Friesland/Wangerland (18. 1. 2025) – Unbekannte vergehen sich offenbar gezielt an Wahlplakaten von Bündnis 90/Die Grünen. Wie der Kreisverband der Partei mitteilt, würden seit Anfang des Jahres Plakate, mit denen man im Bundestagswahlkampf auf Veranstaltungen oder Kandidaten hinweist, gezielt zerstört. Ähnliches habe man auch schon im Vorfeld der Europawahl im vergangenen Jahr erlebt.
„Das Recht auf freie Meinungsäußerung und politische Teilhabe sind Grundpfeiler unserer Demokratie. Das gezielte Entfernen und Zerstören von Wahlplakaten stellt einen Angriff auf diese grundlegenden Werte dar und untergräbt den fairen und demokratischen Wettbewerb“, stellt die Kreisvorsitzende der Grünen, Dr. Jutta Helmerichs, fest. „Abgesehen davon, handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat.“
Wie hier in Hooksiel attackieren Unbekannte die Plakate der Grünen auf den von den Parteien für den Bundestagswahlkampf gemeinsam genutzten Stellwänden. Foto: hol
Die Zerstörungen fänden im gesamten Landkreis statt. Gezielt seien Großflächenplakate beschädigt oder beschmiert und Laternenplakate heruntergerissen worden. Im Wangerland, wo es gemeinsame Plakat-Flächen für alle Parteien gibt, seien gezielt die Plakate der Grünen heruntergerissen worden, während die der anderen Parteien unbeschädigt blieben.
Kreisgeschäftsführer Rüdiger Schaarschmidt hat nach eigenen Angaben Kontakt zum Staatsschutz der Polizei aufgenommen. „Unsere Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich, um die demokratischen Prozesse zu stärken und unsere Botschaften im öffentlichen Raum zu verbreiten. Das Aufhängen von Plakaten ist ein wichtiger Teil dieses Engagements und fußt auf dem Grundrecht der freien Meinungsäußerung.“ Helmerichs und Schaarschmidt hoffen auf Hinweise von etwaigen Zeugen.
Wangerland/Schillig (17. 1. 2025) – Das Hotel Upstalsboom in Schillig ist Geschichte. Die Hotelkette mit Sitz in Emden hat das 68-Betten-Haus zum Ende des Jahres 2024 an die Freiburger Kur + Reha GmbH verlauft. Die Tochtergesellschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg möchte das Gebäude in eine Mutter-Vater-Kind-Klinik umbauen. Die angrenzenden Gebäude mit Ferienwohnungen sollen erhalten bleiben.
Bei einem Besuch vor Ort erläuterte Geschäftsführer Melcher Frank die Pläne seines Unternehmens im Gespräch mit Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak. Szlezak zeigte sich gegenüber „Hooksiel-Life“ froh darüber, dass endlich wieder Leben in das seit Ende 2021 ungenutzte Hotelgebäude einziehen soll. Eigentlich hätte sich die Gemeinde allerdings in der exponierten Lage direkt am Seedeich mit Blick auf die Nordsee lieber weiterhin einen Hotebetrieb gewünscht.
Um den Hotel-Standort zu sichern und die Umnutzung des Komplexes zu einem reinen Ferienwohnung-Domizil zu verhindern, hatte der Rat der Gemeinde Ende 2023 ein Veränderungssperre erlassen. Das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes für „Schillig-Kern“ befand sich bis Ende vergangener Woche in der öffentlichen Auslegung.
Im Rahmen des Verfahrens hätten sich auch die jetzigen Käufer des Gebäudes gemeldet und ihre Pläne dargelegt. Nach positiven Signalen aus der Politik ist der Bürgermeister zuversichtlich, dass sich die Pläne für eine Einrichtung zur Familien-Betreuung umsetzen lassen.
„Das Hotel ist nach wie vor in einem hervorragenden Zustand“, so Szlezak. „Eigentlich schade, dass da die vergangenen Jahre niemand gewohnt hat.“ Angaben zur Höhe der geplanten Investitionen und zum Zeitplan bis zur Einweihung der 45 bis 50 Appartements machen die neuen Eigentümer nicht. Die Planung des Umbaus liegt in Händen des Wilhelmshavener Architekturbüros Griesemann & Griesemann.
Wangerland Kurdirektor Armin Kanning äußerte gegenüber dem „Jeverschen Wochenblatt“ sein Bedauern, dass mit der sich abzeichnenden Lösung weitere Hotelbetten im Wangerland wegfallen. Von einem gesunden Mix spreche man in der Branche für Urlaubsdestinationen bei einem Hotelanteil von 30 Prozent. Im Wangerland liege der Anteil bei um die zehn Prozent.
Offen sei auch noch, ob sich der Betrieb einer Reha-Einrichtung mit den benachbarten touristischen Aktivitäten vertrage. Ein weiterer Wermutstropfen: Das Haus „Nordlicht“ mit 30 Appartements , das die Kur +Reha GmbH derzeit in Horumersiel betreibt, soll mit der Eröffnung am neuen Standort geschlossen werden.
Wangerland/Hooksiel (17. 1. 2025) – Panne bei der Wahlbenachrichtigung im Wangerland. Wie die Gemeinde Wangerland heute mitteilt, seien knapp 7.900 Wahlbenachrichtigungskarten für die Bundestagswahl am 23. Februar in der Gemeinde fehlerhaft. Die Karten wurden bereits zugestellt oder befinden sich noch in Zustellung.
„Die Daten auf den weißen Karten sind bezüglich des Wahlbezirkes, der Wählerverzeichnisnummer und des Wahlraumes teilweise unrichtig“, so die Gemeinde. „Grund ist ein technischer Fehler bei unserem Rechenzentrum.“
Nach den Worten von Bürgermeister Mario Szlezak wurde der Fehler inzwischen behoben. Die erforderlichen neuen Wahlbenachrichtigungskarten seien am Donnerstagnachmittag vom Dienstleister gedruckt worden und würden noch heute an die Post zur Auslieferung gehen. Zur Unterscheidung der beiden Wahlbenachrichtigungen enthalte die neue Wahlbenachrichtigungskarte die Bezeichnung „Neue Wahlbenachrichtigung für die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag“. Sie ist auf gelbem Papier gedruckt.
„Ich bitte alle Wahlberechtigten nur die neue gelbe Wahlbenachrichtigungskarte für die Beantragung eines Wahlscheines mit Briefwahl-Unterlagen und für die Vorlage im Wahlraum zur persönlichen Stimmabgabe am Wahlsonntag, zu verwenden“, so Szlezak. „Es ist insbesondere darauf zu achten, dass der Wahlraum eventuell nur auf der neuen gelben Wahlbenachrichtigungskarte zutreffend ist.“
Für die Beantragung eines Wahlscheines mit Briefwahl-Unterlagen sollten folgende Möglichkeiten in Anspruch genommen werden: Online-Wahlscheinantrag über die Homepage der Gemeinde Wangerland (www.wangerland.org) oder eine E-Mail mit den Angaben Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnanschrift, eventuell abweichende Versandanschrift, an die E-Mail-Adresse wahl@wangerland.org.
Sollten die Wahlberechtigten den Antrag auf einen Wahlschein mit Briefwahl-Unterlagen auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte nutzen wollen, so teilt die Gemeinde mit, dann sei dafür auch die Verwendung der alten Wahlbenachrichtigungskarte zulässig, wenn die neue gelbe Wahlbenachrichtigungskarte noch nicht zugestellt wurde. Szlezak: „Ich bitte alle Wahlberechtigten um Verständnis für dieses Verfahren. Die Gültigkeit der Bundestagswahl in der Gemeinde Wangerland ist durch diesen Umstand jedoch nicht gefährdet.“
Für Fragen bezüglich des korrekten Wahlraumes und weiterer Wahlangelegenheiten stehen allen Wahlberechtigten die Mitarbeiter des Wahlamtes der Gemeinde Wangerland unter Telefon 04463/989-0 als Ansprechpartner zur Verfügung.
Dieter Becker (DRK Fachbereichsleiter Notfallseelsorge) informiert die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen über die Aufgaben und die Wünsche der ehrenamtlichen Helfer. Foto: CDU
Wangerland/Hannover (16. 1. 2025) – De Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (CDU) fordert eine gesetzliche Verankerung der Gleichstellung aller Blaulichtdienste. Die Wangerländerin hat sich bei der DRK Bereitschaft Schortens über aktuelle Herausforderungen informiert und deren Ausrüstung begutachtet.
Seit 1998 existiert die Psychosoziale Notfallversorgung des DRK Jeverland. Gegründet wurde sie in Zusammenarbeit mit den Kirchen, dem DRK, Feuerwehr und der Polizei. Die Erstausstattung habe vor 27 Jahren aus einem Funkempfänger, einem Helm und einem Rucksack für Decke, Kerze und Malbuch beinhaltet. Erst im Sommer 2024 sei ein neues Fahrzeug für die Notfallseelsorge hinzugekommen, das für Gespräche mit Betroffenen am Einsatzort geeignet sei. Es hat zum Beispiel getönte Scheiben und einen Tisch. Finanziert werden das DRK und seine Notfallseelsorger über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die Materialausstattung wird zum Teil im Rahmen des Katastrophenschutzes vom Landkreis unterstützt.
„Wir Notfallseelsorger arbeiten alle ehrenamtlich“, so der Fachbereichsleiter Dieter Becker. Nach einer siebenmonatigen Ausbildung und einer mehrmonatigen Hospitationsphase werden die Helfer bei Bedarf über die Rettungsleitstelle angefordert. Die Entscheidung darüber liegt bei der jeweiligen Einsatzleitung.
Ob Verkehrsunfälle, Todesfälle oder belastende Einsätze für Rettungskräfte – die Notfallseelsorger stehen parat, um die schlimmste Last oder traumatische Folgen mit aufzuarbeiten. Da die Einsatzleitungen angesichts der Hektik am Einsatzort die Alarmierung der Notfallseelsorge gelegentlich vergesse, wünschen sich die Ehrenamtlichen eine grundsätzlich festgelegte Alarmierung bei schwerwiegenden Szenarien. Becker: „Wir kommen gern einmal zu viel als zu wenig.“
Was für die Ehrenamtlichen beim DRK völlig unverständlich ist und einer Rekrutierung von Interessierten immer wieder im Weg steht, ist der fehlende Anspruch auf Freistellung und Lohnfortzahlung gegenüber dem Arbeitgeber wie er für Feuerwehrleute und THWler gesetzlich verankert ist. Das DRK fordert seit Jahren, dass ehrenamtliche Helfer bundesweit in Hilfsorganisationen wie dem DRK rechtlich mit den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk gleichgestellt werden.
Jensen unterstützt diese Forderung „Wir haben im Niedersächsischen Landtag bereits im Januar 2024 eine Gesetzesänderung für eine faire Behandlung ehrenamtlicher Helfer initiiert.“ Die CDU-Fraktion habe einen Gesetzentwurf zur Änderung sowohl des Niedersächsischen Katastrophenschutzgesetzes (NKatSG) als auch des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes (NRettDG) vorgelegt. Damit soll eine wesentliche Verbesserung der Freistellungs- und Erstattungsansprüche für ehrenamtliche Helfer in Katastrophenschutz, Rettungsdienst und bei freiwilligen Hilfsorganisationen erreicht werden.
Auch Erstattungsansprüche auf Aus- und Fortbildungsveranstaltungen, die von den Hilfsorganisationen selbst organisiert werden, sollen mit aufgenommen werden. Mit dem sogenannten „Helfergleichstellungsgesetz“ wolle man Ungleich-Behandlungen beseitigen und die Anerkennung sowie Unterstützung für die ehrenamtliche Arbeit signifikant erhöhen.
Andere Bundesländer wie Schleswig-Holstein und Bayern hätten bereits entsprechende Gesetze, so Jensen. Niedersachsen sollte diesem Beispiel folgen.
Friesland/Wangerland (16. 1. 2025) – Das Schulhalbjahr geht zu Ende. Und nicht für jede Schülerinnen und jeden Schüler ist es eine angenehme Erfahrung, sein Zeugnis entgegen zu nehmen. Vor diesem Hintergrund bietet die Familienberatungsstelle (FaBs) des Landkreises Friesland an zwei Terminen eine Zeugnissprechstunde für Kinder und Jugendliche sowie auch für Eltern und Erziehungsberechtigte an: Am Dienstag, 4. Februar, 14 bis 17 Uhr, in den Räumen des Kreissportbunds (KSB) Friesland, Jahnstraße 4 in Jever sowie am Mittwoch, 5. Februar, 14 bis 17 Uhr, in den Räumen der FaBs im Kreisdienstleistungs-Zentrums Varel, Zimmer E.30 bis E.34, Karl-Nieraad-Straße 1, in Varel.
Kinder und Jugendliche, die Sorgen oder Fragen zum Thema Zeugnisse haben, können ohne Terminvereinbarung zur Zeugnissprechstunde kommen. Auch Eltern bzw. Erziehungsberechtigte haben die Möglichkeit, die Sprechstunde zu besuchen, wenn sich zum Zeugnis ihres Kindes Fragen ergeben. Zudem können Eltern bzw. Erziehungsberechtigte gemeinsam mit ihren Kindern vorbeikommen. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 04451/953-545.
Die FaBs gibt es seit November 2023 beim Landkreis Friesland. Das Team besteht aus zwei Sozialpädagogen, einer heilpädagogisch arbeitenden Sozialpädagogin, einer Psychologin sowie einer Servicestelle. Zudem verfügen die Beraterinnen und Berater über Zusatzqualifikationen in verschiedenen Beratungs- und Therapieverfahren.
Hooksiel (15. 1. 2025) – Selbstbestimmte Mobilität ist ein Stück Lebensqualität. Gerade auch im Alter – und auch im ländlichen Raum. Hier ist vielerorts mit Blick auf den immer noch spärlich ausgebauten öffentlichen Personen-Nahverkehr ein eigenes Auto unverzichtbar. Allerdings, so warnt Verkehrssicherheitsberater Karl Erdmann: „Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Etwa ab dem 65. Lebensjahr erhöhen sich die Risiken im Straßenverkehr.“
Erdmann (Foto) war in seiner Funktion als Berater des Deutschen Verkehrs-Sicherheitsrates (DVR) Gast beim Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland. Im Walter-Spitta-Haus in Hooksiel begrüßte Organisator Herbert Ulfers neben dem Referenten über ein Dutzend Interessierte. Ziel des DRV sei es, so Polizeihauptkommissar i. R. Erdmann, durch Aufklärung die Zahl der Verkehrstoten auf Null zu senken. Ob das gelingen kann? Da ist der ehemalige Leiter der Polizeistation Schortens, der in Dunum lebt, eher skeptisch.
Aber zumindest eine weitere Senkung der Todeszellen sollte möglich sein. Bis zur Einführung der Gurtpflicht 1976 starben in Deutschland jedes Jahr um die 13.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Heute liegt die (stagnierende) Zahl bei 2800.
Reaktionsfähigkeit nimmt ab
Gemeinsam erarbeitete die Runde die Faktoren, die für Senioren zu erhöhten Risiken im Straßenverkehr führen: Abnehmende Reaktionsfähigkeit, erhöhte Blendempfindlichkeit der Augen, Überforderung durch komplexe Verkehrslagen, insbesondere beim Einfahren in Kreuzungen. Senioren sind überproportional an schweren Unfällen beteiligt und häufig daran auch schuld, etwa bei Abbiege- und Vorfahrts-Unfällen.
Eine besondere Rolle spielen hierbei Elektro-Fahrräder, so Erdmann. „Nach meiner Meinung wird es noch 50 Jahre dauern, bis die Autofahrer die höhere Geschwindigkeit der E-Bikes von 25 Stundenkilometern richtig einschätzen können.“ – Ach, ein Fahrrad vor mir. Schnell noch überholen, dann rechts abbiegen – und schon knallt es. Das E-Bike war viel schneller an der Einmündung als der Autofahrer gedacht hat. An E-Bike-Unfälle sind ältere Personen aber nicht nur als Autofahrer, sondern auch als Radfahrer in hoher Zahl beteiligt.
Technik hilf nicht immer
Moderne Technik im Auto hilft nicht immer, das Unfallrisiko zu verringern. Telefonieren am Steuer. Einstellen des Navi während der Fahrt. Eine Fülle von Schaltern und Hebeln für alle möglichen Einstellungen am Lenkrad. Mancher Senior fühlt sich überfordert, zumal dann, wenn er neuere Verkehrsregeln nicht 100-prozentig beherrscht. Auch hier versuchte Erdmann, Aufklärungsarbeit zu leisten. Wie verhält man sich am Hooksieler Kreisverkehr richtig? Wie sind die Vorfahrtsregeln in Tempo-30-Zonen? Und wie in verkehrsberuhigten Bereichen?
In der munteren Debatte wurden viele Fragen aus der Männerrunde geklärt. Die Sicherheits-Empfehlung von Erdmann: „Mehr Gelassenheit und Nachsicht im Verkehr!“ Etwa wenn ein Senior sich nicht traut, einen Traktor zu überholen oder lieber mit Tempo 60 statt den zulässigen 80 fährt. „Akzeptieren Sie das. Vor ihren fährt vielleicht ein Senior in seiner Wohlfühl-Geschwindigkeit.“
Freuten sich über einen erfolgreichen Reitlehrgang: (von links) Elsbeth Noatzsch, Lehrgangsleiterin Sonja Tebben, Fenna Peters, Melissa Künken, Rieke Scherf, Jolanda Buscher und Esther Anneken. Foto: Dörthe Gerdes
Hooksiel (15. 1. 2025) – Zur Freude von zwölf Reiterinnen fand beim Reit- und Fahrverein (RuF) Hooksiel in Oesterdieken erneut ein Dressurlehrgang mit Sonja Tebben aus Wiesmoor statt. Organisatorin Dörthe Gerdes konnte die erfahrern Reiterin (bis Klasse M) und Inhaberin der Trainer B-Lizenz für den RuF gewinnen. Als Tierärztin hat Sonja Tebben zudem die Fähigkeit, Pferd und Reiter mit Blick auf auf das Erscheinungsbild und die Biomechanik des Tieres physiotherapeutisch zu fördern.
Der Lehrgang richtete sich sowohl an Freizeitreiter als auch Turnierreiter. Tebben beobachte in der ersten Phase jeden Reiter und jedes Pferd, um die reiterlichen Fähigkeiten und die Möglichkeiten des Pferdes abzuschätzen.
Es galt für Pferd und Reiter, die so genannte „Losgelassenheit“ zu erreichen. Dazu gehörte es, zunächst Seitengänge und Übergänge zu reiten, um dann in die individuelle Arbeit einzusteigen. Für die Turnierreiter standen einzelne Prüfungspassagen im Vordergrund. Die Trainerin achtete ebenso auf den korrekten Sitz als auch auf die korrekte Hilfengebung.
Die Teilnehmer waren sehr zufrieden. Sie würden sich über einen zeitnahem Aufbaulehrgang freuen..
Ärgernis im erzen von Hooksiel. Unbekannte habe ihren Müll am Altglas- und Altkleidersammelplatz abgelagert. Die Gemeinde schließt Mülltourismus nicht aus. Foto: privat
Hooksiel (14. 1. 2025) – Es ist ein Ärgernis. Mitten im Dorf ein großer Müllhaufen. Vornehmlich Säcke mit alten Textilien, aber auch Müll und ein offenbar ausrangierter Kinderwagen verunstalten den Altglas- und Altkleider-Sammelplatz am Ende des Parkplatzes an der Nee Straat. „Das muss doch nun wirklich nicht sein!“, sagt eine treue Leserin von „Hooksiel-Life“, die mit einem Foto den Missstand dokumentiert hat.
Als ärgerlich empfindet auch Markus Gellert, Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde, die Unart, überschüssigen Müll an den öffentlichen Sammelplätzen abzulegen. „Eigentlich haben wir im Wangerland im Vergleich zu anderen Kommunen mit wilden Müllkippen wenig zu tun. Aber es ist so, wenn da erst einmal ein Haufen liegt, stellen anderen ihren Unrat einfach dazu.“
Wenn es wilde Ablagerungen gebe, dann meist in Hooksiel, dem größten Ort in der Gemeinde. Hier sei die höchste Verkehrs-Frequenz und auch Müll-Tourismus aus anderen Orten sei nicht auszuschließen. Der Sammelplatz an der Nee Straat sei davon immer wieder mal betroffen. „Das ist ärgerlich, zumal es nicht damit zu tun hat, dass die Sammelbehälter voll sind“, so Gellert. „Die Gemeinde wird den Müll beseitigen, damit sich nicht nicht noch mehr Leute animiert fühlen, dort ihren Sperrmüll abzulagern.“
Wer seine Abfälle illegal in der Landschaft oder auch an öffentlichen Plätzen entsorgt, kann mit einem Bußgeld belegt oder sogar strafrechtlich belangt werden. „Ich kann das nicht verstehen“, sagt die „Hooksiel-Life“-Leserin. „Wir haben jede Menge Sammelbehälter für Textilien. Seinen Speermüll kann man in Friesland kostenlos abholen lassen oder an der Deponie in Wiefels abgeben. Wer muss da noch seinen Müll im Ort wegwerfen?“
Stolz präsentierten die Alterskameraden der freiwilligen Feuerwehr Hooksiel um ihren Sprecher Günter Schmöckel (2. von links) die „Hafen-Pütt“ an ihrem neuen Standort. Das Amt des Püttmeisters übernahm Fred Bergmeyer (3. v. l.) von Jürgen Steinbach (4. von rechts). Fotos: hol
Hooksiel (14. 1. 2025) – Der Umzug ist abgeschlossen. Am Montagabend hat die Alters- und Ehrenabteilung der freiwilligen Feuerwehr Hooksiel die „Hafen-Pütt“ an ihrem neun Standort eingeweiht. Die historische Wasserstelle musste bekanntlich vom Grundstück des ehemaligen Feuerwerhgerätehauses am Alten Hafen weichen und hat, so der Sprecher der Altersabteilung, Günter Schmöckel, „die Seite gewechselt“.
Gemeint ist die Straßenseite. Der gemauerte und mit einem Dach versehene Brunnen steht jetzt auf dem Grundstück des ehemaligen Ärztehauses an der Ecke Lange Straße/Obernstraße. „Ein optimaler Platz“, stellte Schmöckel vor den Teilnehmern am traditionellen Püttbierfeste fest. Die Hoffnung: Das als „Point of Interest“ ausgewiesene Bauwerk wird vielleicht auch den einen oder anderen Touristen anziehen und zu einem Platz zum Verweilen werden.
Pütten waren früher in Brackwasserregionen sorgsam gehütete Süßwasserbrunnen. Für dessen Unversehrtheit und Sauberkeit hatte ein Püttmeister zu sorgen. Dieses Amt bekleidet in 2025 in Hooksiel Fred Bergmeyer, der Amtskette und Zylinder von Jürgen Steinbach übernahm.
Die Hooksieler Pütt verfügt zwar über keinen Wasseranschluss, hat aber dennoch eine wichtige Funktion. „Wir wollen dafür sensibilisieren, dass es nicht immer selbstverständlich war, dass sauberes Trinkwasser einfach aus dem Wasserhahn kommt“, sagte Schmöckel.
Historisch verbürgt ist auch nicht, ob es in Hooksiel überhaupt jemals, wie Jever, eine Pütt gab. „Wenn es aber eine Pütt gegeben haben sollte, was wahrscheinlich ist, dann wird sie auf jeden Fall in der Nähe des Hafens gestanden haben“, sagte Björn Mühlena, selbst Feuerwehrmann und Vorsitzender des Fördervereins Kunst- und Erlebnispfad Hooksiel. Mühlena hatte sich vor dem Umzug intensiv um einen neuen Standort für die von den Alterkameraden erstmals 2006 aufgebaute Pütt bemüht und unter anderem mit Dr. Antje Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever, Kontakt aufgenommen.
Der neue Püttmeister Fred Bergmeyer (Foto), ein Hooksieler Neubürger, dankte für das Vertrauen in seine Person für das wichtige Amt. Beindruckt habe ihn das Engagement der Alters- und Ehrenabteilung, die mit großem handwerklichen Geschick den Umzug der Pütt mit Unterstützung einiger Firmen allein bewältigt haben. Im Anschluss an den Einweihungs-Schluck saßen die Akteure noch einige Stunden in gemütlicher Runde im „Hotel Packhaus“ zusammen. Das ehemalige Ärztehaus dient heute als Bettenhaus für das Hotel.
Hooksiel (13. 1. 2025) – Die Tennis-Herren ü50 des FC Nordsee Hooksiel haben gegen Augustfehn einen Punktgewinn knapp verpasst. Im vorletzten Saisonspiel verlor das Team um Mannschaftsführer Mirko Ortmanns, das ohne seinen Spitzenspieler Thomas Otte auskommen musste, mit 1:5. Damit durfte der Klassenerhalt in der Bezirksliga kaum noch zu schaffen sein.
Dabei wäre durchaus mehr drin gewesen, zumal Thorsten Csikos das Spiel an Position 1 etwas überraschend mit 7:5, 7:5 für sich entscheiden konnte. Ebenso knapp ging es an Position 2 zu. Hier fehlte Andre Abels am Ende das Glück. Er unterlag nach 6:4 und 2:6 in den beiden Sätzen im entscheidenden Matchtiebreak mit 6:10. Während Ortmanns an 3 mit 4:6, 2:6 unterlag, blieb Torsten Riedel an 4 chancenlos (0:6, 0:6).
Jetzt hätten die Hooksiel beide Doppel gewinnen müssen, um sich einen Punkt zu sichern – und das schien phasenweise möglich. Doch letztlich unterlagen Abels/Csikos (7:6, 6:7, 5:10) und Ortsmanns/Riedel (6:7, 1:6) etwas unglücklich.
Mit nunmehr 1:7 Punkten rutschen die Hooksieler ans Tabellenende. Der Abstieg ist nur noch durch ein Wunder zu vermeiden, nämlich einen klaren Sieg gegen den favorisierten Bremer HC im letzten Saisonspiel.
Mit Lorenz Kramer, Mateo und Niklas Doyen nahmen am Wochenende gleich drei Hooksieler Nachwuchsspieler an den Tennis-Regionsmeisterschaften für die Regionen Bremen und Jade-Weser-Hunte teil. Alle drei verloren in der U-16-Konkurrenz ihre ersten Spiele gegen laut Leistungsklassen deutliche stärker eingestufte Gegner. In der Nebenrunde spielte sich Kramer mit einem 6:4, 7:5-Sieg ins Finale, das er deutlich mit 1:6, 1:6 verlor.