Hooksiel (25. 4. 2026) – Spaß ermöglichen und Gutes tun. Das sind zwei der Gründe, warum die Dorfgemeinschaft Hooksiel seit Jahren große Volksfeste im Ort organisiert. Allerdings wird es zunehmend schwerer, die Herings- und Krabbentage ohne wirtschaftliche Risiko für die Veranstalter auszurichten.
Überschüsse wurden schon in den vergangenen Jahren fast ausnahmslos durch die Erlöse einer Tombola erzielt. Ihr verdanken unter anderem die Grundschule Hooksiel eine Outdoor-Tischtennisplatte und der Kindergarten eine Schaukel.
Damit auch bei den anstehenden Heringstagen (22. bis 25. Mai) möglichst ein Überschuss für den guten Zweck erzielt werden kann, bitten die Organisatoren Gewerbetreibende aus Hooksiel und Umgebung um Spenden für die Tombola. Wer das Fest unterstützen möchte, möge sich an Tobias Geisen (Email: toge@nojalu-gmbh.de) oder an Nils Schröder (fk.trotz@gmail.com) wenden. Spenden würden auch gern abgeholt.
Hooksiel (24. 4. 2026) – Der nächste „Gäste- und Bürgersnak“ des Seebadevereins Hooksiel könnte spannend werden. Als Gast wird am kommenden Dienstag, 28. April, einer der Geschäftsführer der Überland-Gruppe erwartet. Damit stellt sich erstmals ein Vertreter der neuen Eigentümer des „Nordsee-Campingplatzes Hooksiel“ öffentlich vor. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Gästehaus. Der Seebadeverein weist darauf hin, dass maximal 120 Plätze zur Verfügung stehen.
Der Nordsee-Campingplatz in Hooksiel ist das zentrael Thema beim nächsten „Gäste- und Bürgersnak“ des Seebaadevereins. Foto: hol
Die Überland-Gruppe hatte den Campingplatz mit seinen rund 1500 Stellplätzen zum 1. Januar von der insolventen Wangerland Touristik GmbH übernommen. Seit Ende März, dem Ende der Sturmflut-Saison, ist der Platz wieder belegt. Seitdem mussten die neuen Eigentümer viel Kritik aushalten, die über die Sozialen Medien und die Tagespresse verbreitet wurde.
Nudisten sind enttäuscht
Ein Knackpunkt: Überland hatte angekündigt, ab 2027 aus wirtschaftlichen Gründen den FKK-Bereich auf dem Campingplatz aufgeben zu wollen. Damit würde der letzte Nudisten-Campingplatz an der Nordseeküste verschwinden. Ein herber Schlag für die Betroffenen, die zum Teil seit Jahrzehnten Dauercamper in Hooksiel sind.
Unmut ausgelöst haben bei einem Teil der Camper auch weitere Änderungen. Einige Dauercamper müssen ihre angestammten Stellplätze räumen. Die Struktur der Mieten ändert sich. Es kommt ab 2027 zu Preiserhöhungen vor allem dann, wenn Überland, wie angekündigt, die bislang als marode beklagte Infrastruktur der Wasser- und Stromversorgung modernisiert hat.
Kritik an neuen Schließzeiten
Kritik gibt es auch an den vorgezogenen Schließzeiten der Eingangsschranke (20 statt 22 Uhr) für Pkw. Was aus Sicht der Betreiber für mehr Ruhe auf dem Platz sorgen soll, wird von einigen Campern als Einschränkung der eigenen Bewegungsfreiheit beklagt.
Ein weiteres Reizthema: Hunde. Als Neuerung erlaubt Überland den Campern auf allen Stellplätzen, ihre Hunde mitzubringen. Die Tiere müssen allerdings durchweg angeleint werden. Während die einen das mit Blick auf den Bewegungsdrang der Vierbeiner bedauern, befürchten andere, dass eine zunehmende Zahl von Hunden zur Bedrohung für die Brutvögel im nahe gelegenen Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer werden könnte.
Eine Reihe von Investitionen geplant
Neben den Änderungen in der Nutzung des Platzes, die im wesentlichen in den 25-seitigen Mietverträgen der Camper fixiert sind, und der Modernisierung der Sanitäranlagen hat Überland eine Reihe von Investitionen angekündigt, die den Platz familienfreundlicher machen sollen. Dazu gehören der Bau eines Abenteuerspielplatzes, einer Minigolfanlage und einer Mountainbike-Bahn,eines Indoor-Spielplatzes und eines Hunde-Agility-Parcour.
Auch diese mit Blick auf die Attraktivität des Campingplatzes allgemein begrüßten Neuerungen dürften Thema beim „Gäste- und Bürgersnak“ werden.
Hooksiel (24. 4. 2026) – Die „Küstenkinder“ der Kindertagesstätte Hooksiel dürfen sich schon jetzt auf frisches Obst, Kräuter und Gemüse aus eigenem Anbau freuen. Auch wenn es bis dahin noch ein Weile dauern wird.
Ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel haben die Hochbeete für die Kindertagesstätte „Küstenkinder“ aufgebaut. Foto: hol
In dieser Woche haben ehrenamtliche Helfer der Arbeitsgruppe Hooksiel fünf Hochbeete montiert und aufgestellt. Die sollen nach den Worten von Kita-Leiterin Claudia Bruns in den nächsten Monaten in die Kita-Arbeit eingebunden werden. „Wir wollen mit den Kindern pflanzen und säen, die Beete pflegen – und am Ende natürlich auch ernten.“
Die Hochbeete selbst hat die Kita von der Volksbank Jade-Weser gespendet bekommen. Das Geld dafür stammt auch den Erlösen des VR-Gewinnsparens. Der Bauhof der Gemeinde hat zudem das Material für die Gründung der Stellflächen für die Hochbeete geliefert.
Die Aktiven der Arbeitsgruppe hoben die Stellplatzflächen aus, verlegten Bodenplatten und installierten die Hochbeete. Arbeitsgruppen-Sprecher Bodo Zeiger: „Es ist toll, wenn alles so Hand in Hand geht. Wenn die Kinder dann ihren Spaß mit den Beeten haben, haben wie alles richtig gemacht.“
Hooksiel (23. 4. 2026) – Die Erwartungen haben sich (leider) bestätigt. Das von der Gemeinde Wangerland unterstützte Bauvorhaben des SC Wangerland auf der Sportanlage in Hooksiel ist in der ersten Vergaberunde des Förderprogramms des Bundes für kommunale Sportstätten nicht berücksichtigt worden.
Zwei Projekte in der Region
Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller am Mittwoch mitteilte, fließen in der ersten Förderrunde erhebliche Mittel nach Wilhelmshaven und Friesland. „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderungen über 1,083 Mio. Euro für die Sanierung der Sportstätte Güterstraße in Wilhelmshaven sowie über 875.250 Euro für die Sanierung der Außensportanlage an der IGS Friesland Nord in Schortens beschlossen.“
Der Bund fördert in den kommenden vier Jahren mit einer Investitionssumme von insgesamt einer Milliarde Euro sanierungsbedürftige Sportanlagen. Im ersten Topf stehen 333 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsteller sind Kommunen, die auf einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der Gesamtkosten durch den Bund hoffen dürfen – unabhängig von weiteren Fördertöpfen.
Rat unterstützt SC Wangerland
Vor diesem Hintergrund hatte der Rat der Gemeinde Wangerland Anfang dieses Jahres das vom SC Wangerland vorgestellte Neubauprojekt eines barrierefreien Sanitärgebäudes mit Umkleide- und Aufenthaltsräumen zwischen Fußballplatz und Tennisanlage in Hooksiel einstimmig unterstützt. Der Neubau könnte das deutlich in die Jahre gekommene Stelzengebäude ersetzen, das derzeit auch von den Sportlern genutzt wird.
Dass nicht alle beantragten Projekte gefördert werden konnten, war zu erwarten. „Mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro war der Projektaufruf 23-fach überzeichnet“, so CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen. Vor diesem Hintergrund freue sie sich besonders, dass die Sanierung der IGS-Sporthalle unterstützt wird.
Markus Gellert, für den Sport zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus in Hohenkirchen, beteuert in einer ersten Stellungnahme, dass die Gemeinde Wangerland alles tun werde, dass das Projekt in Hooksiel in der zweiten Förder-Tranche berücksichtigt wird.
Hooksiel (22. 4. 2026) – Die Umstellung auf H-Gas im Bereich der Gemeinde Wangerland hat reibungslos geklappt. Wie ein Sprecher des Gasnetzbetreibers EWE Netz gegenüber „Hooksiel-Life“ mitteilte, habe es an diesem Dienstag, dem dafür vorgesehenen Termin, keinerlei Probleme gegeben. „Die Versorgung der Haushalte läuft seitdem mit dem neuen, energiehaltigeren Erdgas stabil und ohne Komplikationen.“
Für die Verbraucher selbst sei die Umstellung grundsätzlich unproblematisch verlaufen, so der Sprecher. Wichtig sei jedoch, dass Kundinnen und Kunden, deren Erdgasgeräte im Zuge der Umstellung noch angepasst werden müssen, die bereits schriftlich angekündigten Termine unbedingt einhalten.
„Diese Anpassungen sind erforderlich, um einen weiterhin sicheren und effizienten Betrieb der Geräte zu gewährleisten.“ Für alle anderen Kunden sieht die EWE Netz keinen Handlungsbedarf.
Die Umstellung war seit Monaten geplant und intensiv vorbereitet worden. Notwendig geworden ist der Abschied vom so genannten L-Gas vor allem deshalb, weil die Niederlande angekündigt hatten, in den kommenden Jahren kein Erdgas mehr nach Deutschland exportieren zu können. Das energiehaltigere H-Gas kommt vornehmlich aus Norwegen – oder im steigenden Anteil auch über Importe von Flüssigerdgas (LNG).
Im Vorfeld hatten von der EWE beauftrage Techniker alle Gasverbraucher in den Haushalten inspiziert und sie auf die neue Gas-Art eingestellt. Nicht möglich ist die Umstellung nur bei sehr alten Heizungen, die im Fall der Fälle notfalls ausgetauscht werden müssen.
Wilhelmshaven/Friesland (22. 4. 2026) – Die allermeisten Unternehmen (97 Prozent) in der Jade-Region kämpfen mit steigenden Kosten. Als Konsequenz wollen über 40 Prozent der im Rahmen der „Wirtschaftsumfrage Frühjahr 2026“ befragten Unternehmen ihre eigenen Preise anpassen. Aber längst nicht alle gehen davon aus, dass sie ihre Umsätze steigern können. Als Unsicherheitsfaktor wird zudem die weltpolitische Lage wahrgenommen.
Im Durchschnitt verzeichneten die Unternehmen bei den Energiekosten eine Zunahme von 8,43 Prozent. Auch in anderen Bereichen sei der Kostendruck hoch. Die Materialkosten lagen im Schnitt um 7,64 Prozent über dem Vorjahresniveau, während sich die Lohnkosten durchschnittlich um 7,95 Prozent erhöht hätten.
Kostendruck gefährdet Investitionen
„Die Folgen der Kostensteigerungen zeigen sich bereits deutlich: Sinkende Margen und Erträge führen in einigen Fällen zu negativen Gewinnsituationen“, befürchtet Tom Nietiedt, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV): „Viele Unternehmen verfügen nur über begrenzte Möglichkeiten, ihre Preise anzupassen, was langfristig dazu führen kann, dass sie notwendige Investitionen aufschieben. Gleichzeitig bleibt der Wettbewerbs- und Preisdruck im Vergleich zum europäischen Ausland hoch.“
Die Daten gehen aus der Wirtschaftsumfrage hervor, deren Ergebnisse jetzt vom AWV, vom Wirtschaftsförderkreis Harlingerland und dem Netzwerk Wirtschaft Varel vorgestellt wurden. An der Umfrage beteiligten sich 166 Unternehmen mit insgesamt über 33.265 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten aus der Stadt Wilhelmshaven, dem Landkreis Wittmund und dem Landkreis Friesland.
Bei der Abfrage, die vor dem Ausbruch des Iran-Krieges stattfand, ging es um aktuelle politische Themen, die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage, der Prognose für die kommenden sechs Monate und die Bewertung der Standort-Rahmenbedingungen in der Jade Wirtschaftsregion.
Knapp ein Drittel der Betriebe unzufrieden
Als gut bezeichnen 37 Prozent (39 %) der Unternehmen die aktuelle wirtschaftliche Lage – damit ähnlich viele wie im letzten Jahr. 43 Prozent (32 %) empfinden die Situation als befriedigend. 20 Prozent (29%) beschreiben ihre Lage als unbefriedigend bzw. schlecht.
25 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als „relativ hoch“. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert damit auf einem ähnlichen Niveau. 54 Prozent (52 %) bewerteten ihren derzeitigen Auftragsbestand als ausreichend, 21Prozent (25 %) als zu gering. Der Auftragsbestand reicht bei den Unternehmen durchschnittlich für die nächsten 10 Monate (12 Monate).
Für die kommenden sechs Monate gehen 9,9 Prozent (10,3 %) der Unternehmen von einem deutlichen Umsatzanstieg von mehr als zehn Prozent aus. Weitere 34,2 Prozent (41,6 %) rechnen mit einer positiven Umsatzentwicklung zwischen drei bis zehn Prozent. Der größte Anteil (39,6 %) erwartet hingegen keine nennenswerten Veränderungen. 16,2 Prozent (11,7 %) gehen davon aus, dass sich ihre Umsätze negativ entwickeln.
Zurückhaltung bei Investitionen
Mit Blick auf die steigenden Kosten gaben 40,6 Prozent (37,8 %) der Befragten an, ihre Preise erhöhen zu wollen. Gleichzeitig rechnet fast die Hälfte der Unternehmen damit, ihre Verkaufspreise stabil halten zu können. Preissenkungen planen lediglich 2,8 Prozent der Antwortenden.
Bei den Investitionen zeigt sich die Wirtschaft weiter zurückhaltend. Nur 26,8 Prozent (24,7 %) der Befragten planen, ihr Investitionsbudget in der kommenden Zeit auszuweiten. Die Mehrheit der Betriebe beabsichtigt, ihr derzeitiges Investitionsniveau beizubehalten. Mit 14.3 Prozent deutlich geringer als im Vorjahr fällt der Anteil der Unternehmen aus, die ihre Investitionen zurückfahren wollen. 2025 waren es noch 25 Prozent.
Schlechte Noten für Bundesregierung
Kritisch sehen die Unternehmen die Arbeit der Bundesregierung. Nur ein Befragter bewertete die bisherige Arbeit der Koalition aus CDU und SPD als sehr gut, lediglich acht Prozent als gut. Weit über die Hälfte stellte den politisch Verantwortlichen ein befriedigendes oder nur ausreichendes Zeugnis aus (75,2 %). 16 Prozent der Unternehmen bewerteten den bisherigen Kurs der Bundesregierung sogar als mangelhaft.
Der Bedarf an politischer Unterstützung und spürbaren Entlastungen wird von den Unternehmen weiterhin als sehr hoch eingeschätzt. Mit großem Abstand an erster Stelle steht dabei wie im Vorjahr der Wunsch nach einem konsequenten Bürokratieabbau (91,1 %). Deutlich dahinter folgen Forderungen nach einer Senkung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (48,8 %), Verbesserungen im Bildungssystem (33,1 %) sowie eine Reform der Unternehmensbesteuerung (32,2 %). Darüber hinaus wünschen sich 30,6 % der Unternehmen stärkere politische Impulse zur Förderung der Digitalisierung.
Unternehmen erwarten Unterstützung
Weitere Themen, bei denen viele Unternehmen Unterstützung erwarten, sind Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel (29,8 %), eine stärkere Förderung von Investitionen (29%) sowie Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur (28,2 %). Gefragt nach den wirksamsten Impulsen zur Belebung der Wirtschaft setzen die Unternehmen vor allem auf steuerliche Entlastungen.
Im Vergleich zur Bundesregierung schneidet die niedersächsische SPD/Grüne-Landesregierung besser ab. Knapp über 20 Prozent bewerten ihre Arbeit mit gut bis sehr gut und über die Hälfte der Unternehmen vergibt die Note drei. Lediglich 6,5 Prozent schätzen die Leistungen der Landesregierung als „mangelhaft“ ein.
Unsicherheiten durch Trump
Allgemeine Planungsunsicherheit befürchten viele Unternehmen von den Entscheidungen des US-Präsidenten Donald Trump. Seine Zollpolitik könne sich auf den Handel insgesamt und auf die Lieferketten und die Rohstoffpreise auswirken. Auch die Stärkung der Verteidigungsausgaben/Rüstung wirke sich aus.
Die Bewertung der Standortattraktivität der Jade Wirtschaftsregion fällt überwiegend stabil aus. Drei Viertel der befragten Unternehmen (75,2 %) sehen derzeit keine Veränderungen. 18,1 Prozent (29,2 %) der Unternehmen nehmen hingegen eine positive Entwicklung wahr und sind der Ansicht, dass sich die Attraktivität des Standorts in letzter Zeit verbessert habe – auch für ansiedlungsinteressierte Betriebe.
Hooksiel/Wilhelmshaven (21. 4. 2026) – Er war das Symbol militärischer Stärke – und zugleich wurde er zum Botschafter für verlässliche Bündnispolitik und transatlantische Freundschaft. Der amerikanische Flugzeugträger „USS Nimitz“ war zuletzt vor knapp 40 Jahren, im September 1986, zu Gast in Wilhelmshaven.
Christa Klostermann präsentiert eine „Nimitz“-Kappe, die an den Besuch von US-Navy-Soldaten 1978 in Hooksiel erinnert. Foto: hol
Wie bei den Besuchen zuvor in den Jahren 1975, 1978 und 1980 zog das 333 Meter lange Kriegsschiff Tausende Schaulustige an. Zeitzeugen berichten, dass der Deich voller Menschen stand, um das Einlaufen des mit Nuklearreaktoren angetriebenen Flugzeugträgers und seiner über 5000-köpfigen Besatzung zu verfolgen. Interessierte aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, sich beim „Open Ship“ oder bei kleinen Bootstouren auf der Jade einen Eindruck von dem Meeresgiganten zu verschaffen.
Während der Besuche der Besatzungsmitglieder an Land kam es dann zu unzähligen Begegnungen und Gesprächen von Menschen – von Deutschen und Amerikanern, aus denen auch dauerhafte Freundschaften bis hin zu Ehen entstanden. Viele Erinnerungen daran sind bis zum heutigen Tag lebendig. Deutlich wird das in einer aktuellen Artikelserie der „Wilhelmshavener Zeitung“, in der Leser zu Wort kommen, die erzählen, wie sie die „Nimitz“-Besuche erlebt haben.
Das alterst Kriegsschiff der US-Navy, der Flugzeugträger „Nimtz“, soll 2027 außer Dienst gestellt werden. Das gigantische Schiff war vier Mal zu Besuch in Wilhelmshaven, zuletzt vor knapp 40 Jahren. Foto: privat
Zeugnisse des Truppenbesuchs von 1978 kann man auch in der Hooksieler Gaststätte „Zum schwarzen Bären“ bewundern. Stolz zeigt Christa Klostermann an eine Wand mit Analen, an der ein Blechschild mit dem Schriftzug „Nimitz“ verewigt ist – eingerahmt von den Flaggen der USA und dem Rüstringer Friesen aus Wilhelmshaven. Daneben hängt die Kappe eines Besatzungsmitglieds. „Bei uns war damals eine Gruppe von Offizieren de US-Navy zum Essen zu Gast. Ich glaube, die haben sich ganz wohl gefühlt“, erinnert sich die Gastronomin.
Die Tage der 1975 in Dienst gestellten „Nimitz“ sind inzwischen gezählt. Das Kriegsschiff soll im nächsten Jahr ausrangiert werden.
Hooksiel/Wilhelmshaven (20. 4. 2026) – Der Start in die Helgoland-Saison steht aus Hooksieler Sicht unter einem schlechten Stern. Auch für diese Woche hat die Rederei Adler & Eils (Büsum) alle geplanten Fahrten von Hooksiel und Wilhelmshaven aus zur „roten Insel“ abgesagt.
Als Begründung verweist die Reederei auf die „aktuelle weltpolitische Lage“. Dadurch würde sich die Lieferung eines Ersatzteils verzögern, das für den sicheren Betrieb des Katamarans „Adler Cat“ zwingend erforderlich sei. Angaben dazu, wann das Ersatzteil voraussichtlich eintreffen wird und ab wann Interessierte einen Helgoland-Ausflug sicher planen können, macht das Unternehmen nicht.
„Bereits gekaufte Tickets können kostenfrei bei den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden“, teilt die Reederei mit. Online gekaufte Tickets würden automatisch auf das bei der Buchung genutzte Zahlungsmittel erstattet.
Wilhelmshaven/Hooksiel (20. 4. 2026) – Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der „SAREx Wilhelmshaven 2026“. Die Abkürzung SAREx steht dabei für =Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung.
Trainingsszenarien wie am „Havaristen“ längsseits gehen erwarten die Seenotretter bei der Großübung „SAREx Wilhelmshaven“. In der Luft darüber ein NH90-Rettungshubschrauber der Deutschen Marine. Foto: DGzRS/Alexander Krüger
Ausrichter der Übung, die von Mittwoch bis Sonntag, 22. bis 26. April, auf der Jade stattfinden wird, ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sieben Rettungseinheiten der DGzRS sowie einige externe Schiffe und Hubschrauber nehmen daran teil.
Während der Übung trainieren die Seenotretter vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Szenarien werden den beteiligten Besatzungen erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um möglichst realistische Situationen zu erzeugen. Auch die medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der geplanten Trainings an den Kernübungstagen Donnerstag, Freitag und Samstag.
Am Donnerstag- und Freitagmorgen trainieren die Besatzungen im Wechsel wichtige Handgriffe und Fertigkeiten im Hafen an Bord und an Land, darunter die Übergabe Schiffbrüchiger von Schiff zu Schiff, die Rettung aus engen Schiffsinnenräumen, international einheitliche SAR-Einsatzverfahren wie Suchmuster und Führungsaufgaben sowie technische Navigation.
Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Ständiges Training ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz. Größere Übungen dieser Art fanden in den vergangenen Jahren auch in der Lübecker Bucht, in der Eckernförder Bucht, vor Büsum und im Greifswalder Bodden statt. Wilhelmshaven ist in diesem Jahr zum insgesamt sechsten Mal Gastgeber der SAREx.
An der „SAREx Wilhelmshaven 2026“ teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer „Hans Hackmann“, „Eugen“ (Station Norderney) und „Pider Lüng“ (List) sowie die Seenotrettungsboote „Peter Habig“ (Wilhelmshaven), „Wolfgang Paul Lorenz“ (Horumersiel), „Secretarius“ (Langeoog) und „Paul Nesse“ (Eiderdamm).
Außerdem werden das Zollschiff „Friesland“ sowie drei Rettungshubschrauber erwartet. Für realistische Szenarien stehen mehrere Schiffe als Havaristen-Darsteller zur Verfügung, darunter der Schlepper „Fairplay 34“ der Fairplay Towage Group.
Hooksiel (19. 4. 2026) – Die DLRG Wangerland hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Im Oktober 2025 hat die Wangerland Touristik GmbH das Hallenwellenbad in Hooksiel geschlossen. Damit verloren die Lebensretter nicht nur ihr Ausbildungs- und Trainingsdomizil, sondern auch ein Stück Heimat. „Wir wussten nicht, wie es weiter geht und ob es weiter geht“, sagte Vorsitzender Sven Hannemann. „Aber es geht weiter.“
Seit 60 Jahren ist Reinhard Thomsson (4. v. l.) Mitglied in der DLRG. Er wurde zusammen mit anderen langjährigen und verdienten Mitgliedern sowie den neuen Bootsführerschein-Inhabern auf der Jahreshauptversammlung im Gästehaus Hooksiel geehrt. Foto: hol
Und das nicht so schlecht. Wie Hannemann am Samstag auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe im Gästehaus Hooksiel sagte, hatte die DLRG Wangerland Ende vergangenen Jahres 759 Mitglieder – und damit deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Und das trotz der erschwerten Bedingungen. Seit November findet die Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung jeweils samstags und sonntags im „Aqua-Fit“ in Schortens statt. Die Wettkampfgruppe trainiert freitags im „Nautimo“ in Wilhelmshaven.
Dank an die Gemeinde
Der Wechsel ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Finanziell und organisatorisch. Müssen doch die Kinder und Jugendlichen regelmäßig mit einem Fahrdienst zu den Sportstätten gebracht werden. Hannemann danke Bürgermeister Mario Szlezak ausdrücklich dafür, dass die Gemeinde Wangerland die Hallenkosten für die DLRG übernimmt. „Wir sind froh, dass uns die Gemeinde nicht im Stich gelassen hat.“
Aus für Altkleider-Sammlung
Zu den weniger erfreulichen Botschaften des Vorsitzenden zählte auch die Ankündigung, dass die DLRG Wangerland zum Ende dieses Monates ihre Altkleider-Sammlungen einstellt. Das Partnerunternehmen, das die Sammelcontainer geleert habe, sei insolvent. Die Container selbst müssten erneuert werden und die Sammelplätze seien zunehmend verunreinigt gewesen. Vor diesem Hintergrund habe man sich entschieden, auf die Altkleidersammlungen ganz zu verzichten. Die Sammlungen hatten der Ortsgruppe zuletzt noch zu 2700 Euro Einahmen im Jahr verholfen.
1500 Stunden am Beckenrand
Ausbildungsleiterin Marina Schmöckel berichtete von einem umfassenden Programm in der Schwimm- und Rettungsschwimmer-Ausbildung. Dabei seien 258 Anfänger und 193 Fortgeschrittene geschult und mit Abzeichen vom Seepferdchen bis zum Rettungsschwimmer-Abzeichen in Gold belohnt worden. Insgesamt hätten die Ausbilder über 1500 Stunden am Beckenrand gestanden. Hinzu gekommen seien Fachausbildungen für Wasserretter sowie eine ganze Reihe von geselligen Veranstaltungen von Spieleabenden bis zum Weihnachtspunsch.
Der Leiter Einsatz der DLRG, Thorsten Knebel, erinnerte daran, dass die Ortsgruppe im vergangenen Jahr mit der „Otto Gehrke“ ein neues Rettungsboot in Dienst gestellt hat und ein zweites Boot, die „Wangerland 1“, grundsanieren konnte. Zum Programm gehörten unter anderem Bootsführerschein-Ausbildungen sowie Funklehrgänge. Knebel dankte ebenso wie Schatzmeisterin Sandra Kaufeld den Sponsoren, die die Investitionen durch Spenden mit ermöglich hätten.
Surfer aus Notlagen gerettet
Katastrophenschutz-Beauftragter Luca Esch verweis auf sieben Rettungseinsätze, bei denen es in erster Linie darum gegangen sei, vor den Wangerländer Stränden in Not geratenen Surfern und Kitesurfern zu helfen. Zum letzten Einsatz seien die Lebensretter im Dezember gerufen worden. Esch: „Da war es dann auch entsprechend kalt.“ Jugendvorstand Felix Schmöckel berichtete von einem abwechslungsreichen Jahr mit vielen Aktivitäten, Wettkämpfen und geselligen Veranstaltungen der Jugendlichen in der Ortsgruppe.
Zahlreiche Ehrungen
Zu den Höhepunkten der Versammlung gehörten die Ehrungen. Für 60-jährige Mitgliedschaft in der DLRG Wangerland wurde Reinhard Thomssen geehrt. Das Urgestein der Ortsgruppe war zudem lange Jahre als Kurdirektor ein wichtiger Partner der DLRG vor Ort. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde der ehemalige Vorsitzende und Leiter Ausbildung Wolfgang Schumann mit einer goldenen Ehrennadel der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft e. V. ausgezeichnet. Entsprechende Nadeln in Silber dürfen sich Vorsitzender Sven Hannemann, sein Stellvertreter Arne Schmöckel,Jörn Poppen und Toben Manzke anstecken. Sie sind alle seit 40 Jahren dabei.
Für ihre Verdienste um die Ortsgruppe wurden zudem Julia Hannemann aus dem Orga-Team der Ortsgruppe, der langjährige Tauchausbilder Horst Janßen und Katastrophenschutz-Beauftragte Luca Esch ausgezeichnet.