Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Alle Beiträge zum Thema “Statistik”

Trotz „Wangerland Ressort“ – Zahl der Übernachtungen rückläufig

Wangerland/Hooksiel (13. 8. 2026) – Das Statistische Bundesamt hat in diesen Tagen einen neuen Rekordwert bei den Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland in Deutschland verkündet. Die Zahl stieg in den ersten sechs Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent auf 223,8 Millionen.

Das tolle Ambiente im „Wangerland Ressort“ in Hohenkirchen dürfte maßgeblich dafür gesorgt haben, dass die Zahl der Hotelnutzer im Gemeindegebiet im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Archiv-Foto: hol

Der Anteil der Gäste, die davon im Wangerland übernachtet haben, dürfte eher zurückgegangen sein – auch welchen Gründen auch immer. Im von Wieland Rosenboom letztmalig geleiteten Tourismusausschuss der Gemeinde Wangerland stellten am Mittwochabend Torsten Riedel, Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), und sein für die Auswertung der Gästekarten-Verkaufs zuständiger Mitarbeiter Tim Schönfeld die Ankunfts- und Übernachtungszahlen für den Bereich der Gemeinde Wangerland bis zum 31. Juli vor.

Neustart auf Campingplatz

Bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 5,24 Tagen wurden bis dahin 795.952 Übernachtungen registriert, für die ein Gästebeitrag gezahlt wurde. Das entspricht einem Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schönfeld machte dafür eine Reihe von verschiedenen Faktoren verantwortlich. So habe es im Juni einen Einbruch bei den Ankünften gegeben, weil nahezu alle Feiertage, und damit entsprechend Kurzurlaube, im Mai lagen.

Ein weiterer Grund: Nach dem Neustart des Campingplatzes Hooksiel unter dem privatem Betreiber „Überland“ habe dafür erst einmal die Werbung anlaufen müssen. Bei dem in diesem Jahr sehr frühen Beginn der Osterferien seien die Campingplätze ohnehin noch nicht am Start gewesen.Die Zahlen im Juli hingegen seien sehr gut gewesen. Und da Nordrhein-Westfalen noch Sommerferien habe, sei er auch für den August optimistisch.

49 Prozent mieten Ferienhäuser

Im Trend seien, so Schönfeld, die sehr kurzfristigen Reiseentscheidungen der Gäste. Hier sei für Vermieter eine gute Online-Buchbarkeit der Quartiere entscheidend. Über 49 Prozent der Urlauber im Wangerland beziehen eine Ferienwohnung, 22,8 Prozent buchen sich auf einem Campingplatz ein und 20 Prozent mieten ein Hotelzimmer.

Friesland-Therme
Ein Versuch, die „Friesland-Therme“ in Horumersiel zumindest für die Hauptsaison zu öffnen, ist an den hohen Kosten und am EU-Vergaberecht gescheitert. Archiv-Foto: hol

Während die Übernachtungen auf den Campingplätzen rückläufig waren (- 5 %), stieg die Zahl der Buchungen in Hotels (+ 9,5 %). Das dürfte maßgeblich darauf zurückzuführen sein, dass mit dem „Wangerland Ressort“ in Hohenkirchen seit Mitte 2025 ein neues Hotel am Start ist. Die Hotels in anderen Orten (Hooksiel: – 7,3 %; Horumersiel – 10,0 %) hatten – aus unterschiedlichen Gründen – Einbußen zu verzeichnen.

Ausgeglichener das Bild bei den Ferienwohnungen. Der Rückgang bei den Übernachtungen von durchschnittlich 5,2 Prozent spiegelt sich in Hooksiel (- 4,4%), Horumersiel (- 3 %) und Minsen (-23 %). Lediglich Hohenkirchen verbuchte ein Plus von 2,9 Prozent

Schülergruppen nicht erfasst

Schönfeld verwies darauf, dass die Statistik auch Effekte enthalte, die sich daraus ergeben, das neue Quartiere am Start sind. Es gebe aber auch Fälle, wo etablierte Unterkünfte dauerhaft oder für längere Zeit geschlossen sind. Erfasst würden ohnehin nur Personen, die Gästebeträge zahlen müssen. Die zahlreichen Schülergruppen, die außerhalb der Ferien im „Wangerland-Resort“ auf Klassenfahrt sind, würden zum Beispiel nicht erfasst.

Keine Zahlen gibt die Gästestatistik dazu her, wie viele Gäste dem Wangerland aufgrund der Insolvenz der WTG den Rücken gekehrt haben. Bekanntlich wurden aufgrund der finanziellen Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens unter anderem die Schwimmbäder in Horumersiel und Hooksiel geschlossen. Insbesondere die Hotels in Horumersiel führen darauf einen erheblichen Teil ihrer Buchungsausfälle zurück.

EU-Recht verhindert Bad-Öffnung

Mario Krar, Gastronom aus Horumersiel, wollte von der Gemeinde in diesem Zusammenhang wissen, warum einen Initiative gescheitert ist, das Bad „Friesland-Therme“ in Horumersiel zumindest für die Hauptsaison zu öffnen. Nach den Worten von Gemeindekämmerer Arthur Wichmann hätte der Betrieb für drei Monate über 300.000 Euro gekostet. Mit dem Geld hätte die Gemeinde einen privaten Badbetreiber bezuschussen müssen.

Da die Summe so hoch ist, hätte die Gemeinde den Auftrag aber erst nach einer europaweiten Ausschreibung vergeben können, so Wichmann. „Das Verfahren allein dauert mindestens 60 Tage. Das Bad hätte dann frühestens im Oktober geöffnet werden können. Dann ist die Saison vorbei.“

Polizei zufrieden: Weniger Straftaten, hohe Aufklärungsquote

Jeverland/Wangerland (18. 3. 2026) – Im vergangenen Jahr ist die Zahl der registrierten Straftaten im Bereich der Gemeinde Wangerland zurückgegangen. Nach der heute vom Polizeikommissariat (PK) Jever vorgelegten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2025 wurden im Wangerland insgesamt 347 Fälle registriert. Im Vorjahr waren es noch 362.

2338 Delikte im Jeverland

Die Entwicklung deckt sich mit dem Trend im gesamten Jeverland. Hier erfasste die Polizei 2338 Delikte. Das entspricht einem Minus von 152 Fällen gegenüber dem Vorjahr (2024: 2490 Fälle). Damit habe man den zweitniedrigsten Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Gleichzeitig liege die Aufklärungsquote bei fast 70 Prozent weiter auf sehr hohem Niveau.

Polizei Prävention
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Jeverland 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Foto: Polizei-Prävention

Die Statistik des PK Jever bildet die bekannt gewordenen Straftaten, das so genannte „Hellfeld“, der Städte Jever und Schortens sowie der Gemeinden Sande, Wangerland und Wangerooge ab. Die tatsächliche Kriminalitätslage zeigt sie nicht, da niemand weiß, wie hoch die Zahl der nicht gemeldeten Taten („Dunkelfeld“) ist. 

In Schortens wurden 780 Straftaten (- 65 gegenüber 2024), in Jever 681 (- 772), in Sande 439 (+ 3) und auf Wangerooge 91 (+ 16) gemeldet. Die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner sank im Jeverland damit auf 4285 (Vorjahr: 4531). Zum Vergleich: Im Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland liegt dieser Wert bei 6831. 

Effektive Polizeiarbeit

Die aktuellen Zahlen, so die Polizei, würden das weiterhin vergleichsweise niedrige Kriminalitätsniveau in der Region bestätigen. Die hohe Aufklärungsquote bei 69,38 Prozent (1622 Fälle) unterstreiche die hohe Effektivität der Arbeit des Polizeikommissariats Jever. Kommissariatsleiter Markus Wallenhorst dankte den Bürgern der Region, die die Polizei häufig durch wertvolle Hinweise unterstützen und damit einen Beitrag zur Aufklärung von Straftaten leisten.

Der Rückgang bei den Straftaten spiegelt sich bei verschiedenen Delikten wieder. So wurden 2025 „nur“ 580 Diebstähle registriert, 52 weniger als im Vorjahr. Rückläufig sei insbesondere die Zahl der Diebstähle nach Wohnungseinbrüchen gewesen. Als erfreulich wertet es die Polizei, dass mehr als ein Drittel der registrierten Einbrüche im Versuchsstadium scheiterte. „Das deutet auf verbesserte Sicherungsmaßnahmen und einen erhöhten technischen Einbruchsschutz hin.“

24 Attacken mit einem Messer

Bei den so genannten Rohheitsdelikten (Raub, Körperverletzung, Straftaten gegen die persönliche Freiheit) habe es nur einen leichten Rückgang gegeben. Insgesamt wurden 495 Straftaten registriert, 39 Fälle weniger als im Vorjahr. Erfasst wurden unter anderem 337 Körperverletzungen, wobei es sich in 257 Fällen um einfache Körperverletzungen gehandelt habe.

Bei 24 Straftaten (2024: 36) hätten die Täter Messer eingesetzt. Von diesen Fällen konnten nach Angaben der Polizei 20 aufgeklärt werden, was einer Aufklärungsquote von 83,3 Prozent entspricht.

1386 Tatverdächtige

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1386 Tatverdächtige ermittelt (2024:1328), davon 1110 mit deutscher Staatsangehörigkeit. 276 Verdächtige besaßen keinen deutschen Pass (2024: 232). Darüber hinaus hätten 54 Tatverdächtige einen Aufenthaltsstatus (68) besessen.

Der Großteil der Straftaten sei von Erwachsenen ab dem 21 Lebensjahr (77,4 %) begangen worden. Kinder (bis 14) gehörten mit 5,4 %, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) mit 10,25 % und Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) mit 6,9 % zum Kreis der Verdächtigen. 

Mehr Fälle von Kinderpornografie

Einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr weist die Statistik für den Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte aus, zu denen insbesondere Betrugsstraftaten zählen. Für 2025 wurden 441 Betrugsfälle registriert, was einem Anstieg um 29 Fälle entspricht. Deutlich zugenommen habe die Zahl der „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“. Hier seien 96 Fälle angezeigt worden, ein Zuwachs von 25 Taten. Mit in diesem Bereich erfasst werden unter anderem Straftaten im Zusammenhang mit der Herstellung, Verbreitung sowie dem Erwerb und Besitz von kinderpornografischen Inhalten.

Dem Feld der „häuslichen Gewalt“, zu der alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt in familiären und partnerschaftlichen Beziehungen gehören, wurden im Polizeikommissariat Jever 151 Taten zugeordnet, sechs weniger als im Vorjahr. Hierbei ging es vornehmlich um Körperverletzungen. Die Zahl der Fälle von „Widerstand und tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte“ bewege sich im Jahr 2025 mit 21 auf Vorjahresniveau (19). 

Erfreuliche Kriminalstatistik: Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote

Friesland (17. 3. 2025) – Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten im Landkreis Friesland ist im vergangenen Jahr gegenüber 2023 gesunken. Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) weist den zweitniedrigster Wert seit zehn Jahren aus. Die Aufklärungsquote lag bei annähernd 70 Prozent.

Die PKS für das Polizeikommissariat (PK) Jever bildet die in den Städten Jever und Schortens, den Gemeinden Sande, Wangerland und der Insel Wangerooge registrierten Straftaten ab. Die PKS bildet die der Polizei bekannt gewordenen Straftaten. Mit 2490 (2023: 2666) bekannt gewordenen Straftaten verzeichnet das PK einen Rückgang um 176 Delikte. „Nachdem für 2021 der tiefste Stand der letzten Jahrzehnte mit 2176 Straftaten erreicht werden konnte und die Zahl der registrierten Straftaten seit 2022 gestiegen ist, kommt es nun zu einer erfreulichen Trendwende. Das ist ein positives Signal für die Region“, so der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes des PK Jever, Erster Polizeihauptkommissar Mike Rost, Mitteilung der Polizei. Für die Gemeinde Wangerland weist die Statistik 362 Delikte (2023: 406 Taten) aus. 

So verteilten sie die Straftaten im Bereich des Polizeikommissariats Jever in 2024 auf die unterschiedlichen Hauptdeliktgruppen. Grafik: Polizei

Die Häufigkeitszahl (Kriminalitätsbelastung je 100.000 Einwohner) fällt im Bereich des PK auf 4531 (Vorjahr: 4882), im Vergleich dazu liegt der Wert in der gesamten Polizeiinspektion (PI) Wilhelmshaven/Friesland bei 9633. „Die Bürger und Bürgerinnen können hier sicher leben“, betont Mike Rost. 

Kommissariatsleiter dankt Bürgern

Sehr erfreulich sei die hervorragende Aufklärungsquote. Mit 67,5 Prozent (1681 Fälle) übertrifft das PK Jever den ebenfalls schon guten landesweiten Wert von 62,8 Prozent. „Das ist auch und gerade ein Verdienst meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen es immer wieder durch qualifizierte Tatortarbeit und akribischer Kleinarbeit gelingt, Tatkomplexe aufzuklären“, stellt der Leiter des Polizeikommissariats, Polizeioberrat Markus Wallenhorst fest. Ausdrücklich dankt Wallenhorst den Bürgerinnen und Bürgern, die die Polizei durch Hinweise aktiv unterstützt hätten. 

Die Zahl der registrierten Diebstähle sei um 51 auf 632 Taten zurückgegangen. Allerdings die zahl der Einbrüche in Wohnungen habe sich um 31 auf 64 Taten erhöht. Fast ein Drittel der angezeigten Einbruchstaten sei zudem im Versuchsstadium gescheitet, so die Polizei. Das lasse auf auf Verbesserungen im technischen Einbruchsschutz schließen. 

Mehr Rohheitsdelikte

Auch bei den Rohheitsdelikten wie Raub, Körperverletzung und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sei ein leichter Anstieg zu verzeichnen gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in 2024 mit 534 Taten 19 Delikte mehr als im Vorjahr registriert. Den Hauptanteil an diesen Delikten machen mit 248 Taten die einfachen Körperverletzungen aus. Im Bereich des Kommissariats Jever habe es 18 Taten (2023: 17) gegeben, bei denen ein Messer eingesetzt wurde. 15 dieser Fälle konnten aufgeklärt werden.

2024 seien 1328 Verdächtige ermittelt registriert worden (2023: 1418). 1096 Tatverdächtige besaßen eine deutsche, 232 eine nichtdeutsche Staatsbürgerschaft. 68 hätten einen Aufenthaltsstatus gehabt. Bei der Kinder- und Jugendkriminalität (211 Fälle) habe die Aufklärungsquote bei 100 Prozent gelegen.

Widerstand gegen Beamte

Im Kommissariats wurden für den Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte 412 Betrugstaten registriert. 71 Taten aus dem Bereich „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“, hierzu zählt zum Beispiel auch die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte, flossen in die Statistik ein. Unter dem neu gefassten Begriff „Häusliche Gewalt“ wurden 157 Fälle zusammengefasst. Die größte Gruppe innerhalb dieser Straftaten-Gruppe machen die Rohheitsdelikte aus. In 19 Fällen (2023: 16) leisteten mutmaßlich Straftäter Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.