Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Hooksiel-life: Vom Leben an der Küste

Test erfolgreich: Kavernen in Etzel können Wasserstoff speichern

Grafik Kavernen Etzl
Die Grafik zeigt das Schema des Wasserstoff-Dichtigkeitstest im Kavernenfeld Etze.

Hooksiel/Wilhelmshaven/Etzel (17. 2. 2023) – In den Erdgas-Kavernen kann auch Wasserstoff (H2) eingelagert werden. Das ist das Ergebnis eines über zweimonatigen Dichtigkeitstests, den Kavernen-Betreiber Storag Etzel mit Partnern im Rahmen des Forschungsprojektes H2CAST vorgenommen hat. Die Eignung der Kavernen in der Gemeinde Friedeburg ist eine wesentliche Voraussetzung für den geplanten H2-Import im industriellen Maßstab über den Voslapper-Groden in Wilhelmshaven.

Während der Testphase seien mehrere Tausend Kubikmeter gasförmiger Wasserstoff aus nachhaltiger, „grüner“ Produktion in die Bohrung eingebracht worden, teilte Storag Etzel heute mit. Der Testzeitraum sei deutlich länger gewesen, als es bei vergleichbaren Dichtigkeitstests unter Stickstoff der Fall ist. „Wir wollten sicher gehen, dass das Ergebnis reproduzierbar ist und weiterhin Erfahrungen im Umgang mit dem Medium Wasserstoff sammeln“, begründet Gesamtprojektleiter Carsten Reekers den langen Zeitraum. 

Der Test war vom Landesamt für Bergbau, Energie, Geologie (LBEG) genehmigt worden. Er sollte Erkenntnisse darüber erbringen, wie sich die aktuellen Messergebnisse unter Wasserstoff mit den standardisierten Verfahren unter Stickstoff als Testmedium vergleichen lassen.

Erprobt worden sei zudem das Ablassen eines Teils des Wasserstoffs. Dabei sei Wasserstoff kontrolliert verbrannt worden, um dessen Zündverhalten zu erproben, Sicherheitseinrichtungen zu testen und Schallemissionen zu messen. „Dieser zusätzliche operative Test im Kavernenfeld Etzel beantwortet auch Fragen für dem praktischen Umgang mit Wasserstoff im Vergleich zu Erdgas“, so Reekers. Um die Erkenntnisse unmittelbar weiterzugeben, hätten Vertreter der örtlichen Feuerwehren und des LBEG diesen Teil des Tests begleitet.

Nach bisherigen Plänen will Storag Etzel in einem ersten Schritt zwei seiner Kavernen für die Lagerung von Wasserstoff ertüchtigen. Sie sollen ab 2026 als H2-Speicher zur Verfügung stehen. Aus regenerativen Energien erzeugter, „grüner“ Wasserstoff gilt mit Blick auf den Klimawandel als einer der Energieträger der Zukunft, da bei seiner Herstellung und Verwendung kein CO2 entsteht.

Ab April wieder mit dem Katamaran von Hooksiel nach Helgoland

Helgoland-Fans können sch freuen: Auch in diesem Jahr fährt der „Adler-Jet“ regelmäßig von Wilhelmshaven und Hooksiel zur roten Insel. Foto: 03©Wipsteert.de

Hooksiel/Wilhelmshaven (16 .2. 2023) – Der „Adler-Jet“ fliegt auch in diesem Jahr wieder von Wilhelmshaven und Hooksiel nach Helgoland. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Fahrplan der Reederei „Adler & Eils GmbH“ (Büsum) hervorgeht, wird der Katamaran erstmals am Mittwoch, 5. April, aus der Jade den roten Felsen in der Nordsee ansteuern. 

Ab April sind bis Ende Oktober wöchentlich zwei bis drei Ausflugsfahrten geplant, überwiegend mittwochs und donnerstags, gelegentlich auch freitags. Damit wurde das Angebot im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet. Der „Adler-Jet“ legt jeweils um 9.30 Uhr am Helgolandkai in Wilhelmshaven ab und steuert Hooksiel an, von wo die etwa anderthalb- bzw. zweistündige Seefahrt um 10.15 Uhr weiter geht. In Helgoland legt der Katamaran um 15.45 Uhr wieder ab, so dass er gegen 17.15 bzw. 18 Uhr wieder in den Ausgangshäfen festmachen wird. Karten können ab sofort online erworben werden.

Im vergangenen August hatte die Reederei „Adler-Schiffe“ (Westerland) das maritime Angebot in dieser Form erstmals auf den Weg gebracht. In dieser Saison werden die Tagesfahrten zu Deutschlands einziger Hochseeinsel unter dem Dach der Gemeinschaftsreederei „Adler & Eils“ angeboten. Das Partnerunternehmen Cassen Eils (Cuxhaven) hatte in der Vergangenheit ebenfalls schon Helgoland-Touren ab Hooksiel angeboten.

Die Fahrt mit dem „Adler-Jet“, einem sehr schnellen Katamaran, ermöglicht einen vergleichsweise langen Inselaufenthalt. Das 41 Meter lange und 11,50 Meter breite Schiff wurde 2003 in Australien gebaut und verfügt über eine Kapazität von deutlich über 200 Fahrgästen. Das Schiff wird von zwei Wasserjets angetrieben.

Einbruchversuche am Hooksieler Außenhafen

Hooksiel (20. 2. 2023 – Aktualisierung) – Am Freitag 17.Febraur, vermutlich zwischen 17.30 Uhr bis 21.42 Uhr haben Unbekannte, versucht in den Imbiss „To´n Fischhus“ am Außenhafen Hooksiel einzubrechen. Sie beschädigten nach Polizeiangaben Im Rahmen ein Fenster, gelangten jedoch nicht ins Objekt.

Bereits am Dienstag, 14. Februar, in der Zeit von 1.45 Uhr bis 1.50 Uhr soll es einen ersten Einbruchversuch an dem Objekt gegeben haben. Zeugen, die Hinweise zu diesem Vorfall machen können, werden gebeten sich mit der Polizei in Jever unter der Tel: 0446192110 in Verbindung zu setzen.

Am Mittwoch, 15. Februar, waren Einbrecher in den Edeka-Markt an der Bäderstraße in Hooksiel eingedrungen. Nach Darstellung der Polizei stiegen die unbekannten Täter gegen 23 Uhr in die angegliederte Bäckerei ein. Von dort gelangten sie zu den Ladenfläche des Supermarktes.

Die Unbekannten sollen Waren im Gesamtwert von rund 600 Euro entwendet haben. Die Ermittler hoffen, dass jemand die Einbrecher bei der Tat oder im Umfeld des Tatortes gesehen hat. Zeugen mögen sich ebenfalls unter Telefon 04461/92110 bei der Polizei melden.

Wiesner-Skulptur setzt hartnäckiges Sitzfleisch künstlerisch ins Bild

Boßler in  Hooksiel
Einmal im Jahr auf Boßeltour am Hooksieler Strand: die Mitglieder der Stiftung „Goldener Klebearsch“.

Hooksiel/Wilhelmshaven (16.2. 2023) – Es gibt viele Boßeltouren mit Tradition. Vereine, Verbände, Nachbarschaften und Dorfgemeinschaften üben sich mindestens einmal im Jahr darin, Holz- oder Gummikugeln möglichst weit zu werfen. Der Kreis, der sich jetzt an der Boßelstecke am Hooksieler Strand traf, dürfte aber die Formation mit dem ausgefallensten Namen sein: Friesische Stiftung Goldener Klebearsch, kurz FSGKS.

Die Wurzel der FSGKS reichen bis Ende der 1980-er Jahre zurück. Damals hat die Firma „ICI Wilhelmshaven“ eine Boßelgruppe gebildet, in die dann Anfang der 1990-er Jahre die Schwesterfirma „ProLog“ mit eingestiegen ist. Bis dahin also eine reine firmeninterne Veranstaltung.

Mitte der 1990-er Jahre wurden dann mit Akteuren der „Jade-Tees-Line“, damals eine kleine firmeneigene Container-Linie, die ersten externen Mitglieder aus der Hafenwirtschaft mit zu den Treffen geladen. Der Kreis verselbstständigte sich. Am 24. Januar 2004 wurde die „Friesische Stiftung Goldener Klebearsch“ gegründet, der heute noch mit 35 Mitgliedern existiert. „Der Name war bereits vorher geboren und begründete sich mit dem hartnäckigen Sitzfleisch einiger Mitglieder, die den ganzen Tag und teilweise die folgende Nacht ausgesessen haben beziehungsweise am Stuhl geklebt haben“, erinnert sich Angela Homuth, seit September vergangenen Jahres Präsidial-, Sport- und Veranstaltungs-A … in der Stiftung.

Der Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner hat übrigens den „Klebearsch“ modelliert, im Original ein schweres Pfund. Eine etwas leichtere Nachbildung ist der Wanderpokal, der jedes Jahr neu vergeben wird. Nicht mehr an den zuletzt Sitzenden, denn mittlerweile sind alle „Ärsche“ etwas gealtert. „Es wird immer ein Grund zur individuellen Ehrung gefunden“, verrät Angela Homuth. „Dazu gibt es noch den ‚Klebearsch‘-Anstecker‘ sowie die Berechtigungskarte zur Teilnahme.“

Jens hanniken

Bei der FSGKS gibt es ein Sommertreffen im September sowie ein Wintertreffen im Februar – stets verbunden mit einer Boßeltour und Grünkohlessen. Zum Sommertreffen gehört meist eine kleine Seefahrt auf der „Mecki“ von der Hooksieler Reederei Huntemann. Veranstaltungsort ist jeweils in der „Brücke“ am Außenhafen in Hooksiel, deren Wirt Jens Hanneken (Foto), ebenfalls Stiftungs-Mitglied, seit wenigen Tagen für ein Jahr stolzer Träger des „Klebearsch-Ordens“ ist. 

Gemeinde will das Ehrenamt würdigen

Hooksiel/Wangerland (15. 2. 2023) – Die Gemeinde Wangerland richtet am Freitag, 15. September, einen Ehrenamtstag aus. Wie Markus Gellert, Leiter der Abteilung Bürgerdienste, Ordnung und Soziales im Rathaus, am Rande der Schulausschuss-Sitzung mitteilte, will die Gemeinde sich im Rahmen der Veranstaltung für besonderes ehrenamtliches Engagement bedanken.

In der Vergangenheit fanden diese Ehrungen in der Regel im Rahmes des Neujahrsempfangs der Gemeinde Wangerland statt. Um dessen Programm zu entschlacken und das Ehrenamt gezielter würdigen zu können, wird in diesem Jahr erstmals eine eigene Veranstaltung ins Leben gerufen. Stattfinden soll die Ehrung im Haus des Gastes in Horumersiel. Geplanter Beginn: 19 Uhr.

Vereine, Verbände und sonstige Institutionen aus dem Wangerland sind nach den Worten von Gellert aufgefordert, Vorschläge für die Ehrungen zu machen. Gesucht werden Bürgerinnen und Bürger, die sich besonders ehrenamtlich engagieren. Ausgezeichnet werden können aber auch zum Beispiel Sportlerinnen und Sportler, die durch besondere Leitungen auf sich und damit auf das Wangerland aufmerksam gemacht haben. Vorschläge sollten bis spätestens zum 31. Mai per Email unter der Adresse s.harms@wangerland.org eingereicht werden.

Dringender Handlungsbedarf an Grundschulen und Kindergärten

Hooksiel (15. 2. 2023) – Neubaugebiete in Hooksiel und Hohenkirchen. Steigende Geburtenzahlen. Dazu Flüchtlingskinder, von denen niemand heute sagen kann, ob sie in drei oder vier Jahren auch noch im Wangerland leben. Die Prognose, für wie viele Kinder die Gemeinde kurz- und mittelfristig Kindergartenplätze und Klassenräume in den Grundschulen vorhalten muss, ist alles andere als trivial.

„Für eine seriöse Planung brauchen wir wissenschaftliche Expertise“, sagte Markus Gellert vor dem Schulausschuss, der in Hooksiel tagte. „Und wir brauchen diese Zahlen dringend.“ Gellert ist in der Gemeindeverwaltung für die sozialen Einrichtungen zuständig. Über einen Auftrag an ein Fachbüro soll nächste Woche im Rahmen der Haushalts-Klausurtagung des Gemeinderates entschieden werden. 

Auch die Ausschussmitglieder sehen „dringenden Handlungsbedarf“ im Bereich von Kitas und Grundschulen. Einvernehmlich folgte man einem leicht modifizierten Antrag der SPD-Fraktion. Statt einer „Projektgruppe“, wie von der SPD beantragt, soll ein Unterausschuss des Schulausschusses gebildet werden, dem neben Vertretern aus Politik und Verwaltung auch Eltern und – bei Bedarf – weitere Fachleute angehören. Das Gremium soll engmaschig tagen, um dafür zu sorgen, dass die sich abzeichnenden Raumprobleme nicht im Chaos münden. 

Verschärft wird die Problematik dadurch, dass in Niedersachsen ab 2026 alle Grundschulen Ganztagsschulen sein sollen. Obwohl bis heute noch nicht bekannt ist, welche Anforderungen damit im Detail verbunden sind, ist eines klar: der Platzbedarf wird größer. Für Gellert heißt das: „Wir dürfen nicht mehr abwarten. Wir müssen jetzt mit der Planung beginnen.“

Aus Sicht der SPD geht es aber nicht nur um Gebäude. Wie Ratsfrau Stefanie Bremers – ohne Widerspruch – forderte, müssten auch die Betreuungszeiten in den Krippen und Kindergärten der Gemeinde überprüft und denen in Nachbarkommunen angepasst werden. „Die Anpassung der Betreuungszeiten ist wichtig, damit auch die wangerländische Frauen die Möglichkeit haben, einer Erwerbstätigkeit nachzukommen.“ Der neue Unterausschuss soll sich zudem um die Gestaltung von Schulhöfen, die Sicherheit der Schulwege sowie um die bessere Verteilung der Wangerländer Kinder auf die Grundschulen in Hooksiel, Tettens und Hohenkirchen kümmern.

Wie komplex die Aufgabe ist, wird aktuell schon in Hohenkirchen sichtbar. Dort wird die ehemalige Grundschule zu einer Kindertagesstätte umgebaut, in der ab dem Herbst fünf Gruppen Platz finden sollen. Wie lange die neue Kita den Bedarf decken wird, vermag niemand zu sagen. Klar ist aber schon: Beim An- und Abtransport der Kleinen wird es eng. 

Derzeit haben die Planer lediglich Platz für sechs (!) Parkplätze an der neuen Kita ausgemacht. Dabei fehlen schon derzeit nebenan an Grundschule und Oberschule Stellplätze für Eltern, die Kinder bringen oder abholen wollen. „Wir haben noch nicht einmal genug Parkplätze für Lehrer und sonstige Mitarbeiter“, unterstrich Grundschulleiterin Johanna Donker den Handlungsbedarf. Bestätigt wurde sie durch Dipl.-Ing. Pierre Bahlke, der bei der Gemeinde für Bautechnik zuständig ist: „So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben.“ 

Grundschule Hooksiel: Neuer Leiter freut sich auf den Unterricht

Peter Nußbaum Grundschule Hooksiel
Der neue Leiter der Grundschule Hooksiel: Peter Nußbaum. Foto: hol

Hooksiel (15. 2. 2023) – Die Grundschule Hooksiel hat einen neuen Schulleiter. Am Dienstagabend stellte sich Peter Nußbaum dem Ausschuss für Schulen, Jugend, Kultur und Soziales des Wangerländer Gemeinderates vor. Das Gremium tagte unter Leitung von Nadine Kirschner (SPD) in der Schule.

Peter Nußbaum hat zum 1. Februar die Leitung der Grundschule übernommen. Kuriosität am Rande: Er trat damit die Nachfolge seines Ehemannes an. Damir Nußbaum, Leiter der Grundschule Tettens, hatte die Hooksieler Schule zuletzt kommissarisch geleitet. Der langjährige Schulleiter Harry Hahn war nach 15 Jahren im Amt vor einem Jahr in den Ruhestand gegangen.

Das Ehepaar Nußbaum lebt seit acht Jahren in Carolinensiel. Peter Nußbaum leitete zuletzt die Grundschule Esens-Süd, eine Schule mit drei Standorten, bei der organisatorische Aufgaben den Schwerpunkt der Tätigkeiten der Schulleitung ausmachen. „Ich freue mich, wieder Kinder in einem Hauptfach unterrichten zu können“, sagt der Pädagoge. „Deshalb bin ich schließlich Lehrer geworden.“

Die Grundschule Hooksiel besuchen rund hundert Kinder. Er fühle sich vom Kollegium und von seinen Schülern sehr gut aufgenommen, sagte Nußbaum im Gespräch mit „Hooksiel -Life“. Aber auch nach drei Wochen vor Ort stecke er noch selbst in der Lernphase. „Ja, ich war Schulleiter an einer Grundschule in Niedersachsen“, sagt der 41-Jährige. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die formalen Abläufen kenne er. „Aber letztlich ist jede Schule anderes, hat eine eigene Geschichte und ein eigenes Profil.“ So ist die Grundschule Hooksiel etwa eine Ganztagsschule mit erweitertem Angebot.

Natürlich habe er Ideen, wie sich die Schule weiterentwickeln ließe, so Nußbaum. Aber konkrete Vorschläge wolle der gemeinsam mit dem Lehrer-Kollegium erarbeiten. Die nächste greifbare Aufgabe liegt auf der Hand: Die Einrichtung des Schulleiterbüros. „Am Dienstag war der Maler im Haus war. Jetzt können auch der Schreibtisch und die Schränke ihren Platz finden.“

Valentinstag ist der Tag der Liebenden

Tanja Korn Valentinstag

Heute ist der 14. Februar, Valentinstag, der „Tag der Liebenden“. Und wie beweisen Liebende einander ihre Zuneigung? Unter anderem indem sie sich Blumen schenken. Also wird aus dem Tag der Liebenden auch ein Festtag für den Blumenhandel, der für heute einen Ansturm an Kunden erwartet. Entsprechend haben sich die Geschäfte darauf eingestellt. Gut vorbereitet zeigt sich auch Tanja Korn (Foto), Mitarbeiterin in „Lilli’s Blumenwerkstatt“ in Hooksiel. Übrigens ist es ein böses Gerücht, dass der Blumenhandel den Valentinstag selbst erfunden habe. Es gab ihn sehr wohl: den Heiligen Valentinus. Der Gedenktag für ihn wurde von Papst Gelasius im Jahr 496 eingeführt, jedoch laut Wikipedia 1969 wieder aus dem römischen Gedenkkalender gestrichen. Vielleicht deshalb, weil man nicht mehr genau weiß, welcher Heilige Namens Valentin eigentlich für was geehrt werden soll. Foto: hol

Untersuchungen als Grundlage für Sanierung der Hooksieler Schleuse

Hooksiel (13. 2. 2023) – Trocken gelegte Schleusen sieht man nur selten. Die Gelegenheit dazu bietet sich technisch Interessiere aktuell an der Hooksieler Seeschleuse. Das Wasserbauwerk wird auf Herz und Nieren geprüft. Im Verlauf der nächsten zwei bis drei Jahre soll die Schleuse, die 1975 erbaut wurde, von Grund auf saniert werden.

Leere Schleusenkammer in Hooksiel
Der Zustand der Schleuse am Hooksieler Außenhafen wird derzeit begutachtet. Dafür wurde die Schleusenkammer trocken gelegt. Foto: hol

Um den technischen und baulichen Zustand begutachten zu können, wurde die Schleuse Mitte Januar trocken gelegt. Die Trockenphase wurde zum einen für Wartungsarbeiten wie die Reinigung der Schleusentore sowie kleinere Reparaturen genutzt. Diese Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen. „Darüber hinaus wird eine Bestandsaufnahme für den Stahlwasserbau beziehungsweise eine Bauwerksprüfung durchgeführt, die Grundlage für ein Sanierungskonzept ist, das im Laufe des Jahres erstellt werden soll“, teilte die landeseigene Hafengesellschaft NPorts auf Anfrage von „Hooksiel-life.de“ mit.

Konkret gehe es dabei vor allem um die Elektrik, die Hydraulik und den Stahlwasserbau. Im vergangenen Jahr war bereits einer der Hydraulikzylinder ausgefallen, mit deren Hilfe die Schleusentore bewegt werden.

Dem Land Niedersachsen gehört die Schleuse. Betrieben wird sie von der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG). Der reibungslose Betrieb der Schleuse ist nicht nur für den Küstenschutz und die Wasserstands-Regulierung im Hooksmeer wichtig. Neben einigen Fischern und Kunden der Hooksieler Werft passiert das Bauwerk von Frühjahr bis Herbst eine vierstellige Zahl von Seglern und sonstigen Freizeitskippern auf dem Weg von ihren Liegeplätzen im Hooksmeer zur Nordsee.

Die Arbeiten samt Flutung der Schleuse werden voraussichtlich bis Ende der Woche abgeschlossen sein. Bis dahin bleibt die Straße über die Schleuse gesperrt. 

Tonies und Lesebären sollen Kinder in die Bücherei locken

Sylvia Dunker Büchereien Wangerland
Maritim, regional, kindgerecht: Sylvia Dunker, Leiterin der WTG-Büchereien in Hooksiel und Horumersiel, hofft darauf, dass künftig auch wieder mehr Einheimische die Angebote nutzen. Foto: hol

Hooksiel (12 .2.2023) – Die Corona-Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen. Auch in den Büchereien der Wangerland Touristik GmbH (WTG) in Hooksiel und Horumersiel. Die Besucherzahlen sind deutlich eingebrochen. Sylvia Dunker, seit 2021 Leiterin der beiden Bildungseinrichtungen, hat sich vorgenommen, zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen diesen Trend umzukehren. Dabei setzt sie nicht nur auf Urlauber, sondern vor allem auch auf die Einheimischen.

Beide Büchereien der WTG sind längst zu einer Einheit zusammengewachsen. Insgesamt stehen den Nutzern rund 7300 Medien zur Verfügung, die unabhängig vom Standort ausgeliehen und wieder abgegeben werden können. Der Bestand umfasst zum einen gedruckte Bücher (überwiegend Unterhaltungs-Literatur, Kinder- und Jugendbücher), Hör-Bücher und Hör-CD. Zum anderen setzen die Büchereien auf Digitalisierung. Sylvia Dunker nennt ein Beispiel: „Wir haben Dank einer Förderung durch den Deutschen Bibliotheksverband 200 Tonie-Figuren und einige Tonie-Boxen anschaffen können. Die können hier bei uns gehört oder auch ausgeliehen werden.“

Tonies stehen vor allem bei Kindern hoch im Kurs. Die kleinen Figuren stellt man auf eine Tonie-Box, um unterschiedlichste Inhalte hören zu können: Lieder, Hörspiele, Geschichten oder auch Wissenswertes. Bevor Eltern die Entscheidung treffen, sich die nicht ganz billigen Figuren samt Box anzuschaffen, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Test-Ausleihe in der Bücherei. Dasselbe gilt für „Sami“, von denen die WTG-Büchereien jetzt zwei in ihrem Bestand aufgenommen haben. Diese digitalen „Lesebären“ werden an Kinderbücher gekoppelt und lesen den Kleinen ab drei Jahren daraus Geschichten vor. 

Schon fast klassisch mutet da das „Bilderbuch-Kino“ an, das sich ebenfalls gezielt an Kinder wendet. „Wir habe einen neuen Beamer und eine neue Leinwand bekommen“, berichtet die Büchereii-Leiterin. Dadurch werden die aus den Büchern an die Wand geworfenen Bilder noch imposanter. Investiert hat die WTG zudem in eine neue Bibliotheks-Software sowie in die Vorbereitung der „Onleihe“, die es den Nutzern der Bücherei ab September ermöglichen soll, zum Beispiel E-Books von zu Hause aus zu lesen. 

Urlauber leihen sich Bücher meist zum Zeitvertreib aus. Sylvia Dunker versteht ihre Büchereien aber auch als Bildungseinrichtung. Zum Beispiel werden Medienpakete zu bestimmten, aktuellen Themen zusammenstellt. Auf der Wunschliste des Bücherei-Teams steht zudem die Wiederbelebung von Kooperationen mit Schulen, Kindergärten oder auch Altersheimen und Vereinen, die in Corona-Zeiten zum erliegen gekommen sind. „Wer daran Interesse hat, kann sich gern bei uns melden.“

Bei der Betreuung der Kunden in Hooksiel wird Sylvia Dunker von Renate Kallweit und Christa Löber-Pabst unterstützt. Geöffnet hat die im Gästehaus untergebrachte Einrichtung montags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr sowie freitags von 10 bis 12 Uhr. Die Jahresgebühr für einen Leseausweis beträgt für Einheimische 10 Euro, für Urlauber 5 Euro. Wangerländer Kinder (bis 14 Jahre) können die Medien kostenlos nutzen.