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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Besuch von Ailton brachte Hooksieler Tennisspielern Glück

Hooksiel (23. 2. 2026) – Die Tennisspieler der Herren ü60 des FCN Hooksiel (SC Wangerland) haben zum Abschluss der Wintersaison einen Auswärtssieg gelandet. Das Team um Mannschaftsführer Ingo Corning setzte sich beim TC Wardenburg mit 4:2 durch. Mit nunmehr 6:8 Punkten belegen die Hooksieler Platz vier in der Abschlusstabelle der Bezirksklasse. Ohne den verletzungsbedingt sehr schlechten Saisonstart (0:8 Punkte) wäre vielleicht noch eine bessere Platzierung drin gewesen.

Fußballstar Ailton (Mitte) gehörte zu den Zuschauern der Tennispartie der Hooksieler ü60-Mannschaft in Wardenburg. Mit auf dem Bild: Gerd Abeldt (links) und Ingo Corning. Foto: privat

Der Sieg in Wardenburg war etwas glücklich. Nach dem sicheren Sieg von Spitzenspieler Thomas Otte an Postion 1 (6:2, 6:2) und dem knappen Erfolg von Gerd Abeldt an Position 3 (4:6/6:1/11:9) stand es nach den vier Einzeln 2:2. Harald Fischer war bei seinem 1:6/2:6 an Position 2 chancenlos. Helmut Petermann war an Position 4 sehr knapp gescheitert (7:5/6:7/6:10).

Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Hier gewannen Otte/Fischer ihre Partie souverän mit 6:2/6:2. Abeldt/Conring mussten sich allerdings gewaltig strecken, um nach nahezu fehlerlosem ersten Satz die Partie insgesamt für sich zu sichern (6:0/4:6/10:7). 

Zu den Zuschauern gehörte phasenweise auch Ailton. Der brasilianische Fußballstar mit Werder-Bremen-Legenden-Status war zufälliger Gast in der Halle in Wardenburg. Das Angebot der Hooksieler, ob er nicht vielleicht auch mal einen Tennisschläger in die Hand nehmen wolle, lehnte er allerdings ab. „Ivan Klasnic, der kann gut Tennis spielen. Ailton spielt Fußball.“ 

Seebadeverein lädt zu seiner nächsten Gesprächsrunde ein

Hooksiel (22. 2. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zu seinem nächsten „Gäste- und Bürgersnak“. Treffpunkt dafür ist Dienstag, 24. Februar, um 18 Uhr im Gästehaus. Im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung steht der Bau einer „Adventure Golfanlage“ an der Hooksieler Wasserskianlage, die im Mai eröffnet werden soll. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung soll das weitere Vorgehen der Gemeinde bei der Suche nach einem Käufer für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen werden. Bekanntlich war ein Planungsbüro im vergangenen Jahr mit dem Versuch gescheitert, einen Hotelinvestor für den Ortskern von Hooksiel zu finden. Beim Gäste- und Bürgersnak vor vier Wochen hatten sich eine Reihe von Mitglieder des Seebadevereins als Alternative zu einem Hotels für eine Markthalle ausgesprochen. Angeblich soll es dafür auch einen potenziellen Investor geben. 

Auto von der Straße abgekommen

Hooksiel (22. 2. 2026) – Glück im Unglück hatte ein Autofahrer bei einem Unfall auf der Landesstraße zwischen Hooksiel und Waddewarden. Sein Wagen war am Freitag gegen 19.40 Uhr in der Nähe von Bottens nach einem Überholmanöver von der Straße abgekommen und im Straßengraben gelandet. 

Der Mann wurde nur leicht verletzt und konnte sein Fahrzeug noch selbstständig verlassen. Neben Polizei und Rettungsdienst waren die Feuerwehren Hooksiel und Waddewarden vor Ort, die die Unfallstelle absicherten. Foto: Feuerwehr 

Skiterrassen
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Wangerland Touristik verkauft auch zweiten Campingplatz

Wangerland/Hooksiel (21. 2. 2026) – Nach dem Verkauf des Campingplatzes Hooksiel sucht die insolvente Wangerland Touristik GmbH jetzt auch einen Investor für ihren Campingplatz in Schillig. Das offizielle Bieterverfahren dafür ist eröffnet.

Die Campingplätze direkt an der Jade gehörten über Jahrzehnte zu den Profitcentern der Wangerland Touristik GmbH. Jetzt steht nach dem Verkauf des Areals in Hooksiel auch der Großcampingplatz in Schillig zum Verkauf. Archiv-Foto: hol

Es wird ein Käufer gesucht, der den Campingplatz mit seinen 1500 Stellplätzen mit der kompletten Infrastruktur und Ausstattung übernimmt und den Platz weiter betreibt. Ausdrücklich begrüßen würde es die WTG, wenn Bieter auch Angebote für ein Betreibermodell für die „Friesland-Therme“ in Horumersiel machen würden. Das kombinierte Hallen-Freibad mit Saunalandschaft war im vergangenen Jahr nach einem Defekt in der Heizungsanlage geschlossen worden.

Betreiber für „Friesland-Therme“ gesucht

Der Campingplatz liegt vor dem Deich unmittelbar an der Jade. Das rund 420.000 Quadratmeter große Grundstück ist vom Land Niedersachsen gepachtet. Im vergangenen Jahr verbuchte die WTG auf dem Platz 284.541 Übernachtungen. Zu dem Areal gehören mehrere Betriebs- und Sanitärgebäude. Für die Betreuung des Campingplatzes waren bei der WTG 18 Mitarbeiter beschäftigt, davon vier in Vollzeit. Zwei weitere Arbeitsplätze hängen an der „Friesland-Therme“.

In der Bekanntmachung zum Bieterverfahren weist die WTG ausdrücklich darauf hin, dass der Verkauf des Campingplatzes unter dem Vorbehalt steht, dass der Gläubigerausschuss und der Sachwalter des Insolvenzverfahrens dem zustimmen. Die Interessenbekundung ist unverbindlich. Neben der Höhe des gebotenen Kaufpreises werde der Zuschlag unter anderem auch vom touristischen Konzept des Bewerbers, von geplanten Folgeinvestitionen, der Übernahme der Mitarbeiter und einem schlüssigen Betreiberkonzept für die „Friesland-Therme“ abhängen. 

Millionen-Erlös erwartet

Mit dem erwarteten Millionen-Erlös aus dem Verkauf des Campingplatzes will die WTG ihrer finanzielle Lage aufbessern und einen Weg raus aus der laufenden Insolvenz in Eigenregie bahnen. Maßgebliche Ursache für die Schieflage des gemeindeeigenen Unternehmens war die Kostenexplosion beim Bau des „Thalasso Meeres Spa“ in Horumersiel. Der Baupreis stieg von zunächst veranschlagten 4,8 Millionen Euro auf zuletzt erwartete 23 Millionen Euro. Eine Abschlussrechnung liegt bislang ebenso wenig vor wie eine detaillierte Aufarbeitung der Ursachen für die Kostenentwicklung. 

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Falscher Polizist hatte es auf Wertsachen von Hooksieler abgesehen

Friesland/Wangerland (20. 2. 2026) – Die Polizei warnt vor Betrügern, die derzeit im Landkreis Friesland ihr Unwesen treiben. Die Unbekannten rufen ihre Opfer an und geben sich als Polizeibeamte aus. Dabei haben sie es offenbar auf deren Wertgegenstände abgesehen.

Allein am Dienstag dieser Woche waren nach Polizeiangaben im Raum Zetel sieben derartige Fälle bekannt geworden. Inzwischen habe es auch mehrere Betrugsversuche mit Amtsanmaßung im Jeverland gegeben. 

Bekannte Betrugsmasche

So rief ein männlicher Täter am späten Donnerstagabend bei einem Landwirt aus Hooksiel an. Er gab sich als Polizist aus und erzählte, dass es drei Festnahmen gegeben habe. Zwei Verdächtige seien aber noch flüchtig. Man habe eine Liste mit möglichen Einbruchszielen sicher gestellt, auf der auch der Name des Hooksielers stehe. Dann wollten die vermeintlichen Beamten wissen, ob der Angerufene in seinem Haus Wertsachen habe …

Dem Hooksieler kam das suspekt vor. Er wimmelte die Anrufer mit dem Hinweis ab, dass er ohnehin keine wertvollen Dinge habe und informierte heute früh die Polizei. Wie das Polizeikommissariat Jever gegenüber „Hooksiel-life“ bestätigte, habe es mehrere entsprechende Anrufe in Kommunen im Jeverland gegeben. Bislang ist aber wohl noch kein Fall bekannt, bei dem die falschen Polizisten erfolgreich waren.

Polizei mahnt zur Vorsicht

Die Polizei geht davon aus, dass es das Ziel des Anrufers ist, durch den Verweis auf angebliche Gefahrenlagen oder Ermittlungen von den Opfern Informationen über Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu erlangen. Diese Betrugsmasche sei seit längerem bekannt. 

Bei unerwarteten Anrufen sei stets Misstrauen ratsam, so die Polizei. „Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.“ Betroffene sollten das Gespräch umgehend beenden und die ihnen bekannte Rufnummer ihrer örtlichen Polizeidienststelle anrufen. Erfreulich sei mit Blick auf die aktuellen Fälle, dass offenbar die Präventionsarbeit der Vergangenheit Wirkung zeige. Schließlich hätten sich alle Betroffenen richtig verhalten.

Landfrauenverein Hohenkirchen öffnet sich für Hooksieler Frauen

Wangerland/Hooksiel (20. 2. 2026) – Der LandFrauenverein Hohenkirchen hat einen neuen Vorstand. Auf der Jahreshauptversammlung im „Schützenhof“ in Jever bestätigten die rund 45 anwesenden Mitglieder Anneliese Leiner und Anke Eden-Jürgens im Amt. Neu hinzugewählt wurden Petra Janssen, Stefanie Reiland, Petra Hauer und Sabine Greiff.

Das Vorstandsteam des LandFrauenvereines Hohenkirchen: (von links) Petra Hauer, Petra Janssen, Sabine Greiff, Anke Eden-Jürgens, Stefanie Weiland und Anneliese Leiner. Foto: Landfrauen

Die Wahl der Hooksielerin Sabine Greiff steht dabei auch für das Angebot, das Wirken des Verein in Richtung Hooksiel auszuweiten. Bekanntlich hatte der eigenständige Landfrauenverein Hooksiel Ende 2025 seine Auflösung beschlossen. 

Christina Harms-Janssen, Marion Wragge, Insa Becker und Heike Haschenbger hatten nicht wieder für den Vorstand kandidiert. Sie wurden geehrt und für ihr Engagement gewürdigt.

Verein hat 174 Mitglieder

Zuvor hatte das bisherige Vorstandsteam über die positive Entwicklung des Vereins berichtet. „Bei uns im LandFrauenverein läuft es einfach“, lautete das Fazit. Mit derzeit 174 Mitgliedern zählt der Verein zu den größten im KreislandFrauenverband Friesland-Wilhelmshaven.

In den vergangenen vier Jahren habe die Mitgliederzahl deutlich gesteigert werden können. Das Jahresprogramm umfasst kreative Workshops, Vorträge zu aktuellen Themen sowie Tagesfahrten mit dem Fahrrad oder dem Bus. Höhepunkt des vergangenen Jahres war eine zehntägige Rundreise per Bus und Schiff ins Baltikum, die den Teilnehmerinnen in besonderer Erinnerung geblieben ist.

Abwechslungsreiches Programm

Das neue Vorstandsteam zeigt sich hoch motiviert auch künftig ein abwechslungsreiches Programm für Frauen aus dem ländlichen Raum anzubieten. Der Termin für die erste große Veranstaltung steht bereits fest: Für Samstag, 7. März, lädt der LFV Hohenkirchen anlässlich des Internationalen Frauentages unter dem Motto „Auf uns – Landfrauen säen Zukunft“ zu einem Frauenfrühstück in den „Deichgrafen“ nach Förrienerloog (Wangerland) ein. Als Gäste werden Katja Laghusemann, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, sowie Olga Lauts erwartet, die einen Reisebericht über ihr Heimatland Kasachstan vortragen wird.

Verbindliche Anmeldungen werden unter Telefon 04425/2010429 bis zum 1. März angenommen. Weitere Infos zum aktuellen LandFrauen Programm unter www.landfrauen-friesland-wilhelmshaven.de.

Kunst- und Handwerkermarkt im Hooksieler Gästehaus

Hooksiel (20. 2. 2026) – Kunst, Geschenke, schöne Sachen – unter diesem Motto öffnet ein Kunst- und Handwerkermarkt am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Februar, im Gästehaus Hooksiel seine Türen. Verschiedene Aussteller und Ausstellerinnen bieten handgefertigte Arbeiten an. Die Vielfalt der handgefertigten Produkte reicht von besonderen Gemälden und farbenfrohem Patchwork über liebevoll gestaltete Holzarbeiten bis hin zu kunstvollem Schmuck und Kinderspielzeug. 

Wer möchte, kann den Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, denn sie erzählen gerne von ihren Ideen, Materialien und den Techniken, mit denen ihre Werke entstehen. „So wird der Marktbesuch zu einem besonderen Erlebnis“, verspricht die Wangerland Touristik GmbH.. Geöffnet ist der Markt an beiden Tagen in der Zeit von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Debatte um automatische Anpassung der Krippengebühren

Wangerland (19. 2. 2026) – Der Begriff klingt sperrig: Krippenbenutzungs- und Verpflegungsgebührensatzung. Im Kern geht es darum, wie viel Geld Eltern dafür an die Gemeinde Wangerland zahlen müssen, dass ihr Kind in einer Krippe betreut und in der Kindertagesstätte oder der Grundschule mit Mittagessen versorgt wird. 

Zuletzt wurden diese je nach Einkommen der Eltern gestaffelten Gebühren im Sommer 2025 angehoben – nachdem sie zuvor über Jahre stabil gehalten worden waren. Künftig, so der Vorschlag der Gemeindeverwaltung, soll die Anpassung mehr oder weniger automatisch von Jahr zu Jahr erfolgen. Der Vorschlag, die Gebühren an die vom Bundesamt für Statistik im Frühjahr ermittelte Preissteigerung zu koppeln, wurde jetzt im Sozialausschuss des Gemeinderates diskutiert. 

Während die Gruppe „Gemeinsam fürs Wangerland“ (CDU, Grüne, FDP) mit Blick auf den Haushalt der Gemeinde der Beschlussvorlage zustimmte, lehnten die SPD-Vertreter die eigentlich schon 2025 vereinbarte Systemänderung mit dem Hinweis ab, dass viele Familien ohnehin schon finanziell stark belastet seien. Die in der ZUW zusammengeschlossenen Unabhängigen enthielten sich. Wie die Politik letztlich entscheidet, wird sich damit erst in der Ratssitzung zeigen.

Dabei geht es eher ums Prinzip. Die nach dem aktuellen Preisindex für August 2026 geplanten Anpassungen sind überschaubar. Danach würde die Krippennutzungsgebühr um 1,50 Euro im Monat auf 132,50 Euro steigen. Der Preis für die Verpflegung an den Grundschulen steigt zum Teil um 0,50 Euro im Monat.

Wettspaß im Wiedel und mahnende Worte zum Aschermittwoch

Wangerland (18. 2. 2026) – Am Aschermittwoch ist alles vorbei, heißt es in den Karneval-Hochburgen. In Norddeutschland fängt dann aber Manches erst so richtig an. Daran erinnerte Johann-Wilhelm Peters von der SPD-Wangerland bei der traditionellen, in diesem Jahr von den Wangerländern ausgerichteten Aschermittwochs-Wette, zu der sich seit über 40 Jahren Sozialdemokraten aus Wangerland, Schortens und Jever am gemeinsamen Grenzstein am „Dreiländereck“ im Wiedel treffen. Dabei auch die drei Bürgermeister Mario Szlezak (Wangerland), Gerhard Böhling (Schortens) und Jan Edo Albers (Jever).

Werteten die Aschwermittwochs-Wette im Wiedel aus: (von links) Jan Edo Albers (Jever), Hans Müller, Gerhard Böhling (beide Schortens) Wettpatin Ermana Nurkovic (Schortens) und Mario Szlezak (Wangerland). Foto: hol

Beim anschließenden Grünkohlessen im „Wangerland Resort“ in Hohenkirchen erinnerte Peters im Beisein von Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies an Gerhard Schröder, der in seiner Karriere zweimal als Gast bei der Aschermittwochs-Wette dabei war. „Nach dem ersten Mal wurde er Ministerpräsident, nach dem zweiten Mal Bundeskanzler.“

Sorge um die Demokratie

Lies beteuerte, dass er trotz dieses Vorbilds keinen Wechsel nach Berlin anstrebe. Er appellierte aber an die Genossen aus den drei Kommunen, selbstbewusster mit den Traditionen der Region umzugehen. Dazu gehöre auch das Grünkohlessen.

Johann-Wilhelm Peters erinnerte Ministerpräsident Olaf Lies (links) daran, dass die Teilnahme an der Aschermittwochs-Wette durchaus ein politisches Sprungbrett sein kann. Foto: hol

Aber der Ministerpräsident schlug zum Karneval-Ausklang auch nachdenkliche Töne an. Er sorge sich um die Zukunft der Demokratie. Es werde immer schwieriger, im komplizierten Geflecht der Zuständigkeiten Themen zu vermitteln. „Den Bürgern ist es egal, ob die Straße dem Bund, dem Land oder der Gemeinde gehört – ihnen reicht es, wenn sie kaputt ist.“ Lies warb angesichts lauter werdender Rufen nach schnellen Entscheidungen dafür, für den demokratischen Weg zu werben: Mehrheiten suche, debattieren, Lösungen präsentieren.

Medienvielfalt in Gefahr

Es sei notwendig, die Demokratie vor ihren Feinden zu schützen, sagte Lies, und erinnerte an die Einstufung der niedersächsischen AfD als „gesichert rechtsextrem“ durch den Verfassungsschutz. „Verfassungsfeinde haben bei uns keinen Platz, egal ob sie von Links kommen oder von Rechts.“

In Gefahr sieht Lies auch die Medienvielfalt im Land. Durch die Überflutung der Gesellschaft durch digitale Kanäle würde insbesondere lokalen Tageszeitungen und privaten Radio- und Fernsehsendern die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Zudem müssten seiner Ansicht nach Kinder und Jugendliche stärker vor Inhalten aus so genannten „Sozialen Medien“ im Internet geschützt werden. 

Wette am Grenzstein

Dass auch analoge Medien durchaus noch Anziehungskraft haben, bewies das kursierende Gästebuch, in dem sich die Teilnehmer der zurück liegenden Aschermittwochs-Wetten im Wiedel verewigt haben. Dabei ist das Prozedere seit Jahrzehnten unverändert. Die SPD-Fraktionen der drei Gebietskörperschaften geben im Vorfeld eine Wette ab, ob der Grenzstein trocknen Fußes zu erreichen ist oder nicht. Die Aufgabe der Wettpatin hatte Ermana Nurkovic inne, die in Schortens für die SPD fürs Bürgermeisteramt kandidiert. 

Wichtig bei der Auswertung der Wette ist dann, dass immer derjenige gewinnt, der die Veranstaltung im nächsten Jahre ausrichten soll. Insofern war es kein Zufall, dass die SPD Schortens Wettsieger wurde – obwohl auch die Jeveraner auf „nass“ gesetzt hatten. Die Entscheidung sei angesichts dieser Patt-Situation durch ein Schnick-Schnack-Schnuck gefallen, sagte die aus Hannover stammende Ermana Nurkovic und bewies damit, wie schnell man friesländische Sitten erlernen kann. 

Wo Steine lebendig werden und Fotos den kritischen Blick schärfen

Hooksiel (17. 2. 2026) – Großer Bahnhof im Künstlerhaus Hooksiel. Rund 50 Kunstinteressierte verfolgen die Eröffnung der Winterausstellung. Bis Sonntag, 15. März, stellen mit Uta Grams (Wangerland), Gaby Skudelny-Furth (Wilhelmshaven) und Birgit Luiken (Grafschaft) drei Künstlerinnen aus der Region ihre Arbeiten aus. Die Ausstellung ist jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. 

Renate Janßen-Niemann (2. von links) eröffnete die „Winterausstellung“ im Künsterlhaus Hooksiel, in der Werke und Arbeiten von (von links) Gaby Skudelny-Furth, Uta Garms und Birgit Luiken zu sehen sind. Foto: hol

Uta Grams, die bereits 2017 einmal im Künstlerhaus ausgestellt hat, präsentiert beeindruckte Skulpturen, die sie aus verschiedensten Rohsteinen herausarbeitet. Als Grundmaterial verwendet sie unter anderem Serpentin aus Spanien, Springstone aus Simbabwe oder Alabasta aus Italien. „Jeder Stein hat ein Wesen“, verriet Uta Grams. Ihr Ziel als Künstlerin sei es, dieses Wesen zu erkennen und in der Form der Skulptur zum Leben zu erwecken. Im Ergebnis entstehen formschöne und ausdrucksstarke Körper in unterschiedlichen Färbungen. 

Emotionale Kunst

Für Gaby Skudelny-Furth ist Kunst Ausdruck ihres Inneren. „Was ich male, kann ich vorher gar nicht sagen“, verriet die Wilhelmshavenerin. Zu sehen sind an den Wänden des Künstlerhauses farb- und ausdrucksstarke Bilder von Landschaften, der Küste, dem Meer – und von wunderschönen Blumen. „Ich mag meine Bilder“, sagte Gaby Skudelny-Furth. Und viele im Raum konnten das nachvollziehen.

Erste Ausstellung

Ihre erste Ausstellung überhaupt präsentiert in Hooksiel Birgit Luiken. Als Straßen-Fotografin ist sie mit ihrer Kamera unter anderem in Oldenburg unterwegs, um Szenen einzufangen, deren tiefere Bedeutung der Betrachter oft erst auf dem zweiten Blick wahrnimmt. Die Fotos werden am Computer nachbearbeitet und um Schriftzüge ergänzt. „Dafür nehme ich meist Überschriften aus dem ,Sonntagsblatt’“, verriet Birgit Luiken. Im Ergebnis entstehen kleine, oft zeitkritische Collagen, die den Betrachter zum Nachdenken anregen.

Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann unterstrich den ganz eigenen Wert der Winterausstellungen im Künstlerhaus, bei der regionalen Kunst im Fokus steht. Eine weitere Besonderheit: Da die Künstlerinnen ihre Ausstellung während der Öffnungszeiten selbst betreuen, stehen sie den Besuchern dann vor Ort als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Der gute Zulauf gerade dieses Formats sorge dann auch für ein Belebung des Ortskerns von Hooksiel im Winter.