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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Zentrale Flüchtlingsunterkunft in Hohenkirchen läuft reibungslos

Wangerland (15. 5. 2024) – Der Betrieb der Flüchtlingsunterkunft der Landesaufnahmebehörde im „Dorf Wangerland“ in Hohenkirchen läuft weiter reibungslos. Wie Bürgermeister Mario Szlezak am Dienstag vor dem Sozialausschuss des Gemeinderates sagte, seien auf dem ehemaligen Kasernengelände aktuell 300 bis 320 Geflüchtete untergebracht. Die Menschen würden zwar im Ortsbild auffallen, aber nicht negativ.

„Keine der Befürchtungen, die vor der Eröffnung der Einrichtung vor einem guten Jahr geäußert wurden, ist eingetreten“, so Szlezak. „Es herrscht einen hohe Akzeptanz. Und wir hoffen, dass das auch im zweiten Jahr so bleibt.“ Bekanntlich soll die Einrichtung nur bis zum Frühjahr 2025 betrieben werden. 

In Hohenkirchen werden die Asylsuchenden zu Beginn ihres Aufenthalts in Deutschland untergebracht. Nach einigen Wochen werden die Menschen dann nach einem bestimmten Schlüssel auf die Kommunen im Land Niedersachen verteilt. Ausdrücklich lobte Szlezak die offenen Gespräche am Runden Tisch, zu dem sich regelmäßig die Betreiber der Einrichtung, Vertreter der Gemeinde, der Polizei, der Feuerwehr und anderer Institutionen im Ort treffen. „Der wechselseitige Austausch funktioniert bestens. Etwas wirklich Schlimmes ist aber auch noch nicht passiert“, so Szlezak. „Wir hoffen, dass das so bleibt. Toi, toi, toi.“

Sozialausschuss der Gemeinde Wangerland auf Baustelle
Noch gibt es einiges zu tun, bis die neue Kindertagesstätte in Hohenkirchen eingeweiht werden kann. Die Mitglieder des Sozialausschusses verschafften sich vor Ort einen Eindruck. Foto: hol

Schwerpunktthema der Ausschusssitzung war der Bau der Kindertagesstätte in Hohenkirchen. Politiker und Verwaltungsmitarbeiter wurden auf der Baustelle von Dipl.-Ing. Pierre Balke und Ramona Kohl vom Planungsbüro Thalen Consult über den Stand der Arbeiten informiert. Markus Gellert, für der Gemeinde zuständiger Abteilungsleiter für die Kindertagesstätten, zeigte sich zuversichtlich, dass die Einrichtung Anfang August eröffnet werden kann.

Bis dahin ist noch einiges zu tun. In dem Bauwerk sollen zwei Krippen- und drei Kindergarten-Gruppen untergebracht werden, darunter eine Inklusionsgruppe. Für das Gebäude werden ehemalige Grundschul-Gebäudeteile mit genutzt. Ein Teil der Philosophie des Konzeptes, so Kohl: „Große Räume und viel natürliches Licht.“ Hinzu kommen eine Mensa, ein Aufenthaltsraum mit Teeküche für die Mitarbeiterinnen sowie ein großzügiger Außenbereich, in dem Krippen- und Kindergartenkinder getrennt voneinander spielen sollen. Davon aber, so räumt Bahlke ein, sei derzeit noch nicht viel zu sehen. 

Mit Blick auf die geplante Rund-um-Sanierung der Sporthalle der Oberschule Hohenkirchen durch den Landkreis Friesland zeigten sich Gellert und Szlezak zuversichtlich, dass der Ausfall der Halle über ein gutes Jahr von 2025 bis 2026 gut aufgefangen werden kann. Die Schule habe angekündigt, im Sportunterricht verstärkt Yoga, Tanzen und Sporttheorie anbieten zu wollen. Sportvereine, die die Halle aktuell mitnutzen, sollen in umliegende Einrichtungen ausweichen. „Trotz der Beeinträchtigungen, die es natürlich geben wird, war die Entscheidung zur Sanierung richtig“, sagte der Bürgermeister. Der Landkreis bekommt für das Projekt Millionen-Zuschüsse vom Bund.

Rästelhafter Mord in den Dünen

Horumersiel (15. 5. 2024) – Am Mittwoch, 29. Mai, präsentiert die Autorin Kaja Petersen (Foto von Lara Drüppel) ab 19 Uhr ihren neusten Nordseekrimi „Das Schweigen der Dünen“ in der Bücherei Horumersiel. Ihr neuer Roman verspricht Spannung pur und entführt die Lesenden und die Zuhörenden in die faszinierende Welt der Nordseeküste. 

Katja Autorin Petersen

Die Geschichte handelt von Kriminaloberkommissarin Serafine Küster, die nach einem schweren Schicksalsschlag traumatisiert ist. Um sich langsam wieder an die Arbeit heranzutasten, reist sie nach Spiekeroog und hilft als Sommerverstärkung bei der dortigen Dienststelle aus. Doch statt der erhofften Ruhe erwartet sie ein rätselhafter Mordfall: Ein Skelett wurde in den Dünen entdeckt, niemand scheint zu wissen, wer das Opfer ist, niemand scheint es zu vermissen. Serafine gräbt tiefer und kommt der Wahrheit Stück für Stück näher – und mit ihr dem Täter. 

Alle Krimibegeisterten können sich auf einen unterhaltsamen Abend mit der Autorin freuen, der selbstverständlich mit einer Signierstunde endet. Das Buch „Das Schweigen der Dünen“ kann auch vor Ort erworben werden. 

Tickets sind online erhältlich (12 Euro ohne, 10 Euro mit Gästekarte) unter wangerland.de sowie in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel. Restkarten an der Abendkasse kosten 15 Euro.

Shanties und maritime Leckereien

Heringstage in Hooksiel
Maritime Stimmung ist bei den Heringstagen in Hooksiel garantiert. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (14. 5. 2024) – Es ist wieder soweit: Heringszeit in Hooksiel. Am Freitag,17. Mai, um 15 Uhr beginnen am Alten Hafen und im Sielort die traditionellen „Heringstage“. Bis Pfingstmontag dürfen sich Einheimische und Gäste auf maritimes Flair, jede Menge Musik, Kinderkarussels und Unterhaltung freuen. 

Veranstalter ist die Dorfgemeinschaft, der Verein der Vereine in Hooksiel. Die Festmeile mit zahlreichen Buden und Ständen erstreckt sich vom historischen Hafen durch die Lange Straße. Dazu haben die örtlichen Geschäfte geöffnet. Besucher dürfen sich über ein breites Sortiment an Waren und kulinarischen Leckereien freuen – darunter natürlich auch Heringe. 

Alle Gäste haben zudem die Chance, schöne Preise bei einer großen Tombola zu gewinnen. Die Tombola wird von Dorfgemeinschaft mit Unterstützung lokaler Geschäfte und Unternehmen organisiert. Die Einnahmen bleiben in Hooksiel und werden gespendet. Im vergangenen Jahr etwa wurde von den Überschüssen eine Beton-Tischtennisplatte für die Grundschule finanziert.

Musikalisch eröffnen Helge Plavenieks und am Abend DJ PD die Heringstage. Gen geht es am Samstag weiter. Von 12 bis 15 Uhr präsentieren die „Blauen Jungs“ aus Wilhelmshaven Shantys. Am Samstag findet dann auch die offizielle Eröffnung des Festes durch Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak statt. 

Heringstage in Hooksiel
Am Pfngstwochenende erwartet der Sielort Tausende Gäste. Archiv-Foto: hol

Im Hafen werden die Krabbenkutter „Trotz“ und „Hein Godewind“ liegen. Interessierte können frischen Granat direkt an Bord der Schiffe erwerben. Die Crew des Museums-Krabbenkutters „Lulu Meinders“ aus Neuharlingersiel bietet zudem Rundfahrten auf dem Hooksmeer an. Am Sonntag lädt zudem die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Station Wilhelmshaven, zum „Open Ship“ (12 bis 15 Uhr) auf ihr Rettungsboot „Peter Habig“ ein. Ab 15.30 Uhr wird dann eine Rettungsübung präsentiert. Am Samstag von 15 bis 19 Uhr spielt am Hafen die Band „The Speed Beats“ Ab 20 Uhr sorgen „4Live“ für Stimmung.

Der Pfingstsonntag startet um 10 Uhr mit einem Gottesdienst am Alten Hafen. Um 12 Uhr tritt dann der der Shantychor Herten auf. Die „Tonic Brothers“ übernehmen ab 15 Uhr die Bühne und die Mikros für ihre Elvis-Tribute-Show. Ab 20 Uhr gibt es Livemusik mit den „Rock Shots“. 

Am Montag sind ab 12 Uhr erneut die „Blauen Jungs“ aus Wilhelmshaven zu hören. Musikalisch klingen die Heringstage mit Sängerin Janine Meyer aus Varel aus.

Zumba beim MTV: Cha-Cha-Cha und Reggae für den Kopf und den Kreislauf

Zumba beim MTV Hooksiel
Zumba macht offensichtlich viel Spaß – und ist zudem gut für Körper und Geist. Foto: hol

Hooksiel (13. 5. 2024) – Der MTV Hooksiel hat ein neues Angebot. Immer montags von 18.30 bis 19.30 Uhr treffen sich in der Sporthalle an der Grundschule rund 20 Frauen im Alter von 16 bis 76 Jahren zum gemeinsamen Schwitzen. Genauer gesagt: zum Zumba.

Zur Musik und den Anleitung der zertifizierten Zumba-Trainerin Kathi tanzen die Hooksielerinnen nach lateinamerikanischer Musik nach Tanzstilen von Reggaeton, Cumbia, Salsa, Merengue, Mambo, Flamenco, Cha-Cha-Cha und Tango. Die Trainerin hat die Klänge nach einer eigenen Choreografie zusammengestellt, so dass die Musik ideal zur Bewegung passt.

Und um Bewegung geht es im Wesentliche. „Zumba ist ein Herz-Kreislauf-Training und sehr gut für den Kopf durch die verschiedenen Schrittkombinationen und Hinzunahme der Arme und Hände“, sagt Teilnehmerin Insa Fähnders vom MTV. Und der Lohn für die Anstrengung? „Zumba verbessert die Koordination, Beweglichkeit, Haltung, Muskelkraft und die Knochendichte.“ 

Na dann … Der Trainings-Kursus findet jeweils montags während der Schulzeiten statt, also nicht in den Ferien. Weitere Teilnehmerinnen sind willkommen.

Wasserstoff: EU-Kommission unterstützt Uniper-Projekte in Wilhelmshaven

Wilhelmshaven/Hooksiel (14. 5. 2024) – Die EU-Kommission hat die beiden von Uniper für Wilhelmshaven geplanten Wasserstoff-Projekte mit dem PCI-Status versehen. Damit stehen „Green Wilhelmshaven Electrolyser“ und „Green Wilhelmshaven Terminal“ jetzt auf einer Liste, auf der alle Projekte von gemeinsamen Interesse sind und dazu beitragen, die Europäische Union bis 2050 klimaneutral zu machen. 

„Damit ist Uniper Teil von grenzüberschreitenden Infrastrukturprojekten, die die Energiesysteme der EU-Länder miteinander verbinden“, heißt es in einer Presseerklärung des Energiekonzerns, der sich derzeit in staatlicher Hand befindet. „Diese Projekte profitieren sowohl von beschleunigten Genehmigungsverfahren als auch von Finanzierungen und unterstützen das Erreichen der Energie- und Klimaziele der EU.“

Die Großelektrolyse „Green Wilhelmshaven Electrolyser“ soll mit bis zu ein Gigawatt (1 GW) Elektrolyse-Kapazität die erneuerbaren Energieressourcen der Region erschließen, um die heimische Produktion von grünem Wasserstoff zu stärken. Das Ammoniak-Importterminal „Green Wilhelmshaven Terminal“ ebnet den Weg für den Import von erneuerbarem Ammoniak per Schiff und die Umwandlung und Einspeisung von Wasserstoff in das europäische Wasserstoffnetz im großen Stil.

Beide Projekte können nach Einschätzung der EU-Kommission wichtige Teile der transeuropäischen Energieinfrastruktur werden, den Energie-Binnenmarkt stärken, die Versorgungssicherheit erhöhen, die Energiemärkte stabilisieren sowie zu Energieeffizienz und -einsparungen und der Entwicklung neuer und erneuerbarer Energieformen beitragen. 

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hat der von Uniper geplante Solarpark auf dem Deponiegelände in Voslapp einen EEG-Zuschlag bekommen. Dort soll auf einer Fläche von rund 14 Hektar eine 19-MWp-Photovoltaik-Anlage errichtet, die voraussichtlich 16.000 Megawattstunden regenerativen Strom im Jahr erzeugen wird.

„Die Aufnahme von Uniper in die PCI-Liste der EU zeigt, dass unsere beiden grünen Projekte in Wilhelmshaven einen großen Schritt in Richtung eines klimaneutralen Europas bis 2050 machen“, zeigt sich Holger Kreetz, COO von Uniper überzeugt. Gerade in energieintensiven Branchen wie der Stahlindustrie werde grüner Wasserstoff eine entscheidende Rolle spielen. Uniper hatte bis 2021 ein Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven betrieben und ist heute als Dienstleister ein maßgeblicher Akteure beim Import von LNG über Wilhelmshaven. 

Auto am Kreuzhamm beschädigt

Hooksiel (13. 5. 2024) – Die Polizei sich nach Zeugen für einen Vorfall, der sich am gestrigen Sonntag an der Straße Kreuzhamm in Hooksiel ereignet haben soll. Dabei sei zwischen 14.48 und 15.52 Uhr auf dem Parkplatz Kreuzhamm ein geparkter roter Opel Astra mutmaßlich durch eine unachtsam geöffnete Fahrzeugtür beschädigt worden.

Der Verursacher habe sich vom Unfallort entfernt, ohne seiner Mitteilungspflicht nachzukommen, so die Polizei. Etwaige Zeugen werden gebeten, sich unter Teefon 04461/7449-0 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen.

Traumstart für Tennis-Damen

Hooksiel (13. 5. 2024) – Mit einem Traumstart hat für die Tennisdamen des FCN Hooksiel die Sommersaison begonnen. Sie gewannen am Sonntag in der 2. Regionsklasse gegen den Emder THC mit 6:0. Schon in den Einzel ließen Kiara Krause (6:1, 6:3), Dilber Kocas (3:6, 6:2, 10:4), Marina Doyen (6:0, 6:2) und Alina Fiebig (6:3, 6:2) nichts anbrennen. 

Und auch die beiden anschließenden Doppel entschieden Krause/Doyen (6.4, 6:3) und Kocas/Fiebig (6:3, 7:5) für Hooksiel. Was der Auftaktsieg wert ist, dürfte sich beim nächsten Spiel am Sonntag, 26. Mai, zeigen. Um 10 Uhr erwarten die Damen dann ein Team vom Wilhelmshavener THC, das ebenfalls mit einem Sieg in die Saison gestartet ist.

Mit ihrem dritten Sieg im dritten Heimspiel untermauerten die Junges der B-Junioren der FCN ihre Spitzenposition in der Regionsklasse. Die Punkte für den knappen 2:1-Sieg gegen den TC Esens sicherten Mateo Doyen (6:1/3:6/10:6) im zweiten Einzel und das souverän aufspielende Doppel Niklas Doyen/Tom Fiebig (6:0/6:1). Im ebenso spannenden wie emotionalen Spitzeneinzel hatte Lorenz Kramer mit 4:6, 6:7 den Kürzeren gezogen.

Die Hooksieler Reiner Meints und Alexander Scholz trugen in der Herren Ü60-Spielgemeinschaft mit dem MTV Hohenkirchen zum 5:1-Sieg in der Regionsliga gegen den TV Grohn bei. Reiner Meints gewann sein Einzel mit 7:6, 6:3, Alex Scholz ging zusammen mit Robert Meints aus dem Spitzendoppel mit 4:6, 6:3, 10:7 als Sieger hervor. 

Gegen Dreck und Unkraut: Putzaktion für das Prädikat Nordseebad

Putzen am Hooskieler Hafen
Wolf Hegemann (rechts) vom Seebadeverein Hooksiel wies seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter am Alten Hafen in die Arbeit ein. Foto: hol

Hooksiel (12. 5. 2024) – Hooksiel soll Nordseebad werden! Diese Forderung bekräftigen am Samstag rund 40 Aktive aus dem Küstenbadeort, die sich aufgrund einer Initiale aus dem Seebadeverein Hooksiel zu einer Putzaktion zusammengefunden hatten. 

Cheforganisator Wolf Hegemann, 2. Vorsitzende des Seebadevereins, zeigte sich am Abend ebenso zufrieden wie Bruno Bölts als Sprecher der Arbeitsgruppe Hooksiel, die sich ebenfalls in die Aktion eingebracht hat. „Wir haben wirklich viel geschafft“, sagte Hegemann. „Und es war mit Sicherheit nicht die letzte Aktion dieser Art.“

Hegemann begrüßte am Alten Hafen rund zwei Dutzend Freiwillige, die unter anderem die Sitzbänke abschliffen und neu strichen, die das gesamte Hafengelände von Unrat und Unkraut befreiten. rund um Unrat Besonderen Einsatz zeigte Bertram Völkle, der von einem Kanu aus am historischen Sieltor Unrat aus dem Wasser fischten.

Unterdessen kümmerte sich die Arbeitsgruppe mit 12,5 Aktiven um das Areal am Gästehaus. Die halbe Kraft war der Zwergpinscher-Mischling Gigi, der die Gruppe seit einigen Monaten unterstützt. Natürlich auch mit einer gelben Weste bekleidet, dem Markenzeichen der Gruppe. „Gigi kann zwar nicht richtig arbeiten, sorgt aber dafür, dass Bürger uns mit kleinen Spenden für unsere Arbeit unterstützen“, sagte Bölts gegenüber „Hooksiel-Life“.

Die Arbeitsgruppe hat an diesem Nachmittag unter anderem sämtliche Sitzbänke rund ums Gästehaus auf Vordermann gebracht, den Rasen gemäht und die Leuchten und Laternen gereinigt. 

Zum Abschluss der Aktion stärken sich alle Mitstreiter am Awo-Heim, wo gemeinsam gegrillt wurde. Hegemann verloste unter den Teilnehmern Gutscheine und Präsente, die die Wangerland Touristik GmbH und Gewerbetreibende aus dem Ort für die Aktion zur Verfügung gestellt hatten – um das Ziel „Hooksiel soll Nordseebad werden!“ zu unterstützen.

Die Bewertungskommission mit Vertreten des Wirtschaftsministeriums in Hannover und von Tourismusverbänden wird am Mittwoch erwartet. „Auch wenn die Anerkennung von Hooksiel sicherlich nicht allein vom optischen Eindruck abhängt, ist es doch schön, wenn sich der Ort sauber präsentiert“, sagte Wolf Hegemann. Durch die Putzaktion am Samstag ist Hooksiel zumindest ein Stück weit sauberer geworden.

Streichen am Gästehaus Hooksiel
Peter Müller (links) und Uwe Brandes von der Arbeitsgruppe Hooksiel schliffen am Gästehaus Bänke ab und strichen die Sitzgelegenheiten neu an. Foto: hol

Viel Anerkennung und einige Anekdoten für Hooksieler Feuerwehr-Familie

Feuerwehrumzug durch Hooksiel
Laut war er und lang, der Umzug der Hooksieler Feuerwehr vom alten zum neuen Gerätehaus. Foto: hol

Hooksiel (11. 5. 2024) – Es war der gesellschaftliche Höhepunkt der Woche in Hooksiel. Am Himmelfahrtstag hat die freiwillige Feuerwehr ihr neues Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg 112 eingeweiht. Mit Ablauf und Resonanz auf die Großveranstaltung war man bei der Wehr „super zufrieden“, so Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. 

Inzwischen ist bei den Frauen und Männer der Wehr wieder Alltag eingekehrt. Am Freitag um 7 Uhr löste ein Rauchmelder im Edeka-Markt aus. Der erster Einsatz nach der offiziellen Einweihung. Ein Feuer gab es glücklicherweise nicht. 

Bereits am Mittwoch musste die Wehr vom neuen Standort aus ausrücken. Ein PKW brannte. Schöner war da natürlich der große Umzug durch den Ort vom alten Gerätehaus zum Neubau. Eingerahmt von zwei Löschfahrzeugen zogen die aktive Wehr, die Jugendfeuerwehr sowie die Hooksieler Arbeitsgruppe zur Eröffnung des Neubaus durch den Ort.

Wolfgang Reich übergibt Feuerwehrauto
Wolfgang Reich (links) von der Arbeitsgruppe Hooksiel überreichte der Feuerwehr ein Modell eines alten Feuerwehrautos. Anwohner Peter Müller (2. v. r. ) schenkte de neuen Nachbarn einen Tannenbaum. In der Mitte Ortsbrandmeister Jörg Nöchel, rechts Sophie von der Jugendfeuerwehr. Foto: hol

Am Freitag schon wieder ein stattlicher Aufzug. 22 Leute der Feuerwehr besuchten ihr mit 68 Feuerwehr-Jahren ältestes Mitglied, Meinolf Cohn, und ließen am Langengrodener Weg das „Hooksieler Feuerwehrlied“ erklingen. Der Grund: Helma und Meinolf Cohn hatten am Vortag ihre Eiserne Hochzeit gefeiert. Meinolf Cohn gehört übrigens zur legendären Hooksieler Feuerwehr-Truppe, die seit 61 Jahren den Bezirksmeister-Titel im Feuerwehr-Wettkampf des Oldenburger Landes hält. Allerdings, so verriet Nöchel in seiner Festrede zur Neubau-Eröffnung, wurde der Wettbewerb seit dem damaligen Hooksieler Sieg nie wieder ausgetragen.

Um Anekdoten und besondere Leistungen ging es bei der Einweihung in vielerlei Hinsicht. So überreiche für den Kreisfeuerwehrverband Gerhard Zunken eine Plakette samt Ehrenurkunde zum 100-jähigen Bestehen der Hooksieler Wehr. Für seine Verdienste um die Nachwuchsarbeit wurde Carsten Behnk ausgezeichnet, der seit 2008 die Jugendfeuerwehr Hooksiel leitet, die seit 50 Jahren besteht. 

Luftbild -Feuerwehrgerätehaus
Beeindruckendes Bild aus der Luft von der Einweihungsfeier am Feuerwehrgerätehaus. Foto: Mühlena

Wolfgang Reich von der Arbeitsgruppe Hooksiel überreichte der Wehr ein hölzernes Modell eines Feuerwehrautos aus den 1920er Jahren, also aus der Gründungszeit der Hooksieler Wehr. Und, ein besonderes Signal für die Feuerwehrkameraden. Peter Müller schenkte im Namen von Anwohnern aus dem Neubaugebiet Hohe Weg der Feuerwehr – als Zeichen der guten Nachbarschaft – eine Nordmanntanne. Sie soll direkt vor dem neuen Gerätehaus aufgestellt werden – und zum Jahresende jeweils als Weihnachtsbaum geschmückt werden. 

Als Ausdruck dafür, dass die Hooksieler Wehr in der Feuerwehr-Familie gut gelitten ist, darf wohl auch die starke Beteiligung von Angehörigen von Feuerwehren aus der gesamten Region, nein aus dem gesamten Bundesgebiet gewertet werden. Unter anderem überbrachten – neben Vertreter von etlichen Sicherheits- und Rettungsorganisationen aus dem Umfeld – Delegationen von Feuerwehren aus Aurich, Herford, Düsseldorf, Fröndenberg (Sauerland), Seesen (Harz) und auch der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven ihre Glückwünsche. Neben Josef Schun als aktuellem Chef der Berufsfeuerwehr war auch sein Vorgänger Steffen Lutter anwesend, der jetzt als Brandinspektor im Kreis Bergstraße arbeitet.

Ehrung für Carsten Behnk Jugendwart der Feuerwehr Hooksiel
Carsten Behnk wurde für sein Engagement für die Jugendfeuerwehr geehrt. Neben ihm Gemeindebrandmeister Eike Eilers (links) und Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. Foto: hol

Vor diesem Publikum ließ es sich Ortsbrandmeister Nöchel nicht nehmen, für die inzwischen bundesweit bekannten D-Schlauch-Lehrgänge in Hooksiel zu werben. Der D-Löschschlauch hat einen vergleichsweise kleinen Durchmesser, ist aber extrem beweglich und für etliche Einsatz-Szenarien bestens geeignet. „Der D-Schlauch wird maximal unterschätzt“, sagt Nöchel. Mit bislang über 600 Seminarteilnehmern arbeiten die Hooksieler Wehr daran, dass sich das ändert. 

Dramatische Rettungsaktion: Junge in Sandburg verschüttet

Wangerooge (10. 5. 2024) – Eine dramatische Rettungsaktion am Strand von Wangerooge ist glücklich ausgegangen. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Vorfall am Donnerstag gegen 16.30 Uhr am Oststrand der Insel. Ein Junge wurde in einer Sandburg verschüttet.

Zwei Brüder im Alter von 10 und 13 Jahre hatten am Strand zwei etwa 1,50 Metertiefe Löcher gebuddelt und versucht, diese mit einem Tunnel zu verbinden. Der Tunnelbau stürzte jedoch ein und begrub den 10-Jährigen vollständig unter Sand, so die Polizei.

Neben den Eltern eilten sofort weitere zahlreiche Ersthelfer an die Unglücksstelle, um den Jungen zu befreien. Auch die hinzugerufene Feuerwehr Wangerooge sei schnell vor Ort gewesen. Gemeinsam sei es schließlich gelungen, den Jungen zu retten. 

Eine Notärztin und der Rettungsdienst konnten den 10-Jährigen erfolgreich wiederbeleben. „Der Junge wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik auf dem Festland ausgeflogen“, teilt die Polizei heute mit. „Über den aktuellen Gesundheitszustand des Jungen ist derzeit noch nichts bekannt geworden.“