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Beiträge veröffentlicht in “Wangerland”

Nach Fehler von Ratsherrn: CDU befürchtet Imageschaden für Gemeinde

Hooksiel (20. 2. 2025) – Die CDU Wangerland macht sich Sorgen um das Image der Gemeinde bei potenziellen Investoren. Das könnte nach Ansicht der Christdemokraten durch das Fehlverhalten eines SPD-Ratsherrn im Rahmen der Suche nach einen Investor für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen in Hooksiel Schaden genommen haben.

„Wir alle sind Menschen und Menschen machen Fehler“, so Thies Fischer, Vorsitzender der CDU-Wangerland. „Es gibt aber Fehler, die einem Ratsherrn nicht passieren dürfen. Passieren sie doch, so steht man in der jeweiligen Ausschusssitzung auf, steht zu seinem Fehlverhalten und entschuldigt sich zumindest öffentlich dafür.“

Gelegenheit dafür hätte der Hooksieler Ratsherr Holger Ulfers auf der Sitzung des Ratsausschusses für Gemeindeentwicklung im Gästehaus gehabt. In der Sitzung hatte die Planungsgesellschaft „Moss & Kumbrink“ ihren Plan für den Bau eines Vier-Sterne-Hotels vorgestellt. Eigentlich hätte als zweiter Bewerber die Bremer „Specht-Gruppe“ ihr Konzept für eine Health-Care-Appartementanlage präsentieren sollen. 

Telefonnummern vertauscht

Die „Specht-Gruppe“ hatte ihr Angebot aber kurz vor der Sitzung nach einen voran gegangenen Telefonat mit dem SPD-Kommunalpolitiker zurückgezogen. Wie Ulfers einräumt, hatte er die Telefonnummern der beiden Bewerber vertauscht und – im Glauben, er spreche mit dem Büro „Moss & Kumbrink“ – gegenüber Sprecht-Geschäftsführer Heinz Beekmann Unterstützung für das Hotelprojekt signalisiert. Ob nur seine persönliche, die seiner Fraktion oder gar die des gesamten Rates, darüber gehen die Darstellung auseinander. In einem Zeitungsinterview hatte Ulfers seinen Fehler eingeräumt, aber beteuert, nur für sich selbst gesprochen zu haben.

„Bei uns bleiben nach diesem ganzen Schauspiel viele Fragen offen“, so CDU-Vorsitzender Fischer. „Wieso nimmt ein einzelner Ratsherr ohne ausdrücklichen Auftrag des Gemeinderats mit potenziellen Investoren Kontakt auf? Warum suggeriert dieser Ratsherr im Namen einer Mehrheit des Gemeinderats zu sprechen? Welche Auswirkungen hat das für den Investitionsstandort Wangerland?“

Die Auswirkungen auf die Gemeinde seien noch nicht abschätzbar. „Es droht aber ein großer Imageschaden für die Gemeinde und es sind langfristig negative wirtschaftliche Auswirkungen möglich“, so Andy Strümpel, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Wangerland. „Solche Fehler und diese Handlungsweise hat einen Abschreckungscharakter für Investoren und lässt unsere Gemeinde in keinem guten Licht stehen.“

Dankbar für Offenheit des HHG

Die öffentliche Positionierung des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) Hooksiel für einen Hotelbau halten die CDU-Vertreter hingegen für in Ordnung. Fischer: „Diese Rückmeldungen aus den örtlichen Vereinen haben für uns bei der Entscheidungsfindung eine große Bedeutung und werden auch regelmäßig in persönlichen Gesprächen mit den örtlichen Vereinen von uns eingefordert. Daher sind wir erstmal dem Verein für seine Offenheit dankbar. Die Veröffentlichung dieser Stellungnahme hat sicherlich bei den Investoren der Specht-Gruppe für Unmut gesorgt, wird aber nur der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.“ 

Der Ausschuss hatte sich für das noch verbliebene Projekt der Planungsgesellschaft „Moss & Kumbrink“ ausgesprochen. Das solle positiv begleitet werden. „Verbliebene Fragen nach Investoren, Betreiber und Bauzeit hoffen wir nun, in den kommenden Sitzungen klären zu können“, so die CDU-Vertreter. Fischer: „Es geht darum, für das Dorf Hooksiel die beste Lösung für das Grundstück am Alten Hafen zu finden.“ 

Wahllokal in Hooksiel in der Turnhalle

Hooksiel (19. 2. 2024) – Zahlreiche Wangerländer haben sich schon entschieden. Bereits 2166 Briefwahl-Stimmen für die Bundestagswahl sind bis Mittwoch früh bei der Gemeinde Wangerland eingegangen. Damit liegt der Briefwahl-Anteil schon jetzt bei nahezu 30 Prozent.

Insgesamt sind rund 7800 Frauen und Männer ab 18 Jahren stimmberechtigt. Die sechs Wahllokale in der Gemeinde werden am kommenden Sonntag, 23. Februar, von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Voten von Briefwählern werden nach den Worten des Wahl-Organisators bei der Gemeinde, Thomas Hayen, ebenfalls noch bis Sonntag, 18 Uhr, angenommen. 

„Die Post wird uns an diesem Wochenende Briefe auch am Samstag und Sonntag zustellen“, sagt Hayen. Wer darauf nicht vertrauen möchte und nicht in sein Wahllokal gehen will, kann seinen Briefwahl-Umschlag auch bis zum Ablauf der Wahlfrist am Sonntag selbst im Postkasten des Rathauses in Hohenkirchen einwerfen. 

Für das Auszählen der Briefwahl-Stimmen sind eigens zwei Wahlvorstände gebildet worden. Die Stimmen der Briefwähler werden im Wahlergebnis extra ausgewiesen. Eine Zuordnung dieser Stimmen zu den Wohnorten der jeweiligen Wähler findet nicht statt. 

Die Wahlurnen für Stimmabgabe in Hooksiel werden übrigens wieder in der Turnhalle der Grundschule aufgestellt werden. Damit will die Gemeinde verhindert, dass Menschen in der Kälte auf dem Schulhof warten müssen, wenn sich Schlangen vor dem Wahllokal bilden sollten.

Zu wenig Platz für Ganztags-Angebot in Grundschule Hohenkirchen

Hohenkirchen/Hooksiel (19. 2. 2025) – Die Grundschule in Hohenkirchen hat nicht genügend Platz für ein Ganztagsangebot. Davon hat sich der Schulausschuss des Gemeinderates bei einer Begehung der Räumlichkeiten am Dienstag Abend überzeugt. Nach den Worten des für die Schulen zuständigen Abteilungsleiters im Rathaus, Markus Gellert, müssen die Fraktionen im Rat sich jetzt Gedanken über die weitere Vorgehensweise machen.

In Niedersachsen wird ab August 2026 das Ganztagsangebot in Grundschulen verpflichtend eingeführt. Zunächst für die ersten, dann für die nachfolgenden Klassen. Durch zusätzliche Arbeitsgemeinschaften und Betreuungsgruppen steigt der Platzbedarf. Lange hatte man bei der Gemeinde Wangerland geglaubt, dass die zusätzlichen Räume durch eine Kooperation mit der benachbarten Oberschule bereitgestellt werden könnten. Diese Hoffnung hat sich jetzt zerschlagen.

„Am Ende wird wohl nur ein Neubau übrig bleiben“, vermutet Gellert. Wann der angepackt und wie der finanziert werden soll, stehe aber noch in den Sternen. Klar ist: Selbst bei einer zeitnahen Entscheidung würde ein Neubau noch nicht Mitte 2026 zur Verfügung stehen. Rechtlich ist das für die Gemeinde kein Problem. Mit den beiden Ganztags-Grundschulen Hooksiel und Tettens erfüllt sie ihre Verpflichtungen gegenüber dem Land. „Aber wir wollen natürlich möglichst bald an allen drei Standorten ein Ganztagsangebot machen“, so Gellert.

Vorfahrt missachtet: Sechs Verletzte

Wangerland (16. 2. 2025) – Bei einem schweren Verkehrsunfall sind bereits am Freitag im Wangerland mehrere Personen verletzt worden. Nach Mitteilung von Polizei und Feuerwehr waren gegen 7.46 Uhr an der Kreuzung Wegshörne zwei Autos zusammengeprallt, weil eine 24-jährige Fahrerin, die von der Kreisstraße 281 aus Richtung Eggeling kommend in die Landesstraße 808 (Jever-Carolinensiel) einbog, die Vorfahrt missachtet haben soll.

Bei dem Zusammenprall wurden die 24-Jährige und ihre vier Mitfahrer sowie der 56-jährige Fahrer des zweiten Pkw verletzt. Alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ihre Verletzungen sollen aber leichterer Natur sein. 

An beiden Autos entstand nach Einschätzung der Polizei wirtschaftlicher Totalschäden. Die Fahrzeuge musten abgeschleppt werden. Die L 808 und die K 281 wurden für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt. Neben der Polizei aus Jever und Hohenkirchen waren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Hohenkirchen, Neugarmsiel und Tettens sowie der Rettungsdienste der Landkreise Friesland und Wittmund sowie Helfers des DRK vor Ort.

Der Einsatz der Rettungskräfte wurde nach Darstellung der Feuerwehr Hohenkirchen durch das so genannte eCall-System (emergency call) ausgelöst. Dieses automatische Notrufsystem muss seit 2018 in allen Neuwagen eingebaut sein. Bei einem Unfall werden damit automatisch Daten mit Informationen über das betroffene Fahrzeug wie Autotyp, Antriebsart und Position übermittelt. Zudem wird eine Sprechverbindung zu dem betroffenen Wagen hergestellt. Die Einsatzleitstelle kann so den Rettungskräften bereits wichtige Informationen über das Geschehen vor Ort mit auf den Weg geben. 

„Welt-Wal-Tag“ im Nationalparkhaus

Wangerland (12. 2. 2025) – Für Samstag, 15. Februar, lädt das Nationalpark-Haus Wangerland zu einem Aktionstag anlässlich des „Welt-Wal-Tags“ ein. Im Mittelpunkt stehen die auch in der Nordsee lebenden Schweinswale. 

Ein Team vom Verein JadeWale e.V. präsentiert um 17 Uhr auf unterhaltsame Weise den Vortrag „Watt’n Schnack“. Die Experten stellen den Gästen den Schweinswal vor und geben Einblicke in sein Leben im Wattenmeer. Bereits für 15 Uhr sind die jüngsten Besucher eingeladen, einer Walgeschichte aus einem Kinderbuch zu lauschen. Im Anschluss wird gemeinsam gebastelt – natürlich rund um das Thema Wale. 

Ein weiterer Aspekt ist der Schutz der Schweinswale. Besonders der Lärm in der Nordsee setzt ihnen zu. Der Naturschutzverband BUND wird am Nachmittag vor Ort sein und über das Projekt „Ruhe für den Schweinswal“ informieren. 

Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie kann in den örtlichen Tourist-Informationen oder online unter wangerland.de erfolgen. Der Zutritt zum Vortrag um 17 Uhr ist frei. Ansonsten kostet der Eintritt 3 Euro (mit Gästekarte) bzw. 4 Euro.

Gepäcktransport wird günstiger

Wangerooge/Wangerland (12. 2. 2025) – Die Gepäckbeförderung per Schiff und Bahn für Schülerinnen und Schüler, die die Jugendherberge auf Wangerooge besuchen wollen, wird günstiger. Wie die CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland) mitteilt, sinkt der Preis von 17.30 auf 15 Euro. Der Preis umfasst den Transport vom Schiffsanleger bis zur Unterkunft.

Die Abgeordnete hatte in einem Schreiben an die Deutsche Bahn/ SIW (Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge) dargestellt, dass die Kosten für den Gepäcktransport, die neben dem Fahrpreis für die Schüler in Höhe von 16,60 Euro anfallen, für viele Schulen und Gruppen eine erhebliche Belastung darstellen. Jensen hatte besonders die Bedeutung von Schul- und Klassenfahrten sowie Ferienfreizeiten für die Entwicklung sozialer Kompetenzen junger Menschen hervorgehoben. „Außerschulische Bildung ist mehr als nur Urlaub – insbesondere im UNESCO-Welterbe Niedersächsisches Wattenmeer.“ 

Die Preissenkung um 13 Prozent gilt ab dem 1. März. Die Bahn will damit die Schullandheime im Westen der Insel unterstützen. Rieka Beewen, Kurdirektorin von Wangerooge: „Das freut uns wirklich sehr. Wir danken Frau Jensen für ihr persönliches Engagement. Die Preissenkung ist ein großer Schritt und wird unseren Schullandheimen helfen.“ In den Schullandheimen auf der Insel werden jährlich mehr als 50.000 Übernachtungen verzeichnet. 

Im Frieslandtakt: Mit dem Bus jede Stunde von Hooksiel nach Carolinensiel

Friesland/Wangerland (11. 2. 2025) – Der Landkreis Friesland meldet Vollzug: Nachhaltig, günstig und gut getaktet mit dem Bus quer durch den Landkreis Friesland fahren. „Dafür steht der Frieslandtakt, dessen Hauptliniennetz mit der jüngsten Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs im Wangerland Anfang Februar komplettiert wurde“, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Damit sei ein großes Ziel des Nahverkehrsplans (NVP) des Landkreises erreicht worden, das der Landkreis seit 2020 kontinuierlich verfolgt habe, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigert.

Seit Beginn der Umsetzung hat sich einiges getan: Neben zusätzlichen Buslinien und mehr Fahrtmöglichkeiten seien die Linienfahrpläne hinsichtlich der Umstiegszeiten optimiert worden. Die jüngsten Verbesserungen: seit dem 5. Februar 2025 fahren auch die Linien 211 (Hooksiel – Hohenkirchen – Carolinensiel – Harlesiel) und 212 (Jever – Hohenkirchen – Schillig) nach dem Frieslandtakt, also unter der Woche im Stundentakt (212) beziehungsweise im Zwei-Stunden-Takt (211) und am Wochenende im Zwei-Stunden-Takt. Eine neue Besonderheit sei zudem die regelmäßige Anbindung des Hooksieler Hafens.

Zum Gesamtprogramm gehören weitere Verbesserungen wie der barrierefreie Ausbau von Haltestellen. Seit 2022 können zudem alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse sowie Auszubildende mit Wohnsitz in Friesland mit dem Jugendticket kostenfrei im VEJ-Gebiet fahren, also in den Landkreisen Friesland, Wittmund, Aurich und Leer sowie den Städten Emden und Wilhelmshaven. Für dieses und da nächste Jahr sei unter anderem der Ausbau des digitalen Angebots geplant, wie zum Beispiel das Installieren von digitalen Informationsanzeigen (Echtzeitinformation) oder das Einführen von Handytickets.

Auto auf Parkplatz beschädigt

Wangerland/Hohenkirchen (9. 2. 2025) – Die Polizei sucht nach Zeugen für einen Unfall, der sich am Freitag, 7. Februar, zwischen 17 und 17.30 Uhr in der Heinrich-Steinberg-Straße in Hohenkirchen ereignet haben soll. Ein auf einem Parkplatz abgestellter blauer Opel Meriva mit FRI-Kennung sei dabei mutmaßlich beim Ein- oder Ausparken auf der Beifahrerseite beschädigt worden.

Der entstandene Schaden wird auf eine niedrige vierstellige Summe geschätzt. Der unbekannte Verursacher hat sich nach Darstellung der Polizei von der Unfallstelle entfernt, ohne seiner Mitteilungspflicht nachzukommen. Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04461/74490 mit der Polizei Jever in Verbindung zu setzen.

DLRG mahnt: Hallenbad Hooksiel ist unverzichtbar für die Ausbildung

DLRG Wangerland ehrt Mitglieder
Der DLRG-Vorsitzende Sven Hannemann (rechts) und sein Stellvertreter Arne Schmöckel (links) ehrten langjährige Mitglieder: (von links) Iris Künken (40 Jahre), Hans-Dieter Hannemann (50 Jahre), Karsten Mewes und Nils Hicken (beide 40 Jahre). Foto: hol

Hooksiel (9. 2. 2025) – Die DLRG Ortsgruppe ist mit 619 Mitgliedern aktuell der größte Verein im Wangerland. Und sicherlich einer der harmonischsten. Auf der Jahreshauptversammlung am Samstag im Gästehaus in Hooksiel wurde der gesamte Vorstand einstimmig für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Vorsitzender bleibt Sven Hannemann, sein Stellvertretender Arne Schmöckel. Sandra Kaufeld kümmert sich weiterhin um die Kasse, Eckhard Kaufeld um die Öffentlichkeit, Marina Schmöckel (Stellvertreter Jonas Jankowski) um die Ausbildung, Thorsten Knebel (Stellvertreter Dirk Daniel) um Einsatzfragen. Als Beisitzer in den Vorstand gewählt wurden Luca Esch, Sandra Gerdes und Karsten Mewes. 

Wangerland Bürgermeister Mario Szlezak dankte den Lebensrettern, dass sie an den Stränden und in den Bädern im Wangerland einen sicheren Badebetrieb gewährleisten. Neben der Schwimmausbildung und der Aufklärungsarbeit hob der Bürgermeister die gute Jugendarbeit hervor.

Arne Schmöckel spielte für die DLRG den Ball in Richtung Gemeinde und Wangerland Touristik GmbH (WTG) zurück. Er dankte für die Möglichkeit zur kostenlosen Nutzung des Hallenwellenbades in Hooksiel. Unter anderem bietet die DLRG hier jeden Sonntag fünf Stunden Ausbildung an. Wohl mit Blick auf die angespannte Finanzlage bei Gemeinde und WTG sagte Schmöckel: „Wir hoffen, dass das noch möglichst lange so bleibt.“ 

Wettkampfgruppe der DLRG
Die Wettkampfgruppe der DLRG-Wangerland präsentiert sich stolz mit ihren neuen Jacken. Foto: hol

Der Bürgermeister versicherte, dass den Ratsmitgliedern bewusst sei, dass die DLRG auf das Bad angewiesen ist. „Wir werden alles versuchen, was geht. Niemand wird das Bad leichtfertig schließen.“ Für den Landkreis Friesland dankte die Kreistagsabgeordnete Marianne Kaiser-Fuchs für das Engagement der Wangerländer, die auch in den Katastrophenschutz des Kreises eingebunden sind. 

Den meisten Applaus für ihr Grußwort erntete Roswitha Hannemann. Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Horumersiel kündigte an, dass die Dorfgemeinschaft in diesem Jahr für die DLRG-Jugendgruppe die Buskosten für den Besuch des Heideparks in Soltau übernehmen werde. Jugendwart Felix Schmöckel hatte zuvor mitgeteilt, dass der beliebte Ausflug wegen der gestiegenen Kosten ausfallen müsse.

Im Rahmen der Hauptversammlung hatten zuvor die Vorstandsmitglieder das zurückliegende Jahr Revue passieren lassen. Ein Höhepunkt: Der Zulauf des neuen Rettungsbootes „Otto Gehrke“. Das Boot hat nach den Worten von Hannemann in der vergangenen Saison schon gute Dienste geleistet, ist aktuell aber wieder beim Hersteller, der einige Schwachstellen nachbessert. „Wir werden in diesem Jahr die Taufe nachholen.“Auch das zweite Boot der DLRG, die „Wangerland 1“, sei derzeit für Sanierungsarbeiten in Schleswig-Holstein. Gut voran gekommen sei auch der Umbau der zentralen DLRG-Unterkunft im Hooksieler Gewerbegebiet.

Stolz ist die Ortsgruppe auch auf ihre mit 33 Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern sehr starke Wettkampfgruppe, die intensiv für die Bezirks- und Landesmeisterschaften trainiert. Auch diese Gruppe wird von Sponsoren unterstützt. So habe ein Ambulanter Pflegedienst neue Flossen für die Wettkämpfe beschafft. Augenoptiker Fielmann stattete zudem die gesamte Gruppe mit Jacken aus. 

Vorstand der DLRG-Wangerland
Der alte und neu Vorstand der DLRG-Ortsgruppe Wangerland. Von links (stehend): Felix Schmöckel (Jugendwart), Marina Schmöckel (Ausbildung), Sandra Kaufeld (Schatzmeisterin), Karsten Mewes (Beisitzer), Sven Hannemann (Vorsitzender), Thorsten Knebel (Einsatz), Arne Schmöckel (2. Vorsitzender) sowie davor Sandra Gerdes (Beisitzerin) und Eckhard Kaufeld (Öffentlichkeitsarbeit). Foto: hol

Zu den Kernaufgaben der DLRG gehört die Schwimmausbildung. In 2024 habe man 142 Abzeichen abgenommen – vom „Seepferdchen“ bis zum Deutschen Rettungsschwimmer-Abzeichen, so Marina Schmöckel. Ausgebildet worden seien unter anderem auch fünf Schnorcheltaucher. Die Ausbildungsleiterin berichtete von einer Fülle von Aktivitäten, wozu auch etliche gesellige Veranstaltungen wie Spieleabende, Ausflüge und Grillfeste gehörten. 

Knebel danke als Leiter Einsatz für die zahlreichen Spenden und Fördergelder, die die Anschaffung eines neuen Rettungsbootes erst ermöglicht hätten. Mit den beiden Rettungsbooten der Ortsgruppe habe man im vergangenen Jahr 248 Wachstunden geleistet. Zu den üblichen Einsätzen am Strand gehöre die Rettung von erschöpften Kitesurfern, die Suche von im Watt vermissten Personen sowie das Bergen diverser Luftmatratzen und Schlauchboote. Insgesamt hätten die Retter der DLRG 1276 Einsatzstunden geleistet. Dazu gehöre auch die Beteiligung am Katastrophenschutz-Einsatz im Januar 2004 im von Hochwasser bedrohten Heidekreis.

Schmucker Baustein für den Bildungscampus eingeweiht

Kita Hohenkirchen
5,5 Millionen Euro hat die Gemeinde Wangerland in die Kindertagesstätte „Mäusenest“ in Hohenkirchen investiert, in der 95 Kinder betreut werden. Foto: hol.

Wangerland/Hohenkirchen (8. 2. 2025) – Großer Bahnhof im kleinen Hohenkirchen. Am Freitag Nachmittag hat die Gemeinde Wangerland die neue Kindertagesstätte (Kita) „Mäusenest“ im Beisein von zahlreichen Kindern und deren Eltern offiziell eingeweiht. Bürgermeister Mario Szlezak sprach von Gesamtkosten von 5,5 Millionen Euro, von denen das Land Niedersachsen 2,5 Millionen Euro übernommen habe. Damit sei das Projekt, dessen Fertigstellung sich mehrfach verzögert hatte, annähern im Kostenrahmen geblieben.

Seit Anfang Januar werden in dem großzügig ausgelegten, lichtdurchfluteten Gebäude 95 Kinder in fünf Gruppen (zwei Kita-, zwei Krippen- und eine Integrationsgruppe) betreut. Kita-Leiterin Maren Schlieker zeigte sich begeistert. „Wow, es ist toll, dass wir jetzt so viel Platz haben.“

Das „Mäusenest“ ist Teil des Bildungscampus‘ in Hohenkirchen. Die Kita liegt in unmittelbarer Nähe zur Grundschule und zur Oberschule. In der Nachbarschaft befindet sich zudem eine Altenwohnanlagen. Gerade der Austausch zwischen den Generationen könne befruchtet sein, hofft Szlezak.

Für die Kita wurden Teile des alten Grundschulgebäudes barrierefrei und ressourcenschonend umgebaut, sagte Ramona Kohl vom beauftragten Planungsbüro. Entstanden sei ein Gebäude „aus einem Guss“. 

Landrat Sven Ambrosy, eigentlich für den gemeindeeigenen Kindergarten nicht zuständig, sagte zu, dass der Kreis sich an den Sanierungskosten für den Grundschul-Altbau beteiligen werde. Zudem hätten sich Grundschule und die in Trägerschaft des Kreises liegende Oberschule inzwischen auf eine gemeinsame Nutzung von Räumen verständigt. „Wir tragen unabhängig von verschiedenen Zuständigkeiten eine Gesamtverantwortung“, betonte Ambrosy. „Der Bildungscampus Hohenkirchen ist ein Zukunftsmodell.“ 

Pfarrer segnete neue Kita in Hohenkirchen
Der Hohenkirchener Pastor Jürgen Walter segnete zur offiziellen Einweihung den Neubau und besprach mit Kindern die Erwartungen an das Leben in einer Kindertagesstätte. Foto: hol