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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Wangerland ist das Tor zum Nationalpark Wattenmeer

Tor zum Nationalpark
Bei der Einweihung der Stele „Tor zum Nationalpark“ (von links) : Peter Podein (stv. Bürgermeister), Karla Schulze (Nationalparkverwaltung), Ingo Krause, Armin Kanning (beide WTG), Peter Südbeck (Nationalparkverwaltung), Markus Haarmann (Artec), Sandra Berheide (Nationalparkverwaltung), Manfred Ahten (Artec) und Anja Goldenstein (WTG). Foto: Wiebke Kreinick/NLPV

Wangerland (16. 4. 2023) – Der Eingang zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer liegt im Wangerland. Am Strand von Schillig übergaben Peter Podein, stellvertretender Bürgermeiste der Gemeinde Wangerland, Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik, und Nationalpark-Leiter Peter Südbeck eine von vier Stelen „Tor zum Nationalpark“, die in der Gemeinde aufgestellt werden. 

Die Idee: Den Eintritt in den Nationalpark sichtbar machen. Auch wenn die eindrucksvolle Gezeitenlandschaft und die vielen Vögel unübersehbar sind, erschließt sich in der weiten offenen Landschaft mit der mehrere hundert Kilometer langen Küstenlinie nicht auf Anhieb, wo das Schutzgebiet beginnt. 

Jürgen Püschel, Grafiker der Nationalparkverwaltung, hat die Stele entworfen, die künftig die Nationalpark-Besucher begrüßen soll – als freundliches und attraktives Willkommens-Symbol. Die handwerkliche Umsetzung erfolgte in Kooperation mit den berufsbildenden Schulen (BBS) Wilhelmshaven. 

Der Schriftzug besteht aus Cortenstahl. Dieser bildet unter Witterungseinfluss eine Rostschicht, die das Objekt interessant und „lebendig“ machen soll. Das Metallobjekt wird zwischen zwei Pfosten aus Robinienholz aufgehängt. Das Informationsschild aus Messing, das auf das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer hinweist, wird produziert durch die GPS Wilhelmshaven-Roffhausen. Markus Haarmann, Leiter der Artec Roffhausen, und Manfred Ahten (Gravur-Abteilung Artec Roffhausen) waren bei der Einweihung vor Ort.

Die Installation sowie die Finanzierung der „Tore zum Nationalpark“ übernehmen die jeweiligen Gemeinden oder zuständigen Institutionen. Fürs Wangerland hat die Wangerland Touristik GmbH vier Tore bestellt. „Wir können nicht häufig genug auf unser großes Erbe vor der Haustür hinweisen“, betont WTG-Geschäftsführer Armin Kanning. „Umso mehr freuen wir uns, von Anfang an dieses Projekt zu unterstützen und auf eine so schöne Art auf das Wattenmeer aufmerksam machen zu können.“

„Ohne die engagierte und partnerschaftliche Zusammenarbeit der Institutionen und aller Beteiligten wäre die Umsetzung dieses Projektes so nicht möglich,“ so Peter Südbeck von der Nationalpark-Verwaltung. „Die Begrüßungs-Stelen sind ein weiterer Meilenstein im nachhaltigen Miteinander von Naturschutz und Tourismus, Nationalparkverwaltung und Kommunen, Einheimischen und Gästen.“

Gespräche über Fusion zu einem Großverein im Wangerland

Hooksiel (15. 4. 2023) – Thomas Ulfers erinnert sich noch genau. 1972. Trainer Werner Remmers fährt mit der gerade erst von Jugendleiter Gerd Peters gegründeten E-Jugend des FC Nordsee Hooksiel zum ersten Pflichtspiel nach Gödens. Das deprimierende Ergebnis: 0:14. „Wir hatten im ganzen Spiel nur eine einzige Chance, selbst ein Tor zu schießen …“

Den Spaß am Fußball hat sich Thomas Ulfers durch den holprigen Karriere-Start nicht verderben lassen. Noch heute kickt der 58-Jährige regelmäßig beim Fußball-Tennis in der Freizeit-Abteilung des FCN mit. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins wurde er jetzt für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Ehrung FCN Hooksiel
Thomas Ulfers (2. v. r.) ist seit 50 Jahren Mitglied im FCN Hooksiel, Martina Küken seit 25 Jahren. Die Ehrung übernahmen Vorsitzender Christian Doyen (rechts) und sein Stellvertreter Werner Funke. Foto: hol

Vorsitzender Christian Doyen und sein Stellvertreter Werner Funke überreichten dem Jubilar neben einer Urkunde und einer Ehrennadel einen schönen Präsentkorb. Ebenfalls 50 Jahre im Verein ist Axel Ponath. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Martina Künken geehrt.

Zur Hauptversammlung im Stelzengebäude war nur ein Bruchteil der rund 340 Mitglieder erschienen. Doyen berichtet davon, dass der Verein stabil über die Corona-Jahre gekommen sei. Die Mitgliederzahl habe sogar leicht zugenommen. Aufgrund von Corona-Hilfen, treuen Sponsoren und eines erfolgreichen Hafenfestes im vergangenen Sommer sei man auch wirtschaftlich zufrieden. 

Geschäftsführerin Marina Doyen sprach von schwarzen Zahlen in allen Abteilungen. Ausdrücklich bedankte sie sich bei Steuerberater Axel Bendiks, der ihre Arbeit ehrenamtlich unterstützt. Die Abteilungsleiter Andreas Cassens (Fußball), Gerd Abeldt (Tennis), Werner Doyen (Freizeit) und Arnim Fels (Tischtennis) legten Berichte vor. Cassens lobte dass reibungslose Miteinander in der Spielgemeinschaft bzw. Jugendspielgemeinschaft mit den Nachbarvereinen Eintracht Wangerland und Rot-Weiß Tettens. Gemeinsam stelle man drei Herren- und zwei Altherren-Teams sowie Nachwuchsmannschaften in fast allen Altersklassen.

Maximale Transparenz gegenüber den Vereinsmitgliedern

Mit Tettens und Wangerland, so Christian Doyen, spreche man zudem seit rund einem Jahr über einen Ausbau der Kooperation, möglicherweise bis hin zur Fusion. In diesem auch juristisch „sehr, sehr komplexen Prozess“, der vom Landessportbund begleitet wird, seien aber noch keinerlei Entscheidungen getroffen worden. Man habe sich maximale Transparenz auf die Fahnen geschrieben. 

Einer Fusion müssten ohnehin die Mitglieder der Vereine jeweils mit Drei-Viertel-Mehrheit zustimmen. Einig sei man sich aber, so Doyen, dass ein Großverein eine Reihe von Vorteilen habe. Zum Beispiel hätte ein Verein mit an die 800 Mitgliedern eine ganz andere mediale Wahrnehmung und könnte mit einer gewichtigen Stimme gegenüber Gemeinde und Wangerland Touristik auftreten.

Einen Euro für jeden Monat Mitgliedschaft

Andreas Cassens hofft für die Fußballabteilung, gerade auch für die Jugendmannschaften, auf zusätzlich ehrenamtliche Helfer und Betreuer. Arnim Fels beklagte, dass die vor zwei Jahren gegründete Tischtennisabteilung als Hallensport stark unter Corona gelitten habe. Er hoffe, dass sich von den ursprünglich rund 20 Aktiven ein Großteil spätestens zum Herbst wieder zu den Trainingsstunden einfinde.

Jubilar Thomas Ulfers unterstrich abschließend die Bedeutung des Sports gerade für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. „Ich bin stolz darauf, seit 50 Jahren in diesem Verein Mitglied zu sein.“ Als Dankeschön dafür kündigte der Bäckermeister an, einen Euro spenden zu wollen: „Aber einen Euro für jeden Monat meiner Mitgliedschaft.“ Insgesamt also über 600 Euro.

Storage Etzel GmbH plant Feld mit Wasserstoff-Kavernen im Wangerland

Wangerland/Friedeburg (13. 3. 2023) – Das Bergbauunternehmen Storage Etzel plant den Bau von weiteren Kavernen. Ein künftiges Kavernenfeld, in dem Wasserstoff eingelagert werden könnte, soll im Salzstock im Raum Jever, Wittmund und Wangerland entstehen.

„Aus Unternehmenssicht ist dies ein vorausschauender Schritt über das bestehende Ausbaupotenzial am Standort Etzel hinaus, die Energiewende mit weiteren großvolumigen Kavernenspeichern in der Zukunft zu unterstützen“, so Boris Richter, kaufmännischer Geschäftsführer Storage Etzel GmbH. Das Unternehmen hat Ende 2022 einen bergrechtlichen Bewilligungsantrag zur Sicherung der freien Bodenschätze „Kali- und Steinsalze“ für den Salzstock „Jever-Berdum“ beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) als zuständige niedersächsische Bergbehörde eingereicht.

Öffentliche Info-Veranstaltung in Horumersiel

Vertreter der betroffenen Kommunen wurden nach Angaben von Storage Etzel am Mittwoch im Rahmen einer nicht-öffentlichen Informationsveranstaltung in Wittmund informiert. Eine öffentliche Präsentation der Pläne ist für Mittwoch, 26. April, ab 19 Uhr im Haus des Gastes in Horumersiel geplant.

In dem neuen Kavernenfeld nördlich von Jever und Wiefels soll aus erneuerbaren Energien gewonnener „grüner“ Wasserstoff gespeichert werden. Der Bewilligungsantrag ist der erste bergrechtliche Schritt bei der Standortsuche. Die Bewilligung gemäß Bundesberggesetzes (BbergG) wäre die Grundlage für weitere detaillierte Bohrungen und Erkundungen.

„Die eigentliche Lage des Salzstockes ist bereits bekannt“, so Storage Etzel. „Eine Bewilligung ist keine Genehmigung zum Betrieb eines Kavernenfeldes, sondern bezieht sich nur auf das Recht zur Aufsuchung und Gewinnung von Salzen.“ Das Gesetz verlange außerdem von Storag Etzel, ein Arbeitsprogramm vorzulegen und erste Überlegungen zur Entwicklung eines weiteren Kavernenfeldes mit Anbindung zur Kavernenanlage Etzel zur zukünftigen Speicherung von grünem Wasserstoff beizufügen.

Bürgermeister und Landräte längst informiert

Wie das Unternehmen mitteilt, habe man seine Überlegungen bereits in den vergangenen Monaten den Bürgermeistern der zu beteiligenden Kommunen, den Landräten der Landkreise Friesland und Wittmund und dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium mitgeteilt. In mehreren Treffen sei mit allen Beteiligten eine exemplarische Konstruktion eines möglichen Bergwerksfeldes ausgearbeitet worden. „Dieses wird voraussichtlich nur einen vergleichsweisen geringen Eingriff in die Landschaft mit sich bringen.“

Ob das Vorhaben tatsächlich wirtschaftlich ist und realisiert werden wird, hängt jedoch maßgeblich vom zukünftigen Speicherbedarf für erneuerbare Energien in Deutschland ab. Erdgas habe pro Kubikmeter den vierfachen Energiegehalt von Wasserstoff. Folglich sei zur Einspeicherung derselben Energiemenge auf Basis von Wasserstoff viermal so viel Speichervolumen notwendig wie bei der Speicherung von Erdgas, erläutert Storage Etzel.

Bedarf für 168 neue Speicher-Kavernen

Langzeitszenarien der Bundesregierung für den zukünftigen Energiebedarf und -verbrauch bis 2045 gehen davon aus, dass Speicher für 42 Terrawattstunden (TWh) Wasserstoff fehlen. Erschwerend hinzu komme, dass aufgrund physikalischer und geologischer Gründe ein großer Teil der momentan verfügbaren Speicherkapazitäten künftig für Wasserstoff nich zur Verfügung stünden. 

„Der Speicherbedarf für 42 TWh Wasserstoff entspricht aufgrund dessen geringeren Energiegehaltes im Vergleich zu Erdgas mindestens dem Bedarf von 168 Kavernen mit der Etzeler Standardgröße von bis zu 800 000 Kubikmeter geometrischem Volumen“, hat Storage Etzel berechnet. Zusätzlich werde während des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft auch noch über Jahre hinweg im Rahmen der Versorgungssicherheit parallel Erdgas in den vorhandenen Kavernen gespeichert werden müssen. Somit stehen diese der Wasserstoffspeicherung zunächst nicht zur Verfügung. „Der Bau neuer Kavernen zur Speicherung von grünem Wasserstoff ist also unabdingbar.“

1973 sind in Etzel (Gemeinde Friedeburg) die ersten Erdölkavernen entwickelt worden und im Anschluss in Betrieb gegangen. Rund 20 Jahre später begann die Speicherung von Erdgas in Kavernen zu speichern. Zuletzt wurde das Kavernenfeld von Storage Etzel in den Jahren 2006 bis 2012 erweitert. Aktuell prüfe man die Wasserstoff-Speicherung in Kavernen Projektnahme H2CAST Etzel. 

Arbeiten für ein schönes Hooksiel

Hooksiel (13. 3. 2023) – Ostern ist vorbei. Der Sommer naht – und damit die Hauptsaison. Der Hooksieler Seebadeverein sorgt seit Jahrzehnten dafür, dass der Ort sich seinen Gästen in einem schönen Zustand präsentiert. Ein Garant dafür: der traditionelle Strandaufbau.

Am Sonnabend, 22. April, ist es wieder so weit. Um 13 Uhr sammeln sich alle arbeitswilligen Hooksieler am Awo-Heim auf dem Batteriegelände am Gästehaus. In einer Vorbesprechung haben die Organisatoren des Seebadevereins bereits verschiedene Einsatzgebiete abgesteckt: „Gästehaus, Alter Hafen, Bänke streichen … zu tun gibt es genug“, sagt Seebadevereins-Vorsitzender Erwin Abels. „Die einzige Unwägbarkeit ist die Zahl der Teilnehmer beim Strandaufbau. Wir würden uns natürlich freuen, wenn möglichst viele Leute kommen.“

Die Zeiten, in denen Arbeitswillige aus Hooksiel und dem gesamten Umland zum Strandaufbau strömten, sind längst vorbei. Seinerzeit wurden die Helferinnen und Helfer mit Jahresfreikarten für den Strand gelockt. Ein Praxis, die später als unlauter gegeißelt wurde – und die ohnehin mit der Abschaffung des Strandeintritts ab diesem Sommer ihre Sogwirkung verloren hätte. 

Aber natürlich soll der Strandaufbau weiterhin keine Plackerei sein sonder auch Spaß machen. Dazu beitrage soll eine gemeinsame „Nachbesprechung“ mit Grillwurst und Kaltgetränk. Voraussichtlicher Beginn, so Erwin Abels, gegen 17 Uhr am Awo-Heim. 

Schraubertruppe fährt nach Greetsiel

Hooksiel (11. 4. 2023) – Oldtimer-Freunde aufgepasst. Der nächste Oldtimer Klön Tag (OKT) steht an. Für Sonntag, 30. April, ist eine Ausfahrt von Hooksiel zu „Schoof’s Mühlencafe“ in Greetsiel geplant. Die Organisatoren aus Hooksiel würden sich freuen, wenn der eine oder andere weitere „Oldi-Freund“ mit seinem Oldtimer dazu stößt und die Tour mitfahren möchte. 

„Der OKT ist kein Verein“, erläutert Ulrich Nolzen. „Wir verstehen uns eher als eine lockere Schraubertruppe, die sich gern über Probleme mit Gleichgesinnten austauscht.“ Oldtimer sind Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und ein „H“ am Schluss auf ihrem Kennzeichen haben. H steht dabei für „Historisch“. Seit April 2016 trifft sich die lustige Truppe mit ihren Oldtimern jeden ersten Sonntag des Monats zwischen 11 Uhr bis 14 Uhr bei der Bäckerei Ulfers/Eden neben der Tankstelle in Hooksiel.

Der Vorschlag, eine Sonntags-Reise zu „Schoofs Mühlencafe“ in Greetsiel (Gemeinde Krummhörn) zu unternehmen, sei bei den Oldtimerfreunden auf gute Resonanz gestoßenan. Also habe „Alfa Dieter“ das Café angeschrieben. Das Ergebnis: „Die Gäste sind willkommen.“ 

Sollte es nicht regnen, startet man um 10 Uhr an der Hooksieler Tankstelle. Ein Zwischenstopp wird auf dem Obi-Parkplatz in Jever eingelegt, erläutert „BMW Uli“ Nolzen. Eine weitere Pause ist gegen 10.45 Uhr auf dem Parkplatz der Fischerei-Genossenschaft in Neuharlingersiel vorgesehen. Um 11.45 Uhr will man das Ziel erreicht haben. Jeder Teilnehmer fährt und haftet für sich selbst.

Osterfeuer, Eiersuche und Spaziergänge

Osterfeuer
Tradition mit Atmosphäre: In Friesland brennen am Ostersonnabend die Feuer. Fotos: hol

Hooksiel (9. 4. 2023) – Ostern in Hooksiel. Ein ruhiges Fest. Viele Menschen aus der Region, aus ganz Deutschland. Im Ort, am Strand und an den Osterfeuern. Alle gut gelaunt. Dazu sehr schönes Wetter: Sonnig, aber frisch. Ideal über Spaziergänge am Strand, Fahrradtouren und die Ostereiersuche.

Hunderte von Menschen waren am Ostersonnabend zu Gast beim zentralen Osterfeuer in Warfen. Bei Musik, Imbiss und ein paar Kaltgetränken erlebten die Besucher ein Traditionsfest unter freiem Himmel. Wie an dem halben Dutzend privater Feuern um Hooksiel herum wurden die Flammen auf den zuvor umgeschichteten Brennholzhaufen gegen 19 Uhr entzündet und brannten bei Windstille kontrolliert ab.

Tagsüber flanierten viele Menschen durch die Lange Straße, schauten im Muschelmuseum oder im Künstlerhaus ein. Andere besuchten den Ostermarkt am Alten Hafen. Hier dreht sich auch am Ostermontag noch ein Kinderkarussell. Eine Reihe von Schaustellern bieten ihre Waren an – von der Bratwurst übers Eis bis zum Dosenwerfen. 

Entspannte Ostern in Hooksiel, auch für die Polizei, die lediglich einen Vorfall meldete. In der Nacht zum Karfreitag wurde auf der Bäderstraße ein alkoholisierter Autofahrer angetroffen. Der 51-Jährige hatte einem Alkoholgehalt im Blut von 1,79 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Der Mann muss sich in einem Strafverfahren verantworten.

Ostern Warfen
Schon bevor das Brenngut entzündet wurde war das traditionelle Osterfeuer in Warfen gut besucht.

Historische Fotos und Geschichten vom Leben in Hooksiel gesucht

Krabbenfischer in Hooksiel
Bis zum Bau des Außenhafen 1974 fuhren die Krabbenfischer durch das Tief bis zum Alten Hafen im Ortskern von Hooksiel. Foto: Suckert

Von Gerd Abeldt

Hooksiel (8. 4. 2023) – Hooksiel ist ein Ort mit Geschichte. Den Beginn der neueren Zeitrechnung jenseits des historischen Kirchspiels Pakens kann man auf das Jahr 1546 datieren. Seinerzeit herrschte in Jever Fräulein Maria. Sie ließ in Hooksiel „ein hölzernes, nach oben offenes Siel“ (H. Rothert: Das ‚alte‘ Hooksiel“) errichten, das in unter ihren Nachfolgern gedeckt und um eine komplette Hafenanlage erweitert wurde. Der Grund? Hooksiel, mit der Marienstadt über das Hooksieler Binnentief verbunden, wurde Hafenumschlagplatz für die „Koopstadt“ Jever.

Die maritime Blütezeit Hooksiels endete Ende des 19. Jahrhunderts. „Um 1830 liefen noch 230 Schiffe den Hafen an, nach 1880 waren es nur noch 50 und bis 1900 ging die Zahl der ein- und auslaufenden Schiffe auf 20 zurück“, schreibt Hermann Rothert. Noch gelegentlich landeten bis 1955 aus Skandinavien kommende Frachtschiffe Bauholz für die am Hafen liegende Holzhandlung Brader an. Allerdings, so Rothert weiter: Bis zur Einweihung des Hooksieler Außenhafens 1974 belebten vier bis acht Granatfischer das Bild des Alten Hafens. Inzwischen gehen die wenigen verbliebenen Hooksieler Fischer vom Außenhafen aus auf Krabbenfang oder Muschernte.

Fischer im Alten Hafen
Ordentlich Betrieb im Alten Hafen. Gleich mehrere Fischerboote liegen im Päckchen. Foto: Suckert

Für die rückläufigen Umschlagsmengen in Hooksiel gab es mehrere Gründe: Die Straßen und das Eisenbahnnetz wurden ausgebaut und übernahmen einen Teil des Transportvolumens. Zeitgleich wurden die Schiffe größer und konnten Hooksiel nicht mehr anlaufen. Dennoch hat bis heute gerade der historische Alte Hafen eine überragende Bedeutung für das Ortsbild des Sielortes.

Wir wollen auf „Hooksiel-life“ den Versuch unternehmen, historische Fotos vom Hafen und vom Hooksieler Hafenleben, von Schiffen, Waren und die Menschen drumherum zu sammeln und unter dem Menüpunkt „Geschichte“ veröffentlichen. 

Die ersten historischen Hafenbilder hat der Hooskieler Matthias Suckert bereit gestellt.Wer dazu ein Foto beisteuern kann (falls möglich gern bereichert um Fakten oder kleine Geschichten) schicke sie per Email an 

infos@hooksiel-life.de

oder per Post oder zu Fuß an „Hooksiel-Life“, Goedeke-Michel-Str. 15, 26434 Hooksiel.

Nach und nach werden wir weitere historische Themenfelder angehen. Wer mag ,kann uns auch dazu schon jetzt Fotos und Geschichten wie etwa von Ortsansichten, Straßenzügen, Betrieben, Gaststätten oder Festen zur Verfügung stellen. Recht herzlichen Dank dafür. 

In Hooksiel kann Tennissaison beginnen

Arbeitsdienst Tennis
Die Saison kann kommen: Mirko Ortmanns (links) und Reiner Meints tragen Quarzsand auf die Kunstrasenplätze des FC Nordsee Hooksiel auf. Foto: hol

Hooksiel (7. 3. 2023) – In Hooksiel kann die Tennissaison beginnen. Nach drei Arbeitsdiensten der Mitglieder präsentiert sich die Zwei-Feld-Anlage des FC Nordsee Hooksiel in einem sehr guten Zustand – auch wenn die Quarzsand-Spielflächen bereits in die Jahre gekommen sind.

Als Arbeitsdienstleiter der FCN Tennisabteilung hatte Reiner Meints die Termine organisiert: Hecken beschneiden, Laub entfernen, Rasen mähen, Gehwege und Abflüsse reinigen, die Tennishütte putzen und auf etwaige Schäden untersuchen – das sind die jährlichen Routinearbeiten auf der Anlage im Freizeitgelände. Hinzu kommen dann die tennisspezifischen Vorbereitungen. Neuen Quarzsand auf dem Kunstrasen verteilen und einarbeiten, Netze spannen, Windschutzplanen aufhängen und ordentlich spannen. Denn, so Meints: „Wind haben wir in Hooksiel ja jede Menge.“

„Soweit sind wir erst einmal fertig und spielfähig“, sagt Meints nach drei Arbeitsdiensten. Glücklicherweise habe nur ein Termin witterungsbedingt verschoben werden müssen. Restarbeiten können jetzt parallel zum anlaufenden Spielbetrieb erledigt werden. Schon über die Osterfeiertage dürften aber die ersten Bälle fliegen. 

Der Trainingsbetrieb läuft dann Ende April an. Erste Punktspieltermine sind für Anfang Mai angesetzt. Der FC Nordsee hat drei Mannschaften für den Spielbetrieb in der Regionsklasse bzw. Regionsliga gemeldet: Ein Junioren B-Team, eine Damen- sowie ein Herrenmannschaft (ü 50). Damen und Herren werden am 6. beziehungsweise 7. Mai ihre ersten Heimspiele bestreiten, die Junioren voraussichtlich am Samstag, 13. Mai. Trainiert werden die Mannschaften von Spitzenspieler Jan-Luca Blöcker und Vereinstrainer Andre Abels.

Sieg oder Niederlage – an der Hooksieler Platzanlage wird der Ausgang der Spiele nicht liegen. Allerdings: Der 1996 verlegte Kunstrasen wird nach den Worten von Abteilungsleiter Gerd Abeldt in absehbarer Zeit erneuert werden müssen. Aktuell laufen die Planung und die Kostenermittlung an. Voraussichtlich 2024 soll dann gebaut werden. 

Übrigens: Auch Nicht-Mitglieder oder Urlaubsgäste können auf den FCN-Plätzen Tennis spielen. Die Vermietung von Spielzeiten läuft über das benachbarte Restaurant „Die Muschel“.

Rechtsbeistand für geschützte Vögel

Hooksiel/Wilhelmshaven (6. 4. 2023) – Wer sich in der freien Natur bewegt, hat mitbekommen: Einige Vogelarten haben schon vor Wochen die Brutsaison eingeläutet. Von der Nistplatzsuche bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der Nachwuchs flügge wird, ist das ein aufreibendes Geschäft. Neben der Witterung, dem Nahrungsangebot und natürlichen Feinden sind auch Störungen durch menschliche Aktivitäten ein wesentlicher Faktor, der den Bruterfolg beeinflussen kann. 

Brutzeit Foto: S. Keller
Brutzeit ist im Nationalpark Wattenmeer eine ganz besondere Schutzzeit. Foto: S. Keller

Deshalb bekommen die Wildvögel „Rechtsbeistand“ durch Gesetze und Verordnungen des Bundes und der Bundesländer. So gilt in ganz Niedersachsen vom 1. April bis zum 15. Juli beim Hundespaziergang in der freien Landschaft eine Anleinpflicht, im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sogar ganzjährig. 

Das Wattenmeer ist nicht nur ein wichtiges Brutgebiet, sondern ganzjährig Rastplatz, Winterquartier und Mausergebiet für über 300 geschützte Vogelarten. Auch junge oder verletzte Robben, die am Strand liegen, müssen vor neugierigen Hunden geschützt werden. Dies ist auch im Sinne der Vierbeiner, denn durch Kontakt oder auch durch Bisse wehrhafter Robben können Krankheitserreger übertragen werden, von Bakterien bis hin zur Vogelgrippe, die auch in Meeressäugern nachgewiesen wurde.

Hunde setzen Vögel unter Stress

„Natürlich müssen sich Hunde irgendwo austoben können, aber nicht gerade dort, wo es um das Leben bedrohter und streng geschützter Wildtiere geht“, sagt Naturschützer Michael Kruse. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Hund tatsächlich den Vögeln hinterherjagt oder sie gar fängt bzw. tötet, oder ob er nur schnuppernd umherläuft. Schon die Anwesenheit des potenziell für sie gefährlichen Vierbeiners setzt die Vögel unter Stress. Im Zweifelsfall verlassen sie das Gelege oder die Küken, unterbrechen das Hudern und Füttern, und bis die Eltern zurückkehren, haben Fressfeinde leichtes Spiel. 

Auch für Rastvögel, die im Wattenmeer ungestört Energie tanken müssen, ist jede Störung, jedes Aufscheuchen eine Belastung. „Im Leben eines Zugvogels entscheidet jeder einzelne Tag darüber, ob er vital genug ist, seine langen Reisen zu schaffen und erfolgreich zu brüten“, erklärt Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer.

Video über das Zusammenleben im Watt

Höchst anschaulich wird das Miteinander in den „tierischen“ Videos über respektvolles Verhalten im Wattenmeer, die unlängst die Wattenmeer-Nationalparks der drei Küstenländer zusammen mit dem WWF und dem Gemeinsamen Wattenmeer-Sekretariat veröffentlicht haben.

Alle Videos der Kampagne sind auf den Online-Kanälen der beteiligten Institutionen sowie auf dieser Website zu finden:www.waddensea-worldheritage.org/de/benimm-dich

Auch am Hooksieler Außenhafen werden Parkgebühren fällig

Hooksiel/Horumersiel (5. 4. 2023) – Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) hält trotz einiger kritischer Stimmen an ihren Plänen fest, den Strandeintritt im gesamten Wangerland durch Parkgebühren abzulösen. Voraussichtlich ab Mai werden dafür auf den Großparkplätzen am Hooksieler Strand entsprechende Automaten aufgestellt. Diese Regelung wird ausdrücklich auch von der Gemeinde Wangerland als Gesellschafter der WTG mitgetragen.

Schrankenanlagen wird es nicht geben

Wie die WTG auf Anfrage von „Hooksiel-Life“ erläuterte, werde man rund 28000 Euro in die Parkautomaten investieren. Schrankenanlagen an den Zufahrten zu den Stellflächen im Freizeitgelände werde es nicht geben. Die Automaten werden nicht nur an den WTG-Parkplätzen, sondern auch am Außenhafen aufgestellt. Der Hafen wird von der Landesgesellschaft Niedersachsen-Ports betrieben.

WTG kalkuliert mit 290 000 Euro Einnahmen

Die WTG kalkuliert nach eigenen Angaben mit Einnahmen aus den Parkgebühren an allen Stränden – also in Hooksiel, Horumersiel und Schillig – in Höhe von etwa 290000 Euro. Damit läge der Posten auf dem Niveau der bisherigen Strandeintritt-Einnahmen, die alle Strandbesucher zu zahlen hatten, die keine Gästekarte haben. Dazu gehörten in der Regel die Einheimischen sowie Tagesgäste aus der Weser-Ems-Region.

Parkautomat

Die Kritik an der Neuregelung – etwa aus der Wählergemeinschaft Pro Wangerland – macht sich an der Doppelbelastung der Urlaubsgäste fest, die künftig zum einen die Gästekarte und zusätzlich auch noch Parkgebühren am Strand zahlen müssen. Das Tagesticket (8 bis 20 Uhr) für einen Stellplatz soll am Strand 8 Euro kosten. Kurzparker zahlen 0,60 Euro je 30 Minuten. Pro Wangerland spricht von einer „Kurbeitragserhöhung durch die Hintertür“.

Eine Befreiung der Inhaber der Gästekarte von den Parkgebühren sei aktuell nicht vorgesehen, betont die WTG. „Wir möchten darauf hinweisen, dass der Gästebeitrag nicht, wie häufig vermutet, für die Finanzierung der Gästekarten-Vorteile dient, sondern zur Deckung des Aufwandes für die Unterhaltung und Verbesserung touristischer Infrastruktur und anderer touristischer Leistungen, die ein Ort ohne Gäste nicht benötigen würde bzw. aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht vorhalten könnte“, so WTG-Geschäftsführer Armin Kanning.

 Zu den touristischen Leistungen gehörten unter anderem der Betrieb der Tourist-Informationen und das Nationalpark-Haus in Minsen. „Nichtsdestotrotz liegt es uns am Herzen, möglichst viele Vorteile für unsere Gäste zu schaffen. Diese sind jedoch eine freiwillige Leistung der Wangerland Touristik und ihrer Partner und keine direkte Aufgabe des Gästebeitrags“, so Kanning.

Kein Shuttle-Verkehr zum Strand in Sicht

Kurzfristig sei auch kein wie auch immer ausgelegter Shuttle-Verkehr zwischen dem Ort Hooksiel und dem Hooksieler Strand zu erwarten. Kritiker hatten darauf hingewiesen, dass auch viele Bürger und Urlauber, die in Hooksiel wohnen oder hier Urlaub machen, zum Strand mit dem Auto fahren, wenn sie zum Beispiel kleine Kinder haben. „Natürlich ist die Wangerland Touristik allgemein an der Ausweitung des öffentlichen Nahverkehrs im Wangerland interessiert“, heißt es dazu von Seiten der WTG. Ideen für neue ÖPNV-Routen würden mit örtlichen Mobilitätspartnern besprochen

In Hooksiel sollen die typgleichen Parkautomaten aufgestellt werden, wie sie bereits auf den WTG-Parkflächen in Schillig und Horumersiel stehen. Hier könne die Parkgebühr sowohl mit Karte als auch in bar entrichtet werden. Als „besonderen Service“ biete die WTG zudem die Möglichkeit des mobilen Parkens – hierbei könne über Apps, wie „easypark“ oder „Parkster“, das Ticket ohne Anstehen am Automaten mit dem Smartphone gelöst werden.

Jobangebote für alle betroffenen Mitarbeiter

Wie die WTG gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, werde der Wegfall des Strandeintritts die Personalstruktur der WTG an den Stränden verändern. „Für alle Mitarbeitenden, deren Stelle nicht mehr in gewohnter Form von Bedarf ist, gab es alternative Jobangebote innerhalb der Wangerland Touristik“, so Kanning. Außerdem werde es weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Stränden geben, die Strandbesuchern mit Rat und Tat zur Seite stehen.