörn Ulfers 270 Gäste in den Schützenhof in Jever eingeladen. Jevers Bürgermeister Edo Albers, Geschäftspartner und langjährige Weggefährten – vor allem aber die 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Familien. Damit alle ausgelassen feiern können, bleiben am Sonntag alle 15 Filialen geschlossen.

„Feindliche Übernahme“

Die Geschichte der Bäcker-Dynastie Ulfers, die zugleich eine Familiengeschichte ist, ist vielfältig. Am Anfang stand eine „feindliche Übernahme“, wie Bäckermeister Thomas Ulfers, Betriebsinhaber in der sechsten Generation es einmal mit einem Schmunzeln nannte. Und auch den Weg in die Zukunft wurde durch eine Übernahme geebnet. Nämlich 2002, als der Hooksieler Bäckerei den Betrieb des deutlich größeren Mitbewerbers Dirk Eden (Jever) übernahm.

1874 heiratete Johann Ulfers in Minsen die Bäckerwitwe Adeline. Hier wird in einer kleinen Backstube das erste Ulfers-Brot gebacken. Wenige Jahre später zieht die Familie mit ihren drei Söhnen, die alle ebenfalls das Bäckerhandwerk erlernen, samt Betreib nach Hooksiel um. Heute hat das Unternehmen 15 Filialen in den Landkreisen Friesland und Wittmund.

Johann Ulfers übernimmt 1895 den Betrieb seines gleichnamigen Vaters. Sein Bruder Weert macht sich in Wiarden selbstständig, kehrt aber 1913 nach Hooksiel zurück, wo es danach einige Jahre zwei Ulfers-Bäckereien gibt. Weerts Sohn Johann übernimmt schon mit 16 Jahren phasenweise den Betrieb. Notgedrungen. Sein Vater kämpft als Soldat im Ersten Weltkrieg. Seine Brüder Bernhard und Karl gehen nach Schortens und eröffnen dort eine eigene Ulfers-Bäckerei.

Weert Ulfers setzt auf moderne Technik. Er baut 1928 in Hooksiel den ersten Dampfbackofen und kauft eine Knetmaschine, die damals noch von einem Pferd angetrieben wurde. 1951 löst ein Dreirad-Lkw Pferd und Wagen als Ausliefergefährt ab. Nach dem Tod von Weert (1966) übernehmen Johann und dessen Sohn Werner Ulfers den Betrieb. 1974, wenige Monate nach dem Tod von Johann Ulfers, zieht Werner Ulfers mit dem Geschäft vom Alten Hafen in die Lange Straße, wo 1980 auch die Bäckerei neu gebaut wird.

Ulfers Geschäftsführer
Die Geschäftsführung der Hooksieler Bäckerei Ulfers-Eden: (von links) Thomas und Britta Ulfers und Jörn Ulfers. Foto: hol

1981 beginnt Thomas Ulfers, der heutige Geschäftsführer, seine Konditorlehre. 1991 hat er heute 59-Jährige seine Meisterprüfung absolviert. Zusammen mit seiner Frau Britta übernimmt er 1992 den Betrieb, der modernisiert und erweitert wird. Unter anderm um eine Ferien-Filiale am Middeldiek in Hooksiel. 2002 dann die Übernahme der Traditionsbäckerei Eden. 

2006, damals aus Hooksieler Sicht eher eine Randnotiz, startet Jörg Ulfers, Sprössling des Schortenser Ulfers-Zweiges, seine Bäckerlaufbahn. Heute steht der junge Mann nach Auslandserfahrung in Österreich, mehren Berufsjahren, Meisterschule und betriebswirtschaftlicher Zusatzausbildung für die Zukunft des Unternehmens. 

Nachfolger aufgebaut

„Wir haben unsere Kinder zu ihren Zukunftsplänen gefragt“, sagten Britta und Thomas Ulfers im Gespräch mit „Hooksiel-Life“. Weder Tochter noch Sohn sahen ihre Zukunft im Bäckerhandwerk. Also fiel der Blick auf Jörn, der ab 2015 systematisch zur Führungskraft aufgebaut wurde und seit 2021 Mitgeschäftsführer ist.

Seit 2004 wird in dem Unternehmen nur noch in Jever gebacken, wenn man von den kleinen Backöfen in den jeweiligen Filialen absieht. Eine weitere wegweisende Entscheidung, die damals in Hooksiel von vielen Stammkunden mit einem Kopfschütten zur Kenntnis genommen wurden: Britta und Thomas Ulfers eröffnen 2010 am Verkehrskreisel ein neues Geschäft und schließen dafür die Hauptstelle im Ortskern. 

Die Filiale neben der Tankstelle, quasi am Einfallstor der Wangerland-Urlauber, ist heute die erfolgreichste im ganzen Unternehmen. Entsprechend schmerzhaft sind die Umsatzeinbußen der vergangen Wochen als Folge des Umbaus der benachbarten Tankstelle. Der Standort steht für einen grundsätzlichen Wandel im Bäckerei-Geschäft. Wurden früher fast nur Brot, Brötchen und Kuchen verkauft, sind heute Bäckerei-Filialen eher Cafés und Restaurants, kleine Wohlfühl-Oasen für die Pause zwischendurch. „Wenn mir vor 30 Jahren jemand erzählt hätte, dass wir Frühstück und Rührei verkaufen, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt“, sagt Britta Ulfers.

historisches Bild Ulfers
Der erste Lieferwagen der Bäckerei Ulfers war ein Dreirad-LKW der Marke „Goliath“. Am Steuer Werner Ulfers Foto: Ulfers

Auf den richtigen Trend hat die Familie Ulfers auch in Sachen Qualität gesetzt. Anders als andere Bäckereien ist man vor Jahrzehnten nicht den Verlockungen der Industrie erlegen, voll und ganz auf Fertig-Backmischungen zu setzen. „Der eigene Sauerteig und eigene Rezepte machen den Unterschied“, sagt Thomas Ulfers. 

Gerade das Ulfers-Schwarzbrot ist weit über die Grenzen der Region hinaus beliebt. Bei Urlauber, aber auch bei Kunden in der weiteren Region. Kürzlich hat der Ulfers-Chef persönlich einige Pakete Schwarzbrot nach Oldenburg geliefert. Die Kunden, eine Frau um die 80. Sie kauft seit 40 Jahren ihr Schwarzbrot in Hooksiel. Früher auf dem Weg zum Campingplatz, heute überwiegend für den Verzehr zu Hause. 60 Kilometer zum Lieblings-Schwarzbrot – das kann man wohl mit Recht Markenbindung nennen. Thomas Ulfers bleibt dennoch bescheiden. „Es gibt auch andere gute Bäcker. Aber gerade Schwarzbrot ist reine Geschmacksache.“

Modernisierung geht weiter

Da Ulfers-Trio hat sich auch für die Zeit nach dem Jubiläums-Festakt einiges vorgenommen. Im nächsten Monat steht eine Großinvestition auf dem Plan: In Jever wird eine hochmoderne Brötchenanlage für Schnitt- und Kaiserbrötchen installiert. Darüber hinaus soll die Filiale in der Goldstraße in Horumersiel von Grund auf renoviert und modernisiert werden. Eine weitere Aufgabe: Die Filiale am Hooksieler Kreisel muss wieder Fahrt aufnehmen. Was aber auch geschehen wird, da sind sich Britta, Thomas und Jörn Ulfers einig. „Irgendwann wird die neue Tankstelle ja fertig sein.“

Technik-Dino in Hooksiel hilft immer noch beim Telefonieren

Hooksiel (24. 1. 2024) – Spaziergang im Winter durch Hooksiel. Ein junges paar flaniert Hand in Hand die Lange Straße entlang. In Höhe Schlosserplatz bleibt er stehen und fragt seine Partnerin: „Hast du so etwas schon mal gesehen?“ Beide blicken zur ehemaligen öffentlichen Telefonstelle am Straßenrand und lachen. Sie greift zum Telefonhörer, er zu seinem Smartphone und macht ein Erinnerungsfoto. 

Das öffentliche Telefon im Herzen von Hooksiel ist schon seit längerem außer Betrieb. Wie Telekom-Sprecherin Stefanie Halle auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ erläutert, dient die ehemalige Telefonstation heute als so genannter „Small Cell“-Standort. Bundesweit gebe es noch rund 3000 derartige Standorte, die mit kleinen Antennen für die Verbesserung des örtlichen Mobilfunk-Netzes sorgen. 

öffentlichs Telefon

Telefonieren kann man mit dem Gerät nicht mehr. Telekom-Techniker schauen trotzdem regelmäßig nach der Anlage. Bislang, so die gute Nachricht, habe kein Vandalismus-Schaden festgestellt werden können, so Halle. Zuletzt hätten aus technischen Gründen Tastatur und Hörer ausgetauscht werden müssen. „Auch wenn die Telefonfunktion schon längst abgeschaltet ist, lassen wir das Gerät aus optischen Gründen so stehen, damit auch keine Verletzungsgefahr entsteht“, erläutert die Telekom-Sprecherin.

Für öffentliche Telefonanlagen gibt es offenkundig keinen Bedarf mehr. Sie werden seit Jahren im Einvernehmen mit den betreffenden Kommune zurückgebaut. Im November 2022 sei zunächst die Münzzahlung bundesweit deaktiviert worden, so Halle. Im ersten Quartal 2023 sei dann auch die Zahlungsfunktion mittels Telefonkarten und somit der gesamte Service eingestellt worden. Halle: „Der Abbau der Telefonstellen erfolgt im Anschluss und wird voraussichtlich Anfang 2025 abgeschlossen sein.“ 

Die Gründe für den Abbau der öffentlichen Telefone liegt auf der Hand. Mit dem Mobilfunk habe jeder seine „persönliche Telefonzelle“ dabei, so die Sprecherin. Der Betrieb von öffentlichen Telefonen sei da einfach unwirtschaftlich geworden. Wenigen Euro Umsatz im Monat hätten Unterhaltungskosten wie etwa für Standmiete, Reinigung oder Reparaturen gegenüber gestanden, die die Einnahmen um ein Vielfaches übersteigen. Zudem sei es zuletzt auch extrem schwierig geworden, noch Ersatzteile zu beschaffen.

Mit dem Rückbau der ungenutzten Technik werde übrigens viel Energie eingespart. Ein öffentliches Telefon verbraucht nach Angaben der Telekom zwischen 500 und 1250 Kilowattstunden Strom im Jahr. „Mit der Abschaltung der ungenutzten Technik lassen sich so zwischen 6 und 15 Millionen Kilowattstunden jährlich einsparen“, sagt Stefanie Halle. „Das entspricht dem Stromverbrauch von mehreren Tausend Wohnungen.“

Wann genau die ehemalige öffentliche Telefonstelle in Hooksiel abgebaut wird, steht noch nicht fest. Die Erinnerung an sie wird ihre technische Lebenszeit aber weit überdauern. Zumindest auf den Fotos von Urlaubern und in deren Erzählungen. „Weißt du noch damals in Hooksiel, als wir das Riesen-Handy fotografiert haben?“

Tourismus: „Goldenes Leuchtfeuer“ fürs Wangerländer Deichleuchten?

Wangerland/Wilhelmshaven (24. 1.2024) – Es wird eine Premiere. Auf dem Nordsee-Tourismus-Tag, der dieses Jahr erstmalig von der Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (TANO) organisiert wird, wird das „Goldene Leuchtfeuer“ (Foto) verliehen. Unter den aussichtsreichsten Kandidaten für den Marketing-Preis ist auch die Wangerland Touristik GmbH (WTG).

Tano Award

Der Tourismus-Tag findet am 15. Februar im Fischbahnhof in Bremerhaven statt. Insgesamt wurden 14 Projekte aus der Region eingereicht. „Von digitalen Erlebnisprodukten über innovative Veranstaltungsformate bis hin zu neuen Beherbergungs- und Gastronomieideen sind die Projekteinreichungen abwechslungsreich und originell,“ freut sich TANO-Geschäftsführer Mario Schiefelbein. Alle eingereichten Projekte sind auf der Webseite unter www.goldenesleuchtfeuer.de dargestellt.

Vom 26. Januar bis zum 5. Februar haben alle Abonnenten des Newsletters „Dreiundfünfzig Grad-News“ Gelegenheit, ihren Favoriten für den Publikumspreis zu wählen. Wer an der Abstimmung teilnehmen möchte, kann sich noch für den B2B-Newsletter unter www.tano.travel/newsletter/ anmelden.

In der Kategorie Jurypreis hat eine Expertenjury anhand von vorab festgelegten Kriterien die eingereichten Projekte bewertet und drei Finalisten ausgewählt. Die drei Erstplatzierten sind:„Kitchen-Battle“ (Peters – das Genusshotel in der Wingst), City-App „Bremerhaven Guide“ (Stadt Bremerhaven) und das „Wangerländer Deichleuchten“ (Wangerland Touristik GmbH). Das Deichleuchten, eine Silvesterfeier ohne Böller und Raketen direkt am Deich, wurde zur jüngsten Jahreswende zum zweiten Mal ausgerichtet.

Die Finalisten werden zum NordseeTourismusTag eingeladen, wo beide Awards an die Gewinner verliehen werden. Das „Goldene Leuchtfeuer“ umfasst nicht nur einen eleganten Award, sondern auch ein Marketing- und Medienpaket der Tourismus-Agentur Nordsee GmbH. Der Award selbst spiegele in Design und Materialien die Nordsee-Region wider, so die TANO. Der Vollholzfuß aus Eiche stehe für die Natürlichkeit der Region, während der obere Teil aus Acrylglas durch seine Transparenz die Weite darstelle.

Bombendrohungen gegen Brauhäuser

Friesland/Jever (24. 1. 2024) – Unbekannte habe heute früh eine Vielzahl von Brauereien mit Anschlägen bedroht. Im Brauhaus in Jever ging nach Mitteilung der Polizei ein entsprechender Anruf in den frühen Morgenstunden ein. Über eine automatisierte Bandansage wurde eine Explosion am Produktionsstandort angekündigt.

Die Bedrohungssituation habe vor Ort nicht bestätigt werden können. Die Verantwortlichen des Friesischen Brauhauses am Elisabethufer hatten umgehend die die Polizei informiert. Das Unternehmen, so die Polizei, habe den Betreib eingestellt und das Gelände geräumt. Zum Zeitpunkt des Anrufs arbeiteten 18 Mitarbeiter in der Brauerei. „Nachdem sich die Bedrohungslage nicht bestätigt hat, nahm der Betrieb um 7.42 Uhr die Arbeit wieder auf“, so die Polizei.

Im Rahmen der Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass eine Vielzahl gleich gelagerter Anrufe in verschiedenen Brauereien eingegangen ist. In Varel ging der Abruf mit der Bandansage direkt bei der Polizei ein. Hier sei eine Bedrohung gegen dasVareler Brauhaus in der Straße „Zum Jadebusen“ ausgesprochen worden. 

Vor Ort stellten die eingesetzten Beamten fest, dass das Brauhaus verschlossen war. Das angrenzende Hotel wurde informiert, deren sechs Gäste und zwei Mitarbeiter kurzfristig evakuiert. Auch bei der Begehung der Räume des Brauhauses und des Hotels fanden sich keine Hinweise darauf, dass tatsächlich eine Explosion drohe.

Girls erhalten Einblick in Politikbetrieb

Hooksiel/Friesland (23. 1. 2024) – Wie sieht der Arbeitstag einer Politikerin aus? Und hat Politik etwas mit mir zu tun? Diese Fragen kann eine interessierte Schülerin aus dem Wahlkreis von Siemtje Möller (Varel) beantworten. Die Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Friesland, Wilhelmshaven und Wittmund lädt für den 24. und 25. April zum „Girls‘ Day“ nach Berlin ein. Hier bekommen Mädchen einen Einblick in den Politikalltag.

Insgesamt 60 Schülerinnen aus ganz Deutschland sind dann zu Gast bei der SPD-Bundestagsfraktion. „Der Girls‘ Day leistet einen wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit von Mädchen und Frauen in der Ausbildung und im Erwerbsleben. Auch in der Politik sind Frauen noch immer unterrepräsentiert“, sagt Möller.

Die Teilnehmerinnen lernen das Reichstagsgebäude kennen und besichtigen die Kuppel. Im Rahmen eines Planspiels erleben sie, wie ein Gesetzentwurf eingebracht werden kann und wie ein Gesetz verabschiedet wird und in Kraft tritt. Außerdem können die jungen Frauen mit erfahrenen Politikerinnen diskutieren. Dabei soll es auch darum gehen, welche Qualifikationen notwendig sind, um in der Politik engagiert und erfolgreich zu arbeiten.

Interessierte Mädchen im Alter von 16 bis 18 Jahren können sich bis zum 16. Februar per Mail mit einem kurzen Motivationsschreiben an siemtje.moeller.wk@bundestag.de bewerben.

Programm im Künsterhaus: Von Grafikdesign bis Landschaftsmalerei

Hooksiel (23. 1. 2024) – Kulturell Interessierte dürfen sich schon eine Reihe von Terminen im Jahreskalender rot anstreichen. Das Künstlerhaus Hooksiel lädt auch in diesem Jahr zu mehreren spannenden Ausstellungen ein. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann (Foto) gibt einen Überblick.

Renate Janßen-Niemann

Nach der Winterausstellung „Verborgenes“ mit Werken aus dem Bestand der Gemeinde Wangerland, die am Samstag, 27. Januar, 15 Uhr, eröffnet wird, wird ab dem 24. März Teelke Limbeck in Hooksiel ausstellen. Die Ostfriesin Teelke Limbeck lebt und arbeitet in Dortmund. Die jung Frau hat Freiraumplanung und Gestaltung studiert und verdient heute als freiberufliche Illustratorin und Grafikdesignerin ihr Geld. Ihre Markenzeichen: Kompositionen mit ungewöhnlichen Materialien und einer gehörigen Position Witz. Die Ausstellung „Teezeit“ wird bis Ende April zu sehen sein.

Bezüge zur Region hat auch der in Jever aufgewachsene Leo Beninga, der ab dem 5. Mai im Künstlerhaus unter dem Titel „Friesische Orakel“ Malereien und Objekte zeigen wird. Bisweilen arbeite Beninga auch im Wangerland. Zum Repertoire des in Hamburg lebenden Künstlers gehören „düster-maritime Szenarien und gespenstische Motivwelten“, verspricht der Jahreskalender des Künstlerhauses. 

Von Mitte Juni bis Ende Juli wird mit Jürgen Noltensmeier der erste Stipendiat der Gemeinde Wangerland dieses Jahres in Hooksiel ausstellen, leben und arbeiten. Der in Leipzig lebende „Bildarchitekt“ hält mit seiner ihm eigenen Maltechnik Motive aus der realen Lebenswelt fest – Häuser, Straßen, Plätze, Gelände. Sein Werk dürfte in Kürze um Hooksieler Motive bereichert werden.

Das Verhältnis von Mensch und Natur ist das Thema von Akkela Dienstbier, die von Anfang August bis Mitte September im Künstlerhaus ausstellen wird. In ihrer Ausstellung „Wachsen“ werden Objekte, Mixed Media und Druckgrafiken zu sehen sein. Die Künstlerin war 2018 als Stipendiatin in Hooksiel und hält seitdem Kontakt zum Wangerland.

Als zweite Stipendiatin 2024 kommt Ende September die Aquarellmalerin Astrid Homuth für sechs Wochen nach Hooksiel. Der Titel ihrer Ausstellung: „Land und Meer“. Auf für die Leipzigerin dürfte sich im Wangerland ein großer Fundus neuer Motive finden.

In der letzten Ausstellung des Jahres werden im November und Dezember Ingeborg Wolff-Szepanski und Reinald Szepanski aus Oldenburg unter anderem abstrakte Landschaftsbilder und Impressionen vorstellen. Titel der Ausstellung: „Abstrakt trifft Real“.

Zum Jahresprogramm des Künstlerhauses gehört zudem traditionell das Kunstkarussell für Kinder. In den Sommerferien bieten dabei gestandene Künstler Kurse in Fotografie, Malerei und Gestaltung an.

Einbruch in Haus am Südring

Hooksiel (21. 1. 2024) – Unbekannte sind am Wochenende in en Wohnhaus am Südring in Hooksiel eingebrochen. Wie die die Polizei heute mitteilt, hätten die Täter die Räume indem Gebäude durchsucht und unter anderem Bargeld gestohlen.

Die Polizei hofft, dass Bürger in der Zeit vom zwischen Freitag und Sonntag, 22.15 Uhr, am Südring etwas Verdächtiges beobachtet haben könnten. Unbekannte Personen vielleicht oder ein Fahrzeug. Wer mit einem Hinweis helfen kann, der wird gebeten, sich unter Telefon 04461/ 7990 mit der Polizei in Jever in Verbindung zu setzen.

Unklar ist, ob es einen Zusammenhang zwischen diesem Einbruch und anderen vergleichbaren Straftaten vom Wochenende in Friesland und in Wilhelmshaven gibt. Im Gewerbegebiet Berghamm waren Unbekannte zwischen Freitagabend und Samstagmittag in Büroräume eines Gewerbebetriebes eingestiegen, hatten dort aber offenbar nichts Verwertbares gefunden. 

Ein Einbruch in ein Einfamilienhaus wird auch aus Voslapp gemeldet. Dort waren Unbekannte zwischen Samstag, 8 Uhr, und Sonntag, 14 Uhr, in der der Flutstraße im Bereich der Hunrichsstraße/Tiaksstraße in das Gebäude eingedrungen und hatten ebenfalls alle Räume durchsucht. Über die mögliche Beute dort, ist nichts bekannt.