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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Polizei warnt vor Schockanrufen: Mann übergab Geld und Goldmünzen

Friesland/Wilhelmshaven (18. 7. 2025) – Betrüger haben eine Frau in Wilhelmshaven am Donnerstag um einen hohen Geldbetrag und um ihrer Krügerrand Goldmünzen gebracht. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise und warnt nachdrücklich vor der Schockanruf-Masche. 

Zahlreiche Anrufe in der Region

Am gestrigen Nachmittag seien etliche Bürger in Friesland und Wilhelmshaven von Unbekannten angerufen worden, die sich am Telefon als Angehörige des Angerufenen oder als Polizeibeamte ausgaben. Ihnen wurde am Telefon von einem schweren, von ihnen verursachten Verkehrsunfall berichtet – gepaart mit der Forderung, einen hohen Geldbetrag zu bezahlen, um einer Haft oder Strafe zu entgehen.

Die meisten Angerufenen, so die Polizei, hätten den Betrugsversuch erkannt und das Telefonat beendet. In einem Fall jedoch sei ein am Telefon eingeschüchterter Mann zu seiner Hausbank gegangen und habe verursacht, die geforderte „Kaution“ abzuholen. „Da eine so große Summe ohne Anmeldung nicht ausgezahlt werden konnte, forderte der Anrufer, der die ganze Zeit über per Telefon mit dem Geschädigten in Verbindung stand, die Abhebung der hälftigen Summe“, schildert die Polizei. Da diese Summe ebenfalls nicht verfügbar war und der Bankmitarbeiter den Geschädigten auf den möglichen Betrugsversuch aufmerksam machte, wurde das Gespräch durch den Anrufer beendet.

69-jährigen Mann zum Rathaus gelockt

In einem weiteren Fall habe der Anrufer von einem 69-jährigen Mann eine Kaution von über 50.000 Euro gefordert. Nach mehreren Telefonaten sei die Geschädigte schließlich zur Übergabe seines verfügbaren Bargelds und von Krügerrand Goldmünzen bereit gewesen. Offenbar, um ihre Seriosität vorzutäuschen, bestellten die Täter den Mann zum Wilhelmshavener Rathaus. Vereinbarungsgemäß seien das Bargeld, laut Polizei eine mittlere fünfstellige Summe, und die Krügerrand Goldmünzen auf dem Rathausplatz an eine Frau übergeben worden.

Eine Empfangsbescheinigung wurde dem Geschädigten nach einer im Rathaus noch durchzuführende Zählung in Aussicht gestellt. Die „Kaution“ würde anschließend beim Amtsgericht eingezahlt werden. Da die Frau nicht wieder erschien, kamen dem Geschädigten Zweifel und er wandte sich an die Polizei. 

Hinweise von Zeugen erbeten

Die tatverdächtige Frau, die das Geld im Empfang nahm, wird wie folgt beschrieben: südländisches Erscheinungsbild, schulterlange dunkelbraune Haare, Bekleidung: rosafarbener Pullover, weiße Hose. Zeugen, die nähere Angaben zu der Tatverdächtigen oder einem von ihr verwendeten Fahrzeug machen können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Wilhelmshaven unter der Rufnummer 04421-9420 in Verbindung zu setzen.

ÖPNV: Kostenlose Bus-Fahrkarten für alle Friesländer

Friesland/Hooksiel (18. 7. 2025) – Im August 2025 können Friesländerinnen und Friesländer mit einem „Schnupperticket“ an einem Tag ihrer Wahl kostenlos den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Friesland auf den Linien 111, 121, 211, 212, 215, 219, 251 und 253 des Frieslandtaktes nutzen. Darunter sind auch die Linien, die Hooksiel zum Beispiel mit Wilhelmshaven und Schillig sowie mit Hohenkirchen und Harlesiel verbinden.

Ein Tag im August mit dem Bus

Das „Schnupperticket“ wird als Flyer per Postwurfsendung (im „Nordwest Sonntagsblatt“) im Landkreis verteilt. Bei Vorlage des Flyers wird ein Tagesticket für einen beliebigen Tag im August kostenlos ausgestellt. 

Das „Schnupperticket“ ist Teil eines Marketingkonzeptes der Busunternehmen und des Landkreises, das auf die seit 2020 umgesetzten Verbesserungen im ÖPNV im Landkreis Friesland aufmerksam macht. Dazu ist unter anderem eine Informationsoffensive geplant. Der Landkreis unterstützt die Marketingmaßnahmen mit rund 50.000 Euro aus Regionalisierungsmitteln. 

Ausführliche Informationen gibt es unter www.frieslandtakt.de. Auskünfte zu den Busverbindungen finden sich unter www.fahrplaner.de.

Werbung für öffentlichen Nahverkehr

Seit 2020 arbeitet der Landkreis daran, die Ziele seines Nahverkehrsplans umzusetzen, durch den der ÖPNV attraktiver werden soll. Unter anderem wurden zusätzliche Buslinien wie die Linie 211 (Harlesiel-Hooksiel) geschaffen und die Fahrpläne hinsichtlich der Umstiegszeiten optimiert. Auch wird der barrierefreie Ausbau der Haltestellen vorangetrieben. Aktuell werden zentrale Haltestellen mit digitalen Informationsanzeigern ausgestattet, auf denen die nächsten Abfahrtzeiten in Echtzeit dargestellt werden sollen. 

Suche nach Interessenten für Campingplatz Hooksiel hat begonnen

Hooksiel (16. 7- 2025) – Die Vorbereitungen für den geplanten Verkauf des Hooksieler Campingplatzes gehen zügig voran. An diesem Dienstag hat die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) im Elektronischen Amtsblatt der Gemeinde Wangerland das offizielle „Interessenbekundungsverfahren zur Veräußerung eines Campingplatzgrundstückes“ eröffnet. Bis Dienstag, 12. August, haben jetzt Interessenten Gelegenheit, sich für das Objekt zu bewerben.

Ostdüne Hooksiel
Zum Hooksieler Saison-Campingplatz gehört die Ostdüne, die von Wohnmobilisten das ganze Jahr hindurch angesteuert werden kann.

Der Verkauf von Immobilien ist Teil des Sanierungskonzeptes für das in Schieflage geratene Tochterunternehmen der Gemeinde Wangerland. Unter anderem steht der von der WTG betriebene Campingplatz „mit einem funktionierenden Betrieb, Gebäuden und Ausstattung sowie einem ca. 111.111 Quadratmeter großem Grundstück“ zum Verkauf. Der vor dem Deich direkt an der Jade gelegene Campingplatz gehört mit über 1500 Stellplätzen zu den größten in Deutschland.

Mitarbeiter müssen übernommen werden

Ein möglicher Käufer, so eine Bedingung der WTG, müsse auf jeden Fall den Betrieb des Campingplatzes fortführen wollen und die bestehenden Arbeitsverhältnisse der WTG-Mitarbeiter übernehmen. Zudem erwarte man von Bewerbern, dass sie – neben einer Kaufpreis-Vorstellung – ein Fortführungskonzept vorlegen, in dem Pläne für Qualitätsverbesserungen und mögliche Folgeinvestitionen beschrieben werden. „Ebenso wird eine Aussage dazu erbeten, ob eine Übernahme und/oder Betriebsfortsetzung des benachbarten Meerwasser-Hallenwellenbades Bestandteil der Konzeption ist“, heißt es in der Ausschreibung. Das Bad stelle eine wichtige Infrastruktur für die Camper und Wohnmobilisten dar.

Mit einem Interessenbekundungsverfahren wird der Markt sondiert. Verpflichtungen geht die WTG damit nicht ein. Insbesondere muss sie nicht automatisch einen Kaufvertrag mit dem Höchstbietenden abschließen.

Verkaufsauftrag schon am 28. Mai erteilt

Bereits am 28. Mai, also gut einen Monat vor ihrem Antrag auf Insolvenz in Eigenregie beim Amtsgericht Wilhelmshaven (26. Juni), hat die WTG die GLC Glücksburg Consulting AG (Hamburg) damit beauftragt, nach Interessenten für zum WTG-Vermögen gehörende Immobilien und Betriebsteile zu suchen. Eine ursprünglich veröffentliche Auflistung möglicher Objekte hat die GLC zwischenzeitlich wieder von ihrer Internetseite genommen und durch den Hinweis ersetzt, dass Entscheidungen über mögliche Verkäufe ausnahmslos bei der WTG, dem vom Amtsgericht bestellten Sachwalter und dem Gläubigerausschuss lägen. 

Festival-Stimmung am Strand von Schillig

Schillig (15. 7. 2025) – Festival-Stimmung in Schillig. Am kommenden Wochenende, 18. bis 20. Juli, lädt die Wangerland Touristik zum „Friesen-Festival“ ein. Neben Essen und Livemusik gibt es dabei einen sportlichen Höhepunkt: den „Friesencross“.

Am Samstagabend schlüpft die Hamburger Band „Das Fiasko“ in die Kostüme vieler bekannter Gesangskünstler. Archiv-Foto: hol

Das „Friesland-Festival“ bildet gleichsam das Rahmenprogramm für die traditionelle Laufveranstaltung, bei der die Teilnehmer am Samstag nicht nur den Strand entlang sondern auch durchs Wattenmeer laufen werden. Das Festival beginnt am Freitag um 14 Uhr. Den Auftakt auf der Bühne macht der Shantychor en „Likedeeler“. Für 16 Uhr ist eine Vorstellung vom Zirkus Axo geplant. Ab 17 beziehungsweise 20 Uhr sorgen „Beach Rock“ und die Band „Hitfluencer“ für Stimmung am Strand.

Am Samstag stehen zunächst die Teilnehmer am Friesencross-Lauf im Mittelpunkt. Für 14 Uhr ist die Siegerehrung angesetzt. Danach tritt um 14.30 Uhr die Band „Soulmen Acoustic“ auf. Um 16 Uhr präsentiert sich erneut der Zirkus Axo. Um 17 Uhr tritt „Honeybird“ auf. Ab 20.30 Uhr sorgt dann die Hamburger Band „Das Fiasko“ für Stimmung. 

Am Sonntag beginnt das Programm um 12 Uhr mit einer Kinderdisco. Im Laufe des Nachmittags folgen Neptuntaufe, Zirkusvorstellung, Stockbrot backen. Dazu gibt es wie an den Tagen zuvor an zahlreichen Buden Leckereien und erfrischende Getränke. 

Landkreis aktualisiert Nahverkehrsplan

Friesland/Wangerland (13. 7. 2025) – Der Landkreis Friesland will seinen Nahverkehrsplan (NVP) für die Jahre 2025 bis 2029 im Oktober verabschieden. Darauf weist die Kreisverwaltung hin. Aktuell beginnt die formelle Beteiligung der so genannten Träger öffentlicher Belange, die bis Anfang September Gelegenheit für Stellungnahmen haben.

Beteiligt werden unter anderem benachbarte Aufgabenträger, kreisangehörige Städte und Gemeinden, die Straßenbaulastträger, Verbände, die die Interessen der Fahrgäste vertreten, Verkehrsunternehmen sowie die Niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft. 

Im Entwurf für den neuen NVP sind unter anderem in den vergangenen Jahren umgesetzte Projekte aufgelistet und Ziele für die Weiterentwicklung und Optimierung des Liniennetzes genannt. Ein Vorhaben: Der Ausbau von Mobilitätsstationen und Mobilitätspunkten wie etwa in Hooksiel. Interessierte können den Entwurf des NVP unter www.friesland.de/oepnv einsehen.

Trotz allen Unmuts: Bürgermeister will nicht das Handtuch schmeißen

Wangerland/Hooksiel (12. 7. 2025) – Es rumort im Wangerland. Nachdem die gemeindeeigene Wangerland Touristik GmbH (WTG) Insolvenz angemeldet hat, gibt es vielerorts Verunsicherung. Bei den 180 WTG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in Gastronomie- und Tourismusbranche und bei vielen Bürgern. Der Unmut richtet sich auch gegen die politischen Vertreter der Gemeinde.

Gipfelkreuz in Hooksiel eingeweiht
Der Dialog mit den Vereinen und sonstigen Organisation in der Gemeinde mache ihm viel Freunde, sagt Bürgermeister Mario Szlezak (3. v. l.) . Auf dem Bild weiht er mit der Arbeitsgruppe Hooksiel das Gipfelkreuz auf dem Diedrichsberg im Freizeitgelände ein. Archiv-Foto: hol

Das bekommt selbst Bürgermeister Mario Szlezak (SPD) zu spüren, der sich mit zum Teil massiven Unmutsäußerungen konfrontiert sieht. Aber der 51-Jährige will sich davon nicht unterkriegen lassen. Im Gegenteil. Er will im kommenden Jahr erneut für das Amt des Bürgermeisters kandidieren. „Meine Entscheidung steht“, sagte Szlezak im Gespräch mit „Hooksiel-Life“. Er habe angesichts der Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ und den Folgen für WTG und Gemeinde zwar noch einmal intensiv über seine Pläne nachgedacht. „Aber deshalb das Handtuch schmeißen, das ist mir zu billig.“

Amtszeit endet Ende 2026

Szlezak ist 2021 erstmals zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Wangerland gewählt worden. Die fünfjährige Amtszeit endet im Herbst nächsten Jahres. Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 werden auch die Bürgermeister neu gewählt – dann allerdings für acht Jahre.

Dass die Gemeinde als Gesellschafter der WTG den Weg in die „Insolvenz in Eigenregie“ gewiesen hat, hält der Bürgermeister für richtig. Ziel sei es, der WTG den Handlungsspielraum zu geben, ein Sanierungskonzept umzusetzen, mit dem möglichst viele der WTG-Arbeitsplätze und touristische Angebote gerettet werden können. Die Alternative, eine Patronatserklärung, mit der die Gemeinde für alle Verbindlichkeiten ihrer Tochter gerade gestanden hätte, hätte vermutlich die Kommune in die Überschuldung getrieben und wäre das Aus für den dringend erforderlichen Bau einer neuen Grundschule und eines Feuerwehrgerätehaus in Hohenkirchen gewesen. Szlezak: „Und das sind Pflichtaufgaben der Gemeinde.“ 

Wechsel aus der Industrie nicht bereut

Szlezak ist gebürtiger Wangerländer. Er ist in Hohenkirchen aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat hier eine KFZ-Mechaniler-Ausbildung gemacht. Nach der Bundeswehrzeit und der Weiterbildung zum Industriemeister arbeitete er einige Jahren in Nigeria, bevor zum Wilhelmshavener Kranbauer Manitowoc wechselte, wo er Leiter Prototypenbau, Endmontage und Prüfplatz war mit Verantwortung in der Projektsteuerung und Qualitätssicherung. Bislang habe er noch nicht bedauert, den Job in der Industrie für den Bürgermeister-Posten aufgegeben zu haben. „Mir machen die Aufgaben im Rathaus, aber auch der Kontakt mit den Bürgern sehr viel Freude.“

Bürgermeister Mario Szlezak (rechts) hofft, dass die WTG über die Insolvenz in Eigenregie den Weg in eine wirtschaftlich stabile Zukunft findet. Neben ihm WTG-Geschäftsführer Torsten Riedel (links) und der Sprecher der Lenkungsgruppe Lübbe Meppen. Archiv-Foto: hol

Nach dem Eindruck des Bürgermeisters herrscht unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung eine gute Stimmung. Dazu beigetragen habe auch eine Umstellung in der Arbeitsorganisation. Aufgaben würden als Projekte definiert, die dann gemeinsam interdisziplinär angegangen werden. Der Vorteil: „Alle unterstützen sich gegenseitig.“ Erfreulich sei es, wenn so schnell und unbürokratisch Anliegen von Bürgern erledigt werden könnten.

Verwaltung neu geordnet

Probleme gebe es im Bauamt. Hier könnten freie Stellen nicht besetzt werden, da es keine Bewerber für diese Tätigkeit in kleinen Kommunen gebe. Zuletzt hatte der Bürgermeister deshalb das Bauamt in die Bereiche Bautechnik (Leitung Torsten Meuer) und Bauverwaltung (Peter Podein) geteilt. An die Spitze des Personalamtes, das bislang von Podein verantwortet wurde, ist Bianca Siuts gerückt. Ein effizient arbeitendes Bauamtes sei gerade vor dem Hintergrund der zu erwartendem Bauanträge im Bereich der Windkraft-Nutzung (Stichwort Repowering von Altanlagen) unverzichtbar.

Szlezak fühlt sich von den Bürgerinnen und Bürgern im Wangerland gut angenommen. Die Arbeit mit den Menschen mache im Spaß, auch wenn die Erwartungen an ihn zuweilen sehr hoch seien. „Als Bürgermeister hat man aber in einer Gemeinde nicht allein das Sagen.“ Insbesondere zu den Dorfgemeinschaften und den Feuerwehren pflege er einen sehr engen Kontakt. Gerade bei der Umsetzung des Feuerwehrkonzeptes habe die Gemeinde viel erreicht. Sichtbare Zeichen dafür seien die neuen Feuerwehrgerätehäuser in Hooksiel und Wadderwarden sowie neue Löschfahrzeuge. 

Viele Aufgaben in Hooksiel und Hohenkirchen

Während die Gemeinde-Entwicklungsplanung mit der Trennung von Dauerwohnen und Ferienwohnen gut vorankomme, sei die geplante Entwicklung eines Tourismus-Entwicklungskonzeptes aufgrund der Probleme um den Bau des Thalasso-Zentrums komplett auf der Strecke geblieben, bedauert der Bürgermeister. 

Zu den wichtigsten anstehenden Aufgaben, die weit in die nächste Wahlperiode hineinreichen, zählt Szlezak die Entwicklung der Ortskerne von Hooksiel und Hohenkirchen. In Hohenkirchen stelle sich mit dem Umzug der Feuerwehr in den Neubau die Frage, was aus dem alten Feuerwehr-Areal wird. Ähnlich wie in Hooksiel. Hier habe man gerade den Planer einer Hotelanlage am Alten Hafen dazu aufgefordert, über den Stand bei der Suche nach Investoren und Betreiber zu berichten.

Zukunft des Gästehauses ungewiss

Weitere wichtige Projekte für Hooksiel sind aus Sicht des Bürgermeister die geplante Strandaufspülung, die Entwicklung des Freizeitgeländes am Hooksmeer und der mögliche Umzug des historischen Leuchtturms „Roter Sande“ von der Wesermündung an den Hooksieler Strand. „Der Leuchtturm wäre auf jeden Fall ein Tourismus-Magnet“, ist Szlezak überzeugt. „Aber wir haben gegenüber der Deutschen Stiftung Denkmalschutz stets betont, dass die Gemeinde für das Projekt kein eigenes Geld aufbringen kann.“

Der von der WTG angestrebte Verkauf des Hallenwellenbades und des Campingplatzes in Hooksiel an Investoren kann aus Sicht von Szlezak auch eine Chance für den Ort sein. Möglicherweise müsse auch noch das Gästehaus verkauft werden. Solle es dazu kommen, müsse man sich überlegen, wie die Gästebetreuung organisiert wird und wo in Hooksiel eine neue Begegnungsstätte für die Bürger entstehen kann. Der Wunsch von Szlezak: Am Ende seiner zweiten Amtszeit 2034 sind all diese Themen erfolgreich abgearbeitet.

Hamburger Beratungsfirma sucht Investoren für WTG-Immobilien

Wangerland/Hamburg (10. 7. 2025) – Die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) hat die Hamburger Beratungsfirma GLC Glücksburg Consulting AG beauftragt, ihr bei der Vermarktung von Immobilien und Geschäftsbereichen zu helfen. Ziel sei es, bestehende Immobilien und Flächen zu analysieren, neue Nutzungskonzepte zu entwickeln und Investoren für die Umsetzung zu gewinnen, heißt es in einem bereit am 30. Juni erstellten Beitrag auf der Internetseite des Unternehmens.

Thalasso Meeres Spa von außen
Steht offenbar auch zum Verkauf: Das neue Thalasso-Zentrum in Horumersiel mit seinen umliegenden Immobilien. Foto: hol

Gestern hatte die WTG bekannt gegeben, dass ihre Bäder vorerst nicht geschlossen werden, da sich für das Meerwasser-Hallenwellenbad und den Campingplatz Hooksiel ein potenzieller Käufer gefunden habe. Man werde jetzt einen Bieterprozess anstoßen.

Ex-WTG-Geschäftsführer heute Berater

In der Pressemitteilung fiel erstmals auch der Name der Beratungsfirma GLC, mit der die WTG schon länger zusammenarbeitet. Das Unternehmen berät unter anderem Tourismusunternehmen und hilft beim Kauf oder Verkauf von Immobilen. Pikante Fußnote: Ex-WTG Geschäftsführer Armin Kanning ist nach seinem Ausscheiden aus dem gemeindeeigenen Unternehmen Ende April zu eben jener GLC gewechselt, wo er heute den Geschäftsbereich Tourismus/Marketing verantwortet. Für den Geschäftsbereich Transaktionen zeichnet GLC-Vorstand Prof. Martin Weigel verantwortlich.

Suche nach Nutzungsideen

Ihre Aufgaben im Wangerland sieht die GLC nach eigenem Bekunden in einer umfassenden Bestandsaufnahme der gesamten Vermögenswerte. „Dazu zählen unter anderem das Thalasso-Zentrum, das Schwimmbad, Parkanlagen, Verwaltungsgebäude sowie ein Hafengrundstück und ein Campingplatz.“ Parallel dazu werde eine wirtschaftliche Bewertung erstellt, um die Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung zu schaffen.

Auf Basis dieser Analysen wolle die GLC AG mit der WTG konkrete Nutzungsideen entwickeln. Dafür sei auch ein „moderierter Workshop mit lokalen Partnern“ geplant. Offenbar mit Blick auf das Kurmittelhaus samt Thalasso Meeres Spa in Horumersiel heißt es: „Für die spätere Umsetzung ist ein modernes Kurzentrum mit Hotel, Dienstleistungsflächen und ergänzenden Wohneinheiten vorgesehen.“ Interessierte Investoren seien eingeladen, sich frühzeitig einzubringen.

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Schließung vom Tisch: Investor will Hallenbad und Campingplatz kaufen

Hooksiel (9. 7. 2025) – Die befürchtete Schließung des Hallenwellenbades Hooksiel ist zumindest vorerst vom Tisch. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die die Wangerland Touristik GmbH heute verbreitet hat. Man werde vorerst von einer Schließung der Bäder absehen, da ein erstes Angebot zur Fortführung vorliege. 

Kajaktraining im Hallenwellenbad
das Hallenwellenbad Hooksiel bleibt zumindest vorerst geöffnet. Die WTG sucht nach Investoren, die das Bad, das in Schließphasen auch schon mal von Kajakfahrern als Trainingsdomizil genutzt wird, zusammen mit dem Campingplatz erwerben wollen. Archiv-Foto: hol

Bekanntlich hat die WTG ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Ziel sei es, das Unternehmen wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen und die touristische Infrastruktur im Wangerland langfristig zu sichern. Der der Fokus der Geschäftsführung liege derzeit auf der Analyse kostenintensiver Bereiche des Unternehmens – insbesondere der Bäderbetriebe sowie ausgewählter Immobilien und Flächen. „Erste Gespräche und Bewertungen laufen bereits, um fundierte Entscheidungen für eine nachhaltige Neuausrichtung zu treffen.

Riedel: Erfreuliche Nachrichten

„Alle Kostenpositionen werden mit Augenmaß geprüft, um Liquidität zu sichern und eine solide Basis für die kommenden Jahre zu schaffen“, betont WTG-Geschäftsführer Torsten Riedel mit. „Eine vorübergehende Schließung der Bäderbetriebe stand aufgrund dieser Analysen im Raum, doch neue Entwicklungen führen nun zu erfreulichen Nachrichten.“ 

Nach den Wirten von Riedel ist der Sanierungsprozess, an dem auch Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann (Pluta Rechtsanwalts GmbH, Oldenburg) und Prof. Martin Weigel (GLC Glücksburg Consulting AG, Hamburg) mitwirken, sehr erfolgreich angelaufen. 

„Die ersten Wochen sind geschafft. Sie verliefen konstruktiv, das Verfahren nimmt erfolgreich Fahrt auf. Als Ergebnis liegt bereits ein belastbares – jedoch in dieser Phase noch nicht bindendes – Angebot zum möglichen Erwerb des Nordsee-Campingplatzes Hooksiel unter Weiterführung des Meerwasser-Hallenwellenbades eines namhaften Anbieters vor. Es besteht auch weiterhin die Möglichkeit, dass im weiteren Bieterverfahren noch zusätzliche Angebote eingehen werden.“ 

WTG bereitet Bieterprozess vor

Vor diesem Hintergrund hält die WTG eine Schließung des Meerwasser-Hallenwellenbades zum jetzigen Zeitpunkt nicht für sinnvoll, da sich erstmals eine belastbare Fortführungsoption abzeichne. Diese beinhalte auch die Weiterbeschäftigung der im Schwimmbad tätigen Mitarbeitenden. Kurzfristig solle jetzt ein Bieterprozess vorbereitet werden. Dabei handele es sich um ein strukturiertes und transparentes Verfahren, in dem Investoren die Möglichkeit erhalten, ein Angebot für den Nordsee-Campingplatz und das Meerwasser-Hallenwellenbad abzugeben. 

Ancmpen in Hooksiel
Camping vor dem Deich in Hooksiel ist für viele Urlauber interessant. Die WTG sucht jetzt für den Platz einen Käufer, um aus ihrer finanziellen Schieflage herauskommen zu können. Archiv-Foto: hol

„Unter Abwägung des aktuellen Angebots und der mit dem Angebot verbundenen Fortführungsperspektive haben wir uns entschieden, das Meerwasser-Hallenwellenbad vorerst geöffnet zu lassen“, so Riedel weiter. „Ich bin zuversichtlich, dass der nun beginnende Bieterprozess für den Nordsee-Campingplatz Hooksiel und das Meerwasser-Hallenwellenbad in den kommenden Wochen erfolgreich verlaufen wird – zum Wohl unserer Gäste, Mitarbeitenden und der gesamten Region.“ 

Trainingszeiten für DLRG gesichert

Ein weiterer positiver Aspekt: Durch die vorerst gesicherte Öffnung bleiben auch die Trainingszeiten der DLRG sowie das Schulschwimmen erhalten. Es ist zudem vorgesehen, dass diese im Falle einer erfolgreichen Übernahme vom zukünftigen Investor mit übernommen werden. 

Auch die Friesland-Therme in Horumersiel bleibt vorerst regulär geöffnet. Die wirtschaftliche Situation sowie mögliche Entwicklungsperspektiven würden hier derzeit ebenfalls sorgfältig geprüft. „Für die laufende Sommersaison ist aktuell keine Änderung vorgesehen – Gäste können das Angebot weiterhin nutzen, heißt es in der Mitteilung. Ebenso bleibe das „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel geöffnet und stehe Urlaubsgästen mit besonderen Anwendungen weiter zur Verfügung.

Shakespeare unter freiem Himmel – mit Witz und Spielfreude

Horumersiel (9. 7. 2025) – Am Samstag, 12. Juli, heißt es zum dritten und letzten Mal in diesem Sommer: Vorhang auf für „Watt mit Kultur“ im Kurgarten Horumersiel. Auf dem Programm für das Open-Air-Theater steht Shakespeare: kurzweilig, komprimiert und herrlich lebendig. Die Vorstellungen beginnt um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr).

Unter dem Titel „Wie es euch gefällt & Was ihr wollt“ bringt Schauspieler Jeffrey von Laun, der für seine schauspielerische Leistung gemeinsam mit Ramona Marx mit dem „Jade-Ring 2025“ ausgezeichnet wurde, zwei der bekanntesten Komödien des englischen Dramatikers als Ein-Mann-Stück auf die Bühne. In zweimal 45 Minuten verleiht von Laun den zahlreichen Figuren mit Witz, Tiefe und Spielfreude neues Leben und präsentiert dem Publikum eine moderne, packende Neuinterpretation der elisabethanischen Klassiker. 

Neben der hitzigen Bühnenkunst erwartet die Besucher ein stimmungsvolles Ambiente unter freiem Himmel – samt Speisen und Getränken. „Watt mit Kultur“ ist ein Kooperations-Projekt der Wangerland Touristik GmbH und der Landesbühne Niedersachsen-Nord (Wilhelmshaven). Tickets für die Vorstellung sind erhältlich in den Tourist-Informationen Horumersiel und Hooksiel sowie online unter wangerland.de und in der Theaterkasse des Stadtheaters Wilhelmshaven. 

Polizei sucht Zeugen für Unfall auf der Bundesstraße 210

Schortens (8. 7. 2025) – Die B 210 war heute Vormittag im Bereich der Stadt Schortens nach einem Unfall zeitweise gesperrt. Die Feuerwehr musste einen brennenden Wagen löschen, der aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen war und dann Feuer fing.

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum genauen Hergang eines Unfalls machen können, der sich gegen 11.30 Uhr ereignete. Nach Zeugenaussagen befuhr der Fahrer eines Pkw der Marke Audi mit spanischem Kennzeichen die Bundesstraße und beabsichtigte, in Höhe der Abfahrt Schortens in Fahrtrichtung Jever auf den Bohlswarfer Weg abzubiegen.

Offenbar aufgrund überhöhter Geschwindigkeit kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Leitplanke, die dadurch erheblich beschädigt wurde. Die beide Insassen seien danach zu Fuß über die B 210 geflüchtet, so die Polizei. Die sofort eingeleitete Fahndung seien dann erfolgreich gewesen. Einsatzkräfte der Polizei konnten die beiden männlichen Insassen im Nahbereich stellen. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe: Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04461/ 9849330 bei der Polizei in Schortens zu melden.