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Beiträge veröffentlicht in “Hooksiel”

Herausforderung angenommen: Neuer Baum für die „Küstenkinder“

Hooksiel (6. 8. 2025) – Die Dorfgemeinschaft hat sich der Herausforderung gestellt. Und die „Küstenkinder“ im Hooksieler Kindergarten und die Umwelt profitieren davon. Sie haben einen weiteren Baum in ihrem Garten.

Es ist geschafft: Marco Knodel, Julian Dreßel, Jan-Niklas Ulfers und Nils Schröder (von links) haben für die Dorfgemeinschaft Hooksiel einen Baum im Garten des Kindergartens gepflanzt. Und sie fordern andere Organisationen auf, gleiches zu tun. Foto: Dorfgemeinschaft

Die „Hafenfreunde Neuharlingersiel“, Betreiber des Museums-Krabbenkutters „Lulu Meinders“, hatten die Dorfgemeinschaft zur Baum-Challenge aufgerufen. Die „Lulu Meinders“ war zu den Krabbentagen im Alten Hafen von Hooksiel zu Gast. Die Aufgabe: Innerhalb von 48 Stunden sollten die Hooksieler einen Baum pflanzen – oder die Hafenfreunde zu einem Grillfest einladen.

Die Hooksieler ließen sich nicht lange bitten und pflanzte kurzerhand einen neuen Baum im Garten des Kindergartens. Damit wurde die Challenge erfolgreich abgeschlossen – und das grüne Engagement setzt sich fort: Die Dorfgemeinschaft nominierte nun drei weitere Gruppen zur Teilnahme an der Aktion. Herausgefordert wurden der Förderverein der Grundschule Hooksiel, „De Hooksieler“ sowie die Dorfgemeinschaft Waddewarden.

Die Challenge soll auf kreative Weise das Umweltbewusstsein stärken und gleichzeitig den Zusammenhalt der Vereine in der Region fördern.

Sport-Club Wangerland peilt Aufstieg in die Bezirksliga an

Hooksiel/Wangerland (5. 8. 2025) – Die neue Fußballsaison beginnt. Neu dabei in der Jade-Weser-Hunte-Liga: der SC Wangerland. Genau genommen hat sich bei der von Thorben Wehmeyer und Michel Ponath trainierten Truppe aber nur der Name geändert. Aus der „SG“ ist der „SC“ geworden; aus der Spiel-Gemeinschaft ein Sport-Club.

Michel Ponath, einer der beiden Trainer der Kreisligamannschaft des SC Wangerland, hat das Fußball spielen in Hooksiel gelernt. Foto: hol

Der Hintergrund: Seit Jahren sind die Herrenfußballer der eigenständigen Vereine Eintracht Wangerland, Rot-Weiß Tettens und FC Nordsee Hooksiel in der erweiterten Kreisliga als Spielgemeinschaft angetreten. Anfang des Jahres haben alle drei Vereine die Verschmelzung zu einem Großverein beschlossen – zum SC Wangerland. 

Eingeschworene Truppe

Ein Vorteil, der insbesondere bei den Fußballern schwer gewogen hat. Spielgemeinschaften können nicht in die Bezirksliga aufsteigen. Und allzu gern, so versichert Ponath, würden die Wangerländer diesen Sprung einmal schaffen. 

Hooksiel, Tettens, Hohenkirchen? Für die SC-Kicker spielt das schon lange keine Rolle mehr. „Wir haben eine eingeschworene Truppe, die zum Teil schon seit Jahren zusammenspielt. Die allermeisten sind Wangerländer und wollen auch hier vor Ort Fußball spielen.“ 

Verschmelzung als Chance

In früheren Jahren hätten immer wieder ambitionierte Talente das Gemeindegebiet verlassen, um etwa in Wilhelmshaven oder in Heidmühle ihr Glück zu suchen. Wäre das nicht der Fall gewesen, wären die Wangerländer vielleicht schon längst auf Bezirksebene etabliert, so Ponath. „Vielleicht ist die Verschmelzung ein paar Jahre zu spät gekommen.“

Ponath, Jahrgang 1991, ist gebürtiger Hooksieler. Seit seinem vierten Lebensjahr spielt er Fußball. Die Basis dafür haben FCN-Jugendtrainer wie Dieter Galski und Gerd Peters gelegt. Mit dem Umzug seiner Familie nach Tettens wechselte der junge Mann zu Eintracht Wangerland, in der B- und A-Jugend kickte er dann in der Bezirksliga. Schon damals standen einige Hooksieler im Team, das von Gerd Koslowski trainiert wurde. Ponath: „In den Jahrgängen 1986 bis 1991 hatten wir wirklich starke Leute im Wangerland.“ 

Viele Hooksieler im Kader

Einige der damaligen Talente spielen heute noch. Fritz Ortgies etwa oder Conring Cramer. Sie spielen zusammen mit einer Reihe von Kickern, deren Namen eng mit Hooksiel verbunden sind: Henning Fähnders etwa, Dogan Kocas, Kevin Kötter oder die drei Dörfel-Brüder Anakin, Yannik und Joel. 

Der neue Vereinsname ist unübersehbar. Die Wangerländer Fußballer treten ab sofort als gemeinsamer Sport-Club an. Foto: hol

Für die neue Saison rechnet sich Ponath durchaus etwas aus. In der vergangenen Saison hatte man die Aufstiegsplätze nur knapp verfehlt. Und der Kader ist nahezu unverändert zusammengeblieben. „Wir haben viele routinierte Spieler und enorme Schnelligkeit im Sturm“, umreißt Ponath die Stärken der Mannschaft.

Erstes Punktspiel

Ein Nachteil: In der Mannschaft stehen sieben Spieler, die im Schichtdienst arbeiten. „Allein fünf unserer Leute sind bei Eurogate am JadeWeserPort beschäftigt, die meisten in derselben Schicht. Da versuchen wir natürlich, unsere Spiele so zu legen, dass die Jungs möglichst mitspielen können.“

Ob der Plan aufgeht, wird sich auf dem Platz zeigen. Nach einem 1:0-Sieg im Pokalspiel gegen TuS Sillenstede am Wochenende erwartet der Sport-Club heute (Dienstag) um 19.30 Uhr den TuS Einswarden zum ersten Punktspiel.

Nachklapp: Das Spiel gegen den TuS Einswarden endete 2:2.

Künstlerhaus: Wiedersehen mit Akkela Dienstbier

Hooksiel (5. 8. 2025) – Akkela Dienstbier, Künstlerin aus Bremen und Stipendiatin im Künstlerhaus Hooksiel 2018, kommt am Sonntag, 10. August, um 15 Uhr mit einer Performance unter dem Titel „Meer oder weniger“ in den Hooksieler Kulturtempel in die Lange Straße 16. Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann: „Wir sind gespannt auf ihre Aktion, die während der Ausstellung von Schirin Khorram bei freiem Eintritt stattfindet.“ Alle interessierten Einheimischen und Gäste sind eingeladen.

Akkela Dienstbier, Jahrgang 1962, stammt aus Erlangen, wo sie auch Kunstgeschichte und Psychologie studiert hat. Seit 1992 stellt sie Arbeiten aus. Bekannt ist sie auch als Autorin von Fachbüchern.

Historischer Zwiebelturm erhält einen neuen Anstrich

Hooksiel (4. 8. 2025) – Das ehemalige Rathaus der Gemeinde Hooksiel erhält einen neuen Anstrich. An diesem Montag haben Mitarbeiter des Hooksieler Malerbetriebes Knodel damit begonnen, die alte Farbe von den Holzelementen am Giebel und am Zwiebelturm abzuschleifen. Zuvor hatte bereits ein von der Gemeinde Wangerland beauftragte Tischler marode Holzteile erneuert. 

Von einer Arbeitsbühne aus bereiten die Maler die Holzkonstruktion des Zwiebelturms auf den neuen Anstrich vor. Foto: hol

Wenn das Wetter einigermaßen mitspielt, soll das Gebäude an der Lange Straße bis Ende der Wochen einen neuen Anstrich bekommen. Die Arbeiten hätten ursprünglich schon vor zwei Wochen erledigt werden sollen. Angesichts des Dauerregens sei das aber nicht möglich gewesen, erläutert  Lars Reiners vom Gebäudemanagement der Gemeinde. 

Der Betrieb des Muschelmuseums, das heute in dem Gebäude untergebracht ist, und der Zutritt zum benachbarten Künstlerhaus werden durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt. Der Zwiebelturm, eine Art Wahrzeichen von Hooksiel, stammt vermutlich aus dem Jahr 1760.

Maiko Knodel bereitet die Holzfassade am Giebel des ehemaligen Hooksieler Rathauses für den neuen Anstrich vor. Foto: hol

Jaderennbahn überschwemmt: Dritter Renntag abgesagt

Hooksiel (4. 8. 2025) – Der für diesen Mittwoch geplante dritte Renntag auf der Hooksieler Trabrennbahn fällt aus. Wie der Hooksieler Rennverein mitteilt, habe man die Veranstaltung „schweren Herzens“ absagen müssen. „Die seit über einer Woche anhaltenden extremen Regenfälle haben das Gelände der Jaderennbahn stark in Mitleidenschaft gezogen.“

Nichts geht mehr auf der Jaderennbahn: Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage hat der Rennverein Hooksiel seinen dritten Renntag abgesagt. Das aufgeweichte Geläuf könnte für Pferd, Reiter und Gespannfahrer gefährlich werden. Betroffen sind auch die Ponyreiterinnen, die an den ersten beiden Renntage unterhaltsame Show-Rennen geboten haben. Foto: hol

Seit dem Renntag am vergangenen Mittwoch wurden bis heute 120 Millimeter Regen gemessen. Und für Morgen und Übermorgen seien weitere Niederschläge angesagt.

„Das Geläuf, die Zuschauerbereiche und auch die Innenbahn, auf der sich während der Veranstaltung die Rennleitung bewegt, sind großflächig überschwemmt. Eine Durchführung unter diesen Bedingungen ist nicht verantwortbar“, so der Pressesprecher des Rennvereins Marco Will. Das vom letzten Renntag vorgeschädigte Gelände habe aufgrund der andauernden Niederschläge keine Chance gehabt abzutrocknen.

Voraussichtlich kein Ersatztermin

Einen Ersatztermin für den Renntag wird es voraussichtlich nicht geben. „Mit Hochdruck haben wir versucht, einen Ersatztermin in der kommenden Woche zu bekommen“, so Will. „Dafür sind jedoch Genehmigungen durch die zuständigen Verbände und Ministerien erforderlich, was sich aktuell als äußerst schwierig erweist. Nach ersten Aussagen der zuständigen Institutionen ergibt sich, dass ein angestrebter Ersatztermin unrealistisch ist.“Auch wenn den Verantwortlichen beim Rennverein die Absage schwer gefallen sei. „Die Sicherheit der Gespanne und aller Beteiligten an erster Stelle.“

Tickets werden rückerstattet

Alle bereits im Online-Vorverkauf erworbenen Tickets werden vollständig und automatisch rückerstattet. Eine Beantragung ist nicht erforderlich. Hard-Tickets können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

Erst Druck auf die Taille und dann der richtige Dreh

Hooksiel (4. 8. 2025) – Mit dem „Krabbenfischer“ Wieland Rosenboom kam die Sonne nach Hooksiel. Nachdem der für am Sonntag vormittag geplante Gottesdienst unter freiem Himmel noch ins Walter-Spitta-Haus verlegt werden musste, schien ab dem Krabbenpul-Wettbewerb ab 13 Uhr durchgehend die Sonne und bescherte den Organisatoren und Schaustellern einen versöhnlichen Ausklang der Hooksieler Krabbentage.

Die Teilnehmer beim Krabbenpul-Wettbewerb hatten viel Spaß. Im Hintergrund: Oberschiedsrichter Tobias Geisen. Foto: hol

Nach wechselhaftem Wetter am Freitag war der Samstag völlig verregnet. „Wir waren froh, dass wir uns mit der für den Abend vorgesehenen Band einigen konnten, auf den Auftritt zu verzichten“, schildert Marco Knodel, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft. Bei strömendem Dauerregen hielten sich am Hafenplatz nur noch wenige Hartgesottene auf. Das Programm endete gegen 21.30 Uhr. Insgesamt ist Knodel mit dem Verlauf des Festes aber zufrieden: „Wir haben alle noch das Beste daraus gemacht.“

Rettungsübung im Hafen

In trockenen Phasen am Samstag und den gesamten Sonntagnachmittag drängten sich Tausende Menschen durch die Lange Straße und am Hafenplatz. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, mit dem Museums-Krabbenkutter „Lulu Meinders“ aus Neuharlingersiel Rundfahrten durchs Hooksmeer zu unternehmen. Auch die ehrenamtlichen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) trotzdem dem Regen. Die Besatzung des Rettungsbootes „Peter Habig“ aus Wilhelmshaven zeigte im Hafen eine Übung „Mann über Bord“. Kinder und Erwachsene konnten das Boot besichtigen. Die Hooksielerin Sabine Greiff warb zudem mit kleinen Präsenten um Spenden für die Rettungsorganisation.

Bevor zum Ausklang am Sonntag die Schlagersängerin Janine Meyer für ausgelassene Mallorca-Stimmung am Hafen sorgte, gehörte Wieland Rosenboom die Bühne. Als Fischer gekleidet und mit einem Kescher ausgerüstet zog der Horumersieler die Zuschauer mit spannenden Geschichten von der Entwicklung des Sielortes Hooksiel, der Krabbenfischerei und natürlich vom Krabbenpulen in seinen Bann.

Geschichten aus Hooksiel

Mit dem Schälen des „Granat“ hätten sich früher viele Familien im Ort ein Zubrot verdient. Heute werden die allermeisten Krabben an Genossenschaften verkauft, die das Fanggut zum Schälen zu Fabriken in Marokko bringen. Krabbenpul-Maschinen hätten sich immer noch nicht so richtig durchgesetzt, so Rosenboom. Der Grund: „Jede Krabbe ist unterschiedlich groß.“

Das konnten dann auch die 14 Pulerinnen und –puler bestätigen, die auf der Bühne zehn Minuten Zeit hatten, eine möglichst große Menge Krabben zu pulen. Immer nach der Anleitung von Rosenboom: „Auf die Taille drücken, leicht drehen und dann ziehen …“.

Sieger kommen aus Hessen

Am besten beherzigten die Anleitungen in der Kinder-Wertung Chiara Engel (12) aus Hessen, die es auf immerhin 64 Gramm Krabbenfleisch brachte. Bei den Erwachsenen siegte Roland Jost, ebenfalls Urlauber aus Hessen mit 53 Gramm. Chancenlos blieb der Hooksieler Krabbenfischer Nils Schröder. Der Grund? „Ich habe nur mit links gepult.“

Alle Krabbenpuler erhielten kleine Präsente – Gutscheine für Fischbrötchen, dazu für die Sieger eine Flasche Sekt beziehungsweise Traubensaft. „Dafür bedanken wir uns als Dorfgemeinschaft herzlich bei den Sponsoren, der Fischräucherei Janssen und bei Kai Wurthmann“, sagt Krabbenpul-Oberschiedsrichter Tobias Geisen. 

Sie Hooksielerin Sabine Greiff warb mit der Besatzung der „Peter Habig“ für die Seenotrettungsorganisation DGzRS. Foto: Greiff

Starkregen-Einsatz: Feuerwehr pumpt Wasser über den Deich

Hooksiel (3. 8. 2025) – Die Starkregen-Ereignisse nehmen spürbar zu. Am Wochenende war nach phasenweise sehr starken Regenfällen in mehreren Straßenzügen in Hooksiel „Land unter“. Gräben liefen über, Entwässerungsschächte konnten die Wassermengen nicht mehr aufnehmen. Die Folge: In etliche Häuser drohte Wasser einzudringen, Rad- und Fußwege waren vielerorts nicht mehr passierbar. 

Die Freiwillige Feuerwehr Hooksiel war zum Beispiel zum wiederholten Mal in der Viethstraße im Einsatz. Hier bemühten sich die ehrenamtlichen arbeitenden Einsatzkräfte, nach Starkregenfällen Wohnräume vor dem Eindringen von Wasser zu schützen. Ganz offensichtlich ist der teilweise verrohrte, teilweise zugewachsene Graben zwischen Deich, Straße und Wohnhäusern nicht in der Lage, derart große Wassermengen aufzunehmen und abzuleiten. 

Ähnliche Probleme gibt es auch an anderen Entwässerungszügen im Ort. Die Gräben müssten regelmäßig aufgereinigt werden, mahnt Ortsbrandmeister Jörg Nöchel: „In der Viethstraße waren wir mit fünf Pumpen gleichzeitig tätig und haben über 10.000 Liter Wasser pro Minute auch über den Deich gepumpt.“ Dadurch sei es gelungen, das Wasserniveau im Grabenbereich um etwa 60 Zentimeter abzusenken und Schäden an und in den Gebäuden zu verhindern. 

Künstlerin mit Blick für die sieben Todsünden

Hooksiel (3. 8. 2025) – Der Gesichtsausdruck eines Menschen spiegelt ein Stück weit seine Charaktereigenschaften und Gemütszustände. Davon jedenfalls ist die Oldenburgerin Schirin Khorram überzeugt. Wie die Künstlerin bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Künstlerhaus Hooksiel sagte, versuche sie in ihren Gemälden, diese Merkmale zu lesen und sichtbar zu machen. 

Schirin Khorram (Mitte) stellt bis Ende August in Hooksiel aus. Neben ihr Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann (links) und die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Kaiser-Fuchs. Foto: hol

Ein spannendes Projekt, zumal, so Schirin Kohrram, in jedem Menschen auch die „sieben Todsünden“ aus der christlichen Morallehre angelegt sind: Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit. 

Die Künstlerhaus-Leiterin Renate Janßen-Niemann begrüßte die in der Region gut bekannte Künstlerin am Freitag Abend zusammen mit Wangerlands stellvertretender Bürgermeisterin Marianne Kaiser-Fuchs. Zur Vernissage der Ausstellung „Begegnung – Portraits“ waren an die 30 Interessierte gekommen. Schirin Kohrram ist Deutsch-Iranerin, in Oldenburg aufgewaschen und mit einem Ostfriesen verheiratet. Die studierte Grafik-Designerin mit Atelier in Oldenburg arbeitet als freie Künstlerin und als Dozentin.

Deutlich wird in vielen der in Hooksiel zu sehenden Arbeiten die Wertschätzung der Künstlerin zu Tieren. Als junge Frau, so schilderte sie, habe sie noch einen Fuchsschwanz als Schal getragen – bis sie dann einem echten Fuchs begegnet sei. Das habe ihr Verhältnis zu Tieren grundsätzlich verändert. Heute lebe sie vegan.

Die Ausstellung im Künstlerhauses in der Langen Straße 16 ist bis Ende August täglich  außer montags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 

Selbst Wolkenbruch kann Rockmusiker nicht stoppen

Hooksiel (2. 8. 2025) – Es gibt noch Krabben. Der Beweis dafür wird bei den Hooksieler Krabbentagen erbracht. Die Stände mit Fisch- und Krabbenbrötchen waren zum Auftakt der dreitägigen Veranstaltung am Freitag gut besucht. Und auch vor dem Hooksieler Fischkutter „Trotz“ standen viele Menschen an, um sich den einen oder anderen Liter Granat zu sichern – ungepult für 8 Euro je Liter.

Farina Schröder zeigt den Kunden am Krabbenkutter „Trotz“, wie man den leckeren Granat richtig pult. Foto: hol

Die Stimmung bei dem Volksfest war trotz des wechselhaften Wetters gut. Der ein oder andere Fliegende Händler dürfte nach einem Blick auf das Wetterradar auf seine Anreise nach Hooksiel verzichtet haben. Dennoch: Zwischen den Regenschauern war ordentlich Lauf in der Lange Straße, Karussells und Spielbuden wurden stetig genutzt und auch der Umsatz an den Ess- und Getränkeständen dürfte gestimmt haben. Der Förderverein des Wilhelmshavener Kinder- und Jugendhospitzes warb für die Einrichtung, die Jugendinitiative „Weil wir Hooksieler sind“ verkaufte Kaffee und Kuchen, der zum Teil von Hooksieler Bürgern gespendet worden ist. 

Und während der Regenschauer? Da flüchteten viele Besucher in die gastronomischen Betriebe oder fanden ein trockenes Plätzchen unter dem Vordach eines der Verkaufsstände. So etwa am Alten Hafen, wo sich viele Besucher am Abend auf das Gastspiel der Band „RockShots“ gefreut hatten. Aber, pünktlich zum Konzertbeginn, öffnete der Himmel für eine Viertelstunde seine Pforten. 

Die Band ließ sich nicht schrecken – und auch viele Fans blieben vor Ort, so dass die Musiker aus Hesel es schnell schafften, das Stimmungsbarometer wieder ansteigen zu lassen.

Auf für Samstag und Sonntag wird wechselhaftes Wetter erwartet. Aber, wie heißt es an der Küste? Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unangemessene Kleidung. Und ein Höhepunkt der Veranstaltung, das große Krabbenpulen am Sonntagmittag, findet ohnehin im Trocknen statt. Auf der Showbühne am Alten Hafen. 

Jubiläum: 100. LNG-Carrier Meilenstein für Terminal Wilhelmshaven 01

Wilhelmshaven/Hooksiel (1. 8. 2025) – In dieser Woche der 100. LNG-Carrier am LNG-Terminal Wilhelmshaven 01 festgemacht. Die Ankunft der „Venture Gator“ am Voslapper Groden markiert nach Ansicht der Deutschen Energy Terminal GmbH (DET) einen weiteren wichtigen Meilenstein seit Inbetriebnahme des ersten schwimmenden LNG-Terminals in Deutschland Ende 2022. 

Mit der „Venture Gator“ hat in dieser Woche der 100. Flüsigerdgas-Carrier am LNG-Terminal Wilhelmshaven 01 festgemacht. Foto: DET

Die Fracht aller 100 LNG-Tanker umfasste nach Regasifizierung rund 100 Terrawattstunden (TWH) oder 8,6 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Rechnerisch habe das Terminal damit etwa 1,6 Millionen Haushalte (2.000 Kubikmeter Verbrauch im Jahr) bis heute durchweg versorgt. Diese Zahlen würden die zentrale Rolle Wilhelmshavens für die Energieversorgung des Landes, so die DET, die im Auftrag des Bundes die beiden LNG-Terminals in Wilhelmshven sowie ein Terminal in Brunsbüttel vermarktet und mit lokalen Partnern betreibt. 

Gas für 1,6 Millionen Haushalte

Das angelieferte verflüssigte Erdgas (Liquefied Natural Gas/LNG) wird innerhalb von rund 24 Stunden über einen sogenannten Ship-to-Ship-Transfer von der LNG-Frachteinheit mit einer maximalen Rate von 9.000 Kubikmeter pro Stunde in ein Regasifizierungsschiff, die FSRU „Höegh Esperanza“, entladen. Pro Anlieferung werden rund 160.000 Kubikmeter LNG übergeben. 

Die Anlandungsmengen im Einzelnen: 2023: 45 Carrier mit insgesamt 6,9 Millionen Kubikmeter LNG; 2024: 39 Carrier mit 5,9 Millionen Kubikmeter LNG; 2025 (1. Halbjahr): 16 LNG-Carrier mit 2,3 Millionen Kubikmeter LNG sowie bis zum Jahresende weitere 17 Anlandungen. „Das Terminal ist bis zum Ende des Jahres ausgebucht“, so die DET. Auch für 2026 habe der Markt sämtliche in der zugehörigen Vermarktungsrunde Anfang Juli von der DET angebotenen Regasifizierungskapazitäten für Wilhelmshaven 01 abgenommen.

Keine Unfälle und Ausfälle

Seit Betriebsbeginn im Dezember 2022 sei es – abgesehen von zwei jährlich geplanten, fünftägigen Wartungsfenstern – zu keinen ungeplanten Stillständen oder Nichtverfügbarkeiten der Anlage gekommen. Überdies seien keine meldepflichtigen Arbeitsunfälle zu verzeichnen gewesen. 

„Die 100. Anieferung ist nicht nur ein logistischer, sondern auch ein energiepolitischer Meilenstein“, sagt Dr. Peter Röttgen, Geschäftsführer der Deutsche Energy Terminal GmbH (DET). „Unser Terminal in Wilhelmshaven hat sich dabei als verlässlicher Standort bewährt, um die Energieversorgung in der Krise zu sichern und vermeidet nun kontinuierlich, dass es wieder dazu kommt.“

Dr. Nadine Menning, Geschäftsführerin der LNG Terminal Wilhelmshaven GmbH (LTeW): „Der 100. LNG-Carrier ist für uns ein sichtbares Zeichen dafür, wie stabil, sicher und effizient das LNG-Terminal 01 in Wilhelmshaven arbeitet.“ Die LteW ist eine 100-prozentige Tochter von Uniper. Sie betreibt im Auftrag der DET das LNG-Terminal Wilhelmshaven 01.

Und auch Vegard Hellekleir, Chef der Höegh-Evi-Reederei, der die „Höegh Esperanza“ gehört, zeigt sich zufrieden: „Die Ankunft des 100. LNG-Carriers in Wilhelmshaven stellt einen bedeutenden operativen und strategischen Meilenstein dar. Als Eigentümer und technischer Betreiber der FSRU sind wir stolz auf die Rolle, die die Höegh Esperanza und unsere Kolleginnen und Kollegen an Bord bei der Stärkung der Energiesicherheit Deutschlands spielen“

Mathias Lüdicke (NPorts) und Dirk P. Lindgens (DET) bei der Infostation im Hafen Hooksiel. Im Hintergrund: das LNG-Terminal mit dem Regasifizierungsschiff (FSRU). Foto: NPorts

Informationen über das LNG-Terminal können Interessierte am Hooksieler Außenhafen bekommen. Von dort aus sind Anleger, Regasifizierungsschiff sowie die regelmäßig ankommenden LNG-Tanker gut zu sehen. Zusammen mit der DET betreibt dort die landeseigene Hafengesellschaft NPorts ein „Touch-Screen“, ein kostenloses Info-Portal. „Wir bieten damit der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich vertieft zu informieren“, erklärt Mathias Lüdicke, Niederlassungsleiter von NPorts in Wilhelmshaven..

Kostenlose Informationen über Touchscreen

„Mit rund 160.000 Berührungen im vergangenen Jahr war der Info-Bildschirm in Hooksiel ein voller Erfolg “, betont Dirk P. Lindgens, Leiter Kommunikation bei der DET. Die digitalen Inhalte richten sich sowohl an Interessierte aus der Region als auch an die Urlaubsgäste, die die Küste besuchen.

Neben Informationen zum LNG-Terminal Wilhelmsahven 01 sind nun auch Inhalte zum zweiten schwimmenden LNG-Terminal in Wilhelmshaven nachgepflegt worden, darunter Fotos, Fakten und Filme. Die Menüführung ist übersichtlich. Sie führt unter anderem zu Fakten über Funktion, Bauweise und beteiligte Unternehmen. Besonders interessant: Das Terminal ist als Inselanleger konzipiert und liegt etwa 1,5 Kilometer in der Jade.

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