Horumersiel (30. 4. 2026) – Die insolvente Wangerland Touristik GmbH (WTG) trennt sich von dem Großteil ihrer Immobilien, um sich wirtschaftlich neu aufstellen zu können. Aktuell wird unter anderem ein Investor für das das Grundstück „Zum Hafen 3“ in Horumersiel gesucht. Die Hoffnung: Es findet sich jemand, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen „Thalasso Meeres Spa“ ein Hotel bauen und den Gesundheitstempel gleich mit nutzen möchte.
Die WTG will sich von ihrem Grundstück in Horumersiel trennen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Thalassa Meeres Spa (weißes Gebäude rechts) könnte ein Hotel entstehen. Die Überlegungen lösten im Ort nicht nur Freune aus. Foto: hol
Um ein derartiges Projekt zu verwirklichen, müssten voraussichtlich die vorhandenen Gebäude wie der Verwaltungskomplex der WTG, das Haus des Gastes und der Kursaal abgerissen werden. Das hätte nach Ansicht eine Reihe von Horumersielern, ganz unabhängig von Größe und Architektur eines Neubaus, erhebliche Auswirkungen auf das Leben im Ort.
Der Handel, Handwerk und Gewerbeverein veranstaltet vor diesem Hintergrund zusammen mit dem Seebadeverein Horumersiel-Schillig ein „Bürgergespräch“, in dem es um die Zukunft Horumersiels gehen soll. Es wird am Dienstag, 12. Mai, ab 20 Uhr im Kursaal im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden. Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort sowie sonstige Interessierte.
Schortens/Friesland (4. 3. 2026) – Nach einem mutmaßlichen gewaltsamen Angriff auf den CDU-Oberbürgermeister in der Stadt Schortens, Axel Homfeldt, haben heute Sprecher von SPD, Grünen und FDP ihre Solidarität mit dem Betroffenen zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall sei ein „ernstes Signal über den Einzelfall hinaus“.
Stein in Autoscheibe geworfen
Am Sonntag gen 7.40 Uhr sollen Unbekannte mutwillig vor dem Wohnhaus des Kommunalpolitikers einen Stein in die Heckscheibe seines Autos geworfen haben. Zudem sei das Haus mit Eiern und Steinen beworfen worden. Homfeldt hatte die Vorfall am Sonntags selbst öffentlich gemacht. Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von möglichen Zeugen werden unter Telefon 04461/74490 erbeten.
Heute meldeten sich Landrad Sven Ambrosy sowie der „Friesischen Ampel“ im Kreistag zu Wort. Gruppensprecher Jannes Wiesner (SPD): „Ich verurteile die gewaltsamen Angriffe gegen unseren Kollegen zutiefst und bin schockiert, welches Ausmaß Anfeindungen gegen Politiker auch in Friesland erreicht haben.“ Und, so der Wangerländer weiter: „Gewalt hat in der politischen Auseinandersetzung keinen Platz!“
Einschüchterungsversuch nicht hinnehmbar
Die Ampel stehe zu Homfeldt und dessen Familie. Martina Esser (Grüne): „Gerade im kommunalen Bereich engagieren sich viele Menschen ehrenamtlich, mit hohem zeitlichen Einsatz – auch zu Lasten der eigenen Familie. Es ist nicht hinnehmbar, wenn dieses Engagement mit Einschüchterungsversuchen beantwortet wird.“
Auch Gerhard Ratzel von der FDP warnte vor einer drohenden Verrohung in der Kommunalpolitik. „Wir müssen dem entschieden entgegentreten. Wer Verantwortung übernimmt, darf nicht Ziel von Angriffen werden. Hier sind alle demokratischen Kräfte gefordert, gemeinsam Haltung zu zeigen!“
„Wer sich politisch engagiert, Verantwortung übernehmen will und für ein Amt kandidiert, verdient Respekt – und darf kein Ziel von Angriffen und Einschüchterungen sein“, betonte Landrat Ambrosy (SPD). Politisches Engagement sei ein zentraler Bestandteil von Demokratie. Solche Taten träfen nicht nur die Betroffenen und ihr Umfeld, sie seien zugleich ein Angriff auf das demokratische Miteinander. „Unsere Demokratie lebt davon, dass wir unterschiedliche Ideen austauschen, verschiedene Meinungen aushalten und miteinander diskutieren – fair und ohne Gewalt. Diese Grenze wurde hier klar überschritten, was ich ausdrücklich verurteile.“
Anmerkung:Dieser Artikel wurde im Laufe des Tages aktualisiert
Wangerland/Hooksiel (1. 5. 2026) – Mitten in der Maibaum-Feier der Einsatzalarm. Am Donnerstag kurz nach 18 Uhr wurde die Freiwillig Feuerwehr Hooksiel zusammen mit den Wehren aus Minsen, Hohenkirchen und Jever nach Schillig gerufen. Von dort hatten Anwohner eine massive Rauchentwicklung in einem Gebäude gemeldet.
Unter schwerem Atemschutz rückten Feuerwehrleute zum Brandherd im Obergeschoss des Gebäudes in Schillig vor. Foto: Feuerwehr
Vor Ort nahmen die Feuerwehrleute wahr, dass Teile der Außenfassade eines Hauses in Höhe des ersten Obergeschosses brannte. Auch deshalb hatte die Leitstelle vorsorglich die Drehleiter aus Jever mit angefordert. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte vor Ort.
Die Feuerwehren setzten für die Löscharbeiten zwei Trupps unter schweren Atemschutz ein, die jeweils mit einem Löschschlauch vorrückten. „Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden“, schildert ein Sprecher der Feuerwehr Hohenkirchen. Für die umfangreichen Nachlöscharbeiten habe man Teile des Gebäudes öffnen müssen. Hierfür wurde dann unter anderem die Drehleiter eingesetzt.
Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.
Wangerland (30. 4. 202) – Die Gemeinde Wangerland und EWE Netz verlängern ihre Wegenutzungs-Verträge für die Strom- und Gasversorgung. Die neuen Verträge treten im Dezember 2027 in Kraft und haben eine Laufzeit von jeweils 20 Jahren. Damit bleibt EWE Netz auch künftig für Bau und Betrieb der Energienetze in der Gemeinde verantwortlich.
Bürgermeister Mario Szlezak (lins) und EWE-Netz-Regionsleiter Thorsten Wieting unterzeichnen den Wegenutzungsvertrag für die Strom- und Gasversorgung für die nächsten 20 Jahre. Foto: EWE
Das Stromleitungsnetz im Gemeindegebiet ist rund 712 Kilometer lang. Es garantiert eine Stromversorgung für 6.186 Hausanschlüsse. Gasnetz hat ein Länge von rund 382 Kilometer. Es umfasst 4.736 Hausanschlüsse.
Grundlage des Vertrages sei die bewährte Zusammenarbeit beider Partner, die seit vielen Jahren für eine zuverlässige Versorgung gesorgt habe, sagte Bürgermeister Mario Szlezak und EWE-Netz- Regionsleiter Thorsten Wieting. Für die Gemeinde ergeben sich daraus jährlich Einnahmen von an die 400.000 Euro.
„Die Verlängerung der Konzessionsverträge ist ein wichtiges Signal für Kontinuität und Versorgungssicherheit in unserer Gemeinde. Gemeinsam mit EWE Netz schaffen wir eine stabile Grundlage für die zukünftige Entwicklung unserer Infrastruktur“, so Szlezak. Wieting: „Die Fortsetzung der Zusammenarbeit ist ein starkes Zeichen des gegenseitigen Vertrauens. Gemeinsam mit der Gemeinde werden wir die Energienetze weiterhin zuverlässig betreiben und mit Blick auf die Anforderungen der Energiewende zukunftsorientiert weiterentwickeln.“
Wangerland (30. 4. 2026) – Die Abfallwirtschaft des Landkreises Friesland weist darauf hin, dass sich die Abfallabfuhren aufgrund der Feiertage im Mai wie folgt verschieben: Die Abfuhren von Freitag, 1. Mai, werden auf Samstag, 2. Mai verschoben. Die Tonnen, die üblicherweise donnerstags abgeholt werden, werden statt am 14. Mai erst am Samstag, 16. Mai, geleert. Die Abfuhren von Montag, 25. Mai, verschieben sich auf Samstag, 30. Mai.
Die Abfallbehälter müssen, so der Landkreis, bereits am Vorabend zur Abholung bereitgestellt werden, da die Entsorgungsfahrzeuge mit erhöhter Fahrzeuganzahl in den Gebieten unterwegs seien und es dadurch zu abweichenden Abfuhrzeiten kommen könne. Autofahrer werden gebeten, die Straßen und Abfallbehälter nicht durch parkende Fahrzeuge zu blockieren.
Die Entsorgungsanlagen wie etwa in Wiefels sind außerhalb der Feiertage zu den regulären Zeiten geöffnet. Eine vorherige Anmeldung ist weiterhin erforderlich.
Schortens/Jever/Wangerland (27. 4. 2026) – Die Handball-D-Juniorinnen der HG Jever/Schortens haben sich die Meisterschaft in der Regionsliga Bremen/Nordsee gesichert. Das mit eine Reihe von Wangerländerinnen besetzte Team siegte in seinem letzten Heimspiel der Saison gegen die TSV Ganderkesee nach anfänglicher Nervosität sicher mit 26:12 Toren.
Meisterinnen in der Regionsliga Bremen/Nordsee: Die Handball-D-Juniorinnen der HG Jever/Schortens,. Foto: Christian Doyen
Damit krönte die junge Mannschaft, der durchweg Spielerin des jüngeren Jahrgangs angehören, ihre guten Leistungen in der „2. Liga“ der Altersklasse, der eine Reihe von attraktiven Gegnern aus Bremen, Delmenhorst und dem Raum Oldenburg angehören.
Gegnerinnen oft überfordert
Ihr Spiel war über weite Phasen der Saison beeindruckend: Auf eine kompromisslose Zweikampfführung folgen blitzschnelle Tempogegenstöße mit teils perfekten Pässen über 20 Meter und präzisen Abschlüssen am Fließband. Mit überragender Kommunikation bei der Zuordnung von Gegenspielerinnen, sehr flexiblen Bewegungsmustern am Kreis und starken Bodenpässen auf engstem Raum sorgten die Mädchen der HG bei ihren Gegnerinnen reihenweise für Überforderung.
Diese Handballer aus dem Wangerland haben maßgeblich zur Meisterschaft beigetragen: Trainer Hendrik von Bodungen mit seinen Spielerinnen (von links) Tabea Fei Doyen, Elene von Bodungen und Louisa Lauts. Foto: Christian Doyen
Dabei hatte man zu Beginn der Runde erst einmal Lehrgeld zahlen müssen. Beim TS Woltmershausen aus Bremen mussten die Mädels der HG anerkennen, dass der körperliche Nachteil in dieser Liga nicht ausschließlich mit spielerischer Qualität auszugleichen ist. Der Auftakt ging direkt mit 22:26 verloren. Die Befürchtung aber, dass die jungen Mädchen nun mit zu viel Respekt in die folgenden Aufgaben dieser Liga gehen würden, erwies sich als Trugschluss.
Unterstützung aus dem Wangerland
Nach dem Sieg im emotionalen Derby gegen Wilhelmshaven (13:10) und dem beeindruckenden Erfolg in Bremen/Findorff (26:10) kam es schließlich zum Showdown beim souveränen Tabellenführer HSG Altes Amt Friesoythe. Als Außenseiter reiste die Mannschaft um den Wangerländer Trainer Hendrik von Bodungen, zu dem seine Tochter Elene sowie Louisa Lauts und Tabea Fei Doyen aus Hooksiel gehören, nach Südoldenburg – und machte die Überraschung perfekt. Nach einer beeindruckenden Aufholjagd mit mehreren Führungswechseln und einem Siegtreffer in letzter Sekunde zum 17:16 für für die Jeverländerinnen nahm die Meisterschaft ihre Wendung.
Die D-Juniorinnen der HG Jever/Schortens gewannen ihre nächsten Spiele einschließlich der letzten Partie gegen den TSV Ganderkesee souverän. Was der Mannschaft bis kurz vor Ende der Meisterrunde nicht klar war: Der Erfolg im Topspiel in Friesoythe bedeutete nicht nur zwei wichtige Punkte. Aufgrund der Regelung zum direkten Vergleich bedeutete dieser Auswärtssieg letztendlich die Meisterschaft. Über die Tordifferenz hätte es am Ende nicht gereicht.
Wilhelmshaven/Wangerland (26. 4. 2026) – Mit einer realitätsnahen Großübung hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Donnerstag bis Samstag die Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen unter Beweis gestellt. Bei der „SAREx Wilhelmshaven 2026“ (Search and Rescue Exercise) trainierten rund 140 Seenotretter und weitere Einsatzkräfte die Rettung von Menschen aus Seenot unter anspruchsvollen Bedingungen.
Teil der Großübung SAREx 2026 auf der Jade: Retter übergeben einen „Verletzten“ auf einen Seenotrettungskreuzer. Foto: Die Seenotretter
Auf der Jade vor Wilhelmshaven spielte die DGzRS mehrere simulierte Notfallszenarien durch: Schwerverletzte auf havarierten Schiffen, vermisste Personen im Wasser und sinkende Boote stellten die Besatzungen vor komplexe Herausforderungen. Beteiligt waren sieben Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS – darunter die Seenotrettungsboote „Peter Habig“ (Wilhelmshaven) und „Wolfgang Paul Lorenz“ (Horumersiel) – ,Rettungshubschrauber der Marineflieger und von NHC Northern Helicopter, Behördenschiffe wie die „WSP 5“ der Wasserschutzpolizei Niedersachsen sowie als Havaristendarsteller der Schlepper „Fairplay 34“ und die Barkasse „Seebär“.
„Schiffbrüchige“ geborgen
Die SAREx wurde außerdem unterstützt durch Verletztendarsteller. Im Hafen übernahm die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven die weitere Versorgung der „Schiffbrüchigen“ und brachte sie in ein am Stationsgebäude der DGzRS eigens errichtetes Zelt, fachlich als Patientenablage bezeichnet.
„Wir bringen unsere Besatzungen bei diesen Übungen bewusst an ihre Grenzen“, sage Jan Lutz, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS. „Denn nur so können wir sicherstellen, dass sie im Ernstfall bestmöglich vorbereitet sind. Wir danken allen beteiligten Partnern für das große Engagement, das uns diese realitätsnahen Übungen ermöglicht.“
Freiwillige Retter beeindruckt
„Glücklicherweise erleben wir selten Einsätze mit Schwerverletzten. Aber in dieser großen Übung mussten wir auch das bewältigen, zum Beispiel in einem engen Schiff entscheiden, wer zuerst Hilfe braucht. Das war so realistisch, dass wir völlig vergessen haben, dass es eine Übung war“, sagt Stephan von Wecheln, Vormann der DGzRS-Freiwilligenstation Wilhelmshaven. Sie war zum sechsten Mal Gastgeber einer SAREx.
Friesland/Wangerland (25. 4. 2026) – Die SPD-Friesland hat heute ihre Kandidatinnen und Kandidaten zur Kommunalwahl am 13. September aufgestellt. Auf den vier Listen der Wahlbereiche kandidieren insgesamt 52 Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag. Nicht mehr dabei ist Ministerpräsident Olaf Lies (58) aus Sande, der mit Blick auf seine Aufgaben in Hannover auf einer Kandidatur für den Gemeinderat in Sande und den friesländischen Kreistag verzichtet.
Rolf Neuhaus (Mitte) soll nach dem Willen der SPD-Friesland nächster Landrat in Friesland werden. Eingerahmt wird er vom Ministerpräsidenten Olaf Lies, der Bundestagsabgeordneten Siemtje Möller, der SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold und dem Kreistags-Ffraktionsvorsitzender Jannes Wiesner: Foto: Ole Mattausch
Kernthemen: Bildung und Infrastruktur
Neben der Verabschiedung der Listen stand im Kursaal in Horumersiel auch die Vorstellung des Wahlprogramms auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Jannes Wiesner: „Als SPD wollen wir den Landkreis auch in den kommenden Jahren als stärkste Kraft führen.“ Die Kernthemen der Sozialdemokraten: „Gute Bildung und moderne Schulen, Investitionen in Straßen und Infrastruktur sowie die Förderung von Arbeitsplätzen und Wirtschaft.“
Neben den Listen mit den Kandidaten für die Kreistagswahl nominierten die Delegierten der SPD Rolf Neuhaus (49) zu ihrem Kandidaten für die Landratswahl.Sie folgen damit erwartungsgemäß der Empfehlung des Kreisvorstandes. Neuhaus (parteilos) erhielt 96 Prozent der Stimmen. Er soll Nachfolger von Landrat Sven Ambrosy werden, der sich nicht zur Wiederwahl stellte.
Rolf Neuhaus Landrats-Kandidat
In seiner Bewerbungsrede betonte Neuhaus seinen Gestaltungswillen und machte deutlich, dass sein Ziel sei, den Weg der positiven Entwicklung in Friesland fortzuschreiben. Neuhaus: „Die Entwicklung und Sicherung technischer und vor allem sozialer Infrastrukturen ist Kernaufgabe der nächsten Legislaturperiode. Sie ermöglichen wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen sowie individuelle Chancen und gleichberechtigte Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger.“
Für die SPD-Kreisvorsitzende Lena Gronewold war die Konferenz mit 50 Delegierten aus neun SPD Ortsvereinen der offizielle Auftakt für den Kommunalwahl-Wahlkampf: „Mit Rolf Neuhaus haben wir einen ausgezeichneten, fachlich hoch versierten Kandidaten, bei dem wir sicher sind, dass er in die großen Fußstampfen, die Sven Ambrosy hinterlassen wird, treten kann. Wir gehen mit einem hervorragenden Team in die Kommunalwahl.“
Jannes Wiesner führt Liste an
Die Zusammensetzung des künftigen Kreistags wird in vier Wahlbereichen entschieden. Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Wangerland bestimmen über die Abgeordneten im Wahlbereich IV (Jever/Wangerland/Wangerooge) mit. Die SPD-Liste wird dort von Jannes Wiesner (Wangerland), Stefan Fischer (Jever) und Uwe Osterloh (Wangerooge) angeführten. Auf den weiteren Plätzen folgen Janina Furchert, Marianne Kaiser-Fuchs, Marianne Rasenack, Heinz Martin, Christina Haartje-Graalfs, Dieter Janßen, Frank Kourim, Finn Peemüller und Jan Kühnert. Die SPD-Spitzenkandidaten in den übrigen Wahlbereichen sind Siemtje Möller (WB Varel), Fred Gbrurrek (WB Bockhon/ Zetel) und Detlef Kasig (WB Schortens/Sande).
Anmerkung: Der Artikel wurde am Sonntag aktualisiert.
Hohenkirchen (23. 4. 2026) – In das Projekt ist über die Jahre viel Geld geflossen. Jetzt droht es zu scheitern. Die Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren um den Gemeinschafts-Garten in Hohenkirchen kümmern, brauchen dringend Verstärkung.
Hoffen auf weitere helfende Hände für die Pflege des ökologischen Gemeinschaftsgartens i Hohenkirchen: (von links, stehend) Dieter Moosen, Silke Niemeyer, Marion Hinz sowie (sitzend) Rita Schürholz, Ilsen Moosen und Hanna Faull. Fptp: ho
Marion Hinz, Ehrenamtsbeauftragte der Gemeinde Wangerland, versucht das Team um Hanna Faull, Rita Schürholz, Silke Niemeyer sowie Ilse und Dieter Molsen durch einen Hilferuf zu unterstützten. „Das ist ein wunderschönes Kleinod hier. Es wäre wirklich schade, wenn der Garten keinen Zukunft mehr hätte.“
Bunte Vielfalt braucht Pflege
Unkraut zupfen, hacken, säen, ernten. So ein bunter Garten, in dem biologisch einwandfrei ohne Giftspritze unter anderem Kartoffeln, Tomaten und Kürbisse angebaut, Zwiebeln, Schnittlauch und Beeren geerntet sowie Äpfel, Birnen und Quitten gepflückt werden wollen, macht sich nicht von allein. Hinzu kommt die Pflege der Wege, Einfassungen und Zäune, des Insektenhotels und der Rosenbüsche. Und auch der Wohncontainer, den der Bauhof der Gemeinde für die Ehrenamtlichen als Geräteschuppen und Pausenraum aufgestellt hat, will unterhalten werden.
Die Belohnung für die Mühe: Ein Plätzchen in einer wunderschönen Öko-Oase in Jelliestede, zwischen Neubaugebiet und Reisemobil-Stellplatz. Nicht nur aufgrund des wunderschönen Seeblicks ein Ort zum Ausspannen. „Die Arbeit hier macht schon Spaß“, sagt Silke Niemeyer. „Aber es darf für den Einzelnen auch nicht zu viel werden.“
Als „internationaler Garten“ gegründet
Der rund 400 Quadratmeer große Kräutergarten ist vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ angelegt worden. Damals als „Internationaler Garten“, erinnert sich Marion Hinz. In den ersten Jahre sei der Garten auch Treffpunkt von Einheimischen und Familien mit Migrationshintergrund gewesen. Als Labor für botanisches Wissen und Börse für Rezepte aller Art. Dann kam Corona. Eine besonders aktive ausländische Familie zog weg, die Ehrenamtlichen der ersten Stunde kamen in die Jahre …
Eine bunte Vielfalt aus Blumen, Kräutern und sonstigen Pflanzen erwartet Besucher im Gemeinschafts-Garten am Wangermeer. Angelegt worden ist das Kleinod vor rund zehn Jahren im Rahmen des Projektes „Erde und Flut“ , damals als „Internationaler Garten“. Foto: hol
Nutznießer sind unter anderem die Reisemobilisten, die in Hohenkirchen Halt machen. „Was kosten denn die schönen Erdbeeren?“ sei sie schon oft gefragt werden, sagt Hanna Faull. Aber verkaufen dürfen die Aktiven ihre Waren nicht. „Wir geben aber gern ab, gegen eine kleine Spende für das Projekt.“
Geld allein reicht nicht
Wie eine mit Firmennamen gut bestückte Schautafel zeigt, gab es in der Vergangenheit schon eine ganze Reihe von Unterstützern für den Gemeinschafts-Garten. Jetzt aber reicht Geld allein nicht mehr aus. Es werden Gartenfreunde aus dem gesamten Wangerland als ehrenamtliche Helfer gesucht. Das derzeitige Team trifft sich jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr in Jelliestede. „Wenn aber jemand lieber an einem anderen Tag arbeiten will, ist das auch in Ordnung“, sagte Silke Niemeyer.
Die Kontaktaufnahme zu der Gruppe erfolgt am besten per Email über das Rathaus. Dort steht Marion Hinz unter m.hinz@wangerland.org als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Hooksiel (23. 4. 2026) – Die Erwartungen haben sich (leider) bestätigt. Das von der Gemeinde Wangerland unterstützte Bauvorhaben des SC Wangerland auf der Sportanlage in Hooksiel ist in der ersten Vergaberunde des Förderprogramms des Bundes für kommunale Sportstätten nicht berücksichtigt worden.
Zwei Projekte in der Region
Wie die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller am Mittwoch mitteilte, fließen in der ersten Förderrunde erhebliche Mittel nach Wilhelmshaven und Friesland. „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderungen über 1,083 Mio. Euro für die Sanierung der Sportstätte Güterstraße in Wilhelmshaven sowie über 875.250 Euro für die Sanierung der Außensportanlage an der IGS Friesland Nord in Schortens beschlossen.“
Der Bund fördert in den kommenden vier Jahren mit einer Investitionssumme von insgesamt einer Milliarde Euro sanierungsbedürftige Sportanlagen. Im ersten Topf stehen 333 Millionen Euro zur Verfügung. Antragsteller sind Kommunen, die auf einen Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der Gesamtkosten durch den Bund hoffen dürfen – unabhängig von weiteren Fördertöpfen.
Rat unterstützt SC Wangerland
Vor diesem Hintergrund hatte der Rat der Gemeinde Wangerland Anfang dieses Jahres das vom SC Wangerland vorgestellte Neubauprojekt eines barrierefreien Sanitärgebäudes mit Umkleide- und Aufenthaltsräumen zwischen Fußballplatz und Tennisanlage in Hooksiel einstimmig unterstützt. Der Neubau könnte das deutlich in die Jahre gekommene Stelzengebäude ersetzen, das derzeit auch von den Sportlern genutzt wird.
Dass nicht alle beantragten Projekte gefördert werden konnten, war zu erwarten. „Mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro war der Projektaufruf 23-fach überzeichnet“, so CDU-Bundestagsabgeordnete Anne Janssen. Vor diesem Hintergrund freue sie sich besonders, dass die Sanierung der IGS-Sporthalle unterstützt wird.
Markus Gellert, für den Sport zuständiger Abteilungsleiter im Rathaus in Hohenkirchen, beteuert in einer ersten Stellungnahme, dass die Gemeinde Wangerland alles tun werde, dass das Projekt in Hooksiel in der zweiten Förder-Tranche berücksichtigt wird.