Hooksiel (25. 8. 2024) – Die Tennis-ü50-Herren des FCN Hooksiel haben auch im fünften Saisonspiel keinen Sieg einfahren können. Ob die Partie gegen Augustfehn zumindest als Unentschieden gewertet wird, ist noch offen. Nach Protest beider Mannschaften wird darüber die Staffelleitung entscheiden müssen. Den Abstiegsrang kann der FCN aber nicht mehr verlassen.
Vor dem Eklat im ersten Doppel sah es nach einem ganz normalen Spieltag aus. Spitzenspieler Thomas Otte hatte seinen Gegner sicher im Griff und sorgte mit einem 6:2/6:2-Sieg für den ersten Punkt für Hooksiel. Thorsten Csikos an Position 2 profitierte von der frühen verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners. An 3 und 4 unterlagen Mirko Ortmanns (1:6/2:6) und Gerd Abeldt (3:6/1:6) ihren nach den Leistungsklassen deutlich besser eingestuften Gegnern erwartungsgemäß.
Also 2:2 nach den Einzeln. Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Während das Doppel Ortmanns/Abeldt auch hier chancenlos blieb, gewannen Otte/Csikos zumindest den ersten Satz mit 7:6. Allerdings: Die Debatte über die Frage, ob der Satzball im oder außenhalb des Feldes war, lief komplett aus dem Ruder. Nach lautstarken Anwürfen des Spitzenspieles aus Augustfehn lehnten die Hooksieler es ab, das Spiel fortzusetzen. Über die Wertung muss jetzt die Staffelleitung entscheiden.
Die Hooksieler B-Junioren zogen unterdessen kampflos ins Viertelfinale des Pokalwettbewerbs der B-Jugend-Staffelsieger ein. Das Team des Norder TV reiste aufgrund einer Verletzung seines Spitzenspielers gar nicht erste nach Hooksiel an. Am nächsten Wochenende müssen Lorenz Kramer, Mateo Doyen, Niklas Doyen und Tom Fiebig jetzt in Emden antreten. Im Fall eines Sieges hätten die Hooksieler im Halbfinale am 7. September Heimrecht.
Anmerkung: Der FCN hat am heutigen Dienstag, 27. August, seinen Protest zum zurückgezogen. Damit lautet das Endergebnis der Ü50-Partie 2:4.
Die Vorfreude wächst: In Kürze wird das „Thalasso Meeres Spa“ wieder geöffnet werden. Foto: WTG
Horumersiel (23. 8. 2024) – Gute Nachreichten aus Horumersiel. Laut Wangerland Touristik GmbH war das Trinkwasser des Thalasso Meeres Spa bei der jüngsten Probe durch das Gesundheitsamt des Landkreises Friesland keimfrei. Damit wäre eine Wiedereröffnung des neuen Gesundheitszentrums Mitte September möglich.
„Nach der ersten so genannten Nullbeprobung am 12. August haben wir heute die Information durch das Gesundheitsamt erhalten, dass auch die am 19. August entnommene Probe keine Spuren des ,Pseudomonas aeruginosa‘ im Trinkwassersystem aufzeigt“, teilte WTG-Marketingchefin Larissa Strangmann heute mit. Wie berichtet war wenige Tage nach der Eröffnung des Thalasso-Zentrums eine Trinkwasserprobe mit dem so genannten Krankenhaus-Keim belastet.
Mitte Juli war das Thalasso Meeres Spa deshalb wieder geschlossen worden. „Die vergangenen Wochen seit Beginn der temporären Schließung wurden genutzt, um mit Hochdruck daran zu arbeiten, die einwandfreie Wasserqualität wiederherzustellen und offene Handwerksarbeiten anzugehen“, so Larissa Strangmann. Auch nach der der offiziellen Einweihung Ende Juni standen noch eine Vielzahl von Arbeiten für Elektriker, Tischler und Fliesenleger an.
Um die größtmögliche Sicherheit für die Patienten zu gewährleisten, habe sich die WTG dazu entschieden, in Absprache mit dem Gesundheitsamt das Wassersystem des Hauses auch in den kommenden Wochen über den normalen Turnus der Beprobung hinaus engmaschig zu überwachen. Zu den Ursachen der Keim-Belastung machte das Unternehmen keine Angaben.
Der genaue Termin für die Wiedereröffnung des Thalasso Meeres Spa steht noch nicht fest. „Nun wächst mit jedem Tag die Vorfreude darauf, schon bald wieder Gäste zur Thalasso-Auszeit im Thalasso Meeres Spa empfangen zu können“, sagt Larissa Strangmann. Die Nachfrage nach entsprechenden Anwendungen sei weiterhin hoch. Das Mitarbeiter-Team freue sich sehr darauf, wieder Gäste in dem besonderen Gebäude empfangen zu dürfen.
Sisko Haschenburger macht die Arbeit auf dem Bauernhof Spaß. Zu seinen Aufgaben als Auszubildender zum Landwirt gehört auch die Versorgung der Kälber auf dem Hof. Foto: hol
Hooksiel (23. 8. 2024) – Tiere und Pflanzen, das sind die beiden großen Themenfelder, mit denen sich Sisko Haschenburger intensiv auseinandersetzt. Der 17-jährige Hooksieler absolviert eine Ausbildung zum Landwirt. „Obwohl ich viel mit Tieren zu tun habe, liegt mir die Pflanzenkunde näher“, sagt der junge Mann im Gespräch mit „Hooksiel-Life“.
Er habe sich den Beruf ausgesucht, weil er dabei den ganzen Tag draußen ist, an der frischen Luft. Sisko Haschenburger arbeitet im zweiten Lehrjahr auf dem Milchviebetrieb von Henning Lange am Ortsrand von Hooksiel. Hier wollen 150 Milchkühe und deren Nachwuchs betreut und gepflegt werden. Dazu gehört das Füttern ebenso wie das Reinigen der Boxen im Stall. Melken muss der Azubi die Kühe übrigens nicht. Das erledigt ein Melkroboter. Aber auch der Umgang mit dem Roboter wie mit einer Fülle weiterer technischer Anlagen auf dem Hof will gelernt sein.
Vor einem Jahr hat Sisko Haschenburger seinen Führerschein für einen Trecker gemacht. Das Fahren mit landwirtschaftlichen Maschinen beim Säen, Düngen oder Ernten auf Grünland und Acker ist das eine. Die mächtigen Maschinen durch den öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen, das andere. „Angst habe ich dabei nicht“, versichert der angehende Landwirt. „Aber einige Autofahrer überholen doch schon sehr riskant.“
Sisko Haschenburger lernt drei Jahre lang in der Praxis. Alternativ könnten Auszubildende auch zunächst ein Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) absolvieren. Im ersten Lehrjahr besuchte er an zwei, ab dem zweiten Lehrjahr einen Tag in der Woche die Berufsschule in Varel. Auf dem Hof beginnt sein Arbeitstag um 7.30 Uhr und endet in der Regel um 18 Uhr. Dazwischen liegen zwei Stunden Mittagspause. Am Monatsende winkt dafür im zweiten Lehrjahr eine Vergütung von 637 Euro.
Der Feierabend lässt sich in der Landwirtschaft nicht immer auf die Minute planen, zumal Auszubildende nach und nach immer mehr eigenständig arbeiten. Während der Gras-Ernte oder wenn unverhofft ein Kälbchen zur Welt kommt, kann es schon mal vorkommen, dass Sisko Haschenburger etwas länger gefordert ist. Das ist aber kein Problem für den Hooksieler: „Das gehört für mich zum Beruf einfach dazu.“
Die „Friesland-Kliniken“ mit den Standorten Sanderbusch (Foto) und Varel sichern eine ortsnahe Versorgung im Landkreis. Gespräche mit Nachbarkliniken sind dennoch geboten. Foto: Friesland-Kliniken
Friesland/Wilhelmshaven (22. 8. 2024) – Die Alarmglocken schrillen. Und das schon seit Jahren. Die stationäre Gesundheitsversorgung ist im Umbruch. Zum Teil ökonomisch unabdingbar, zum Teil politisch gewollt, zum Teil aber auch von Verantwortlichen vor Ort selbst verschuldet. Für Hooksiel bedeutet das: Es ist mehr als fraglich, ob es in Zukunft noch drei Krankenhäuser in weniger als 20 Kilometer Entfernung mit einem Großteil der Versorgungsleistungen geben wird.
Die Stadt Wilhelmshaven muss ihr Klinikum mit immer neuen Millionen-Summen unterstützen, damit es die Löhne und Gehälter der rund 1500 Mitarbeiter zahlen kann. Hinzu kommt eine brach liegende Baugrube als Symbol für einen gescheiterten Klinik-Neubau. Auch die „Friesland-Kliniken“ mit ihren Standorten Sanderbusch und Varel geraten zunehmend unter Druck.
Neuer Anlauf für Kooperation
Vor diesem Hintergrund werden die Stimmen lauter, die eine Zusammenarbeit bis hin zur gesellschaftsrechtlichen Verschmelzung der Krankenhäuser der Region fordern. Wieder einmal. Schon mehrfach sind entsprechende Initiativen in der Vergangenheit im Sande verlaufen – zu stark waren offenkundig das Kirchturm-, Besitzstands- und Konkurrenzdenken in den Kliniken und bei deren Trägern.
Vor dem Hintergrund von Reformplänen der Bundesregierung, Hilfezusagen vom Land Niedersachsen und immer dramatischer werdenden roten Zahlen in den Büchern der Krankenhäuser jetzt ein neuer Anlauf: So hat der Kreistag des Landkreises Friesland sich in einer Sondersitzung an diesem Mittwoch für „eine mögliche Zusammenarbeit der Klinikum Wilhelmshaven gGmbH und der Friesland Kliniken gGmbH in einer noch zu bestimmenden Rechtsform unter gemeinsamer kommunaler Trägerschaft“ ausgesprochen.
Machbarkeitsstudie
Ob es dazu kommen wird? Abwarten. Klar ist, dass vor einem Zusammenschluss noch etliche Fragen geklärt werden müssen. Und das dauert. Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Der Kreistag stellte für ein entsprechendes Gutachten bis zu 100.000 Euro bereit – geknüpft an die Erwartung, dass die Stadt Wilhelmshaven die gleiche Summe zur Verfügung stellt. Zur Vorbereitung der Vergabe des Auftrags für die Studie soll eine Arbeitsgruppe installiert werden, der drei Kreistagsmitglieder – Axel Homfeldt (CDU/Schortens), Sina Beckmann (Bündnis 90/Die Grünen/Jever) sowie Sören Mandel (SPD/Varel) – angehören.
Aktuell seien die medizinische Versorgung in Friesland und auch die Arbeitsplätze in den Friesland Kliniken sicher, hieß es im Kreistag. Aber vor dem Hintergrund der Krankenhausreform des Bundes sowie des Krankenhaus-Finanzierungsgesetzes sei es sinnvoll, so Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der „Friesland Kliniken“, wenn Krankenhausträger in der Region – also die Landkreise Friesland und Wittmund sowie die Stadt Wilhelmshaven – in einen Dialog treten, wie die medizinische Versorgung langfristig und vor Ort sichergestellt werden kann.
Ressourcen bündeln
Das Sozialministerium in Hannover hatte zuletzt seine Unterstützung für eine Machbarkeitsstudie zugesagt, in der unter anderem Standortoptionen für eine umfassende Versorgung der Region, eine bestmögliche Ressourcen-Bündelung, der Investitionsbedarf und die Zukunftsfähigkeit im Rahmen einer SWOT-Analyse und eines Kostenvergleichs bewertet werden. Dabei sollen sowohl die Standorte Varel und Sanderbusch sowie das Neubauprojekt in Wilhelmshaven berücksichtigt werden.
Ausgelöst worden war die aktuelle Debatte über eine Klinik-Fusion durch einen Vorstoß der Win@WBV-Fraktion im Wilhelmshavener Stadtrat vor einigen Wochen. Die Dringlichkeit des Themas unterstreicht der rasant steigende Zuschussbedarf des dortigen Klinikums. Die Stadt soll laut Medienberichten seiner Tochter weitere über 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Insgesamt würde die Summe damit auf deutlich über 100 Millionen klettern.
Wichtiger Faktor für Wohnstandort
„Wir sind davon überzeugt, dass eine engere Zusammenarbeit mit dem Ziel einer Klinik-Fusion der richtige Weg ist“, betont Thies Fischer, stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU-Friesland aus dem Wangerland. Als „fahrlässig“ stufen Fischer und sein Mitstreiter Kai Ulferts Stimmen aus Friesland ein, die den Hilferufe aus Wilhelmshaven als „Sommerloch-Diskussion“ abtuen wollten. Es gehe schließlich um „die langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung in unserer Region“, so die CDU-Vertreter: „Da muss sich endlich etwas tun!“ Fischer (23 Jahre) und Ulferts (25) betonen, das die Region gerade von der jüngeren Generation als ein gemeinsamer Wohnstandort wahrgenommen werde.
Ähnlich sieht es auch die Wittmunder CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (links im Bild; Foto: Tobias Koch): „Die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ernsthaft auszuloten, ist endlich der Schritt in die richtige Richtung! Eine große Strukturreform der Krankenhäuser wird kommen und gemeinsam haben die beiden Häuser die besten Chancen, sich auf zukunftsfähige Beine zu stellen.“
Der Teufel steckt im Detail
Oberstes Ziel einer engeren Zusammenarbeit der Kliniken wäre die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit ihres Betriebs in kommunaler Hand. Für Privatisierungs-Vorschläge, wie etwa von der FDP in Wilhelmshaven gefordert, gibt es aktuell keine Mehrheiten.
Mediziner sprechen sich seit Jahren dafür aus, Doppelstrukturen in den Krankenhäusern abzuschaffen und Ressourcen zu bündeln. So könnten Kosten gespart und möglicherweise auch noch die Qualität der Behandlung verbessert werden. Wie die Erfahrungen aus den zurück liegenden (erfolgreichen) Fusionen der katholischen Krankenhäuser St.-Willehad-Hospital (Wilhelmshaven) und St.-Johannes-Hospital (Varel) mit den jeweiligen kommunalen Kliniken gezeigt haben, gibt es dabei jedoch viele konfliktträchtige Details, die jetzt in der geplanten Machbarkeitsstudie beleuchtet und entschieden werden müssten.
Marianne Kruse (Gollmer & Hummel) übergab der Feuerwehr Hooksiel ein Schlauch-Einbindesystem, mit dem schnell druckstabile Schlauchverbindungen hergestellt werden können. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel (links) und Dr. Thomas Große nahmen die Spende entgegen. Foto: hol
Hooksiel (21. 8. 2024) – Die Hooksieler Feuerwehr steht auf den Schlauch. Genauer gesagt: Auf den „D-Schlauch“. Bereits seit 2016 finden bei der Wehr Lehrgänge statt, bei dem der effiziente Umgang mit den vergleichsweise dünnen Löschschläuchen trainiert wird. Ortsbrandmeister Jörg Nöchel: „Die D-Schläuche haben eine Reihe von Vorteilen. Dennoch sind bei den meisten Wehren vornehmlich C- und B-Schläuche im Einsatz.“
Am Wochenende fand zum wiederholten Mal ein D-Schlauch-Workshop statt. Dazu konnten die Hooksieler 43 Feuerwehrleute aus halb Deutschland begrüßen. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise war aus Homburg am Main angereist. Ein Großteil der Interessierten kam aber von Wehren aus dem Nordwesten.
Am Vormittag ging es um die Theorie, am Nachmittag um die Praxis.Vier Stunden lang informierten Jörg Nöchel und Dr. Thomas Große von der Hooksieler Wehr zusammen mit Marianne Kruse von der Herstellerfirma Gollmer & Hummel (Straubenhardt) über die Eigenschaften und Vorzüge des D-Schlauches. Nachmittags wurden auf dem Gelände der Hooksieler Werft im Rahmen von Übungen verschiedene Einsatzszenarien nachgestellt.
Den praktischen Umgang mit dem D-Schlauch trainierten die Teilnehmer des Workshops auf dem Gelände der Werft Hooksiel. Fotos: Feuerwehr
Der „D-Schlauch“ hat lediglich einen Innendurchmesser von 2,5 Zentimetern. Er ähnelt einem handelsüblichen Gartenschlauch. Über den Schlauch wird weniger, aber in der Regel genügend Wasser transportiert. Für die Bekämpfung der allermeisten Brände reicht die Wassermenge gepaart mit dem richtigen Druck völlig aus. Die Vorteile: Der D-Schlauch ist deutliche leichter und wendiger, was gerade bei Einsätzen in engen Gebäuden wichtig sein kann. Er bindet zudem deutlich weniger Wasser im Schlauch, was des Wasserverbrauch senkt. Und: Die Folgeschäden durch den Löschwassereinsatz etwa bei Zimmerbränden sind deutlich geringer.
Am 7. September treffen sich die Workshop-Teilnehmer zum zweiten Teil des Seminars erneut in Hooksiel. Dann soll es schwerpunktmäßig um die Vorteile des D-Schlauches bei der Vegetationsbrand-Bekämpfung gehen; eine Einsatzart, die im Zuge des Klimawandels voraussichtlich zunehmen wird.
Ulrich Nolzen (rot-karriertes Hemd) übergibt den OKT-Wanderpokal an Helmut Kahl. Foto: hol
Hooksiel (20. 8. 2024) – „Mit den Oldtimern zur Gattersäge!“ vor wenigen Wochen hatte „Oldi R4“ Helmut Kahl aus der Hooksieler OKT-Truppe (Oldtimer Klön Tag) seinen Vorschlag für einen Sonntagsausflug nach Horsten vorgestellt. Die Teilnehmer begeistert. Der Termin wurde mit dem Gattersägen-Vorstand abgestimmt, eine Privatvorstellung vereinbart.
Am Sonntag war es dann soweit. Vor dem Start an der Hooksieler Tankstelle überreichte „Oldi BMW“ Ulrich Nolzen den Wanderpokal an den Organisator Helmut Kahl. Nachdem die Streckenführung nach Horsten aufgrund von Baustellen und Wasserschäden in Accum noch ein wenig verändert werden musste, rollten die elf durchweg über 30 Jahre alten Auto-Schätzchen vom Hof.
Neben der Besichtigung der Gattersäge in Horsten (links) stand natürlich das Fachsimpeln über die Oldtimer im Mittelpunkt der Veranstaltung des OKT Hooksiel. Fotos: privat
Der Konvoi rollte 35 Kilometer über Landstraßen und durch Dörfer wie Westerhausen, Purkswarfe, Sillenstede, Fedderwarden, Accum, Pingelei, Langewerth, Roffhausen, am Sander See vorbei nach Dykhausen in Richtung Gödens – Friedeburg nach Horsten.
In Horsten bildeten die auf dem Gemeindeparkplatz abgestellten Oldtimer einen Hingucker. Für den OKT erläuterten Vorstandsmitglieder des Gattersägen-Fördervereins die Entstehung des Sägewerks, seine Historie und die Funktionsweise. Danach besichtigte man die Räume mit dem historischem Transmissions-Maschinenpark. Als Höhepunkt wurde dann zum Abschluss die Säge angeschmissen und ein Baumstamm-Schnitt vorgeführt. Nolzen: „Sagenhaft und ein hochinteressanter Maschinenbau.“
Nach kleinen Spenden an den Förderverein besuchten die Oldtimer-Fans das Hofcafe am Horster Grashaus. Im Anschluss an die gemeinsame Kaffeetafel fuhren die Teilnehmer individuell zurück nach Hause. Und, was die Organisatoren besonders freute: Alle kamen pannenfrei an.
Wilhelmshaven/Hooksiel (20. 8. 2024) – Das Netzwerk Energiedrehscheibe lädt zu einem Aktionsmonat ein. Unter dem Motto „Ein Kessel Buntes“ finden vom 25. August bis zum 29. September insgesamt 36 Online- oder Vor-Ort-Veranstaltungen statt. Geplant ist unter anderem eine Demonstration am 21. September in Wilhelmshaven.
Das Aktionsbündnis besteht aus 23 Organisationen, Vereinen, Gruppierungen und Einzelpersonen mit rund 150 Aktiven aus dem Bereich Klima- und Naturschutz, darunter Umweltschutzverbände wie der Nabu und der BUND. Gemeinsam sammelt man Informationen und tauscht sich täglich über Fragen etwa zu Energieeffizienz, Verkehrswende, Artenschutz, Kohlenstoffspeicherung, Frackinggas und LNG-Import aus. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Entwicklungen an den Energie-Importstandorten wie Wilhelmshaven, Mukran, Lubmin, Stade und Brunsbüttel.
„An allen Standorten haben sich Menschen auf den Weg gemacht, den Import fossiler Gase zu kritisieren“, so Stefanie Eilers vom Bündnis. Eine Energiewende, für die auch der geplante „Energy Hub“ in Wilhelmshaven stehe, sehe man kritisch. Mit dem Aktionsmonat wolle das Netzwerk Energiedrehscheibe, so Nabu-Vorsitzende Stefanie Eilers, seine Themen nun lauter und breiter vertreten. Weitere Aktionsmonate sollen im Oktober und im Dezember folgen.
Den Auftakt zu der Veranstaltungsreihe bildet ein Familienfreizeit im Grünen am Sonntag, 25. August, 11 bis 18 am Jugendzentrum Krähenbusch, Hier soll es um „Parks der Zukunft“ gehen. Für Samstag, 31. August , lädt der Nabu Wilhelmshaven zum Sommerfest in die Ruscherei in Altengroden.
Am Donnerstag, 19. September, um 15.30 Uhr wollen die Aktivisten zum Beispiel den Umweltausschuss des Landkreises Friesland in Jever besuchen. Ein Thema dort: Mögliche Beeinträchtigungen des Wattenmeers durch den vor Hooksiel liegenden LNG-Frachter „Höegh Esperanza“.
Mit einer Demonstration am Samstag, 21. September, ab 15 Uhr wollen sich die Aktivisten am Fliegerdeich in Wilhelmshaven „Für einen sauberen Jadebusen ohne Fäkalien“ einsetzen. Ziel ist es, die Einleitung von Mischwasser unter anderem aus dem kommunalen Abwassersystem in die Jade zu beenden. Das gesamte Veranstaltungsprogramm finden Interessierte unter www.zukunftwhv.com.
Hooksiel/Helgoland (19.8. 2024) – Nach umfangreichen Vorarbeiten hat die Bergungsfirma am Sonntag Nachmittag das nahe Helgoland gesunkene Frachtschiff „Verity“ auf dem Grund der Nordsee durchtrennt. Dazu wurde nach Mitteilung der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GWS) das Wrack zunächst am Bug angehoben, um Hebeketten und eine Schneidkette unter dem Wrack zu positionieren.
Eine Barge, ein flaches Schiff ohne eigenen Antrieb, wurde so über dem Wrack so verankert, dass ihr Bug genau über dem Bug des Wracks fixiert war. Zum Anheben des Bugs seien zwei Ketten mit einer Bruchkraft von je 600 Tonnen unter dem Bug platziert worden. Mit diesen Ketten wurde dann der Bug des Wracks etwa vier Meter vom Meeresgrund hochgehoben.
Nachdem die Ketten in Position gebracht waren, wurde die unter dem Wrack vorbereitete Schneidkette in Kettenzieher eingelegt. Danach wurde die Kette abwechselnd auf der einen Seite hoch- und auf der anderen Seite heruntergefahren. Durch diese Sägebewegungen wurde das Wrack durchtrennt. Das Zerschneiden des Wracks dauerte neun Stunden.
Im nächsten Schritt sollen die beiden Hälften des Wracks mit einem besonders starken Schwimmkran aus dem Wasser gehoben und auf eine weitere Barge geladen werden. „Sobald die Wetterbedingungen stabil sind, wird ein Schwimmkran ins Wrackgebiet gebracht“, kündigt die GWS an. Wenn die Sektionen auf der Barge gesichert seien, sollen sie zur Entsorgung in die Niederlande geschleppt werden.
Das Küstenmotorschiff „Verity“ war am 24. Oktober 2023 des vergangenen Jahres nach einer Kollision mit dem Frachter „Polesie“ in der Deutschen Bucht havariert und gesunken. Das Wrack liegt südwestlich vor Helgoland in einer Wassertiefe von etwa 37 Metern und stellt eine Gefahr für die Schifffahrt dar.
Hooksiel (19. 8. 2024) – Die Fußball D-Jugend der JSG Wangerland hat ihr erstes Punktspiel der Saison gegen Frisia Wilhelmshaven IV mit 4:1 (3:0) gewonnen. Nach dem unglücklichen Pokalaus in der vergangenen Woche ist Trainer Bernhard Köster zufrieden: „Die ersten drei Punkte sind im Sack.“
Mit vollzähliger Mannschaft legte wir gleich gut los. Eine erste Ecke fliegt in der vierten Minute vors Tor. Ein Frisianer erwischt den Ball nicht richtig, Eigentor 1:0. Im Zwei-Minuten-Takt geht es weiter. Noah prüft den Frisia-Keeper, Hanjo schießt das Leder halb links übers Tor. In Minute 15 schließt dann Dauerläufer Thies mit einem schönen Flachschuss von rechts zum 2:0 ab. Vor der Pause legt die JSG noch das 3:0 nach.
Nach dem Wiederanpfiff ruckelt das Spiel aus Sicht der Wangerländer etwas. Das Aufbauspiel ist nicht mehr so flüssig, viele Zweikämpfe gehen plötzlich verloren. Frisia verkürzt auf 3:1. „Mehr haben wir dann aber doch nicht zugelassen“, so Köster. Und in der Nachspielzeit zirkelte Raik mit einem schönen Freistoß den zum 4:1-Endstand in den Winkel.
Wilhelmshaven/Wangerland (16. 8. 2024) – Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag fordert, dass das Planungs- und Genehmigungsverfahren für den Bau der zweite Ausbaustufe des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht wird. Nach Ansicht der Abgeordneten Katharina Jensen (Wangerland) ist die Hafenerweiterung ein Baustein eines Gesamtpakets, mit dem die CDU die wirtschaftlichen Potenziale der Küsten- und Seehäfen in Niedersachsen voranbringen will.
Der Antrag sei jetzt in Hannover im Rahmen einer Anhörung von Branchenvertretern sowie Vertretern der Hafenstandorte Emden, Stade und Wilhelmshaven sehr positiv aufgenommen worden, so Jensen. Die Seehäfen würden gerade mit Blick auf den Umbau der Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien an Bedeutung gewinnen. Gerade für den Bau von Offshore-Windparks in der Nordsee seien erheblich mehr Hafenflächen erforderlich. Aber auch für das Hochlaufen der Wasserstoff-Wirtschaft würden zusätzliche Flächen benötigt.
Die CDU habe in ihrem Antrag zehn Punkte formuliert, die dafür sorgen sollen, dass die Chancen der Energiewende für die niedersächsischen Küsten- und Seehäfen genutzt werden, so Katharina Jensen (Foto) in einer Pressemitteilung.
„Dabei geht es auch darum, sich auf Bundesebene über eine Bundesratsinitiative der norddeutschen Länder für eine Reform des Hafenlastenausgleichs einzusetzen. Wir fordern eine Mindesterhöhung der jährlichen Mittel auf 500 Millionen Euro sowie eine Anpassung des Verteilerschlüssels für die Bundesländer.“ Zudem müssten auch die Mittel landeseigenen Hafengesellschaft NPorts auf jährlich 50 Millionen Euro angehoben und verstetigt werden, fordert die CDU-Fraktion.
Eine Chance für niedersächsische Häfen sehen die Christdemokraten auch im Thema Schiffsrecycling. Damit sich deutsche Werften verstärkt beim Abwracken von in die Jahre gekommenen Schiffen engagieren, müsste aber der Rechtsrahmen geändert werden, so Jensen. Derzeit würden abzuwrackende Schiffe in der Regel an Reedereien ins außereuropäische Ausland verkauft, dort unter Nicht-EU-Flaggen wechseln und dann vor allem in Südasien abgewrackt. „Vor allem die Binnenfischerei in Deutschland hat eine sehr alte Flotte, schiebt momentan aber eine Erneuerung vor sich her.“ Sollte Schiffsrecycling in Deutschland möglich werden, erwarten die Branchenvertreter, dass sie in den kommenden zehn Jahren mindestens 15.000 Schiffe abwracken werden.