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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Keine „Schwarzen Männer“ – dafür leckere Amerikaner

Hooksiel (17. 2. 2026) – Auch wenn die „Schwarzen Männer“ in der Grundschule Hooksiel vermisst wurden, haben Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrkräften einen schönen Rosenmontag verlebt. Mit dazu beigetragen hat der Förderverein der Schule, der für die passende Stärkung sorgte. 

Mütter aus dem Förderverein hatten „Amerikaner“ gebacken, die sich die Kinder dann eigenständig mit zahlreichen Leckereien verzieren konnten. Die Bäckerinnen waren dabei derart fleißig, dass sie auch noch die Mädchen und Jungen des benachbarten Kindergartens mit ihren Produkten versorgen konnten. 

Insgesamt stand der Schultag am Montag im Zeichen des Karnevals. Kinder und Lehrer hatten sich verkleidet. Aus den Unterrichtsräumen waren unterschiedliche Erlebnisstationen geworden, in denen die Schülerinnen und Schüler sich ausprobieren und kreativ werden konnten.

In den vergangenen Jahren war die Grundschule stets Anlaufpunkt für den traditionellen Umzug von Schülern und Auszubildenden aus dem Handwerk gewesen, zu denen auch die „Schwarzen Männer“ gehörten, die die Grundschüler „einfangen“ und sie mit schwarzen Strichen auf Nasen und Wangen verzierten. Dieser Umzug war in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen ausgefallen. 

Spaß beim Besenwerfen trotz Schnee und Eisglätte

Hooksiel (16. 2. 2026) – Der Hooksieler Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe (HHG) wirbt um neue Mitglieder. Erste Nutznießer davon waren am Rosenmontag die Teilnehmer am traditionellen Besenwerfen. Einer der Teilnehmer: Tobias Geisen.

Der neu gewählte HHG-Vorsitzende nutzte die Runde, um für die Interessenvertretung zu werben. Das Ohr der anderen Werfer war ihm dabei sicher. Immerhin übernahm der HHG als Sponsor der Veranstaltung die Kosten für Speis und Trank. Gut 30 Hooksieler waren dem Ruf von Lars Reiners und Patrick Obst als Organisatoren des Besenwerfens gefolgt.

Vom Gelände der Zimmerei Langenhorst im Hooksieler Gewerbegebiet aus zogen die Werfer – nach der Begrüßung und einem von Sascha Keemann (Foto) vorgetragenen Fastnachtslied – zunächst zu einigen Handwerksbetrieben und später durch Gaststätten im Ort. 

Der sportliche Ehrgeiz trat dabei in diesem Jahr ein wenig in den Hintergrund. Schon aus Sicherheitsgründen. „Passt bloß auf beim Anlauf“, warnte Reiners. „Es ist höllisch glatt.“ Das Besenwerfen ist eine Mischung aus Weit- und Zielwurf mit einem Reisigbesen, bei dem die in Mannschaften aufgeteilten Werfer gegeneinander antreten. 

Bunter Karneval im Wangerland mit „Schlick, Schlick, Granat!“

Wangerland/Hooksiel (16. 2. 2026) – Auch die Wangerländer können Karneval. Den Nachweis dafür hat das Wochenende erbracht. Beim Frauenkarneval im Kursaal in Horumersiel zeigen sich über 300 originell verkleidete Frauen von ihrer närrischen Seite – ganz ohne Männer, dafür mit viel guter Laune.

Mit Krückstock und Rollator zum Frauenkarneval. Auch die Oma-Gruppe hatte viel Spaß beim närrischen Treiben in Horumersiel. Foto: privat

Beeindruckend beim Frauenkarneval vor allem die Vielfalt der Kostüme. Hier die Blümchen-Mädchen, dort weibliche Fantasie-Gestalten, gleich daneben die Oma-Gruppe, die Charleston-Damen und der orientalische Harem (natürlich mit Kamelen). Das Organisationsteam mit Frauke Werdermann, Kirsten Oltmanns, Nantke Martsfeld, Svenja Beneke und Linda Ühre wurde dafür mit reichlich Applaus und einem donnernden „Schlick, Schlick, Granat!“ bedacht, berichten Teilnehmerinnen. 

In Hooksiel feierten gut 100 ebenfalls zumeist verkleidete Jecken den Handwerkerball. Und auch beim Kinderkarneval in den Skiterrassen in Hooksiel, im Kursaal in Horumersiel und in Waddewarden ging es hoch her. Der in den vergangen Jahren von der Initiative „Weil wir Hooksieler sind!“ organisierte Rosenmontagslauf mit Teufelsgeigern und schwarzen Männern musste leider ausfallen. 

Hooksieler Tennisspieler in Wilhelmshaven chancenlos

Hooksiel (16. 2. 2026) – Die ü50-Tennis-Mannschaft des SC Wangerland/FC Nordsee Hooksiel hat bei ihrem Auswärtsspiel bei der JTG-Wilhelmshaven die erwartete Niederlage kassiert. Das Team um Mannschaftsführer Thomas Otte musste sich mit 0:6 geschlagen geben, obwohl das Endergebnis einen falschen Eindruck vom Geschehen vor Ort vermittelt. 

Die Zuschauer bekamen insgesamt hochklassigen Sport zu sehen, bei denen die Hooksieler über weite Strecken gut mithielten. Lediglich der wichtige letzte Punkt in den Spielen ging meist an die JTG.

So leisteten Thomas Otte an Position 1 gegen Frank Gerdes (2:6, 1:6) und Thorsten Csikos an 2 gegen Goshtasbian Kambiz (2:6, 0:6) erhebliche Gegenwehr, blieben auf dem für sie ungewohnten Hartplatzbelag der JTG-Halle aber letztlich chancenlos. Ähnlich erging es Jan Alter gegen Rainer Dörnath (3:6, 3:6) und Mirko Ortmanns gegen Gregor Koch (2:6, 2:6).

Wähnend der erste Doppel Ortmanns/Reiner Meints gegen Koch/Andreas Stiller (0:6/0:6) ebenso deutlich verloren ging, schnupperte das Duo Csikos/Helmut Petermann gegen Kambis/Dirk Haar im zweiten Doppel zumindest an einem Matchgewinn und musste sich erst im Tiebreak geschlagen geben (4:6/7:6/8:10).

Ähnlich schwer dürfte die Aufgabe für die Hooksieler in ihrem nächsten Spiel werden. Am Sonntag, 8. März, erwartet die Mannschaft in der Halle in Varel den Spitzenreiter der Bezirksklasse TV Brake. Spielbeginn: 12 Uhr. 

Urkunden für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr

Wangerland/Hooksiel (15. 2. 2026) – Im Rahmen einer Gemeindekommando-Sitzung der Freiwilligen Feuerwehr Wangerland hat Bürgermeister Mario Szlezak in Wiarden zahlreiche Ernennungsurkunden und Bestellungsurkunden an die Funktionsträger der Feuerwehr ausgehändigt. Unter anderem an Jörg Nöchel. Die Amtszeit des Ortsbrandmeisters der Ortswehr Hooksiel verlängert sich damit um fünf Jahre bis Mitte 2031.

Weitere Ernennungen erhielten Jörn Peters für seine Funktion als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Hohenkirchen sowie Harald Scheuern als stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortswehr Minsen.

Darüber überreichte Szlezak an weitere Funktionsträger die Bestellungsurkunde zum Verwaltungsvollzugsbeamten und Brandbekämpfung im Gebiet der Gemeinde Wangerland: Carsten Held, Tim Becker (beide Neugarmssiel), Dr. Thomas Große (Hooksiel), Jens Brämer und Harald Scheuern (beide Minsen), Jörn Peters und Carsten Rohlfs (beide Hohenkirchen), Ihno Gerdes und Malte Schürmann (beide Waddewarden) sowie Frank Szlezak (Tettens). 

Verdreckte Küchen, abgelaufene Lebensmittel und defekte Kühlungen

Friesland/Wangerland (13. 2. 2026) – Der Verbraucherschutz gehört zu den Kernaufgaben der Veterinärämter. Allein im Zeckverbandsgebietes des Veterinäramtes Jade Weser (Friesland, Wilhelmshaven, Wittmund, Wesermarsch) sind etwa 4.600 Betriebe im Lebensmittelbereich überwachungspflichtig. Wie aus dem Jahresbericht des Amtes hervorgeht, wurden 2025 insgesamt 2012 Kontrollen durchgeführt. 

Jahresbericht des Veterinäramtes

Dabei gab es eine Fülle von Beanstandungen. Bemerkenswert sind insbesondere Verstöße wegen unzureichender Einhaltung der Basishygiene und Mängeln bei der Reinigung und Desinfektion der Betriebe. „Dies führte im Jahr 2025 zu insgesamt 14 vorübergehenden Betriebsschließungen, die in manchen Fällen über mehrere Tage und mehrere Nachkontrollen aufrechterhalten werden mussten“, heißt es im Bericht.

Von den 14 Betreiben, die zumindest zeitweise schließen mussten, lagen nach Angaben des Amtes sieben in Wilhelmshaven, drei in der Wesermarsch, einer in Wittmund und drei im Landkreis Friesland; davon einer in Jever und zwei im Wangerland. Auch ein Hooksieler Betrieb musste zeitweise schließen.

Beschwerden von Kunden

Grund für Kontrollen sind häufig Beschwerden von Kunden. Bei einer Inspektion in einer Speisegaststätte etwa seien zahlreiche gravierende Hygienemängel festgestellt worden, die umgehend behoben werden mussten. Die Fußböden waren mit angetrockneten Rückständen behaftet, die Küchenräume sowie die Arbeitsflächen extrem verunreinigt. In den Kühlschränken lagerten nicht abgedeckte Lebensmittel, die teilweise bereits angetrocknet waren. Besonders besorgniserregend sei der Zustand einer Wandfläche sowie der Bierkühlung gewesen, die schimmelähnlich verunreinigt waren, berichtet das Veterinäramt. 

Der Betreiber der Gaststätte habe sich entschlossen, eine zum Zeitpunkt der Kontrolle laufende Feier aufzulösen und die Gasstätte freiwillig für eine gründliche Reinigung zu schließen. Schon am Folgetag habe er sein Restaurant nach Abnahme durch die Überwachungsbehörde wieder öffnen können. 

Nach Grundreinigung wieder geöffnet

Etwa vier Wochen dauerten die nötigen Reinigungs- und Renovierungsarbeiten in einer Pizzeria. Hier war die Lebensmittel-Überwachung auf erhebliche Hygienemängel nach einem Brand aufmerksam geworden. Arbeitsflächen, Fußböden, die verwendete Geräte und insbesondere auch die Kühl- und Tiefkühleinrichtungen seien stark verunreinigt und die Decke mit dunkelbraunen Rückständen bedeckt gewesen. Zudem habe man abgelaufene und teilweise schimmelige Lebensmittel gefunden. Die Warmwasserzufuhr zum Abwaschen des Geschirrs habe nicht funktioniert und auch die sanitäre Einrichtung wies erhebliche Mängel auf. 

Eine Teilschließung des Betriebes und ein hohes Bußgeld verhängten die Kontrolleure gegen einen Fleischereibetrieb. Dem Veterinäramt waren Bilder von einem privaten Pkw zugespielt worden, in dessen Kofferraum eine große Menge Fleisch unverpackt und ungekühlt transportiert worden war. „Neben dem unhygienischen Transport konnte auch die Herkunft des Fleisches nicht vollständig geklärt werden. Somit musste dieses Fleisch unschädlich entsorgt werden“, berichten die Kontrolleure. 

Umgehend schließen und eine umfangreiche Grundreinigung vornehmen musste ein gut besuchter Fischimbiss. Auch hier sei eine Beschwerde eines Kunden der Auslöser für eine Kontrolle gewesen. „In den sehr beengten Räumlichkeiten war eine ordnungsgemäße Herstellung von Fischerzeugnissen aufgrund der Hygienemängel und Fehler im Herstellungsprozess nicht möglich gewesen.“ 

Strafanzeige gegen Imbiss-Betreiber

Ein besonders uneinsichtiger Wiederholungstäter, so die Lebensmittel-Kontrolleure, sei erneut auf einem Wochenmarkt angetroffen worden. Er habe trotz bestehender Ordnungsverfügung wiederholt kühlpflichtige Lebensmittel ungekühlt verkauft. Die Lebensmittel wurden beschlagnahmt, Proben zur Untersuchung an ein Labor geschickt und ein Bußgeldverfahren eröffnet. 

Aufgrund massiver hygienischen Mängel vorübergehend geschlossen worden sei auch ein kleiner asiatischer Imbiss. Hier seien bei Proben des benutzten Frittieröls wiederholt starke Mängel festgestellt worden. Bei Untersuchungen wurden in den den Ölen immer wieder potenziell gesundheitsschädliche Stoffe festgestellt. Das Veterinäramt habe gegen den Betreiber Strafanzeige erstattet. Gegen ihn sei in der Folge ein Strafbefehl ergangen. Der  Betrieb wurde nicht wieder eröffnet.

Wildschweine aus Voslapp auf dem Weg nach Hooksiel?

Wilhelmshaven/Hooksiel (13. 2. 2026) – Spaziergänger rund um Hooksiel sollten aufpassen. Möglicherweise treffen sie im Hooksieler Wäldchen am Hooksmeer auf das ein oder andere Wildschwein. Konkret ist die Gefahr nicht. Aber auszuschließen ist es auch nicht, dass Schwarzkittel auf ihrer Flucht vom Voslapper Groden in Wilhelmshöhen den Weg ist die sicherere Nachbarkommune gesucht haben. 

Der Voslapper Groden Süd ist nach Überzeugung der Stadt Wilhelmshaven jetzt schwarzwildfrei. Nicht auszuschließen ist aber, dass einigen der Wildschweine die Flucht in Richtung Hooksiel gelungen ist. Archiv-Foto: hol

Über Jahre haben die einst im Voslapper Groden ausgesetzten Wildschweine Jäger, Natur- und Umweltschützer in Wilhelmshaven beschäftigt. In diesem Donnerstag hat die Stadtverwaltung Entwarnung gegeben und Vollzug gemeldet: Das Gebiet sei endlich wieder frei von Schwarzwild.

Rund 90 Tiere geschossen

Zwischen Ende Dezember 2025 und Anfang Februar 2026 habe eine von der Stadt Wilhelmshaven beauftragte Fachfirma die letzten 19 Wildschweine geschossen. Damit sei die so genannte „Totalentnahme“ erfolgreich beendet worden. Schon zuvor hatten die Jäger in dem unwegsamen Gelände rund 70 Schwarzkittel aufgespürt und geschossen.

Ein wildschweinfreier Voslapper Groden Süd ist nach Darstellung der Stadt eine wichtige Voraussetzung zum Erhalt des Natur- und Vogelschutzgebietes im Norden der Stadt. Jenes Vogelschutzgebietes wohl gemerkt, dass zumindest im Voslapper Groden Nord aktuell wegen der geplanten Ansiedlung eines Energieunternehmens aufgehoben werden soll.

Schutz für Pflanzen, Vögel und Hafen

Wie dem auch sei: Die Jagd auf die Wildschweine soll auch eine Präventionsmaßnahme gegen die immer weiter fortschreitende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest sein. Dadurch wollte man auch möglichen negativen wirtschaftlichen Folgen für den JadeWeserPort vorbeugen, so die Stadt.

Die Wildschweine waren vor gut zehn Jahren auf den Grodenflächen illegal ausgesetzt und möglicherweise auch mit Hausschweinen gekreuzt und gefüttert worden. Sie vermehrten sich rasant und pflügten das Gebiet um – zum Schaden seltener Pflanzen und auf dem Boden brütender Vögel. Selbst der Deich blieb von den Wühltätigkeiten der Wildtiere nicht verschont. Zeitweise hatten sich die Wildschweine sogar bis ins angrenzende Wohngebiet vorgewagt, weswegen die Stadt im Herbst 2023 aus Sicherheitsgründen einen Spazierweg sperrte und Zäune setzte. 

Zäume haben Lücken

In einem langwierigen Rechtsstreit konnte die Stadt erreichen, dass der Wildschweinbestand auf null gesetzt werden soll und darf – was jetzt geschehen ist. Allerdings: Der Zaun um das Areal habe etliche Schäden aufgewiesen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Tiere in umliegende Gebiete abgewandert sind, warnt die Stadt. Also: Vorsicht im Hooksieler Wäldchen. 

Landtagswahl: Wangerland bleibt wohl beim Landkreis Friesland

Wangerland (13. 2. 2026) – Der Vorschlag des Landeswahlleiters, die Gemeinde Wangerland für künftige Landtagswahlen der Stadt Wilhelmshaven zuzuordnen, ist offenbar vom Tisch. Laut Medienberichten aus Hannover hat die rot-grüne Regierungsfraktion sich offenbar entschieden, den Wahlkreis 69 (Wilhelmshaven) unverändert zu lassen, auch wenn dort eigentlich zu wenig Wahlberechtigte leben. 

Nicht verfassungskonform

Zum Hintergrund: Ende 2024 hat der Niedersächsische Staatsgerichtshof entschieden, dass der Zuschnitt der Landtagswahl-Wahlkreise nicht mehr verfassungskonform ist. Er verletze den Grundsatz der Wahlgleichheit, da die Zahl der Wahlberechtigten in einigen Kreisen über und in anderen unter einem Toleranzbereich von 15 Prozent um den Mittelwert liegt. Dadurch, so die Juristen, erhielten einzelne Wählerstimmen unterschiedliches Gewicht.

Der Vorschlag des Landeswahlleiters: Dem Wahlkreis 69 (- 16,5 Prozent) sollten die Gemeinden Wangerland und Wangerooge zugeordnet werden, da im Wahlkreis 70 (Landkreis Friesland/Gemeinde Jade) ohnehin zu viele Wählerinnen und Wähler leben würden ( + 24,8 Prozent). 

Unterschiede zu Wilhelmshaven

In Wangerland und Wangerooge war der Vorschlag auf massive Kritik gestoßen. Die ländlich geprägten Kommunen befürchten unter anderen, dass ihre Interessen in einem insgesamt dann eher städtisch geprägten Wahlkreis nur noch bedingt berücksichtigt werden würden. Dem folgen SPD und Grüne in ihrem Änderungsvorschlag: „Die ländlich geprägten Wangerland und Wangerooge unterscheiden sich erheblich von der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven.“

Der aktuelle Vorschlag der Regierungskoalition sieht vor, den Wahlkreis Wilhelmshaven als „Sonderfall“ unbehelligt zu lassen. Das Ungleichgewicht der Wählerstimmen insgesamt im Land könnte durch drei neue Wahlkreise gemildert werden. Neu entstehen soll unter anderm ein Wahlkreis Rastede/Varel, zu dem künftig Teile der Landkreise Friesland (Stadt Varel), der Wesermarsch (Jade, Oevelgönne) und des Ammerlandes (Rastede, Wiefelstede) gehören würden. 

Über den künftigen Zuschnitt der Wahlkreise soll der niedersächsische Landtag Anfang März abstimmen.

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Tourismusbeiträge: Gemeinde holt Abrechnungen nach

Wangerland/Hooksiel (11. 2. 2026) – Die Gemeinde Wangerland ist mit der Erhebung der Tourismusbeiträge in Verzug. Aktuell werden die fälligen Beiträge für die vergangenen Jahre eingefordert. Für die „zeitliche Verschiebung“ der Veranlagungen gebe es aber nachvollziehbare Faktoren, beteuert Gemeindekämmerer Arthur Wichmann. er betont insbesondere, dass den Nachforderungen keine „Versäumnisse“ in der Verwaltung oder „ungeklärte Sachverhalte“ zugrunde liegen. 

Wer vom Tourismus im Wangerland direkt oder indirekt profitiert, der muss sich mit einer Gebühr an den Marketingkosten im Bereich Fremdenverkehr beteiligen. Die Gemeinde Wangerland treibt jetzt die Abgaben für die Vorjahre ein. Archiv-Foto: hol

Geld fürs Marketing

Den Tourismusbeitrag, der unter anderem für das Tourismus-Marketing eingesetzt wird, muss jeder im Wangerland zahlen, der direkt oder indirekt vom Fremdenverkehr profitiert. Also Hoteliers und Gastronomen, aber auch zum Beispiel Vermieter oder Handwerksbetriebe. Die Gebührenhöhe richtet sich nach dem jeweiligen wirtschaftlichen Vorteil der unterschiedlichen Branchen.

Während der Corona-Pandemie seien in den Jahren 2020 und 2022 zunächst nur Vorauszahlungen erhoben worden, so die Gemeinde. Für das Jahr 2021 habe man auf Beschluss des Gemeinderates vollständig auf Vorauszahlungen verzichtet, um die Beitragszahler in einer wirtschaftlich schwierigen Phase zu entlasten. 

Corona und Personalausfälle

Die dadurch entstandenen Abrechnungen mussten in den Folgejahren zusätzlich bearbeitet werden. Parallel dazu hätten langfristige krankheitsbedingte Personalausfälle sowie die Bindung von Personal durch große gesetzliche Projekte, insbesondere die Umsetzung der Grundsteuerreform, zu weiteren Verzögerungen geführt, erläutert Wichmann. „Da mussten wir Prioritäten setzen.“

Aktuell würden jetzt die Tourismusbeiträge für die Jahre 2022 bis 2024 festgesetzt. „Bei der Festsetzung für 2022 handelt es sich lediglich um die Endabrechnung bereits geleisteter Vorauszahlungen“, so der Kämmerer. Hier seien überwiegend geringe Nachzahlungen oder teilweise auch Erstattungen zu erwarten. „Die Festsetzungen für 2023 und 2024 führen zu regulären Beitragsforderungen. Für den überwiegenden Teil der Betriebe bewegen sich diese im zwei- oder niedrigen dreistelligen Bereich pro Beitragsjahr.“

Insgesamt, so Wichmann, entstehe der Gemeinde Wangerland durch die Verzögerung bei den Veranlagungen kein finanzieller Schaden. „Von einer Verjährung der Forderungen sind wir weit entfernt.“

Fälligkeit erst zum September

Um die wirtschaftliche Situation der Beitragszahler zu berücksichtigen, habe man das Fälligkeitsdatum bewusst auf den 1. September 2026 gelegt. Damit bleibe den Betroffenen ausreichend Zeit, die Einnahmen in der laufenden Saison zu erwirtschaften. Das Angebot der Gemeinde: „Sollte die gleichzeitige Festsetzung mehrerer Jahre im Einzelfall zu einer erheblichen finanziellen Belastung führen, besteht auf Antrag die Möglichkeit einer Ratenzahlung.“

Ziel sei es, den Bearbeitungsstand schrittweise wieder an den regulären Veranlagungsrhythmus heranzuführen, beteuert die Gemeinde. Zur Aufklärung beitragen soll ein Informationsblatt, das die Verwaltung den Bescheiden an die Beitragspflichtigen beilegt. 

„Hooksiel sicher“: Was im Kreisverkehr die Vorfahrt regelt

Hooksiel (10. 2. 2026) – Der Straßenverkehr ist gefährlich. Nicht nur im Winter. 2025 sind in Deutschland rund 2780 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Insgesamt erlitten etwa 364.000 Menschen Verletzungen. Ein Grund dafür: Nicht alle Verkehrsteilnehmer halten sich an die Regeln der Straßenverkehrsordnung – weil sie es, aus welchen Gründen auch immer, nicht wollen oder nicht können. Vielleicht auch, weil sie die Regeln gar nicht so genau kennen.

Das blaue Schild vor der Einfahrt signalisiert: Von der Bäderstraße aus kommend fahre ich in einen Kreisverkehr. Die Vorfahrt wird durcb das rot-weiße Schild „Vorfahrt gewähren“ geregelt. Ein Zuatzschild weist darauf hin, dass Radfahrer queren können. Foto: hol

Mit der Artikel-Serie „Hooksiel sicher“ möchte „Hooksiel-life“ dazu beitragen, die Kenntnisse bei den Verkehrsteilnehmern zu verbessern. In loser Folge werden in den nächsten Wochen Beiträge über mehr oder weniger knifflige Fragen rund ums Verkehrsrecht erscheinen. Dabei geht es um Themen, die unmittelbar mit Straßen und Beschilderungen in Hooksiel zu tun haben. 

Auftakt zu Artikelserie

Den Auftakt bilden Fragen zum Thema Vorfahrt. „Vorfahrtsverletzungen sind Ursache für einen Großteil der Unfälle auf unseren Straßen“, sagte Karl Erdmann, Verkehrssicherheitsberater in Diensten der Verkehrswacht, am Montagabend vor dem Männerkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wangerland in Hooksiel.

Karl Erdmann

Längst nicht alle Auto- und Zweiradfahrer kennen die Regelungen im Detail. Auch deshalb der Appell von Erdmann (Foto): Im Zweifelsfall auf den anderen Rücksicht nehmen und gegebenenfalls auf sein „Recht“ verzichten, um einen Unfall zu vermeiden.

Allerdings: Verzichten kann man nur auf etwas, was man auch kennt. In diesem Sinne soll die Serie „Hooksiel sicher!“ den allgemeinen Kenntnisstand verbessern.

Zum Einstieg geht es um das Thema Kreisverkehr. Woran erkennt man einen Kreisverkehr? Genau: Am blauen, runden Verkehrsschild mit drei weißen Pfeilen. Das heißt im Umkehrschluss: Wo diese Schilder an den Einmündungen in ein Straßenrondel nicht stehen, existiert kein Kreisverkehr – auch wenn die Straßenführung es vermuten lässt.

Am „Phantom-Kreisel“ im Verlauf der Friesenstraßen ist kein echter Kreisverkehr. Hier dürfen Autofahrer auch schon vor dem Pflanzbeet links abbiegen – wenn die Verkehrslage es erlaubt. Foto: hol

Einen solchen „Phantom-Kreisel“, einen so genannten „unechten Kreisverkehr“, gibt es in Hooksiel an der Kreuzung Friesenstraße/Daunstraße/Oldenburger Straße. Mitten auf der Kreuzung steht ein aufgepflastertes Pflanzbeet mit einem Baum drin. Das Hindernis zwingt die Autofahrer in der Tempo-30-Zone dazu, an der Kreuzung besonders aufmerksam zu fahren. Als Vorfahrtsregel gilt, wie überall in Tempo-30-Zonen, das Prinzip Rechts-vor-Links. 

Abbiegen vor dem Pflanzbeet möglich

Allerdings müssen Linksabbieger nicht zwingend erst das Pflanzbeet umfahren, wenn sie etwa von der Bäderstraße kommend in die Oldenburger Straße oder von der Daunstraße kommend nach links in die Friesenstraße in Richtung Bäderstraße abbiegen wollen. Wir sind nicht im Kreisverkehr! 

Anders am echten Kreisverkehr an der Kreuzung Bäderstraße/Pakenser Altendeich/Ortsumgehung im Bereich der Tankstelle. Hier weist die Beschilderung an den Zufahrten eindeutig den Weg in den Kreisverkehr – der entsprechend auch nur rechtsherum befahren werden darf. Aber Achtung: Die Vorfahrt regeln die blauen Kreisverkehr-Schilder nicht. Deshalb steht an jeder Zufahrt zusätzlich das dreieckige Schild „Vorfahrt gewähren!“

Auch Radfahrer haben Vorfahrt

Wer also in den Kreisverkehr einfährt, muss auf die Vorfahrt von Autos und Zweirädern achten, die bereits im Kreisel unterwegs sind. Zusatzschilder weisen zudem auf den teilweise um den Kreisel geführten Radweg hin. Auch die Radfahrer, die zum Beispiel aus der Bäderstraße kommend in Richtung Gewerbegebiet unterwegs sind und dafür den Pakenser Altendeich queren müssen, haben Vorfahrt – und zwar vor den in den Kreisel einfahrenden Autos ebenso wie vor den ausfahrenden Verkehrsteilnehmern.

Zur Sicherheit trägt bei, wenn Autofahrer – wie vorgeschrieben – vor der Ausfahrt aus dem Kreisel blinken und damit anzeigen, dass sie den Kreisel verlassen wollen. Bei der Einfahrt hingegen ist das Setzen des Blinkers unzulässig. 

Anmerkung: Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie Anregungen für die Serie oder Fragen zu Verkehrsregelungen in Hooksiel haben, auf irreführende oder überflüssige Verkehrsschilder hinweisen möchten oder selbst schon in gefährliche Situationen geraten sind, melden Sie sich bitte per Email unter infos@hooksiel-life.de – Stichwort: „Hooksiel sicher“.