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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Naturschützer demonstrieren am Voslapper Groden-Nord

Wilhelmshaven/Hooksiel (27. 2. 2026) – Naturschützer wollen mit einer Mahnwache für den Erhalt des Naturschutzgebietes auf dem Voslapper Groden-Nord demonstrieren. Dafür treffen sich die Aktivisten am Samstag, 28. Februar, um 11 Uhr an der Straße Am Tiefen Fahrwasser zwischen Hooksiel und Wilhelmshaven im Bereich zwischen den Anlegern von Vynova und HES.

Vorzeitiger Baubeginn?

Der Rat der Stadt Wilhelmshaven im Januar die Naturschutzverordnung für ein Areal aufgehoben, auf dem ein Konsortium um die Firma Tree Energy Solutions (TES) einen Terminal für den Export von CO2 und den Import von flüssigen Gasen sowie einen Wasserstoffpark bauen will. Befürworter sehen darin einen „zentralen Beitrag zur Energiesouveränität und Klimaneutralität“ vor allem der Industrie. Naturschützer hingegen betonen den Verlust des EU-Vogelschutzgebietes, das durch die Milliarden-Investition zerstört wird.

Der Nabu Landesverband Niedersachsen beklagt zudem, dass bereits seit Beginn dieser Woche im Voslapper Groden Nord umfangreiche Arbeiten durchgeführt würden. Unter anderem würden Flächen gefräst, Entwässerungs-Maßnahmen vorgenommen, Amphibienzäune gesetzt und Flächen markiert.

„Beobachtet werden täglich mehrere Fahrzeuge und bis zu zehn Personen im Gebiet“, so der Nabu. „Nach unserer Einschätzung handelt es sich dabei um vorbereitende Maßnahmen im Zusammenhang mit dem beantragten vorzeitigen Baubeginn für ein Industrieprojekt. Die dafür erforderliche Genehmigung des zuständigen Gewerbeaufsichtsamtes liegt nach unserem Kenntnisstand bislang nicht vor.“

Genehmigung nötig?

Die Stadt Wilhelmshaven habe die Eingriffe gegenüber den Naturschützern als Gewässerunterhaltung eingestuft, die nicht genehmigungsbedürftig sei. Dabei sei aber auch eingeräumt worden, dass die Maßnahmen je nach Ausgang der behördlichen Entscheidung entweder dem beantragten Vorhaben oder dem Gebietsschutz dienen könnten. „Diese widersprüchliche Darstellung werten wir als hochgradig unseriös.“ 

Da der Managementplan für das Naturschutzgebiet ausdrücklich eine Vernässung der Fläche vorsehe, werde das erklärte Schutzziel durch die aktuellen Entwässerungsmaßnahmen faktisch unterlaufen. Der Nabu: „Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Arbeiten, solange keine rechtskräftige Genehmigung vorliegt und die naturschutzrechtlichen Fragen nicht abschließend geklärt sind.“ 

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Überland-Gruppe investiert und ordnet Campingplatz neu

Hooksiel (27. 2. 2026) – Die „Überland Gruppe“ will den Campingplatz Hooksiel schon für die Saison 2026 deutlich aufwerten. Weitere Investitionen in die Infrastruktur seien für 2027 geplant. Für das laufende Jahr, so bekräftigen die neuen Eigentümer der zu Jahresbeginn von der Wangerland Touristik GmbH (WTG) übernommenen Anlage, hätten alle noch von der WTG abgeschlossenen Verträge Bestand. 

Ab 2027 wird es Änderungen geben. Unter anderem heißt es in der schriftlichen Stellungnahme des Unternehmens: „Der bisherige FFK-Bereich wird ab der Saison 2027 aufgelöst.“

Die Überland-Gruppe will den Instandsetzungsstau auf dem Campingplatz Hooksiel auflösen. Die Anlagen und Einrichtungen im Sanitärgebäude B zum Beispiel sind inzwischen komplett erneuert. Foto: hol

Der Campingplatz Hooksiel soll künftig für die Slogan „Familie & Abenteuer“ und „Natur & Entspannung“ stehen. Die Zielgruppen: Familien, Ruhesuchende und Naturfreunde. Dafür stehe zum einen die Lage des Platzes vor dem Deich, direkt am Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Zum anderen werde man moderne Einrichtungen, großzügige Stellplätze und vielseitige Freizeitangebot entwickeln.

Stau bei Instandhaltung und Pflege

Der Platz habe bei der Übernahme einen erheblichen Instandhaltungsstau aufgewiesen, insbesondere im Bereich der Sanitäranlagen und der Platzinfrastruktur (Strom). Der Pflegezustand sei mangelhaft gewesen und Angebote für Familien habe es zuletzt keine mehr gegeben. „Seit der Übernahme Anfang des Jahres haben wir bereits erste wichtige Maßnahmen umgesetzt und planen weitere Verbesserungen noch in diesem Jahr sowie zur kommenden Saison 2027“, so die Überland-Management. 

Für 2026 habe man die grundlegende Instandsetzung der Stromversorgung vorgesehen. Das Sanitärhaus B sei bereits vollständig modernisiert worden. „Im Mai entsteht auf der Wiese ein großer Abenteuerspielplatz. Zudem bauen wir eine 18-Loch Minigolfanlage bis voraussichtlich Mitte April.“

Minigolf und Mountainbike-Bahn

Weitere geplante Neuerungen für dieses Jahr: Eine Mountainbike-Strecke („PumpTrack“) für Kinder und Jugendliche (ab Ende Mai); ein Indoorspielpatz in der ehemaligen Camperscheune mit Kettcarverleih; eine gemütliche Sommerlounge vor der „Kajüte“; ein Hunde-Agility-Parcours.

Man habe die Müll-Entsorgungs-Container vom Eingangsbereich an einen unauffälligeren Standort verlegt. Ver- und Entsorgungsstation seien künftig kostenlos und an der Einlassschranke werde es von 12 bis 13 Uhr eine Mittagsruhe geben (neue Schrankenzeiten: 7 bis 12 Uhr und 13 bis 20 Uhr).

Kein FKK-Platz mehr ab 2027

Für die Saison 2027 ist nach den Angaben der Überland-Gruppe die Sanierung aller weiteren Sanitärhäuser sowie die Modernisierung und der Ausbau der gesamten Platzinfrastruktur (Strom, Wasser, Abwasser) geplant.

Die Entscheidung, den bisherigen FFK-Bereich ab der Saison 2027 auflösen zu wollen, begründen die neuen Betreiber mit wirtschaftlichen Gründen. „Die Nachfrage für FKK-Camping ist gering – von den 412 Stellplätzen sind lediglich 125 an Saisoncamper vergeben. Auch die touristische Auslastung ist nicht ausreichend.“ Im Ergebnis sei das FKK-Camping damit nicht tragbar. Für 2026 soll es aber keine Einschränkungen für FKK-Saisoncamper und Gäste geben.

Stellplätze werden neu geordnet

Im heutigen FFK-Bereich sollen ab 2027 attraktive Saisoncamping-Stellplätze entstehen. Die WTG habe bislang in allen Bereichen des Platzes Saisoncamping-Stellplätze vergeben. „Touristische Camper konnten lediglich die Lücken zwischen den Saisoncampern buchen.“ Künftig, so die Planung, werde man die insgesamt rund 1500 Stellplätze neu ordnen – mit am Ende rund 500 touristischen Stellplätzen und etwa 1000 Saison-Campingstellplätzen. Damit werde man den unterschiedlichen Zielgruppen gerechter. „Die neuen Saisoncamper-Bereiche werden ruhiger, da es weniger touristischen Durchgangsverkehr gibt.“

Den etwa 275 Saisoncampern, deren Stellplätze von der Neuordnung betroffen sind, bietet man einen Platz an anderer Stelle an. Auch alle aktuellen Saisoncamper im FKK-Bereich seien eingeladen, weiterhin Saisoncamper in Hooksiel zu bleiben. Preise und Konditionen für die Saison 2027 werde man ab dem 1. April bekannt geben.

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Mutmaßlicher Ladendieb wollte Haarschneider stehlen

Hooksiel (27. 2. 2026) – Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven-Friesland hat ein Strafverfahren gegen einen 39-jährigen Mann eingeleitet, der am Donnerstag dieser Woche im Supermarkt an der Bäderstraße in Hooksiel einen Diebstahl begangen haben soll. Der Vorfall hat sich gegen 14.15 Uhr zugetragen.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Beschuldigte eine Haarschneidemaschine aus einem Verkaufsregal genommen haben. Danach habe er die Verpackung entfernt und die Einzelteile ihres Inhalts in die Bauchtasche seines Hoodies gesteckt. Anschließend soll der mutmaßliche Ladendieb den Kassenbereich passiert haben, ohne die Ware zu bezahlen, so die Polizei. 

Nudisten geschockt: Überland will FKK-Camping aufgeben

Hooksiel (26. 2. 2026) – Helle Aufregung unter den FKK-Campern in Hooksiel. Die Überland-Gruppe hat angekündigt, ab 2027 keine Stellplätze mehr für Anhänger der Freikörperkultur anbieten zu wollen. Damit würde der letzte FKK-Campingplatz an der Nordseeküste verschwinden.

Noch ist auf dem Hooksieler Campingplatz Winterpause. Der FKK-Bereich ist deutlich abgegrenzt von den übrigen Stellplätzen. Foto: hol

Die private Überland-Gruppe hatte den Großcampingplatz vor dem Hooksieler Deich mit rund 1500 Stellplätzen zu Jahresbeginn von der gemeindeeigenen Wangerland Touristik GmbH (WTG) übernommen. Erklärtes Ziel der neuen Eigentümer war es , den allgemeinen Pflegezustand sowie die Aufenthaltsqualität des Campingplatzes deutlich zu steigern. Unter anderem sollen die Sanitärgebäude modernisiert, die Platzinfrastruktur samt Energieversorgung und gerade mit Blick auf Familien die Kinderspielangebote deutlich verbessert werden. 

Nach Informationen von „Hooksiel-Life“ haben Überland-Vertreter jetzt in einem Gespräch mit dem Naturistenbund mitgeteilt, dass die Nudisten in der Saison 2026 mit keinen Änderungen ihrer Situation rechnen müssen. Aber ab 2027 werde es auf dem Platz kein FKK-Camping mehr geben. Die Aufgabe des Angebotes habe rein wirtschaftliche Gründe. 

Eine Anfrage von „Hooksiel-life“ mit der Bitte zum Stellungnahme von Mittwoch blieb bislang unbeantwortet. Das Unternehmen will sich am Freitag erklären.

Für viele Vereinsmitglieder war die Nachricht ein Schock. Ein Teil von ihnen dürfte Hooksiel den Rücken kehren, wenn es hier kein Stellplatz-Angebot für Nudisten mehr gibt. Nicht wenige der Camper sind seit Jahrzehnten als Dauergäste auf dem FKK-Teil des Campingplatzes zu Hause. Der FKK-Bereich mit etwa 400 Stellplätzen macht etwa ein Viertel der Gesamtfläche des Campingplatzes aus. Er liegt unweit des Hooksieler FKK-Strandes.

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Rennverein nach schwierigem Jahr wieder zuversichtlich

Hooksiel/Förrien (25. 2. 2026) – Der Hooksieler Rennverein e.V. plant für dieses Jahr erneut drei Renntage. Die Großveranstaltungen sollen am 15., 22. und 29. Juli, jeweils Mittwochs, auf der Trabrennbahn in Hooksiel stattfinden. Der Vorstand zeigte sich auf der Mitgliederversammlung im Restaurant „Zum Deichgrafen“ in Förrien vorsichtig optimistisch, da in diesem Zeitraum weniger Konkurrenz-Veranstaltungen erwartet werden als in den Vorjahren. Entscheidend für den Erfolg bleibe jedoch die Zahl der teilnehmenden Pferde sowie die Wetterlage.

Blicken zuversichtlich in die Zukunft: Die Vorstandsmitglieder (von links) Petra Kohlbuß (Planung), Jana-Sophie Kohnke (Kassenwart), Immo Müller (1. Vorsitzender), Anna Janssen (3. Vorsitzende) und Marco Will (Pressewart). Foto: Rennverein

An der Versammlung nahmen rund 50 Mitglieder teil. Der 1. Vorsitzende Immo Müller blickte in seinem Jahresbericht auf ein herausforderndes Rennjahr 2025 zurück. Von drei geplanten Renntagen konnten aufgrund anhaltend schlechter Witterung lediglich zwei durchgeführt werden. Neben dem Wetter stellte auch der weiterhin spürbare Pferdemangel eine Belastung dar. Müller dankte ausdrücklich den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie der Landjugend für deren engagierte Unterstützung bei den Vorbereitungen und während der Renntage.

Kassenwartin Jana-Sophie Kohnke stellte den Kassenbericht vor. Bedingt durch den Ausfall des letzten Renntages verzeichnete der Verein im Vergleich zum Vorjahr deutliche Einnahmerückgänge, insbesondere bei den Eintrittsgeldern und im Toto-Bereich. Dennoch konnte das Geschäftsjahr durch reduzierte Ausgaben sowie eine Erbschaft mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. 

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ informierte der Vorstand über die Überlegungen der Flächeneigentümerin, der Niedersächsischen Hafengesellschaft NPorts, zur möglichen touristischen Entwicklung des Hooksieler Freizeitgeländes und der Rennbahn. Der Verein werde die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten. Die Versammlung klang in geselliger Atmosphäre mit dem traditionellen Kohlessen aus.

Große Volksfeste ohne Ehrenamt und Sponsoren nicht möglich

Hooksiel (24. 2. 2026) – Die Dorfgemeinschaft Hooksiel steht vor einem Umbruch. Auf der Jahreshauptversammlung der Dachorganisation der Hooksieler Vereine kündigten der Vorsitzende Marco Knodel, sein Stellvertreter Nils Schröder und Kassenwart Tobias Geisen an, bei den Neuwahlen im nächsten Jahr aus zeitlichen und persönlichen Gründen nicht mehr kandidierten zu wollen. Knodel: „Ich kündige den Schritt rechtzeitig an, damit mögliche Nachfolger sich darauf vorbereiten können.“

Heringstage24
Marco Knodel (Mitte), Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Hooksiel, sein Stellvertreter Nils Schröder (rechts) und Kassenwart Tobias Geisen (nicht im Bild) wollen sich 2027 aus ihren Ämtern zurückziehen. Archiv-Bild: hol

Jahresplan für 2026 steht

Die Dorfgemeinschaft steht vor allem für die Organisation von großen Festen im Ort. Für 2026 plane man dasselbe Programm wie im Vorjahr: einen Ostermarkt, das Maibaum-Aufstellen, die jeweils mehrtägigen Herings- und Krabbentage sowie einen Weihnachtsmarkt. „Den Weihnachtsbaum für den Alten Hafen haben wir uns schon gesichert“, verriet Knodel im Rahmen der gut besuchten Versammlung im Awo-Heim. „Wir wollen nicht noch einmal so eine Zitterpartie erleben wie 2025.“

In 2025 seien die Feste sehr gut gelaufen, sagte Knodel. Für die Organisatoren werde die Aufgabe aber immer schwieriger. Knodel: „Ohne den Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und ohne Sponsoren geht gar nichts.“ 

Wie Geisen ausführte, erwirtschafte die Dorfgemeinschaft in der Regel mit den Krabbentagen einen Gewinn, mit dem dann die anderen Feste mitfinanziert werden. Solle am Ende noch Geld übrig sein, werde das ins Dorf investiert. 

Dank an die Organisatoren

Als Gäste der Hauptversammlung bedankten sich Bürgermeister Mario Szlezak (SPD), der CDU-Bürgermeister-Kandidat Thies Fischer und der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, Torsten Riedel, für das Engagement vor Ort. Die Organisation solcher Großveranstaltungen sei ohne die Dorfgemeinschaft und die in ihr zusammengeschlossenen Vereine nicht möglich. Riedel, der vor Jahren selbst Teil des Organisationsteam war: „Hoffentlich findet ihr jemanden, der die Feste weiter führt.“ Die WTG würde die Feste gern noch intensiver unterstützten. „Aber in der aktuellen Situation habe ich keinen Scheck dabei.“ Bekanntlich befindet sich die WTG in einer Insolvenz in Eigenregie.

Auch in die Jahr sollen aus Kürbissen geschnitzte Lampen zu Halloween die Hooksieler erfreuen. Archiv-Foto: hol

Der Dorfgemeinschaft angeschlossen ist die Initiative „Weil wir Hooksieler sind“. Wie deren Sprecher, Julian Dreßel, ankündigte, plane man man wieder eine groß angelegte Ostereiersuche. Im vergangenen Jahr hätten daran rund 500 Kinder teilgenommen. Deshalb soll das Suchgebiet auf sechs Stationen ausgeweitet werden, an denen Eier in sechs verschiedenen Farben versteckt werden. Kinder, die ein komplettes Sortiment finden, erhalten eine Belohnung. Versteckt würden zudem „goldene“ Eier, für die es von Sponsoren zur Verfügung gestellte Preise gibt. 

Ostereier und Kürbisse

Fest geplant sei auch wieder eine Kürbis-Aktion zu Halloween, kündigte Dreßel an. In 2025 habe man zusammen mir der Grundschule und dem Wiki-Wohnheim eine Tonne Kürbisse zu herbstlichen Grusel-Leuchten verarbeitet. 

Unklar ist noch, ob das dritte mehrtägige Volksfest, das traditionelle FCN Hafenfest, in diesem Jahr stattfindet. Wie Christian Doyen, Vorstandssprecher des SC Wangerland, sagte, hätten sich nach einem öffentlichen Appell zusätzliche Helfer fürs Orga-Team gemeldet. Im März werde die Entscheidung fallen, ob das nächste Hafenfest tatsächlich in diesem August oder erst wieder 2027 stattfinden kann. Doyen: „Aber das Fest hat Zukunft.“

Kinderfest und Herbstleuchten

Für den Verein „De Hooksieler“ verkündete Anke Müller die Termine für das große Kinderspielfest im Garten der Generationen (Dienstag, 21. Juli) und das „Herbstleuchten“ am Alten Hafen (Samstag, 10. Oktober). Bereits für Samstag, 14. März, lädt der Seebadeverein zur Teilnahme am „Frühjahrsputz“ ein. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Awo-Heim. Bernd Tscherney plant für Himmelfahrt, 14. Mai, wieder einen Bücher- und Spieleflohmarkt im Awo-Heim zugunsten des Kinder- und Jugendhospiz Wilhelmshaven. Buch- und Spielespenden können bei ihm abgegeben werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagte Frank Langenhorst, Betreiber der „Eventhalle“ im Gewerbegebiet, der Arbeitsgruppe Hooksiel eine Spende von 500 Euro sowie der DLRG und der Initiative „Weil wir Hooksieler sind“ jeweils 250 Euro zu. Das Geld ist der Überschuss des diesjährigen Handwerkerballs.

Naturschutz im Watt bringt Existenzen von Fischern in Gefahr

Wangerland (24. 2. 2026) – Die Landtagsabgeordnete Katharina Jensen (Wangerland), fischereipolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag, wirkt für einen echten Dialog zwischen Landesregierung, Naturschützern und Fischern. Die aktuellen Pläne zum Schutz des Wattenmeeres könnten andernfalls die Existenz vieler Betriebe bedeuten. 

Mindestens zehn Prozent der Meeresfläche vor Niedersachsens Küste sollen streng geschützt werden. Fischerei wäre dann in weiten Teilen des Nationalparks Wattenmeer nicht mehr möglich. Archiv-Foto: hol

„Naturschutz im Wattenmeer ist wichtig und richtig“, so Jensen. Aber der Zeitpunkt und die Grundlage der aktuellen Planungen seien hochproblematisch. Künftig sollen zehn Prozent des Wattenmeers streng geschützt werden. Das bedeute noch weniger Fläche für die Küstenfischer. „Da die Flächenkonkurrenz vor unserer Küste bereits heute sehr groß ist, ist das inzwischen eine Existenzfrage“, so die CDU-Politikerin.

Verbände beziehen Position

Das Umwelt- und das Agrarministerium in Hannover würden mir ihrer Planung Vorgaben aus der EU-Biodiversitätsstrategie umsetzen. Danach müssen bis 2030 mindestens 30 Prozent der Meeresflächen geschützt und davon mindestens zehn Prozent streng geschützt werden. Derzeit läuft die Verbandsbeteiligung, das Konzept soll schon im März vorgelegt werden. 

Die Umweltschutz-Organisation WWF fordert mit Blick auf den ökologischen Zustand der Küstengewässer sogar einen Fischereistopp für rund die Hälfte der derzeit noch befischten Gebiete im Bereich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Damit würden die Fanggründe der Krabbenfischer nach Ansicht des WWF lediglich um 35 Prozent verkleinert. Gerade die Krabbenfischer würden aufgrund ihrer hohen Beifangrate die Natur erheblich schädigen. Der WWF verweist auf ein staatlich gefördertes Abwrackprogramm, mit dem die Flotte der Krabbenfischer um 30 Prozent verkleinert werden soll.

Auch der Verband der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei im Landes-Fischereiverband Weser-Ems verweist auf den laufenden Prozess der Kapazitäts-Anpassung in der Fischereiflotte. Dieser Prozess und seine Auswirkung auf die Fangmengen sollten zunächst abgewartet werden. Kritik übt der Verband unter anderem an den Vorschlägen zum Zuschnitt der Schutzgebiete. Die Sperrung von Prielsystemen und Buchten könnte dazu führen, dass ganze Häfen ihre Fanggebiet verlieren – mit entsprechenden Folgen für die lokale Hafenwirtschaft und den Tourismus. Besonders problematisch seien die Pläne unter anderem für die Jade. 

Muschelfischer Hooksiel Foto: Bökhaus
Die Boote der Krabben- und Muschelfischer gehören noch zum Bild in den Häfen in Niedersachsen. Wird die Flotte verkleinert, könnte das auch Auswirkungen auf den Tourismus haben. Foto: Bökhaus

Wie Katharina Jensen ausführt, definierte ein vorliegendes Fachkonzept zunächst einen Suchraum innerhalb bestehender Schutzgebiete. In einem zweiten Schritt sollen daraus konkrete Teilflächen festgelegt werden. „Insgesamt sollen rund 54.710 Hektar als fischereifrei ausgewiesen werden“, so die Abgeordnete. „Für diese Flächen wird ein vollständiger, ganzjähriger Ausschluss der Fischerei zugrunde gelegt.“

Auch der Jadebusen wäre betroffen

Die betroffenen Gebiete würden der gewerblichen Nutzung damit dauerhaft nicht mehr zur Verfügung. Nach den vorliegenden Karten betreffen die vorgesehenen Teilflächen unter anderem Bereiche im Jadebusen sowie vor Wangerooge. Betroffen wären mithin auch die Fischer, die in Hooksiel, Dangast und Horumersiel beheimatet sind. 

An der niedersächsischen Nordseeküste sind insgesamt 114 Fischereifahrzeuge registriert. Diese werden von 317 Beschäftigten bewirtschaftet. Darunter befinden sich 88 Krabbenkutter sowie fünf Fahrzeuge der Muschelfischerei in insgesamt 17 Fischereihäfen. 

Jensen kritisiert Verfahren

Jensen bezweifelt ebenso wie der Verband der Küstenfischer, ob die Datengrundlage für die sozioökonomische Bewertung von 18 analysierten Teilflächen ausreichend ist. Dafür wurden unter anderem Logbücher, Anlandungen und Schiffsregisterdaten aus den Jahren 2021 bis 2023 verwendet. 

„Für jede Teilfläche wurden Erlöse, Schiffe und sogenannte ,Stresslevel‘ berechnet. Anpassungen oder Ausweichverhalten der Betriebe wurden dabei nicht berücksichtigt. Schiffe unter zwölf Metern Länge wurden in die Analyse überhaupt nicht einbezogen“, kritisiert Jensen. „Gerade diese kleineren Schiffe sind jedoch ein relevanter Bestandteil der niedersächsischen Küstenfischerei.“

Die CDU-Politikerin spricht sich für eine differenzierte Betrachtung aller Flottensegmente aus. Schon in den vergangenen Jahren seien durch den Ausbau der Offshore-Windkraft, durch Infrastrukturmaßnahmen sowie durch Kabeltrassen und deren Schutzkorridore Einschränkungen für die Fischerei entstanden. „Viele Betriebe stehen vor strukturellen Entscheidungen.“ 

Vor diesem Hintergrund müssten die wirtschaftlichen Auswirkungen des Schutzprogrammes vollständig und realistisch bewertet werden. Aus Sicht der Fischer gehört dazu auch eine Härtefallregelung für existenziell betroffene Betriebe. Jensen: „Wer tragfähige Lösungen will, braucht vollständige Datengrundlagen und einen transparenten Dialog.“ 

Gebote für Campingplatz Schillig bis zum 10. März möglich

Wangerland (23. 2. 2026) – Der geplante Verkauf des Campingplatzes in Schillig wird die Qualität der angebotenen Leistungen sowie das Wohlbefinden der Gäste in der Saison 2026 in keiner Weise beeinträchtigen. Das versichert der Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH (WTG), Torsten Riedel, in einer heute verbreiteten Pressemitteilung.

Betreiber für Friesland-Therme

Wie „Hooksiel-Life“ bereits am Wochenende berichtet hatte, sucht die WTG im Rahmen eines Interessenbekundungs-Verfahrens potenzielle Investoren, die den Groß-Campingplatz übernehmen und betreiben möchten. Optional können Interessenten zusätzlich den Betrieb der benachbarten „Friesland-Therme“ in Horumersiel übernehmen. „Wir begrüßen es sehr, wenn ein Investor für den Campingplatz auch eine verbundene Betreiberlösung für die Friesland-Therme anbietet. Unser Ziel ist es weiterhin, den touristischen Betrieb dauerhaft zu sichern und zukunftsfähig aufzustellen“, so Riedel.

Interessenten können ihre Gebote und Konzepte bis zum 10. März einreichen. Mit der Unterzeichnung eines Kauf- und Nutzungsverträgen rechnet man bei der WTG frühestens im Mai. Mit der Abwicklung der Verhandlungen hat die insolvente WTG die Immobiliengesellschaft GLC AG (Hamburg) beauftragt. Die Rahmenbedingungen für das strukturierte Bieterverfahren findet man unter anderem im elektronischen Amtsblatt der Gemeinde Wangerland (www.wangerland.org).

Gesamtkonzept wichtig

Der Außendeich-Campingplatz Schillig hat rund 1.500  Stellplätze, moderne Sanitär- und Serviceeinrichtungen sowie eine direkte Strandanbindung. Wie Riedel betont, werde die Bewertung der Angebote nicht nur von der Höhe des gebotenen Kaufpreises abhängen. Wichtig seien auch die Qualität und die Nachhaltigkeit des Konzeptes, geplante Investitionen sowie die Übernahme von Beschäftigten. Einem möglichen Verkauf müssen dann neben der WTG auch der Gläubigerausschuss und der im Zuge der Insolvenz in Eigenregie bestellte Sachwalter zustimmen. 

Besuch von Ailton brachte Hooksieler Tennisspielern Glück

Hooksiel (23. 2. 2026) – Die Tennisspieler der Herren ü60 des FCN Hooksiel (SC Wangerland) haben zum Abschluss der Wintersaison einen Auswärtssieg gelandet. Das Team um Mannschaftsführer Ingo Corning setzte sich beim TC Wardenburg mit 4:2 durch. Mit nunmehr 6:8 Punkten belegen die Hooksieler Platz vier in der Abschlusstabelle der Bezirksklasse. Ohne den verletzungsbedingt sehr schlechten Saisonstart (0:8 Punkte) wäre vielleicht noch eine bessere Platzierung drin gewesen.

Fußballstar Ailton (Mitte) gehörte zu den Zuschauern der Tennispartie der Hooksieler ü60-Mannschaft in Wardenburg. Mit auf dem Bild: Gerd Abeldt (links) und Ingo Corning. Foto: privat

Der Sieg in Wardenburg war etwas glücklich. Nach dem sicheren Sieg von Spitzenspieler Thomas Otte an Postion 1 (6:2, 6:2) und dem knappen Erfolg von Gerd Abeldt an Position 3 (4:6/6:1/11:9) stand es nach den vier Einzeln 2:2. Harald Fischer war bei seinem 1:6/2:6 an Position 2 chancenlos. Helmut Petermann war an Position 4 sehr knapp gescheitert (7:5/6:7/6:10).

Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Hier gewannen Otte/Fischer ihre Partie souverän mit 6:2/6:2. Abeldt/Conring mussten sich allerdings gewaltig strecken, um nach nahezu fehlerlosem ersten Satz die Partie insgesamt für sich zu sichern (6:0/4:6/10:7). 

Zu den Zuschauern gehörte phasenweise auch Ailton. Der brasilianische Fußballstar mit Werder-Bremen-Legenden-Status war zufälliger Gast in der Halle in Wardenburg. Das Angebot der Hooksieler, ob er nicht vielleicht auch mal einen Tennisschläger in die Hand nehmen wolle, lehnte er allerdings ab. „Ivan Klasnic, der kann gut Tennis spielen. Ailton spielt Fußball.“ 

Seebadeverein lädt zu seiner nächsten Gesprächsrunde ein

Hooksiel (22. 2. 2026) – Der Seebadeverein Hooksiel lädt zu seinem nächsten „Gäste- und Bürgersnak“. Treffpunkt dafür ist Dienstag, 24. Februar, um 18 Uhr im Gästehaus. Im Zentrum der öffentlichen Veranstaltung steht der Bau einer „Adventure Golfanlage“ an der Hooksieler Wasserskianlage, die im Mai eröffnet werden soll. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung soll das weitere Vorgehen der Gemeinde bei der Suche nach einem Käufer für das ehemalige Feuerwehrgelände am Alten Hafen werden. Bekanntlich war ein Planungsbüro im vergangenen Jahr mit dem Versuch gescheitert, einen Hotelinvestor für den Ortskern von Hooksiel zu finden. Beim Gäste- und Bürgersnak vor vier Wochen hatten sich eine Reihe von Mitglieder des Seebadevereins als Alternative zu einem Hotels für eine Markthalle ausgesprochen. Angeblich soll es dafür auch einen potenziellen Investor geben.