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Gerd Abeldt Hooksiel-life

Beitrage veröffentlicht von “Gerd Abeldt”

Gründer und Redaktionsleiter von „Hooksiel-Life“

Neuer Muschelkalk soll Kirche zu Pakens vor Feuchtigkeit schützen

Kirche zu Pkens wird saniert
Die Kirche zu Pakens ist aktuell eingerüstet. Die Außenfassade wird saniert. Foto: hol

Hooksiel/Pakens (13. 9. 2024) – Die Kirche für die evangelisch-lutherischen Christen in Hooksiel ist deutlich älter als der Ort selbst. Während der Sielort erst nach der Gründung des Hook-Siels vor rund 480 Jahren aufblühte, geht die Geschichte der Kirche zum Heiligen Kreuz auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Das Gotteshaus im Zentrum der Ortschaft Pakens, die heute am Rande von Hooksiel liegt, ist mithin rund 750 Jahre alt.

Dafür hat sich das weitgehend aus Granitquadern errichtete Gotteshaus sehr gut gehalten. Die anderthalb Meter dicken, mit Muschelkalk verfugten Mauern, die von innen verputzt wurden, umschließen den spätromanischen Einraum samt halbrunder Apsis. Allerdings: Seit geraumer Zeit dringt Feuchtigkeit durch die Fugen. Aktuell ist die Kirche deshalb eingerüstet. Handwerker kratzen lose und undichte Fugen aus dem Mauerwerk. Im Anschluss werden die Wände neu verfugt, zum Teil wieder mit Muchelkalkmörtel.

Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten an der Außenfassade abgeschlossen sein, bestätigt Pastor Stefan Grünefeld. Dazu gehöre dann auch die Sanierung der Fensterrahmen und deren Anker. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 150.000 Euro. Geld das die Kirchengemeinde selbst, unterstützt vom Oberkirchenrat in Oldenburg und einigen Spendern, aufgebracht hat.

Für die Sanierung des Innenraums, in dem die Feuchtigkeit zum Teil zu riechen, zum Teil an bröckeligem Putz und Schimmelstellen zu sehen ist, reicht das Geld aber nicht. Es könne durchaus noch einige Jahre dauern, bis die auch hier notwendige Sanierung angepackt werden könne, so Grünefeld. Ein Trost: „Eine Gesundheitsgefährdung geht vom Pilzbefall nicht aus“, so der Pastor. Das Gotteshaus ist übrigens auch während der Bauarbeiten weiter geöffnet.

Bürgermeister für Tempo 30 in Hooksiel: „Ausschuss ist kein türkischer Basar“

Tempo 30 Hooksiel
Die „Tempo-30-Zone“ im Bereich der Ortsdurchfahrt Hooksiel soll vom Ortskern bis zum Verkehrskreisel über Lange Straße und Pakenser Altendeich ausgedehnt werden. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (12. 9. 2024) – Der Rat der Gemeinde Wangerland wird auf seiner nächsten Sitzung über das erweiterte Verkehrskonzept für das Gemeindegebiet abstimmen. Der Ausschuss des Rates für Umwelt, Landwirtschaft, Feuerschutz und Wegebau lehnte am Mittwochabend einen Antrag der Gruppe der Unabhängigen (ZUW) mehrheitlich ab, das Thema ein weiteres Mal zu verschieben. Strittig ist vor allem die Ausweisung der Hooksieler Ortsdurchfahrt im Verlauf der Lange Straße/Pakenser Altendeich als „Tempo-30-Zone“.

Der Rat tagt am Dienstag, 24. September, in Hooksiel. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 18 Uhr im neuen Feuerwehrgerätehaus am Hohe Weg. Das Verkehrskonzept enthält einer Liste aller Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigten Bereiche (Spielstraßen) im Wangerland. In Hooksiel sollen auch die Irma-Cornelßen-Straße und die Hinrike-Lichterfeld-Straße, beide im Neubaugebiet zwischen Hohe Weg und Bäderstraße, verkehrsberuhigte Bereiche werden, ebenso die Wilma-Teppe-Straße in Hohenkirchen. Neu ist auch Tempo 30 für die Seedeichstraße in Friederikensiel.

Die Gemeindeverwaltung legte dem Ausschuss das aktualisierte Konzept vor. Sollte der Rat zustimmen, müsste es noch vom Straßenverkehrsamt beim Landkreis Friesland genehmigt werden. Ordnungsamtsleiter Markus Gellert wies darauf hin, dass am Pakenser Altendeich schon jetzt nur noch 30 Stundenkilometer schnell gefahren werden darf. Grund dafür seien Schäden am Straßenbelag, die in Kürze beseitigt werden sollen.

ZUW-Ratsherr Immo Müller forderte, die Entscheidung über das Verkehrskonzept noch einmal zu verschieben. Die Ausweisung einer Tempo-30-Zone am Pakenser Altendeich sei für seine Gruppe „nicht nachvollziehbar“. Die Straße sei gut ausgebaut und habe an einer Seite einen kombinierten Geh- und Radweg. Selbst die minimalen Risse im Asphalt seien für ihn kein Grund von Tempo 50 auf 30 zu gehen. „Vielleicht wäre Tempo 40 ein Kompromiss?“ fragte Müller und rief damit Bürgermeister Mario Szlezak auf den Plan. „Wir sind hier doch nicht auf einem türkischen Basar.“ 

Es gebe aus seiner Sicht keinen einzigen Grund gegen Tempo 30, sagte Szlezak. Die Straße sei stark befahren, der Radweg sehr schmal und auf dem Fußweg seien viele ältere Menschen unterwegs, die zum Teil die Straße queren müssten, um zu ihren Häusern zu kommen. Viele Anwohner müssten zudem mit ihren Wagen von den Grundstücken rückwärts direkt auf die Straße fahren.

Gellert ergänzte, dass künftig im Bereich der gesamten Hooksieler Ortsdurchfahrt vom Sengwarder Anteil über Nee Straße, Lange Straße und Pakenser Altendeich Tempo 30 beziehungsweise stellenweise Tempo 20 gelte. „Das ist ein schlüssiges Konzept.“ In der künftigen Tempo-30-Zone gilt als Vorfahrtsregelung grundsätzlich „Rechts vor Links“. Das Parken von Autos ist überall erlaubt, wo niemand behindert wird. Der Ausschuss empfahl dem Rat mit vier (SPD, GfW) gegen zwei Stimmen (ZUW), das Konzept anzunehmen.

Veränderungssperre soll Erweiterung der Grundschule absichern

Grundschule Hooskiel
Wenn Hooksiel weiter wachsen sollte, müsste möglicherweise die Grundschule am Kreuzhamm erweitert werden. Dafür soll eine Veränderungssperre das nötige Bauland sichern. Foto: hol

Hooksiel (12. 9. 2024) – Hooksiel wird weiter wachsen. Zumindest geht man davon bei der Gemeinde Wangerland aus. In der Folge müssten die Grundschule und die Kindertagesstätte (Kita) im Ort vielleicht mehr Kinder aufnehmen. Die Möglichkeit dafür soll eine Veränderungssperre schaffen, die jetzt der Ausschuss für Gemeindeentwicklung dem Rat zur Beschlussfassung empfahl.

Die Veränderungssperre soll für den Bebauungsplan „Hooksiel Kreuzhamm“ gelten.Vorrangig geht es dabei um ein unbebautes Privatgrundstück in der Pakenser Straße, das unmittelbar an die Grundschule grenzt. Es liegt im Allgemeinen Wohngebiet und könnte somit etwa durch ein Wohnhaus bebaut werden. 

Mit der Veränderungssperre würde sich die Gemeinde zunächst für zwei Jahre ein Vorkaufsrecht sichern und könnte unliebsame Planungen untersagen. Das Areal soll als Gemeinfläche ausgewiesen werden. 

Ina Christine Janssen (SPD) wies darauf hin, dass die Grundschule in Hooksiel 2026 Ganztagsschule wird. Möglicherweise werde dann bereits ein Anbau für eine Mensa erforderlich. Vorbereitet sein wolle man aber auch für den Fall, dass die Zahl der Kinder im Ort durch Zuzüge in Neubaugebieten steigt. Zudem wäre das Grundstück auch geeignet, die schon derzeit missliche Verkehrs- und Parkplatzsituation für Eltern und Lehrende am Kreuzhamm zu entzerren.

Im Zuge der Veränderungssperre könnte die Gemeinde die Nutzung der Gebäude in dem gesamten B-Plan-Gebiet entlang des Kreuzhamms, ein Allgemeines Wohngebiet, überprüfen. Das passiert derzeit in etlichen Ortsteilen des Wangerlandes. Der Ausschuss empfahl zum Beispiel für Minsen und Horumersiel Änderungen in den Bebauungsplänen. Dadurch sollen zum einen Wohngebiete vor der schleichenden Aushöhlung durch Ferienwohnungen geschützt werden. Zum anderen können dort, wo „das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist“ (Horumersiel), Ferienwohnungen in einigen Straßenzügen ausdrücklich zugelassen werden. 

Zweiter Anlauf: „Thalasso Meeres Spa“ wird am 20. September eröffnet

Horumersiel (11. 9. 2024) – Das „Thalasso Meeres Spa“ wird am Freitag, 20. September, wieder seinen Anwendungsbetrieb aufnehmen. Das teilte die Wangerland Touristik GmbH heute Nachmittag mit. Während der temporären Schließung in den vergangenen Wochen hätten die einwandfreie Wasserqualität wieder hergestellt und auch viele Restarbeiten am Gebäude erledigt werden können

„Wir sind stolz und glücklich darüber, dass die Nachfrage nach unseren Thalasso-Anwendungen, deren Fokus auf den Elementen des Meeres und der Küstenregion liegt, ungebrochen hoch ist“, erklärt Ulrike Fahrner, Spa-Managerin des Thalasso Meeres Spa. Dementsprechend groß sei die Freude des Teams, nun wieder Spa-Gäste in dem 2500 Quadratmeter großen Anwendungshaus begrüßen zu können. 

Anwendungen können, so die WTG. ab sofort wieder online unter meeresspa.de, telefonisch unter 04426/987 260 oder vor Ort gebucht werden. Alle Gäste könnten noch bis zum 31. Oktober vom Soft-Opening-Rabatt in Höhe von 25 Prozent profitieren. Im Zeitraum vom 13. bis 19. September bestehe zudem für alle Wangerländer und Gäste die Möglichkeit, das Haus vor der Wiederöffnung, außerhalb der Buchung einer Anwendung, zu besichtigen. Möglichkeit für die Anmeldung zur Hausführung gibt es unter wangerland.de. 

Das Thalasso Meeres Spa war Ende Juni erstmals eröffnet worden. Nachdem im Trinkwasser Keime festgestellt worden waren, musste der Gesundheitstempel in Horumersiel Mitte Juli wieder geschlossen werden.

B 210 nach schwerem Unfall gesperrt

Unfall auf B 210
Ausgelöst durch einen Hagelschauer kam es auf der B 210 zu einem schwerer Verkehrsunfall. Foto: Polizei

Schortens/Jever (11. 9. 2024) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 210 sind am heutigen Mittwoch zwei Personen schwer verletzt worden. Nach Mitteilung der Polizei war es gegen 13.25 Uhr zwischen den Anschlussstellen Jever-Ost und Schortens zum Zusammenstoß zweier Fahrzeuge gekommen.

Aufgrund von plötzlich einsetzendem Hagel sei die 87-jährige Fahrerin eines VW Polo in Fahrtrichtung Wilhelmshaven auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einem entgegen kommenden Ford Fiesta kollidiert. Die 87-Jährige und die 64-jährige Fahrerin des anderen Wagens seien schwer verletzt worden. 

Die Frauen wurden in ihren Autos eingeklemmt und mussten durch die Freiwilligen Feuerwehren Schortens und Sillenstede befreit werden. Beide Autos sind nicht mehr fahrbereit. Für die Dauer des Rettungseinsatzes, der Unfallaufnahme und die Bergung der Pkw wurde die B210 für etwa anderthalb Stunden voll gesperrt.

Darf Hooksiels Edeka-Mark wachsen?

Edeka-Markt Hooksiel
Eigentümer und Betreiber wollen das Gebäude des Edeka-Marktes an der Bäderstraße um einige Hundert Quadratmeter erweitern. Noch steht die Genehmigung für das Projekt aus. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (11. 9. 2024) – Der Edeka-Markt in Hooksiel soll erweitert werden. Der Eigentümer der Immobilie und der Betreiber wollen mehr Lagerfläche schaffen, die Getränkeabteilung vergrößern und das Sortiment unter anderem um Drogerieprodukte erweitern. Damit wolle man auf veränderte Einkaufs- und Konsumgewohnheiten reagieren, argumentiert der Eigentümer. Und sicher auch darauf, dass der Mark in der touristischen Hauptsaison regelmäßig übervoll ist.

Um die Erweiterung zu ermöglichen, muss ein neuer Bebauungsplan für das „Sondergebiet Einzelhandel“ an der Bäderstraße aufgestellt werden – ein komplexes Verfahren, wie am Dienstagabend im Ratsausschuss für Gemeindeentwicklung deutlich wurde. Nach den Plänen des Eigentümers soll das Edeka-Gebäude um acht Meter in Richtung WiKi-Wohnheim verlängert werden. Dadurch würde die Grenze zum Nachbarn und zum nächsten Sondergebiet überschritten. 

Auf den ersten Blick wäre das noch kein Problem, zumal sich die Nachbarn offenbar über den Verkauf der Fläche bereits einig sind. Aber: Durch die Erweiterung würde die Verkaufsfläche des Edeka-Marktes von derzeit 1550 auf 1990 Quadratmeter anwachsen. Damit, so räumte Bauamtsleiter Torsten Meuer ein, würden der Landkreis Friesland und die Industrie- und Handelskammer (IHK) als Hüter der Regionalen und der Ladeesraumordnungs-Planung auf den Plan gerufen.

Großflächiger Einzelhandel ist aus Sicht der Raumplaner nur in Gemeindezentren zulässig, also im Fall der Gemeinde Wangerland in Hohenkirchen. Inwieweit dabei berücksichtigt wird, dass Hooksiel wie auch Horumersiel aufgrund der großen Zahl von Urlaubsgästen (und damit Konsumenten) als Nebenzentren ausgewiesen sind, ist zumindest fraglich. Auf jeden Fall, so Matthias Lux vom beauftragten Planungsbüro, müsse zunächst einmal das Verträglichkeitsgutachten abgewartet werden, das im Oktober vorliegen soll. Danach müsse man sehen, wie sich der Landkreis und die IHK positionieren.

„Wir haben mit dem Edeka-Markt in Hooksiel einen Vollsortimenter. Und das ist auch gut so“, sagte SPD-Fraktionschef Holger Ulfers. Es sei wichtig, den Markt auf eine wirtschaftlich sinnvolle Größe zu erweitern, um den Standort dauerhaft zu sichern. Als abwegig bewertete er die Vorstellung, dass die Hooksieler in großer Zahl nach Hohenkirchen strömen würden, um dort einzukaufen. „Eine ortsnahe Versorgung ist wichtig, auch aus ökologischen Gründen.“

ZUW-Ratsherr Immo Müller verwies darauf, dass die Gemeinde die Planungshoheit besitzt. Notfalls müsse man den Bebauungsplan eben einfach beschließen. Allerdings, so Planer Lux, Bedenken von Landkreis und IHK könne selbst eine Gemeinde nicht einfach wegschieben.

Straße wird gesperrt: Sanierung der Schleuse am Außenhafen beginnt

Hooksieler schleuse
Die Sanierung der Schleuse am Hooksieler Außenhafen beginnt. Die über das Bauwerk verlaufende Bäderstraße wird für rund anderthalb Wochen gesperrt werden. Archiv-Foto: hol

Hooksiel (11. 9. 2024) – Im Bereich der Schleuse am Außenhafen Hooksiel wird voraussichtlich zwischen Montag, 16, bis Mittwoch, 25. September, die Fahrbahn komplett gesperrt. Der Grund dafür sind nach Mitteilung der niedersächsischen Hafenbehörde (Sports) Modernisierungsmaßnahmen.

In diesem Monat werden an der Schleuse Hooksiel Bauarbeiten durchgeführt. Infolgedessen komme es nach aktuellem Stand zu einer eineinhalb-wöchigen Vollsperrung der Fahrbahn. Betroffen sein werde die „Bäderstraße“ als Verbindung zwischen Hooksiel und Wilhelmshaven. 

Für Bauarbeiten an der Schleuse gliedern sich in drei Phasen:Vorbereitungsmaßnahmen zum Ausbau der Torlinie 1, Ausbau der Torlinie 1 und den Rückbau der Kranfläche. In dieser Zeit sei keine Zufahrt für Auto- und Radverkehr möglich.Auch Fußgänger können die Schleuse nicht überqueren. „Der Weg bis zur Schleuse ist frei, allerdings gibt es keine Wendemöglichkeit“, so NPorts. Des Weiteren werde die Schleuse während des Ausbaus der Torlinie 1, voraussichtlich am Montag und Dienstag, 23./24. September, für den Schiffsverkehr gesperrt.

NPorts hatte 2023 das Bauwerk an der Hooksieler Schleuse eingehend überprüfen lassen. Danach habe man die erforderlichen Maßnahmen zur Instandsetzung und Modernisierung der Schleuse eingeleitet, so die Hafengesellschaft. Jetzt stünden die ersten baulichen Schritte zur Modernisierung der Schleuse an, so etwa der Ausbau der Torlinie 1. 

Mit „Torlinie“ bezeichnet NPorts den Tortyp „Stemmtor“, eine aus meist zwei Flügeln bestehende Konstruktion. Die Schleuse hat insgesamt fünf Stemmtorpaare, also fünf Torlinien, die in den nächsten Jahren saniert werden sollen. Bis 2027 werde die Schleuse nach und nach auf den neusten Stand der Technik gebracht, verspricht NPorts.

Die Hafengesellschaft bittet um Verständnis dafür, dass es während der notwendigen Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten an der Schleuse in den kommenden Jahren immer wieder mal zu temporären Einschränkungen für den Auto-, Rad- und Fußverkehr sowie den Schiffsverkehr kommen wird.

Spitzenverband bestätigt Ambrosy

Friesland (11. 9. 2024) – Frieslands Landrat Sven Ambrosy ist als Vizepräsident des Deutschen Landkreistages (DLT) betätigt worden. Auf seiner Mitgliederversammlung am Dienstag wurde das Präsidium des kommunalen Spitzenverbandes neu gewählt. Das neue Präsidium besteht aus Präsident Dr. Achim Brötel (Landrat des Necker-Odenwald-Kreises) und den Vizepräsidenten Sven Ambrosy (Landkreis Friesland), Thomas Karmasin (Landkreis Fürstenfeldbruck), Götz Ulrich (Burgenlandkreis) und Anita Schneider (Landkreises Gießen) sowie (ab November 2025) Olaf Schade (Ennepe-Ruhr-Kreis). 

Sven Ambrosy

Landrat Sven Ambrosy (Foto): „Die Delegiertenversammlung des Deutschen Landkreistages hat mich einstimmig als Vizepräsident wiedergewählt. Ich danke den Delegierten für das Vertrauen. Es ist mir eine große Ehre, weiter im Präsidium unseres kommunalen Spitzenverbandes mitwirken zu können.“ Der DLT versteht sich als Stimme der kommunalen Selbstverwaltung. Die Landkreise stehen für die ländlichen Räume mit rund 68 Prozent der Bevölkerung und 96 Prozent der Fläche Deutschlands. Wichtiges Ziel sei die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in den Metropolen und in der Fläche, betonte Präsident Brötel.

Zu den wichtigen Themen, um die sich der Verband kümmere, gehöre deshalb unter anderem die Krankenhausstrukturreform, die Pflege, der ÖPNV, die Integration von Geflüchteten, die soziale und kulturelle Teilhabe sowie die Bewältigung der Folgen von Klimawandel und Energiekrise. 

Brötel mahnte der Gesetzgeber vor „nahezu grenzenloser Detailverliebtheit“. Der Bund sei gut beraten, wenn er die Landkreise finanziell besser ausstatte und mehr Raum für die „Entfaltung kommunaler Selbstgestaltung“ lasse. 

Torte und Tanz zum Jubiläum: Die „Friesland-Therme“ wird 25 Jahre alt

Friesland-Therme

Horumersiel (10. 9. 2024) – Die „Friesland-Therme“ in Horumersiel feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen Fest zum Abschluss der Freibadsaison. Für Samstag, 14. September, lädt die Wangerland Touristik GmbH Gäste und Einheimische ab 12 Uhr ein, das Meerwasserbad zu erkunden. Dazu sollen kühle Getränke serviert und Tanzmusik gespielt werden. 

„Es wird ein kurzweiliges Programm geboten, insbesondere auch für unsere jüngeren Gäste“, freut sich Badleiter Olaf Janßen. „Die Kolleginnen vom Nationalparkhaus Minsen und der Kinderspielhäuser bieten ein umfangreiches wie gleichermaßen unterhaltsames Bastelprogramm an, es wird Wasserspiele geben und eine Torwand. Zudem sorgt DJ Werner für die passende Musik und um 15 Uhr wird die große Geburtstagstorte angeschnitten“, schwärmt Janßen in Vorfreude auf das Jubiläum. 

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak wird zusammen mit Olaf Janßen die Geburtstagstorte anschneiden. Um 17 Uhr soll dann die Badekleidung gegen Tanzschuhe getauscht werden. Das Team der Friesland-Therme bittet aufs Tanzparkett. 

Gefeiert wird unter freiem Himmel im Freibadbereich bis 22 Uhr (bei Regen im Gebäude), der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Saunabereich wird an diesem Tage nicht geöffnet haben. 

Katharina Jensen: Quereinsteiger in Lehrerberuf brauchen eine Perspektive

Wangerland/Jever (10. 9. 2024) – Die Wangerländer CDU-Landtagsabgeordnete Katharina Jensen beklagt die schlechte Unterrichtsversorgung in den Schulen. Auch im neuen Schuljahr sei die Lage schwierig. „Es fällt Unterricht aus, die Unterrichtsversorgung und es gibt leider auch keine Anzeichen dafür, dass sich diese Lage nachhaltig verbessert“, kritisiert die Politikerin mit Blick auf die von ihr betreuten Wahlkreisen Friesland/Jade und Wilhelmshaven.

Jensens Forderung: Die Anstrengungen etwa für die Gewinnung von Quereinsteigern in den Lehrerberuf müssten deutlich erhöht werden. Für sie sei es unverständlich, dass Niedersachsen im Sommer 2022 zwar mit dem „Lehrkräfte-Gewinnungspaket“ eine neue Möglichkeit des Quereinstiegs für Bewerber mit einem Meister- oder Fachschulabschluss an allgemein bildenden Schulen als Fachpraxislehrer geschaffen hat, diese Möglichkeit seitdem aber in ganz Niedersachsen nur von acht Personen genutzt worden sei. Jensen bezieht sich dabei auf die Antwort auf eine Kleine Anfrage, die sie mit dem bildungspolitischen Sprecher ihrer Fraktion, Christian Fühner, gestellt hatte.

Eine Klippe für Quereinstiege ist offenbar die zwingende Befristung ihrer Verträge. Katharina Jensen nennt das Beispiel eines Tischler-Meisters, der an der Oberschule Jever aushilft und dort auch gern unbefristet weiterbeschäftigt werden würde. Auch die Schulleitung würde sich darüber freuen. Das sei allerdings derzeit nicht möglich, 

„Die grundsätzliche Befristung der Verträge bietet aber natürlich auch keinen großen Anreiz, sich auf eine derartige Anstellung zu bewerben“, beklagt die CDU-Politikerin. „Vor allem da die Bewerber mit einem Meister- oder Fachhochschulabschluss bereits hoch qualifiziert sind und problemlos in der freien Wirtschaft eine unbefristete Anstellung finden.“

Das Kultusministerium wolle nun zwar immerhin prüfen, ob eine Entfristung zumindest von bereits geschlossenen Verträgen möglich sei. „Aber das geht in keinem Fall weit genug“, so Jensen. „Es wäre sinnvoll für die Fachpraxislehrer eine echte berufliche Perspektive zu schaffen. Und zwar nicht nur für die acht Personen, die schon da sind, sondern auch für die, die diesen Weg künftig einschlagen wollen.“

Die CDU-Landtagsfraktion hat einen Sieben-Punkte-Plan erarbeitet, wie der Lehrermangel verringert werden könnte. Darin schlägt sie neben Anreizen für Quereinsteiger eine vereinfachte Anerkennung von Lehrkräften aus anderen Bundesländern und dem Ausland, eine Reform für einen deutlich höheren Praxisanteil in der Lehrerausbildung, zusätzliches Personal an den Schulen, digitale Lösungen etwa im Vertretungsunterricht sowie eine Offensive für Bürokratieabbau vor.