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Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Endabrechnung erst in 2025: Neue Leitung für „Thalasso Meeres Spa“

Thalasso
Unabhängig von allen Schwierigkeiten in der Startphase: Bei den Nutzern kommt das neue „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel offenbar gut an. Foto: WTG

Horumersiel (16. 10. 2024) – Das „Thalasso Meeres Spa“ steht unter neuer Leitung. Wie die Wangerland Touristik GmbH (WTG) mitgeteilt hat, übernimmt ab sofort Gesine Ponto die Verantwortung für den neuen Gesundheitstempel in Horumersiel. Die neue Leiterin und die Gründe für die Neubesetzung will die WTG auf einer Pressekonferenz am Freitag erläutern.

Die bisherige Thalasso-Leitung Ulrike Fahrner und die WTG haben sich getrennt. Dem Vernehmen nach sind auch einige Arbeitsverträge von Mitarbeitern nach der Probezeit nicht verlängert worden. Wie WTG-Geschäftsführer Armin Kanning gegenüber „Hooksiel-Life“ bestätigte, suche man aktuell wieder nach Personal, auch nach Teilzeit-Fachkräften, um die Spa-Angebote kontinuierlich optimal präsentieren zu können.

Noch stehen Rechnungen aus

Das „Thalasso Meeres Spa“ war im Juni, zwei Jahre später als ursprünglich geplant, eröffnet worden. Nach Corona-Pandemie, Energie- und Baupreisexplosion als Folge des Ukraine-Krieges waren die Baukosten von zunächst veranschlagten 8,3 über 17 auf zuletzt angenommene 23 Millionen Euro geklettert. Ob das der Endpreis sein wird, ist ungewiss. „Die Endabrechnungen für eine ganze Reihe von Gewerken liegt noch nicht vor“, so Kanning. Der WTG-Geschäftsführer erwartet den Bericht des von der Gemeinde Wangerland bestellten Sachverständigen, der den Bauablauf und die Rechnungsstellungen prüfen soll, voraussichtlich erst im ersten Quartal 2025. Im Rathaus hatte man gehofft, dass die Zahlen bereits in diesem Herbst vorliegen.

Unabhängig von der missglückten Startphase (kurz nach der Eröffnung musste das „Thalasso Meeres Spa“ wegen einer Keimbelastung im Trinkwasser wieder einige Wochen schließen) kämen Optik, Einrichtung sowie die Wellness- und Gesundheitsangebot offenbar gut an. Das zumindest ist der Eindruck von Kanning, der selbst in der Rezeption mitgearbeitet hat, um einen unmittelbaren Eindruck von den Reaktionen der ersten Nutzer zu bekommen. 

Gute Nachfrage nach Anwendungen

Aktuell komme man auf rund 20 Personen mit zum Teil mehreren Anwendungen am Tag. Damit sei man auf einem guten Weg, das für die Startphase angepeilte Ziel von täglich 30 Patienten zu erreichen. Ende Oktober endet die so genannte „Soft-Opening-Phase“.

Eine weitere gute Botschaft: Die WTG kann darauf hoffen, einen Großteil der 350.000 Euro zurück zu bekommen, die Betrüger durch einen Rechnungsbetrug ergaunert hatten. Den Tätern war es gelungen, die entsprechende Überweisung der WTG auf ein von ihnen kontrolliertes Konto umzuleiten. Die Staatsanwaltschaft München habe das Konto, auf das offenbar das Geld von mehreren Geschädigten geflossen sei, gesichert. Trotz einiger Abbuchungen sei ein Großteil des Geldes noch vorhanden. Derzeit würden die Berechnungen laufen, wie hoch die Rückzahlungen an die einzelnen Geschädigten ausfallen. Bei der WTG hofft man mindestens auf eine sechsstellige Summe. 

Schäfermeier sucht als EU-Gemeinderat Fördertöpfe fürs Wangerland

EU-Gemeindert Dieter Schäfermeiser
Will als „EU-Gemeinderat“ die Region stärker auf EU-Ebene sichtbar machen: Der Hooksieler Ratsherr Dieter Schäfermeier. Fotos: privat

Hooksiel (15. 10. 2024) – Das Wangerland ist ein Teil von Europa. Was sich so selbstverständlich anhört, gerät im Alltag oft in Vergessenheit. In beiderlei Richtungen. Kaum ein Bürger weiß so genau, wie die Institutionen der Europäischen Union funktionieren, wofür die EU eigentlich zuständig ist und wobei sie helfen kann. Umgekehrt dürfte in Brüssel kaum ein Entscheider je etwas mit der Gemeinde Wangerland zu tun gehabt haben – ausgenommen Ursula von der Leyen. Die Präsidentin der EU-Kommission kommt bekanntlich aus Niedersachsen und war hier auch als Landesministerin tätig.

Pro-Wangerland-Ratsherr Dieter Schäfermeier will dafür sorgen, dass das Wangerland und die EU sich näher kommen. Die Plattform dafür ist für ihn das von der EU im vergangenen Jahr aufgelegte BELC-Programm (Building Europe with Local Councillers). „Damals wurden alle Kommunen in Deutschland angeschrieben und gefragt, ob es ein Ratsmitglied gibt, das in dem Gremium aufgenommen werden möchte“, schildert der Hooksieler gegenüber „Hooksiel-Life“. Da sich sonst niemand gemeldet habe, habe er die Aufgabe übernommen.

Und tatsächlich. Im Januar wurden alle BELC-Mitglieder aus Deutschland zu einem Kennenlern-Treffen nach Brüssel eingeladen. Im vergangenen Monat haben sich dann die 30 deutschen „EU-Gemeinderäte“ und die deutschen Mitarbeiter der Initiative „Europe Direct“ (ED) in Leipzig getroffen. Aus dem Nordwesten waren neben Schäfermeier Kommunalpolitiker aus Aurich, Oldenburg, Bremen und der Wesermarsch dabei. In Europa gibt es ein Netzwerk von 438 ED-Zentren, in denen Mitarbeiter Bürgern zu allen Fragen rund um die EU Rede und Antwort stehen. Das nahegelegenste ist das Europahaus in Aurich.

Vor wenigen Tagen hat die EU in Brüssel die „Week of Regions“, die Woche der Regionen, veranstaltet, zu der aus allen Mitgliedsstaaten jeweils ein europäischer Gemeinderat sowie die Gebietsvertreter eingeladen waren. Das Ziel: Sich kennen lernen, Netzwerke aufbauen und spannende Vorträge hören.

Als spannend empfunden hat Schäfermeier auch Vorträge über verschiedene Projekte in Polen, die von der EU finanziell unterstützt werden. Der Hooksieler hat beruflich lange in Danzig gearbeitet. Und wie der Zufall es will, traf er in der EU-Hauptstadt eine alte Bekannte. Die Präsidentin (Oberbürgermeisterin) von Gdansk (Danzig), Aleksandra Dulkiewicz. Sie war als Sprecherin einer Session Gast der „Woche der Regionen“. „Da wir uns kennen, gab es erstmal einen Smalltalk!“

„Es ist schon beeindruckend, wenn Politiker aus dem Baltikum über ihre Lage berichten“, schildert Schäfermeier. Die Länder hätten Angst vor einer russischen Aggression und würden zum Beispiel Brücken abbrechen und Straßen zu dem Nachbarland sperren.

Schäfermeier sieht durchaus Chancen, durch seine neuen EU-Kontakte Gutes fürs Wangerland zu bewirken. „Frau von der Leyen will uns BELC’s jetzt besser einbinden und höherwertig in die EU-Organisation einfügen.“ Dafür nehme die europäische Kommission viel Geld in die Hand. Das Motto: „Local is the new Center“.

Auf seinem Marsch durch die Institutionen hält Schäfermeier Ausschau etwa nach Fördertöpfen für seine Heimatgemeinde. „Es wäre doch nicht schlecht, wenn sich de EU an den Kosten der Aufspülung des Hooksieler Strandes beteiligen würde.“ Schön wäre es aber auch schon, wenn künftig der Informationsfluss zwischen der EU und den Bürgern im Wangerland verbessert würde. Als Einstieg dafür denkt Schäfermeier an Vorträge von Fachleuten aus dem Europahaus in Aurich im Wangerland.

Sanierung günstiger als erwartet: Aber noch viel zu tun an Pakenser Kirche

Gerüst an der Kirche zu Pakens
Das Gerüst an der Pakers Kirche wurde pünktlich Ende September abgebaut. Die Sanierung der Außenhaut des mittelalterlichen Gotteshauses ist abgeschlossen. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (15. 10. 2024) – Die Sanierung der Kirche zum Heiligen Kreuz in Pakens ist abgeschlossen. Zumindest der erste Teil. Wie Architekt Artur Saathoff am Montagabend vor dem Männerkreis der ev.-luth. Kirchengemeinde Wangerland sagte, müssten in einem zweiten Schritt weitere Maßnahmen folgen, um die Luftfeuchtigkeit im Inneren des mittelalterlichen Gotteshauses zu senken. 

Das dürfte nicht einfach werden. Der Granitbau habe kaum Lüftungsmöglichkeiten, sagte Saathoff. Die Eingangstür und ein kleines Kipp-Fenster reichten nicht aus, um einen ordentlichen Durchzug zu erzeugen. Dafür wären weitere Öffnungen erforderlich.

Opferputz und Sumpfkalk

Genau untersucht werden müssten auch die Sanierungsoptionen für die durch Feuchtigkeit und Salpeter geschädigten Innenwände. Eine Möglichkeit: Die schadhaften Stellen beseitigen und eine neue, etwa zwei Zentimeter dicke Schicht „Opferputz“ auftragen, der die aus dem Mauerwerk austretende Feuchtigkeit aufnehmen kann, aber alle drei bis fünf Jahre erneuert werden müsste. Eine andere Möglichkeit: Das regelmäßige Streichen der Wände mit atmungsaktivem Sumpfkalk, um Schimmelbildung und Bakterienansammlungen zu verhindern.

Details der Innensanierung wären in einem Vor-Gutachten zu klären. Den Anstoß dafür müsste der Oberkirchenrat in Oldenburg geben. Artur Saathoff, Mitarbeiter eines Oldenburger Architekturbüros und Spezialist für denkmalgeschützte Gebäude, wird diese Studie wohl nicht mehr erstellen. Er geht Ende des Monats in Ruhestand.

„Die Sanierung der Außenhaut der Pakenser Kirche war mein letztes Projekt“, sagte Saathoff, der in der Region bereits an den Kirchen in Waddewarden, Tettens, Wiarden, Minsen und Fedderwarden gearbeitet hat. „Es war ein schönes Projekt“, betone der Architekt vor rund 20 Interessierten im Walter-Spitta-Haus. Das habe an der guten Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen, aber auch an der problemlosen Kommunikation mit dem Gemeindekirchenrat vor Ort gelegen. Beteiligt waren hier neben Pastor Stefan Grünefeld die Gemeinderäte Lübbo Meppen und Herbert Ulfers.

Schäden geringer als erwartet

An der Sanierung seien neben der Gerüstbaufirma Maurer, Maler und Schlosser beteiligt gewesen. Die Arbeiten wurden fristgerecht vom 15. Juli bis zum 30. September erledigt. Im Vorfeld hatte Saathoff die Kosten für die Beseitigung der Schäden an den insgesamt 63 Mauerankern, an den Fugen der Granitquadern- und Klinkerwände sowie der Fenster- und Fensterlaibungen mit 146.000 Euro veranschlagt. Tatsächlich, so räumte der Architekt ein, hätten aber weniger Anker ausgetauscht und weniger Fugen per Hand erneuert werden müssen. „Wir haben 20.000 Euro weniger verbraucht.“

Das gesparte Geld kann die Oldenburgische Landeskirche in Zeiten von zurückgehenden Mitgliederzahlen und hohem Investitionsbedarf in ihren Gebäuden gut gebrauchen. Allein für das Ziel, den Bedarf an Strom und Wärme bis 2024 weitgehend klimaneutral zu decken, muss für Dämmungen, Photovoltaik und Wärmepumpen viel Geld in die Hand genommen werden – und das vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen.

Gebäudebestand auf dem Prüfstand

Erst vor wenigen Tagen hat die Landeskirche alle Kirchengemeinden aufgefordert, ihren Gebäudebestand kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Nach aktuellem Stand sollen die sakralen Gebäude erhalten werden, sagte Pastor Grünefeld. Die Frage, die sich stellt: Sind wirklich alle Pfarr- und Gemeindehäuser erforderlich?

Im Wangerland gibt es nur noch rund 4600 evangelische Christen, aber 12 Kirchen, 13 Friedhöfe sowie etliche Gemeinde- und Pfarrhäuser. Es sei verständlich, dass niemand ein Gebäude in seinem Dorf aufgeben möchte. Aber, so die Prognose von Grünefeld: „Wir werden enger zusammenrücken müssen.“

Hooksielerin hofft am Montag auf starkes Signal für Blutspende-Standort

Hooksiel (14. 10. 2024) – Blutspender retten Leben. Und, was weniger bekannt ist: Blutspender tun damit auch etwas für ihre eigene Gesundheit. Zum Beispiel können Hochdruck-Patienten durch regelmäßige Blutspenden ihren Blutdruck senken. Zudem wird das Blut auf Erreger von Infektionskrankheiten untersucht. 

Am kommenden Montag, 21. Oktober, bietet der Blutspendendienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wieder die Gelegenheit, in Hooksiel Blut zu spenden. Das Team bietet seine Dienstleistung von 16 bis 20 Uhr im Walter-Spitta-Haus, Lange Straße 60, an. „Nach der Blutspende gibt es einen leckeren Imbiss“, verspricht Sieglinde Schandinat, die als Ehrenamtliche die Aktion begleitet.

Blutspenden in Hooksiel hat schon eine gewisse Tradition. Im Mai 2012 habe ein Ehrenamtsteam den ersten Blutspende-Termin in dem evangelischen Gemeindehaus organisiert, erinnert sich Sieglinde Schandinat. Danach wurde zunächst zweimal jährlich ein Termin angeboten, seit 2016 gibt es sogar drei Termine im Jahr – im Frühjahr, im Sommer und im Herbst.

Von 2012 bis 2024 spendeten durchschnittlich 57 Personen pro Termin in Hooksiel Blut. „Die Spenderzahlen gehen leider zurück“, bedauert Sieglinde Schandinat. Beim DRK überlege man deshalb derzeit, ob es für das kommende Jahr überhaupt noch sinnvoll ist, in Hooksiel Station zu machen. Schandinat: „Es wäre schön, wenn am Montag möglichst viele Spender kommen. Das wäre ein starkes Zeichen für das Angebot in Hooksiel.“

Als Spender kommt übrigens grundsätzlich jeder gesunde Mensch ab 18 Jahren in Frage. Frauen können vier Mal im Jahr, Männer sogar sechs Mal im Jahr Blut spenden. 

Mit dem Auto frontal gegen einen Baum

Unfallauto
Völlig zerstört wurde der Wagen, der in der Nacht zum Sonntag von der Hooksieler Ortsumgehung abgekommen ist. Der Fahrer konnte sich selbstständig aus dem Wrack befreien. Foto: Feuerwehr

Hooksiel (13. 10. 2024) – Bei einem Unfall auf der Ortsumgehung Hooksiel (Landesstraße 810) wurde in der Nacht zum Sonntag ein Mann verletzt. Sein Auto wurde komplett zerstört.

Nach Mitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel war der im Landkreis Wittmund gemeldete Wagen gegen 0.10 Uhr aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der Fahrer war in Richtung Horumersiel unterwegs. Das Auto prallte frontal gegen einen Baum, drehte sich durch die Wucht des Aufpralls um 180 Grad und blieb am Straßenrand stehen.

Der Fahrer konnte sich noch selbst aus dem Fahrzeug befreien. Hinzu geeilte Ersthelfer hätten per Notruf unverzüglich Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr alarmiert, so Hooksiels Ortsbrandmeister Jörg Nöchel. Danach seien die drei Wangerländer Feuerwehren Hooksiel, Waddewarden und Hohenkirchen ausgerückt.

Der Unfall-Fahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehrleute sicherten die Einsatzstelle und nahmen ausgelaufene Betriebsmittel auf. Zudem unterstützen die Helfer die Polizei bei der Unfallaufnahme mit einer umfassenden Beleuchtung der Unfallstelle.

Am Sonntagabend gegen 17:30 Uhr kam es zu einem ähnlichen Unfall im Bereich der Hooksieler Landstraße (L 810) in Wilhelmshaven. Dabei kam nach Angaben der Polizei ein 50-Jähriger mit einem Pkw infolge von Unachtsamkeit von der Fahrbahn ab. Der Wagen touchierte einen Baum und rutschte in einen Graben. Fahrer und Beifahrer blieben unverletzt. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Während der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass der Fahrzeugführer keinen Führerschein besitzt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis einleitetet.

Anmerkung: Der Artikel wurde heute ergänzt.

Baum für Weihnachtsmarkt gesucht

Hooksiel (13. 10. 2024) – Die Dorfgemeinschaft Hooksiel, der Verein der Hooksieler Verein, sucht einen Tannenbaum. Einen richtig großen Tannenbaum, der zum geplanten Weihnachtsmarkt den Alten Hafen zieren soll. Die Veranstalter hoffen, dass es eine Hooksielerin oder einen Hooksieler gibt, der einen Baum aus seinem Garten für den Weihnachtsmarkt spendet.

Weihnachtsbaum

Der Tannenbaum sollte nach den Worten von Nils Schröder, Mitglied im Vorstand der Dorfgemeinschaft, an die zehn Meter hoch sein. Das Fällen des Baumes und seinen Abtransport würde eine Hooksieler Firma übernehmen. Geschmückt wird der Baum vor Ort. Der Weihnachtsmarkt ist für das Wochenende 7./8. Dezember geplant. 

Für die Planungssicherheit wäre ein zeitnaher Hinweis von potenziellen Spendern an den Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Marco Knodel (Tel. 04425/9694766), hilfreich.  Das Foto zeigt den Baum, der im vergangenen Jahr den Platz am Alten Hafen verschönert hat.

Die letzten Camper reisen ab

letzter Camper 2024
Die Sturmflutsaison beginnt. Die letzten Camper müssen den vor dem Deich liegenden Campingplatz in Hooksiel räumen. Foto: hol

Hooksiel (13. 10. 2024) – Die Saison auf dem Campingplatz in Hooksiel ist beendet. Heute brechen die letzten gut hundert Dauercamper ihre Zelte ab und rollen mit ihren Campinggefährten nach Hause. Ganzjährig nutzbar bleiben die Reisemobilstellplätze auf der so genannten Ostdüne direkt am Wasser in Sichtweite des Campingplatzes. 

Die von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) betriebenen Großcampingplätze in Hooksiel und Schillig können mit Blick auf die anstehende Sturmflutsaison jeweils nur von April bis Oktober betrieben werden. Die Stellplätze liegen außendeichs, also vom Wasser aus gesehen vor dem Deich. Bei hohen Wasserständen werde sie hin und wieder auch schon mal überspült. 

Die Räumpflicht soll nicht nur für den Schutz der Camper sorgen. Gegenstände, die bei Sturmfluten vom Wasser mitgerissen werden, könnten gegebenenfalls die Deiche beschädigen oder aber zumindest den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer verunreinigen. Entsprechend sichern Mitarbeiter der WTG die Gebäude und entfernten alle beweglichen Utensilien auf den Campinigplätzen und an den Stränden. Spielgeräte werden abgebaut und wie Hütten und Strandkörbe über die Wintermonate eingelagert.

Die Arbeiten an der Erhöhung des Hooksieler Seedeichs sind übrigens planungsgemäß schon vor einigen Tagen eingestellt worden. Sie werden ab Frühjahr 2025 fortgesetzt und vollendet werden.

Die ebenfalls außendeichs liegende Ostdüne kann von Reisemobilisten seit dem vergangenen Winter ganzjährig (online) gebucht werden. Allerdings: Im Fall einer drohenden Sturmflut werden die Camper digital gewarnt und müssen ihre Stellplätze innerhalb einer halben Stunde verlassen. 

Herbstleuchten am Alten Hafen mit Musik, Feuershow und Krabben

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Der Alte Hafen von Hooksiel wird zum „Herbstleuchten“ stimmungsvoll illuminiert. Foto: De Hooksieler

Hooksiel (11. 10. 2024) – Der Verein „De Hooksieler“ lädt für Samstag, 19.Oktober, ab 12 Uhr, zum „13. Hooksieler Herbstleuchten“ ein. Das herbstliche Hafenfest findet am Alten Hafen in Hooksiel statt. Unterstützt werden die Veranstalter von der Hooksieler Theatergruppe, „Weil wir Hooksieler sind“, der Dorfgemeinschaft sowie vom FCN Hooksiel und der Arbeitsgruppe.

Das Programm bietet etwas für jung und alt. Am Nachmittag gibt es Harmonika-Musik. Zeitgleich starten Rundfahrten durch Hooksiel mit einer historischen Friesenkutsche. Kinder dürfen sich auf einen Schminktisch, auf Glitzertattoos, auf herbstliches Basteln und auf Musik- und Tanzeinlagen von Kindern freuen. 

Einige Kunsthandwerker und Marktstände werden das Herbstfest bereichern. Gegen den Hunger werden Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Lachs und eine große Auswahl an selbstgebackenem Kuchen angeboten. Ab 12 Uhr kann man fangfrische Krabben direkt vom Kutter „Trotz“ bekommen – solange der Vorrat reicht.

Ab 18 Uhr tritt die Folk-Band „Beltane“ mit einer Mischung aus irischen und schottischen Songs aus vielen Epochen auf. Dabei werden gern auch alte Meister musikalisch neu in Szene gesetzt. Die Musik wird von einer Feuershow untermalt. 

Bei einsetzender Dunkelheit wird der Hafen stimmungsvoll ausgeleuchtet. „Weil wir Hooksieler sind“ sorgt in Zusammenarbeit mit der WiKi und dem Wohnstift Hooksiel für eine herbstliche Atmosphäre, indem sie Kürbisse mit Muster aufstellen, die passend zur Stimmung beleuchtet werden.

Betrugsversuch gescheitert – Polizei warnt vor dreisten Schockanrufen

Friesland (10. 10. 2024) – Die Polizei warnt vor dreisten Anrufern, die nur eines wollen: Geld. Mal geht es um vorgetäuschte Liebe, mal meldet sich ein vermeintlicher Enkel, mal angeblich ein Polizist. „Das Vorgehen der Betrüger ist facettenreich“, wissen die Ermittler der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. 

Ein gutes Beispiel für die Masche ist ein aktueller Fall aus Zetel. Hier kam es nach Darstellung der Polizei zu einem so genannten „Schockanruf“. Bei einem Zeteler habe sich am Dienstagnachmittag telefonisch ein Mann gemeldet und sich als Polizeibeamter ausgegeben. Der Betrüger behauptete gegenüber dem Angerufenen, dass dessen Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und eine Kaution in Höhe von 40.000 Euro zahlen müsse, wenn sie eine Inhaftierung verhindern wolle. 

Das Opfer habe zunächst der Übergabe einer geringeren Summe zugestimmt . Nachdem er das Telefonat beendet hatte, sei der Zeteler aber stutzig geworden. Kurze Zeit später sei eine junge Frau im Schlesierweg erschienen, die das Geld abholen wollte. Als der Angerufene sich weigerte zu zahlen, sei die Frau ohne Beute in Richtung „Am Runden Moor“ geflüchtet.

Der Fahndung der Polizei blieb ohne Erfolg. Die Ermittler hoffen, dass jemand die Geldabholerin kennt. Sie soll zwischen 20 und 25 Jahre alt, 1,55 bis 1,65 Meter groß und schlank sein. Ihre dunklen Haare waren zum Zopf gebunden. Die Frau trug eine auffällig grüne Jacke und sprach akzentfreies Deutsch. Hinweise nimmt die Polizei in Varel unter Telefon 04451/923-0 entgegen. 

Polizeihauptkommissar Eugen Schnettler warnt vor der Masche: „Durch eine zum Teil perfide Gesprächsführung setzen die Betrüger die Angerufenen so unter Druck, dass diese schließlich ihr Vermögen hergeben.“ Die Anrufer besäßen eine hohe Überzeugungskraft und das notwendige Geschick, Geschädigte davon abzuhalten, sich an die Polizei zu wenden. 

Präventions-Berater Schnettler rät, bei Anrufen stets misstrauisch zu sein, wenn man das Gegenüber nicht zu 100 Prozent kennt. Vorsicht: Die angezeigte Rufnummer kann manipuliert sein. Höchste Alarmstufe sei geboten, wenn der Anrufer Geld fordert.

16. Zugvogeltage: Spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Vögel

Zugvogel Knutt
Spektakel im Wattenmeer: Der Knutt steht im Zentrum der 16. Zugvogeltage. Foto: Ralph Martin

Wangerland/Wilhelmshaven (10. 10. 2024) – Sie gehören zu den Stars im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Und auch im Bereich des Jadebusens sind sie besonders im Herbst und im Frühling in großer Zahl zu bewundern. Die Zugvögel.

Im Oktober machen sich besonders Millionen von Zugvögeln auf den Weg aus ihren nordischen Brutgebieten in den Süden, in wärmere Gefilde. Interessierte haben in diesen Tagen sehr gute Chancen, einige der Exemplare auf ihrer Futter-Zwischenstation mit bloßem Auge oder mit einem Fernglas bewundern zu können. 

Die Nationalparkverwaltung richtet seit etlichen Jahren im Herbst die Zugvogeltage aus. Die 16. Zugvogeltage finden von Samstag, 12. bis Sonntag, 20. Oktober, entlang der niedersächsischen Nordseeküste statt. Insgesamt sind rund 250 Veranstaltungen und sonstige Angebote geplant. Ein Großteil davon findet in Wilhelmshaven, einige aber auch im Wangerland statt. 

Der Knutt steht im Mittelpunkt

Titelvogel ist der Knutt. Sein bedeutendstes Überwinterungsgebiet ist die Banc d‘Arguin in Mauretanien. Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung: „Der Nationalpark Banc d’Arguin und das Wattenmeer sind Schlüsselstandorte auf dem Ostatlantischen Zugweg der Vögel. Die Überlebensstrategien des Knutt während des Zuges zwischen den arktischen Brutgebieten und den afrikanischen Überwinterungsgebieten werden während der 16. Zugvogeltage besonders thematisiert.“ 

Im Rahmen der Zugvogeltage, zu denen auch Gäste aus Mauretanien erwartet werden, haben Besucher vielfältige Gelegenheiten, an festen und mobilen Beobachtungsstationen einen Blick auf die faszinierende Vogelwelt zu werfen. Häufig werden Ferngläser bereit gestellt. Fachleute helfen dabei, die unterschiedlichen Vogelarten zu erkennen. 

Zum Programm gehören Exkursionen zu Fuß, mit dem Fahrrad, per Bus, Zug oder Schiff. Zahlreiche Indoor-Angebote ergänzen das Angebot Dabei finden sich vom Zugvogel-Laternebasteln über Musik bis hin zu Kunstausstellungen und wissenschaftlichen Vorträgen für alle Altersgruppen und vogelkundliche Interessierte passende Formate. Auch die neue Ausstellung zur Flussseeschwalben-Kolonie am Banter See in Wilhelmshaven wird für die Zugvogeltage noch einmal geöffnet.

Von Hooksiel auf die Jade

Frühaufsteher haben unter anderem am Sonntag, 13. Oktober, die Chance, mit dem Ausflugsschiff „Jens Albrecht“ auf die Jade hinaus zu fahren. Die Fahrt trägt den Titel „Den Gänsen auf der Spur“. Das Schiff legt um 7 Uhr an Hooksieler Außenhafen ab. Ebenfalls am 13. Oktober ab 15 Uhr haben Interessierte Gelegenheit, Zugvögel am Wangermeer in Hohenkirchen zu beobachten. 

Am Montag, 14. Oktober, um 10.30 Uhr beginnt eine Vogelführung am Hafen von Horumersiel. Am Donnerstag, 17. Oktober, geht es vom Ortskern in Horumersiel mit dem „Watt’n Express“ auf Erkundungstour am Wasser entlang bis nach Schillig. Zahlreiche Aktionen bietet zudem das Nationalparkhaus in Minsen an. Zum Abschluss des Veranstaltungsreigens findet am Sonntag, 20. Oktober, von 10 bis 18 Uhr ein großes Zugvogelfest im Gästehaus in Horumersiel statt. Dort besteht noch einmal Gelegenheit, sich umfassend über die Zugvögel des Wattenmeeres zu informieren. 

Das gesamte Programm der 16. Zugvogeltage und viele weitere Informationen finden sich auf www.zugvogeltage.de