Friesland/Wangerland (30. 6. 2026) – Die Grünen in Friesland stehen für Klima- und Naturschutz, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Integration. So jedenfalls geht es aus dem Wahlprogramm hervor, das die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen – nach lebhafter Diskussion – in Schortens einstimmig verabschiedet haben.
Wahlprogramm der Grünen
Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs erinnerte an die Entstehung des Programms für die Kreiswahl am 13. September. In einem mehrmonatigen Diskussionsprozess war es unter Beteiligung von mehreren Dutzend grünen Parteimitgliedern und Funktionsträgern erarbeitet worden.
„Klimaschutz und der Erhalt der Artenvielfalt sind unsere dringendsten Aufgaben: mehr grüne Flächen und Orte, mehr Bahn, Bus und Rad und weniger Autoverkehr sowie eine sozial gerechte Energiewende. Klimaschutz betrifft fast jede kommunalpolitische Entscheidung – vom Wohnungsbau bis zur Bildungspolitik. Klimaneutralität bis 2040 ist unser Ziel“, so die Kreisvorsitzende. Aber auch die Verteidigung der Demokratie gehört zum grünen Themenspektrum. „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Wir verteidigen Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit gegen rechte Hetze und populistische Erzählungen.“
Teilhabe statt Ausgrenzung
Die Grünen wollen Armut und Diskriminierung bekämpfen und sich gegen Antifeminismus, Rassismus und Queerfeindlichkeit stark machen. „Unser Landkreis ist vielfältig und international“, so Helmerichs. „Wir setzen auf Teilhabe statt Ausgrenzung. Alle Menschen, ob zugezogen oder alteingesessen, sollen unseren Landkreis mitgestalten können – das macht eine demokratische Gemeinschaft aus.“
In der Präambel zum Programm sprechen sich die Grünen für einen fairen Dialog aus. Man wolle Menschen mit Respekt begegnen, auch wenn sie andere Meinungen hätten. „Wir kritisieren Positionen, verunglimpfen aber keine Personen. Wir orientieren uns an Fakten, diskutieren ehrlich und haben keinen Platz für Fake News, Hass oder Hetze.“
Friesland/Wangerland (28. 6. 2026) – Lena Gronewold bleibt Kreisvorsitzende der SPD Friesland. Auf dem Kreisparteitag am Samstag wurde die Amtsinhaberin mit 96 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Auch ihre StellvertreterInnen Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner wurden bestätig.
Frieslands SPD hat Landrat Sven Ambrosy (3. von links) die Willy-Brandt-Medaille verliehen. Auf dem Bild (von links) Ministerpräsident Olaf Lies, die wiedergewählte Kreisvorsitzende Lena Gronewold, MdB Siemtje Möller, der Landratskandidat Rolf Neuhaus und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner. Foto: SPD
Wiesner, auch Vorsitzender von Fraktion und Mehrheitsgruppe im Kreis, umriss die politischen Ziele: „Wir wollen den Menschen in Friesland den Rücken freihalten. Keine Moralpredigten oder erhobener Zeigefinger, sondern Politik, die im Alltag ankommt.“ Als Beispiele nannte er gute Bildung durch moderne Schulen, sichere Arbeitsplätze durch eine starke, zukunftsorientierte Wirtschaft, eine funktionsfähige Infrastruktur auf der Straße und im Netz und eine Gesundheitsversorgung, die auch in zehn Jahren noch trage.
Gronewold setzt auf Sieg
Gronewold steckte das Ziel für die Kommunalwahl am 13. September ab. „Wir wollen erneut stärkste Kraft in Friesland zu werden“, sagte die Vorsitzende. Ihre Kampfansage gegen Rechts: „Wir überlassen unser Land nicht den Feinden unserer Demokratie – und weichen keinen Zentimeter zurück. Wir stehen ein für unsere Demokratie, für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Friesland bleibt rot.
Über eine Auszeichnung durfte sich Sven Ambrosy freuen. Der langjährige Landrat, der im Herbst nicht wider für das Amt kandidiert, erhielt im Beisein der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller und Ministerpräsident Olaf Lies und der Kreisvorsitz die Willy-Brandt-Medaille, die höchste Ehrung der SPD für besonderes Engagement. Lies betonte in seiner Laudatio den unermüdlichen und beispiellosen Einsatz Ambrosys und zeigte noch einmal auf, wie er sich seit Jahren mit Engagement, Überzeugung und Leidenschaft für den Landkreis einsetzt.
Kreisvorstand neu gewählt
In den neuen Kreisvorstand der SPD gewählt wurden der Vorsitzenden Lena Gronewold und ihren Stellvertretern Elfriede Ralle, Sören Mandel und Jannes Wiesner Torsten Claaßen (Kassierer), Manfred Buss (stv. Kassierer), Janina Furchert (Schriftführerin), Jens Franzen (stv. Schriftführer), Thomas Elderts, Heino Janssen, Marianne Kaiser-Fuchs, Paul Lonzen, Ole Mattausch, Georg Ralle und Annika Ramke (alle Beisitzer) gwählt.
Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Die CDU Friesland hat die personellen Weichen für die Kreistagswahl am 13. September gestellt. Auf ihrer Aufstellungsversammlung nominierte die Partei 49 Frauen und Männer für die Wahl zum Kreistag. Das Ziel: Ein echter Politikwechsel im Landkreis.„Wir spüren überall, dass viele Menschen sich Veränderung wünschen“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Thies Fischer (Wangerland). „Friesland wird seit Jahrzehnten von derselben Partei geprägt. Das hat Spuren hinterlassen. Einer Demokratie tut es gut, wenn Verantwortung auch einmal wechselt.“
Mit großer Mehrheit bestätigten die Mitglieder die 55-jährige Juristin aus Jever Sybille Raquet als Kandidatin von CDU und FDP für das Amt der Landrätin. „Sybille Raquet steht für Kompetenz, Führungsstärke und Bodenständigkeit. Sie kennt die Region, sie kennt Verwaltung und sie wird ihre ganze Kraft in diese Aufgabe investieren“, ist Fischer überzeugt.
Zusammenarbeit mit Wilhelmshaven
Als eine der wichtigsten Aufgaben nennen die Christdemokraten die Umsetzung des gemeinsamen Zentralklinikums für Friesland und Wilhelmshaven. Nur damit könne es gelingen, den Menschen in der Region auch in zehn oder zwanzig Jahren noch moderne Medizin auf höchstem Niveau anzubieten, so Fischer. „Ob Gesundheitsversorgung, Wirtschaft, Wohnungsbau oder Fachkräftemangel – wir stehen im Wettbewerb mit anderen Regionen. Diesen Wettbewerb werden wir nur gewinnen, wenn Friesland und Wilhelmshaven enger zusammenarbeiten als bisher.“
Auch mit Blick auf die Kreisverwaltung fordert die CDU einen Kurswechsel. Nach Auffassung der Christdemokraten habe die Verwaltung in den vergangenen Jahren zu oft unter fehlender Führung gelitten. „Ein Landkreis mit mehr als 100.000 Einwohnern und eine Verwaltung mit hunderten Beschäftigten brauchen eine Verwaltungschefin, die vor Ort präsent ist und die Verwaltung tatsächlich führt“, sagte Fischer.
Kandidaten für den Kreistag
Bei der Kreistagswahl stimmen die Bürgerinnen und Bürger in vier Wahlbezirken ab. Für den Wahlbezirk IV (Jever/Wangerland/Wangerooge) bieten die CDU folgende Kandidatinnen und Kandidaten an: Katharina Jensen (Wangerland), Dirk Zillmer (Jever), Kai Ulferts (Jever), Alice Brandenburg-Bienek (Wangerland), Matthias Bollmeyer (Jever), Wolfgang Weidemann (Wangerland), Christopher Popken (Jever), Thies Fischer (Wangerland).
Friesland/Wangerland (12. 6. 2026) – Der Kreisverband Friesland von Bündnis 90/Die Grünen hat seine 35 Kandidatinnen und Kandidaten für Wahl zum Kreistag bekannt gegeben. Insgesamt bewerben sich 67 Frauen und Männer für die Grünen bei der der Kommunalwahl am 13. September um Ämter auf Kreis-, Stadt- oder Gemeindeebene.
Zu den Spitzenkandidatinnen für den Kreistag gehören (von links) Waltraud Voß (Bockhorn), Janina Schönbohm (Jever), Sigrid Busch (Varel), Gaby Szlezak (Wangerland) und Linn Söderberg-Szymanski (Varel). Foto: Merve Court
Zur Aufstellungsversammlung in Jever waren knapp 50 Parteimitglieder gekommen. Kreisvorsitzende Dr. Jutta Helmerichs zeigte sich hocherfreut über die große Zahl. Mehr als die Hälfte aller Kandidierenden (55 Prozent) bewerbe sich erstmals um ein Mandat. Das komme nicht unerwartet. Immerhin habe man in den vergangenen zwei Jahren einen Mitgliederzuwachs von mehr als 41 Prozent zu verzeichnen gehabt. Inzwischen habe die Partei in Friesland 232 Mitglieder. Helmerichs: „Das ist ein starkes Zeichen für ein grünes Friesland!“
Kandidaten im Wahlbereich IV
Die Kreistagsmitglieder werden in vier Wahlbereichen gewählt. Die Liste im Wahlbereich IV „Jever/Wangerland/Wangerooge“ führt für die Grünen Janina Schönbohm (Jever) an. Ihr folgen Reiner Tammen (Jever, früher Wangerland), Gaby Szlezak (Wangerland), Peter Kuchenbuch-Hanken (Wangerooge), Karl Oltmanns und Oliver de Neidels (beide Jever). Die Kandidaten für die Gemeinderatswahl im Wangerland waren bereits zuvor nominiert worden.
Von Klimaschutz bis Gerechtigkeit
Inhaltlich wollen sich die Grünen nach den Worten von Heimrichs weiterhin für Klimaschutz, Artenvielfalt und den Küstenschutz einsetzen, für klimafreundliche und verlässliche Mobilität, Bildungsgerechtigkeit, wohnortnahe Gesundheit und Pflege sowie hohe Lebensqualität in Friesland. „Wie werden den sozialen Zusammenhalt, Vielfalt und soziale Gerechtigkeit fördern und unsere Demokratie stärken sowie unsere Wirtschaft nachhaltig entwickeln“, versprach die Kreisvorsitzende.
Wangerland/Jever (5. 6. 2026) – Die Mitglieder von Bündnis90/DieGrünen im Wangerland haben ihr Wahlprogramm verabschiedet und die Kandidierendenliste für die Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. Die Schwerpunkte liegen bei den Themen Soziales, Natur- und Tierschutz, Integration, Bauen und Wohnen, Bildung und Wirtschaft.
Die Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen für die Wahl zum Gemeinderat im Wangerland: (von links) Waltraud Rohde, Gaby Szlezak, Thomas Schweers, Geesche Janßen, Michaela Lebin (hinten), Sven Pohle, Susanne Tibke und Robert Lebin. Foto: Grüne
Die Versammlung fand im Foyer des Theaters am Dannhalm in Jever statt. Derzeit hat die Partei zwei Sitze im Rat. Man kooperiert in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GFW) mit der CDU und der FDP. Schon zu Beginn der Sitzung war klar, dass sich die Gesichter der Grünen im Rat ändern werden. Angelika Kirschner, seit über einem Jahrzehnt für die Gemeinde aktiv, tritt aus Altersgründen nicht erneut an. Dirk Bremers, in 2025 für den verzogenen Reiner Tammen in den Rat nachgerückt, steht ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.
Zur Wahl im September treten für das Bündnis90/Die Grünen an: Gaby Szlezak (Tettens), Sven Pohle (Wüppelser Altendeich), Waltraud Rohde, Thomas Schweers, Geesche Janßen (alle Hohenkirchen), Susanne Tibke (Hooksiel), Robert und Michaela Lebin (beide Waddewarden). Spitzenkandidatin Gaby Szlezak ist übrigens die Frau des amtierenden Bürgermeisters Mario Szlezak (SPD).
Das Wahlprogramm, das in den vergangenen Wochen zusammengestellt worden war, wurde einstimmig abgesegnet. Es umfasst eine Fülle von Vorhaben, Forderungen, Wünschen und Ideen. Die Bandbreite reicht von einer Standortkarte für Defibrillatoren über die Anwendung der Baumschutzsatzung bis zur Ausschöpfung der Potenziale der regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien. Ihr Programm wollen die Kandidierenden in den nächsten Wochen und Monaten den Bürgern in den Orten bekannt machen.
Wangerland (1. 6. 2026) – Die SPD Wangerland hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl gewählt. Angeführt wird die Liste vom Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion Holger Ulfers. Der prominenteste Name findet sich allerdings am Ende der Liste: Sven Ambrosy, aktuell noch amtierender Landrat im Landkreis Friesland.
Listen für Kommunalwahl aufgestellt
Für einen engen Schulterschluss zwischen Gemeinde- und Kreispolitik steht auch der Name Jannes Wiesner. Wiesner ist derzeit Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag. Ambrosy und Wiesner können, so die Hoffnung der Sozialdemokraten, neben ihrer kommunalpolitischen Erfahrung auch ihre Netzwerke auf Kreis- und Landesebene für die Gemeinde einsetzen, hofft die SPD.
Auf dem Foto stehend (von links) Bürgermeister Mario Szlezak, Ronja Hildebrand, Jürgen Stille, Reiner Meints, Holger Ulfers, Sven Ambrosy (Kandidaten für den Gemeinderat), Heinz Martin (Kreistagskandidat) sowie vorn (von links) Viola Sambale (SPD Ortsvereinsvorsitzende), Florian Wirth (Ratskandidat), Marianne Kaiser-Fuchs (Kreistagskandidatin), Stefanie Bremers, Ina Janssen und Elke Brüggestrath (alle Ratskandidatinnen). Es fehlen auf dem Bild Jannes Wiesner und Jann-Peter Boomgaarden. Foto: SPD
„Wir haben eine starke Mannschaft zusammengestellt, die die Vielfalt unseres Wangerlandes widerspiegelt“, ist Viola Sambale, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Wangerland überzeugt. „Menschen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen beruflichen Hintergründen und aus vielen Ortschaften unserer Gemeinde bringen ihre Erfahrungen und Ideen ein.“
Bürgermeister setzt auf Sieg
Hinter Ulfers (Hooksiel) folgen auf der Kandidatenliste für den Gemeinderat, Stefanie Bremers (Javenloch), Florian Wirth (St. Joost), Ronja Hildebrand (Hohenkirchen), Jannes Wiesner (Minsen), Elke Brüggestrath (Hohenkirchen), Reiner Meints (Hooksiel), Ina Janssen (Tettens), Jann-PeterBoomgaarden (Oldorf), Jürgen Stille (Hohenkirchen) und Sven Ambrosy (Middoge), der bekanntlich am 13. September nicht noch einmal für das Amt des Landrats kandidiert.
Ganz bewusst nicht auf der Kandidatenliste steht Bürgermeister Mario Szlezak, der erneut als Bürgermeister der Gemeinde direkt gewählt werden möchte und als solcher automatisch auch weiterhin dem Gemeinderat angehören würde. Nicht mehr für einen Posten im Rat kandidieren die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Kaiser-Fuchs, Ratsvorsitzender Johann Wilhelm Peters, Viola Sambale und Wolfram Sandmeier.
Bildung und bezahlbarer Wohnraum
Im Mittelpunkt stehe für die SPD in den kommenden Jahren insbesondere die Sicherung und Weiterentwicklung der Bildungs- und Betreuungsangebote im Wangerland, der Neubau der Grundschule Hohenkirchen, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Familien und Senioren, die Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren, Vereine und Dorfgemeinschaften sowie die nachhaltige Weiterentwicklung von Tourismus, Landwirtschaft und Wirtschaft, heißt es in einer heute verbreiteten Mitteilung. Als weiterer Schwerpunkt wird die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wangerland genannt.
Man wolle sich für gute Rahmenbedingungen für Handwerk, Mittelstand, Tourismusbetriebe und Landwirtschaft einsetzen. Dazu gehöre eine verlässliche kommunale Infrastruktur, die Unterstützung regionaler Wertschöpfungsketten, die Vermarktung heimischer Produkte sowie eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen. „Gleichzeitig sollen Chancen durch erneuerbare Energien, moderne Mobilitätsangebote und neue Technologien genutzt werden, um Arbeitsplätze zu sichern und neue Perspektiven zu schaffen.“
Digitalisierung als Wirtschaftsfaktor
Auch die Digitalisierung spielt für die SPD Wangerland eine zentrale Rolle. Schnelle Internetverbindungen, moderne digitale Verwaltungsangebote und eine bessere Vernetzung von Wirtschaft, Bildung und Verwaltung seien wichtige Voraussetzungen, damit das Wangerland auch künftig ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort bleibe. Wiesner: „Eine moderne Gemeinde braucht nicht nur gute Straßen und Gebäude, sondern auch eine leistungsfähige digitale Infrastruktur.“
Kandidaten für Kreistagswahl
Wiesner tritt zugleich bei der Kreistagswahl als Spitzenkandidat der SPD im Wahlbereich Wangerland, Jever und Wangerooge an. Unterstützt wird er aus dem Wangerland von der stellvertretenden Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs sowie Heinz Martin. Gemeinsam wollen sie die Interessen der Region auch auf Kreisebene vertreten und sich für eine starke Entwicklung des ländlichen Raumes, gute Bildungsangebote, eine moderne Mobilität und eine zukunftsfähige Wirtschaft einsetzen.
„Unsere Kandidatinnen und Kandidaten verbindet der Wunsch, Verantwortung für ihre Heimat zu übernehmen. Wir wollen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Lösungen entwickeln und das Wangerland zukunftsfähig gestalten. Dabei setzen wir auf Verlässlichkeit, Bürgernähe und ein starkes Miteinander“, so Viola Sambale.
Wangerland (29. 5. 2026) – Die Wählergruppe pro Wangerland (WPW) hat ihre Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. In geheimer Wahl wurden insgesamt zehn Frauen und Männer bestimmt, die in den künftigen Gemeinderat einziehen möchten.
Wollen für Pro Wangerland in den Gemeinderat gewählt werden: (von links) Andreas Voege, Marten Vogdt, Dirk Henneicke, Carsten Ihnken, Bernd Abrahams, Doris Schüller, Deike Müller, Géraldine Vogdt, Hermann Wilken und Dieter Schäfermeier. Foto: WPW
Schäfermeier führt Liste an
Angeführt wird die Liste vom bisherigen Gruppensprecher Dieter Schäfermeister (Hooksiel). Auf den Plätzen folgen Géraldine Vogdt (Horumersiel), Bernd Abrahams (Hooksiel), Hermann Wilken (Waddewarden), Carsten Ihnken (Horumersiel), Marten Vogdt (Horumersiel), Deike Müller (Kaisershof), Renate Schüller, Dirk Henneicke und Andreas Voege (alle Horumersiel).
Im derzeitigen Rat hat die WPW fünf Mandate, die Schäfermeister, Géraldine Vogdt, Wilken, Ihnen und Wieland Rosenboom wahrnehmen. Rosenboom tritt nicht erneut zur Wahl an. Abrahams, auf Platz drei der Liste, tritt auch als Bürgermeister-Kandidat an. Um Mandaten im Kreistag bewirbt sich die WPW nicht.
Wahlprogramm verabschiedet
Auf der Versammlung wurde auch das vorläufige Wahlprogramm verabschiedet. Die Schwerpunktthemen der Unabhängigen sind Tourismus, Erneuerbare Energien, die Einrichtung eines „Bürgerbudget“ und einer Fördergeldstelle im Rathaus.
Im Tourismus will man Mehrwert erzeugen, indem man mit Gastronomen, Hoteliers, Vermietern und Anbietern von Freizeitangeboten ein Leitbild entwickelt und umsetzt. Im Bereich der Erneuerbaren Energien spricht sich die WPW gegen neue Windparks aus. Vielmehr solle durch das Erneuern von Altanlagen („Repowering“) die Zahl der Windkrafträder im Gemeindegebiet verringert, die Menge an erzeugtem Strom aber erhöht werden. Aus einem Bürgerbudget könnten von Bürgern vorgeschlagene Projekte gefördert, über eine Fördergeldstelle Gemeinde und Unternehmen der Suche nach Zuschüssen etwa von Land, Bund oder EU unterstützt werden.
Wangerland (27. 5. 2026) – Die Wählergemeinschaft Pro-Wangerland (WPW) stellt am Donnerstag, 28. Mai, in einer nicht öffentlichen Versammlung ihre Kandidatenlisten für die Kommunalwahl auf. Beginn ist um 19 Uhr im kleinen Kursaal im Haus des Gastes in Horumersiel. Festgelegt werden sollen die Wahlvorschläge für die Listenplätze der Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat und den Kreistag, deren Zusammensetzung am 13. September neu bestimmt wird.
Vorsitzender Dieter Schäfermeier bittet um rege Teilnahme der WPW-Mitglieder. „Es sind noch Listenplätze frei.“ Interessierte, die die Wählergemeinschaft im Rat oder im Kreistag vertreten möchten, könnten noch in der Veranstaltung ihre Bewerbung vortragen.
Hooksiel/Wangerland (18. 5. 2026) – Freie und gleiche Wahlen sind die Basis einer Demokratie. Ebenso wichtig: Der formal korrekte Ablauf des Urnengangs. Alle potenziellen Wählerinnen und Wähler müssen erfasst, die Kandidaten nominiert und am Ende die Stimmen ordnungsgemäß gezählt werden. Gerade bei Kommunalwahlen in Niedersachsen ist das alles andere als trivial. Jeder Wähler hat dabei drei Stimmen, die er „kumulieren“ und „panaschieren“ kann.
Gemeindewahlleiterin Bianca Siuts und ihre Stellvertreter Thomas Hayen stehen im Rathaus an der Spitze des Teams, das die Kommunalwahl im September vorbereitet und durchführt. Foto: hol
Was das bedeutet, erläutert Bianca Siuts. Die Leiterin der Abteilung 1 („Zentrale Dienste“) im Rathaus ist vom Rat der Gemeinde Wangerland zur Gemeindewahlleiterin gewählt worden. Damit liegen Vorbereitung, Planung, Organisation und Durchführung der Kommunalwahl am 13. September in ihrer Verantwortung. „Üblicherweise ist das die Aufgabe des Hauptverwaltungsbeamten“, erläutert Bianca Siuts. „Aber unser Bürgermeister steht ja diesmal selbst zur Wahl. Da kann er natürlich nicht die Wahlleitung übernehmen.“
Viele gesetzliche Vorgaben
Bianca Siuts hat schon etliche Wahlen mit organisiert. Sie zählt zu den Urgesteinen in der Gemeindeverwaltung. Hier hat sie 1987 ihre Ausbildung begonnen und abgeschlossen, hat sich fortgebildet und war lange fürs Personalwesen in der Gemeindeverwaltung zuständig. Im vergangenen Jahr wurde sie zur Abteilungsleiterin gewählt.
Die allermeisten Arbeiten bei der Vorbereitung der Kommunalwahl erledige „ihr Team“, zu dem auch ihr Stellvertreter Thomas Hayen zählt, so Siuts. Ihre wesentliche Aufgabe sei es, darauf zu achten, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Und davon gibt es jede Menge.
8261 Wahlberechtigte
Am 13. September bestimmen die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des künftigen Gemeinderates und wählen den neuen Bürgermeister. Darüber hinaus werden auch ein neuer Landrat und die friesländischen Kreistagsabgeordneten gewählt. Stand heute gibt es im Gemeindegebiet 8261 Wahlberechtigte.
Wer darf eigentlich den Gemeinderat wählen? „Wahlberichtigt sind alle deutschen Bürgerinnen und Bürger sowie Staatsangehörige eines EU-Staates, wenn sie am Wahltag 16 Jahre alt sind und zuvor mindestens drei Monate lang ihren Wohnsitz im Wangerland hatten“, erläutert Bianca Siuts. Hört sich einfach an, will aber im Detail geprüft sein. Ein Problem: Ins Wählerverzeichnis der Gemeinde werden Neubürger nur dann eingetragen, wenn sie hier auch offiziell ihren Wohnsitz angemeldet haben.
Kandidaten-Nominierungen
Derzeit laufen bei den Parteien und Wählergruppen die Kandidaten-Nominierungen an. Wahlvorschläge für das Amt des Bürgermeisters müssen bis zum 6. Juli, die für die Wahl zum Gemeinderat bis zum 20. Juli bei der Wahlleitung vorliegen. Warum müssen Bürgermeister-Kandidaten sich früher melden? „Bürgermeister sind Wahlbeamte. Bei den Bewerbern wird geprüft, ob sie für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten“, erläutert Bianca Siuts. Ihre Bitte an alle Parteien und Einzelkandidaten: „Bitte reichen Sie ihre Wahlvorschläge möglichst früh ein. Das erleichtert die Arbeit im Rathaus enorm.“
Jeder Wahlvorschlag fürs Bürgermeisteramt, der nicht von im Rat oder im Landtag vertretenen Parteien oder Gruppen kommt, muss zudem von 120 Wahlberechtigten aus dem Wangerland persönlich und handschriftlich unterschrieben sein. Und natürlich müssen diese Angaben kontrolliert werden. Dabei sei es hilfreich, so eine weitere Bitte der Wahlleitung, wenn die Formulare vollständig ausgefüllt und die Namen lesbar sind.
24 Sitze im Gemeinderat
Parteien und Wählergruppen dürfen Kandidatenlisten mit bis zu 29 Bewerberinnen und Bewerbern einreichen. Aber auch Einzelbewerber können sich um einen der 24 Sitze im Gemeinderat bemühen. Dafür benötigen sie ebenfalls Unterstützer-Unterschriften, allerdings nur von 20 wahlberechtigten Wangerländern. Wählbar sind übrigens für den Rat alle über 18-Jährigen, die mindestens seit sechs Monaten einen Wohnsitz im Wangerland haben. Bürgermeister-Kandidaten hingegen können auch von außerhalb kommen.
Eine Herausforderung ist auch der Wahltag selbst. Auch er will gut vorbereitet sein. Froh ist Bianca Siuts, dass der Rat vor geraumer Zeit die Zahl der Wahlbezirke verringert hat. Das erleichtere die Besetzung der jeweils Wahlvorstände mit jeweils acht Wahlhelfern. Hooksiel ist einer der Wahlbezirke. Die weiteren: Hohenkirchen, Horumersiel-Altebrücke-Wiarden, Minsen-Friederikensiel, Neugarmssiel, Tettens-Oldorf-Wiefels und in Waddewarden. Hinzu kommen zwei Briefwahlbezirke.
Briefwahl liegt im Trend
Die Vorbereitung der Briefwahl ist ebenfalls anspruchsvoll. Bei der Gemeinde geht man davon aus, dass der Anteil der Briefwähler weiter steigen wird. Gaben bei der Kommunalwahl 2021 noch 21 Prozent der Wähler ihre Stimmen per Brief ab, könnten es im diesem Herbst bis zu 30 Prozent werden. Entsprechende Mengen an Papier und Umschlägen müssen geordert und Druckkapazitäten gesichert werden.
Die Stimmzettel für die verschiedenen Wahlen werden übrigens unterschiedliche Farben haben. Der für die Bürgermeisterwahl ist weiß, der für den Gemeinderat hellgrüne und der für die Stichwahl hellblau. Zu einer Stichwahl am 27. September würde es aber nur dann kommen, wenn keiner der (bislang drei) Bewerber um das Bürgermeisteramt im ersten Wahlgang mehr als die Hälfe der gültigen Stimmen erhalten sollte. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen müssten sich dann erneut den Wählern stellen.
Konzentration erforderlich
Das Auszählen der Stimmen bei der Bürgermeisterwahl ist vergleichsweise einfach. Jeder Wähler hat hier nur eine Stimme. Anders als bei Gemeinderats- und Kreistagswahl. Hier können die Wählerinnen und Wähler auf den Stimmzetteln jeweils drei Stimmen verteilen – entweder indem sie alle ihre drei Stimmen der Kandidatenliste einer Partei oder einem einzelnen Kandidaten zuordnen (kumulieren) oder indem sie ihre drei Stimmen auf unterschiedliche Listen oder Kandidaten verteilen (panaschieren).
„Gerade das Panaschieren erfordert beim Auszählen der Stimmen höchste Konzentration“, sagt Bianca Siuts. Auch deshalb weiß die Gemeindewahlleiterin schon heute, dass sie am Sonntag, den 13. September, einen langen Arbeitstag haben wird. „Ich gehen davon aus, dass es bis 23 Uhr, vielleicht auch bis 24 Uhr, dauern wird, bis die letzten Stimmen gezählt sind. Hier geht eben Genauigkeit vor Schnelligkeit.“
Anmerkung:Weitere Informationen zur anstehende Kommunalwahl in Gemeinde und Landkreis finden sich auf „Hooksiel-life“ unter dem Menüpunkt „Kommunalwahl 2026“
Wangerland (22. 5. 2026) – Die FDP Wangerland zieht mit zwei Kandidaten in den Kommunalwahlkampf. Wie Ratsherr Lübbo Meppen gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, habe man die Liste bereits bei der Gemeinde eingereicht. Neben Meppen bewirbt sich, wie schon 2021, Christian Fuchs um ein Mandat der Wählerinnen und Wähler.
Meppen (Waddewarden) gilt seit Jahren als Urgestein der Liberalen im Wangerland. Er zählt zu den führenden Köpfen in der Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (GfW), zu der sich CDU, Grüne und FDP zusammengeschlossen haben. Fuchs (Wiardergroden) war vor wenigen Monaten ins politische Rampenlicht gerückt, als er seine Kandidatur als unabhängiger Bewerber für das Bürgermeisteramt angekündigt, wenig später aber wieder zurückgezogen hatte.
Die Kommunalwahl ist für den 13. September angesetzt. Bei der Wahl 2021 kam die FDP auf 3,2 Prozent der Stimmen, was für einen Sitz im Gemeinderat reichte.